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Diskussion : Grounded Theory
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Grounded Theory
Stichpunkte
Allgemein
Beobachtungsprotokolle) mit dem Ziel der Theoriegenerierung
Grounded Theory ist die Bezeichnung für einen sozialwissenschaftlichen Ansatz zur systematischen Auswertung vor allem qualitativer Daten (Interviewtranskripte
sondern eine Reihe von ineinandergreifenden Verfahren
Grounded Theory stellt dabei keine einzelne Methode dar
Auch wenn Grounded Theory of als eine qualitative Methode bezeichnet wird
handelt es sich dabei eher um einen Forschungsstil oder ein Paradigma
das eine pragmatische Handlungstheorie mit bestimmten Verfahrensvorgaben kombiniert. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
"Verbergen") 1 Grounded Theory oder gegenstandsverankerter Theoriebildung? 2 Entstehung und Grundkonzepte des Grounded-Theory-Ansatzes 3 Differenzen zwischen der Grounded Theory nach Glaser und der Grounded Theory nach Strauss 4 Literatur 5 Siehe auch [Bearbeiten]
Grounded Theory
oder
gegenstandsverankerter Theoriebildung?
oder aber als "gegenstandsverankerte Theoriebildung" oder "gegenstandsbezogene Theoriebildung" übersetzt. "Grounded" im Namen "Grounded Theory" soll auf die Verankerung der Theoriebildung in der Empirie
Im Deutschen wird der Begriff oft als "Grounded Theory" verwendet
in den Daten hinweisen. [Bearbeiten]
Entstehung und Grundkonzepte des Grounded-Theory-Ansatzes
ein Schüler von Herbert Blumer in Zusamemnarbeit mit Barney Glaser medizinsoziologische Studien durchführte und das dabei entwickelte Instrumentarium systematisierte
als Anselm Strauss
Entstanden ist die Grounded Theory Anfang der 1960er Jahre in Chicago
ein Buch über Methoden zu schreiben
Kategorien und Kodierung spielen eine zentrale Rolle im Ansatz von Glaser und Strauss. Zur Entstehungsgeschichte der Grounded Theory äußern sich Strauss und Glaser folgendermaßen: "Wir entschieden Mitte 60
denn wir wollten für die "Kids" schreiben - Leute über 30 schienen uns schon zu festgelegt
dass Veränderungen in der Luft lagen
Wir spürten schon
weil ich älter war
Barny hatte das bessere Gefühl
ich war skeptischer
dass ein solches Buch ankommen würde
worauf es uns ankam
Der Titel "the discovery of grounded theory" zeigt schon
nicht wie üblich mit Schullehrbüchern die Überprüfung von Theorie
um die in der Daten schlummernde Theorie zu entdecken." Glaser und Strauss erläutern das Verfahren zusammenfassend: "[Die gegenstandsverankerte Theorie] wird durch systematisches Erheben und Analysieren von Daten
sondern eine Praktik
ausgearbeitet und vorläufig bestätigt
sondern deren Entdeckung aus den Daten heraus. "Grounded-Theory" ist keine Theorie
die sich auf das entdeckte Phänomen beziehen
entdeckt
Folglich stehen Datensammlung
Analyse und die Theorie in einer wechselseitigen Beziehung zueinander." Das damit beschriebene Vorgehen entspricht der Logik der Abduktion (vgl
Charles S
Pragmatismus
Peirce)
d.h. einem stetigen Wechsel zwischen einer induktiven und einer deduktiven Herangehensweise. [Bearbeiten]
Differenzen zwischen der Grounded Theory nach Glaser und der Grounded Theory nach Strauss
Seit den 1970er Jahren haben sich die von Strauss bzw. von Glaser propagierten Verfahren auseinanderentwickelt
Beide werden weiterhin als Grounded Theory-Ansatz bezeichnet
für ein "just do it" und ein Vertrauen in die Emergenz von Theorien aus Daten
wenn diese nur lang genug analysiert werden
Glaser (und das Grounded Theory Institute [1] (http://www.groundedtheory.com/)) steht für ein stärker an Induktion orientiertes Vorgehen
Der Ansatz von Strauss ist stärker an wissenschaftlichen Überprüfbarkeitskriterien ausgerichtet
Jörg Strübing sieht diese Differenzen bereits im grundlegenden Werk The Discovery of Grounded Theory angelegt; dessen Ambivalenzen seien z.T. durch die unterschiedlichen epistemologischen Hintergründe der beiden Autoren erklärbar: "Während Strauss von der pragmatisch vorgeprägten intraktionistischen Sozialtheorie kommt und diese wesentlich weiterentwickelt hat
ist Glaser ein Schüler der positivistisch-funktionalistisch geprägten Columbia School." (Strübing 2002: 320)
die eine Vorgehensweise
In einem kurz vor seinem Tod durchgeführten Interview nennt Strauss drei Grundelemente
enthalten sollte: "Erstens die Art des Kodierens
die sich Grounded Theory nennen möchte
Das Kodieren ist theoretisch
es dient also nicht bloß der Klassifikation oder Beschreibung der Phänomene
Es werden theoretische Konzepte gebildet
die einen Erklärungswert für das untersuchte Phänomen haben
Das Zweite ist das theoretische Sampling
Ich habe immer wieder diese Leute in Chicago und sonstwo getroffen
die Berge von Interviews und Felddaten erhoben hatten und erst hinterher darüber nachdachten
was man mit den Daten machen sollte
dass es darauf ankommt
Memos zu schreiben und Hypothesen zu formulieren
die dann die Auswahl der nächsten Interviewpartner nahe legen
Ich habe sehr früh begriffen
schon nach dem ersten Interview mit der Auswertung zu beginnen
die zwischen den Phänomen und Kontexten gezogen werden und aus denen erst die theoretischen Konzepte erwachsen." [2] (http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/3-04/04-3-22b-d.htm) [Bearbeiten]
Und das Dritte sind die Vergleiche
Literatur
Barney G
Glaser; Anselm L
Strauss: The Discovery of Grounded Theory
deutsch als: Grounded Theory
Strategies for Qualitative Research (1967)
Strategien qualitativer Forschung (1998) Barney G
Glaser; Anselm L
in: Hopf/Weingarten: Qualitative Sozialforschung (1979). Barney G
Strauss: "Die Entdeckung gegenstandsbezogener Theorie: Eine Grundstategie qualitativer Sozialforschung"
Glaser: Theoretical Sensitivity
Advances in the Methodology of Grounded Theory (1978). Barney G
Glaser; Judith Holton: "Remodeling Grounded Theory"
Vol
in Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research
5
Nr
2004 [3] (http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-04/2-04glaser-e.htm) Anselm L
2
Strauss: Grundlagen qualitativer Sozialforschung
Datenanalyse und Theoriebildung in der empirischen und soziologischen Forschung. (1991) Anselm L
Strauss; Juliet Corbin: "Grounded Theory Research: Procedures
19
Canons and Evaluative Criteria"
in: Zeitschrift für Soziologie
S
Jg
418 ff. (1990) Anselm L
Strauss; Juliet Corbin: Basics of Qualitative Research (1990)
Jg
in Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie
deutsch als Grounded Theory: Grundlagen Qualitativer Sozialforschung (1996) Jörg Strübing: "Just do it? Zum Konzept der Herstellung und Sicherung von Qualität in grounded-theory basierten Forschungsarbeiten"
54
H
S
2
2002. Jörg Strübing: Grounded Theory
318-342
VS Verlag 2004 [Bearbeiten]
Siehe auch
Empirische Sozialforschung
Inhaltsanalyse
Pragmatismus
Qualitative Methode
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Grounded Theory
aus der freien Enzyklopädie
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