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Diskussion : Gaius Iulius Caesar
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Gaius Iulius Caesar
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Allgemein
Gaius Iulius Caesar (* 13
Juli 100 v
Chr. (vermutlich) in Rom; †15
März 44 v
Chr. in Rom; in eingedeutschter Schreibweise Julius Cäsar) war ein römischer Staatsmann
Feldherr und Autor
machte sich im anschließenden Bürgerkrieg zum Alleinherrscher in Rom und führte das Ende der Römischen Republik herbei
Er eroberte Gallien
Nach seiner Ernennung zum Diktator auf Lebenszeit fiel er einem Attentat zum Opfer
Zar) zum Titel der Herrscher im Heiligen Römischen Reich und des Russischen Reiches
Sein Name wurde zum Titel aller nachfolgenden Herrscher (Caesaren) des römischen Kaiserreichs und in entlehnter Form (Kaiser
"Verbergen") 1 Leben 1.1 Herkunft 1.2 Erste Schritte in die Politik 1.3 Caesars Aufstieg 1.3.1 Statthalter in Spanien
Triumvir und Konsul 1.3.2 Prokonsul in Gallien 1.3.3 Bürgerkrieg 1.4 Diktatur und Tod 1.5 Nach Caesar 2 Caesar als Historiker und Autor 3 Sonstiges 3.1 Herkunft des Namens „Caesar“ 3.2 Der Titel Caesar 3.3 Caesarchiffre 3.4 Caesar in den Künsten 3.5 Julianischer Kalender 3.6 Juli 4 Werke 5 Literatur 5.1 Primärquellen 5.2 Sekundärliteratur 6 Weblinks 7 Siehe auch [Bearbeiten]
Caesar war auch der Titel für einen Mitherrscher im Byzantinischen Reich. Bild nicht gefunden Gaius Iulius Caesar Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Leben
[Bearbeiten]
Herkunft
welcher der Legende nach wiederum der Sohn der Göttin Venus war
das seine Wurzeln auf Iulus
zurückführte
Gaius Iulius Caesar entstammte dem angesehenen altrömischen Patriziergeschlecht der Julier (gens Iulia)
den Sohn des trojanischen Adligen Aeneas
im Jahre 45 v
Auf dem Gipfel seiner Macht
um seine Verbindung zur Göttin hervorzuheben
ließ Caesar zu Ehren der Venus einen Tempel errichten
Chr.
und nur wenige Mitglieder der Familie hatten sich politisch hervorgetan: In der Frühzeit der römischen Republik im 5
gemessen am Standard des römischen Adels
Caesars Familie war nicht reich
Jahrhundert v
deren Authentizität in der Forschung umstritten ist
häufiger der Name „Iulius“
Chr. findet sich in den Konsularlisten
451 v
die den Staat grundlegend umgestalten sollten
Chr. war ein Gaius Iulius Iullus Mitglied der Decemviri
Für die folgenden Jahrhunderte sind nur zwei iulische Konsuln für die Jahre 267 und 157 v
Chr. nachgewiesen
Caesars Vater wurde 92 v
Chr
Prätor
Einige Verwandte waren Konsuln und Censoren
Caesars Herkunft und Verwandtschaftsverhältnisse waren vorbestimmend für seine Parteinahme in der Zeit der Bürgerkriege
der die Kimbern und Teutonen besiegte und als mehrmaliger Konsul die Partei der Popularen im römischen Senat anführte. [Bearbeiten]
So war sein Onkel der Feldherr Marius
Erste Schritte in die Politik
Caesar heiratete 84 v
Chr
der ebenfalls zu den Popularen gehörte
Cornelia
die Tochter des Konsuls Lucius Cornelius Cinna
Im selben Jahr wurde er auch zum Flamen Dialis
dem Oberpriester des Jupiter
bestimmt
Die Familienverbindung zu Cinna und seine Verwandtschaft mit Marius brachten Caesar in Opposition zur Diktatur Sullas
der die Partei der Optimaten vertrat
doch dieser widersetzte sich und verließ Rom
Sulla befahl Caesar die Scheidung von Cornelia
kehrte aber nicht nach Rom zurück
Auf die Bitte einflussreicher Freunde hin wurde er zwar bald begnadigt
der sullanischer Propraetor und Statthalter der Provinz Asia war
Stattdessen wurde er mit 19 Jahren Offizier im Stab des Marcus Minucius Thermus
der einem römischen Mitbürger in der Schlacht das Leben gerettet hatte
Bei der Belagerung der Stadt Mytilene auf der Insel Lesbos wurde Caesar mit der Corona Civica
ausgezeichnet
der Bürgerkrone
die demjenigen verliehen wurde
Um die Belagerung voranzutreiben
wurde Caesar in diplomatischer Mission zu König Nikomedes von Bithynien geschickt
Caesar habe eine homoerotische Beziehung zu dem Monarchen gepflegt
Aufgrund seiner ungewöhnlich langen Aufenthaltsdauer dort ging in Rom bald das Gerücht um
Belegt wurde dies allerdings nie
Erst nach dem Tod Sullas im Jahre 78 v
nach Rom zurückzukehren und seine politische Karriere weiterzuverfolgen
Chr. wagte Caesar es
als öffentlicher Ankläger und Mitglied der vigintisexviri
Er begann
wie damals üblich
der untergeordneten Magistratsbeamten der Republik
Als Ankläger erregte Caesar durch einen Prozeß gegen einen Anhänger Sullas große Aufmerksamkeit und bewies damit erneut seine Opposition zum Lager der Sullaner
Um Anfeindungen der Sullaner aus dem Weg zu gehen
Rom erneut zu verlassen
entschloss sich Caesar
wo er seine Redekunst verbessern wollte
sondern eine Studienreise nach Rhodos unternahm
Ungewöhnlich war
dass er sich nicht zu einer militärischen Mission meldete
um sich als Offizier einen Namen zu machen
Auf dem Weg nach Rhodos geriet Caesar in die Gefangenschaft von Piraten
er habe seine Entführer aufgefordert
ein höheres Lösegeld für ihn zu fordern
Die Legende berichtet
da er weitaus mehr wert sei
fing die Piraten und ließ sie kreuzigen. [Bearbeiten]
Nach seiner Freilassung organisierte er aber eine private Seestreitmacht
Caesars Aufstieg
Anfang 73 v
Chr. erreichte Caesar nach der eher unbedeutenden Ernennung zum Militärtribun die Wahl ins erste höhere Amt: An Stelle seines verstorbenen Verwandten Gaius Aurelius Cotta wurde er ins Priesterkollegium der Pontifices gewählt
69 v
die unterste Stufe der politisch bedeutenden Ämter der Römischen Republik
Chr. bekleidete er schließlich die Quaestur
Als Caesars erste Frau Cornelia 68 v
Chr. starb
eine sehr wohlhabende Enkelin Sullas
heiratete er Pompeia
deren Reichtum er umgehend für seinen politischen Aufstieg nutzte: 65 v
und im Jahr 63 v
Chr. wurde er zum curulischen Aedil gewählt
des Oberpriesters
das des Pontifex maximus
Chr. erlangte er sein erstes bedeutendes politisches Amt
konnte ihm keine Beteiligung an dessen Verschwörung nachgewiesen werden
Während der Catilinarischen Verschwörung kam Caesar mit einem blauen Auge davon: Obwohl er früher mit Catilina zusammengearbeitet hatte
Auch in der Forschung gilt dies als sehr unwahrscheinlich
Im Jahr darauf wurde er zum Praetor gewählt
die „Bona-Dea-Affäre“
führte im Jahre 62 v
Ein Skandal
Chr. zur Scheidung von Pompeia. [Bearbeiten]
Statthalter in Spanien, Triumvir und Konsul
Das erste wichtige Amt Caesars außerhalb Roms war das der Statthalterschaft (Proprätur) in Spanien
Seine aggressive Kriegführung gegen die Iberer festigte seinen Ruf als fähiger Stratege und gleichzeitig seine Finanzen
Genügend Geldmittel waren eine Voraussetzung für die Bewerbung um das höchste Staatsamt
Viele Senatoren widersetzten sich jedoch Caesars Ambitionen
Konsul zu werden
Daher ging er mit Marcus Licinius Crassus und Gnaeus Pompeius Magnus eine strategische Partnerschaft ein
Alle drei wollten ihre jeweiligen Einflussmöglichkeiten koordinieren: Die von den römischen Geschichtsschreibern als Erstes Triumvirat (Dreimännerherrschaft)
von dem Gelehrten Varro dagegen als „dreiköpfiges Monster“ bezeichnete Allianz brachte Geld (Crassus war der reichste Mann Roms)
Militär (Pompeius war der erfolgreichste General) und politischen Einfluss (Caesars politische Bekanntheit und Energie) zusammen
Zur Bekräftigung des Bündnisses heiratete Pompeius Caesars Tochter Julia
Das Triumvirat konnte die Wahl Caesars zum Konsul des Jahres 59 v
Chr. durchsetzen
Seine Amtsführung war im Senat umstritten; eine Strafverfolgung nach Ende seines Konsulats wurde aber durch die mit fünf Jahren ungewöhnlich lange Amtszeit Caesars als Prokonsul in Illyrien und in Gallien (Cis- und Transalpina) verhindert
Vor seinem Amtsantritt heiratete er Calpurnia. [Bearbeiten]
Prokonsul in Gallien
Das Prokonsulat in Gallien bedeutete einen wichtigen Machtgewinn Caesars
begann er seine Eroberungsfeldzüge in Gallien
Als Prokonsul konnte er Heere aufstellen
und obwohl dies nicht zu seinen Pflichten gehörte
Die Verlängerung des Triumvirats 56 v
Chr. in Ravenna und Lucca erreichte das gemeinsame Konsulat Crassus’ und Pompeius’ für das Jahr 55 v
und die Verlängerung von Caesars Prokonsulat um weitere fünf Jahre
Chr.
So konnte er insgesamt 10 Jahre (58 v
Chr.–49 v
Chr.) in Gallien bleiben und die Eroberung des ganzen freien Keltenlandes abschließen
Hierbei nutzte Caesar auch die Tatsache aus
dass die Gallischen Stämme untereinander zerstritten waren und sich daher nur selten gegen einen gemeinsamen Gegner zusammentaten
Viele Stämme riefen ihn sogar gegen andere Stämme zu Hilfe
wobei sie als Resultat häufig selber vom ambitionierten Proconsul erobert wurden
Es wird geschätzt
dass dabei eine Million Gallier ihr Leben verloren und eine weitere Million versklavt wurde
Caesar berichtete in De Bello Gallico selbst über seine Zeit in Gallien
Neben vielen interessanten Details aus dem besetzten Gallien diente die Schrift vor allem der Rechtfertigung seiner Feldzüge
dem Fürsten der Arverner
erwuchs ihm ein gefährlicher Gegner
In Vercingetorix
Erst in der Schlacht bei Alesia (52 v
Chr.) wurde der gallische Widerstand endgültig gebrochen
Vercingetorix
nach Caesars Triumphzug 46 v
wurde die erbetene Gnade nicht gewährt: er wurde sechs Jahre später
der sich Caesar vor den Mauern von Alesia ergeben hatte
Chr.
in Rom hingerichtet. [Bearbeiten]
Bürgerkrieg
Im Jahr 53 v
Chr. war Crassus auf einem Feldzug gegen die Parther ums Leben gekommen
Gleichzeitig hatte sich Pompeius dem Senat angenähert
da ihm sein einstiger Juniorpartner Caesar zu mächtig geworden war
Das erste Triumvirat existierte nicht mehr
der auf die militärische Macht und Fähigkeit des Pompeius setzte
vom Senat zur Rechenschaft gezogen zu werden
Caesar hatte am Ende seines Prokonsulats keine politische Basis mehr in Rom und musste fürchten
schritt er
allein um seine dignitas
zum Staatsstreich
zu wahren
seine Würde
Wie Caesar selbst zugab
gegen den Willen des Senats Militär nach Italien zu bringen
überquerte er am 10
Trotz des Verbots
Januar 49 v
Chr. mit 5.000 Soldaten den Grenzfluss Rubikon
Der berühmte Satz „alea iacta est“ („der Würfel ist geworfen“) ist in dieser Weise von ihm übrigens nie gesagt worden
Hierbei handelt es sich nur um die spätere lateinische Übersetzung einer Stelle des griechischen Komödiendichters Menandros
den Caesar bei dieser Gelegenheit wohl im Original zitierte: anerriphtho kybos („Hoch sei der Würfel geworfen!“)
erreichte Caesar Rom; Pompeius und große Teile des Senats flohen nach Griechenland
Ohne auf nennenswerten Widerstand zu stoßen
Im Jahr 48 wurde Caesar vom willfährigen Rest des Senats erneut zum Konsul gewählt und zog daraufhin gegen Pompeius
den er in der Schlacht bei Pharsalos in Griechenland schlug
Pompeius floh nach Ägypten
wo er auf Befehl des Königs Ptolemaios XIII. ermordet wurde
Caesar folgte ihm und begegnete in Alexandria der jungen Königin Kleopatra
Ptolemaios' Schwester und Mitregentin
Es folgen noch zwei Feldzüge: In der Entscheidungsschlacht im Afrikanischen Krieg besiegte Caesar am 6
April 46 v
Chr. bei Thapsus in Nordafrika republikanische Senatstruppen unter Metellus Scipio und Cato dem Jüngeren
Im Hispanischen Krieg fiel die Entscheidung im Jahr 45 v
Chr. in der Schlacht bei Munda gegen die Söhne des Pompeius. [Bearbeiten]
Diktatur und Tod
um das römische Staatswesen grundlegend zu reformieren
Bereits vor der endgültigen Erlangung der Alleinherrschaft in Rom entfaltet Caesar eine umfangreiche Gesetzestätigkeit (siehe Leges Iuliae)
plante die Anlage einer umfangreichen Bibliothek und die Trockenlegung der Pontinischen Sümpfe
Er ließ die Gesetze kodifizieren
Zudem führte er mit dem nach ihm benannten julianischen Kalender einen verbesserten Kalender ein
Schon nach seiner Rückkehr aus Ägypten im Jahre 46 v
Chr. hatte Caesar sich zum Diktator auf 10 Jahre ernennen lassen
Nach seinem letzten militärischen Erfolg in Spanien wurde er vom Senat zum dictator perpetuus
ernannt
zum Diktator auf Lebenszeit
Insbesondere dieser letzte
dass Caesar nach der Königswürde strebe
nicht verfassungskonforme Titel erweckte den Verdacht
ob Caesar wirklich den Titel eines Königs anstrebte oder sich mit der Diktatur begnügen wollte
Die Frage
beschäftigt die Historiker bis heute
mit Zustimmung der Römer die Monarchie einzuführen
Sicher ist
er aber keinen Weg fand
dass seine Stellung königsgleich war
auf dem die Parther unterworfen werden sollten
Wie um den toten Punkt zu überwinden
mutet seine Entscheidung zu einem großen Feldzug nach Osten an
Doch auch dieser letzte Plan wurde an den Iden des März (15
März) 44 v
Chr. durch das Attentat der Verschwörer um Marcus Junius Brutus vereitelt
Jahr etwa 110; „και συ τεκνον“). Cicero
S.42
Kapitel 82
dem er trotz aller politischen Unterschiede eine Art väterlicher Freund gewesen war: Kai sy teknon
De Vita Caesarum
politisch ein Gegner Caesars
mein Sohn (Gaius Suetonius
dies sei das gerechte Ende eines Tyrannen gewesen
war Augenzeuge der Tat und schrieb später
aber an der Verschwörung nicht beteiligt
Caesars berühmte letzte (angeblich auf griechisch gesprochenen) Worte richtete er an den Mann
Und auch Du
Die Legende erzählt
den Senat an diesem Tag nicht zu betreten
dass Caesars Frau Calpurnia von seiner Ermordung in der Nacht zuvor geträumt und ihn gebeten habe
Caesar aber habe geantwortet: „Es gibt nichts
das wir fürchten müssten
außer der Furcht“
In jüngster Zeit ist auch die schon von Walter Jens in seinem Fernsehspiel „Die Verschwörung“ (1969) aufgestellte These wiederbelebt worden
sein Tod also als indirekter Suizid anzusehen ist
dass Caesar selbst die Verschwörung gegen sich inszenierte
Einige Indizien können für diese Theorie herangezogen werden; sie wird bisher in der althistorischen Forschung aber nicht aufgegriffen. [Bearbeiten]
Nach Caesar
Dem Tod Caesars folgten weitere Bürgerkriege
die bis zum Jahr 31 v
Chr. dauern sollten
Zunächst besiegten Caesars Reiterführer Marcus Antonius und sein Großneffe und Adoptivsohn Octavian die Verschwörer und bildeten mit dem General Marcus Aemilius Lepidus das 2
Triumvirat
Anschließend schaltete Octavian seine Mitstreiter als Konkurrenten um die Macht aus und war ab 31 v
Chr
Alleinherrscher in Rom
eine Monarchie errichten zu wollen
Er vermied jeden Anschein
erster Bürger
sprach sogar von der „Wiederherstellung der Republik“ und nannte sich bescheiden „princeps“
Tatsächlich aber behielt er alle wichtigen Schalthebel der Macht in seiner Hand
der ihm vom Senat verliehen wurde
Unter dem Ehrennamen Augustus
begründete er das Römische Kaiserreich und trug die Römische Republik endgültig zu Grabe. [Bearbeiten]
der Erhabene
Caesar als Historiker und Autor
(Über den Gallischen Krieg)
Bild nicht gefunden Gaius Iulius CaesarCaesar schrieb über seinen Feldzug in Gallien das Werk De Bello Gallico
Es ist bis heute ein Standardwerk im schulischen Lateinunterricht (und daher nicht besonders beliebt)
Mit dem nötigen Abstand zur Schule lernt man aber die klare Syntax und die stilistische Schönheit schätzen
von der die Lateinlehrer ihre Schüler zu überzeugen versuchen
in denen er die Heere der gallischen Stämme
vernichtete
Caesar beschreibt im Gallischen Krieg lebhaft die Schlachten und Intrigen während der neun Jahre
die Widerstand leisteten
Neben historischen lassen sich dem Buch auch viele geographische Fakten entnehmen
die auch dem Ziel dienten
in der römischen Tagespolitik präsent zu bleiben und sich als ruhmreicher Feldherr für einen weiteren Aufstieg in der römischen Politik zu qualifizieren
De bello Gallico ist jedoch auch zugleich eine Rechtfertigungsschrift seiner Feldzüge
Auch die Steuereinnahmen aus der Provinz Gallien wurden für den politischen Machtkampf in Rom instrumentalisiert
De bello civili
Daneben verfasste Caesar noch ein Werk über den Bürgerkrieg
Alle seine übrigen Schriften sind verlorengegangen
die unter Caesars Namen überliefert sind und spätere Phasen des Bürgerkriegs behandeln
stammen nicht von ihm selbst
Kleinere historische Schriften
das zweite von den Aquitanern und das dritte von denen
in unserer Sprache aber "Gallier" genannt werden." [Bearbeiten]
Hier der erste Satz aus De Bello Gallico: "Gallia est omnis divisa in partes tres
quarum unam incolunt Belgae
die sich selber Kelten nennen
von denen das eine von den Belgern bewohnt wird
aliam Aquitani
tertiam qui ipsorum lingua Celtae nostra Galli appellantur." In diesem Satz beschreibt Caesar das Gallien seiner Zeit: "Gallien ist im ganzen unterteilt in drei Teile
Sonstiges
[Bearbeiten]
Herkunft des Namens „Caesar“
Nach dem römischen Schriftsteller Plinius leitet sich der Name "Caesar" wohl vom Partizip Perfekt des lateinischen Wortes caedere (ausschneiden)
ab
caesus (geschnitten)
wird der Name als "der aus dem Mutterleib Geschnittene" interpretiert
Im Kontext des römischen Gesetzes lex regia oder lex caesarea
das Kind aus dem Leib geschnitten werden sollte
nachdem schwangeren Frauen
die während der Geburt verstarben
das Kind zu retten
denn dieser Eingriff hatte weniger das Ziel
Dies hat allerdings nichts mit einem heutigen Kaiserschnitt zu tun
als vielmehr es getrennt von der Mutter begraben zu können
Es ist also anzunehmen
dass ein früher Vorfahre Gaius Iulius Caesars mit einem solchen Eingriff in Verbindung stand und sich daraus der Name ableitet
Das Suffix -ar- ist jedoch sonst im lateinischen Namenskontext völlig unbekannt
töten) dar
Eine weitere Herkunftsmöglichkeit stellt das Partizip Perfekt Passiv caesum von caedere (fällen
niederhauen
nicht als [ø] "ö")
nicht als [ε] "ä" (ebenso "oe" als [ɔɪ̯]
das "ae" als [aɪ̯]
Das "C" wurde im Lateinischen übrigens wie "K" im deutschen ([k]) ausgesprochen
Daraus ergibt sich die folgende Aussprache des Wortes Caesar: Vorlage:Lautschrift und nicht wie im Sprachgebrauch üblich [ˈtsÉ›Ë?saË?]
Trotzdem wird diese Ausspracheform in der Geschichtsschreibung beibehalten
weil sie sich eingebürgert hat
daß der Name "Caesar" mit dem verloren gegangenen karthagischen Wort für Elefant in Zusammenhang steht
Eine andere These geht davon aus
Einer von Caesars Vorfahren hat sich demnach in den punischen Kriegen diesen Beinamen verdient
daß Caesars Wappentier der Elefant ist
Dafür spricht
der auch auf den Rückseiten der mit seinem Gesicht geprägten Münzen abgebildet ist
Zur Schreibung des Vornamens als Caius siehe den Artikel Gaius. [Bearbeiten]
Der Titel Caesar
Der Titel Caesar war seit Augustus Teil des Namens und der Titulatur der römischen Herrscher
während der Senior-Kaiser den Titel Augustus hatte
Während der Tetrarchie wurde Caesar der Titel des Junior-Kaisers
Leicht variiert wurde er in vielen Sprachen ein Titel des Herrschers
Das deutsche Kaiser und das russische Zar sind von "Caesar" abgeleitet. [Bearbeiten]
Caesarchiffre
das von Caesar benutzt worden sein soll
Die Caesarchiffre ist ein einfaches Text-Verschlüsselungsverfahren
Stellen später im Alphabet steht. [Bearbeiten]
Dabei werden Buchstaben aus dem Klartext durch einen Buchstaben ersetzt
der eine bestimmte Anzahl
zum Beispiel 3
Caesar in den Künsten
Dramen und Romanen gewählt
Zahlreiche Künstler und Schriftsteller haben Caesar als Thema von Bildern
Am bekanntesten dürfte das Theaterstück William Shakespeares sein
siehe Julius Cäsar (Drama)
Georg Friedrich Händel komponierte eine Oper Giulio Cesare
seien genannt: Bertolt Brecht schrieb einen Fragment gebliebenen Roman Die Geschäfte des Herrn Julius Caesar (veröffentlicht 1957). Thornton Wilder verfasste mit The Ides of March (1948; deutsch: Die Iden des März) eine fiktive Quellensammlung
die Caesars Diktatur aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Mirko Jelusich veröffentlichte 1929 den Roman Caesar in dem die Titelgestalt als stark idealisierte Führergestalt beschrieben wird. Dem jüngeren Publikum dürfte Caesar vor allem durch die Asterix-Comics von Albert Uderzo und René Goscinny bekannt sein. [Bearbeiten]
deren Hauptfigur Caesar ist (siehe [1] (http://www.hist-rom.de/themen/caesar.html))
Von den zahlreichen Romanen
Julianischer Kalender
Im Jahre 46 v
Chr führte Caesar anstelle des alten römischen Mond-Kalenders den aus Ägypten stammenden Sonnenkalender ein
Der nach ihm benannte Julianische Kalender galt in den katholischen Ländern bis ins 16
als er durch den genaueren Gregorianischen Kalender abgelöst wurde
Jahrhundert
Die meisten protestantischen Staaten behielten den Julianischen Kalender bis ins 18
Jahrhundert bei
Russland sogar bis 1918. [Bearbeiten]
Juli
der Monat Quintilis in Julius
Nach Caesars Tod wurde der bisherige fünfte Monat des römischen Kalenders
im Deutschen Juli
umbenannt. [Bearbeiten]
Werke
De Bello Gallico (Der Gallische Krieg) De Bello Civili (Der Bürgerkrieg) [Bearbeiten]
Literatur
[Bearbeiten]
Primärquellen
siehe oben Die (lateinische) Caesar-Biographie von Sueton Die (griechische) Caesar-Biographie von Plutarch [Bearbeiten]
Caesars commentarii
Sekundärliteratur
Ernst Baltrusch: Caesar und Pompeius
Wiss
Darmstadt 2004
Buchges.
ISBN 3-534-16490-3 Luciano Canfora: Caesar: der demokratische Diktator
München 2001
Beck
ISBN 3-406-46640-0 Martin Jehne: Caesar
München 1997
Beck
ISBN 3-406-41044-8 Manfred Clauss (Hg.): Die Römischen Kaiser
Beck
55 historische Porträts von Caesar bis Iustinian
München 1997
ISBN 3-406-42727-8 Karl Christ: Caesar: Annäherungen an einen Diktator
Beck
München 1994
ISBN 3-406-38493-5 Wolfgang Will: Julius Caesar: eine Bilanz
Stuttgart [und anderswo] 1992
Kohlhammer
ISBN 3-17-009978-7 Christian Meier: Caesar
Siedler
Berlin 1982
4A
ufl. dtv
München 1997I
SBN 3-423-30593-2 Helga Gesche: CaesarW
issenschaftliche Buchgesellschaft
Darmstadt 1976. (Erträge der Forschung 51)I
SBN 3-534-05333-8 Matthias Gelzer: Caesar: der Politiker und StaatsmannN
achdruck der 6A
uflS
Wiesbaden 1983 ISBN 3-515-03907-4 (zuerst 1921) [Bearbeiten]
teiner
Weblinks
Text von De bello Gallico (Latein und englische Übersetzung) (http://perseus.uchicago.edu/cgi-bin/ptext?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0002) Text von De bello civili (Latein und englische Übersetzung) (http://perseus.uchicago.edu/cgi-bin/ptext?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0075) Text der Caesar-Biographie Plutarchs (auf Englisch) (http://unx1.shsu.edu/~his_ncp/PluCaes.html) Text der Caesar-Biographie Suetons (Latein und englische Übersetzung) (http://perseus.uchicago.edu/cgi-bin/ptext?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0061%3Alife%3Djul.) [Bearbeiten]
Siehe auch
Julius Cäsar (Drama) Julius Cäsar (Film) Zitate Julius Cäsars Caesars Asche (Überlieferungen) Clementia Caesaris (die politische Strategie der Vergebung) Divus Julius (die Apotheose Caesars zum römischen Gott) Portal und Themenliste Rom Vorlage:Kandidat Vorlage:Personendaten bg:Юлий Цезар bs:Julije Cezar ca:Juli Cèsar da:Julius Cæsar en:Julius Caesar eo:Julio Cezaro es:Julio César et:Julius Caesar fi:Julius Caesar fr:Jules César ga:Iúil Caesar he:יוליוס קיסר hr:Gaj Julije Cezar it:Caio Giulio Cesare ja:ガイウス・ユリウス・カエサル ko:율리우스 카�사르 la:C
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