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Diskussion : Herz-Lungen-Wiederbelebung
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Herz-Lungen-Wiederbelebung
Stichpunkte
Allgemein
beziehungsweise Kreislaufstillstand bedeutet höchste Lebensgefahr für den Patienten
Ein Atem-
Nur wenn es gelingt
beziehungsweise aufrecht zu erhalten
besteht eine Überlebenschance für den Patienten ohne irreversible neurologische Schädigungen
innerhalb der ersten drei bis fünf Minuten durch die Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) einen Notkreislauf in Gang zu bringen
so dass lebenswichtige Organe
durch die Beatmung das Blut mit Sauerstoff anzureichern und durch die Herzdruckmassage einen Blutkreislauf aufzubauen
wie das Gehirn
Ziel der Herz-Lungen-Wiederbelebung ist es
mit Sauerstoff versorgt werden
das Herz wieder mittels Medikamenten und durch die so genannte Defibrillation in Kombination mit der HLW in Gang zu setzen
Damit eröffnet man dem Rettungsdienst die Möglichkeit
Die Herz-Lungen-Wiederbelebung oder Kardiopulmonale Reanimation (engl
Cardiopulmonary Resuscitation
kurz CPR) ist daher die wichtigste Maßnahme in Kursen für lebensrettende Sofortmaßnahmen und Erster Hilfe
die im Jahr 2000 zeitgleich von der American Heart Association (AHA)
Im folgenden werden die Maßnahmen der Laienreanimation entsprechend den internationalen Standards (Guidelines for Cardiopulmonary Resuscitation) beschrieben
dargestellt
dem European Resuscitation Council (ERC) sowie der ILCOR veröffentlicht wurden
In Deutschland haben sich die in der Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe (BAGEH) vertretenen Hilfsorganisationen und der "Deutsche Beirat für Erste Hilfe und Wiederbelebung bei der Bundesärztekammer" im Jahr 2001 auf einen nationalen Konsens geeinigt
Grundlage der aktuellen Lehraussagen sind der wissenschaftliche (medizinische) Kenntnisstand sowie Erkenntnisse aus der Erwachsenenbildung
um die Hemmschwelle zur Hilfeleistung bei Ersthelfern möglichst niedrig anzusetzen
andererseits aber auch
Viele Schritte sind dabei vereinfacht worden; einerseits
um eine schnelle Hilfe zu gewährleisten
so dass die Pulskontrolle entfällt
Bei der Laienreanimation wird daher ein Atemstillstand auch immer mit einem Kreislaufstillstand gleichgesetzt
"Verbergen") 1 Ursachen eines Atem- oder Kreislaufstillstands 2 Erkennen 3 Gefahren 4 Sofortmaßnahmen 4.1 Übersicht 4.2 Vorbereitende Maßnahmen 4.2.1 Kontrolle des Bewusstseins 4.2.2 Atemkontrolle und frei machen der Atemwege 4.2.3 Suche nach weiteren Lebenszeichen 4.3 Durchführung der Wiederbelebung 4.3.1 Freimachen der Atemwege 4.3.2 Beatmung 4.3.2.1 Mund zu Nase Beatmung 4.3.2.2 Beatmungshilfen 4.3.3 Aufsuchen des Druckpunktes 4.3.4 Herzdruckmassage 4.3.5 Rhythmus der Wiederbelebung 4.4 Zweihelfer-Methode 4.5 Besonderheiten der HLW bei Säuglingen und Neugeborenen 4.5.1 Freimachen der Atemwege 4.5.2 Beatmung 4.5.3 Pulskontrolle 4.5.4 Aufsuchen des Druckpunkts 4.5.5 Herzdruckmassage 4.5.6 Rhythmus der Wiederbelebung 4.6 Besonderheiten der HLW bei Kleinkindern 4.6.1 Freimachen der Atemwege 4.6.2 Beatmung 4.6.3 Pulskontrolle 4.6.4 Aufsuchen des Druckpunkts 4.6.5 Herzdruckmassage 4.6.6 Rhythmus der Wiederbelebung 5 weitere Maßnahmen durch den Rettungsdienst 6 Ausbildung in der Herz-Lungen-Wiederbelebung 6.1 Laienreanimation 6.2 Mega Code Training 7 Geschichte der Wiederbelebung 8 Weblinks 8.1 Allgemein 8.2 Geschichte der Wiederbelebung 9 Siehe auch: [Bearbeiten]
den Mund zu inspizieren. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Ebenso wird aus Gründen der Einfachheit darauf verzichtet
Ursachen eines Atem- oder Kreislaufstillstands
beziehungsweise Kreislaufstillstand sind: Erkrankungen des Herzens Herzinfarkt
Angina Pectoris Herzrhythmusstörungen Ersticken / Verschlucken Ertrinken starker Blutverlust
Schock Hirnverletzungen Elektrounfall Vergiftung Versagen eines Herzschrittmachers [Bearbeiten]
Denkbare Ursachen für einen Atem-
Erkennen
Blauverfärbung der Lippen (Zyanose) Siehe auch: Auffinden einer Person [Bearbeiten]
keine Reflexe wie beispielsweise Zucken bei Berührung oder Zwicken Pulslosigkeit (Anmerkung: die Pulskontrolle wird von Sanitätern durchgeführt
Ein Kreislaufstillstand erkennt man an: Bewusstlosigkeit Atemstillstand Keine Lebenszeichen mehr vorhanden d.h. keine Atmung
Laien können der Einfachkeit halber im Notfall darauf verzichten) blasses Aussehen des Patienten
Gefahren
je nach Umgebungsbedingungen)
Da die Gehirnzellen empfindlich auf Sauerstoffmangel reagieren
besteht die Gefahr von bleibenden Hirnschäden innerhalb kurzer Zeit (3 bis 5 Minuten
Bei länger anhaltendem Sauerstoffmangel tritt der Tod ein
Mit jeder Minute
die verstreicht
verringert sich die Überlebenchance des Patienten. [Bearbeiten]
Sofortmaßnahmen
[Bearbeiten]
Übersicht
Maßnahme Neugeborene (1
Monat) Säuglinge (1
Lebensjahr) jüngere Kinder (1.-8
Lebensjahr) ältere Kinder / Erwachsene (ab 8 Jahren) Atemwege freimachen
Atmungskontrolle Schnüffelstellung (Nase wird zum "höchsten Punkt" von der Seite aus betrachtet) überstreckter Kopf (Kinn wird zum "höchsten Punkt" von der Seite aus betrachtet) Wichtig dabei ist
5 sec
dass das Kinn ebenfalls mit angehoben wird. Beatmung Beim 1. mal 2x Mund zu Mund und Nase Beatmungen jeweils über eine Länge von 1 bis 1
2 erfolgreiche Beatmungen in maxmimal 5 Versuchen
anschließend Brustmassage
eine Hand auf der anderen - Handballen Drucktiefe 1/3 der Brustkorbtiefe 1/3 bis 1/2 der Brustkorbtiefe 4-5cm oder 1/3 bis 1/2 der Brustkorbtiefe Geschwindigkeit 120 mal pro Minute 100 mal pro Minute Verhältnis Herzmassage zu Beatmung 3:1 5:1 15:2 Quelle: Empfehlung des Deutschen Beirates für Erste Hilfe und Wiederbelebung [Bearbeiten]
Carotispuls Druckpunkt der Herzdruckmassage Einen Finger breit unter der gedachten Linie zwischen den Brustwarzen untere Brustbeinhälfte Methode der Herzdruckmassage Mit beiden Händen den Brustkorb umfassen und mit beiden Daumen oder mit Zeige- und Mittelfinger Einhändig - Handballen Zweihändig
Bewegung
Oberarmpuls größer 60 Schläge pro Minute Atmung
Bewegung
kein drücken oder schlagen auf den Rücken in Bauchlage 5 Schläge auf den Rücken
anschließend Brustmassage
drücken auf den Oberbauch nach vorne gebäugt 5 Schläge auf den Rücken
Carotispuls größer 60 Schläge pro Minute Atmung
Husten
drücken auf den Oberbauch Blutkreislauf Zeichen der Kreislaufaktivität Oberarmpuls größer 60 Schläge pro Minute Atmung
Husten
5 sec Dauer. ab dem 2. mal 40 bis 60 mal pro Mintue 20 mal pro Minute 10 mal pro Minute Bei blockierten Atemwegen Absaugen
anschließend Brustmassage
Husten
Bewegung
kein drücken auf den Oberbauch in Bauchlage 5 Schläge auf den Rücken
Jede beatmung über 1 bis 1
Vorbereitende Maßnahmen
Atmung und Kreislauf) am Anfang der Maßnahmen. Bild nicht gefunden Schema: Auffinden einer Person [Bearbeiten]
Nach der Rettung aus dem Gefahrenbereich steht die Kontrolle der Vitalfunktionen (Bewusstsein
Kontrolle des Bewusstseins
Lautes Ansprechen und Anfassen (schütteln an der Schulter) des Patienten
liegt eine Bewusstseinsstörung vor
Reagiert der Patient nicht
Dies ist eine lebensbedrohliche Situation und es muss sofort ein Notruf abgesetzt werden (phone first). [Bearbeiten]
Atemkontrolle und frei machen der Atemwege
Bei der Bewusstlosigkeit erschlafft die Muskulatur des Patienten
dass der Patient an seiner eigenen Zunge erstickt
wenn diese die Atemwege verlegt
Es besteht die Gefahr
mit dem ein frei halten der Atemwege erreicht wird
Erste Maßnahme ist daher der so genannte lebensrettende Handgriff
Dazu fasst der Helfer den Patienten an Kinn und Stirn
hebt das Kinn an und beugt den Kopf vorsichtig nach hinten
Zur Atemkontrolle legt der Helfer seinen Kopf über Mund und Nase des Patienten mit Blickrichtung in Richtung Brustkorb
den Luftzug der Atmung mit der Wange zu fühlen oder das Heben und Senken des Brustkorbs zu sehen
Der Helfer versucht ein Atemgeräusch zu hören
Atmet der Patient nicht
so wird dieser zwei mal beatmet (siehe unten)
Daran schließt sich als weitere Kontrolle die Suche nach weiteren Lebenszeichen an. [Bearbeiten]
Suche nach weiteren Lebenszeichen
Der Helfer sucht nach weiteren Lebenszeichen
wie beispielsweise das Einsetzen der Atmung oder ein Hustenreflex nach der durchgeführten Atemspende
Eine weitere Möglichkeit der Suche nach Lebenszeichen wäre die Kontrolle des Pulses
Die Pulskontrolle wird in der Laienausbildung nicht mehr gelehrt
dass die Pulskontrolle durch Laien fehlerhaft war und in vielen Fällen ein vorhandener Kreislaufstillstand nicht festgestellt wurde
Studien haben gezeigt
In Deutschland wird nach einer Empfehlung der BAGEH die Pulskontrolle nur noch in der Sanitätsausbildung gelehrt
ist mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung zu beginnen. Siehe auch: Auffinden einer Person Ganz wichtig: Notruf vor Beginn der Wiederbelebungsmaßnahme veranlassen (phone first)
Sind keine Lebenszeichen vorhanden
desto größer ist die Überlebenschance des Patienten. [Bearbeiten]
Je schneller der Rettungsdienst mit den erweiterten Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen kann
Durchführung der Wiederbelebung
Bei Motorradunfällen Helmabnahme vornehmen
Den Patienten flach in Rückenlage auf eine harte Unterlage legen
Brustkorb des Patienten frei machen. [Bearbeiten]
Freimachen der Atemwege
mit dem so genannten lebensrettenden Handgriff erreicht. [Bearbeiten]
Bild nicht gefunden Freie Atemwege am Kopfschnittmodell Ein Freihalten der Atemwege wird
wie oben bereits beschrieben
Beatmung
Bild nicht gefunden Mund zu Mund Beatmung Der Helfer kniet bei der Beatmung in Schulterhöhe dicht am Patienten
von dieser Position aus kann er leicht Beatmung und Herzdruckmassage durchführen
entweder Mund zu Nase oder Mund zu Mund Nach der ersten Beatmung hebt der Helfer seinen Oberkörper
2 mal Beatmen
wie sich der Brustkorb wieder senkt
Dabei beobachtet er
Gleichzeitig atmet er frische Luft ein
Dauer pro Beatmung circa 2 Sekunden
besteht die Gefahr
dann kontrolliert der Helfer zunächst ob der Kopf überstreckt ist und ob sich Fremdkörper im Mund befinden. Hinweis: Wird zuviel Luft hineingeblasen
dass Luft in den Magen gelangt und sich der Patient erbricht
beziehungsweise der Brustkorb hebt sich nicht
d. h. beim Erwachsenen zwischen 700 und 1.000 ml. Gelingt es nicht
Luft in die Lunge zu blasen
Das Volumen bei der Beatmung sollte rund 10 ml/kg Körpergewicht betragen
Erbrochenes kann dann die Atemwege verlegen. [Bearbeiten]
Mund zu Nase Beatmung
Der Kopf des Patienten bleibt ständig überstreckt
mit der anderen Hand fasst er an das Kinn und hebt den Unterkiefer an
Der Helfer legt eine Hand an den Haaransatz
Mit dem Daumen dieser Hand drängt er die Unterlippe gegen die Oberlippe und verschließt so den Mund
Der Helfer atmet normal ein
Dann setzt er seinen Mund so um die Nase des Patienten
dass seine Lippen die Nase abdichten
bis sich der Brustkorb (Thorax) hebt
Dann bläst er langsam Luft in die Nase des Patienten
blickt (schielt) der Helfer auf den Brustkorb des Patienten. [Bearbeiten]
Um dies zu kontrollieren
Beatmungshilfen
wie beispielsweise die so genannte Taschenmaske
gibt es Beatmungshilfen
Bild nicht gefunden Set mit Taschenmaske und Einweg-Schutzhandschuhen Um den Helfer vor Infektionen zu schützen und gleichzeitig eventuell vorhandenen Ekel zu überwinden
wenn der Helfer den Umgang mit der Beatmungshilfe regelmäßig übt
Diese lassen sich sinnvoll einsetzen
Gleichzeitig ist die Verwendung von Beatmungshilfen die einzige Möglichkeit zur Atemspende bei einer Vergiftung mit Kontaktgiften (Beispielsweise E 605)
Hier besteht sonst bei der Mund zu Mund- oder Mund zu Nase-Beatmung Lebensgefahr für den Helfer. Siehe auch: Beatmung [Bearbeiten]
Aufsuchen des Druckpunktes
mit Zeige- und Mittelfinger die unterste Rippe der Patienten auf
Bild nicht gefunden Aufsuchen des Druckpunktes Der Helfer sucht mit der Hand die den Füßen des Patienten am nächsten ist
Mit beiden Fingern zusammen tastet er sich nun an der untersten Rippe entlang bis er an die Stelle gelangt wo die Rippe auf das Brustbein (Sternum) trifft
Der Mittelfinger bleibt auf diesem Punkt
der Zeigefinger daneben auf dem Brustbein
aus der Richtung des Kopfes des Patienten aus kommend das Brustbein hinunter bis man direkt neben dem Zeigefinger angekommen ist
Mit der anderen Hand gleitet man
Mann sollte nun in der Mitte der unteren Hälfte des Brustbeins angekommen sein
Den Handballen der 1
Hand legt man nun auf den Handrücken der 2
Hand. [Bearbeiten]
Herzdruckmassage
Bei der Herzdruckmassage wird durch Druck auf das Brustbein das Herz gegen die Wirbelsäule gepresst
Dabei erhöht sich der Druck im Brustkorb und Blut wird aus dem Herzen ausgestoßen
Das Herz kann sich in der Entlastungsphase erneut mit Blut füllen
der Handballen der unteren Hand befindet sich auf dem vorher gesuchten Druckpunkt auf dem Brustbein des Patienten
Bei der Herzmassage legt der Helfer die Hände gekreuzt übereinander
was sonst zu Rippenbrüchen führen kann
damit wird Druck auf die Rippen vermieden
Die Finger sind gestreckt
Durch die richtige Körperhaltung wird die Herzdruckmassage für den Helfer erleichert
Der Helfer kniet neben dem Patienten
die Schulter des Helfers befindet sich senkrecht über dem Brustbein des Patienten und der Helfer drückt mit gestreckten Armen (Ellbogen durchdrücken). Bild nicht gefunden Herzdruckmassage 15 mal das Brustbein senkrecht in Richtung Wirbelsäule drücken
die Eindrucktiefe beträgt etwa 4 bis 5 Zentimeter
dass zwischen zwei Herzdruckmassagen richtig entlastet und kein Druck mehr auf den Brustkorb ausgeübt wird
Dabei ist darauf zu achten
Nur so kann sich das Herz wieder mit Blut füllen
Die angestrebte Frequenz der Herzdruckmassagen liegt bei 100 Kompressionen pro Minute
einen Blutdruck von mindestens 40 mm/Hg (diastolisch) aufzubauen
Ziel ist es
mit Sauerstoff versorgt werden. Hinweis: Beim Erwachsenen brechen bei der Herzdruckmassage nahezu immer einige Rippen
wie das Gehirn
damit die lebenswichtigen Organe
Genau betrachtet brechen bei korrekt gewähltem Druckpunkt die Verbindungen zwischen den Rippen und den Brustbein
Diese Bruchstelle stellt regelmäßig kein Risiko für den Patienten dar
kann dadurch Druck auf die Rippen ausgeübt werden und diese können an einer ungünstigeren Stelle brechen
Stimmt der Druckpunkt oder die Handhaltung nicht
Dabei können innere Organe verletzt werden
wenn die Verbindung zwischen Rippen und Brustbein verknöchert ist
Rippenbrüche sind vor allem bei älteren Patienten häufig
Auf jeden Fall muss der Helfer die Wiederbelebung fortsetzen
da diese die einzige Überlebenschance für den Patienten darstellt! [Bearbeiten]
Rhythmus der Wiederbelebung
Mit dem Rhythmus 2 Beatmungen/15 Herzdruckmassagen bis zur Ablösung durch weitere Helfer oder den Rettungsdienst fortfahren
Dabei sollte auf einen raschen Wechsel zwischen Beatmung und Herzdruckmassage geachtet werden. Die Herz-Lungen-Wiederbelebung darf nur beendet werden
der Rettungsdienst die weiteren Maßnahmen übernimmt oder ein Arzt dieses anordnet. Bei einer Unterkühlung wird die Wiederbelebung so lange fortgesetzt bis der Patient in der Klinik erwärmt wurde
wenn die Atmung wieder spontan einsetzt (bei Erwachsenen unwahrscheinlich)
Grundsatz: Niemand ist tot
solange er nicht warm und tot ist (No one is dead until he is warm and dead). [Bearbeiten]
Zweihelfer-Methode
Die Herz-Lungen-Wiederbelebung kann auch durch zwei Helfer ausgeführt werden
der zweite Helfer die Herzdruckmassage
Ein Helfer übernimmt dabei die Beatmung
ERC und ILCOR aus dem Jahr 2000 im selben Rhythmus wie die Einhelfermethode (2 Beatmungen und 15 Herzmassagen) durchgeführt
Diese wird nach den Empfehlungen von AHA
Zuvor war der Rhythmus der Zweihelfermethode 1 Beatmung auf 5 Kompressionen. [Bearbeiten]
Besonderheiten der HLW bei Säuglingen und Neugeborenen
beziehungsweise der Sauerstoffversorgung
Ursache für eine Reduzierung der Herztätigkeit beim Säugling sind meist Störungen der Atmung
der Frequenz und dem Volumen der Atmung
sowie der Herzfrequenz angepasst
Die Herz-Lungen-Wiederbelebung wird dabei entsprechend dem Alter
Bei Säuglingen haben die Maßnahmen der Wiederbelebung Vorrang vor dem Notruf
Ist man alleine
wird daher zunächst etwa eine Minute lang die Herz-Lungen-Wiederbelebung durchgeführt und erst danach der Notruf gemacht (phone fast)
die Atemfrequenz
beträgt beim Neugeborenen (bis 1
Die Zahl der Ein- und Ausamtmungen
Lebensmonat) rund 40 bis 45 pro Minute beim Säugling rund 40 pro Minute Das Atemvolumen beträgt beim Neugeborenen 30 bis 50 ml beim Säugling 50 bis 100 ml Die Herzfrequenz liegt beim Neugeborenen bei rund 120 bis 140 pro Minute Säugling bei 110 bis 130 pro Minute [Bearbeiten]
Freimachen der Atemwege
dass der Kopf nicht zu weit nach hinten gebeugt wird (so genannte Schnüffelstellung)
Bei Säuglingen und Kleinkindern ist besonders darauf zu achten
Das Kind sollte dazu am besten auf einen Tisch gelegt werden und der Nacken beispielsweise mit einer Windel unterlegt werden
Sichtbare Hindernisse entfernen. [Bearbeiten]
Beatmung
bis sich der Brustkorb hebt
jeweils nur leicht (vorsichtig) pusten
Anfangs 3 mal beatmen
Der Helfer setzt dabei seinen Mund über Mund und Nase des Kindes
Die Dauer der Beatmung beträgt circa 1
5 Sekunden
Später dann 1 mal beatmen im Wechsel mit 3 Herzdruckmassagen. [Bearbeiten]
Pulskontrolle
Bei Säuglingen wird die Pulskontrolle an der Innenseite der Oberarme (Arteria Brachialis) durchgeführt
muss die Herzdruckmassage auch bei einem Puls unter 80 angewandt werden
nicht atmenden Säuglingen (jünger als ein Jahr)
Bei bewusstlosen
Die Pulskontrolle ist nach circa einer Minute Wiederbelebung zu wiederholen
Da die Ursache meist bei der Störung der Atmung zu suchen ist
ist es bei einem Säugling oder Kleinkind wahrscheinlicher
dass die Herztätigkeit wieder einsetzt. [Bearbeiten]
Aufsuchen des Druckpunkts
Zum Aufsuchen des Druckpunktes legt man einen Finger an den unteren Rand des Brustbeins
Zwei weitere Finger platziert man kopfwärts daneben
Auf diese beiden Finger wird der Ballen der anderen Hand positioniert
Die Auflagefläche befindet sich dann am Übergang von unterem zu oberem Brustbeindrittel
Bei Schulkindern (ab 6 Jahren) entspricht das Vorgehen dem bei Erwachsenen. [Bearbeiten]
Herzdruckmassage
Die Herzdruckmassage wird mit 2 bis 3 Fingern einer Hand durchgeführt
Die angestrebte Frequenz der Herzdruckmassagen liegt beim Neugeborenen (im ersten Lebensmonat) bei 120 Kompressionen pro Minute
bei Säuglingen/Kleinkindern (1 Monat bis 8 Jahre) bei 100 Kompressionen pro Minute. [Bearbeiten]
Rhythmus der Wiederbelebung
Der Rhythmus der Wiederbelebung bei Neugeborenen (im ersten Lebensmonat); d.h. der Takt zwischen Beatmung und Kompression
da bei der Reanimation von Säuglingen und Kleinkindern die Gabe von Sauerstoff Priorität hat. [Bearbeiten]
soll bei 1:3 liegen
Besonderheiten der HLW bei Kleinkindern
Auch bei Kleinkindern vom ersten bis zum achten Lebensjahr wird die Herz-Lungen-Wiederbelebung entsprechend dem Alter
sowie der Herzfrequenz angepasst
der Frequenz und dem Volumen der Atmung
die Atemfrequenz
beträgt beim Kleinkind rund 25 bis 30 pro Minute Dar Atemvolumen beträgt beim Kleinkind 100 bis 200 ml Die Herzfrequenz liegt beim Kleinkind bei rund 100 bis 120 pro Minute [Bearbeiten]
Die Zahl der Ein- und Ausamtmungen
Freimachen der Atemwege
Zum Freimachen der Atemwege das Kinn mit ganzer Hand anheben und den Unterkiefer vorschieben. [Bearbeiten]
Beatmung
Anfangs 3 mal mit Mund zu Nase- oder Mund zu Mund-Beatmung beatmen
solange bis sich der Brustkorb hebt
5 Sekunden
Die Dauer der Beatmung beträgt circa 1
Später dann 1 mal beatmen im Wechsel mit 5 Herzdruckmassagen. [Bearbeiten]
Pulskontrolle
Bild nicht gefunden Pulskontrolle einseitig an der Halsschlagader Bei Kleinkindern wird die Pulskontrolle einseitig an der Halsschlagader (Karotis radialis) durchgeführt. Die Pulskontrolle jeweils nach circa einer Minute Wiederbelebung wiederholen. [Bearbeiten]
Aufsuchen des Druckpunkts
Zum Aufsuchen des Druckpunktes legt man einen Finger an den unteren Rand des Brustbeins
Zwei weitere Finger werden kopfwärts direkt danben platziert
Wiederum kopfwärts von diesen beiden Fingern positioniert man den Ballen der anderen Hand
sodass sich die Auflagefläche etwa am Übergang von unterem zu mittlerem Brustbeindrittel befindet. Bei Schulkindern (ab circa 6 Jahre) ist das Vorgehen bei der Suche des Druckpunktes identisch mit dem Vorgehen beim Erwachsenen. [Bearbeiten]
Herzdruckmassage
Die Herzdruckmassage wird mit dem Handballen einer Hand durchgeführt
Die angestrebte Frequenz der Herzdruckmassagen liegt bei 100 Kompressionen pro Minute. [Bearbeiten]
Rhythmus der Wiederbelebung
Der Rhythmus der Wiederbelebung bei Kleinkindern beträgt 1 Beatmung/5 Herzdruckmassagen. [Bearbeiten]
weitere Maßnahmen durch den Rettungsdienst
Intubation und Sauerstoffgabe Medikation: Adrenalin Defibrillation siehe auch Überlebenskette (Chain of survival) [Bearbeiten]
Ausbildung in der Herz-Lungen-Wiederbelebung
[Bearbeiten]
Laienreanimation
Zum Erlernen der Wiederbelebungsmaßnahmen ist der Besuch eines Erste Hilfe-Kurses bei einer Hilfsorganisation empfohlen
unter anderem auch für Angehörige von Herzpatienten
Auch Krankenhäuser bieten spezielle Kurse zum Erlernen der Herz-Lungen-Wiederbelebung an
Das Schema für Laien bei der Reanimation ist dabei bewusst einfach gehalten
Geübt wird beispielsweise auch mit Hilfe von Musik
damit die Herzmassage mit der richtigen Frequenz durchgeführt wird
Gruppendynamische HLW
wenn mehrere Personen gleichzeitig an Übungsphantomen arbeiten
Das nennt sich dann Audiosuggestives Reanimationstraining oder
macht die Herzmassage übrigens automatisch im richtigen Takt. [Bearbeiten]
Wer beim Üben der HLW das Lied Yellow Submarine der Beatles vor sich hinsummt
Mega Code Training
In der Rettungsdienstausbildung findet das so genannte Mega Code Training statt
Medikation und Defibrillation mit ein. [Bearbeiten]
Sauerstoffgabe
und Absaugung sowie EKG-Diagnostik
Das dort erlernte Ablaufschema schließt beispielsweise erweiteterte Maßnahmen wie Atemwegsmanagement mit Intubation
Geschichte der Wiederbelebung
Schon seit Jahrhunderten versucht man
Menschen
wieder ins Leben zurückzurufen
welche keine klaren Lebenszeichen mehr geben
1500 v
leblose Personen durch laute Ansprache
Atemspende und (selten) Thoraxkompression zu reanimieren. Von Konfuzius (China
Dabei traten gehäuft Versuche auf
Berührung
Chr.) ist das folgende Zitat überliefert "Der Retter eines Menschen ist größer als der Bezwinger einer Stadt". Trotz wachsender Erkenntnisse über die Funkionen des menschlichen Körpers und die Zusammenhänge von Atmung und Blutkreislauf entstanden Wiederbelebungsmethoden eigentümlichster Art und die Atemspende geriet immer wieder in Vergessenheit
Bereits 3000 v
Chr. hatten Hebammen die Atemspende bei Neugeborenen angewandt
Ein Erfinder der Atemspende ist nicht bekannt
man weiß nur
dass die Methode uralt ist und auch im Alten Testament der Bibel erwähnt wird
Im 2
Buch der Könige
4
32-35 (etwa 700 v
da lag der Knabe tot auf seinem Bett
Chr.) heißt es: "Und da Elisa ins Haus kam
siehe
Und stieg hinauf und legte sich auf das Kind
und legte seinen Mund auf des Kindes Mund
dass des Kindes Leib warm ward
und seine Augen auf seine Augen und seine Hände auf seine Hände und breitete sich so also über ihn
Da schnaubte der Knabe siebenmal; darnach tat der Knabe die Augen auf." Lange Zeit bestimmte die Lehre des Galen von Pergamon aus der Zeit der Spätantike die Vorstellungen von den Vorgängen im menschlichen Körper
Erst im 17
Jahrhundert wurde Galens Lehre von William Harveys Entdeckung des Blutkreislaufes abgelöst
Dieser beschrieb zum ersten Mal schlüssig und zusammehängend den Blutkreislauf und die Aufgabe des Herzens als Druckpumpe
Zuvor hatte bereits Andreas Vesalius Galens Fehler aus der Tieranatomie verbessert
Die Londoner Royal Society demonstrierte 1667 die künstliche Beatmung anhand des geöffneten Brustkorbs eines Hundes und der dabei sichtbaren Belüftung der Lunge
An einem Bergmann führte 1744 der Chirurg Tossach erstmals eine erfolgreiche Mund-zu-Mund-Beatmung durch
dass die Beatmung mit reinem Sauerstoff noch effizienter ist
1775 erkannte John Hunter
Alle neuen Erkenntnisse wurden jedoch nicht konsequent in der Wiederbelebung umgesetzt
Um 1750 gab es in den Niederlanden den Beruf des Fassrollers
Aus der Nordsee Gerettete wurden dabei bäuchlings auf ein Fass gelegt
welches hin und her gerollt wurde
aus heutiger Sicht
kuriose Empfehlungen zur Wiederbelebung
Auch sonst gab es
warme Luft mit einem Blasebalg oder einer Klistierspritze in die Gedärme zu blasen
Beispielsweise die Empfehlung
Oder das Einblasen von Tabakrauch in den Darm
seinen Mund auf den Mund des Ertrunkenen einbringt und dazu sich eines abgebrochenen Pfeifenstils oder einer anderen Röhre bedient
entweder mittels eines Blasebalgs oder
bei diesem sowohl des Odems
der eine gesunde Lunge hat
auf die Weise
als auch Tabakrauch aber muß ein anderer mit der einen Hand die Nase des Ertrunkenen zuhalten und mit der anderen über die Brust hin und her streichen und vornehmlich von der Herzgrube nach der Brust reiben und rücken." Bild nicht gefunden Wiederbelebung nach Sylvester: Einatmung (rechts) und Ausatmung (links) 1858 wurde zum ersten Mal die Wiederbelebung beschrieben
erlässt 1776 die folgende Anweisung zur Wiederbelebung: "Hierauf muss man Luft in den Mund blasen
dass ein Mensch
welches besser
Der spätere Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach
Carl August
Dabei handelte es sich um die Methode nach Sylvester
Diese Methode wurde 1896 durch Brosch modifiziert
Die Zunge wurde dabei aus dem Mund gezogen und am Kinn durch einen Nackenknoten festgebunden
dass die Daumen parallel sind und einander berühren
Nach der so genannten Sylvesterschen Atemübung folgten die Methoden nach Schäfer und 1871 die Methode nach Howard: Der Retter kniet rittlings über dem auf dem Bauch mit zur Seite gewandtem Gesicht liegenden Opfer und legt die Hände so auf dessen untere Rippen
der langsam zurückgenommen wird
so dass die Hände auf dem Rücken bleiben." 1904 erschien das Buch "Die Frau als Hausärztin" von Dr
Dann wird ein kräftiger Druck ausgeübt
und
ebenso das Herz
Anne Fischer-Dückelmann
dann plötzlich loslässt. - Dadurch wird das Herz hinauf und hinunter geschoben
erweitert
wenn es plötzlich wieder herabsinkt
wenn man mit beiden Handflächen die Eingeweide in die Höhe schiebt und nach links aufwärts drückt
in dem eine Anleitung zur Herzmassage zu finden ist: "Indirekte Herzmassage: Das Zwerchfell wird beeinflusst
durch die Erhebung des Zwerchfelles aber die Brusthöhe zuerst vereengt
Ist noch ein Funken Leben vorhanden
so sind solche Anrgungen wohl imstande
Atmung und Herzschlag wieder in Gang zu bringen
Bei verunglückten Kindern können Frauen diese 'erste Hilfe bei Unglücksfällen' wohl zur Anwendung bringen." Bild nicht gefunden Brustdruckverfahren nach Howard-Thomsen: Ausatmung von vorne (links)
Ausatmung (Mitte)
Einatmung (rechts)
Alle drei Methoden blieben bis etwa 1938 Grundlagen für die Wiederbelebung
1938 kam die Dehnung des Brustkorbes in Seitenlage nach Kohlrausch hinzu
Fast drei Jahrzehnte später
wurde das bereits 1943 entwickelte so genannte Brustdruckverfahren nach Howard-Thomsen Standard der Wiederbelebung
Ende der 1960er Jahre
dass mit der Ausatemluft des Helfers ein ausreichender Gasaustausch erzielt werden konnte
Diese Art der Wiederbelebung wurde noch bis Anfang der 1980er-Jahre gelehrt. Ein entscheidender Schritt in Richtung einer effektiveren Wiederbelebung gelang 1954 James Elam
als dieser zeigte
Erstmals hat Peter Safar im Jahr 1958 in einer vergleichbaren Untersuchung die Ineffektivität der bisherigen Methoden und die Wirksamkeit der Herz-Lungen-Wiederblebung wissenschaftlich belegt
und erprobte die Wirksamkeit seiner Kardiopulmonalen Reanimation an freiwilligen Kollegen aus seinem Forschungsteam
dass nur eine Kombination aus Herzdruckmassage und Beatmung erfolgreich sein kann
Der gebürtige Wiener erkannte
Bei einer Reise nach Norwegen lernte Safar den Spielzeugfabrikanten Asmund Laerdal kennen
Gemeinsam entwickelten Safar und Laerdal die so genannte "Resusci-Anne"
Mit dieser einfachen Puppe wurde es möglich
auch Laien in der Herz-Lungen-Wiederbelebung auszubilden. [Bearbeiten]
Weblinks
[Bearbeiten]
Allgemein
Die Leitlinien 2000 für die Cardiopulmonale Reanimation (http://www.anr.de/de/schwerpunktthemen/cpr/leitlinien.jsp) (Arbeitkreis für Notfallmedizin und Rettungswesen an der LMU München) Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe (http://www.bageh.de) - BAGEH Aussagen zur Wiederbelebung (http://www.bageh.de/Themen_A_-_Z/Reanimation/Dt._Reranimation_2002_bageh.pdf) American Heart Association (http://www.americanheart.org) (englisch) European Resuscitation Council (http://www.erc.edu) Deutsche Herzstiftung (http://www.herzstiftung.de) Interessante Zusammenfassung zur CPR (http://www.cardioanaesthesie.de/Reanimation/reahaupt.htm) Ablauf der Reanimation für Sanitätshelfer (http://www.killas.org/html/reanimation.html) [Bearbeiten]
Geschichte der Wiederbelebung
erschienen in der "Wiener klinischen Wochenschrift" Aktuelle Probleme der künstlichen Beatmung (http://www.dlrg.de/Gliederung/Nordrhein/Koeln/RRH-Sued/pdf/beatmung.pdf) Sonderdruck aus der "Ärztlichen Praxis" aus dem Jahr 1960 Geschichte der modernen Notfallmedizin (http://www.adac.de/images/ADAC_LR2_019-025_tcm8-70033.pdf) [Bearbeiten]
Nachruf auf Peter Safar (http://www.springer.at/periodicals/article_pdf/xxxxxxxxx156xxxxxx340109_1.pdf)
Siehe auch:
Erste Hilfe Atemspende Auffinden einer Person - Notruf - Rettungskette - Überlebenskette Herz - Blutkreislauf - Lunge - Atmung - Beatmung Rechtliche Aspekte bei Hilfeleistung Defibrillation - Intubation - Adrenalin - Vasopressin - Asystolie - plötzlicher Herztod Bitte beachten Sie auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen! - Zum Portal Medizin Vorlage:Commons en:Cardiopulmonary resuscitation fr:Réanimation cardio-pulmonaire it:Rianimazione cardiopolmonare
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