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Diskussion : Paarungen in Graphen
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Paarungen in Graphen
Stichpunkte
Allgemein
[Bearbeiten]
Definitionen
E) ein ungerichteter Graph ohne Mehrfachkanten und M eine Teilmenge von E
Sei G=(V
wenn je zwei beliebige verschiedene Kanten e1 und e2 disjunkt sind
Man bezeichnet M als Paarung oder Matching von G
d.h. mit verschiedenen Knoten inzident sind
d.h. die mit ihm inzident ist
die ihn enthält
falls es eine Kante in M gibt
Ein Knoten von G heißt von einer Paarung M überdeckt
so dass M zusammen mit e eine Paarung ist
wenn man keine weitere Kante e aus E zu M hinzufügen kann
Eine Paarung M von G nennt man maximal
die mehr Elemente als M enthält
so nennt man M größte Paarung
Gibt es in G keine Paarung
Ist jeder Knoten von V Element einer Kante von M (also von M überdeckt)
so nennt man M eine perfekte Paarung
Die Anzahl Elemente einer größten Paarung nennt man Paarungszahl bzw
Matchingzahl
Einen k-regulären Teilgraphen von G nennt man einen k-Faktor
wenn er alle Knoten von G enthält
Die Kantenmenge eines 1-Faktors ist also offensichtlich eine perfekte Paarung
In kantengewichteten Graphen definiert man die Größe einer Paarung über die Summe ihrer Kantengewichte
Als größte gewichtete Paarung eines Graphen G bezeichnet man dann eine Paarung
die diesen Wert maximiert
In gerichteten Graphen und solchen mit Mehrfachkanten werden Paarungen nicht betrachtet
letzteres
Ersteres
weil von den Mehrfachkanten nur eine für eine Paarung in Frage kommt
weil es bei Paarungen nicht auf die Richtung der Kanten ankommt
wenn man die Vielfachheiten von Mehrfachkanten auf 1 reduziert oder ob man den Originalgraph mit Mehrfachkanten betrachtet
Es spielt also keine Rolle
ob man den Graphen betrachtet
der entsteht
Die nachfolgenden Definitionen dienen dem Verständnis der unten gegebenen Aussagen und Sätze
k-2} die Kante {vi
wenn für jedes i aus {1
die nicht zu M gehören
...
...
vi+1} genau dann zu M gehört
vi+2} nicht zu M gehört
d.h. der Pfad P führt abwechselnd über Kanten die zu M gehören und solchen
Einen Pfad P=v1
wenn die Kante {vi+1
vk in einem Graphen G
bezeichnet man als alternierend bezüglich einer Paarung M von G
so nennt man den Pfad P augmentierend bzw
v2} und {vk-1
vk} keine Kanten der Paarung M
Sind zusätzlich {v1
Verbesserungspfad
falls q(G-U)-|U|≥q(G-S)-|S| für jede andere Teilmenge U von V gilt
Bezeichnet q(G) die Anzahl der Zusammenhangskomponenten mit ungerader Anzahl Knoten in einem Graphen G=(V
so nennt man def(G):=q(G-S)-|S| für ein Teilmenge S von V Defekt von G
E)
G-S bzw
der entsteht
G-U bezeichnet dabei den Graphen
wenn man die Knoten von S bzw
U und ihre inzidenten Kanten aus G löscht. [Bearbeiten]
Beispiel
Abb
1: Qualifikationen Dem Arbeitsamt liegen vier Stellenangebote und ebenso viele Stellengesuche vor
für die sie qualifiziert sind
Dabei haben einige Arbeitssuchende mehrere Berufe angegeben
Zur Veranschaulichung der Ausgangssituation kann ein bipartiter Graph gezeichnet werden (Abb
1): dabei steht jeder Knoten in der linken Teilmenge für einen Arbeitssuchenden und jeder in der rechten für eine offene Stelle
so bedeutet das
dass er für den entsprechenden Beruf qualifiziert ist
Ist ein Arbeitssuchender mit einem Stellenangebot mittels einer Kante verbunden
So ist z
BL
aura in der Lage
als Kellnerin oder Stewardess zu arbeiten; Eduard und Klaus sind beide gelernte Schlosser und konkurrieren um die offene Stelle. Abb2
: Paarung Die Vermittlung von möglichst vielen Jobs ist ein Paarungs-ProblemE
rneut werden die Stellengesuche und -angebote als Knoten eines bipartiten Graphen aufgefasst
diesmal stehen die Kanten jedoch für zugewiesene JobsE
s sollen nun möglichst viele Kanten aus Abb1
denn natürlich kann für jedes Stellenangebot nur ein Bewerber angenommen werden
und jeder kann nur einen Job ausführenK
dabei darf an jedem Knoten allerdings höchstens eine Kante anliegen
übernommen werden
so vermittelt er unter Umständen weniger Jobs
als möglich wärenI
ann der Mitarbeiter des Arbeitsamtes nicht alle Stellengesuche und -angebote bearbeiten
weil ihm nicht genug Zeit zur Verfügung steht
m Beispiel (Abb2
und zwar soll Eduard Schlosser werden und Laura StewardessM
) wurden nur zwei Jobs vermittelt
denn niemandem wurden zwei Jobs vermittelt
und keine Arbeitsstelle wurde zwei Bewerbern zugewiesen. Abb3
an spricht dennoch von einer Paarung (Matching)
ist es in diesem Fall nicht möglich
allen Arbeitssuchenden einen Job zu vermittelnD
: Größte Paarung Doch auch wenn das Arbeitsamt alle Möglichkeiten berücksichtigt
ie größte Paarung ist also in diesem Fall keine perfekte PaarungD
während Maria entweder Taxifahrerin oder Kellnerin wird und somit eine Stelle offen bleibtD
ie Gründe dafür sind
dass die beiden gelernten Schlosser um eine einzige Stelle konkurrieren
ass eine perfekte Paarung nicht möglich ist
lässt sich mit dem Heiratssatz von Hall (siehe unten) beweisenD
as Arbeitsamt kann sich nun etwa entscheiden
Eduard die Stelle als Schlosser und Maria die als Taxifahrerin zu vermitteln (Abb3
)H
dass es in einem Graphen mehr als eine größte Paarung geben kann: eine andere größte Paarung würde zB
ier sieht man
. so aussehen
dass Klaus den Schlosserjob bekommt. Abb4
: Perfekte Paarung Nun kontaktiert das Arbeitsamt Klaus und berichtet ihm von dem ProblemU
statt als Schlosser als Taxifahrer zu arbeitenD
m nicht arbeitslos zu werden
erklärt dieser sich bereit
adurch ist es möglich
jedem Arbeitssuchenden eine Stelle zu vermitteln (Abb4
)G
inzidiert also jeder Knoten mit genau einer KanteM
raphentheoretisch betrachtet
an spricht von einer perfekten PaarungE
wie wir gesehen haben
und
ine perfekte Paarung ist nur dann möglich
selbst dann nicht immer. [Bearbeiten]
wenn genauso viele Stellengesuche wie -angebote vorliegen
Wichtige Aussagen und Sätze
Es lässt sich leicht zeigen
dass eine maximale Paarung eines Graphen G höchstens so viele Kanten wie eine größte Paarung in G enthält (jede größte Paarung ist auch ein maximale Paarung)
wie eine maximale Paarung
Andererseits enthält eine größte Paarung in G höchstens doppelt so viele Kanten
wenn es keinen augmentierenden Pfad zu M gibt
Von Berge (1957) stammt ein leicht beweisbarer Satz
dass eine Paarung M von einem Graphen G genau dann eine größte Paarung von G ist
der besagt
der zu einem gegebenen Graphen ein größtes Matching findet
indem man nach augmentierenden Pfaden in einem Graphen sucht
Mit Hilfe dieses Satzes lässt sich leicht ein polynomieller Algorithmus entwerfen
In bipartiten Graphen lässt sich mit dem Algorithmus von Hopcroft und Karp in O(√nm) eine größte Paarung finden
Der Algorithmus basiert auf der Idee simultan mehrere Verbesserungspfade zu finden
Man zeigt leicht
wie seine Paarungszahl
dass die Knotenüberdeckungszahl eines Graphen mindestens so groß ist
aber höchstens so groß wie das 2-fache seiner Paarungszahl
Für bipartite Graphen konnte König (1931) zeigen
dass die Paarungszahl genau der Knotenüberdeckungszahl entspricht
Dies impliziert insbesondere polynomielle Algorithmen zur Bestimmung der Knotenüberdeckungszahl und in Folge auch der Stabilitätszahl eines bipartiten Graphen
Im allgemeinen sind diese Probleme NP-schwer
B} genau dann eine Paarung M existiert
die jeden Knoten aus A überdeckt
dass ihre Nachbarschaft mindestens so groß ist wie S selbst
falls für jede Teilmenge S von A gilt
Der so genannte Heiratssatz von Hall (1935) besagt
dass in bipartiten Graphen G mit Bipartition {A
dass es nach diesem Satz möglich ist
Der Name Heiratssatz rührt daher
die sich für wenigstens eine der Frauen in der Gruppe interessieren
falls es für jede Gruppe von Frauen mehr Männer gibt
jede Frau zu verheiraten
Der Satz von Hall hat einige leicht ableitbare Konsequenzen
Gilt zum Beispiel zusätzlich
so besitz G eine perfekte Paarung
dass |A|=|B|
In regulären Graphen ist diese Bedingung immer erfüllt
dass auch die Heiratsbedingung |N(S)|≥|S| immer erfüllt ist
so dass jeder bipartite reguläre Graph eine perfekte Paarung besitzt
Ferner zeigt man leicht
Diesen Satz konnte König schon 1916 beweisen (damals natürlich unabhängig vom Heiratssatz)
Mit Induktion über k folgt dann auch leicht
dass ein k-regulärer Graph k disjunkte Paarungen besitzt
die zusammengenommen seine Kantenmenge ergeben
Hier wird der Sinn der Definition eines k-Faktors deutlich
da jede Paarung eine gerade Anzahl Knoten überdeckt
In Graphen mit ungerader Knotenzahl gibt es offensichtlich keine perfekten Paarungen
dass das 2-fache der Paarungszahl eines Graphen G der Anzahl Knoten von G abzüglich seines Defektes entspricht
Die Defektformel von Berge (1958 ???) besagt jedoch
wenn für jede Teilmenge S von V gilt: q(G-S)≤|S|
dass ein Graph G=(V
E) genau dann eine perfekte Paarung besitzt
der besagt
Daraus leitet sich leicht ein Satz von Tutte (1947) ab
Ebenfalls leicht folgt der schon 1891 von Petersen damals sehr aufwändig bewiesene Satz
dass ein kubischer Graph mit höchstens zwei trennenden Kanten ein perfektes Matching besitzt
In Graphen mit sehr vielen Kanten (sog. dichte Graphen) gibt es meistens auch eine (fast) perfekte Paarung
eine solche Paarung zu finden.
dass der Graph viele (fast) perfekte Paarungen besitzt und das Rechenverfahren die Aufgabe hat
Algorithmisch interessant ist der Spezialfall
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Paarungen in Graphen
aus der freien Enzyklopädie
wikipedia
und steht unter der
GNU Lizenz für freie Dokumentation
. In der wikipedia ist eine
Liste der Autoren
verfügbar.
Knotenüberdeckungen, Cliquen und stabile Mengen
Clique (Graphentheorie)
Stabilitätszahl
Größte stabile Menge
Maximale stabile Menge
Stabile Menge
Cliquenzahl
Größte Clique
Maximale Clique
Größte gewichtete Paarung
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