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Diskussion : Geschichte der Römisch-Katholischen Kirche
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Geschichte der Römisch-Katholischen Kirche
Stichpunkte
Allgemein
"Verbergen") 1 Alte Kirche 2 Mittelalter 3 Neuzeit 4 Literatur [Bearbeiten]
ebenso wie die orthodoxe
Die Römisch-Katholische Kirche versteht sich gemeinsam mit der Orthodoxen Kirche als die Kirche Jesu Christi in ungebrochener geschichtlicher Kontinuität seit dem Pfingsttag. Ihr Bischofsamt führt sie
anglikanische und altkatholische Kirche über eine nie unterbrochene "Reihe der Handauflegungen" - Apostolische Sukzession - auf die Apostel zurück. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Alte Kirche
regula fidei) und das dreigegliederte Amt von Bischof
Priester und Diakon
eine Strömung verschiedener das Materielle abwertender Geheimlehren
Im Kampf gegen die Gnosis
das Glaubensbekenntnis (kanôn tês pisteôs
kristallisierten sich im 2. Jahrhundert die Grundstrukturen der Kirche heraus: der Kanon der Heiligen Schriften
dessen Gemeinde die Gräber der "Apostelfürsten" hütete
Der Ehrenprimat des Patriarchats von Rom
war rechtlich und dogmatisch zunächst nicht definiert
als solcher aber in Ost und West unumstritten
Im ersten Konzil von Konstantinopel (381 n
Chr.) wurde der Ehrenrang der Patriarchate offiziell auf Rom > Konstantinopel > Alexandria > Antiochia > Jerusalem festgelegt
Die bestimmende theologische Richtung der Alten Kirche war die sog
Patrologie
die Väterlehre. [Bearbeiten]
Mittelalter
Da Rom und der lateinische Westen ab dem 5
entwickelte der Bischof von Rom im Westen eine zentrale Stellung und Autorität
Jahrhundert in den Wirren der Völkerwanderung keinen einheitlichen weltlichen Herrscher mehr hatte
Politische Stütze der Katholischen Kirche wurde das Reich der germanischen Franken nach deren Abwendung vom Arianismus
Pippin II. und Karl der Große begründeten und sicherten den Kirchenstaat
politische und kulturelle Entfremdung zwischen der römischen und den östlichen Kirchen führte zu Schismen im 9. und 11
wodurch der Papst zugleich weltlicher Herrscher wurde. Die zunehmende theologische
Jahrhundert woraus dann infolge der Plünderung von Konstantinopel definitiv das Morgenländische Schisma wurde
Das Mittelalter ist gekennzeichnet vom Streben nach einer religiös-politischen Einheitskultur
Die nach dem Zusammenbruch des Römerreichs neu entstandenen germanischen Staatenbildungen verstanden sich als christliche Reiche
galten der Sicherung dieser gesuchten Einheit
Kreuzzüge gegen den vorgedrungenen Islam und Inquisition gegen abweichende Glaubensrichtungen
von Königen teilweise leidenschaftlicher betrieben als von Bischöfen
als sie in der Reconquista die Eroberung der iberischen Halbinsel durch die Mauren rückgängig machten
Auch die katholischen Herrscher Spaniens waren religiös motiviert
Entscheidend für die Entwicklung des Westens war die Bipolarität von Papst und Kaiser
die das Entstehen von Staatskirchen verhinderte
Beim Investiturstreit des 12
Jahrhunderts zwischen Kaiser und Papst ging es vordergründig um die Vollmacht zur Ernennung von Bischöfen (Investitur)
letztlich um den Vorrang und die Grenzen von geistlicher und weltlicher Macht. Die Scholastik holte den verlorenen Geisteshorizont der Antike - teils vermittelt durch islamische Tradenten - unter christlicher Perspektive wieder ein
Kunst
Dichtung und Musik
in religiösen Bewegungen und Ordensgründungen
Die anfangs nur formale und oberflächliche Christianisierung der Bevölkerung wurde vertieft und fand ihren Ausdruck in Architektur
in zahlreichen karitativen Einrichtungen und Initiativen sowie im Fest- und Alltagsleben der Menschen. [Bearbeiten]
Neuzeit
Durch die Reformation verlor die Katholische Kirche weite Gebiete Nord- und Mitteleuropas
die sich in der Folge in moderater Weise der Reformation anschloss
Parallel dazu vollzog sich die politisch motivierte Abspaltung der Anglikanischen Kirche
Die frühe Neuzeit ist geprägt durch den Konfessionalismus
Der teilweise religiös motivierte Dreißigjährige Krieg verheerte Deutschland und schwächte seinen politische Zusammenhalt im Kaisertum. Nach der Entdeckung Amerikas folgten den spanischen und portugiesischen Eroberern katholische Missionare
In Lateinamerika - wie auch in Afrika - entstanden starke katholische Ortskirchen
die jedoch bis heute ihre Verflechtung in koloniale Strukturen nicht restlos ablegen konnten
Die Ostasienmission blieb dagegen weitgehend erfolglos. Die Aufklärung und die französische Revolution veränderten die geistige Situation und die kirchliche Ordnung Europas grundlegend
Die Zeit der geistlichen Fürstentümer in Deutschland endete
weltanschaulichem und moralischem Relativismus
Mit der Romantik des 19. Jahrhunderts begann jedoch ein Wiedererstarken der Katholischen Kirche
das im Ersten Vatikanischen Konzil mit der Dogmatisierung der Unfehlbarkeit des Papstes - abgelehnt u.a. durch die deswegen abgespaltene Altkatholische Kirche - einen triumphalen Höhepunkt fand. Das 20. Jahrhundert ist gekennzeichnet durch die Auseinandersetzung der Kirche mit den totalitären Herrschaftssystemen des Nationalsozialismus und des stalinistischen Kommunismus sowie mit der "Moderne" in Gestalt von historischem
teils in strikter Abgrenzung bis zum Martyrium geführt
Diese Auseinandersetzung wurde teils mit Kompromissen
Das Zweite Vatikanische Konzil markiert eine Periode der Öffnung und Modernisierung
Das Pontifikat Johannes Pauls II. ist durch das von ihm mitbewirkte Zusammenbrechen des Kommunismus
aber auch durch innerkirchliche Restaurationstendenzen geprägt. [Bearbeiten]
Literatur
Kleine Geschichte der katholischen Kirche
2002
2004
Hans Küng
ISBN 342627308X; Rezension (http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id_book=510)
Der Vatikan und Hitler - Die geheimen Archive
ISBN 3442760399 Peter Godman
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Geschichte der Römisch-Katholischen Kirche
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