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Diskussion : Johann Sebastian Bach
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Johann Sebastian Bach
Stichpunkte
Allgemein
Gemälde von Elias Gottlob Haussmann Johann Sebastian Bach (* 21
Bild nicht gefunden Johann Sebastian Bach im Jahre 1748
März 1685 in Eisenach; †28
Juli 1750 in Leipzig) war ein deutscher Komponist des Barock und zu seiner Zeit weithin berühmter Organist und Cembalist
Er gilt heute als einer der größten Tonschöpfer überhaupt
"Verbergen") 1 Leben 1.1 Eisenach 1.2 Ohrdruf 1.3 Lüneburg 1.4 Weimar 1.5 Arnstadt 1.6 Mühlhausen 1.7 Hoforganist in Weimar 1.8 Konzertmeister in Weimar 1.9 Köthen 1.10 Leipzig 1.11 Die letzten Jahre 2 Bedeutung 3 Nachwirkung 4 Bekannte Werke 5 Verzeichnis der Bachschen Werke 6 Literatur 7 Siehe auch 8 Weblinks [Bearbeiten]
der alle spätere Musik wesentlich mitbeeinflusst hat und dessen Werke im Original und in zahllosen Bearbeitungen weltweit präsent sind. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Leben
[Bearbeiten]
Eisenach
geborene Lämmerhirt
Johann Sebastian war das jüngste von acht Kindern von Johann Ambrosius Bach und seiner Frau Elisabeth Bach
den 23
Er wurde am Montag
März in der Georgenkirche getauft
den Organisten der Eisenacher Georgenkirche Johann Christoph Bach
auch erstmalig mit Kirchen- und Orgelmusik in Kontakt kam
Seine frühe Kindheit verbrachte Bach in Eisenach
wo er durch den Cousin seines Vaters
Im Alter von 8 Jahren kam Bach auf die Lateinschule des Eisenacher Dominikanerklosters
Seine Mutter starb am 3
Mai 1694
Am 27
geborene Keul
November 1694 heiratete sein Vater die Witwe Barbara Margaretha Bartholomäi
Nur wenige Monate danach starb sein Vater (am 20
Februar 1695)
Johann Sebastian zog mit seinem Bruder Johann Jacob zu seinem älteren Bruder Johann Christoph (1671 - 1721) nach Ohrdruf. [Bearbeiten]
Ohrdruf
In Ohrdruf besuchte Johann Sebastian das Lyzeum bis zur Prima und bekam damit eine bessere Schulausbildung
als seine Vorväter vorweisen konnten
der in Ohrdruf Organist war
In der Secunda waren sein Vetter Johann Ernst Bach und sein lebenslanger Freund Georg Erdmann seine Mitschüler. Der 14 Jahre ältere Bruder Johann Christoph
übernahm seine weitere Erziehung und musikalische Ausbildung
Von ihm lernte Bach das Orgelspiel und das Komponieren
Zu seinem Lebensunterhalt trug seine Tätigkeit als Chorsänger bei. Am 19
Januar 1700 verlässt Georg Erdmann Ohrdruf und reist nach Lüneburg
am 15
Kurz danach
März folgt ihm Johann Sebastian nach. [Bearbeiten]
Lüneburg
Bach und Erdmann werden in Lüneburg Freischüler des Michaelis-Klosters
Sie singen als Diskantisten im Mettenchor. Georg Böhm war zu dieser Zeit Organist an der Johanniskirche
Sein Einfluss auf Johann Sebastian lässt sich in dessen frühen Orgelwerken feststellen
Auf Wanderungen nach Celle und Hamburg zu dem berühmten Organisten Johann Adam Reincken bildet sich Bach im Orgelspiel weiter
möglicherweise um sich um die vakante Organistenstelle in Sangerhausen zu bewerben
Zu Ostern 1702 verlässt Bach Lüneburg
Für zirka ein Jahr besteht eine Lücke in der biografischen Überlieferung. [Bearbeiten]
Weimar
Spätestens ab März 1703 ist Bach als Lakai und Violinist in der Privatkapelle des Mitregenten Johann Ernst von Sachsen-Weimar angestellt
Bei einer Orgelprobe am 17
der ihn im August des selben Jahres als Organist einführt. Bild nicht gefunden Bach in jungen Jahren [Bearbeiten]
März 1703 knüpft Bach Kontakte zum Rat in Arnstadt
Arnstadt
Am 9
August 1703 erhielt Bach ohne weiteres Probespiel seine Bestallung als Organist der Neuen Kirche in Arnstadt
nicht für die Figuralmusik zuständig
Für ein Gehalt von 50 Gulden und 30 Gulden für Kost und Logis war er offiziell nur für das Orgelspiel
Zumindest ab einem bestimmten Zeitpunkt scheint er jedoch auch zur Zusammenarbeit mit dem Chor des Lyzeums verpflichtet worden zu sein
wegen dessen mangelnder Disziplin es immer wieder zu Reibereien kam
der älter als er selbst war
nachdem er den Schüler einige Tage zuvor einen Zippelfagottisten genannt hatte
in Streit und Handgreiflichkeiten
1705 kam er auf der Straße mit einem Schüler
den er allerdings eigenmächtig auf über drei Monate ausdehnte
Im Oktober 1705 erhielt er für eine Reise zu Dietrich Buxtehude nach Lübeck einen Urlaub über vier Wochen
wurde er am 21
Obwohl er für einen Vertreter gesorgt hatte
Februar 1706 deswegen und wegen „Nachlässigkeit im Dienst“ vom Konsistorium der Gemeinde gerügt
zwei anschauliche Beispiele.) Immer wieder kam Bach so mit dem Konsistorium in Konflikt
Verzierungen und Modulationen zu verwirren. (Hierfür liefern die Choralvorspiele In dulci jubilo
BWV 726
und Herr Jesu Christ
bei der Begleitung der Choräle im Gottesdienst die Gemeinde nicht durch befremdliche Zwischenspiele
BWV 729
dich zu uns wend
Er wurde ermahnt
Am 11
November wurde ihm nochmals die Zusammenarbeit mit dem Schulchor angemahnt
Ein andermal kam die Klage
dass er eine „frembde Jungfer“ auf die Chorempore mitgenommen habe. [Bearbeiten]
Mühlhausen
Nachdem Bach am 24
trat er dort an Divi Blasii am 1
April 1707 in Mühlhausen vorgespielt hatte
Juli seinen Dienst als Organist an
Sein Gehalt betrug 85 Gulden
dazu kamen Naturalien und Einkünfte aus den Nebenkirchen
dass er eine wesentlich höhere Bezahlung als seine jeweiligen Vorgänger und Nachfolger erzielt
Wie schon in Arnstadt fällt auf
Diese Verhältnisse erlaubten es ihm nun
eine Familie zu gründen
Am 17
Oktober 1707 heiratete er in Dornheim bei Arnstadt seine Cousine zweiten Grades Maria Barbara Bach
Auftragsgemäß komponierte Bach zum Ratswechsel am 4
die als einzige als Druck aus dieser Zeit erhalten ist
Februar 1708 die festliche Kantate Gott ist mein König (BWV 71)
Kurz darauf konnte er eine kostspielige Erweiterung und Reparatur der Orgel durchsetzen
Im Juni 1708 reiste Bach im Zusammenhang mit dem Abschluss der Renovierungsarbeiten an der dortigen Orgel nach Weimar und spielte vor dem Herzog Wilhelm Ernst
Dieser bot ihm die Stelle als Hoforganist und Kammermusiker mit einem Gehalt von 150 Gulden zuzüglich Naturalien an
Zudem hatte ein großer Stadtbrand in Mühlhausen zu einer Verteuerung der Lebenshaltungskosten geführt
Die Aussicht auf eine wesentlich bessere finanzielle Situation war offenbar ausschlaggebend dafür
dass er schon 25
Juni 1708 – kaum ein Jahr nach seinem Amtsantritt – in Mühlhausen um seine Entlassung bat
Sein Nachfolger wurde Johann Friedrich Bach
Der Stadt Mühlhausen blieb Johann Sebastian Bach aber weiterhin verbunden
aber verschollen sind. [Bearbeiten]
die ebenfalls auf Kosten des dortigen Rates gedruckt wurden
Jeweils für den Februar 1709 und 1710 bekam er Aufträge für Ratswechselkantaten
Hoforganist in Weimar
Bach siedelte in der ersten Julihälfte 1708 mit seiner schwangeren Gattin und dem gesamten Hausrat nach Weimar über
Am 29
getauft
Dezember desselben Jahres wurde das erste Kind
Catharina Dorothea
Während der Weimarer Zeit folgen noch 5 Kinder: Wilhelm Friedemann (* 22
die Zwillinge Maria Sophia und Johann Christoph (* 23
November 1710)
Februar 1713
Carl Philipp Emanuel (* 8
beide starben bald darauf)
März 1714)
Johann Gottfried Bernhard (* 11
Mai 1715)
Neben seinem Dienst in der Wilhelmsburg des Herzogs Wilhelm Ernst stand Bach auch in enger Verbindung mit dessen Neffen Ernst August
der im Roten Schloss wohnte und 1709 Mitregent wurde
darunter seine Passacaglia und zahlreiche Toccaten und Fugen
Ein Großteil von Bachs Orgelwerk entstand während der Weimarer Zeit
das als Sammlung von 164 Choralvorspielen angelegt war
Auch legte er hier sein Orgel-Büchlein an
von denen er aber nur 44 vollendete
Am 21. und 22
Februar 1713 befand sich Bach in Weißenfels anlässlich der Feierlichkeiten zum Geburtstag des Herzogs Christian von Sachsen-Weißenfels
Bachs früheste bekannte weltliche Kantate
Möglicherweise wurde die Jagdkantate BWV 208 aufgeführt
An Kirchenkantaten sind aus der früheren Weimarer Zeit dagegen nur wenige überliefert
Gegen Ende des Jahres 1713 wurde Bach nach der Aufführung einer Probekantate die Organistenstelle an der Liebfrauenkirche in Halle angeboten
Der Grund für Bachs Interesse an der Stelle ist nicht bekannt
Er erhielt am 14
Dezember seine Bestallung vom Kirchenkollegium
zögerte aber mit der Vertragsunterzeichnung und schickte erst am 19
März 1714 eine endgültige Absage mit der Begründung
dass die Besoldung nicht seiner Erwartung entspräche. [Bearbeiten]
Konzertmeister in Weimar
Am 2
März 1714 wurde Bach in Weimar zum Konzertmeister ernannt
Obwohl er in der Hierarchie immer noch unter dem Kapell- und dem Vizekapellmeister stand
bekam er mit 250 Gulden ein erheblich höheres Gehalt als beide
Mit dem neuen Amt war die Pflicht verbunden
alle vier Wochen eine Kirchenkantate auf den jeweiligen Sonntag zu komponieren
Als erste erklang am 25
März (Palmsonntag und gleichzeitig Mariä Verkündigung) die Kantate Himmelskönig sei willkommen BWV 182
Ihr folgen in regelmäßigen Abständen noch mindesten 20 weitere Werke
die den Grundstock der späteren Leipziger Kantatenjahrgänge bilden
dessen Schwester Ernst August am 24
Schließlich sah sich Bach nach einer neuen Stelle um und fand sie am Hof des Fürsten Leopold von Anhalt-Köthen
August 1716 geheiratet hatte
Der Grund für diesen Schritt kann nur gemutmaßt werden
Am 1
Dezember 1716 war der kränkelnde erste Kapellmeister Johann Samuel Drese gestorben
da er als Vizekapellmeister schon längere Zeit die Amtsgeschäfte seines Vaters versehen hatte
Eine Nachfolgeregelung wurde zunächst nicht getroffen
aber Dreses Sohn Johann Wilhelm hatte eine gewisse Vorrangstellung
Damit wäre für Bach ein Aufstieg zum Kapellmeister langfristig blockiert gewesen
Bach unterschrieb am 5
August den Vertrag für seine neue Stelle in Köthen
ohne vorher um seine Entlassung in Weimar gebeten zu haben
erhielt er seine Demission nicht
sondern wurde am 6
Als er dies nachholen wollte
November wegen seiner „Halßstarrigen Bezeügung“ in der Landrichterstube arretiert
Erst am 2
Dezember wurde er freigelassen und in Ungnade entlassen
wo ein Wettstreit mit dem berühmten Orgelvirtuosen Louis Marchand stattfinden sollte
In den Herbst 1717 datiert eine Geschichte im Nekrolog
nach der Bach an den Hof nach Dresden reiste
Dazu kam es nicht
weil Marchand an dem festgelegten Tag in der Frühe abreiste. [Bearbeiten]
Köthen
Ab Dezember 1717 war Bach Kapellmeister in Köthen
Bach schätzte den musikalischen Herzog und stand ihm offenbar auch persönlich nahe
wie man z
B. daran sieht
dass sowohl Leopold als auch seine Geschwister August Ludwig und Eleonora Wilhelmine Taufpaten von Bachs am 15
November 1718 geborenen Sohn Leopold August waren
Das Kind starb kaum ein Jahr später
In der Zeit vom 15. bis 18
Dezember 1717 verweilt Bach in Leipzig anlässlich einer Orgelprüfung in der Paulinerkirche
dass seine Gattin Maria Barbara nach kurzer Krankheit gestorben und schon am 7
musste er erfahren
Als Bach 1720 nach einer zweimonatigen Reise des Hofs aus Karlsbad zurückkehrte
Juli begraben wurde
Am 3
die 1720 als Sopranistin an den Köthener Hof gekommen war
die jüngste Tochter des fürstlichen Hof- und Feldtrompeters zu Sachsen-Weißenfels Johann Kaspar Wilcke
Dezember 1721 heiratete er Anna Magdalena
von denen die meisten aber schon im Kindesalter starben: Christiana Sophia Henrietta (* Frühjahr 1723; † 29
Auch aus dieser Ehe entstammen zahlreiche Kinder
Juni 1726)
Gottfried Heinrich (* 26
Christian Gottlieb (getauft 14
Februar 1724)
April 1725; † 21
September 1728)
Elisabeth Juliana Friederica (getauft 5
Ernestus Andreas (* 30
April 1726)
Oktober 1727; † 1
November)
Regina Johanna (10
Oktober 1728; † 25
Christiana Benedicta (* 1
April 1733)
Januar 1730; † 4
Christiana Dorothea (* 18
Januar)
März 1731; † 1732)
Johann Christoph Friedrich (* 21
Juni 1732)
Johann August Abraham (* 5
November 1733; † 6
November)
Johann Christian (* 5
September 1735)
Johanna Carolina (getauft 30
Regina Susanna (getauft 22
Oktober 1737)
Februar 1742)
der Köthen als Lebensstellung betrachtet
Möglicherweise bedeutet dies für Bach eine Wende in seinem Leben
Auch scheint sich Fürst Leopold von Bachs Ensemble-Musik ab- und der Klaviermusik zuzuwenden
Vielleicht bezieht sich die berühmte Stelle in Bachs Brief vom 20
Oktober 1730 an seinen Jugendfreund Georg Erdmann (siehe oben) auf diese Änderung im Musikgeschmack des Fürstenhauses
wobei er ungerechterweise der Gattin des Fürsten die Hauptschuld gibt: „Daselbst [in Köthen] hatte einen gnädigen und Music so wohl liebenden als kennenden Fürsten; bei welchem [ich] auch vermeinte meine Lebenszeit zu beschließen
zumahln da die neüe Fürstin schiene eine amusa [= unmusikalisch] zu sein.“ Dies wird dadurch bestätigt
Es musste sich aber fügen
als ob die musicalische Inclination [= Neigung] bey besagtem Fürsten in etwas laulicht werden wollte
dass nach Bachs Weggang von Köthen sein Posten nicht wieder besetzt wurde
da es denn das Ansehen gewinnen wollte
dass erwehnter Serenissimus sich mit einer Berenburgischen Princeßin vermählete
Trotzdem darf er nach seinem Weggang den Titel eines Kapellmeisters weiterführen und lieferte bis zum Tod des Fürsten 1728 noch Musik zu den Festtagen des Fürstenhauses
Als Beitrag zur musikalischen Erziehung seiner Kinder begann Bach am 22
das unter anderem die zwei- und dreistimmigen Inventionen enthält
Januar 1720 das Clavierbüchlein für den ältesten Sohn Wilhelm Friedemann
Das 1722 angelegte Clavierbüchlein vor Anna Magdalena Bachin enthält die Frühfassungen der Französischen Suiten
jedoch nicht für alle in Frage kommenden Feiertage
Neben dem Wohltemperierten Klavier und den sechs Violinpartiten und -sonaten sind dies die sicher auf die Köthener Zeit datierbaren autographen Instrumentalkompositionen. Daneben sind noch einige Geburtstags- und Neujahrskantaten überliefert
Es gilt als sicher
die aber weitgehend verschollen oder aber in späteren Bearbeitungen als Cembalokonzerte oder Kantatensätze erhalten sind
dass Bach für den Hof eine beträchtliche Zahl an Konzerten und anderen Instrumentalkompositionen geschrieben haben muss
Im September 1720 wurde die Organistenstelle zu St
um die sich Bach bewarb
Jakob in Hamburg frei
wahrscheinlich weil die Übernahme der Stelle mit einer beträchtlichen Kaufsumme verknüpft war
Er wurde auch vom Hamburger Rat zum Probespiel zugelassen
sagte aber dann doch ab
Möglicherweise ist auch die Widmung – sie datiert vom 24
März 1721 – der Brandenburgischen Konzerte (BWV 1046-1051) für den Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg im Zusammenhang einer Suche nach einer neuen Stelle zu sehen
Durch den Tod von Johann Kuhnau am 5
Juni 1722 wurde in Leipzig die Stelle des Thomaskantors frei
Nach einem ersten Probespiel am 14
Juli wurde von den Bewerbern
Georg Philipp Telemann gewählt
zu denen Johann Friedrich Fasch (Kapellmeister am Hofe zu Anhalt-Zerbst) und Christian Rolle (Musikdirektor in Magdeburg) zählten
wurde eine zweite Kantoratsprobe anberaumt
bei der neben Bach Georg Friedrich Kauffmann aus Merseburg
Johann Christoph Graupner (Kapellmeister in Darmstadt) und Balthasar Schott (Organist an der Neuen Kirche zu Leipzig) kandidierten
Da Telemann aufgrund einer Gehaltserhöhung in Hamburg blieb
der freiwillig zurücktrat
Bach führte am 7
Februar 1723 als Probestück die Kantate Jesu nahm zu sich die Zwölfe
auf
BWV 22
weil ihm vom hessischen Landgrafen die Entlassung verweigert wurde
Gewählt wurde Graupner
der aber ablehnen musste
eine Stelle
Somit wurde Bach „als zweite Wahl“ Thomaskantor
die er bis zu seinem Tode behielt. [Bearbeiten]
Leipzig
Ende Mai 1723 nahm Bach seinen Dienst in Leipzig auf
Als Kantor und Musikdirektor war er für die Musik in den vier Hauptkirchen der Stadt verantwortlich
Dazu zählte die Vorbereitung einer Kantatenaufführung an jedem Sonntag und an den Feiertagen
Außerdem unterlag ihm der Musikunterricht in der Thomasschule
als Chorsänger die Gottesdienste mitzugestalten
Die Internatsschüler waren verpflichtet
das mit seiner Stelle traditionell verbunden war
Sein Deputat als Lateinlehrer
Kantaten für die jeweils anstehenden Aufführungen zu komponieren oder zu überarbeiten
übertrug er gegen eine Geldzahlung einem Lehrer der Schule. Gleich nach seiner Ankunft fing Bach an
Bei dieser systematischen Arbeit muss in den ersten beiden Jahren im Schnitt ungefähr ein Werk pro Woche entstanden sein
danach verlangsamte sich sein Tempo
Insgesamt sind zwei vollständige Jahrgänge überliefert
der Nekrolog berichtet von drei weiteren (siehe Bachkantate)
für den Karfreitag 1724 sein bis dahin umfassendstes Werk
die Johannespassion
Für Weihnachten 1723 schrieb er die erste Fassung des Magnificat
für Weihnachten 1724 ein Sanctus
die 1727 uraufgeführt wurde
der schließlich den Text für die Matthäuspassion lieferte
Wohl Anfang 1725 begegnete Bach dem Textdichter Picander alias Christian Friedrich Henrici
1729 übernahm Bach auch die Leitung des 1701 von Telemann gegründeten Collegium musicum
vielleicht sogar bis 1746 behielt
die er bis 1741
Mit diesem studentischen Orchester führte er deutsche und italienische Instrumental- und Vokalmusik auf
außerdem schrieb er dafür etliche seiner weltlichen Kantaten
wie z
BH
die er "dramma per musica" nannte und die strukturell der Oper nahestehenI
ercules am Scheideweg
dass er auch mit einem ausgeprägten Sinn für Humor schreiben konnteE
n seiner Kaffee- und der Bauernkantate zeigt sich
tliche seiner Huldigungskantaten arbeitete Bach kurz nach ihrer Entstehung in geistliche Werke umD
die nur das Kyrie und das Gloria umfassteN
ebenso die Urfassung der h-moll-Messe von 1733 (die sogenannte Missa)
iesem Parodieverfahren ist das Weihnachtsoratorium von 1736 zu verdanken
ach Einreichung dieses Werks beim kurfürstlichen Hof in Dresden wurde ihm 1736 der Titel Hofkompositeur verliehen. [Bearbeiten]
Die letzten Jahre
In den 1740er Jahren scheint sich Bach weitgehend von Neukompositionen für die Kirche und für das Collegium musicum zurückgezogen haben
in dessen Hofkapelle Carl Philipp Emanuel Bach angestellt war
Im Mai 1747 besuchte er auf Einladung Friedrichs des Großen
Potsdam und Berlin und improvisierte auf den dortigen Pianoforti und Orgeln
ein ihm vom König vorgegebenes Thema in einer Fuge auszuführen und in Kupfer zu stechen
Er versprach
zehn Kanons und einer Triosonate
eine Sammlung von zwei Fugen (drei- und sechsstimmig)
Aus diesem Versprechen wurde das Musikalische Opfer
alle über das gleiche Thema
die er aber danach bis 1749 umfassend ergänzte und überarbeitete
deren erste Reinschrift Bach 1742 abschloss
Ein weiterer kontrapunktischer Werkzyklus ist die Kunst der Fuge
Fugen mit mehreren Themen und Kanons stellt ein Kompendium der Techniken der Fugenkomposition dar
Spiegelfugen
Gegenfugen
Die Sammlung von einfachen
des Sanctus von 1724 und anderer älterer Kompositionen
Ebenfalls in Bachs letzte Jahre fällt die Vollendung der h-moll-Messe unter Verwendung der Missa von 1733
Im Laufe des Jahres 1749 verschlechterte sich Bachs Augenlicht zusehends
Ende März oder Anfang April 1750 unterzog er sich zweimal einer Augenoperation durch John Taylor
der später auch Händel operieren sollte
und er erblindete weitgehend. Um den 20
Anscheinend durch die begleitende medizinische Behandlung verschlechterte sich sein Zustand erheblich
Juli erlitt Bach einen Schlaganfall und starb am 28
Juli
Nach zweimaliger Umbettung befindet sich sein Grab heute in der Leipziger Thomaskirche. [Bearbeiten]
Bedeutung
Bach gilt als einer der bedeutendsten und einflussreichsten Komponisten aller Zeiten
Sein Werk kann als der unüberbotene Abschluss der Barockmusik angesehen werden
wirkt aber gleichzeitig bis in die Gegenwart fort
Zu seinen Lebzeiten fand sein kompositorisches Schaffen keine große Beachtung verglichen etwa mit seinen Zeitgenossen Georg Friedrich Händel oder Georg Philipp Telemann
Europaweit bekannt war Bach zu Lebzeiten vor allem als ein Orgel- und Cembalovirtuose sowie als Meister der Improvisation (siehe auch Musikalisches Opfer)
sowohl durch die souveräne Beherrschung der musikalischen Technik
(Kontrapunkt; Polyphonie; Harmonik) wie auch durch die Tiefe der geistigen Durchdringung
Ferner hatte er einen ausgezeichneten Ruf als Orgelgutachter. In praktisch allen Gattungen setzte er neue Maßstäbe
Als einzige Ausnahme bezüglich der musikalischen Gattungen ist von Bach keine Oper überliefert
Einige seiner weltlichen Kantaten (von ihm als Dramma per musica bezeichnet) könnten als kleine Singspiele gelten
Bachs kirchliche Werke sind geprägt von seiner tiefen protestantisch-lutherischen Religiosität
Von ihm sind rund 250 Kantaten überliefert
davon ca 200 Kirchenkantaten
In seinen Kantaten und Passionen griff Bach häufig auf populäre Choräle des evangelischen Kirchengesangbuches zurück
Eine größere Anzahl seiner Werke gilt als verschollen. Bach schrieb wahrscheinlich fünf Passionen
Die Johannes- und Matthäuspassion sind die einzigen erhaltenen authentischen Passionen
dass unter den drei anderen verschollenen Werken die Lukaspassion und die Markuspassion waren
Es ist anzunehmen
Bei der fünften verschollenen Passion vermuten Forscher eine umgearbeitete einchörige Variante der Matthäus-Passion
Neben seiner Wirkung als Musiker und Komponist hatte Bach auch einen großen Einfluß auf die Musiktheorie
Nicht zuletzt durch seine Lehrstücke (z.B
alle Tonarten des Quintenzirkels zu verwenden
mit der es möglich wurde
Wohltemperiertes Klavier)
setzte er die wohltemperierte Stimmung durch
speziell an der Orgel
Auch neue Spieltechniken
führte er ein
Die Verwendung des Daumens als vollwertiger Spielfinger geht auch zu einem guten Teil auf Bach zurück
Wohlwissend um die Unzulänglichkeiten der ihm zur Verfügung stehenden Instrumente forderte und förderte er deren Weiterentwicklung
Speziell auf die Entwicklung der Tasteninstrumente nahm er großen Einfluß und hier lag ihm die Entwicklung des Cembalos zum Pianoforte sehr am Herzen. [Bearbeiten]
Nachwirkung
Bach hatte insgesamt 20 Kinder
von denen aber nur wenige die ersten drei Lebensjahre überlebten: zwei Söhne und fünf Töchter aus der ersten Ehe mit seiner Cousine Maria Barbara und weitere sieben Töchter und sechs Söhne aus der mit der Sängerin Anna Magdalena Wilcken
die er am 3
Dezember 1721 nach dem Tod Maria Barbaras heiratete
der Berliner oder Hamburger Bach (1714-1788) Johann Christoph Friedrich Bach
der Dresdener oder Hallesche Bach (1710-1784) Carl Philipp Emanuel Bach
der Bückeburger Bach (1732-1795) Johann Christian Bach
Vier von seinen Söhnen wurden ebenfalls Komponisten
der Mailänder oder Londoner Bach (1735-1782) Zeit seines Lebens war Bach mit Leidenschaft als Instrumental- und Kompositionslehrer tätig
die als solche zu Lebzeiten teilweise den Ruhm ihres Vaters überstrahlten: Wilhelm Friedemann Bach
Die Schüler lebten
oft über lange Zeit
im Haushalt der Familie und nahmen später wichtige Kapellmeister- und Kantorenposten ein
die Bachs Namen und musikalischen Nachlass auch in der zweiten Hälfte des 18
Sie waren es
Jahrhunderts lebendig hielten
Neben Bachs Söhnen sind unter den Schülern insbesondere Johann Ludwig Krebs und Johann Philipp Kirnberger hervorzuheben
Dennoch war Bachs Werk in den ersten achtzig Jahren nach seinem Tod nur wenig präsent und wurde öffentlich kaum aufgeführt
Das ist auch der Grund dafür
warum so viele seiner Werke nicht erhalten geblieben sind
Im Jahr 1789 kam Wolfgang Amadeus Mozart nach Leipzig und hörte in der Thomaskirche Bachs Motette "Singet dem Herrn ein neues Lied"
die er bekommen konnte
vertiefte er sich in andere Partituren Bachs
Außergewöhnlich beeindruckt
Die Spuren dieser Begegnung sind in Mozarts späterem Schaffen überall erkennbar
mit der Wiederaufführung der Matthäus-Passion am 11
Felix Mendelssohn Bartholdy gebührt dann das Verdienst
fast achtzig Jahre nach seinem Tod
J
März 1829
SB
ach wieder einer breiten Öffentlichkeit ins Bewusstsein gerückt zu habenE
r gab damit einen enormen Anstoß für die Publizität der Bachschen MusikI
hm zu Ehren wurde seine Büste in der Walhalla aufgestelltB
ei der ZDF-Abstimmung Unsere Besten im Jahr 2003 über die besten Deutschen aller Zeiten erreichte Bach auf Platz 6 als einziger Komponist die Top Ten und ist damit nach Meinung des ZDF-Publikums der bedeutendste deutsche Komponist vor Beethoven (Platz 12) und Mozart (Platz 21)B
ach übertraf sogar den Dichterfürsten Johann Wolfgang Goethe um einen Platz. [Bearbeiten]
Bekannte Werke
Bild nicht gefunden Takte 1 bis 9 aus "Fuga a 3 voci" (Wohltemperiertes Klavier) von J
SB
ach Matthäus-Passion Johannes-Passion h-Moll-Messe Weihnachtsoratorium Musikalisches Opfer Die Kunst der Fuge Brandenburgische Konzerte Kantaten Orgelwerke Wohltemperiertes Klavier Goldberg-Variationen Magnificat Schüblersche Choräle Himmelfahrtsoratorium Osteroratorium Hörbeispiel Fuga a 3 voci (7KB) aus Bachs Wohltemperiertem Klavier [Bearbeiten]
Verzeichnis der Bachschen Werke
Gesamtverzeichnis Alphabetisches Titelverzeichnis Verzeichnis der Kantaten nach BWV und ihre Bestimmung [Bearbeiten]
Literatur
Wiesbaden 1979
Albert Schweitzer: Johann Sebastian Bach
Kunst und Kunstwerke (1802) - ISBN 3761814720 u.a
ISBN 376510034X Klaus Eidam: Das wahre Leben des Johann Sebastian Bach (1999) - ISBN 3492040799 Johann Nikolaus Forkel: Über Johann Sebastian Bachs Leben
Martin Geck: Johann Sebastian Bach (2002) - ISBN 3499506378 Douglas R
Escher
ein Endloses Geflochtenes Band (1991) - ISBN 3423300175 Ludwig Prautzsch (*1923): Die verborgene Symbolsprache Johann Sebastian Bachs (2004) - ISBN 3875372980 Bach-Werke-Verzeichnis (BWV) von Wolfgang Schmieder [Bearbeiten]
Hofstadter: Gödel
Bach
Siehe auch
Liste deutscher Komponisten Liste der Kirchenliederkomponisten Familie Bach Werner Neumann
Geheimnis Bach ISBN 3-7959-0790-X Hans Heinrich Eggebrecht
Musikhistoriker und Bachforscher Bachhaus Hans Heinrich Eggebrecht
Bachforscher Richard Buchmayer
Bachs Kunst der Fuge ISBN N 3-492-00667-1 [Bearbeiten]
Weblinks
BachForum
Vorlage:Commons1 Vorlage:Wikiquote1 Die "Bach Bibliography" (http://www.music.qub.ac.uk/~tomita/bachbib/) umfangreiche Bibliographie zum Thema Bach (auf englisch) Internationale Seite mit vielen Funktionen (http://jsbach.org/) Bach-Archiv Leipzig (http://www.bach-leipzig.de/) Bachhaus Eisenach (http://www.bachhaus.de/) Bach Digital (http://bachdigital.uni-leipzig.de/) - Eingescannte Autographen und mehr Greatjsbach.net (http://www.greatjsbach.net/) - Live-Stream und Klavierauszüge zahlreicher Bach-Werke zum Hören und Ansehen Mutopiaproject.org (http://www.mutopiaproject.org/cgibin/make-table.cgi?preview=1&searchingfor=&Composer=BachJS) - frei erhältliche Bach Partituren Die Texte aller Vokalwerke Bachs (http://www.cs.ualberta.ca/~wfb/bach.html) jsba.ch: Bach-Portal
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