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Diskussion : Geschichte der Raumfahrt
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Geschichte der Raumfahrt
Stichpunkte
Allgemein
"Verbergen") 1 Visionäre und Vordenker 2 Die A4/V2-Rakete und der erste bemannte Raketenflug 3 Sputnik und die frühe Raumfahrt in der Sowjetunion 4 Die Aufholjagd der USA und die Reise zum Mond 5 Weitere wichtige Schritte 6 Literatur 7 Weblinks [Bearbeiten]
Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Visionäre und Vordenker
Die Geschichte der Raumfahrt beginnt im frühen 20
Jahrhundert
Der Russe Konstantin Ziolkowski entwickelte in den 1900er Jahren die Theorie des Raketenantriebs und hatte unter anderem die Idee zur Flüssigkeitsrakete und zur Mehrstufenrakete
tatsächlich Raketen zu entwickeln
Es blieb jedoch bei der Theorie - er unternahm niemals Versuche
Der US-Amerikaner Robert Goddard begann in den 1910er Jahren erste Überlegungen zum Bau von Raketenmotoren und über Raumflüge zum Mond und zum Mars
Er wurde wegen seiner Visionen als Phantast abgetan und geriet in Bezug auf die Raumfahrt fast vollständig in Vergessenheit
Er gilt aber als "Vater der Raketentechnik"
1926 konnte er eine selbstentwickelte Flüssigkeitsrakete erstmals erfolgreich testen und erzielte auch einige Erfolge mit seinen Raketen
Erst im Zuge der Raketenentwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ihm die verdiente Anerkennung zu teil. Bild nicht gefunden Dr
den Deutschen die Idee der Raumfahrt schmackhaft zu machen
Wernher von Braun und die Saturn IB-Rakete 1923 veröffentlichte der Deutsch-Österreicher Hermann Oberth sein bekanntestes Werk Die Rakete zu den Planetenräumen
mit dem er versuchte
wurde es in den meisten Kreisen nicht ernst genommen und als Science-Fiction-Literatur abgetan. Oberth experimentierte mit dem Bau von Raketen und erkannte
Obwohl der zunächst in Siebenbürgen tätige Wissenschafter mit diesem Buch die theoretischen und technischen Grundlagen für Raketen und Raumfahrt legte
dass nur Flüssigtreibstoff genügend Leistung entwickelt
um große Höhen zu erreichen
Ab den 1940er Jahren publizierte er zur Optimierung von mehrstufigen Raketen
der zum Leiter des amerikanischen Raketenprogramms aufgestiegen war. Sein Schüler Max Valier (1895?1930) aus Südtirol (damals noch Österreich) griff diese Ideen in Innsbruck
1955 stieß Oberth in Huntsville (Alabama)/USA zu seinem ehemaligen Schüler Wernher von Braun
Wien und München auf und wurde darüber wissenschaftlicher Autor
Mit Unterstützung Oberths veröffentlichte er 1924 das Buch Der Vorstoss in den Weltenraum (6 Auflagen bis 1930) und beschrieb - auch für Laien verständlich - ein Entwicklungsprogramm zur Raketentechnik
Vom Prüfstand über Raketenfahrzeuge und Flugzeuge führte es bis zur Raumrakete
Seine Experimente folgten diesem Weg
Schienenfahrzeuge und Flugzeuge
auch mit Fritz von Opel
mit diversen Antriebsarten und Brennstoffen
erfolgreich mit Raketenantrieben für Autos
als 1930 eine Brennkammer auf dem Prüfstand explodierte
und gilt als erstes Opfer der Raumfahrt. In den späten 20er Jahren gab es in Deutschland durch den Verein für Raumschiffahrt und Fritz Langs Stummfilm Die Frau im Mond einen regelrechten Boom des Raumfahrtgedankens
Er starb jedoch bei Versuchen mit Flüssigtreibstoff
der für die ersten praktischen Versuche mit Raketentechnik in Deutschland genutzt wurde
Dies führte zur Errichtung des Raketenflugplatzes Berlin in Berlin-Reinickendorf
Zu den Raumfahrtpionieren zählt auch Eugen Sänger (*1905 Böhmen
+1964 Berlin)
TU Graz)
1923 regte ihn Oberths Buch zu speziellen Studien in Graz an (Flugzeugbau und Konstruktion
Wegen Widerständen einiger Professoren änderte er seine Dissertation "Raketenflugtechnik" (1929) in Richtung Flugzeugbau
Treibstoff-Experimente führten zum Buch "Raketenflugtechnik" (1933) - eines der Standardwerke der Raumfahrtliteratur
1936 wechselte Sänger zur Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL) Berlin-Adlershof und erforschte den minimalen Energieaufwand für erdnahe Umlaufbahnen
weshalb der europäische Raumgleiter (Projekt ca
1970-80?) nach ihm benannt wurde. Die Weiterentwicklung Flugzeug - Raumflugzeug sollte nicht nur energetisch günstig
sondern auch ein Ausweg aus dem Rüstungswettlauf sein
So gründete Sänger die Internationale Astronautische Föderation IAF
förderte die internationale Raumfahrt-Kooperation und wurde 1962 an den neuen Lehrstuhl "Elemente der Raumfahrttechnik" der TU Berlin berufen
wo er 1964 während einer Vorlesung starb. [Bearbeiten]
Die A4/V2-Rakete und der erste bemannte Raketenflug
Wernher von Braun wurde ab 1929 ein Mitarbeiter Oberths und ab 1937 der technische Leiter des Entwicklungsprogramms für militärische Raketen in Kummersdorf und später in Peenemünde
die aufgrund einer Fehlkonstruktion nicht flugfähig war
1939 stellt von Braun in Kummersdorf die Rakete Aggregat 1 (A1) fertig
Das Nachfolgemodell
die A2
startet erfolgreich und erreicht bereits einige Kilometer Höhe
dass zu ihrem Test ein Umzug nach Peenemünde zwingend erforderlich wird
der Test schlägt jedoch fehl. Bild nicht gefunden Start einer V2 am 24
Die A3 (1936 entwickelt) ist bereits so groß
Juli 1950 1942 schließlich war die erste A4 fertiggestellt
bis sie schließlich als Waffe einsatzbereit war
Nach einem fehlgeschlagenen Startversuch hob die A4 - auch als V2 für Vergeltungswaffe 2 bekannt - schließlich im März 1942 vom Boden ab. Über die nächsten Monate wurde die Flugleistung der A4 kontinuierlich gesteigert
Der erste bemannte Raketenflug
fand am 1
allerdings mit tödlichem Ausgang
März 1945 auf dem Truppenübungsplatz Heuberg in der Schwäbischen Alb mit einer von Erich Bachem entwickelten Kleinrakete (Ba 349
Natter) statt
Luftwaffenleutnant Lothar Sieber
Der Pilot
starb vermutlich schon während des Fluges
bevor sich die Rakete in den Boden rammte
bereits bestehendes Programm
wurden von den USA mit Wernher von Braun und dem Großteil seiner engsten Mitarbeiter die beinahe komplette Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Peenemünde in die USA gebracht
um etwa 3500 deutsche Facharbeiter sowie Konstruktionspläne der V2 erweiterten
Während die Sowjets ihr eigenes
Braun
der im 3
weil er seine eigenen Raumfahrtträume für wichtiger als die militärischen Vorgaben gehalten hatte
Reich bereits Probleme bekommen hatte
ging nur allzu gerne und sollte in den folgenden Jahren an beinahe allen großen Raumfahrtprojekten der USA federführend beteiligt sein. [Bearbeiten]
Sputnik und die frühe Raumfahrt in der Sowjetunion
Erste ballistische Feststoff-Raketen wurden ab 1941 in der UdSSR bereits mit dem Mehrfach-Raketenwerfer namens Stalinorgel zur Serienreife gebracht und in großer Zahl in mehreren Versionen hergestellt und erfolgreich eingesetzt
Sergej Koroljow begann in den 30er Jahren in der Sowjetunion mit dem Bau von Raketen
erst nach seiner Freilassung 1944 konnte wieder an Raketenentwicklungen mitarbeiten
Im Zuge der Stalinschen Säuberungen wurde auch er verhaftet
Er wurde später der Chefkonstrukteur des sowjetischen Raketenprogramms
Koroljows Name wurde lange vor der Öffentlichkeit geheimgehalten - offizielle Verlautbarungen sprachen nur von "der Chefkonstrukteur"
Zu seinem ersten großen Erfolg gehört der Start von Sputnik 1 am 4
Oktober 1957 - das erste mal war ein künstlicher Satellit in die Erdumlaufbahn geschossen worden
fand dieses Ereignis weltweite Beachtung und versetzte dem Westen den so genannten Sputnik-Schock
Da Sputnik fortwährend Funksignale von sich gab
Das Gewicht des Sputnik-Satelliten ließ mit über 80 Kilogramm keinen Zweifel am militärischen Potential der Trägerrakete: Die UdSSR besaß nun Interkontinentalraketen
In den USA wurde die Raumfahrt zunehmend zum Politikum und Wahlkampfthema
Präsidentschaftskandidat John F
Kennedy kommentierte den Sputnik-Start mit den Worten: "Falls die Sowjets den Weltraum kontrollieren
dann können sie die Erde kontrollieren
die auch die Weltmeere kontrollierte." Die sowjetische Raumfahrt schritt weiter zügig voran und Sputnik 2 brachte noch im selben Jahr mit der Hündin Laika das erste Lebewesen in eine Erdumlaufbahn
so wie in den vergangenen Jahrhunderten diejenige Nation die Kontinente beherrschte
sondern auch wieder sicher zurück auf die Erdoberfläche
Sputnik 5 brachte schließlich 1960 eine ganze Reihe von Lebewesen nicht nur in den Orbit
Der nächste entscheidende Schritt erfolgte am 12
als Juri Gagarin mit der Wostok 1 als erster Mensch die Erde umkreiste
April 1961
Zum Vergleich: Der erste US-Amerikaner im Weltall (Alan Shepard) führte einige Wochen später am 5
Mai 1961 im Rahmen des Mercury-Programms lediglich einen 16-minütigen suborbitalen Flug durch
er erreichte also nicht einmal die Umlaufbahn um die Erde
also das Verlassen einer Raumkapsel nur geschützt durch einen Raumanzug
gelang schließlich Alexej Leonow am 2
Der erste Weltraumspaziergang
März 1965
Leonow kam allerdings nur knapp mit dem Leben davon
1966) und bereits 1959 erfolgte mit Lunik 3 die erste Mondumrundung
die das erste Foto der - von der Erde aus nicht sichtbaren - Mondrückseite lieferte
sowie weiche Mondlandung (Luna 9
Der UdSSR gelangen auch die erste harte (Lunik 2
1959)
und 1970 erfolgte die Fahrt des ersten unbemannten Roboterfahrzeugs auf dem Mond (Lunochod 1)
Mondgestein zurück zur Erde zu bringen
Mit Luna 16 und Luna 20 gelang es auch
Im gleichen Jahr glückte auch mit Venera 7 die erste weiche Landung auf der Venus. [Bearbeiten]
Die Aufholjagd der USA und die Reise zum Mond
Am 25
Mai 1961 hielt US-Präsident John F
in der er versprach
Kennedy seine berühmt gewordene Rede
"noch vor Ende dieses Jahrzehnts einen Menschen auf dem Mond zu landen und sicher zur Erde zurückzubringen." 1962 gelang es den USA schließlich mit John Glenn den ersten US-Amerikaner sicher in den Orbit und zurück zu bringen
Das Mercury-Programm erhielt nun einen Nachfolger
das Gemini-Projekt
die alle für die spätere Mondlandung notwendig sein würden
Im Rahmen dieses Programms wurden verschiedene Techniken erprobt
die am 9
Buzz Aldrin - Quelle: NASA Als Trägersystem für die Apollomissionen wurde die Saturn-Rakete entwickelt
um die Annäherung zweier Raumfahrzeuge zu erproben - ein Ankopplungsmanöver fand allerdings noch nicht statt
Michael Collins
Ein wichtiger Schritt waren die Missionen Gemini 6 und 7
dies wurde erstmals mit Gemini 8 erfolgreich erprobt. Bild nicht gefunden Apollo 11 Crew: Neil Armstrong
die kurz aufeinanderfolgend gestartet wurden
November 1967 ihren Jungfernflug hatte
und schon mit der Apollo 8-Mission 1968 wurde erstmals der Mond umrundet
einer einfachen Erdumkreisung
Mit der Apollo 7-Mission wurde das vollständige System erstmals im bemannten Einsatz getestet
Am Abend des 20
Juli 1969 landete Apollo 11 auf dem Mond
Neil Armstrong verließ um 3 Uhr 56 UT die Landefähre und betrat als erster Mensch den Mond mit dem legendär gewordenen Ausspruch: That's one small step for [a] man
one giant leap for mankind. (Vorlage:Audio) (Ein kleiner Schritt für einen Menschen
aber ein gewaltiger Sprung für die Menschheit). Am 7
Dezember 1972 fand mit Apollo 17 die bisher letzte bemannte Reise zum Erdtrabanten statt. [Bearbeiten]
Weitere wichtige Schritte
aber nach dem Ende des Apollo-Programms verließ kein Mensch mehr die unmittelbare Nähe der Erde
Die erste Wostokmission und die Apollomissionen gelten als Meilensteine im Bereich der bemannten Raumfahrt
auf die kommerzielle Nutzung des Orbits
Die Anstrengungen konzentrierten sich nun verstärkt auf die unbemannte Raumfahrt
sowie auf die permanente Etablierung der Menschheit im Orbit
Mit Saljut 1 wurde am 19
April 1971 die erste Raumstation in den Orbit gebracht
1981 erfolgte mit dem US-amerikanischen Space Shuttle Columbia der erste Start einer Raumfähre
Zwei tragische Unfälle trübten die ansonsten gute Erfolgsbilanz der Shuttles: Die Explosion der Challenger am 28
Januar 1986 kurz nach dem Start und der Absturz der Columbia am 1
Februar 2003 kurz vor der Landung
Im Frühjahr 1986 startete die Sowjetunion die Raumstation Mir
die mit einer Betriebsdauer von 15 Jahren die bislang erfolgreichste Raumstation war
Seit November 2000 ist die Internationale Raumstation ISS permanent bemannt
der weitere Ausbau der Station wurde aber nach dem Columbia-Unglück vorläufig eingestellt und die Besatzung auf zwei Personen reduziert
Am 15
Oktober 2003 gelang es der Volksrepublik China mit einer Rakete vom Typ Langer Marsch CZ-2F als dritter Nation nach der Sowjetunion und den USA Menschen ins All zu bringen
Russische Raumfahrt
Liste der unbemannten Raumfahrtmissionen
Siehe auch: Raumfahrt
Liste der bemannten Raumfahrtmissionen
Europäische Raumfahrt
Technikgeschichte [Bearbeiten]
Katastrophen der Raumfahrt
Literatur
ISBN 3-406-44753-8 (Berichtsstand: Ende 2000) [Bearbeiten]
Beck'sche Reihe 2153
ISBN 3-89393-194-5 (! Reicht nur bis Anfang der 80er Jahre !) Geschichte der Raumfahrt
Werner Buedeler
Geschichte der Raumfahrt
Sigloch Edition
Günther Siefarth
Weblinks
Archiv der Raumfahrtmissionen: Chronologie (http://solarsystem.dlr.de/RPIF/missions/chronologie.shtml) (des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt) http://members.aol.com/hpboehme/peene.htm http://www.raketenspezialisten.de http://www.esa.int/esaCP/GGGRAMKVPHC_Austria_0.html http://www.luftarchiv.de/flugzeuge/sonstige/ba349.htm
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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Geschichte der Raumfahrt
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