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Diskussion : Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation
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Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation
Stichpunkte
Allgemein
Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation (lateinisch: Sacrum Romanum Imperium Nationis Germanicae) war die offizielle Bezeichnung für das alte deutsche Reich
das sich im 10
Jahrhundert aus dem karolingischen Ostfrankenreich herausbildete und bis 1806 bestand. Dieser Name drückt den Anspruch aus
"Verbergen") 1 Charakter des Reiches 2 Struktur und Institutionen 3 Entstehung des Namens 4 Geschichte 4.1 Entstehung des Reiches 4.2 Mittelalter 4.3 Neuzeit 4.4 Reformation 4.5 Das Ende des Reiches 4.6 Nach Ende des Reiches 5 Literatur 6 Weblinks [Bearbeiten]
einerseits der Nachfolger des Römischen Reiches und damit gleichsam der Herrscher der Welt zu sein und andererseits wird dieser Anspruch ins Heilige erhöht
aus dem die irdische Herrschaft abgeleitet wird. Bild nicht gefunden Kaiserwappen des HRR (Siebmacher 1605) Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Charakter des Reiches
Das Heilige Römische Reich war ein Gebilde
wie etwa Frankreich oder Großbritannien entwickelte
das sich niemals zu einem Nationalstaat
die aber den Kaiser als Oberhaupt des Reiches anerkannten
Es bestand vielmehr aus quasi selbständigen Fürsten- und Herzogtümern
Viele der wichtigen Adelsgeschlechter und Reichsbeamten kamen nicht aus dem deutschen Sprachraum
den östlichen Teil Frankreichs
Österreichs
der Tschechischen Republik
Sloweniens
Belgiens
der Schweiz
der Niederlande
Luxemburgs
des nördlichen Italiens und des heutigen westlichen Polens
Bei seiner größten Ausdehnung umfasste das Reich den größten Teil des heutigen Deutschlands
Liechtensteins
Im Reich wurde nicht nur Deutsch (bzw. dessen Dialekte) geschrieben und gesprochen
sondern auch viele slawische Sprachen und die Sprachen
aus denen sich das moderne Französisch und Italienisch entwickelte
Lateinisch war die Sprache der Gelehrten und des Klerus. [Bearbeiten]
Struktur und Institutionen
Es gab einige zentrale Institutionen
wie den Reichstag
den Reichshofrat und die im Kriegsfall zusammengestellte Reichsarmee
aber keine Reichsregierung und auch keine Hauptstadt im eigentlichen Sinne
das Reichskammergericht
Zur Einhaltung des Landfriedens und für militärische Zwecke war das Reich in Reichskreise geteilt
scheiterte jedoch immer aus finanziellen Gründen
Der Versuch eines Reichsregiments wurde 1502 und wiederholt 1520-22 gemacht
noch römisch
Vor allem nach dem Westfälischen Frieden 1648 war das Reich nurmehr ein lockerer Verband deutscher Territorien mit der gleichen Rechtsprechung; oder wie Voltaire spottete: weder heilig
noch ein Reich
Eine engere Zusammenarbeit scheiterte meist am Partikularismus der größeren Fürsten und zuletzt am Dualismus Preußen-Österreich. [Bearbeiten]
Entstehung des Namens
der so genannten Translatio Imperii
Mit der Krönung des Frankenkönigs Karl des Großen zum Kaiser durch Papst Leo III. im Jahr 800 erhob dieser den Anspruch auf die Nachfolge des antiken römischen Imperiums
obwohl geschichtlich und dem Selbstverständnis nach das christlich-orthodoxe byzantinische Reich aus dem alten römischen Reich entstanden war
die beide einen doppelköpfigen Adler zeigten (im Heiligen Römischen Reich allerdings erst sehr viel später)
Die Herausforderung zeigte sich sogar auf den Wappen der beiden Reiche
hatte zu seinen Lebzeiten Bestand
Die Bestrebung Karls des Großen
sein Frankenreich als Großmacht neben Byzanz und dem Kalifat zu behaupten
die Einheit des Reichs zu wahren
das Reich zwischen den Söhnen aufteilen zu müssen
und den machtpolitischen und kirchlichen Interessen
Aber mit seinem Tod entstand ein Gegensatz zwischen der germanischen Tradition
Die Tradition setzte sich zuletzt durch und das Frankenreich zerfiel in das Westfrankenreich auf dem Boden des heutigen Frankreichs und in das Ostfrankenreich auf dem westlichen Teil des heutigen Deutschlands. Bild nicht gefunden Die Reichskrone des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation Die Kaiserwürde verblieb beim Ostfrankenreich
als Otto I. der Große sich 962 im Zuge italienischer Eroberungen in Rom zum Kaiser krönen ließ
Interessanterweise trug das Reich zu diesem Zeitpunkt noch nicht das Prädikat heilig
Dies war nicht notwendig
dass der Kaiser sich vom Machtanspruch des Papstes emanzipiert hatte
da die Machtverhältnisse zu dieser Zeit so waren
Außerdem wurde der Kaiser als Stellvertreter Gottes auf Erden angesehen
dies besonders hervorzuheben
Es bestand also keine Notwendigkeit
Das Reich war heilig
Erst nachdem die geistliche Macht nach dem Investiturstreit von 1075 bis 1122 auf den Papst übergegangen war
versuchten die Kaiser diesen Anspruch nunmehr verbal für sich zu reklamieren
So verlieh Friedrich I.
dem Reich den Titel sacrum imperium
genannt Barbarossa
mit dem Prädikat heilig zur Bezeichnung Sacrum Romanum Imperium (deutsch: Heiliges Römisches Reich)
Erst im sogenannten Interregnum von 1254 bis 1273
verband sich der Anspruch
als es keinem der drei gewählten Könige gelang
die Macht an sich zu reißen
der Nachfolger des Römischen Reiches zu sein
aber übersetzt als „Deutscher (Teutonicae) Nation� ) erschien erst im Spätmittelalter um 1450
wohl weil sich die Macht der Kaiser im wesentlichen auf das Gebiet des heutigen deutschsprachigen Landes (Deutschland) bezog. Bis 1806 war Heiliges Römisches Reich deutscher Nation die offizielle Bezeichnung des Reiches (oft abgekürzt als SRI für Sacrum Romanum Imperium auf lateinisch oder HRR auf deutsch). [Bearbeiten]
Also ausgerechnet während der kaiserlosen Zeit wurde der Machtanspruch um so tönender angemeldet. Der Zusatz Nationis Germanicae („Germanischer Nation“
Geschichte
[Bearbeiten]
Entstehung des Reiches
Das Heilige Römische Reich entstand aus dem Ostfränkischen Reich
Nach der Kaiserkrönung Ottos I. wurde es üblich
dass die ostfränkischen Könige zu Kaisern gekrönt wurden
Daher wurde im Laufe der Zeit das Ostfränkische Reich als westlicher Nachfolger des Römischen Reichs akzeptiert
wurde es bald als Heiliges Römisches Reich bezeichnet
Da das Reich im Gegensatz zum antiken christlich war
Der Zusatz deutscher Nation bürgerte sich zum Ausklang des Mittelalters ein. [Bearbeiten]
Mittelalter
Im hohen Mittelalter ergab sich eine Umstrukturierung in der Struktur des Reiches
Schon im Ostfränkischen Reich hatten sich aus den ursprünglich nur als Verwaltungseinheiten gedachten Grafschaften größere Einheiten zusammengeschlossen
die weitgehend den alten Stämmen entsprachen
Diese territorialen Einheiten wurden nun Herzogtümer genannt
Die Herzogtümer waren relativ abgeschlossene Einheiten
existierten die Herzogtümer in einer territorialstaatsähnlichen Form
Während in unteren "Verwaltungsebenen" einzelne Rechte und persönliche Bindungen die Machtverhältnisse ausmachten
Im Kampf der Herzogtümer gegen die Königsmacht wurden einige der Herzogtümer zerschlagen
andere verloren durch die Verleihung der Reichsunmittelbarkeit weite Gebiete
Diese Entwicklung konzentriert sich vor allem im 12
Jahrhundert
die aber deutlich kleiner als die Herzogtümer waren
Im Laufe der Jahrhunderte kam es durch Bündelung und Neuverteilung von Einzelrechten wieder zu territorialen Herrschaften
Dieser Prozess war etwa um 1500 abgeschlossen. [Bearbeiten]
Neuzeit
Eine der Möglichkeiten
ist die Einführung des Allgemeinen Landfriedens im Jahre 1495
den Beginn der Neuzeit zu markieren
Bald darauf wurde die Struktur des Reiches verändert
1500 und 1512 wurde das Reich in Reichskreise eingeteilt. [Bearbeiten]
Reformation
Im Zuge der Reformation zerbrach die Macht des Königs/Kaisers langsam
Es bildeten sich konfessionsgebundene Bündnisse zwischen Reichsständen
die mehrmals gegeneinander Krieg führten
die Konfession ihrer Untertanen zu bestimmen
In der Mitte des Jahrhunderts wurde den Reichsständen das Recht zugestanden
Dadurch wurden die Reichsstände konfessional einheitlich
Ausnahmen zu dieser Regel waren nur viele der Reichsstädte und das Hochstift Osnabrück
Mit der konfessionellen Einheitlichkeit eines Territoriums war der Prozess der Territorialstaatsbildung endgültig abgeschlossen
Der Höhepunkt der durch die Reformation eingeleiteten Veränderungen war der Dreißigjährige Krieg
In seinem Verlauf versuchte der Kaiser ein letztes Mal
seine alte Machtstellung zurückzugewinnen und die Einheit der Kirche wiederherzustellen
Dieser Versuch scheiterte
und in dem der Kaiser fast nur noch repräsentativen Charakter hatte
in dem es kaum noch zu Verschiebungen der Grenzen der Territorien kam
Es entstand ein Reich
Er wurde weitgehend auf seine gleichzeitige Funktion als Reichsstand
seit dem 15
zurückgeworfen
Jh. also meist als Herzog von Österreich
Verschiebung von Grenzen sollte in Zukunft vornehmlich durch faktische Einverleibung von Territorien in größere Reichsstände geschehen. [Bearbeiten]
Das Ende des Reiches
Das Reich zerbrach während der Napoleonischen Kriege
als auf Veranlassung Napoleons ein Teil der deutschen Fürsten den Rheinbund bildeten
das mit dem Westfälischen Frieden konstituiert worden war
Die Säkularisationen durch den Reichsdeputationshauptschluss 1803 hatten bereits das prekäre politisch-konfessionelle Gleichgewicht des Reiches zerstört
der schon 1804 als Franz I. den Titel eines Kaisers von Österreich angenommen hatte
1806 legte Kaiser Franz II.
die Krone des Heiligen Römischen Reiches nieder. [Bearbeiten]
Nach Ende des Reiches
Nach dem Wiener Kongress im Jahre 1815 schlossen sich die deutschen Einzelstaaten zum Deutschen Bund zusammen
richteten jedoch 29 Souveräne kleiner und mittlerer Staaten folgenden Wunsch an den Kongress: die Wiedereinführung der Kaiserwürde in Deutschland bei dem Komitee
im November 1814
welches sich mit der Entwerfung des Planes zu einem Bundesstaat beschäftigt
in Vorschlag zu bringen Sicherlich war bei dieser Petition nicht nur patriotischer Eifer ausschlaggebend
Zuvor
z.B. die Könige von Würtemberg
Bayern und Sachsen
dass diese die Dominanz der durch Napoleon zu voller Souveränität und Königstiteln gelangten Fürsten
fürchteten. Aber auch darüber hinaus wurde die Frage
Eher kann davon ausgegangen werden
diskutiert
ob ein neuer Kaiser gekürt werden soll
dass die Kaiserwürde zwischen den mächtigsten Fürsten im südlichen Deutschland und dem mächtigsten Fürsten in Norddeutschland alternieren solle
So existierte u. a. der Vorschlag
der kleinen und mittleren deutschen Fürsten
lehnte Franz die angebotene Kaiserwürde ab
Im allgemeinen wurde jedoch von den Befürwortern des Kaisertums eine erneute Übernahme der Kaiserwürde durch Österreich
nicht zu erwarten war
favorisiert. Da aber auf Grund der geringen Macht der Befürworter der Wiederherstellung
die diesen zu einem tatsächliches Reichsoberhaupt machen würde
also durch Franz I.
dass der Kaiser in Zukunft die Rechte erhielte
Dementsprechend betrachteten Franz I. und sein Kanzler Metternich diese in der bisherigen Ausgestaltung nur als eine Bürde
Auf der anderen Seite wollte Österreich aber den Kaisertitel für Preußen oder einen anderen starken Fürsten nicht zulassen
ohne das Kaisertum erneuert zu haben
Der Wiener Kongress ging auseinander
Daraufhin wurde am 8
Juni 1815 der Deutsche Bund als lockere Verbindung der deutschen Staaten gegründet
In diesem führte Österreich bis 1848 den Vorsitz. [Bearbeiten]
Literatur
Gotthard
Axel: Das Alte Reich
Darmstadt 2003
Malte: Das Heilige Römische Reich im Spätmittelalter
ISBN 3534151186 Prietzel
Darmstadt 2004
Georg: Geschichte des Alten Reiches
ISBN 3534151313 Schmidt
Staat und Nation in der Frühen Neuzeit 1495 - 1806
München 1999
ISBN 340645335X [Bearbeiten]
Weblinks
Reichsbanner des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation Vorlage:Commons cs:ŘÃmská Å™ÃÅ¡e cy:Yr Ymerodraeth Rufeinig Sanctaidd da:Det Hellige Romerske Rige af Tysk Nation en:Holy Roman Empire eo:Sankta Romia Imperio es:Sacro Imperio Romano Germánico fi:Pyhä saksalais-roomalainen keisarikunta fr:Saint Empire romain germanique he:×”×?ימפריה הרומית הקדושה it:Sacro Romano Impero ja:神è?–ãƒãƒ¼ãƒžå¸?国 nl:Heilige Roomse Rijk no:Det Hellige Romerske Rike av den Tyske Nasjon pl:ÅšwiÄ™te Cesarstwo Rzymskie Narodu Niemieckiego pt:Sacro Império Romano-Germânico ru:СвÑ?щеннаÑ? РимÑ?каÑ? империÑ? sl:Sveto rimsko cesarstvo sv:Tysk-romerska riket uk:СвÑ?щенна РимÑ?ька ІмперіÑ? wa:Sint Impire Romin Djermanike zh-cn:神圣罗马å¸?国 zh-tw:神è?–羅馬å¸?國
Deutsche Länder (HRR)
Geschichte Deutschlands
Deutschland im Mittelalter
Reichskleinodien
Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation (http://www.uni-muenster.de/FNZ-Online/recht/reich/unterpunkte/nation.htm) Karte: Das Heilige Römische Reich deutscher Nation um 1580 (http://www.uni-muenster.de/FNZ-Online/recht/reich/quellen/reich.htm) Ausstellung "Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation 962-1806" (http://www.dasheiligereich.de) 28.08. - 10.12.2006 in Berlin und Magdeburg Siehe auch: Liste der römisch-deutschen Herrscher
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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
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