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Diskussion : Hunnen
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Hunnen
Stichpunkte
Allgemein
später halbnomadischer Lebensweise
Der Begriff Hunnen ist eine Bezeichnung für eine Gruppe innerhalb der zentralasiatischen Völkerschaften mit nomadischer
"Verbergen") 1 Namensherkunft und -verwendung 2 Die asiatischen Hunnen 3 Die europäischen Hunnen (Schwarze Hunnen) 3.1 Der Beginn der Völkerwanderung 3.2 Hunnische Führungsprobleme 3.3 Der Großkönig Attila 3.4 Verfall und Untergang 3.5 Materielle Kultur der europäischen Hunnen 3.6 Zur Religion 4 Literatur 5 Siehe auch 6 Weblinks [Bearbeiten]
Sie waren ursprünglich im Gebiet zwischen Issyk-Kul und Ulan-Bator beheimatet und sollten für die weitere asiatische und europäische Geschichte eine bedeutende Rolle spielen. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Namensherkunft und -verwendung
Das Wort "Hunne" (in der Sprache der Hsiung-nu lautete es Hun) ist ein alttürkisches Wort mit der Bedeutung von "Mensch" oder "Volk"
das "Kraft" oder "Mut" bedeutete
Es ist verwandt mit dem tungusischen Chun
Chün wurde auch zur chinesischen Bezeichnung eines Fürsten. Verwendet wurde der Begriff "Hunnen" vor allem von den Nichtchinesen
die Chinesen bezeichneten sie stattdessen als "Hsiung-nu" (deutsch: "Schreckliche Sklaven")
Ein nach Samarkand gerichtetes Schreiben eines sogdischen Händlers aus dem China des frühen 4
Jahrhunderts mag das verdeutlichen: Herr
wie sie sagen aus Saragh (Luoyang) vor der Hungersnot
der letzte Kaiser floh
Seine befestigte Residenz und die feste Stadt wurden dem Feuer übergeben. ..
Weiterhin wurde der Kaiser zum Gefangenen gemacht und in die Gefangenschaft der Hunnen geführt
Und sie (waren)... in Chumdan (Ch'ang-an) und plünderten das Land - diese Hunnen
die gestern noch das Eigentum des Kaisers waren! Heute verwendet man für das Reich Mao-duns (reg
210-174 v
Chr.) und seiner unmittelbaren Nachfolger bevorzugt den chinesischen Begriff Hsiung-nu
Man illustriert damit
daß Hsiung-nu und Hunnen nicht identisch sein müssen
obwohl eine Anzahl von Indizien dafür spricht
die sich je nach politischen Umständen in rudimentären Staatswesen organisierte
so daß einige Fragen zu ihrer Zusammensetzung immer offen bleiben werden (siehe auch: Ethnogenese). Zu den Mitte des 4
Denn letztendlich handelte es sich um eine Nomadengruppe
trennte und neu organisierte
speziell dem Reich Attilas (reg
Jahrhunderts an der Grenze Europas auftauchenden Gruppen
434-453)
sagt man schon immer Hunnen
die anderen Zusammenhänge sind unter "Hsiung-nu" zu finden. [Bearbeiten]
In diesem Artikel werden diese in unserem Kulturkreis seit alters her "Hunnen" genannten Stämme und die damit verbundene Völkerwanderung behandelt
Die asiatischen Hunnen
Die Herkunft der heute im allgemeinen als Hunnen bezeichneten Stämme (Schwarze Hunnen oder europäische Hunnen
Hephthaliten usw.) vollzog sich im Kontext des aufgesplitterten und untergehenden Hsiung-nu-Reiches. Bild nicht gefunden Einflussbereich der Hsiung-nu 209 v
Chr. – 216 n
Chr
Das Hsiung-nu-Reich hatte sich im Jahr 48 unter P'u-nu in einen nördlichen und einen südlichen Teil aufgespalten
allerdings währte diese nicht lange
Unter dem Süd-Hsiung-nu An-kuo verzeichnete man 93/94 noch einmal eine Einigung der Hsiung-nu
Als Tan-shi-huai (ca
156–181) die Sien-pi zu ihrem Macht-Höhepunkt führte
gaben die Nord-Hsiung-nu laut chinesischen Chroniken im Jahr 158 Ost-Turkestan und den Altai auf und ließen sich nördlich von Kang-chu (d.h. nordöstlich des Aralsees) nieder. Diese Altai-Hunnen werden heute allgemein als Schwarze Hunnen bezeichnet
da auch die heutigen Türken diese als "Kara Hun" (türk.: Kara = schwarz) bezeichnen
da auch die heutigen Türken diese mitunter als Avrupa Hunları bezeichnen
aber der Begriff "Schwarze Hunnen" ist in Europa verbreiteter
Als Alternativname könnte man für diese Hunnengruppe "europäische Hunnen" sagen
wobei der mongolide Einfluss im Verlauf der Westwanderung sicherlich abnehmend und der indogermanische Einfluss zunehmend war
Das Volk setzte sich hauptsächlich aus Turko-Mongolen zusammen
Sie gelten als unmittelbare Verwandte der Onoguren und Westtürken
Eine spätere Eigenbezeichnung für diese Volksstämme lautet: Khara Bulkhar/Qara Bolqar – Schwarze Bulgaren
Sygye
Baysi Telegiten Der eigentliche "Hunnensturm" begann im 4
Bayegu Scha-t'o Guligan Jakuten Dolange
Bugu
Husye
Tunlo
Kibi
Dolange
Highye
Adye oder Eduz
Adye oder Eduz
Die folgende Tabelle zeigt die bekannten Namen der hunnischen Stämme und die später aus ihnen hervorgehenden Einzelvölker. Tabelle mit den Stämmen der asiatischen Hunnen des Jahres 300 Stammesname Einzelvolk Hun Hunnen Uange
Highye
Dubo
Bayegu
Husye
Baysi Uyghuren Seyanto
dazu Teile des Iran und drängten die Kidariten (eher als Reste der Yüe-tschi unter Kidara anzusehen) nach Afghanistan und Nordindien
Jahrhundert: Im Jahr 350 begannen Angriffe einer als Chioniten bezeichneten hunnischen Gruppe gegen das Reich der Sassaniden unter Schapur II. (Baktrien). Die Chioniten eroberten bis 360 Baktrien
Ihnen folgten die Hephthaliten (byzant.: "Weiße Hunnen")
die 425 den Syr-daja überschritten und bis 450 de facto die Herrschaft über die Chioniten übernahmen
Zu einem chronologisch unklaren Zeitpunkt (451 oder 484) endete auch die Zeit der Kidariten
498/99 Einmischung in die sassanidischen Thronstreitigkeiten). Die "Weiße Hunnen" genannten Völker werden von den chinesischen Chroniken zu den Ta-Yüe-tschi gestellt
Die Weißen Hunnen hatten wesentlichen Anteil am Niedergang des indischen Großreichs der Gupta und führten auch mehrere Auseinandersetzungen mit Persien (484 Tod des Sassaniden Péroz I.
trotzdem sah man in ihnen "Hunnen"
Laut dem Chronisten Prokop unterschieden sie sich zwar in Lebensweise
Aussehen und Sitten von den europäischen Hunnen
Das ist auch die noch heute gängige Betrachtung
Im späteren Turkestan – damals noch "Turan" genannt – sind einige ihrer Inschriften überliefert worden
Meist waren es Bezeichnungen der Macht: Dabei wurden die Vorläufer der späteren türkischen Runen verwendet und die meisten Wörter lauteten Turan Hun beziehungsweise Yabgu Turan Hun (Prinz der Turan-Hunnen). [Bearbeiten]
Die europäischen Hunnen (Schwarze Hunnen)
Bild nicht gefunden Der Einfall der Hunnen in Europa [Bearbeiten]
Der Beginn der Völkerwanderung
Zur Zeitenwende beherrschten indogermanische Stämme aus der Gruppe der mit den Skythen verwandten Sarmaten die Steppen Osteuropas (Iazygen
im 2
Alanen)
Roxolanen
Jahrhundert kamen die Goten dazu
als ein Teil der Schwarzen Hunnen im 4
Das änderte sich
Jahrhundert die große Völkerwanderung auslöste
so daß die Nahrung für die Herden
die Lebensgrundlage der Nomaden knapp wurde
Als Grund wird eine Klimaveränderung vermutet
Unter ihrem Führer Balamir (Balamber) überschritten die Hunnen die Wolga
Dort zerschlugen sie gegen 374 das Reich der Alanen im Gebiet der Wolga und des Kaukasus und schlossen ein Bündnis mit ihnen
die bald darauf ebenfalls ihre Verbündeten wurden
Auf der Taurus-Halbinsel (Krim) zerstörten sie 375 das Reich der Ostgoten Ermanarichs
so dass die Westgoten ca
In der Folgezeit erreichten sie die Grenzen des oströmischen Reiches
394 aus dem Schwarzmeergebiet flohen
mit dem später alle asiatischen Reitervölker bezeichnet wurden: Tartaros = Tartaren. (Dieses Wort können wir mit: "die Teuflischen" übersetzen
Die oströmische Bevölkerung gab den Schwarzen Hunnen nun einen Namen
da es vom griechischen ταÏ?ταÏ?ος = "Hölle" oder "Unterwelt" abstammt.) Mit den Schwarzen Hunnen kam auch eine asiatische Krankheit nach Europa: Die Pocken
Die Schwarzen Hunnen haben einen geradezu dämonischen Eindruck auf ihre Feinde gemacht: Bei ihnen war es Sitte
um den späteren Bartwuchs zu verhindern
den männlichen Kleinkindern die Gesichter zu zerschneiden
Die Krieger schmierten sich Schwarzerde in die Kampfwunden
damit sich dort dickhäutige Narben bildeten
weshalb viele Hunnen hohe Turmschädel aufwiesen
Auch praktizierten sie die Sitte der Kopfdeformation
Derartig deformierte Schädel wurden sowohl in Sachsen als auch am Talas (Kirgistan) gefunden
langes Haupthaar zu tragen. Bild nicht gefunden "Die Hunnen im Kampf mit den Alanen": Phantasiedarstellung (1873) von Johann Nepomuk Geiger (1805-1880)
da nur der als "Khagan" bezeichnete Hordenführer das Recht besaß
Der Oberkopf wurde als äußeres Zeichen ihrer Unterwerfung kahlgeschoren
Die Reitkunst und Bewaffnung der Hunnen sind vermutlich realistisch darstellt
Es fehlen jedoch die Steigbügel
der wohl nicht der Wahrheit entspricht
Die dargestellte asiatische Physiognomie erweckt den Eindruck von Homogenität
Bezüglich der Kampftechnik zu Pferde waren die Schwarzen Hunnen den Europäern weit überlegen: Wie alle zentralasiatischen Reiterhirten waren auch sie außerordentliche Reiter und Bogenschützen
Die besten Bogenschützen trugen bunte Bänder in ihren langen Zöpfen
Mit den Hunnen kam eine revolutionäre Erfindung nach Europa: stabile Sättel mit eingearbeiteten Steigbügeln
Die Römer kannten zwar auch leichte Sättel
aber keine Steigbügel
beidhändig vom Pferde aus zu kämpfen
da sie dieses nun mit den Füßen lenken konnten
Durch den stabilen Halt und die Steigbügel war die hunnische Reiterei in der Lage
Zwar führten auch die Europäer den eingeschränkten Kampf zu Pferde
doch sie bevorzugten den Kampf Mann gegen Mann. [Bearbeiten]
Hunnische Führungsprobleme
bis sie von den Persern geschlagen wurden
Die Hunnen hatten zunächst keine umfassend anerkannte Führungsspitze. So stellten sie keine besondere Gefahr dar und konnten sogar gruppenweise an diversen Orten in römischen Sold genommen werden. Da gab es z.B. die Anführer Basich und Kursisch
die 395 über den Kaukasus kamen und römisches wie persisches Gebiet zwischen Antiochia und Ktesiphon plünderten
Der Grund für den Raubzug war eine Hungersnot auf ihrem Gebiet - sie trieben unzählige Rinder ab
Später suchten sie in Rom um ein Bündnis nach
bis er aufgrund von Mißerfolgen um 408/09 von der Bühne verschwand
Im gleichen Zeitraum spielte sich Uldin als Anführer der Hunnen gegenüber den Römern in den Vordergrund
Der nächste Anführer scheint Karaton gewesen zu sein
Er ist für 412/13 belegt und scheint Uldins Mitregent gewesen zu sein
die Brüder Mundschuk
aber seine Regierungszeit ist unbelegt. Greifbarer werden die nächsten Anführer
Oktar und Ruga
Doch Oktar führte das Reich so schlecht
dass ihn ein Kuriltai bereits 430 ab- und durch seinen jüngeren Bruder Ruga (Rugila) ersetzte
Nach einem Kirchenbericht soll Oktar (Uptar) an Völlerei gestorben sein
was sich in einer energischeren Aussenpolitik niederschlug
Ruga war der erste Herrscher
Wie auch immer
welcher eine einheitliche Führung der Hunnen gewährleisten konnte
Die Römer einigten sich mit ihm auf einen Waffenstillstand und mussten mäßige Tributzahlungen leisten
Rom im Bedarfsfalle Truppen zu stellen
Dafür versprach der Hunne
was z.B. im Falle der Burgunder auch geschah (Nibelungensage). [Bearbeiten]
Der Großkönig Attila
Nach dem plötzlichen Tode Rugas (angeblich Frühjahr 434) wurde das Reich zwischen seinen Neffen bzw
Mundschuks Söhnen Bleda und Attila geteilt
Attila den Westen des Reiches
Bleda erbte den Osten
als der ältere der Brüder von den Stämmen formal als Khagan anerkannt
daß er übermütig und in die Späße eines Zwerges namens Zerkon vernarrt war
aber die wahre Macht übte der zielstrebige Attila aus
Zwar wurde der Führer der Akh Bulkhar/Aq Bolqar
der zum Führer der Khara Bulkhar/Qara Bolqar ernannt wurde. Über Bleda wird gesagt
Bleda
während Attila den Zwerg und Bledas Verhalten mißbilligte
Die beiden sollen gemeinsam regiert haben
aber Attilas Name wird bei allen politischen und kriegerischen Aktionen trotzdem allein erwähnt. Zu einem nicht ganz geklärten Zeitpunkt Ende 444/Anfang 445 wurde Bleda von Attila ermordet
1439 byzantinische Goldmünzen
die letzte von 443) zu diesem Zeitpunkt vergraben und nicht wiedergeholt wurde
Da auch ein Münzfund bei Szikancs (Ost-Ungarn
scheint sein Anhang ebenfalls ausgeschaltet worden zu sein
Vielleicht wollte Bleda also im Frühjahr 445 seinerseits den Bruder von der Macht verdrängen
da ließ ihn Attila kurz vor der Ankunft der Stammes- und Klanfürsten durch Attentäter ermorden
Er war sich wichtiger Stimmen der kommenden Fürstenversammlung sicher
das sich seit 400 am mittleren Rhein befand
seines Zeichens römischer Statthalter in der Provinz "Ober-Germanien"
zerschlug Attila 436 das Reich der Burgunder
Unter dem Alleinherrscher Attila erreichte die Macht der Schwarzen Hunnen ihren Höhepunkt: Im Auftrage des weströmischen Feldherren Aetius
Dadurch wurde der Hunnen-König Attila ein wichtiger Bestandteil der deutschen Heldensage: Er ist der König Etzel des Nibelungen-Liedes
Mitte des 5
wo Attila seit 444 seinen Heersitz hatte; die schwarzen Hunnen Europas verloren den Kontakt zu den anderen hunnischen Steppenvölkern
Jahrhunderts begannen die schwarzen Hunnen langsam sesshaft zu werden: Das Hauptsiedlungsgebiet des Volkes lag zwischenzeitlich in der Theißebene
Attila bekam einen Palast aus Holz
von Pfählen umzäunt
auch wenn die Hunnen immer noch im Zelt lebten
Ein Minister badete sogar in seinem eigenen Bad
die Ausnahme schlechthin
Es gab eine frühfeudale Rangordnung am Hofe
Verdiente Leute wurden dank römischen Goldes mit Pensionen versorgt
hatten Güter oder Vorrechte - so z.B. durfte der einflussreiche Minister Onegesius seine Gefangenen behalten
Aber der römische Dienst war eben doch attraktiver - Attila forderte Hunnen als entlaufene Vasallen vom oströmischen Kaiser zurück
In den Jahren zwischen 441 und 447 verwüstete Attila den gesamten Balkanraum und legte die Städte Belgrad und Sofia in Schutt und Asche
Er zwang den damaligen oströmischen Kaiser Konstantin zu riesigen Tributzahlungen: Angeblich sollte der Herrscher Konstantinopels dem Hunnenherrscher jährlich eine Tonne Gold gezahlt haben
damit dieser seinen Herrschaftsbereich verschonte
einem Nebenfluss der Donau in Dakien schwer erkauft
Trotzdem war der Sieg am Vid (Utus)
Die Römer unter dem General Arnegisclus kämpften (im Gegensatz zu 441/42) tapfer und es sollte der letzte große hunnische Sieg sein. Bild nicht gefunden Das Reich Attilas (434-453) Attila zog schließlich quer durch Gallien und traf 451 auf seinen einstigen Verbündeten Aetius
Burgunder und Westgoten verbündet und schlug Attila und dessen ostgotische
gepidische u.a
den Statthalter Westroms: Dieser war zwischenzeitlich mit den Stammeskönigen der Franken
Vasallen in der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern zurück
beide Seiten hatten schwere Verluste
aber die Moral der Schwarzen Hunnen war erschüttert
Die Schlacht endete ohne Sieger
sammelte dort neue Kräfte und bedrohte Rom
zog sich dann aber in die Ungarische Tiefebene zurück
Attila belagerte im Anschluss zwar noch die Stadt Orleans
Er wurde nur durch die persönlichen Verhandlungen des Papstes Leo I. davon abgehalten
die heilige Stadt zu plündern
denn immerhin hat sich Attila für das Risiko eines Raubzuges in Gallien
weit entfernt von seinem natürlichen Stammland gut gehalten.) Auch Ostrom lehnte weitere Tributzahlungen ab und machte sich zur Auseinandersetzung bereit. [Bearbeiten]
Aber im Grunde stellte er zu diesem Zeitpunkt keine ernsthafte Gefahr mehr für Europa dar. (Wobei das wieder eine Frage der Sichtweise ist
Verfall und Untergang
Im Jahre 453 heiratete Attila die schöne burgundische Königstochter Hildico und verstarb bereits in der Hochzeitsnacht
Ostgoten und anderen) um 454/55 stark zerrissen
Nun begann der rasche Verfall des Schwarz-Hunnen-Reiches. Durch innere Auseinandersetzungen (Abfall der Gepiden
verloren sie in Europa endgültig ihre Schlagkraft
Dengizik 469 im Krieg gegen Ostrom. Die Schwarzen Hunnen gingen nun in anderen Völkern auf
Oleg) fiel 455 am Nedao
Ellac (İleks
Ein Teil von ihnen (unter Ernak) wurde unter römischer Oberherrschaft in der späteren Dobrudscha angesiedelt
Diese Volksteile sollten einen der Grundstöcke für die späteren Gagausen bilden
Andere ließen sich an der heutigen serbisch-bulgarischen Grenze nieder und gingen in den slawischen Vorfahren der heutigen Mazedonier auf
Eine dritte Gruppe verblieb im heutigen Ungarn (der Name Ungarn/Hungary kommt von den Hunnen bzw
Onoguren)
und zog in der Folgezeit auch nach Siebenbürgen weiter: Aus ihnen wurde angeblich im 9
Jahrhundert der magyarische Volksstamm der Székler
An den Läufen der unteren Wolga siedelten ebenfalls noch Reste der Hunno-Bulgaren
Vereinzelte hunnische Volkssplitter wurden noch in den Jahren zwischen 539 und 540 von griechischen Geschichtsschreibern erwähnt
als diese bis nach Korinth und Byzanz vorstießen
dazu griffen die Awaren an
Die Byzantiner hetzten schließlich ihre Fürsten Sandilkh (Utriguren) und Zabergan (Kutriguren) 558/60 aufeinander
Petschenegen und Kumanen genannt. [Bearbeiten]
So sollten auch jene Reste in anderen türkischen Völkern aufgehen: Als wichtigste Nachfolgestämme seien hier nur die Wolgabulgaren
Chasaren
Materielle Kultur der europäischen Hunnen
Als typisches Kennzeichen der Schwarzen Hunnen Europas gelten runde bronzene Metallspiegel
die die Hunnen allgemein von den Chinesen übernommen hatten und den Toten als Grabbeigabe mitgegeben wurden
am Rand mit Schuppen verziert)
Genauso wie eigentümliche große Kupferkessel (bis 50kg schwer
die ebenfalls aus China stammten und wahrscheinlich als Opfergefäße verwendet wurden
UdSSR samt Permgebiet und Minussinsk
Diese Bronzekessel fanden sich in Ungarn ebenso wie in Rumänien
Kasachstan
von denen auch die Goten und andere Germanenstämme das Adlermotiv übernommen hatten. Die Krieger der Schwarzen Hunnen kämpften meist beritten mit dem enorm durchschlagskräftigen Kompositreflexbogen
Alanen)
für den Nahkampf zu Pferde verwendeten sie ein sehr langes zweischneidiges Schwert
Charakteristische hunnische Ziermotive sind der Lebensbaum und Raubvögelköpfe
das auch als sarmatisches Langschwert oder sassanidisches Langschwert bezeichnet wird
wie bei den iranischen Steppenvölkern (Sarmaten
vor allem der Adler erfreute sich bei den Hunnen großer Beliebtheit
säbelartiges Kurzschwert mit
Für den Kampf zu Fuß führten alle Hunnen ein einschneidiges
Die Hunnen waren selten schwer berüstet
oft in der Nähe von Flüssen angelegt
neben der Leder- und Fellkleidung wurden Fellmützen oder Spangenhelme getragen. Hunnische Gräber sind in der Regel Einzelgräber
Oftmals wurden den hunnischen Kriegern Reitsattel
Reitpeitsche und Zaumzeug ihrer Pferde
manchmal sogar die Tiere selbst mit ins Grab gegeben
Lasso
verziert mit rotem Almandin und Perlmutteinlagen. [Bearbeiten]
Typisch für hunnische Frauen waren große Ohrringe
die Vornehmen unter ihnen trugen Stirnbänder aus Gold
Zur Religion
Der Großteil der Hunnen hatte zu Zeiten Attilas unverändert eine naturverbundene Religion
wie zu jener Zeit
als sie aus Asien kamen
Man übte Wahrsagerei und Schamanismus aus
wobei die Schamanen am Namenskürzel "-kam" (Atakam
Eskam) zu erkennen waren
wobei Jordanus nicht angab
Eingeweideschau und Schulterblattschau als Mittel der Vorhersage sind überliefert
ob die Schulterblätter dabei wie in Asien im Feuer erhitzt wurden
Die Naturkräfte waren göttlich
bei denen der Himmel die höchste Gottheit war
ähnlich wie schon bei den Hsiung-nu
So wuschen die Hunnen sich und ihre Kleider bis auf wenige Ausnahmen (Attila selbst) nicht
Sicherlich galt auch das fließende Wasser wie bei den Mongolen als lebendig und mußte entsprechend rein gehalten werden. Für manche Hunnen war auch der Herrscher nach persischem Vorbild gottähnlich und wurde mit der Sonne verglichen
für andere nicht
Jedenfalls vertrat man gegenüber einem römischen Vermittler die Gottähnlichkeit Attilas
der aber zumindest gegenüber seinen Hunnen ein bescheidenes Äußeres pflegte. Es gibt auch Hinweise auf erfolgreiche katholische Missionierungsversuche bei den Hunnen
daß es sich hierbei bloß um römische Wunschträume handelte
Allerdings zeugen die unverändert anhaltenden Plünderungen von - und damit vebundenen Gewalttaten in Kirchen davon
Es gab zwar nach wie vor eine sesshafte katholische Bevölkerung im hunnisch besetzten Pannonien
aber die Hunnen übernahmen offensichtlich nicht den Glauben der Besiegten
die im Rang den Hunnen fast gleichkamen
Attraktiver dürfte der arianische Glauben der Goten gewesen sein
des weiteren Amulette und primitive Masken nach iranischem Vorbild
An Kultgegenständen gab es Idole aus Gold und Elektron wie bei den Sarmaten und Alanen
was seine Hinrichtung durch seinen Bruder zur Folge hatte. [Bearbeiten]
um Münzen herzustellen
Einige Idole wurden vom Hunnenführer Grod um 528 eingeschmolzen
Literatur
Literaturhinweise zu Hunnen (http://www.orientarch.uni-halle.de/ca/tutorial/inf_hun2.htm) bei der Studienhilfe zur Archäologie und Kunst Mittelasiens. Bodo Anke
Studien zur reiternomadischen Kultur des 4. bis 5
Jahrhunderts
ISBN 3-930036-11-8. Reitervölker aus dem Osten
Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas 8 (Wilkau-Haßlau 1998)
Hunnen + Awaren
Burgenländische Landesausstellung 1996
Hunnen und Awaren
Germanen
Schloß Halbturn (Eisenstadt 1996). Wilfried Menghin (Hrsg.)
Schätze der Völkerwanderungszeit
Die Archäologie des 5. und 6
Jahrhunderts an der mittleren Donau und der östlich-merowingische Reihengräberkreis
ISBN 3-9801529-4-4. Maenchen-Helfen
Otto: Die Welt der Hunnen
Ausstellungskataloge des Germanischen Nationalmuseums (Nürnberg 1987)
E.A.: The Huns
Wiesbaden 1997. Thomson
1995 Karen Farrington: Atlas of Empires
Angus McBride: Attila and the Nomad Hordes
ISBN 3548364519 [Bearbeiten]
ISBN 3491961270 Peter Arens: Sturm über Europa
Thalamus Publishing 2002 David Nicolle
ISBN 0850459966 Magdalena Maczynska: Die Völkerwanderung
Siehe auch
Hunnenrede Attila [Bearbeiten]
Weblinks
2137247
HomePage der Ausstellung Reitervölker aus dem Osten
Burgenländische Landesausstellung 1996 (http://www.nhm-wien.ac.at/NHM/prehist/Stadler/Halbturn96/Index.html) Die Hunnen bei steppenreiter.de/ (http://steppenreiter.de/hunnen.htm) Liste der hunnischen Könige (http://www.ccs.uky.edu/~rakhim/doc_files/tangriqut.html) Hsiung-nu (http://www.allempires.com/empires/xiongnu/xiongnu1.htm) (englisch) ZDF: Der Hunnensturm über Europa (http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/31/0
Hunnen + Awaren
1872
00.html) da:Hunnerne en:Huns eo:Hunoj es:Huno fr:Huns he:×”×•× ×™×? it:Unni ja:フンæ—? ko:훈족 nl:Hunnen pl:Hunowie ro:Huni ru:Гунны sv:Hunner tt:Hunnar
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