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Diskussion : Japanisches Schriftsystem
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Japanisches Schriftsystem
Stichpunkte
Allgemein
den Silbenschriften Hiragana und Katakana und dem lateinischen Alphabet
Das moderne japanische Schriftsystem besteht aus den Kanji-Zeichen
das in Japan als RÅ?maji bezeichnet wird
die als Logogramme für Ausdrücke oder auch Silben stehen
Diese Schriftarten haben unterschiedliche spezifische Funktionen und werden in Alltagstexten parallel verwendet. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
"Verbergen") 1 Schreibweise und -richtung 2 Schriftarten 2.1 Kanji 2.2 Kana 2.2.1 Hiragana 2.2.2 Katakana 2.3 RÅ?maji 3 Fünfzig-Laute-Tafel 3.1 Iroha-jun 4 Reformgedanken 5 Siehe auch 6 Weblinks [Bearbeiten]
Schreibweise und -richtung
Im Japanischen werden die Wörter gewöhnlich ohne Leerzeichen aneinandergereiht und am Zeilen- oder Spaltenende an beliebigen Stellen ohne Bindestrich getrennt (nur nicht direkt vor einem Satzzeichen)
Die Zeichen werden in gedachte Quadrate geschrieben: Anders als z
rund um schmalere oder kleinere Zeichen bleibt also etwas mehr Leerraum
B. in der lateinischen Schrift
wo ein "i" viel schmaler ist als ein "m"
erhält in der japanischen Schrift jedes Zeichen (einschließlich Satzzeichen) gleich viel Platz
Im traditionellen Japanisch wird
von oben nach unten geschrieben
wie auch im klassischen Chinesisch
wobei die Spalten von rechts nach links aneinandergereiht werden
Zeitungen und Manga Anwendung
Diese Schreibrichtung findet heutzutage bei literarischen Texten
dass japanische Bücher und andere mehrseitige Druckwerke auf der (nach westlichem Verständnis) "falschen" Seite aufgeschlagen werden: sieht man auf die Titelseite
so liegt der Buchrücken rechts
Hieraus ergibt sich auch
wird meist nach westlichem Vorbild in horizontalen Zeilen von links nach rechts geschrieben
Bei Sachtexten und Texten
die viele RÅ?maji enthalten
Dies gilt auch für (waagerechte) Hinweisschilder. [Bearbeiten]
Schriftarten
[Bearbeiten]
Kanji
wobei Han als Synonym für China bzw
Kanji (æ¼¢å—) bedeutet Han-Zeichen
Chinesen steht
Ideogramme und Phonogramme
die wiederum in drei Gruppen aufgeteilt werden können: Piktogramme
Sie haben (im Gegensatz zu den Kana) eine eigenständige Bedeutung und werden auch als Logogramme bezeichnet
Viele Kanji sind dabei aus mehreren verkleinerten Zeichen zusammengesetzt
nennt man Radikal bzw
die für die Kernbedeutung der jeweiligen Kanji stehen
Die Ideogramme
Bushu
Die Kanji wurden ab dem 5
Jahrhundert unserer Zeitrechnung aus China importiert und ihre Lesung wurde dem Japanischen angepasst
In der Folge wurden auch eine relativ kleine Zahl eigener japanischer Kanji entwickelt (sog
Landeszeichen bzw
Kokuji (国å—)
wie z
è¾» (tsuji) und å³ (tÅ?ge)
B. åƒ? (dÅ?)
Viele Kanji haben zwei oder noch mehr unterschiedliche Lesungen (Aussprache-Arten)
wörtlich: Klang-Lesung) nennt man auch sino-japanische Lesung
die man in zwei Gruppen zusammenfassen kann: Die ON-yomi (音èªã?¿
Sie wurde aus dem Chinesischen abgeleitet (es handelt sich um eine ans Japanische angepasste Variante der originalen chinesischen Aussprache des Zeichens) und wird daher auch oft chinesische Lesung genannt
um ein zusammengesetztes Wort zu ergeben. Die kun-yomi (訓èªã?¿
wenn ein Zeichen zusammen mit anderen Kanji steht
wörtlich: Begriff-Lesung) heißt auch reinjapanische Lesung
Die ON-yomi wird meistens (aber nicht immer) verwendet
Bei einer solchen Lesung handelt es sich um ein altjapanisches Wort (das also nicht aus dem Chinesischen stammt)
für das das Schriftzeichen nur von seiner Bedeutung her übernommen wurde
aber nicht vom Klang her
wenn ein Kanji alleine steht und selbst ein ganzes Wort bildet. Fast alle Kanji
Diese Lesung wird meistens (aber nicht immer) benutzt
mit Ausnahme einiger weniger Kokuji
aber nicht alle haben Kun-Lesungen
haben eine oder mehrere On-Lesungen
die auch in der Schule gelehrt werden
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Anzahl der JÅ?yÅ?-Kanji („für den Alltag gebräuchlich“) vom Bildungsministerium auf 1.945 festgelegt
Amtliche Texte und viele Zeitungen beschränken sich auf diese Zeichen und geben alle anderen Begriffe in Kana wieder
Daneben gibt es weitere ca
300 Kanji
die nur für die Verwendung in japanischen Eigennamen offiziell sind
Gebildete Japaner beherrschen nicht selten (zumindest passiv) über 5.000 Kanji
was vor allem zum Lesen von literarischen Texten notwendig ist
Insgesamt gibt es mehr als 50.000
in der Mehrzahl aber ungebräuchliche Kanji
dabei handelt es sich jedoch um hochspezialisierte Fachbegriffe
In manchen Berufen wird die Beherrschung von bis zu 1.000 weiteren Kanji
die in diesem Bereich eine Rolle spielen
vorausgesetzt
Japanische Texte für Erwachsene lassen sich bei Bedarf mit hoher Geschwindigkeit „querlesen“
Da der wesentliche Inhalt mit Kanji geschrieben wird und auch komplexe Begriffe mit nur wenigen Kanji dargestellt werden können
kann man durch Springen von Kanji zu Kanji unter Nichtbeachtung der anderen Zeichensysteme den Sinn eines Textes rasch erfassen
Andererseits kann man am Gesamtanteil und dem Schwierigkeitsgrad der Kanji eines Textes erkennen
für welche Alters- bzw
Bildungsgruppe er vorzugsweise geschrieben wurde
so dass in zahlreichen Printmedien inzwischen über komplizierten Kanji die dazugehörigen Kana abgedruckt werden (Furigana). [Bearbeiten]
dass aufgrund der heute vorhandenen elektronischen Schreibhilfen japanischer Textverarbeitungssysteme die jüngeren Japaner sie zwar noch lesen
Insgesamt geht die Anzahl der verwendeten Kanji immer mehr zurück
aber besonders die selteneren Kanji immer öfter nicht mehr handschriftlich schreiben können
was möglicherweise auch daran liegt
Kana
Höfische Dichter des 7. bis 8
die chinesischen Zeichen unabhängig von ihrer Bedeutung nur mehr als Lautzeichen zu verwenden
um bestimmte ästhetische Effekte für ihre Poesie zu erzielen
Jahrhunderts begannen
Langsam kristallisierten sich dadurch jeweils ein oder wenige „Standardzeichen“ für jede mögliche japanische Silbe heraus
Diese Schreibart (Man'yÅ?gana) war jedoch sehr aufwändig – für die oft vielsilbigen japanischen Wörter benötigte man jeweils mehrere komplizierte chinesische Zeichen
Dies führte zur Bildung der so genannten Kana aus den Kanji
Sie sind Silbenalphabete
bei denen die einzelnen stark vereinfachten Zeichen keine eigenständige Bedeutung haben und nur Laute wiedergeben
Je nach Entstehungsgeschichte und Schreibstil unterscheidet man bei den Kana zwischen Hiragana und Katakana. [Bearbeiten]
Hiragana
Vorlage:Commons Hiragana (ã?²ã‚‰ã?Œã?ª oder auch 平仮å??) wurden im 9
da für Frauen sowohl das Studium der chinesischen Sprache als auch das Erlernen der Kanji als unangemessen galt
Jahrhundert entwickelt und zuerst vor allem von adligen Frauen verwendet
Bei Hiragana handelt es sich um abgeschliffene Kursivformen der oben beschriebenen Man'yÅ?gana
daher wirken sie relativ einfach geformt und abgerundet
Im Laufe der Jahre setzte sich jeweils ein einziges Zeichen für jede mögliche japanische Silbe durch
Dieses wurde in ein Alphabet eingeordnet
der einzigen alphabetischen Schrift
die durch den Buddhismus in Japan einigen Gelehrten bekannt war
das man nach dem Vorbild der Devanagari-Schrift des Sanskrit systematisch aufbaute
Dieses Alphabet
die Fünfzig-Laute-Tafel
dient auch heute noch in Japan zur alphabetischen Anordnung
etwa in Wörterbüchern; in Kanji oder Katakana geschriebene Wörter werden dabei entsprechend ihrer Hiragana-Umschrift eingeordnet
Japanische Kinder lesen und schreiben alles zuerst in Hiragana
bevor sie zum Lernen der Kanji übergehen (Beispiel: ã?²ã‚‰ã?Œã?ª bedeutet Hiragana in Hiragana geschrieben und 平仮å?? bedeutet Hiragana in Kanji geschrieben)
dass man es mit Rücksicht auf die Leser nicht benutzen möchte
für grammatikalische Partikel und für solche japanischen Wörter verwendet
Bei Texten für Erwachsene werden Hiragana vor allem für Prä- und Suffixe
für die es kein Kanji gibt oder für die das Kanji so selten ist
diesen durch die eigene Bildung beeindrucken zu wollen
Auch in Privatbriefen werden viele Hiragana verwendet
da es gegenüber dem Empfänger als unhöflich gilt
Bei Verwendung von wenig bekannten oder noch nicht gelernten Kanji (z
B. in Schulbüchern) wird die korrekte Aussprache in Form von kleinen Hiragana über (bei senkrechter Schreibweise rechts neben) das entsprechende Zeichen geschrieben
Solche Hiragana werden als Furigana (�り��) bezeichnet. [Bearbeiten]
Katakana
besonders der Shingon-Sekte
Katakana (カタカナ oder auch 片仮å??) wurden von buddhistischen Mönchen
entwickelt und dienten zunächst als Lesehilfe für chinesische religiöse Texte sowie als eine Art Stenographie
Sie sind zumeist aus Einzelelementen komplizierter Kanji entstanden und fallen als besonders einfach geformt und eckig auf
Aufgrund ihres futuristischen Aussehens werden sie außerhalb Japans manchmal für Design-Effekte oder sogar für Sciencefiction-Filme verwendet (z
B. bestehen die grünen Zeichenkaskaden
die in den drei US-Filmen der Matrix-Trilogie über den Bildschirm laufen
neben Ziffern auch aus spiegelverkehrten Katakana)
Deutschen und Portugiesischen
aber auch aus allen anderen Sprachen außer Chinesisch und Koreanisch)
für die es keine chinesischen Schriftzeichen gibt (hauptsächlich aus dem Englischen
Heute werden Katakana meistens für Lehnwörter aus anderen Sprachen verwendet
nicht anhand der originalgetreueren Schriftübertragung
Dabei wird das fremdsprachige Wort anhand der Aussprache umgesetzt
also i-n-ta-(Verlängerungszeichen)-ne-(Verschärfungszeichen)-to geschrieben und somit intaanetto ausgesprochen
Ein Beispiel: Internet wird in Katakana インター�ット
Auch wissenschaftliche Namen von Tieren und Pflanzen werden in Katakana geschrieben
ähnlich den Kursiven im Deutschen. [Bearbeiten]
Daneben dienen Katakana der Hervorhebung
RÅ?maji
römische/lateinische Zeichen) handelt es sich um das lateinische Alphabet
Bei den RÅ?maji (ãƒãƒ¼ãƒžå—
damit sich Ausländer besser zurechtfinden
und zur Umschrift von japanischen Schildern verwendet
weil in RÅ?maji geschriebenes Japanisch besonders modern und international wirken soll
Es wird zu Marketing-Zwecken benutzt
lernen auch alle RÅ?maji
Da alle Schüler in Japan Englisch lernen
Es gibt zwei Transkriptionssysteme von japanischen Schriftsätzen nach RÅ?maji: Das Hepburn-System und das Kunrei-System
RÅ?maji sind für Japaner mittlerweile zur Standardmethode für Computer-Eingaben geworden
da in Japan fast alle Computer englische Tastaturen haben
Um auf einem japanischen Computer (oder einem japanischen Handy) japanisch zu schreiben
die auf dem Bildschirm zunächst als Kana erscheinen
buchstabiert man die einzelnen Silben gewöhnlich in RÅ?maji
Sobald genügend Silben eingegeben sind
bietet der Computer eine Liste mit möglichen Kanji bzw
Kanji-Kombinationen an
aus der man den richtigen Begriff auswählen kann
Nach der Bestätigung werden die Silben durch den ausgewählten Begriff ersetzt. [Bearbeiten]
Fünfzig-Laute-Tafel
u
ku...)
e
Die alphabetische Reihenfolge der Silben
folgt den Zeilen einer Tabelle (a
i
ka
ki
o
die auf japanisch 五å??音 gojÅ«on (Fünfzig-Laute-Tafel) genannt wird
wie sie etwa in japanischen Telefonbüchern oder Lexika benutzt wird
weil sie genau gleich wie andere klangen)
Es gibt sowohl bei Hiragana als auch bei Katakana je 46 Grund-Kana (bis 1945 waren es je 48; zwei wurden abgeschafft
Einige Kana können durch Hinzufügen zweier kleiner Striche ("
maru oder handakuten) in der Aussprache verändert werden
um weitere Silben zu erhalten (Beispiel: � ha
� ba
ten ten
dakuten oder nigori) oder eines kleinen Kreises (°
パ pa)
wobei das zweite Zeichen kleiner gedruckt wird; so wird etwa "pyu" als pi + kleines yu (ピュ) und di als de + kleines i (ディ) geschrieben
sowie (bei Katakana) im Japanischen eigentlich nicht vorkommende Silben von Fremdwörtern müssen aus zwei Kana zusammen gesetzt werden
Manche Silben mit zwei Konsonanten
Kleine Zeichen und Zeichen mit nigori oder maru werden dabei genauso wie die entsprechenden "normalen" Zeichen eingeordnet
Die seit 1945 nicht mehr üblichen Zeichen sind in der folgenden Tabelle in Klammern gesetzt
dass dort früher ein w gesprochen wurde
im heutigen Japanisch aber nicht mehr. Transkription nach Hepburn Hiragana Katakana a i u e o ã?‚ ã?„ ã?† ã?ˆ ã?Š ã‚¢ イ ウ エ オ ka ki ku ke ko ã?‹ ã?? ã?? ã?‘ ã?“ ã‚« ゠ク ケ コ sa shi su se so ã?• ã?— ã?™ ã?› ã?? サ ã‚· ス ã‚» ソ ta chi tsu te to ã?Ÿ ã?¡ ã?¤ ã?¦ ã?¨ ã‚¿ ãƒ? ツ テ ト na ni nu ne no ã?ª ã?« ã?¬ ã? ã?® ナ ニ ヌ ãƒ? ノ ha hi fu he ho ã?¯ ã?² ã?µ ã?¸ ã?» ãƒ? ヒ フ ヘ ホ ma mi mu me mo ã?¾ ã?¿ ã‚€ ã‚? ã‚‚ マ ミ ムメ モ ya yu yo ã‚„ ゆ よ ヤ ユ ヨ ra ri ru re ro ら り ã‚‹ れ ã‚? ラ リ ル レ ムwa (w)i (w)e (w)o ã‚? (ã‚?) (ã‚‘) ã‚’ ワ (ヰ) (ヱ) ヲ n ã‚“ ン [Bearbeiten]
Die eingeklammerten (w) zeigen an
Iroha-jun
Neben der Fünfzig-Laute-Tafel wird gelegentlich noch die iroha-jun (ã?„ã‚?ã?¯é †) verwendet
Sie ist ein aus der 2
Hälfte des 10
Jahrhunderts stammendes "Alphabet" in Form eines Liedes
�リヌルヲ 散り�るを verblühen sie doch. ワカヨタレソ 我�世誰� In unserer Welt ツ�ナラム常�らむ währt alles nicht ewig. ウヰノオクヤマ 有為�奥山 Das tiefe Gebirge des Entstehens und Vergehens ケフコエテ 今日越�� will ich heute überwinden
ヱヒモセス 酔�も�� mich nicht an der Illusion berauschen. Die angegebenen Katakana geben dabei die damalige Originalaussprache wieder
アサã‚ユメミシ æµ…ã??夢見ã?— (in der Welt der Erleuchtung) keine leeren Träume träumen
in dem jede mögliche Silbe genau einmal vorkommt (ä¼Šå‘‚æ³¢æŒ iroha-uta): Katakana (ohne Dakuten) Kanji und Kana Übersetzung イãƒãƒ?ニホヘト 色ã?¯åŒ‚ã?¸ã?© Auch wenn Blumen duften
im heutigen Japanisch klingen einige der Wörter etwas anders
Das Zeichen "n" fehlt
was auch in diesem Gedicht der Fall ist
da es erst vor relativ kurzer Zeit als eigenständiges Zeichen eingeführt wurde; früher schrieb man für ein gesprochenes "n" als Behelf "mu"
Dafür finden sich aber die beiden nach 1945 abgeschafften Zeichen
poetisierte japanische Übertragung der folgenden chinesischen Passage des mahayana-buddhistischen Textes DaihatsunehangyÅ? (大般涅槃経; Sutra des Nirvana): 諸行無常 / æ˜¯æ£æ»…法 / 生滅滅己 / 寂滅為楽 (Chinesisch mit japanischer Aussprache
wie die heiligen Texte im japanischen Buddhismus gewöhnlich gelesen werden: ShogyÅ?mujÅ? / ZeshÅ?meppÅ? / ShÅ?metsumetsuï / Jakumetsuïraku) [Bearbeiten]
Das Lied ist eine freie
Reformgedanken
Im Laufe der Jahrhunderte hat sich das japanische Schriftsystem zu dem wohl kompliziertesten Schriftsystem der Welt entwickelt
Vielen Kanji können mehr als fünf verschiedene Lesungen entsprechen
wobei auch zehn verschiedene keine Seltenheit sind
ohne dass es hierfür allgemeine Regeln gäbe
sowohl mit verschiedenen Kanji als auch mit verschiedenen Okurigana-Varianten (Kana für die „Endungen“ eines Wortes) geschrieben werden
Umgekehrt kann ein gesprochenes Wort
wie diese Kanji normalerweise gelesen werden
die rebusartig aus verschiedenen Kanji zusammengesetzt werden können: Zum Beispiel wurde das aus dem Portugiesischen übernommene Wort tabako (Zigarette
aber nicht so ausgesprochen
Schließlich gibt es noch Wörter
Tabak) mit den Kanji für Rauch und Gras wiedergegeben
den Kanji Furigana (kleine Kana neben oder über den Kanji zur Ausspracheanleitung) beizufügen
Diese Entwicklung erreichte in der Meiji-Zeit ihren Höhepunkt
wobei es damals verbreiteter war als heutzutage
die japanische Schrift radikal zu reformieren
Seit der Meiji-Ära hat es in Japan daher mehrmals Überlegungen gegeben
Die Vorschläge reichen von einer Beschränkung auf die Silbenschriften (wie z
B. im Koreanischen) mit weitgehendem Verzicht auf Kanji bis zu einer vollständigen Umstellung auf die lateinische Schrift (ähnlich wie es z
B. im Türkischen geschehen ist)
Dies scheiterte bisher jedoch an zahlreichen Faktoren: Anders als die Türkei
hat Japan seit mehreren Jahrhunderten eine weitreichende Alphabetisierung (es war im 19
wo Analphabetismus bis zum Ende des Osmanischen Reiches der Normalfall war und die Lateinschrift für die meisten Türken ihre erste erlernte Schrift war
die sich in Lateinschrift oder in Kana nicht mehr unterscheiden lassen würden
Jahrhundert sogar eine Zeitlang das am stärksten alphabetisierte Land der Welt). Die japanische Sprache hat ungewöhnlich viele Homonyme
Das kommt vor allem daher
dass Japanisch anders als Chinesisch keine Tonsprache ist und keine Triphtonge und viel weniger Diphtonge hat als das Chinesische
klingen im Japanischen oft völlig gleich
dass bei einem fraglichen Wort das richtige Kanji dazu mit dem Finger auf die Handfläche „gemalt“ wird
Aus dem Chinesischen übernommene Wörter
damit es nicht zu Missverständnissen kommt.) Die großen Bibliotheken und die Jahrtausende alte umfangreiche Schriftkultur wären nur noch wenigen Gelehrten zugänglich. Beim Schreiben nur mit Kana würde ein Text länger werden und die Möglichkeit zum schnellen Querlesen verschwinden. Die vorhandenen Kanji-Kenntnisse ermöglichen den Japanern das leichte Erlernen der in Ostasien immer wichtiger werdenden chinesischen Sprache. Auch manche Eigenheiten der japanischen Kultur gingen dann verloren
werden aber im Schriftbild durch verschiedene Kanji auseinandergehalten. (In Gesprächen kommt es deshalb nicht selten vor
die sich im Original durch Di- oder Triphtonge oder durch die Tonhöhe unterscheiden lassen
明朗
in Katakana als ã‚¢ã‚ラ und in Kanji u. a. als 明
å½°
æ—
æ™¶
aus denen die Eltern nach ästhetischen Überlegungen eine auswählen: Beispielsweise kann der japanische Vorname Akira in Hiragana als ã?‚ã??ら
晄
日明
玲
彬
So gibt es etwa für viele Vornamen mehrere verschiedene Schreibweisen
å…‰
徴 oder 亜喜良 geschrieben werden. Im Jahr 1945 wurden im Zuge einer Schriftreform die Anzahl der „Alltags-Kanji“ auf ca
Okurigana und Furigana aufgestellt
Katakana
die Zahl der Lesungen eines Kanji deutlich verringert und neue Regeln für die Verwendung von Hiragana
2.000 reduziert
Dennoch bleibt das Lesen der japanischen Schrift komplizierter als das Lesen einer alphabetischen Schrift. [Bearbeiten]
Siehe auch
Chinesische Schrift Liste traditioneller Radikale Kokuji Iroha Hanja On-Lesung Kun-Lesung Japan Japanische Sprache Schrift Alphabet [Bearbeiten]
Weblinks
Vorlage:Wikibooks1 JapAlpha (Freeware) zum Erlernen der phonetischen Buchstaben (http://members.aol.com/JapAlpha/private/japa10.htm) Kanji Gold (Freeware) zum Erlernen der Kanji (http://web.uvic.ca/kanji-gold/) http://www.nihongo4u.de Weitere Informationen zur japanischen Schrift und Sprache (http://www.japanische-sprache.de/schrift.html) ar:كاتاكانا ca:Hiragana en:Japanese_language#The_Japanese_writing_language es:Hiragana fr:Romaji ja:平仮å?? ko:히ë?¼ê°€ë‚˜ pl:Hiragana
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AmigaOS
Zweitaktmotor
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