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Diskussion : Glyoxylat-Zyklus
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Glyoxylat-Zyklus
Stichpunkte
Allgemein
die es Bakterien und Pflanzen ermöglicht
Glyoxylatzyklus
eine Variante des Citratzyklus
Kohlenhydrate aus Fetten aufzubauen und diese als einzige Energiequelle zu nutzen
So gelingt es Sämlingen
d.h. hoch-ungesättigte Fette) in alle für das Pflanzenwachstum benötigten Biopolymere (Zucker
Proteine) umzuwandeln
über den "Glx"-Zyklus ihr "Energiepolster" (Öle
den Glyoxisomen
lokalisiert Die Antwort auf die klassische Prüfungsfrage "kann man Zucker aus Fetten aufbauen?" hängt vom Standpunkt des Betrachters (formelmäßige Umsetzung oder Bilanz) bzw. vom Organismus ab: Abbildung: Citratzyklus
Glyoxylatzyklus und Gluconeogenese (OA → PEP → Glc) Fette werden im Verlauf der beta-Oxidation zum universellen Metaboliten Acetyl-CoenzymA (Ac-CoA)
In den genannten Organismen ist dieser Zyklus in spezialisierten Zellorganellen
auch "aktivierte Essigsäure" genannt
Durch Vereinigung mit Oxalacetat (OA) wird es zum namensgebenden Metaboliten des Citratzyklus (Cit)
ist der Acetat(C2)-Teil in der Bilanz
In zwei aufeinanderfolgenden Decarboxylierungsreaktionen (Freisetzung von 2CO2)
aber nicht chemisch verschwunden
nach Passieren der Mitochondrienmembran (über das Malat-Aspartat-Shuttlesystem)
der Gluconeogenese-Weg
d.h. die Neusynthese der Glucose (Glc) eingeschlagen werden
Vom OA aus kann
Aus der Bilanzierung folgt: Fette können den Kohlenhydratspeicher nicht auffüllen. In Organismen
die den Glyoxylatzyklus betreiben
Suc) und in das namensgebende Glyoxylat (Glx) zerlegt
werden die beiden Decarboxylierungsschritte elegant umschifft: Isocitrat (IC) wird durch eine Lyase in einen "späteren" Baustein des Citratzyklus (Succinat
Die verbleibende Aufgabe besteht darin
wobei Malat (Mal)
die Vorstufe des OA entsteht
auch Glx in einen Metaboliten des Citratzyklus zu überführen; dies geschieht durch Vereinigung mit einem weiteren Molekül Ac-CoA
aber keines durch Decarboxylierung verloren: der Kohlenhydratspeicher (Glucose
Stärke) wird gefüllt. Die Umstellung von Citratzyklus auf Glyoxylatzyklus beinhaltet einen Schaltvorgang an der Isocitrat-Dehydrogenase: bei Phosphorylierung an einem Ser-Rest durch Isocitratdehydrogenase-Kinase/Phosphatase wird das Enzym inaktiviert
Die Bilanz dieses Prozesses sagt: es werden vier C-Atome in die Reaktionsfolge eingeführt
Dies war im Jahre 1989 das erste Beispiel eines interkonvertierbaren Enzyms bei Prokaryonten
hier Escherichia coli. [Bearbeiten]
Reaktionstypen: Schlüsselrolle des Isocitrats
grün unterlegt). Rote Pfeile zeigen Wege des Citratzyklus: Addition von Acety-CoA an Oxalacetat (OA) zu Citrat (Cit); Isomerisierung von Citrat zu Isocitrat. Grüne Pfeile zeigen die für den Glyoxylatzyklus typischen Wege: Zerlegen von Isocitrat in Glyoxylat (Glx) und Succinat (Suc); Addition von Acetyl-CoA an Glx zu Malat (Mal). Im Normalfall dominiert Isocitrat-Dehydrogenase
und damit die Reaktionsfolge des Citratzyklus
Abbildung: Citratzyklus und Glyoxylatzyklus - Weichenstellung am Isocitrat (IC
Bei Kohlenhydrat-Mangel wird IC-Dehydrogenase phosphoryliert und damit inaktiviert: IC-Lyase gewinnt die Oberhand und damit die Spaltung in Glx und Suc. [Bearbeiten]
Literatur
Hurley JH
8635-8639 [Bearbeiten]
Koshland DE
Stroud RM (1989). "Structure of a bacterial enzyme regulated by phosphorylation
Thorsness PE
Helmers NH
Ramalingam V
isocitrate dehydrogenase." Proc Natl Acad Sci U S A 86
Weblinks
Glyoxisomen und Peroxisomen (http://www-ang.kfunigraz.ac.at/~kohlwein/ZellBiochem02/pex.htm) Isocitrat-Dehydrogenase in E. coli (http://biocyc.org/ECOLI/new-image?type=ENZYME&object=ISOCITHASE-CPLX) Isocitratdehydrogenase-Kinase/Phosphatase (http://biocyc.org/ECOLI/new-image?type=ENZYME&object=CPLX0-230)
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Glyoxylat-Zyklus
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