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Diskussion : Hauptprozessor
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Hauptprozessor
Stichpunkte
Allgemein
im allgemeinen Sprachgebrauch oft auch nur als Prozessor
ist der Teil eines Computers
in einigen Kontexten auch als Zentraleinheit (ZE) bezeichnet
englisch Central Processing Unit oder kurz CPU
zu erkennen der CPU-Kern (die) Der Hauptprozessor
Bild nicht gefunden Eine geöffnete AMD 486 DX2 66-MHz-CPU
der alle anderen Bestandteile steuert
Das Verhalten der CPU wird dabei von einem Programm in Form von Maschinencode bestimmt
sowie das ausführen von Sprüngen im Programm
Zu den zentralen Aufgaben der CPU gehören arithmetische Operationen
das Lesen und Schreiben von Daten im Arbeitsspeicher
der alle Bausteine der CPU auf einem Mikrochip vereinigt. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Die moderne Form der CPU ist der Mikroprozessor
"Verbergen") 1 Allgemeines 2 Entwicklung 3 Variationen 4 Design und Fertigung aktueller CPUs 5 Anwendungsbereich 6 Sonstiges 7 Siehe auch 8 Weblinks [Bearbeiten]
Allgemeines
CPUs sind der zentrale Bestandteil eines jeden Computers
Die Verarbeitung von Daten
die Ausführung von Programmen
geschieht in der CPU
Dazu verfügt eine CPU über einen Programmzähler
von der gerade Maschinencode gelesen wird
der auf die Speicherstelle zeigt
Der gelesene Maschinencode wird vom Befehlsdecoder gegebenenfalls in einzelne Arbeitsschritte zerlegt und an die weiteren Einheiten der CPU verteilt
also Einheit für arithmetische und logische Funktionen) ausgeführt
Rechenoperationen und logische Verknüpfungen werden von der ALU (Arithmetic Logic Unit
ebenso wie Informationen über das letzte Rechenergebnis (z. B. ob das Ergebnis Null war)
Zwischenergebnisse werden in Registern gespeichert
Die Branch-Unit (Sprungeinheit) kann auf die Informationen des Rechenergebnisses (auch Flags genannt) zugreifen und Programmverzweigungen auslösen
also das Programm an einer anderen Speicherstelle fortsetzen lassen. [Bearbeiten]
Entwicklung
In den 1940er Jahren bestand das Rechenwerk eines Computers zunächst aus Relais und mechanischen Bauelementen
die langsam und äußerst störanfällig waren
Die ersten Computer waren also elektromechanische Rechner
Computer mit Hilfe von Röhren zu bauen
Noch in den 40ern begann man damit
Die Rechner wurden schneller und störunanfälliger
so reifte die Technik im Laufe der 50er Jahren immer mehr aus
aus Steuergeldern finanzierte Einzelprojekte
Waren diese Rechner anfangs teure
Röhrenrechner wurden nach und nach zu Massenartikeln
die für Universitäten
Forschungseinrichtungen und Firmen durchaus erschwinglich waren
war es unabdingbar
die Anzahl der benötigten Röhren auf ein Mindestmaß zu reduzieren
Um dieses Ziel zu erreichen
Aus diesen Grund setzte man Röhren nur dort ein
wo sie unabdingbar waren
So begann man damit
Hauptspeicher und CPU-Register auf einer Magnettrommel unterzubringen
Rechenoperationen seriell auszuführen und die Ablaufsteuerung mit Hilfe einer Diodenmatrix zu realisieren
Ein typischer Vertreter dieser Rechnergeneration war der LGP-30 (http://www.informatik.uni-stuttgart.de/ifi/cs/dev/lgp30/LGP-30.html)
In den frühen 60ern wurden die Röhren dann von den Transistoren verdrängt
Anfangs wurden die CPUs aus einzelnen Transistoren aufgebaut
Im Laufe der Jahre brachte man aber immer mehr Transistorfunktionen auf ICs unter
schließlich dann sogar Registerbänke und Rechenwerke auf einem Chip
integrierte man immer häufiger auch ganze Register und Funktionseinheiten wie Addierer und Zähler
Waren es zunächst nur einzelne Gatter
führte dann fast zwangsläufig zu dem
Diese zunehmende Integration von immer mehr Transistor- und Gatterfunktionen auf einem Chip
was heute als Mikroprozessor bekannt ist
Als Erfinder des Mikroprozessors gilt die Firma Texas Instruments
die sich diese Idee auch patentieren ließ
Im Jahr 1971 stellte Intel mit dem 4004 die erste CPU auf einem Chip vor
Der Mikroprozessor war geboren
war der 4004 aber nicht gerade besonders leistungsfähig
Mit nur 4 Bit breiten Registern und einer Taktfrequenz von knapp über 100 kHz
Seine im Vergleich mit den klassischen CPUs äußerst kompakte Bauform verhalf dem Mikroprozessor aber schließlich trotzdem zum Durchbruch
Ursprünglich war der 4004 eine Auftragsentwicklung für den japanischen Tischrechnerhersteller Busicom
Intels Projektleiter Ted Hoff hatte die Idee
das Herz dieses Tischrechners in Form eines programmierbaren Bausteins zu realisieren
war eigentlich nicht beabsichtigt
Dass dabei die erste universell einsetzbare Einchip-CPU der Welt herauskam
woraufhin Intel mit der Vermarktung des 4004 begann
Da Busicom damals in finanziellen Schwierigkeiten steckte
bot man Intel den Rückkauf des 4004-Designs an
Der 4004 wurde zum ersten kommerziellen Microprozessor der Welt. [Bearbeiten]
Variationen
Im Laufe von immer höheren Integrationsdichten der Halbleiterbausteine haben die Entwickler von CPUs weitere Funktionen in der Hardware realisiert
insbesondere bekamen die meisten CPUs weitere Befehle implementiert
um umfangreiche Berechnungen (z. B
Dadurch wurden die CPUs immer leistungsfähiger
Audio- und Videobearbeitung) zu vereinfachen
Auf der anderen Seite haben ältere CPUs und Mikrocontroller häufig nur wenige Register und einen eingeschränkten Befehlssatz (die komplexesten Operationen sind zum Teil Addition und Subtraktion)
Für einfache Anwendungen (z. B
da sich alle anderen Funktionen allein durch die Addition und Subtraktion implementieren lassen (z. B
Steuerung einer einfachen Maschine) reicht diese Komplexität jedoch aus
Multiplikation durch mehrmaliges Addieren). [Bearbeiten]
Design und Fertigung aktueller CPUs
übereinander liegenden Schichten von dotiertem Silizium
welches Millionen von Transistoren bildet
deren Schaltvorgänge die Rechenleistung bereitstellen
Moderne CPUs bestehen üblicherweise aus mehreren
CPUs werden auf Grund ihrer unterschiedlichen Anwendungsbereiche an den jeweiligen Einsatzbereich angepasst
geringe Leckströme und einen niedrigen Energieverbrauch aufweisen müssen
Beispielsweise müssen Spezialversionen für Luft- und Raumfahrt besonders hohen Temperaturen und Strahlungsexposition im laufenden Betrieb fehlerfrei Stand halten
während Mobilprozessoren eine hohe IPC-Rate
Diesen Bedürfnissen wird auf verschiedene Arten und Weisen Rechnung getragen: So wird bereits mit der Auswahl des Befehlssatzes (CISC oder RISC) eine fundamentale Entwurfsentscheidung getroffen
deren Implikationen in den jeweiligen Spezialartikeln näher erläutert werden
Speicherbandbreite und -latenzen sowie die internen Funktionseinheiten angepasst werden sollte
welcher optimal an Randbedingungen wie Cachegrößen
Anschließend wird ein möglichst effizienter Mikrocode entwickelt
welcher die Leiterbahnen routet
Anschließend wird der logische Entwurf des Prozessors (er liegt in einer C-ähnlichen Programmiersprache vor) an einen Hochleistungscomputer übergeben
d. h. eine optimale Anordnung mit möglichst wenig Transistoren sowie minimaler Verlustleistung zu ermitteln sucht
Da diese Routingprobleme NP-vollständig sind
die sich im Detail noch erheblich verbessern lassen. Aus diesen Bahnberechnungen werden sehr teure Masken erstellt
sind nur Näherungsberechnungen möglich
die anschließend geätzt werden
die unter Anwendung kurzwelligem UV-Lichts (heute 193 nm; bald: 157 nm; Zukunft EUV?) zur Belichtung von Wafern eingesetzt werden
Die Fertigung eines heutigen Mikroprozessors umfasst weit über 100 Einzelschritte
in deren Verlauf bereits ein Fehler den gesamten Prozessor unbrauchbar machen kann
wobei anhand eines für jeden Prozessortyp individuell entwickelten Testprogramms physikalische Eigenschaften wie Signalpegel bei verschiedenen Takten überprüft werden
In der Endkontrolle werden die Prozessoren schließlich hinsichtlich ihrer Taktfestigkeit klassifiziert
Hierbei wird besonders auf laufzeitkritische Signalwege auf dem CPU-Die geachtet
Wenn ein Signal über einen bestimmten Signalweg nicht schnell genug läuft
sprich man von einem Speed Path
um die logischen Anforderungen des CPU-Designs zu erfüllen
dass das Signal bei weiterer Steigerung der Taktfrequenz nicht mehr rechtzeitig dort ankommen würde
wo es gebraucht wird
Vereinfacht gesagt heißt das
wie auch eine CPU einer ist
Solche Speed Paths begrenzen die Taktfrequenz alle komplexen Logikbausteine
was die übertragenen Daten korrumpieren und beispielsweise beim Entpacken von JPEG-Bildern zu Datenmüll führen konnte [Details (http://www.gordonfamily.com/AMD/)]
kann das fatale Folgen haben: So zeigten verschiedene Revisionen des K6 aufgrund von Streuungen in der Fertigungsqualität einen durch einen übersehenen Speed Path verursachten Fehler in der MMX-Einheit
Bleibt ein solcher Speed Path unentdeckt
Auch die Firma Intel hatte schon ähnliche Probleme
So musste im Jahr 2001 der grade erst vorgestellte Pentium III mit der Taktfrequenz von 1.13 GHz zurückgerufen werden
weil Intel einen Speed Path übersehen hatte
Allgemein lässt sich feststellen
dass der Validierungsaufwand moderner Prozessoren bereits gewaltige Ausmaße angenommen hat und trotz aller Anstrengungen nicht alle Fehlersituationen vor der Auslieferung überprüft werden
Daher liefern alle Hersteller so genannte Errata-Listen
in denen Fehler aufgelistet werden
welcher auf eine kleine Auslassung beim Füllen einer im Prozessor hartverdrahteten Matrix für die FPU zurückzuführen ist
So musste beispielsweise Intel den berühmten FDIV-Bug in frühen Pentium-CPUs eingestehen
wobei die gängigsten Betriebssysteme für den Anwender nur maximal 64
meist aber nur 32 Bit unterstützen
Im Laufe der Zeit vergrößerte sich auf Grund der immer besser werdenden Technik die Anzahl der vom Prozessor unterstützten Befehle. Heute finden sich überwiegend 32- bis 64-Bit-Prozessoren
waren die ersten 32-Bit-Prozessoren der Intel 80x86-Familie. Mit UNIX stand schon in den 70er Jahren ein 32-Bit-fähiges Betriebssystem zur Verfügung
Daran lässt sich schon erkennen
dass die Software im Falle der Prozessoren der Hardware hinterherhinkt. Die 386er
die in den 80er Jahren entwickelt wurden
Der Hard- und Softwarehersteller Apple hatte 1984 mit dem System des Macintosh ein echtes 32-Bit-Betriebssystem eingeführt
Commodore und Atari folgten 1985 mit ihren Betriebssystemen AmigaOS und TOS; allerdings lief jedes der Systeme nur auf den vom jeweiligen Hersteller gebauten
auf Motorola-CPUs basierenden PCs
Die Firma Microsoft brachte erst 1993 mit Windows NT 3.1 ein 32-Bit-Betriebssystem auf den Markt
Das freie
auf der GNU basierende Linux war schon seit Anfang seiner Entwicklung im Jahr 1991 ein 32-Bit-Betriebssystem
Linux wurde zuerst auf 386er Prozessoren entwickelt und dann auf andere Prozessoren (32 und auch 64 Bit) portiert. [Bearbeiten]
Anwendungsbereich
wobei für eine genauere Diskussion dieser Thematik der entsprechende Artikel empfohlen wird
Im Bereich der Personalcomputer ist die historisch gewachsene x86-Architektur weit verbreitet
Uhren
Druckern sowie einer Vielzahl elektronisch gesteuerter Geräte. [Bearbeiten]
Interessanter und weniger bekannt ist der Einsatz von Embedded-Prozessoren und Microcontrollern beispielsweise in Motorsteuergeräten
Sonstiges
die für die Anwendung in einem bestimmen Bereich konstruiert werden. CISC-Prozessoren (englisch Complex Instruction Set Computing = kompletter Befehlssatz): Allgemein gehaltene Prozessoren
Man unterscheidet grundsätzlich verschiedene CPU-Architekturen: RISC-Prozessoren (englisch Reduced Instruction Set Computing = reduzierter Befehlssatz): Spezialprozessoren
die für jeden Anwendungsbereich geeignet sind. Mit folgenden Buskonzepten: Von-Neumann-Architektur: Ein Bus für Daten UND Programmcode (z. B
CISC-Prozessoren). Harvard-Architektur: Ein oder mehrere getrennte Busse für Daten und Programmcode
Teilweise mit mehreren ALUs zur parallelen Verarbeitung großer Datenmengen (z. B
Digitale Signalprozessoren). [Bearbeiten]
Siehe auch
Computer Mikroprozessor Mikrocontroller Mikroprogrammierung Notebookprozessor Hyperthreading Ring (CPU) Kategorie CPU-Hersteller [Bearbeiten]
Weblinks
CPU Grundlagen (http://www.itse-guide.de/artikel/12) CPU Überblick und Grundlagen (http://www.stickybit.de/wissen/computer/grundlagen/cpu/) cpu-collection.de - umfangreiche Sammlung von CPUs mit detailierten Bildern und Beschreibungen (http://www.cpu-collection.de/) cs:Procesor da:Central Processing Unit en:Central processing unit es:CPU fi:Suoritin fr:Processeur he:מעבד hr:Procesor hu:CPU it:CPU ja:CPU ko:중앙처리장치 la:Processor centralis ms:Unit Pemproses Pusat nl:Processor no:CPU pl:Jednostka centralna (procesor) pt:CPU sk:Základná jednotka sv:CPU th:หน่วยประมวลผลà¸?ลาง uk:Центральний процеÑ?ор zh:ä¸å¤®å¤„ç?†å™¨
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