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Glaube
Stichpunkte
Allgemein
durch besondere Gründe gefestigte Vorstellung
"Verbergen") 1 Zwei Bedeutungsebenen 2 Implikationen des Glaubens 3 Etymologie 4 Glaube und Wissen 5 Zitate 6 Siehe auch 7 Weblinks [Bearbeiten]
bzw. das ganze Vorstellungssystem eines Menschen. Für Immanuel Kant ist Glaube das "Für-wahr-Halten aus subjektiv zureichendem bei objektiv unzureichendem Grund". Die Gewissheitsgründe des Glaubens untersucht die Analysis fidei. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Glaube ist die subjektive
Zwei Bedeutungsebenen
1) Glaube beschreibt im Alltagssprachgebrauch die im Rahmen von Unsicherheit festgestellte Erwartung bezüglich irgendwelcher Tatsachen oder Zusammenhänge
Etwa: "Ich glaube
dass morgen die Sonne scheint". 2) Glaube im religiösen Sinne beschreibt die mit persönlicher Gewissheit ausgestattete Vorstellung oder ein ganzes Vorstellungssystem bezüglich aller die direkte Erfahrung überschreitenden Zusammenhänge
Derartiger Glaube wird meist in Gruppen gleichgesinnter Gläubiger mehr oder weniger organisiert kultiviert
generelle Außerexistenzfragen
Leben nach dem Tod
wird das Gesamtglaubenssystem als Religion und die zugehörigen menschlich-weltlichen Organisationen als Kirchen bezeichnet. [Bearbeiten]
innerweltliche Beschaffenheit (Mikrokosmos)
Gegenstand sind gerade solche Fragen
Sinnfragen. Soweit damit lange Tradition und große Anhängerzahl verbunden ist
die zugleich für den Einzelnen oder die Gruppe existentiell bedeutsam und ansonsten nicht wissbar sind: Existenz vor Beginn der Menschheit
Implikationen
des Glaubens
Kurz gesagt hat der Begriff Glaube nicht nur im religiösen Sinne 3 Eigenschaften: 1. etwas für richtig und wahr halten Carl Friedrich von Weizsäcker meint dazu in "Zeit und Wissen": Glaube ist kein intellektueller Akt
sondern eine Weise zu leben
wie man sich verhalten muß
wirklich gibt
sich in jeder Lage so zu verhalten
An etwas glauben heißt
woran man glaubt
wenn es das
Das Fürwahrhalten ist nur die der Reflexion zugängliche intellektuelle Spitze des glaubenden Verhaltens
Um es in einem Gleichnis auszudrücken: Der Fußballspieler muß den Ball ab und zu einem anderen Spieler seiner Mannschaft zuspielen
wenn er damit rechnen kann
daß der Partner den Ball übernimmt und gegebenenfalls zurückspielt
Das ist nur sinnvoll
Gewißheit hierfür gibt es nicht
denn der andere könnte durch den Gegner gehindert sein oder den Ball verfehlen
Trotzdem muß man ihm zuspielen
Dies mit dem Gegenüber trotz der Ungewißheit rechnende Zuspielen und Zurückerwarten des Balls ist Glauben..
Es wäre wiederum ein aus der Reflexion stammendes Mißverständnis
wenn man versuchen wollte
nun einen "berechtigten Glaubensinhalt" zu formulieren
so würde man wohl besser von Wissen reden. 2. etwas für wertvoll halten Ich habe versucht
Könnte man die "Berechtigung" eines Glaubensinhaltes erweisen
einige Weisen des Glaubens zu beschreiben
indem man selbst glaubt
Ich habe nicht versucht
musst du Deiner Einsicht folgen
denn das kann man nur
Zeit und Wissen) 3. sich jemandem oder einer Lehre anvertrauen Aber: Buddha lehrte: Wenn Deine Einsicht meiner Lehre widerspricht
also nicht von einem Ort jenseits der in jedem bewußten Glauben liegenden Entscheidung. (C.F. von Weizsäcker
über ihren Wert zu argumentieren
wird erfahren
ob meine Lehre von Gott ist (Joh
Jesus Christus sprach: Wer Gottes Willen tut
17) [Bearbeiten]
7
Etymologie
Das Wort "glauben" ist die Übersetzung des griechischen "pisteuein" mit vergleichbarem Wortsinn
Im Judentum dagegen wird meist die Vokabel "aman" verwendet: Sich an etwas festmachen
sondern im Gegenteil: "ich verlasse mich auf
ich binde meine Existenz an"
Ursprünglich gemeint war also nicht das unbestimmte "ich weiß nicht"
Gehorsam und Lebensübergabe. Glaube erklärt durch die hebräische Grammatik
Es geht also zentral nicht um einen Gegenpol zum Wissen
sondern um Vertrauen
Diese Vokabel "aman" mit der Schreibung "Aleph-Mem-Nun" wird nur in der Stammesmodifikation des "Hifil" (Aussprache "hä´ämin" im Deutschen mit dem Wort "glauben" übersetzt
Diese Stammesmodifikation drückt im allgemeinen einen kausativen Aspekt der Grundbedeutung aus
die Bedeutung im Hifil ist also "jemanden fest sein lassen" oder "jemanden sich als fest und unerschütterlich beweisen lassen"
Die Grundbedeutung der Buchstabenfolge (Wurzel) "Aleph-Mem-Nun" ist "fest" oder "unerschütterlich"
Und dies ist genau der Glaube
den sowohl das alte als auch das neue Testament meint
Dem Glauben zugrunde liegt eine Anlage des Menschen
sich an etwas festzumachen
einem (Welt- oder Menschen- oder Gottes-)bild
an einer Hoffnung
Ohne diese Grundausrichtung wäre ein Mensch haltlos und nicht überlebensfähig
woran speziell sich ein Mensch festmacht
Unabhängig davon ist
derselben Welt gegenüber
das Volk/eine Gemeinschaft oder Beziehung
die Familie) das Objekt des Glaubens bieten oder auch Lebensstrategien
Weltprinzipien bis hin zum Glauben an über- oder außerweltliche Kräfte und Personen (Götter oder Gott). ...Glauben heißt angeblich nicht wissen
die ihm als natürlichem Menschen gegeben war
wenn er weiterlebt
Hier können rein innerweltliche Dinge (z. B. die eigene Kraft
was jemand weiß.... Auch wer sich tief auf den Zweifel eingelassen und vielleicht sogar die Verzweiflung erfahren hat
...doch Wissen ist auch nicht mehr
findet sich schließlich
als das zu glauben
Er wird nun an vielen Stellen Vorsicht und relativen Zweifel gelernt haben
vielleicht ist ihm der schwebende Charakter aller Erkenntnis deutlich geworden
die Möglichkeit
alles anzuzweifeln
Aber indem er lebt
läßt er die Welt gelten. ..
die Erde hat mich wieder.< Die Träne ist das Wirkliche
in dem er aus der Verzweiflung zurückkehrt: >Die Träne quillt
und mit ihr die Welt
den man den religiösen nennt
denn weinen heißt leben. Wer überhaupt aus der wirklichen Verzweiflung zurückkehrt
Man kann dies kaum deutlicher sagen als Faust in dem Augenblick
das er schlicht gelten läßt
wird dabei wohl immer eine Erfahrung des Bereichs gemacht haben
Die Möglichkeit des Weiterlebens wird für ihn meist mit dieser Erfahrung zusammenhängen
das mit der Wirklichkeit
Sein weiteres Leben wird also ein Verhalten sein
die sich ihm in dieser Erfahrung gezeigt hat
in der Weise des Glaubens rechnet
auch wenn diese Wirklichkeit sich nicht oder nicht mehr unmittelbar zeigt
sondern eine Art des Lebens
ist also in besonderer Weise nicht ein bloßes Fürwahrhalten
wo er echt ist
Der religiöse Glaube
sondern ein aktives ständiges Ansprechen oder Anrufen eines sich nicht ohne weiteres Zeigenden. Carl Friedrich von Weizsäcker
Zeit und Wissen [Bearbeiten]
Es ist aber nicht ein bloßes Geltenlassen eines sich ohnehin Zeigenden
Glaube und Wissen
dass gerechtfertigter wahrer Glaube Wissen sei (GWG-Behauptung)
Lange Zeit nahm man an
das zum Wissen gerechtfertigter Wahrer Glaube nicht ausreicht (Gettier-Problem). [Bearbeiten]
Gettier gab dazu Gegenbeispiele an
die zeigten
Zitate
Liebe
diese drei
Vorlage:Wikiquote1 Nun aber bleiben Glaube
Hoffnung
aber die Liebe ist die größte unter ihnen. (1
Kor
13 zitiert nach der Lutherübersetzung 1984
13
die die Wahrheit suchen und zweifle an denen
die sie gefunden haben
was man nicht sieht. (Hebräer 11
Auf diesem Text basieren verschiedene kirchliche Kunstwerke.) Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das
1 zitiert nach der Bibelübersetzung Martin Luthers 1984) Glaube denen
und ein Nichtzweifeln an dem
was man hofft
ist Hoffnung
und wo Hoffnung ist
André Gide Wo Glaube ist
geschehen Wunder. (Werbespruch für eine Gesichtscreme gegen Falten) [Bearbeiten]
Siehe auch
Portal Religion Portal Bibel [Bearbeiten]
Weblinks
Religion & Glauben (http://www.dittmar-online.net/religion/index.html) Religion
Psychologie
Glauben und Lebenswege - sehr umfangreiche und neutrale Informationsseite (http://www.luckysoul.de) Aktuelle Literatur zum Thema Glaube (http://www.theologie-recherche.de/erkenntnislehre/6glauben-syst.htm) ca:Creença en:Belief et:Uskumus fr:Croyance hu:Hit pl:Wiara sv:Tro
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Glaube
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