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Diskussion : Geschichte Thailands
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Geschichte Thailands
Stichpunkte
Allgemein
Kambodscha und die Malakka-Halbinsel über einen Zeitraum von mehreren Tausend Jahren vor der Zeitenwende bis heute. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Laos
wie Birma
"Verbergen") 1 Geschichtliche Perioden 2 Vorgeschichte 3 Das Königreich Sukhothai 4 Das Königreich Ayutthaya 5 Die Chakri-Dynastie 5.1 Rama I
Die Geschichte Thailands betrachtet die Ereignisse auf dem heutigen Territorium des Staates Thailand und der mit ihm zusammenhängenden Nachbar-Regionen
Phra Phuttayodfa Chulalok (1782 – 1809) 5.2 Rama II
Phra Phuttaloetla (1809 – 1824) 5.3 Rama III
Phra Nang Klao (1824 – 3
April 1851) 5.4 Rama IV
Mongkut (3
April 1851 – 30
September 1868) 5.5 Rama V
Chulalongkorn (1
Oktober 1868 – 23
Oktober 1910) 5.6 Rama VI
Vajiravudh (23
Oktober 1910 – 26
November 1925) 5.7 Rama VII
Prajadibok (26
November 1925 – 2
März 1935) 5.8 Rama VIII
Ananda Mahidol (2
März 1935 – 9
Juni 1946) 5.9 Rama IX
Bhumibol Adulyadej (seit 1946) 6 Weblinks [Bearbeiten]
Geschichtliche Perioden
Vorgeschichte Das Königreich Sukhothai (13. – 14
Jh.) Das Königreich Ayutthaya (15. – 18
Jh.) Die Dynastie der Chakri (1782 bis Gegenwart) [Bearbeiten]
Vorgeschichte
Die Vorgeschichte Thailands reicht bis zur Gründung des ersten Thai-Königreiches Sukhothai (1238)
Im Jahre 1967 wurde im Dorf Ban Chiang (Nordost-Thailand) Bronzefunde ausgegraben
die ins 3
also in etwa zeitgleich mit den europäischen Funden
Jahrtausend v.Chr. datiert wurden
Siedlungen konnten bis ins 5
Jahrtausend v
Chr. nachgewiesen werden. Die Geschichte der frühen Thaivölker liegt weitgehend im Dunkeln
dass sie ab dem 6./7
Die Forscher gehen davon aus
Jh. n
Chr. über Generationen hinweg aus dem südlichen China über die kleineren Nebenflüsse weiter nach Süden vordrangen
Sie kamen somit kaum in Kontakt mit der eingesessenen Bevölkerung
wie Maekong und Salween
siedelte
die entlang der tiefeingeschnittenen großen Flüsse
Es handelte sich weniger um eine Eroberung als mehr um eine Übernahme per Revolution
Ratchaburi und Singburi (alle Zentralthailand)
Erste Stadtgründungen sind bereits vor der Zeitenwende erfolgt: Nakhon Pathom
In der geschichtlichen Zeit gründete Prinz Phrom um 857 n
Chr. die Stadt Fang westlich von Chiang Rai
das Königreich dehnte sich jedoch bis nach Sawankhalok (nördlich von Sukhothai) aus
Die Stadt konnte nie richtig aufblühen
Die anderen und zunächst mächtigeren Gestalter auf dem Boden des heutigen Thailand sind jedoch die Birmanen und die Khmer
die sich zahlreiche Auseinandersetzungen um die fruchtbare Ebene des Maenam Chao Phraya liefern
z.B. um Luang Prabang (heute Laos)
In den immer wieder auftretenden Zeiten des Umbruchs bildeten sich mehrere kleine Thai-Königreiche
Schließlich konnten die Thai im Jahre 1238 unter Sri Intarathitya die Khmer verdrängen
Sie erweiterten eine eroberte Khmer-Siedlung und nannten die Stadt Sukhothai (eine Legende spricht von einer Gründung ca
500 n
der von einer mythischen Naya-Prinzessin abstammen soll)
Chr. durch den sagenhaften König Chao Aluna Khmara
Dies war das erste Thai-Königreich
das den Anspruch auf das heutige Gebiet von Thailand erhob. [Bearbeiten]
Das Königreich Sukhothai
Bild nicht gefunden Sukhothai Sukhothai gilt als die Wiege des heutigen Thailand
Und als dessen Vater gilt der König Ramkhamhaeng (1275 – 1298)
das er mit kriegerischen und diplomatischen Mitteln auf Kosten der Khmer erweiterte
Geschickt formte dieser Herrscher aus den verschiedenen kulturellen Einflüssen ein einheitliches Gebilde
auf einer Kultur
die von den mongolischen Herrschern abgeleitet war
die aus der Assimilation mit den Khmer entstand und hatte im religiösen Bereich den singhalesischen Buddhismus als Grundlage
der von den Mon übernommen wurde
Es beruhte auf einer Ordnung
Um 1283 schuf Ramkhamhaeng das noch heute gebräuchliche Thai-Alphabet
Als älteste bekannte Inschrift in der Thai-Sprache gilt seine Regierungserklärung von 1292
die sich heute im Nationalmuseum Bangkok befindet
Sie erklärt den König zum Vater seiner Untertanen
zu deren Wohl er agieren soll
Freier Zugang zum König
freier Handel und Steuerfreiheit sowie eine milde Justiz machen diesen Staat zu einem für die damalige Zeit vergleichbar modernen Staatswesen
Phitsanulok
Lom Sak
Nakhon Si Tammarat
Tenasserim
Vientiane
Tak
Phetchaburi
Martaban
Taungup und Pegu. Gleichzeitig bildeten sich weitere Thai-Fürstentümer mit lokalen Machtzentren in Chiang Mai (durch den laotischen König Mangrai 1292 gegründet als Hauptstadt des Königreiches Lan Na ("Land der Millionen Felder")) und in Ayutthaya
Ratchaburi
Schließlich gehörten zu seinem Einflussbereich: Phrae
Nan
Suphanburi
Tavoy
Mae Sot
Luang Prabang
dass die Nachfolger Ramkhamhaengs sich weniger als Kriegsherren betrachteten
sondern sich mehr der Religion und der Wissenschaft zuwandten
Diesen beiden Reichen kam entgegen
dass diese Periode als die Blütezeit der Geschichte Thailands angesehen wird
Sukhothai hat ein so reiches Erbe an Kunstwerken
architektonischen und kulturellen Errungenschaften hinterlassen
Zu den Königen von Sukhothai siehe Sukhothai (Königsliste)
Ayutthaya nutzte die mangelhafte Wehrhaftigkeit von Sukhothai umgehend aus
dessen König Lue Thai wurde zum Vasallen Ayutthayas
Der Fürst U Thong übernahm das Königreich praktisch ohne Blutvergießen 1350
U Thong trat als erster König der Ayutthaya-Periode mit Namen Rama Thibodi ins Rampenlicht. [Bearbeiten]
Das Königreich Ayutthaya
mal weniger gut geführt. Rama Thibodi kämpfte zunächst erfolgreich gegen die Khmer
Bild nicht gefunden Wat Yai Chai Mongkol Über vier Jahrhunderte lang bestimmt Ayutthaya wesentliche Elemente der Geschichte Südostasiens und wird in dieser Zeit durch 33 Herrscher mal mehr
eroberte Angkor und vertrieb den Khmer-König nach Laos
Er ließ nach dem Vorbild von König Ramkhamhaeng ein Gesetzbuch verfassen
das sich als Codex unter Beachtung der Thai-Sitten an hinduistische Quellen anlehnte
um sich von den hinduistisch beeinflussten Khmer abzugrenzen
Gleichzeitig sorgte er für den Bau von Tempeln und für die Einführung des Theravada-Buddhismus
In der Folge gelang es den Königen von Ayutthaya
indem ein Prinz von Ayutthaya zum Gouverneur in Phitsanulok (Bisnuloka) gemacht wurde
das Reich der Khmer im Jahre 1431 endgültig zu zerstören und die Dynastie von Sukhothai zu beenden
wobei ein relatives Kräftegleichgewicht einen Sieg der einen oder anderen Seite verhinderte
Lan Na und Ayutthaya befanden sich während der ganzen Zeit im Kriegszustand
Die Verlegung der Hauptstadt von Ayutthaya zum weit nördlich gelegenen Phitsanulok durch König Boroma Trailokanath verrät jedoch
dass man gewillt war
sich der Angriffe von Lan Na zu erwehren
Mit der endgültigen Ablösung der Sukhothai-Dynastie waren die freien und fortschrittlichen Tage der Thai erst einmal vorbei
Die Könige von Ayutthaya sahen sich als unumschränkte Herrscher
die über Leben und Tod ihrer Untertanen bestimmen konnten. Im Jahre 1488 zog der Hof von Phitsanulok wieder zurück nach Ayutthaya
Rama Thibodi II. (1491 – 1529) war der erste Thai-Herrscher
der Kontakt zu den Europäern aufnahm
Er empfing zwischen 1509 und 1516 drei Gesandtschaften aus Portugal
die schließlich Handelsniederlassungen errichten durften
In der Folgezeit verstärkten sich die Rivalitäten zwischen Birma und Ayutthaya
1549 drangen die Birmanen bis nach Ayutthaya vor
das sie 4 Monate vergeblich belagerten
7 Jahre später konnte König Bayinnuay immerhin Lan Na erobern und Chiang Mai besetzen
Er stieß dann südwärts vor und konnte schließlich 1569 Ayutthaya einnehmen
der lange Jahre als Geisel in Birma festgehalten worden war
Prinz Naresuan
widerruft seinen Treueeid und vertreibt die Birmanen durch mehrere glänzend geführte Schlachten. Naresuan wird König von Ayutthaya (1590 – 25
April 1605)
bei Nong Sarai besiegt er die Birmanen und tötet den birmanischen Kronprinzen in einem Zweikampf
Im Jahr später erobert er Tenasserim und Tavoy zurück
Siam ist damit wieder in den Grenzen von 1549 vereint
Naresuan verstärkt die Beziehungen zu Portugal und Spanien durch einen Vertrag von 1598 mit König Philipp II.
die er mit einer Armee bei Martaban unterstützt
In der Folge kann Naresuan seinem Machtbereich das Territorium Pegu hinzufügen
ohne sich zu sehr an die eine oder andere Macht anzulehnen
Sein Bruder Ekathotsarot (1605 – 1610) öffnet Siam weiter für die Europäer
der Kontakt zu König Jakob I. von England aufnimmt
Dies setzt sich unter König Songtham (1610 – 1630) fort
1630 übernimmt ein Usurpator die Macht in Siam: Prinz Prasat Thong setzt sich auf den Thron und regiert 27 Jahre lang mit grausamer Hand
Streitigkeiten mit den Provinzfürsten werden gewalttätig gelöst und selbst die meisten Mitglieder seiner Familie lässt er hinrichten
Unter König Narai (1657 – 1688)
Sohn von Prasat Thong
zeigen sich erste Spannungen mit den europäischen Mächten
doch zwei Jahre später versuchen die Holländer über ihre Ostindien-Kompanie
den Siamesen den Handel mit Tierhäuten aus der Hand zu nehmen
Zwar beginnen 1662 französische Missionare zunächst optimistisch ihr Werk
ein griechischer Abenteurer
Um 1675 kommt Constantine Phaulkon (Konstantin Faulcon) nach Siam
Er steigt schnell zum Außenhandelsminister (Kanzler) in Ayutthaya auf
um ein Hafenfort zu schützen
1680 wird die französische Ostindien-Kompanie gegründet
was dazu führt
dass 1687 französische Truppen in Siam einziehen
Nachdem der König schwer erkrankt
kommt es nach Thronstreitigkeiten zur Ernennung des Prinzen Phetracha (1688 – 1703) zum König
Er gibt der aufkommenden nationalistischen Partei nach
die entschlossen ist
den ausländischen Einfluss zurückzudrängen
und die französischen Truppen werden vertrieben
Constantine Phaulkon wird als deren Aushängeschild hingerichtet
In der Folgezeit schottet sich Siam über 130 Jahre gegen die Außenwelt ab
der königliche Hof wird Mittelpunkt des literarischen Lebens. Übersetzungen aus dem Sanskrit
dem Khmer
dem Pali und aus dem Javanischen fördern die Ausdruckskraft der Thai-Sprache. Ayutthaya ist jetzt die Metropole Südostasiens: eine Million Einwohner drängen sich in der Stadt
375 Tempel
Diese Zeit bildet den Höhepunkt der Literatur Thailands
94 Stadttore und 29 Festungen zählt das Stadtgebiet. Die Bedrohung durch die Birmanen nimmt zu
als dort die Konbaung-Dynastie an die Macht kommt und eine Eroberungsstrategie für Südostasien umsetzt
doch 1766 kehrt König Hsinbyushin mit einer starken Streitmacht zurück und belagert Ayutthaya mehr als ein Jahr
Bereits 1760 wird Ayutthaya belagert
zunächst vergeblich
Am 7
April 1767 fällt Ayutthaya
und eine beispiellose Verheerung der Stadt und seiner Bewohner beginnt
Überlebende werden nach Birma verschleppt
wird dem Erdboden gleichgemacht
Was nicht geplündert wird
Zahlreiche Schriften und Kunstwerke gehen für immer verloren
Ayutthaya hat damit als Hauptstadt Siams ausgedient
Zu den Königen von Ayutthaya siehe Ayutthaya (Königsliste). [Bearbeiten]
Die
Chakri-Dynastie
Mit 500 Getreuen kann der chinesisch-stämmige General Paya Tak (Taksin) der birmanischen Verheerung entgehen
Der noch regierende König Ekatat wird umgebracht
Taksin sammelt schnell über 5000 Kämpfer und lässt sich in der neuen Hauptstadt Thonburi nieder
Seine Hauptaufgabe ist jetzt der Wiederaufbau des Reiches und die Rückeroberung der durch die Birmanen nur schwach besetzten weiten Landstriche Siams
1776 nimmt er Chiang Mai
zwei Jahre später Vientiane
Und auch das Khmer-Reich wird wieder zum Vasallen Siams
Jedoch verfällt Taksin zunehmend dem Wahnsinn und verhängt zahlreiche Todesurteile gegen Menschen aus seiner Umgebung
Nach einer Verschwörung wird er von Palastpersonal mit Samt umhüllt
weil niemand den König berühren darf
und mit einer Keule aus Sandelholz auf den Kopf geschlagen damit sein Blut nicht vergossen wird
Nach seinem Tod wird sein fähigster General Phraya Chakri von seinem Feldzug gegen Burma zurückgerufen und besteigt am 6
April 1782 als König Rama Thibodi oder Rama I. den Thron. [Bearbeiten]
Rama I.
Phra Phuttayodfa Chulalok (
1782
–
1809
)
Als Begründer der Chakri-Dynastie baut er einen neuen Palast auf der Thonburi gegenüberliegenden Seite des Flusses Maenam Chao Phraya (siehe Rattanakosin)
Der Palast bildet gleichzeitig den Ursprung des modernen Bangkok
Rama I. setzt die von Taksin begonnene Restauration des Reiches fort
Sisophon und Korat fallen an Thailand
Die kambodschanischen Provinzen Mongkolborei
Im Süden dehnt er das neue Reich bis Trengganu (heute in Malaysia) aus
Der König setzt sich zum Ziel
die alte Pracht von Ayutthaya auf die neue Hauptstadt zu übertragen
Dazu werden Klongs (Kanäle) ausgehoben und prächtige Tempel geschaffen. [Bearbeiten]
Rama II.
Phra Phuttaloetla (
1809
–
1824
)
Während der Regierungszeit des Sohnes von Rama I. werden die Beziehungen zu Europa wieder aufgenommen
Die Botschaft Portugals wird als erste Botschaft in Bangkok errichtet
ein Beweis für den Stellenwert der Literatur in jener Zeit. [Bearbeiten]
Rama II. holt den Schriftsteller Sunthorn Pu an seinen Hof
Rama III
. Phra Nang Klao (
1824
–
3. April
1851
)
dessen man sich versichern sollte
Siam wird von den europäischen Mächten zunehmend als Interessengebiet betrachtet
Rama III. widersetzt sich diesen Bestrebungen mit einer Art Schaukeldiplomatie
die bis heute ein Kennzeichen thailändischer Politik ist und die sich als äußerst effektiv gegen die Vereinnahmung durch Großmächte erwiesen hat
der nicht kolonisiert worden ist
Jedenfalls bleibt Siam der einzige Staat in der Region
die Birma als ständigen Herd der Bedrohung Siams praktisch neutralisieren
Im Gegenteil kommt ihm die Kolonialpolitik der Engländer sogar zugute
Rama III. gründet mit Wat Pho die erste Universität des Landes in Bangkok. [Bearbeiten]
Rama IV.
Mongkut (
3. April
1851
–
30. September
1868
)
Vor seiner Thronbesteigung hatte Rama IV
26 Jahre lang als Wandermönch und Abt eines Klosters gelebt
Er kam dabei auch in Kontakt mit westlichen Sprachen und Wissenschaften
Diese Erfahrungen bewegen ihn zu ersten gesellschaftlichen Reformen und zu einer Erneuerung des Buddhismus
In der Außenpolitik öffnet er wirtschaftliche Möglichkeiten
ohne die Politik des Gleichgewichts gegenüber den Großmächten zu verlassen
Er gestattet dem preußischen Gesandten Graf Eulenburg
das Land zu bereisen und einen vielbeachteten Bericht darüber zu verfassen
die er sich anlässlich der Beobachtung einer totalen Sonnenfinsternis in den siamesischen Sümpfen zugezogen hatte. [Bearbeiten]
Mongkut stirbt an Malaria
Rama V.
Chulalongkorn (
1. Oktober
1868
–
23. Oktober
1910
)
zunächst noch unter Vormundschaft eines Regentschaftsrates
Rama V. übernimmt als 15jähriger den Thron von seinem Vater
Die Krönung findet 1871 statt
die durch europäische Verwaltungsfachleute unterstützt werden
Er ist westlichem Gedankengut aufgeschlossen und setzt die Reformen seines Vaters fort
die endgültig 1905 verboten wird
Die Abschaffung des Kniefalls vor dem König und die beginnende Ächtung der Sklaverei
zeugen von der liberalen Haltung
Erstmals ist die Rede von den Kon Thai ("freie Menschen")
1882 entsteht die erste Eisenbahn zwischen Bangkok und Ayutthaya auf einer Strecke von 70 km
der aus den zehn Ministern und weiteren 12 Mitgliedern besteht
Der König führt 1895 einen Gesetzgebenden Rat ein
die direkt ernannt werden
Rama V. besucht 1897 und 1907 Europa
u.a. auch das Deutsche Reich
Hier stiftet er anlässlich eines Kuraufenthaltes in Bad Homburg die berühmte Thai-Sala im Kurpark
Rama V. hinterlässt durch seine umfangreichen Verwaltungsreformen einen modernen Staat Siam. [Bearbeiten]
Rama VI.
Vajiravudh (
23. Oktober
1910
–
26. November
1925
)
Der älteste Sohn von Rama V. erhielt eine westliche Ausbildung (u.a
Studium in Oxford) und verstärkte die Anstrengungen im Bildungssektor
z.B. durch die Gründung der Chulalongkorn-Universität in Bangkok im Jahre 1917 und durch die allgemeine Schulpflicht von mindestens vier Jahren
Im Ersten Weltkrieg schlug sich Thailand auf die Seite der Entente und unterstützte diese durch 2000 Elitesoldaten
Siam erreichte damit einen Sitz im Völkerbund
1921 erliess Rama VI. ein Gesetz zur Gleichstellung von Mann und Frau
bis dahin waren nur einfache Namen gebräuchlich. [Bearbeiten]
Alle Thai mussten einen Nachnamen annehmen
Rama VII.
Prajadibok (
26. November
1925
–
2. März
1935
)
Als Neffe seines Vorgängers hat Rama VII. mit dem auch in Südostasien aufkommenden Kommunismus zu kämpfen
1930 wird die CPT
die Kommunistische Partei Thailands
gegründet
Militärs stürzen den König am 24
Juni 1932 in einem gewaltlosen Putsch und errichten eine konstitutionelle Monarchie mit Rama VII. an der Spitze
die mit ihrem liberalen Selbstverständnis bis heute ein Symbol für Freiheit und Demokratie bleiben soll
1933 wird die Thammasat-Universität in Bangkok gegründet
1935 dankt Rama VII. ab. [Bearbeiten]
Rama VIII.
Ananda Mahidol (
2. März
1935
–
9. Juni
1946
)
Als Sohn von Rama VII. ist er 9 Jahre alt
als er die Königswürde erhält
Zunächst übernimmt ein Regentschaftsrat die Geschäfte
d.i. "Land der Freien"). Die japanische Expansion 1941 bringt Thailand in eine prekäre Lage - es liegt genau zwischen Malaya und Birma; Gebiete
die bei Ausbruch des Krieges im Pazifik schnell an Japan fallen
1939 wird Siam offiziell in Thailand umbenannt (Phratet Thai
Auf massiven Druck Japans muss Thailand im Dezember 1941 einen Bündnisvertrag mit dem Kaiserreich abschließen
Die Japaner stationieren in Bangkok und in der westlichen Provinz Kanchanaburi
durch die die strategisch wichtige Eisenbahn über den Kwae Noi (River Kwai) geführt werden soll
150.000 Soldaten
es sterben über 90.000 Menschen. Anfang 1942 muss Thailand Großbritannien und den USA den Krieg erklären
Gebaut wird von Juni 1942 bis Oktober 1943
Der thailändische Botschafter in den USA verweigert jedoch die Überbringung der entsprechenden Urkunde
Thailand wird von den USA daraufhin nicht als Feind behandelt
An Großbritannien muss Thailand nach Kriegsende jedoch 1
5 Millionen Tonnen Reis als Reparation liefern. Am 9
Juni 1946 kommt der junge König Rama VIII. unter mysteriösen Umständen ums Leben
Sein junger Bruder sieht sich plötzlich mit der Aufgabe konfrontiert
die Thronfolge zu übernehmen. [Bearbeiten]
Rama IX.
Bhumibol Adulyadej (seit
1946
)
als ihn die Nachricht vom Tode seines Bruders erreichte
Rama IX. studierte Naturwissenschaften in der Schweiz
Für seine neuen Aufgaben orientierte er sich jedoch um und schloss 1951 in Politik und Rechtswissenschaften ab
Zuvor wurde er am 5
Mai 1950 zum König gekrönt
insbesondere für die Bewässerung unterentwickelter Landesteile
Seither führte er in zahlreichen Entwicklungsprojekten
selbst Regie und kümmerte sich um Not und Probleme im Land
Das hat der Monarchie und ihm persönlich die vorbehaltlose Sympathie der Thai eingebracht
Zwischen 1951 und 1955 sowie 1958 bis 1968 waren alle Parteien verboten
in Kraft gesetzt
1959 wurde eine neue provisorische Verfassung mit größeren Vollmachten für den Regierungschef
damals Marschall Sarit Thanarat
Ab dem Herbst 1964 musste sich der Staat (unter Marschall Thanom Kittikachorn) gegen Freischärler im Isaan wehren
die von China aus gesteuert wurden
1965 gewährte die Regierung den USA im Zuge des Vietnamkrieges das Nutzungsrecht von Flugplätzen
1967 standen bereits 40.000 Streitkräfte der Amerikaner in Thailand. 1968 erfolgte eine Verfassungsreform mit erweiterten Vollmachten für den Regierungschef und einer zusätzlichen Kammer für das Parlament
Wahlen wurden 1969 durchgeführt
Nach einer kurzen Phase mit einer demokratischen Regierung übernahm Marschall Kittikachorn nach einem Staatsstreich am 17
November 1971 wieder die Macht
Nach der Wiederzulassung der Parteien 1974 und den anschließenden Wahlen wurde Prinz Kukrit Pramoj Premierminister
Die neue Verfassung beschnitt die Eingriffsmöglichkeiten der Regierung
Vietnam und Kambodscha reagieren und nahm diplomatische Beziehungen zur Volksrepublik China auf
unter Preisgabe derjenigen zu Taiwan
Außenpolitisch musste Thailand auf die kommunistische Machtübernahme in Laos
Im Inneren musste sich Thailand gegen Guerillas in der Provinz Nan wehren und sezessionistische Tendenzen im moslemischen Süden (Yala
Pattani) unterbinden. In den folgenden Jahren litt das Land nicht nur an den Folgen des Ölpreisschocks
Narathiwat
sondern auch an den Flüchtlingsströmen aus Indochina
Etwa 300.000 Menschen wurden in Lagern im Nordosten untergebracht
wurde aber an der Regierung beteiligt
Das Militär unternahm mehrere erfolglose Putschversuche
Man spricht von einer Art "Halbdemokratie"
Im März 1980 wurde General Prem als Premierminister gewählt und blieb bis 1988 im Amt
Aus den Wahlen am 9
Februar 2001 ist Thaksin Shinawatra als neuer Premierminister hervorgegangen
Er wurde bei den Wahlen am 6
Februar 2005 mit überwältigender Mehrheit in diesem Amt bestätigt
Die moderne thailändische Geschichte ist gekennzeichnet durch den Kampf zahlreicher Familien um Macht und Einfluss im Lande
insgesamt 50 verschiedene Parteien ringen im "Experiment Demokratie" um die Gunst der Wähler
sie hat sich bisher als belastbares Bindeglied Thailands erwiesen
Trotz der zeitweise massiven Einwirkung des Militärs blieb jedoch die Monarchie unangetastet
Die individuelle Freiheit der Bevölkerung ist im Vergleich mit den anderen Ländern in Südostasien sehr groß
Zu den Chakri-Königen siehe Chakri-Dynastie. [Bearbeiten]
Weblinks
http://www.thaifreak.de/Zeittabelle/Zeittabelle.htm (Zeittabelle) en:History of Thailand fr:Histoire de la Thaïlande it:Storia della Thailandia ja:タイã?®æ´å?² ko:타ì?´ì?˜ ì—사
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