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Diskussion : Globale Erwärmung
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Globale Erwärmung
Stichpunkte
Allgemein
Die globale Erwärmung ist ein weltweites Klimaphänomen
das den Anstieg der durchschnittlichen
globalen Oberflächentemperatur bezeichnet
Dabei wird nicht die Klimageschichte der Erde in ihrer Gesamtheit betrachtet
sondern insbesondere die letzten 150 Jahre
Um dieses Phänomen zu erklären
werden sowohl natürliche als auch durch den Menschen verursachte Gründe in Betracht gezogen
Die Bezeichnung wurde im Verlauf der 1980er und 1990er Jahre geprägt
einer langsamen Abkühlung der Erdoberfläche
Vor dieser Zeit war man in der Wissenschaft vom umgekehrten Effekt
"Verbergen") 1 Grundsätzliches 2 Ursachen 3 Klimamodelle 4 Auswirkungen 5 Die Arbeit des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) 6 Die Rahmenvereinbarung der UN und das Kyoto-Protokoll 7 Weitere Zusammenhänge 8 Situation in Deutschland 9 Aktuelle Forschungen 10 Individuelle Methoden zur Verringerung des CO2-Ausstoßes 11 Großtechnische Lösungsansätze 12 Literatur 13 Weblinks 14 Siehe auch [Bearbeiten]
überzeugt. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Grundsätzliches
Wissenschaftler glauben heute im Allgemeinen
dass die gestiegene Konzentration der vom Menschen emittierten Treibhausgase in die Atmosphäre dabei eine wichtige Rolle spielt
so dass die Erdoberfläche wärmer wird als bei einer ungestörten Atmosphärenzusammensetzung
Dies bezeichnet man als anthropogenen Treibhauseffekt
bei dem die Erdatmosphäre die in Wärme umgewandelte Strahlung der Sonne in erhöhtem Maße absorbiert
Der natürliche Treibhauseffekt durch naturgegebene Klimagase ist hingegen für die Entwicklung höherer Lebewesen von entscheidender Bedeutung
Ohne diesen seit Entstehung der Erdatmosphäre wirksamen Effekt läge die jährliche Durchschnittstemperatur der Erde bei ca. -18 Grad Celsius
Sie wäre deshalb für die meisten Lebewesen unbewohnbar
Als Hauptbeweis für die derzeitige globale Erwärmung werden die weltweiten Temperaturmessungen seit 1860 herangezogen
dass die durchschnittliche Temperatur an der Oberfläche im 20
Die Daten zeigen
korrigiert um den städtischen Aufwärmungseffekt
2 °C zugenommen hat
6 °C ± 0
Jahrhundert um 0
Die größte Erwärmung fand in zwei Perioden statt: 1910 bis 1945 und 1976 bis 2000 (Quelle: IPCC)
gewissen Annahmen unterstellt sind
Es sei beachtet
wie die oft verwendete des US-Wissenschaftlers Michael Mann
dass Klimakurven
Solche Klimakurven versuchen
als es noch keine Klimaaufzeichnungen gab
aus Baumringen und anderen natürlichen Beobachtungen zu rekonstruieren
das Klima der vergangenen Jahrhunderte
der zu anderen Klimakurven kam
etwa vom deutschen Forscher Hans von Storch
Es gab jedoch immer wieder Kritik an solchen Modellen
die ein optimistischeres Bild zeigen
des globalen Meeresspiegels
Gletscherschmelze und extreme Wetter-Ereignisse im 20
der Wolkendecke
El Niño
des Niederschlags
Allen Modellen gemeinsam ist jedoch die Erkenntnis
dass der Treibhauseffekt zu einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Erwärmung geführt hat und weiter führen wird. Weitere Indizien sind die beobachteten Veränderungen des Umfangs von Schneedecke und Eis an den Polen
Jahrhundert
Satellitendaten zeigen beispielsweise eine zehnprozentige Verringerung der Schneedecke seit den späten 1960ern
und es gab einen ausgedehnten Rückzug der Berggletscher in nicht polaren Regionen im ganzen 20
die Ausdehnung des Packeises im Frühling und Sommer der nördlichen Hemisphäre hat seit den 1950ern um 10 % bis 15 % abgenommen
Jahrhundert. (Quelle: IPCC) [Bearbeiten]
Ursachen
Veränderungen des Erdklimas treten hauptsächlich durch die Veränderlichkeit der Sonneneinstrahlung auf
Die Sonneneinstrahlung verändert sich im Wesentlichen durch die elfjährigen Sonnenfleckenzyklen
durch die Überlagerung verschiedener Präzessions-Bewegungen der Erdachse sowie durch die wechselnde Wolkenbedeckung der Erdoberfläche
wie Vulkanausbrüche oder Meteoriteneinschläge haben in der Klimageschichte der Erde teils dramatische Auswirkungen gehabt
Sporadisch auftretende Ereignisse
Als weiterer wichtiger Einflussfaktor gilt die landwirtschaftliche und industrielle Tätigkeit des Menschen
Ein weiterer Einflussfaktor betrifft die Wolkenbildung durch die Bildung von Kondensationskeimen durch kosmische Höhenstrahlung
dem Erdmagnetfeld und dessen Verformung durch den Sonnenwind. Starke Sonnenaktivität führt zu einer Verringerung der auf die Erde treffenden kosmischen Strahlung
Untersuchungen des Max-Planck-Institutes für Aeronomie (ETH Zürich) zufolge ist der Anteil von in der Erdatmosphäre eintreffenden kosmischen Partikeln stark abhängig von Wechselwirkungen zwischen dem Magnetfeld der Sonne
Damit nimmt auch die Bewölkung ab
so dass die Temperatur dort ansteigt
Bei schwacher Sonnenaktivität und einem schwächeren solaren Magnetfeld kann permanent vorhandene
energiereiche Strahlung aus dem Weltall tiefer in die Erdatmosphäre eindringen und dort zur Bildung von Höhenwolken beitragen
Dies hat zur Folge
dass die solare Einstrahlung sinkt und die Erde tendenziell abkühlt
1 (http://www.wissenschaft.de/wissen/news/155841.html) 2 (http://deepsky.de/modules.php?name=News&file=article&sid=239) Diese Zusammenhänge sind komplex und wurden lange vernachlässigt
weil gängige Rechenmodelle Einflussfaktoren wie Höhenwolken und die dadurch verringerte Sonneneinstrahlung weitgehend außer Acht lassen. Über die planetare Wolkenbedeckung standen und stehen nur sehr spärliche Daten zur Verfügung
insbesondere auch deshalb
durch Abholzung der Regenwälder und die Emission von Aerosolen wie Sulfate (Quelle: IPCC)
Menschengemachte Faktoren sind verknüpft mit der Veränderung der Umwelt durch den Menschen
durch die Verminderung der Ozonschicht in der Stratosphäre
zum Beispiel durch die Emission von sogenannten Treibhausgasen
welche einen erheblichen Aerosoleintrag bewirken
Weitere Einflüsse entstehen durch die Verbrennung von natürlichen und kohlendioxidneutralen Brennstoffen (Holz
Dung)
Insbesondere Asien
Indien und Afrika sind davon betroffen
Schwebende Kohlenstoffpartikel verhindern eine Wolkenbildung und erhöhen so die örtliche Einstrahlung
Wissenschaftler stimmen zu
dass innere Faktoren und natürliche äußere Faktoren zu signifikanten Änderungen des Klimas führen können
deren Ausschläge vergleichbar waren mit denen der momentanen Erwärmung
Im vergangenen Jahrtausend gab es eine Warmzeit im Mittelalter sowie eine kleine Eiszeit
Die kleine Eiszeit ist gewöhnlich verknüpft mit der Reduktion der Sonnenaktivität oder mit den Auswirkungen eines großen Vulkanausbruchs
In der Vergangenheit haben einige Wissenschaftler behauptet
dass die beobachtete Erwärmung nur eine „Erholung“ von der kleinen Eiszeit ist (Quelle: The Sceptical environmentalist)
Seit Beginn der Industriellen Revolution wurden große Mengen an Treibhausgasen durch den Menschen emittiert
Seit 1750 ist die Kohlenstoffdioxidkonzentration um 31 % gestiegen
Stickstoffoxide um 17 % und bodennahes Ozon um 36 %. (Quelle: IPCC) Zu etwa 20% trägt Methangas zur globalen Erwärmung bei
Methan sogar um 151 %
Schafe und Ziegen; diese stoßen häufig auf und entlassen das Gas dabei an die Umwelt
Es entstammt hauptsächlich dem Verdauungsvorgang der in Massentierzucht gehaltenen Rinder
zusammen mit der Tierzucht werden hier ca
Auch der Reisanbau ist wesentlicher Mitverursacher der Methangasemmisionen
90% des Methangasaufkommens erzeugt
Der größte Teil dieser Gase wurde durch Verbrennung von fossilen Brennstoffen verursacht
Nordamerika
Südeuropa oder in den Tropen hat wahrscheinlich dazu beigetragen
Auch die Abholzung von Wäldern in Sibirien
denn alte Wälder speichern viel Kohlenstoff
Kohlenstoffdioxid zu absorbieren und seit 1990 ist die Menge des aufgenommenen Kohlenstoffs größer als die durch Abholzung freigesetzte Menge
Jedoch tragen junge Wälder in Nordamerika und Russland dazu bei
Nicht der ganze Kohlenstoffdioxidausstoß sammelt sich in der Atmosphäre an
Die Hälfte wird durch Wälder und Meere aufgenommen
dass die Aufnahme von Kohlenstoffdioxid durch Pflanzen zunimmt
Ausserdem muss erwähnt werden
wenn der Kohlenstoffdioxidgehalt in der Atmosphäre steigt
um das Pflanzenwachstum zu fördern. (Siehe Kohlenstoffkreislauf)
In manchen Treibhäusern nutzt man diesen Umstand
Ca
20% Anteil haben die Abgase von Verbrennungsmotoren von Autos. [Bearbeiten]
Klimamodelle
dass die Erwärmung von 1910 bis 1945 durch natürliche Phänomene erklärt werden kann (Schwankungen der Sonnenstrahlung)
Klimasimulationen zeigen
aber die Erwärmung von 1976 bis 2000 ist nur im Zusammenhang mit menschgemachten Treibhausgasen erklärbar
Deshalb ist eine Mehrheit der Wissenschaftler heute davon überzeugt
dass der Großteil der Erwärmung wahrscheinlich auf die steigenden Treibhausgas-Konzentrationen zurückzuführen sind
Diese Folgerung beruht auf der Genauigkeit der Modelle und der richtigen Einschätzung der äußeren Faktoren
dass sich aber mit besseren Modellen nicht unbedingt die Voraussage ändert
Die Mehrheit der Wissenschaftler stimmt zu
dass wichtige Klimabesonderheiten nicht in den Klimamodellen berücksichtigt werden
die die Schlussfolgerung verändern würden
Klimakritiker verweisen auf die Mängel der Modelle und ungenügend berücksichtigte externe Faktoren
Aus Sicht der Klimakritiker sind die Klimasimulationen nicht in der Lage
Partikel
Wasserdampf oder Wolken und vor allem dynamische Rückkopplungseffekte (beispielsweise Ein- und Auslagerung von CO2 in Abhängigkeit von Meeres-Strömungen und Wasser-Temperatur
CO2-Absorptionsverhalten von Meeres-Plankton
CO2-Absorption durch Ausweitung von Vegetation und anderem) erfolgreich in die Modelle zu integrieren
dass die Sonne einen größeren Einfluss an der globalen Erwärmung hat als bisher angenommen
Klimakritiker gehen auch davon aus
seien aber in den Modellen nicht berücksichtigt
Einige indirekte solare Effekte könnten sehr wichtig sein
Sie verweisen auf die wechselvolle Klimageschichte der Erde
035 %) sowie extreme Warm- und Kaltzeiten aufweist (zum Beispiel eisfreie Pole)
die sowohl CO2-Konzentrationen bis zu 15 % (heute 0
Diese erheblichen Klimaänderungen seien gänzlich ohne menschlichen Einfluss entstanden
Daraus ergebe sich die Schlussfolgerung
dass der menschgemachte Anteil an der globalen Erwärmung niedriger sei als bisher angenommen. (Quelle: The Sceptical Enviromentalist) [Bearbeiten]
Auswirkungen
Bild nicht gefunden Auswirkung der Globalen Erwärmung Hochrechnungen der Zuwachsraten aller Treibhausgase würden je nach angewandtem Modell bis 2050 die globale Temperatur um 1 bis zu 5 Grad erhöhen
die Wirtschaft und die Umwelt
Aufgrund der potentiellen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit
ist die globale Erwärmung von großem Interesse
Einige Umweltveränderungen wurden schon beobachtet und auf die globale Erwärmung zurückgeführt
Gletscherschmelze
steigender Meeresspiegel
die nicht nur Aktivitäten des Menschen beeinflussen
Wetteränderungen) sind Beispiele für jene Konsequenzen der globalen Erwärmung
Die oben erwähnten abgeleiteten Belege (verringerte Schneebedeckung
sondern auch die Ökosysteme
dass Ökosysteme sich verändern
Steigende Temperaturen weltweit bedeuten
Manche Spezies werden aus ihren Lebensräumen verdrängt (und u.a. solche
während sich andere unter den veränderten Bedingungen ausbreiten
aussterben)
die den sich geografisch schnell verschiebenden Vegetationszonen nicht folgen können
Ein vor allem den Menschen direkt betreffendes Problem dieser Verschiebung von Vegetationszonen sind z.T. gravierende Veränderungen der zu erntenden Lebensmittelmengen; insgesamt wird hier eine Verschlechterung erwartet
Jedoch könnte die globale Erwärmung diesbezüglich auch positiv sein
da höhere Temperaturen und höhere Kohlenstoffdioxidkonzentrationen die Produktivität mancher Anbauarten erhöhen
Satellitendaten zeigen
dass die Produktivität sich auf der Nordhalbkugel seit 1982 erhöht hat
was aber vermutlich primär auf einen erhöhten Eintrag von düngewirksamen Stickstoffverbindungen (vor allem NH4+) als Umwandlungsprodukte von Abgasen (NOx) zurückzuführen ist. Eine andere große Sorge ist die Erhöhung des Meeresspiegels
falls der Anstieg nicht gestoppt wird
Der Meeresspiegel ist um 1 cm bis 2 cm pro Jahrzehnt gestiegen
dass sie im Meer versinken
und einige kleine Länder im Pazifischen Ozean befürchten
weil sich das Meerwasser ausdehnt
Die globale Erwärmung führt zum Anstieg des Meeresspiegels
Außerdem sorgen sich manche Wissenschaftler
dass Gletscher und Polkappen schmelzen könnten
Der Meeresspiegel würde als Konsequenz einige Meter ansteigen
Durch die Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur steigt die Verdunstung
was zu stärkeren Niederschlägen
Erosion und zur Verstärkung des Treibhauseffektes durch gasförmigen Wasserdampf führt
Der erhöhte Energiegehalt in der Atmosphäre vor allem in Form von Wasserdampf wird voraussichtlich die Zunahme extremer Wetterbedingungen verursachen
Die globale Erwärmung kann auch weniger offensichtliche Wirkungen haben: Die ozeanischen Ströme
zum Beispiel der Golfstrom
dass in den Polarmeeren Meerwasser gefriert
werden davon angetrieben
was zu einem grösseren Salzgehalt im umgebenden Wassers führt
Dabei gefriert nur das Wasser
das Salz bleibt im umgebenden Meer zurück
desto höher seine Dichte
Je salziger das Meerwasser
Daher sinkt dieses salzigere Meerwasser an den Grund des Ozeans und bildet so die Pumpe für die ozeanischen Ströme
Daher werden durch die Folgen der Klimaerwärmung die ozeanischen Strömungen abgeschwächt. Auf der Erde herrscht durch die unterschiedliche Steilheit der Sonnen-Einstrahlung ein Energiedefizit zwischen den energiereichen Tropen und den energiearmen Polen
Da in einem geschlossenen System ein solches Energieungleichgewicht jedoch nicht existieren kann
muss dieses Ungleichgewicht durch den Transport von Wärme von den Tropen in Richtung Pole ausgeglichen werden
andererseits durch die oberirdischen Luftströme
Dies geschieht einerseits durch die ozeanischen Ströme
Wenn nun die ozeanischen Ströme schwächer werden
müssen sich gezwungenerweise die oberirdischen Luftströme verstärken
könnte es mit der Zeit auch zu einem Versiegen der ozeanischen Ströme kommen
was ganz allgemein zu höheren Windgeschwindigkeiten und stärkeren Unwettern führt. Falls sich das Klima weiter erwärmt
Ein Versiegen des Golfstroms hätte dann einen massiven Kälteeinbruch in ganz Westeuropa und Nordeuropa zur Folge. Weitere Folgen: Verschiebung des Anteils der Klimazonen: die boreale Zone würde von zur Zeit 23 % auf weniger als 1 % zurückgehen
während die tropische Zone von 25 % auf 40 % ansteigen würde
Verschiebung der Vegetationszonen: Die Tundra würde verschwinden
Savannen und Steppen würden von 18 % auf 29 % zunehmen und die Wüsten würden sich um 3 % vergrößern
der Wald würde von 58 % auf 47 % zurückgehen
Abschmelzen des Nordpolareises und der Gletscher Anstieg des Meeresspiegels
dadurch Verstärkung des Treibhauseffektes und Zunahme der Bodenerosion Verlagerung der Anbauzonen nach Norden in Gebiete mit schlechteren Böden Verlagerung der trockenen Zonen nach Norden in die dicht besiedelten Gebiete der Erde [Bearbeiten]
Überflutung von Inseln und dicht besiedelten Küstenregionen Steigerung der Regenfälle durch verstärkte Verdunstung
Die Arbeit des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change)
Als internationale Institution wurde der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderung Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) eingerichtet
Er untersucht und bewertet für seine Berichte weltweit die Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Klimaänderungen
Die IPCC-Aussagen basieren auf mehreren Klimamodellen
die 35 verschiedene Emissionsszenarien einbeziehen
Diese Szenarien ergeben sich aus unterschiedlich vorhergesagten Mengen von Treibhausgasen und Aerosolen
die vom Menschen verursacht werden
Die Daten berücksichtigen dabei auch die Vorhersagen von ökonomischen Modellen
8 °C und eine Erhöhung des Meeresspiegels von 0
Im letzten IPCC-Bericht wird als Bandbreite aller Modelle und aller Szenarien im Zeitraum von 1990 bis 2100 eine Oberflächentemperaturerhöhung von 1
1 m bis 0
9 m projiziert
4 °C bis 5
und wägt die Kosten der erwarteten Folgen gegen die Kosten der vorgeschlagenen Maßnahmen ab
Das IPCC berücksichtigt auch die von den erwarteten Klimaänderungen verursachten Folgen für die Zivilisation
Die Aussagen des IPCC-Berichts von 2001 werden derzeit nur von einer Minderheit in Frage gestellt
Hauptkritikpunkte sind die unzureichend einbezogene Komplexität der Ozeansysteme und die zu grobe Rasterung der Erdoberfläche
Auch die Zusammenhänge zwischen Klimaerwärmung und Sonnenaktivitäten sind keineswegs vollständig geklärt
z.B. eine vollständige Versorgung mit Erneuerbaren Energien
Diese methodische Kritik wird oft vermischt vorgetragen mit grundsätzlichen Bedenken gegen mögliche Gegenmaßnahmen
Viele in der Öffentlichkeit auftretende Bedenkenträger sind zudem den Hauptemittenten von Treibhausgasen zuzuordnen
Diese Verquickungen machen es schwierig
die offensichtlichen Unsicherheiten in der Klimaberechnung sowohl von Panikmache wie auch von fossiler Ressourcenpropaganda abzugrenzen. [Bearbeiten]
Die Rahmenvereinbarung der UN und das Kyoto-Protokoll
wird die globale Erwärmung durch die Allgemeinheit zur Kenntnis genommen und von manchen politischen Führern als Bedrohung angesehen
Auch wenn Zweifel über ihr Ausmaß bestehen
Es wurden Reduktionen der Emissionen von Treibhausgasen vorgeschlagen
Nur eine weltweite Übereinkunft kann die Emissionen verringern
Das Kyoto-Protokoll wurde von allen industrialisierten Staaten unterschrieben
die Emissionen auf einen Pegel unterhalb von 1990 zu reduzieren
die darin übereinstimmten
Entwicklungsländer wurden von dieser Regel befreit
Die Vertreter der USA – in diesem Land entstehen 1/3 der Treibhausgase – verließen das Kyoto-Protokoll
noch bevor es vom Kongress ratifiziert werden konnte
Diese Entscheidung von Präsident George W
Bush ist international sehr umstritten
Die weltweit größten Emittenten USA
China und Indien sind zusammen für ca
Russland
50 % der Gesamtemissionen verantwortlich
die beiden letzteren aber bis zum Jahre 2013 von einer Reduzierungspflicht ausgenommen
sondern auch dessen Absorption durch die Biosphäre (hier: Felder
Wälder und Wiesen) einbezogen
Umstritten sind andererseits auch die Berechnungsmethoden im Kyoto-Protokoll: Hier wurde nicht nur die Höhe des Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes pro Staat festgeschrieben
ist wissenschaftlich allerdings ungeklärt
Wie viel Kohlenstoffdioxid die Biosphäre bindet und über welchen Zeitraum diese Bindung wirksam ist
Russland wurde angesichts seiner großflächigen Wälder im Kyoto-Protokoll dennoch eine Gutschrift von jährlich 17 Megatonnen Kohlenstoffdioxid zugestanden
Dieses Angebot wurde im Laufe der Verhandlungen auf das Doppelte erhöht
Eine wissenschaftliche Basis für diese Zahlen gibt es nicht
Diese Anrechnung von Waldflächen wurde nachträglich hinzugefügt
um Zweifler zu überzeugen. [Bearbeiten]
Weitere Zusammenhänge
und weisen hin auf positive Nebeneffekte bei der Luftreinerhaltung (etwa in Städten)
Befürworter von Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen stellen diese Maßnahmen in Zusammenhang mit anderen Initiativen zum Umweltschutz
dass der Mensch keinesfalls diese Änderungen aufhalten kann
sondern sie betonen auch
Gegner von Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen (Klimakritiker) halten nicht nur den Einfluss des Menschen auf die globale Erwärmung für vernachlässigbar
Es wird bemängelt
dass erhebliche finanzielle Mittel in einem „aussichtslosen“ Projekt gebunden werden
obwohl sie an anderer Stelle nötiger gebraucht würden
Sie weisen auf die Kosten für die Industrie und den Einzelnen hin und sagen ein vermindertes wirtschaftliches Wachstum voraus
um eine signifikante Änderung des Klimas zu bewirken
Ein kritischer Punkt ist vor allem
dass im allgemeinen Bewusstsein der Bevölkerung nicht präsent ist
wie erheblich der Verzicht auf fossile Brennstoffe sein müsste
Der als Idealfall vorzustellende vollständige Verzicht von fossilen Brennstoffen führt nach gängiger Lehrmeinung wegen der Trägheit des Abbaus von Klimagasen mindestens noch eine Generation lang (ca
50 Jahre) zu weiterem Temperaturanstieg
Der Verzicht dürfte aber praktisch jeden Anwendungsfall menschlicher Technologie außer Betrieb setzen
Die Folgen für die Zivilisation wären unkalkulierbar
was viele Experten schon heute für unmöglich halten
Ersatztechnologien müssten mit Hilfe fossiler Brennstoffe noch vor deren Ende entwickelt und gebaut werden
fossile Energieträger würde das heutige Wirtschaftssystem kollabieren lassen
Der gänzliche Verzicht auf klimarelevante
ohne dass der Untergang droht
was eine Umstellung auf regenerative Energiequellen notwendig macht. Auch mit bereits entwickelten Technologien kann das Problem gelöst werden
Befürworter führen ins Feld
dass die Vorräte der fossilen Energieträger sowieso in kurzen (Öl: 25 Jahre) bis mittleren (Kohle: 200 Jahre) Zeiträumen erschöpft sind
Entscheidend ist
dass die Effektivität des Energieeinsatzes erhöht wird
wie folgendes Beispiel zeigt: um 100 km mit dem PKW zu fahren kann man 25 l oder 4 l verbrauchen. [Bearbeiten]
Aber auch dass ist eher politisch-organisatorische als eine technische Frage
Situation in Deutschland
In Deutschland wurden im Jahr 2003 temperaturbereinigt 844 Millionen Tonnen CO2 emittiert
Bei einer Bevölkerungsanzahl von 82
5 Millionen entspricht dies einer rechnerischen Pro-Kopf Emission von 10
2 Tonnen CO2 pro Bundesbürger
1 Mio
Die Bundesregierung hat eine nationales CO2-Reduktionsziel aufgestellt: In diesem wird angestrebt
die deutschen Emissionen des Jahres 1990 (temperaturbereinigt: 1021
Tonnen) bis zum Jahr 2005 um 25 % zu senken
1 Mio
Dies entspricht einer Emissionsmenge von 759
Tonnen für ganz Deutschland beziehungweise 9
2 Tonnen pro Bundesbürger im Jahr 2005. Um dieses Ziel zu erreichen
müsste jeder Bundesbürger folglich zwischen 2003 und 2005 rechnerisch genau eine Tonne CO2 einsparen
wenn man seinen Strom von einem Ökostromanbieter (mit einem Emissionwert von 200 Gramm CO2 pro kWh Strom) bezieht
Dies könnte man folgendermaßen erreichen: Bei einem jährlichen Stromverbrauch von 1300 kWh und den durchschnittlichen Emissionen des deutschen Kraftwerkparks (rund 620 Gramm CO2 pro kWh Strom) lässt sich rund eine halbe Tonne CO2 einsparen
Eine weitere halbe Tonne könnte man einsparen
wenn man im Jahr 2005 220 Liter weniger Benzin verbraucht als im Jahr 2003. [Bearbeiten]
Aktuelle Forschungen
Im Januar 2005 veröffentlichte die mit dem Programm Climate Prediction arbeitende Gruppe erste Ergebnisse ihres mit SETI@home vergleichbaren Client-Projektes in der Fachzeitschrift Nature (Ausgabe vom 27
Januar 2005)
Darin ergaben sich Reichweiten einer zukünftigen Erwärmung zwischen 2 und 11 Kelvin
Die großen Unsicherheiten in der Voraussage lassen aber noch keinen Schluss über die wahrscheinlich tatsächlich eintretenden Veränderungen zu
so der Artikel (Link siehe unten). [Bearbeiten]
Dafür seien präzisere Modelle nötig
Individuelle Methoden zur Verringerung des CO2-Ausstoßes
Jeder Einzelne trägt einen Teil zum Treibhausgasausstoß bei
Dieser kann jedoch durch Änderung des persönlichen Verhaltens beeinflußt werden
Die größten Potentiale zur Verringerung des ergeben sich beim Kohlendioxid
Es entsteht vor allem bei der Verbrennung fossiler Energieträger
Mittel zur Reduzierung sind: Energieeinsparung die Nutzung alternativer Energieformen beispielsweise erneuerbare Energie Verkehr Autos mit nachwachsenden Rohstoffen (Biodiesel/Pflanzenöl) betreiben
aber bei gleicher Fahrstrecke wird wesentlich weniger CO2 emittiert als bei einem Betrieb mit Benzin oder Diesel. Haushalt Erneuerbare Energien verwenden thermische Solaranlage installieren Photovoltaikanlage installieren Strom bei Anbieter mit zusätzlich installierter regenerativer Erzeugung beziehen klimafreundlich heizen Wärmepumpe
da zählt die Dämmleistung) Vegetarische Nahrungsmittel anstelle Fleisch Wenn Fleisch lieber Huhn als Schwein oder Rind keine Flugananas und keine anderen per Flugzeug transportierte Nahrungsmittel erwerben Wegwerfartikel vermeiden (Verpackung sparen bringt übrigens wenig
Rapsölheizung im Garten weniger Düngemittel oder Pestizide benutzen im Urlaub nicht das Flugzeug benutzen keine langen Autoreisen/Motorradreisen durchführen im Beruf Wohnen und Arbeiten in räumlicher Nähe Kollegen zu klimafreundlichen Verhalten anhalten öffentliche Verkehrsmittel nutzen im Konsumverhalten auf stark verarbeitete Produkte verzichten Produkte aus Holz anstelle aus Kunststoffen bevorzugen (außer bei Wärmedämmung
wobei natürlich exzessive Verpackungen zu vermeiden sind – das
Pelletheizung
Erdgas ist ebenfalls ein fossiler Brennstoff und damit Miterzeuger der globalen Erwärmung
was IN der Verpackung steckt ist ausschlaggebend) [Bearbeiten]
Großtechnische Lösungsansätze
CO2-Sequestrierung – Die „Endlagerung“ des überschüssigen CO2 [Bearbeiten]
Literatur
Harald Kohl: Neuer Bericht zum Weltklima: Künstliche Heißzeit
S
Physik in unserer Zeit 33(5)
ISSN 0031-9252 R
232 - 238 (2002)
Zellner: Klimawandel: Eine Herausforderung für Wissenschaft und Gesellschaft
S
Chemie Ingenieur Technik 75(8)
ISSN 0009-286X C.D
983 ff. (2003)
Schonwiese: Globaler Klimawandel im Industriezeitalter
Geographische Rundschau 56(1)
S
4 - 9 (2004)
ISSN 0016-7460 [Bearbeiten]
Weblinks
ein mit SETI@home vergleichbares Projekt
climateprediction.net
das Klimamodelle am eigenen Computer ausrechnen lässt (englisch) (http://www.climateprediction.net) http://www.undoit.org/what_is_gb.cfm http://www.klimaentwicklung.de Abrupte Zunahme der Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre (http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/lis/18536/1.html) Internationaler Arbeitskreis für Verantwortung in der Gesellschaft e.V. (http://www.iavg.org/klimaveraenderung.htm) Die Homepage des Intergovernmental Panel on Climate Change (http://www.ipcc.ch) Artikel in der Fachzeitschrift Nature vom 27
welche aktuelle Presseberichte über die Klimaänderung in einen Wissenschaftlichen Kontext setzt. (http://www.realclimate.org) [Bearbeiten]
Januar 2005 über erste Ergebnisse von ClimatePrediction.net (http://www.climateprediction.net/science/pubs/nature_first_results.pdf) Englischsprachige Webseite
Siehe auch
Treibhauspotential
Treibhausgas
Klimakritiker
Treibhauseffekt
Klimageschichte
Emissionsrechtehandel Jahrhundertsommer ca:Escalfament global cs:Globálnà oteplovánà da:Global opvarmning en:Global warming es:Calentamiento global et:Globaalne soojenemine fr:Réchauffement global he:התחממות גלובלית ja:地�温暖化 no:Global oppvarming pl:Ocieplenie klimatu pt:Aquecimento global zh:全��暖
Klimarahmenkonvention
Klimaveränderung Klimaschutzpolitik
Kohlenstoffzyklus
Association of Small Countries
Klimawandel
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