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Diskussion : HIV
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HIV
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Allgemein
Als HIV (Human Immunodeficiency Virus
aus dem Englischen für: Menschliches Immun-Schwäche-Virus) wird das Virus bezeichnet
welches die Krankheit AIDS (siehe dort) auslösen kann
Es gehört zur Klasse der Retroviren
da es als Retrovirus in der Lage ist
Eine Eliminierung des HI-Virus aus menschlichen Körper ist nicht möglich
sein Genom in das Genom seines Wirtes einzubauen
Eine Infektion führt zu einer lebensbedrohlichen
chronischen Erkrankung
In Deutschland leben rund 43 000 Menschen mit HIV
darunter etwa 33 500 Männer
rund 9 500 Frauen und rund 400 Kinder
die frühere Benennungen wie Lymphadenopathie-assoziiertes Virus (LAV)
Jedes Jahr kommt es in etwa zu 2000 Neuinfektionen. Bild nicht gefunden HI-Virus
humanes T-Zell-Leukämie-Virus III (HTLV III) oder AIDS-assoziiertes Retrovirus (ARV) vereinheitlichte
das sich aus einer Immunzelle herauslöst HIV ist die von dem International Committee of Toxonomy of Viruses 1986 empfohlene Bezeichnung
und den Stamm HIV-2
HIV wird unterteilt in den weltweit vorkommenden Stamm HIV-1 mit den Subtypen A bis I sowie O
Während HIV-1 inzwischen weltweit verbreitet ist
kommt HIV-2 hauptsächlich in Westafrika vor
HIV-2 wurde 1986 entdeckt
HIV-1 wurde 1983 zum ersten Mal beschrieben [[1] (http://amedeo.com/lit.php?id=6189183)] [[2] (http://amedeo.com/lit.php?id=6601823)]
Beide Stämme ähneln sich im klinischen Verlauf und ihrer Pathogenität
unterscheiden sich jedoch im Molekulargewicht ihrer Proteine und in der Anordnung ihrer Gene. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
"Verbergen") 1 Infektionswege 2 Verlauf der HIV-Infektion 3 Struktur und Aufbau des HI-Virus 4 Replikationszyklus des HIV 4.1 Fusion mit der Wirtszelle 4.2 Einbau des HI-Virus Genoms in die Wirtszelle 5 Genetische Faktoren 6 HIV-Test 7 HIV-Therapie 7.1 Nukleosidanaloga 7.2 Nicht-Nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NNRTIs) 7.3 Proteaseinhibitoren 7.4 Fusionsinhibitoren 7.5 HAART 7.6 Wann mit HAART beginnen 8 HIV-Impfung 9 Weblinks 10 HIV/AIDS Kritik: [Bearbeiten]
sowie im elektronenmikroskopischen Bild
Infektionswege
Scheidenflüssigkeit
Sperma
Liquor und Muttermilch übertragen
Das HI-Virus wird mit den Körperflüssigkeiten Blut
Mund-
Nasen-
Vaginal- und Analschleimhaut) bzw. nicht ausreichend verhornte Stellen (Eichel
Schleimhäute (Bindehaut
noch blutende Wunden
Innenseite der Vorhaut)
Eintrittspforten sind frische
Die häufigsten Infektionswege sind ungeschützter sexueller Kontakt und die Benutzung nicht steriler Spritzen beim intravenösen Drogenkonsum
im Scheidensekret und im Blut ab
Wie hoch das Risiko beim Geschlechtsverkehr ist
hängt vor allem von der Viruslast in der Samenflüssigkeit
Diese ist unmittelbar nach der Infektion
bevor sich Antikörper gebildet haben
nimmt dann zunächst ab und steigt in späten Stadien der Erkrankung wieder an
besonders hoch
Bluttransfusionen sind ebenfalls eine mögliche Infektionsquelle [[3] (http://amedeo.com/lit.php?id=6132270)] [[4] (http://amedeo.com/lit.php?id=6133990)]
die allerdings heute in Deutschland durch die 1985 eingeführten Routine-Untersuchungen der Blutspender kaum noch Bedeutung hat [[5] (http://amedeo.com/lit.php?id=7491134)]
Aber auch hier ist ein Risiko vorhanden
da zwischen Ansteckung des Spenders und dem Nachweis im HIV-Test einige Wochen verstreichen
Das Risiko einer Infektion eines Kindes durch eine HIV-infizierte Mutter während der Schwangerschaft oder während der Geburt wird auf 15% bis 30% geschätzt
Bei bekannter HIV-Infektion der Mutter kann das Risiko der HIV-Übertragung auf das Kind durch die Gabe antiretroviraler Medikamente und die Geburt durch Kaiserschnitt beträchtlich gesenkt werden und wird in Deutschland mit ca
2% angegeben
Eine Übertragung des Virus beim Stillen ist ebenfalls möglich
wird als äußerst gering eingeschätzt
Die Gefahr
kann aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden
sich durch Zungenküsse anzustecken
Die HIV-Konzentration in Tränen
Schweiß und Speichel ist allen Erkenntnissen nach für eine Ansteckung zu niedrig
Eine Übertragung des Virus durch Insektenstiche oder durch Tröpfcheninfektion ist ebenfalls nicht bekannt
um sich beraten zu lassen und gegebenenfalls eine Postexpositionelle Prophylaxe durchzuführen. [Bearbeiten]
die einer akuten Ansteckungsgefahr ausgesetzt waren
die Übertragung durch blutsaugende Insekten ist jedoch nicht zu 100% auszuschließen. Menschen
sollten möglichst bald einen Arzt aufsuchen
Der epidemiologische Verlauf von AIDS lässt diese beiden Übertragungsmöglichkeiten bis jetzt absolut unwahrscheinlich erscheinen
Verlauf der HIV-Infektion
Eine unbehandelte HIV-Infektion verläuft in der Regel in mehreren Stadien
Wenige Tage nach Ansteckung kommt es zumeist zu einer akuten HIV-Infektion
Abgeschlagenheit
orale Ulzerationen
Diese ist durch Fieber
Pharyngitis oder Arthralgie gekennzeichnet
Hautauschläge
Wegen der Ähnlichkeit zu grippalen Infektionen bleibt die akute HIV-Infektion meist unerkannt
Eine frühe Diagnose ist jedoch wichtig
Durch sie können nicht nur weitere Infektionen von Sexualpartnern verhindert werden
die während der akuten HIV-Infektion antiviral behandelt wurden und nach einiger Zeit die Therapie absetzten
die auf ein geschwächtes Immunsystem zurückzuführen sind
zeigten
dass die HIV-spezifische Immunantwort der Patienten gestärkt werden konnte. [[6] (http://www.hiv-akut.de)] [[7] (http://amedeo.com/lit.php?id=11029005)] [[8] (http://amedeo.com/lit.php?id=11148221)] Die akute Infektion dauert selten mehr als 4 Wochen an. In der auf die akute Infektion folgenden chronischen Phase kommt es in der Regel zu einer Periode von mehreren Jahren
siehe AIDS)
Erste Studien an Patienten
in der der Patient klinisch symptomfrei bleibt. Danach kommt es zumeist zu Erkrankungen
jedoch nicht als AIDS-definierend gelten (CDC Klassifikation B
Im Median nach 8 bis 10 Jahren nach Erstinfektion kommt es zu einem schweren Immundefekt (< 200 CD4-Zellen/Mikroliter)
Dieser führt in der Regel zu AIDS-definierenden Erkrankungen (CDC Klassifikation C
siehe AIDS)
Pilze oder Parasiten bedingt sind
Bakterien
HIV-Enzephalopathie und das Wasting-Syndrom
malignes Lymphom
wie Kaposi-Sarkom
Zu diesen zählen opportunistische Infektionen
sowie andere Erkrankungen
die durch Viren
Nach individuell unterschiedlicher Zeit führen diese unbehandelt meist zum Tod
Ein schwerer Immundefekt bedeutet jedoch nicht
dass sofort AIDS auftritt
desto größer ist die Wahrscheinlichkeit
AIDS zu bekommen. [Bearbeiten]
Je länger ein schwerer Immundefekt vorliegt
Struktur und Aufbau des HI-Virus
Bild nicht gefunden Aufbau und Vermehrung des HIV Das HIV ist ein kugelförmiges Retrovirus und gehört zur Familie der Lentiviren
Infektionen mit Lentiviren verlaufen meist chronisch
mit langer klinischer Latenzzeit und unter Beteiligung des Nervensystems
Das Viruspartikel hat einen Durchmesser von etwa 100 nm und ist von einer Lipoproteinhülle umgeben
Eingebettet in diese Hülle sind 72 etwa 10 nm große env-Glykoproteinkomplexe
die aus einem externen Anteil (gp120) und einem Transmembranprotein (gp41)bestehen
Gp120 ist für die Bindung des Virus an die CD4-Rezeptoren der Zielzellen von entscheidender Bedeutung
Da die Hülle des HI-Virus aus der Membran der Wirtszelle entsteht
befinden sich in ihr ebenfalls verschiedene Proteine der Wirtszelle
z.B
HLA Klasse I und II Moleküle sowie Adhäsionsproteine
Die HIV-RNA liegt in zwei Kopien im Viruskapsid vor
Hier befinden sich die für die Vermehrung notwendigen Enzyme reverse Transkriptase (RT)
Integrase und Protease. Das Genom des HI-Virus ist deutlich komplexer als das anderer Retroviren
pol
Neben den drei üblichen retroviralen Genen (gag
vpu
tat
die hauptsächlich regulatorische Funktionen besitzen. [Bearbeiten]
env) besitzt das HI-Virus sechs zusätzliche (akzessorische) Gene (vif
rev
vpr
nef)
Replikationszyklus des HIV
die den CD4-Rezeptor auf der Oberfläche tragen
Zur Vermehrung benötigt das Virus Körperzellen
die beim Menschen für die so genannte zelluläre Immunabwehr zuständig sind und die Antikörperbildung unterstützen
Dies sind vor allem die CD4-tragenden T-Lymphozyten (T4-Zellen)
Makrophagen und dendritische Zellen CD4-Rezeptoren. [Bearbeiten]
Neben T-Lymphozyten besitzen auch Monozyten
Fusion mit der Wirtszelle
Um mit der Wirtszelle verschmelzen zu können binden die Oberflächenproteine gp120 an die CD4-Rezeptoren
der einer „Schnappfeder“ oder einer „Mausefalle“ ähnelt. [[9] (http://amedeo.com/lit.php?id=9108481)]
Durch die Bindung kommt es zu einer Konformationsänderung im Transmebranprotein gp41
ein Mechanismus
das die Konformationsänderung blockiert und somit die Anheftung des Virus erschwert (siehe unten) [[10] (http://amedeo.com/lit.php?id=9809555)]
Der neu entwickelte Wirkstoff T20 ist ein Peptid
Neben den CD4-Rezeptoren sind weitere Co-Rezeptoren an der Bindung des HI-Virus an die Zelle beteiligt
Der Chemokin-Rezeptor CCR5 an monozytären Zellen und CXCR4 Rezeptoren an T-Zellen ist an der Bindung beteiligt [[11] (http://amedeo.com/lit.php?id=8649511)] [[12] (http://amedeo.com/lit.php?id=8674120)] [[13] (http://amedeo.com/lit.php?id=8649512)] [[14] (http://amedeo.com/lit.php?id=8629022)]
werden zurzeit getestet [[17] (http://amedeo.com/lit.php?id=9334379)] [[18] (http://amedeo.com/lit.php?id=9334378)]
Die unterschiedliche Ausprägung dieser Rezeptoren beeinflusst den Verlauf der HI-Infektion und die Ansteckungswahrscheinlichkeit [[15] (http://amedeo.com/lit.php?id=8791690)] [[16] (http://amedeo.com/lit.php?id=9430590)]. Moleküle
die die CXCR4 Rezeptoren blockieren sollen
ist es bis zur Marktreife noch ein steiniger Weg. [Bearbeiten]
Da die Bedeutung dieser Rezeptoren für den Organismus jedoch noch nicht genau geklärt ist [[19] (http://amedeo.com/lit.php?id=9634238)]
Einbau des HI-Virus Genoms in die Wirtszelle
Das HIV baut zur Vermehrung sein RNA-Genom nach der so genannten reversen Transkription in doppelsträngige DNA in das Genom der Wirtszelle ein
Die Umwandlung von viraler RNA in provirale DNA im Cytoplasma der Wirtszelle durch das Enzym Reverse Transkriptase ist ein entscheidender Schritt im Reproduktionszyklus des Virus
Dieser Vorgang kommt ansonsten nicht in menschlichen Zellen vor
Daher ist das Enzym Reverse Transkriptase ein wichtiges Ziel therapeutischer Intervention und Ansatzpunkt zweier pharmakologischen Wirkstoffklassen
die Integrase an. als provirale
nicht integrierte HIV-DNA vor
Nach reverser Transkription schließt sich die Integration des Virus-Genoms in das menschliche Erbgut durch ein weiteres virales Enzym
ruhende CD4-positive T-Zelle jedem Angriff durch antivirale Medikamente [[20] (http://amedeo.com/lit.php?id=9144289)]
In diesem Zustand entzieht sich die infizierte
zum Beispiel im Rahmen gewöhnlicher oder einer opportunistischen Infektion
Zu einer Aktivierung dieser Immunzellen kommt es nach Antigenkontakt
Während die Zelle gegen einen anderen Krankheitserreger vorgehen will
beginnt sie Virusproteine zu produzieren und neue Viren freizusetzen
ist seine Wandlungsfähigkeit oder
besser gesagt
seine schnelle Evolutionsrate
Diese infizieren dann wiederum andere Zellen. Was das HI-Virus so außergewöhnlich überlebensfähig macht
Von den Influenza-Viren (Grippe) zum Beispiel entwickeln sich in derselben Zeit auf der ganzen Welt nicht einmal halb so viele neue Unterarten
bevor ihre Infektion erkannt oder von ihnen selbst bemerkt wird. [Bearbeiten]
da viele Infizierte unter Umständen noch jahrelang andere Personen infizieren
wie das HI-Virus in einem einzelnen Infizierten. Die lange Inkubationszeit von zehn Jahren ist ein Problem
Genetische Faktoren
dass Individuen trotz gleicher Infektionsquelle oft sehr unterschiedliche Krankheitsverläufe haben [[21] (http://amedeo.com/lit.php?id=915816)] deutet auf einen starken Einfluss von Wirtsfaktoren auf den Verlauf der Infektion hin. Neben der Ausbildung des Immunsystems scheinen auch einige genetische Faktoren eine Rolle zu spielen
Die Tatsache
So sind Individuen mit einem genetischen Defekt am CCR5-Rezeptor weitgehend resistent gegen HIV-Infektionen [[22] (http://amedeo.com/lit.php?id=8756719)]
Dieser Rezeptor dient als Co-Rezeptor bei der Fusion des Virus mit der Wirtszelle
die eine Infektion trotz Rezeptordefektes haben
Es wurden nur wenige Individuen gefunden
Sie infizierten sich mit HI-Viren
wie den CXCR4 Rezeptoren an T-Zellen
die andere Co-Rezeptoren benutzen
Homozygote Genträger dieser Deletion machen ca
1% der Bevölkerung aus
heterozygote Genträger etwa 20%
Heterozygote haben deutlich weniger CCR5 Rezeptoren und scheinen nach Infektion eine längere Überlebenswahrscheinlichkeit zu haben [[23] (http://amedeo.com/lit.php?id=8791590)]
dass 24 von ihnen offenbar gegen das HI-Virus immun sind
Der Aids-Forscher JJ Bouyao hat in Nairobi (Kenia) 600 Prostituierte untersucht
und dabei festgestellt
Der Grund dafür scheint nach Ansicht von Forschern in den Genen zu liegen
Offenbar ist ein Gen-Defekt dafür verantwortlich
in die Zellen einzudringen und sich zu verbreiten. [Bearbeiten]
der das Virus daran hindert
HIV-Test
Der Begriff HIV-Test steht für den Nachweis der An- oder Abwesenheit von Antikörpern gegen HIV-Proteine
die die Abwehr eingedrungener Krankheitserregers unterstützen
Wie gegen andere als "körperfremd" erkannte Eiweißmoleküle bildet das Immunsystem diese Stoffe
ist der Test "HIV-positiv"
Sind Antikörper vorhanden
d. h. es liegt eine HIV-Infektion vor
dass bei der getesteten Person keine HIV-Infektion vorliegt
Werden keine Antikörper nachgewiesen
lautet das Resultat des Testes "HIV-negativ" und bedeutet
Das generelle Problem beim HIV-Test ist die diagnostische Lücke: In der Zeit
die der Körper braucht
können solche auch nicht nachgewiesen werden und führen somit zu einem "falsch-negativen" Ergebnis
um die ersten Antikörper zu bilden
99% der Infizierten weisen dann bereits Antikörper auf
Die heute üblichen Tests können in der Regel zwölf Wochen nach der Infektion Antikörper nachweisen
In seltenen Fällen können aber noch Monate später falsche
auch negative Ergebnisse entstehen
Grundsätzlich gilt: Je länger der Zeitraum zwischen möglicher Ansteckung und Test
um so größer ist seine Aussagekraft
In Deutschland wird die Diagnose "HIV-positiv" durch zwei Tests gestellt: einen Suchtest und einen Bestätigungstest
Als Suchtest wird meist ein HIV-Elisa-Test durchgeführt
HIV-2 und HIV-1 Subtyp 0 im Blut nach
Dieser weist Antikörper gegen HIV-1
Für diesen Test werden von kommerziellen Herstellern Virusproteine in so genannten Elisa-Testplatten vertrieben
das so genannte Serum
in denen die HIV-Proteine auf dem Trägermaterial fixiert wurden. Von der zu testenden Blutprobe werden die Blutzellen abgetrennt und die verbleibende gelblich-klare Flüssigkeit
in eines der Näpfchen der Testplatte gegeben
Eine Testplatte besteht aus bis zu 96 kleinen Näpfen
die vom Immunsystem eines HIV-Infizierten gebildet wurden
heften diese sich an die HIV-Proteine
Wenn Antikörper im Serum vorliegen
Nach weiteren Arbeitsschritten verbleibt in den Näpfen von HIV-negativen Personen eine glasklare Flüssigkeit und bei HIV-infizierten Menschen eine gefärbte Flüssigkeit
Der Test wird maschinell und immer im Vergleich zu HIV-positiven und HIV-negativen standardisierten Seren abgelesen. Die Empfindlichkeit des Suchtests ist sehr hoch eingestellt
damit auch 'grenzwertig-positive' Seren entdeckt werden
Jedes im Suchtest als positiv oder grenzwertig aufgefallene Serum muss in einem Bestätigungstest überprüft werden. Als Bestätigungstest dient die Western-Blot-Methode (syn: Immunoblot)
Hierzu wird eine Reihe unterschiedlicher HIV-Proteine auf einen Teststreifen als Trägermaterial nebeneinander aufgebracht
Der Streifen wird in eine weitere Serumprobe eingelegt
heften sich diese an die Virusproteine
Wenn Antikörper gegen HIV vorhanden sind
Nach weiteren Arbeitsschritten werden dunkle Striche auf dem Teststreifen sichtbar
gegen welche Virusproteine der Mensch Antikörper gebildet hat
Sie zeigen an
Nach WHO-Empfehlung wird die Diagnose 'HIV-positiv' auf Grund von Antikörpern gegen zwei verschiedene Virusproteine gestellt
Auf diese Weise wird der zuvor positive oder grenzwertige Suchtest widerlegt oder bestätigt. Die Sensitivität des HIV-Test wird mit 99
9 % angegeben
dass von 1000 HIV-positiven Patienten 999 als solche erkannt werden und einer ein falsch negatives Ergebnis erhält
Dies bedeutet
Die Spezifität beträgt ebenfalls 99
9 %
Dies bedeutet
dass von 1000 nicht HIV-Positiven 998 ein negatives Ergebnis erhalten und 2 ein falsch positives Ergebnis
Dies bedeutet jedoch nicht
8 prozentiger Sicherheit eine Infektion nachweist
dass ein positiver Test mit 99
da dies von dem spezifischen Risiko des Patienten abhängt
dass von 10.000 getesten Personen ohne besonderes Risiko 5 Personen infiziert wären und auch einen positiven HIV-Test hätten
05%
Für die Allgemeinbevölkerung in Deutschland bedeutet dies bei einer Prävalenz von etwa 0
Allerdings würden von den 9995 Nicht-infizierten 10 falsch-positiv getestet
Der positive Vorhersagewert beträgt hier somit nur 33%! Für Menschen mit persönlichem Risiko erhöht sich dieser Wert jedoch dramatisch
Zudem kann mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) die Virus-DNA direkt nachgewiesen werden
da die Antikörper der Mutter durch die Plazenta in das Blut des Kindes gehen
und daher ein falsch positives Testergebnis entsteht
Diese Methode wird meist nach gestellter Diagnose zur Bestimmung der Viruslast angewandt. Bei Neugeborenen hat ein Antikörper-Test keine Aussagekraft
Daher ist die gängige Untersuchungsmethode bei Neugeborenen und Säuglingen die PCR
Zur Diagnostik einer akuten HIV Infektion dient ein positiver HIV-RNA Test (z.B. durch eine PCR) und ein negativer Antikörper Test. [[24] (http://amedeo.com/lit.php?id=12004270)] [Bearbeiten]
HIV-Therapie
Die Behandlung einer HI-Infektion wird unter dem Begriff Antiretrovirale Therapie (ART) zusammengefasst
Da das Virus schnell gegen einzelne Medikamente Resistenzen entwickelt
hat sich die Therapie mit mehreren Medikamenten gleichzeitig durchgesetzt
Hier für wurde der wenig medizinische Begriff der Highly Active Antiretroviral Treatment (HAART) gewählt
HAART kann das Leben HI-Infizierter deutlich verlängern
Doch es bewirkt keine Wunder: Eine vollständige Elimination (Eradikation) aller Viren und damit eine Heilung ist bisher nicht möglich
Zudem können schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten
da dies zur Resistenzbildung führen kann
so sollte sie nicht mehr abgesetzt werden
Wenn einmal eine HAART begonnen wurde
Aus dem selben Grund ist eine regelmäßige Tabletteneinnahme unumgänglich (siehe Adherence)
Nichtnukleosidische Reverse Transkriptase Inhibitoren (NNRTI) und Protease Inhibitoren (PI)
Daraus ergibt sich eine hohe Belastung für den Patienten. Zur Zeit werden drei Wirkstoffklassen angewendet: Nukleosid- und Nukleotidanaloga (NRTI)
Zudem gibt es mit der Substanz T-20 eine neue Wirkstoffklasse der Fusionsinhibitoren. [Bearbeiten]
Nukleosidanaloga
umgangssprachlich „Nukes“) genannt haben ihren Ansatzpunkt am HIV-Enzym Reverse Transkriptase
Nukleosidanaloga
auch Nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NRTI
bevor diese von einem weiteren viralen Enzym
der Integrase in die DNA der Wirtzelle eingebaut wird
Das Enzym "übersetzt" das virale RNA-Genom in doppelsträngige DNA
von denen sie sich durch Modifikationen am Zuckermolekül unterscheiden
Als alternatives Substrat konkurriert die NRTI mit den physiologischen Nukleosiden
da die NRTI die Struktur der Doppelstrangbindung behindert
Durch ihren Einbau kommt es zum Kettenabbruch der DNA
Die Wirkstoffe AZT und D4T sind Thymidin-Analoga
DDC und 3TC sind Cystidin-Analoga
während DDI ein Inosin und Abacavir ein Guanosin-Analogon ist
Eine Kombination von AZT und D4T bzw
da sie den selben Ansatzpunkt haben. Zahlreiche Nebenwirkungen können bei der Therapie mit NRTI auftreten
DDC und 3TC macht wenig Sinn
Völlegefühl oder Übelkeit
sowie allgemeine Müdigkeit. Als Folge längerer Anwendung kann es zur Laktatazidose
gastrointestinale Beschwerden
Häufig sind Kopfschmerzen
Myelotoxizität
Erbrechen und Diarrhoen
Polyneuropathie und Pankreatiden kommen
Auch die bei der Therapie mit Protease Inhibitoren berüchtigten Lipodystrophie kann beim längerer Einnahme von NRTI auftreten
Viele dieser Nebenwirkungen werden durch die „mitochondrale Toxizität“ erklärt: Mitochondrien
die lebenswichtigen Kraftwerke der Zellen benötigen ebenfalls Nukleoside
Durch den Einbau von NRTI statt Nukleosiden kommt es zu Stoffwechselstörungen und zur Degeneration der Mitochondrien [[25] (http://amedeo.com/lit.php?id=10509516)]
Bei der Toxizität der einzelnen Substraten gibt es erhebliche Unterschiede. NRTI werden unverändert in die Zelle aufgenommen und dort durch Phosphorelierung aktiviert
Sie werden überwiegend renal eliminiert und haben daher wenig Wechselwirkung mit Medikamenten
die in der Leber verstoffwechselt werden. [Bearbeiten]
Nicht-Nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NNRTIs)
nahe der Substratbindungsstelle für Nukleoside
Während NRTIs als „falsche“ Bausteine das Enzym Reverse Transkriptase hemmen
binden NNRTIs direkt an das Enzym
Zur Zeit gibt es drei NNRTis auf dem Markt: Neverapin
Delavirdin und Efavirenz
spielt Delaviridin in der Therapie kaum eine Rolle und ist in Deutschland (noch nicht) zugelassen
Während Nevirapin und Efavirenz etwa gleich effektiv sind
Als Einzelsubstanz zeigen NNRTIs nur eine begrenzte Wirkung
in Kombinationstherapie mit 2 NRTIs sind sie aus immunologisch-virologischer Sicht mit Proteaseinhibitoren gleichwertig [26] (http://amedeo.com/lit.php?id=11590519)
die den klinischen Effekt – längeres und gesünderes Leben bei höherer Lebensqualität - der NNRTIs nachweist
Jedoch gibt es bisher keine Studie
Zur Zulassung wurden ausschließlich Studien zu verbesserten CD4+ Zellzahlen und zur niedrigeren Viruslast benutzt (Surrogatmarker-Studien)
Durch ihre gute Verträglichkeit und die geringere Pillenzahl werden sie häufig den Proteaseinhibitoren vorgezogen
NNRTIs sind recht empfindlich: Schon eine Punktmutation genügt um eine Resistenz des Virus gegen den Wirkstoff zu bekommen
Zudem bestehen Kreuzresistenzen: Zeigt ein Virus Resistenzen gegen einen NNRTI
so sind meist alle NNRTIs wirkungslos
NNRTIs werden in der Leber verstoffwechselt (Cytochrom P450-System)
Die Nebenwirkungsprofile der einzelnen Wirkstoffe unterscheiden sich erheblich
Bei der Therapie mit Nevirapin stehen vor allem allergische Reaktionen und Lebertoxizität im Vordergrund
Ein Exanthem tritt bei bis zu 20% der Patienten auf und führt bei 7% zum Abbruch der Nevirapineinnahme
sollte Nevirapin eingeschlichen werden (mit niedriger Dosierung beginnen)
Um die Gefahr von Allergien zu mindern
aber unter Umständen lebensbedrohliche Nebenwirkung von Nevirapin
Lebertoxizität ist eine seltene
Daher sollten zur Beginn der Therapie die Leberwerte (vor allem Transaminase) engmaschig kontrolliert werden. Efavirenz hat vor allem Nebenwirkungen
die das zentrale Nervensystem betreffen
nahezu die Hälfte über Albträume und etwa 1/3 über Benommenheit und Schlafstörungen
Diese treten meist zur Beginn der Therapie auf und nehmen danach ab. In der ersten vier Wochen traten in einer Studie bei 2/3 der Patienten über Schwindel
Diese nahmen aber meist nach einiger Zeit ab [27] (http://amedeo.com/lit.php?id=11873073)
Während Nevirapin in der Prävention von Mutter zu Kind Übertragung (PMTCT) eingesetzt wird
ist Efivarenz in der Schwangerschaft kontraindiziert
Auch ist angesichts der ZNS-Nebenwirkung die Verkehrstauglichkeit fraglich
Ein Vorteil von Efavirenz gegenüber Nevirapin ist die geringere Lebertoxizität
Delavirdin ist wegen der hohen Pillenzahl und der dreimal täglichen Einnahme den anderen Wirkstoffen unterlegen
Zudem ist es zurzeit nicht auf dem deutschen Markt zugelassen. [Bearbeiten]
Proteaseinhibitoren
die nicht infektiös sind
Ohne die Spaltung des viralen Makromoleküls gag-pol-Polyprotein durch das Enzym HIV-Protease werden Viruspartikel produziert
Proteaseinhibitoren wurden mit dem Wissen über die molekulare Struktur des Enzyms so modelliert
dass sie direkt im aktiven Zentrum der Protease binden können [28] (http://amedeo.com/lit.php?id=10860901)
Die gute Wirksamkeit der von Proteaseinhibitoren wurde anhand von klinischen Endpunkten nachgewiesen [29] (http://amedeo.com/lit.php?id=9287227) [30] (http://amedeo.com/lit.php?id=10202827)
Sie haben zu einer deutlichen Verbesserung der Therapie beigetragen
deutlich gebremst
den die Einführung der Proteaseinhibitoren in die Therapie auslöste
Jedoch wurde der anfängliche Optimismus
Bei der Langzeitbehandlung zeigen sich einige Probleme
Sie führen zu Störungen im Fettstoffwechsel und können Lipodystrophie und Dyslipidämie auslösen
Der Grund hier für liegt wahrscheinlich in der „Mitochandrialen Toxizität“
also die „Kraftwerke“ der Zellen zu schädigen [31] (http://amedeo.com/lit.php?id=10509516)
Proteaseinhibitoren scheinen ähnlich wie Nukleosidanaloga die Mitochondrien
Weitere Nebenwirkungen sind gastrointestinale Beschwerden. Proteaseinhibitoren habe recht kurze Halbwertszeit im BlutPlasma
Schon nach 8 Stunden ist die minimale Hemmkonzentration erreicht
Daher müssen die meisten Proteaseinhibitoren 3-mal täglich eingenommen werden. Der Abbau der Proteaseinhibitoren geschieht in der Leber durch die das Cytochrom P450 Enzymsystem
Der Proteaseinhibitor Ritonavir hemmt dieses System
um den Abbau zu verlangsamen und die Plasma-Halbwertszeit zu verlängern
andere Proteaseinhibitoren zusammen mit Ritonavir zu verabreichen
Man ging daher dazu über
Dies bezeichnet man als „Booster“
Mittlerweile gibt es den Proteaseinhibitor Lopinavir kombiniert mit einer Boosterdosis Ritonavir (Kaletra)
Dies führt zu einer fast 100-fach größeren Plasma-Konzentration von Lopinavir und zu einer größeren Barriere von Resistenzen [32] (http://amedeo.com/lit.php?id=9835517)
Daher wird Lopinavir/Ritonavir (Kaletra) zumeist nach Therapieversagen anderer Medikamente benutzt („Salvage-Bereich“). [Bearbeiten]
Fusionsinhibitoren
Mit Spannung verfolgten viele Betroffene und Therapeuten die Markteinführung des ersten Fusionsinhibitors T-20 Anfang 2003
T-20 bindet an das für die Fusion des Virus mit der Zellwand der T-Helferzellen wichtige Transmembranprotein gp41 und blockiert so den Eintritt des Virus in die Zelle
dass sie keine mitochondrale Toxizität und damit kein Lipodystrophiesyndrom auslöst. Leider ist T-20 mit seinen 36 Aminosäuren zu groß für eine orale Einnahme
Besonders interessant wird die Substanz dadurch
In seiner jetzigen Form muss T-20 täglich subkutan gespritzt oder über eine „Insulinpumpe“ verabreicht werden
dass die eine bloße Hinzugabe von T-20 zu einer klassischen antiretroviralen Therapie nur einen begrenzten Erfolg mit sich bringt [33] (http://63.126.384/2002/Abstract/13592.htm)
zumal Hautirritationen an der Einstichstelle eine häufige Nebenwirkung zu sein scheinen. Erste Studien ergaben
Ein schwieriger Einnahmemodus
Zwei große Studien
zeigte jedoch signifikant bessere Werte im T-20 Arm der Studie
die T-20 zu einer optimierten HAART gegen eine optimierte HAART ohne T-20 verglichen
die bei einigen Patienten zu vermehrten Infektionen führten. Eine rasche Resistenzbildung des Virus ist zudem auch recht wahrscheinlich
die gleichzeitig auch noch andere medikamentöse Optionen haben [34] (http://amedeo.com/lit.php?id=12637625) Auch für T-20 gilt: Kein Medikament ohne Nebenwirkung! Es scheint zu Interaktionen mit Granulozyten zu kommen
Das lässt darauf schliessen
dass besonders die Patienten von T-20 profitieren
die auf Grund von Nebenwirkungen oder Resistenzen ihre Therapie umstellen müssen. Erste Wahl zu Therapiebeginn ist T-20 derzeit jedoch nicht
Jedoch scheint die virale Fitness der resistenten Stämme vermindert zu sein. Nichtsdestotrotz ermöglicht T-20 den Patienten eine interessante Option
und das nicht nur auf Grund der Studienlage
T-20 ist nach Aussage der Herstellerfirma Hoffmann-La Roche einer der am aufwendigsten zu produzierenden Substanzen der Firmengeschichte
Dies macht sich im Preis deutlich (mehr als €24000 pro Jahr)
als einige Dreifachkombinationen herkömmlicher antiretroviraler Medikamente
der höher ist
So dürfte T-20 nicht zum Favorit der Krankenkassen werden
Andere Firmen werden bald mit neuen Fusionsinhibitoren auf den Markt kommen und an einer "T-20- einmal-wöchentlich-Spritze" wird intensiv geforscht. Eine Sammlung mit übersichtlichen Beschreibungen aller zur Zeit angewandten antiretroviralen Therapeutika sowie einiger gängiger Medikamente zur Behandlungen opportunistischer Infektionen findet sich unter HIV.NET (http://www.hiv.net/2010/drugs.htm). [Bearbeiten]
HAART
Mit "highly active antiretroviral therapy" wird die Kombinationstherapie aus mehreren antiretroviralen Medikamenten bezeichnet
Ziel der Therapie ist es
die Viruslast unter die Nachweisgrenze zu drücken und die CD4-Zellwerte zu erhöhen
um so das Immunsystem gegen opportunistische Infektionen und andere AIDS-definierende Erkrankungen zu stärken
In der Regel besteht eine HAART aus 2 verschiedenen Nukleosianaloga (auch als Nuke-Backbone der Therapie bezeichnet) plus entweder einem Nicht-nukleosidischen Reverse Transkriptase Hemmer (NNRTI)
einem Proteaseinhibitor (PI) oder einem dritten Nukleosidanalogon
lässt sich pauschal nicht beantworten
und sollte für jeden Patienten individuell entschieden werden
Welche Kombination die Beste ist
Denn alle drei Kombinationen haben Vor- und Nachteile: Die Kombination aus 2 Nukes und einem PI wurde am umfangreichsten getestet und es liegen Daten aus Langzeitstudien zum klinischen Effekt vor
Auch weist diese Kombination eine hohe Barriere gegen Resistenzen auf
Jedoch ist die hohe Pillenzahl eine Belastung für den Patienten und wirkt sich negativ auf seine Adherence aus
Auch ist eine Langzeittoxizität zu befürchten. 2 Nukes plus eine NNRTI scheinen den PIs gleichwertige Virus-Suppression zu haben
allerdings ist der klinische Effekt nicht durch Studien belegt (nur der Effekt auf Laborparameter)
Die geringe Pillenzahl (ein mal am Tag für den NNRTI
zweimal am Tag die Nukes
eventuell bald „once daily“ für beide) ist ein deutlicher Pluspunkt
Leider sind Allergien zu Beginn der Therapie mit Nevirapin keine Seltenheit
und durch Kreuzresistenzen fällt eine ganze Wirkstoffklasse weg. 3 Nukes haben die geringste Pillenzahl und die einfachste Dosierung
NNRTI sind resistenzanfälliger
die 2-mal täglich eingenommen wird
AZT + 3TC + Abacavir gibt es in einer Tablette (Trizivir)
dass die Patente zumeist bei verschiedenen Firmen liegen und keiner mit der Konkurrenz teilen will
liegt nicht an der Machbarkeit sondern an der Tatsache
Dass es nur diese Kombination in einer Tablette gibt
Südafrika
In Indien
Brasilien und Kenia werden auch 2 Nukes + NNRTI in einer Tablette als Generikum produziert
und sollte es zur Unverträglichkeit oder Resistenzen kommen
so stehen noch 2 andere Wirkstoffklassen zu Verfügung
Es scheint wenige Interaktionen mit anderen Medikamenten zu geben
Es liegen jedoch keine Langzeitdaten mit klinischen Endpunkten vor und die Kombination scheint auch etwas weniger wirksam in der Virusunterdrückung zu sein. [Bearbeiten]
Wann mit HAART beginnen
wird kontrovers diskutiert
Wann mit einer Therapie begonnen werden sollte
Es gilt das Risiko an AIDS zu erkranken mit den Risiken der Langzeittoxizität und Resistenzbildung abzuwägen
und als man noch davon ausging
wurde das Behandlungsdogma „Hit hard and early!“ ausgerufen
dass es durch eine längere Therapie zur Vernichtung aller Viren kommt (Eradikation)
mit welcher Geschwindigkeit das Virus mutieren kann
Als Mitte der 1990er Jahre entdeckt wurde
Dieses wurde schon zwei Jahre später durch die Entdeckung der mitochondralen Toxizität hinfällig
wenn das Immunsystem deutlich geschwächt ist
Heute sind Therapeuten deutlich zurückhaltender und mit der HAART wird zumeist erst dann begonnen
sein CD4-Wert und die Viruslast. Patienten
Die Deutsch-Österreichische Empfehlung zum Therapiebeginn berücksichtigt drei Faktoren: Das klinische Bild des Patienten
die bereits AIDS definierende Erkrankungen haben (CDC C) wird eine HAART dringend empfohlen
wird eine HAART empfohlen
Auch beim Auftreten von Erkrankungen
die auf ein geschwächtes Immunsystem hindeuten jedoch nicht AIDS definierend sind (CDC B)
da es dann meist eine Frage der Zeit ist
aber einen CD4+ Wert von kleiner 200 haben
bis AIDS auftritt
Dies gilt auch für Patienten die symptomfrei sind
Als im Allgemeinen ratsam wird eine Therapie bei Patienten angesehen
die einen CD4+ Wert zwischen 200 und 350 haben
Ebenso angeraten ist der Beginn der HAART laut der Empfehlung bei Patienten mit einem CD4+ Wert zwischen 350 und 500
wenn eine hohe Viruslast vorliegt (>100.000)
sondern den Patienten
Doch gilt hier mehr denn je die Weisheit: Man behandelt nicht die Krankheit oder den Laborwert
So sollte die Entscheidung wann mit der Therapie begonnen wird individuell gemeinsam von Therapeut und Patient gefällt werden
Der Beginn der Therapie bedeutet in der Regel eine Entscheidung
die für den Rest des Lebens eine Konsequenz hat
mögliche Nebenwirkungen und Risiken der HAART Therapie auf geklärt sein
Daher muss der Patient genau über Therapieziele
Dies lässt sich nur schwer in einer Therapiesitzung gewährleisten
wenn irgend möglich der Patient Zeit haben
Daher sollte
mit der Therapie zu beginnen
sich mit dem Gedanken vertraut zu machen
als der CD4+ Wert zu Beginn der Therapie (siehe Adherence). [Bearbeiten]
Letztlich hat die regelmäßige Medikamenteneinnahme eine höhere prognostische Aussagekraft
HIV-Impfung
An der hohen Mutationsrate des Hi-Virus scheiterten bisher die langjährigen Forschungen um Impfstoffe
die die Bildung von schützenden Antikörpern gegen das Oberflächenprotein gp120 fördern sollten
Als das Mittel endlich gegen das sehr ähnliche SIV (SI-Virus
hatte das HI-Virus in Freiheit die Struktur seines gp120 Oberflächenproteins verändert
simian Immunodeficiency virus) der Affen erfolgreich getestet war
einen Impfstoff gegen das HI-Virus herzustellen
Nach jahrzehntelangen vergeblichen Versuchen
beginnt Ende Februar 2004 zum ersten Mal eine klinische Studie an gesunden Probanden. Die Studie wird von den Universitätskliniken Bonn und Hamburg-Eppendorf durchgeführt
Mit ersten Ergebnissen ist Anfang 2005 zu rechnen
Falls diese Ergebnisse überzeugen
bis der Impfstoff industriell gefertigt werden kann
wird es mindestens weitere sieben Jahre dauern
Als Grundlage für die neue Impfung nahmen die Forscher den Subtyp HIV-1
der vor allem in Afrika vorkommt
Subtyp C
Denn hier soll das Hauptanwendungsgebiet liegen
Aus diesem Grund wird die Studie von gemeinnützigen Organisationen wie der International Aids Vaccine Initiative (IAVA) gefördert
Postexpositionelle Prophylaxe (Vorbeugende Behandlung bei möglicher Infektion)
Safer Sex
Deutsche AIDS Hilfe
UNAIDS
Sexualhygiene
Aids in Südafrika [Bearbeiten]
Weltaidskonferenz
Siehe auch: Aids
Weblinks
AIDS Informationsseite der Vereinten Nationen (http://www.unaids.org) Deutsche AIDS Hilfe e.V. (http://www.aidshilfe.de) Aids-Hilfe Schweiz (http://www.aids.ch) Chat und Forum zu HIV/Aids
Beratung durch Fachpersonen der Aids-Hilfe Schweiz (http://www.chat.aids.ch) HIV.NET Herausgeber des deutschen Standardwerkes zur HIV Therapie (http://www.hiv.net) lHIVing - Positiven Support (http://www.lhiving.com) Robert Koch-Instituts zu HIV/AIDS (http://www.rki.de/INFEKT/AIDS_STD/AZ.HTM) Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (http://www.bzga.de) englspr
HIV-Datenbank incl. einer Datenbank zur HIV-Impfstoffentwicklung (http://www.hiv.lanl.gov/content/index) Kondomkampagne machsmit (http://www.machsmit.de/) Schweizerische Stop-AIDS Kampagne (http://www.stopaids.ch/) www.laborlexikon.de (http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Infoframe/h/HIV-Diagnostik.htm) Polizei.NRW.de - Tips für Frauen nach einer Vergewaltigung (http://www.polizei.nrw.de/bochum/bo/kv/inhalt/sbk.htm) www.wissenschaft.de: Forscher: HIV-Diagnose geht noch präziser (http://www.wissenschaft.de/wissen/news/249603.html) Direkter Nachweis der Erbsubstanz funktioniert schon vor dem üblichen Antikörpertest (28.02.2005) [35] (http://www.daignet.de/index.html) [Bearbeiten]
HIV/AIDS Kritik:
HEAL Gruppe Berlin (http://www.heal-berlin.de/) Seite des AIDS-Kritikers Peter Duesberg (http://www.duesberg.com) RethinkingAIDS.de (http://www.rethinkingaids.de/) Internationale Beiträge (http://aids-kritik.de/aids/) AIDS-INFO.NET (http://aids-info.net/) Schüleraufklärung/Kritik (http://www.whyaids.de/) Förderverein Neue Wege in der AIDS-Therapie (http://www.hiv-therapie.org/) Bitte beachten Sie auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen! - Zum Portal Medizin en:HIV es:VIH eo:HIV fr:Virus de l'immunodéficience humaine it:HIV nl:HIV ja:ヒト免疫不全ウイルス pl:Wirus nabytego niedoboru odporności pt:HIV ru:ВИЧ sv:HIV zh:人体免疫缺陷病毒
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