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Diskussion : Geschichte Frankreichs
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Geschichte Frankreichs
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Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
"Verbergen") 1 Westfrankenreich 2 Frankreich 3 Albigenserkriege 4 Hundertjähriger Krieg 5 Konflikt mit Habsburg 6 Hugenottenkriege 7 Zeitalter des Absolutismus 8 Französische Revolution 9 Erste Republik 10 Erstes Kaiserreich 11 Restauration 12 Julimonarchie 13 Zweite Republik 14 Zweites Kaiserreich 15 Pariser Kommune 16 Dritte Republik 17 Vichy-Regime 18 Vierte Republik 19 Fünfte Republik 20 Siehe auch 21 Literatur 22 Weblinks [Bearbeiten]
Westfrankenreich
als Kaiser Ludwig der Fromme von seinen Söhnen entmachtet wurde
Die eigentliche Geschichte Frankreichs als eigenständiger Staat beginnt um 831/832
einen mittleren und einen westlichen Teil. Der westliche Teil kann als der Anfang des heutigen Frankreichs betrachtet werden
wobei die Franzosen gerne auch weiter in der Geschichte ausgreifen und dabei Chlodwig I. und sogar Pharamond als erste Könige ansehen. Erste Könige dieses Westteils waren Pippin I. und nach dessen Tod 838 sein jüngerer Halbbruder Karl II.
der Kahle
Sie teilten das Frankenreich im Vertrag von Verdun 843 endgültig in einen östlichen
Die Wurzeln dieser Trennung liegen aber schon früher in den Reichsteilen Neustrien und Austrasien
Rudolf von Burgund
Karl III. der Dicke
gestorben 986. [Bearbeiten]
Karlmann
Lothar I. und Ludwig V. der Faule
Danach regierten eine Reihe von Nachfahren Karls des Großen; aber auch die starke Familie der Robertiner stellte einige Könige. Die Herrscher nach Karl II. dem Kahlen waren Ludwig II. der Stammler
Karl III. der Einfältige
Ludwig IV. der Überseeische
Odo von Paris
Robert I. von Franzien
Frankreich
Ursprünglich war Frankreich wie das Westfränkische Reich eine Wahlmonarchie
Doch durch eine lange Reihe von Königen
deren erwachsene Söhne ohne Probleme auf den Thron folgten
wurde es bald zur Erbmonarchie und blieb es über 800 Jahre lang bis zur Revolution 1789
zumindest in den ersten Jahrhunderten
Zum Problem wurde
die zunehmende Zersplitterung des Landes durch das Fränkische Erbrecht
Herzog von Franzien
König von Frankreich
Im Jahre 987 wurde Hugo Capet
folgte ihm als König und regierte bis zum Jahre 1031
Er regierte bis zu seinem Tode in Jahre 996. Sein Sohn Robert II
der Fromme
Ludwig VI. (1108-1137)
Philipp I. (1060-1108)
Ludwig VII. (1137-1180) und Philipp II
Auf ihn folgten jeweils mit Heinrich I. (1031-1060)
Augustus (1180-1223) die Söhne auf die Väter
Im Bunde mit der Kirche und den aufstrebenden Städten können die Könige gegen die Feudalherren langsam ihre Macht ausweiten. [Bearbeiten]
Albigenserkriege
auf den Thron kam (bis 1498). [Bearbeiten]
regierte Frankreich bis zu ihrem Aussterben im Jahre 1328
die Kapetinger-Dynastie
Seine direkten Nachkommen im Mannesstamme
die ebenfalls im Mannesstamme auf Hugo Capet zurückgeht
als die mit ihnen verwandte Valois-Dynastie
Hundertjähriger Krieg
Jeanne d'Arc
einem minderjährigen Bauernmädchen zu Gunsten Frankreichs entschieden
Der so genannte Hundertjährige Krieg von 1339 bis 1453 gegen England wurde erst durch das Eingreifen der so genannten Jungfrau von Orléans
jedoch 1920 heilig gesprochen und zur Nationalheiligen Frankreichs
Sie wurde nach dem Sieg der Franzosen in Rouen von den Engländern als Hexe verbrannt
Mit dem Ende des Hundertjährigen Kriegs wurde Frankreich zur europäischen Vormacht
Siehe: Haus Burgund [Bearbeiten]
Konflikt mit Habsburg
Bild nicht gefunden François I
Im Zuge der Italienkriege seit 1495 wurden Spanien und Frankreich zunehmend Machtkonkurrenten
Frankreich versuchte mehrfach Mailand zu annektieren und so die Oberhoheit in Italien zu erlangen
der seinen Besitz in Süditalien (Neapel) zu verteidigen suchte
Unter der Regierung Franz I. kam es zu heftigen Auseinandersetzungen mit Kaiser Karl V.
Franz’ Offensivkriege blieben letztlich ohne Folgen
die nur mäßige Erfolge brachten
Sein Nachfolger Heinrich II. unternahm ebenfalls Angriffskriege gegen das Haus Habsburg
da es zu inneren Konflikten mit den Hugenotten kam
Durch die Unterzeichung des Frieden von Cateau-Cambrésis suchte man einen außenpolitisch stabilen Frieden
Durch diesen Frieden verlor Frankreich seine Vormachtposition an Spanien. [Bearbeiten]
Hugenottenkriege
Siehe: Hugenottenkriege
Bartholomäusnacht Bild nicht gefunden Wappen Navarras ca.1600 (Siebmacher 1605) Es kam zur inneren Schwächung Frankreichs und der Krone
Katholisches und protestantisches Lager bekämpften sich gegenseitig
um Einfluss auf die Regierung zu erhalten
In der Bartholomäusnacht am 23./24
August 1572 in Paris wurden wichtige protestantische Persönlichkeiten ermordet
Dies löste erneut Flüchtlingsströme aus. Das Ende der direkten Linie der so genannten Valois führte zu Kämpfen
bei denen schließlich Heinrich IV. aus dem Hause Bourbon rechtmäßig König wurde
Er war der bedeutendste männliche Nachkomme des frz
so dass er sich gegen das pro-spanische Haus Guise – welche den Thron usurpieren wollten – durchsetzen konnte
Königshauses und Neffe des Königs Franz I.
Da er Protestant war
musste er zum Katholizismus übertreten
um seine Herrschaft zu festigen
Sein Ausspruch "Paris ist eine Messe wert" (katholische Messe)
wurde weltberühmt
die jedoch nur bis zur Eroberung von La Rochelle 1628 anhielt. [Bearbeiten]
Schließlich brachte 1598 das von Heinrich IV. erlassene Edikt von Nantes eine zeitweilige Beruhigung der Lage
Zeitalter des Absolutismus
Bild nicht gefunden Louis XIV
Mit der Thronbesteigung Heinrich IV. begann die bedeutendste Epoche der frz
Geschichte
Der erneute Aufstieg Frankreichs zur Vormacht in Europa und die Durchsetzung der absolutistisch-zentralistischen Staatsform
König Heinrich installierte eine zentral gelenkte
vom König völlig abhängige Bürokratie und schlug eine aggressive Außenpolitik gegenüber Spanien ein
Seine Ermordung verhinderte jedoch eine Invasion in die Spanische Niederlande
Sein Sohn Ludwig XIII. stand zunächst unter der Regentschaft seiner Mutter
Es folgte eine Zeit
in der zwei Kardinäle – Richelieu und Mazarin – die Geschicke Frankreichs an Stelle des Königs lenkten und den Protestantismus zum Teil sehr hart zurückdrängten
Unter der Leitung Richelieus wird die Macht der Krone weiter gefestigt
innere Opposition ausgeschaltet und höchst aktive Außenpolitik betrieben
an
Der Kardinal greift das Haus Habsburg unmittelbar
durch sein Eingreifen in den Dreißigjährigen Krieg
Die span
Macht – kaum noch handlungsfähig – verliert zunehmend Einfluss an Frankreich
Unter der Führung Mazarins geht Frankreich als Sieger im Konflikt mit Kaiser und Spanien hervor
Frankreich wird zur militärischen und politischen Führungsmacht Europas und im Laufe des 17
Jahrhunderts entwickelt es sich ebenfalls zur kulturellen und wissenschaftlichen Vormacht des Kontinents. Der vierjährige König Ludwig XIV.
der so genannte Sonnenkönig
erbte 1643 den Thron
Mazarin führte die Regierung weiter
Die sogenannte Fronde suchte die Minderjährigkeit des Königs zu nutzen und die absolutistische Macht der Krone zu schwächen; der Bürgerkrieg scheiterte
Nach dem Tod Kardinal Mazarins übernahm König Ludwig XIV
1661 die Regierung allein
Unter ihm gelangte Frankreich auf den Gipfel seiner Macht
das Zeitalter des Absolutismus brach endgültig an. Ludwig XIV. sah sich in der polit
Der König selbst verfügte dabei über eine enorme Machtfülle im Staat
um Frankreichs Machtposition zu stärken
Tradition seines Großvaters und Richelieus
Im Londoner Kutschenstreit erreichte er die Anerkennung der frz
Krone als stärkste Macht in Europa
die frz
indem er die Bürokratie effektiv ausbaute
Er reformierte den Staat von Grund auf
die Wirtschaft massiv förderte
fortschrittlichsten und größten des Kontinents ausbaute
Armee zur leistungsstärksten
die Flotte neu schuf und das Rechtswesen vereinfachte
Dabei stand ihm der geniale Colbert zur Seite
Sein Schloss Versailles und die staatliche Organisation Frankreichs wurden überall als wegweisend kopiert
Paris wuchs zur größten Stadt der Welt und zum wissenschaftlichen und intellektuellen Zentrums Europas heran
den Holländischen Krieg (1672 - 1678)
den Krieg gegen die Augsburger Liga (1688 - 1697) und den Spanischen Erbfolgekrieg (1702 - 1713)
Während seiner Herrschaft führte Frankreich vier große Kriege: Den Devolutionskrieg (1667 - 1668)
Letzterer endete in einer Staatsverschuldung
aber auch in der endgültigen Beseitigung der Habsburger als polit
Bedrohung
Seine Kriege ergaben eine enorme territoriale Erweiterung und resultierten in Frankreichs heutige Grenzen
um die Einheit des Staates zu vollenden
Durch Ludwigs Edikt von Fontainebleau 1685 wurde das tolerante Edikt von Nantes aufgehoben; hugenottische Kirchen wurden zerstört
protestantische Schulen geschlossen
Ludwig überlebte seinen Sohn und seinen ältesten Enkel und starb am 1
September 1715. Sein Urenkel Ludwig XV. folgte ihm auf dem Thron; damit begann eine Zeit
des erneuten wirtschaftlichen Aufschwungs und die Fortsetzung der kulturellen Blüte
Legendär sind die Hofintrigen um (Madame de Pompadour
Madame Dubarry)
Durch seine erfolglose Teilnahme am siebenjährigen Krieg gegen Friedrich den Großen verlor Ludwig XV. erhebliche Teile der französischen Überseeterritorien in Nordamerika (Québec) und Teile von Indien an England
der mit Marie Antoinette
Nach ihm kam sein Enkel Ludwig XVI.
auf den Thron
einer Tochter der Kaiserin Maria Theresia von Österreich verheiratet war
Ludwig XVI. machte die von Ludwig XV. noch kurz vor seinem Tod begonnenen Reformen zum großen Teil wieder rückgängig und suchte durch eigene Reformen den Staat zu reorganisieren
wodurch es Hochadel und Klerus besser möglich war seine Reformvorhaben zu bekämpfen
Dabei unterlief ihm der Fehler
dass er die Obersten Gerichtshöfe mit höherer Machtkompetenz ausstattete
zu der auch die Teilnahme am Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg beitrug
Dies führte in den 1780er Jahren zu einer großen Finanzkrise
Der König reagierte mit Sparmaßnahmen und versuchte das Finanzwesen neu zu regeln; auch die direkte Besteuerung des 1. und 2
Standes versuchte er zu erreichen
da sich Ludwig XVI. sehr um die Einschränkung der höfischen Ausgaben bemühte
Der Vorwurf der Prunk- und Verschwendungssucht des Königshofes ist eine ungerechtfertige Unterstellung
die Generalstände (frz. les États generaux) einzuberufen
die alte ständische Versammlung
um die nicht mehr allein zu lösenden Probleme anzugehen
Nach den Missernten der Jahre 1787/88 sah sich der König schließlich im August 1788 genötigt
Letztendlich spaltete sich am 17
der Dritte Stand
Juni 1789 aber ein Teil der Generalstände
ab und konzipierte als Nationalversammlung eine Verfassung mit eingeschränkter Macht der Monarchie
Damit begann das Ende des so genannten Ancien Régime (dt. "Alte Herrschaft"). [Bearbeiten]
Französische Revolution
Bild nicht gefunden Sturm auf die Bastille - 14
Juli 1789 Die Französische Revolution begann mit dem Sturm auf die Bastille in Paris am 14
Juli 1789 (heute Nationalfeiertag Frankreichs)
der unter Ludwig XIV. seine Blütezeit erreicht hatte
Die Revolutionäre wollten dem Absolutismus ein Ende setzen
Am 3
September 1791 wurde eine neue Verfassung mit Frankreich als einer konstitutionellen Monarchie verabschiedet
Am 10
August 1792 erfolgte der Sturm auf die Tuilerien und die Suspendierung des Königs
Siehe auch: Französische Revolution [Bearbeiten]
Erste Republik
Die Verschärfung der Gegensätze und die (verhinderte) Flucht des Königs führten zu dessen Festnahme und letztlich zu seiner Enthauptung am 21
Januar 1793; in Frankreich kam es zur Errichtung der Ersten Republik
Nach dem Aufstand der Jakobiner erfolgte der Ausschluß der Gironde aus dem Konvent
Es folgte eine Zeit der Schreckensherrschaft (Terrorherrschaft) unter Robespierre. Am 27./28
Juli 1794 erfolgte die Verhaftung und Hinrichtung Robespierres und seiner Anhänger
Die Jakobinerherrschaft wurde durch die Herrschaft des Direktoriums abgelöst
Es folgte eine Phase der inneren Konsolidierung und der militärischen Auseinandersetzungen mit den Nachbarländern
Am 18
Brumaire VIII (9
November) 1799 ergriff der von seiner Ägyptischen Expedition zurückgekehrte Feldherr Napoléon Bonaparte als Erster Konsul die Macht. [Bearbeiten]
Erstes Kaiserreich
Bild nicht gefunden Napoléon Bonaparte als Kaiser Am 2
Dezember 1804 setzte sich Napoléon selbst die Kaiserkrone aufs Haupt
Bereits unter Ludwig XIV.
der Elsaß-Lothringen annektierte und der Republik hatte Frankreich sich auf Kosten seiner Nachbarn erweitert; Napoléon brachte in der Folge den größten Teil Europas unter seine direkte oder indirekte Kontrolle
Am 3
auch Dreikaiserschlacht genannt
Dezember 1805 siegte Napoleon gegen Österreich und Russland in der Schlacht bei Austerlitz
in der die preußischen Truppen vernichtet wurden
Im Oktober 1806 kam es zu der Schlacht bei Jena und Auerstedt
Die französischen Truppen marschierten in Berlin ein
das Europa zwischen den beiden Mächten aufteilte
Napoléon marschierte durch Polen und unterzeichnete ein Abkommen mit dem russischen Zar Alexander I.
Napoléon setzte einen europaweiten Handelsboykott (die sog
Kontinentalsperre) gegen Großbritannien durch und setzte einen neuen König in Spanien ein
den Aufstand niederzuschlagen
Die Spanier erhoben sich und es gelang Napoléon nicht
das dieses Mal jedoch auf sich alleine gestellt war
1809 kam es neuerlich zum Krieg mit Österreich
büßte dort aber in der Schlacht von Aspern den Nimbus der Unbesiegbarkeit ein
Napolean marschierte mit seiner Armee ungehindert bis Wien
Da die Österreicher jedoch keinen entscheidenden Sieg errungen hatten
gelang es Bonaparte zwei Tage später in Wagram gründlich Revanche zu nehmen
Das habsburgische Heer musste sich geschlagen geben
Wien dem Sieger seine Tore öffnen
In diesem Jahr ließ sich Napoléon von Josephine de Beauharnais scheiden
da sie ihm keine Kinder gebären konnte und heiratete 1810 Marie-Louise von Habsburg. Nach der verunglückten Mission der Grande Armee ("Großen Armee") gegen Russland 1812 kam das Französische Kaiserreich ins Wanken
Die endgültige Niederlage der Franzosen kam 1813 in der Völkerschlacht bei Leipzig
einer kleinen Mittelmeerinsel
Nach der Niederlage Napoléons ging er ins Exil nach Elba
Ludwig XVIII. wurde als König eingesetzt
das ihn aufhalten sollte
wo ihn das Militär
begeistert empfing
Schon 1815 kehrte Napoléon aber wieder aufs Festland zurück
Er übernahm in Paris wieder die Macht und regierte weitere 136 Tage
1815 wurde Napoléon bei Waterloo
in der Nähe von Brüssel endgültig besiegt
(auch "Belle Alliance" genannt)
Frankreich musste die eroberten Gebiete wieder aufgeben
konnte sein altes Territoriun (einschließlich Elsass-Lothringens) aber vollständig erhalten. [Bearbeiten]
Restauration
das mit Ludwig XVIII. und Karl X. immer despotischer regierte
Es wurden nun wieder Könige aus dem Hause Bourbon eingesetzt
Am 26
Juli 1830 löste Karl X. das Parlament auf
es kam zur Julirevolution von 1830. [Bearbeiten]
Auf den "Staatsstreich" reagiert die Opposition mit Aufrufen zum Widerstand gegen das Regime
Julimonarchie
Nach dieser Revolution kam der liberale Bürgerkönig genannte Louis-Philippe aus der Nebenlinie Orléans des Hauses Bourbon auf den französischen Thron
Seine vom Großbürgertum gestützte Regierung führte er zunächst liberal
gab dann aber seiner Politik eine zunehmend reaktionäre Richtung
Seine Herrschaft wurde nach weniger als zwei Jahrzehnten gestürzt. [Bearbeiten]
Zweite Republik
1848 kam es zur Februarrevolution und eine zweite Republik wurde errichtet
Louis Napoléon Bonaparte
wurde zum Präsidenten gewählt. [Bearbeiten]
ein Neffe Napoléon Bonapartes
Zweites Kaiserreich
Am 2
Dezember 1852 krönte sich Louis Napoléon Bonaparte als Napoléon III. zum Kaiser
Er sicherte seine Macht durch Militär und Repressionsmaßnahmen ab
Eine erfolgreiche Außenpolitik sowie materielle Zugeständnisse an die Bevölkerung sicherten seine Macht zusätzlich ab
Sein Zweites Kaiserreich dauerte bis 1870
bis er im Deutsch-Französischer Krieg militärisch scheiterte und in preußische Gefangenschaft geriet. [Bearbeiten]
Pariser Kommune
Nach einer Kapitulation des Kaiserreichs kam es in Paris zum Volksaufstand gegen diese Kapitulation; die sogenannte Pariser Kommune entsteht
Die Abgeordneten der Kommune fordern die Gründung einer föderalistischen Republik
Die konservative Mehrheit der französischen Nationalversammlung schickt Truppen gegen die Kommune
Nach zweimonatiger Belagerung kommt es vom 21. bis 28
Mai 1871 zu erbitterten Barrikadenkämpfen um die französische Hauptstadt
Fast ein Viertel der Arbeiterbevölkerung läßt bei den Kämpfen das Leben. [Bearbeiten]
Dritte Republik
In der Folge wurde Frankreich wieder Republik
1905 wurde als eine Konsequenz aus der Affäre Dreyfus die Trennung von Staat und Kirche - frz. la laicité
dt
Laizismus - in der Verfassung verankert
Im Ersten Weltkrieg von 1914-1918 (frz
La Grande Guerre) verloren allein in den Schützengräben Frankreichs 1
6 Mio
Menschen ihr Leben
Frankreich gehörte nach dem Ersten Weltkrieg zu den alliierten Siegermächten und diktierte den Verlierern im Versailler Vertrag harte Bedingungen
Das 1871 an Deutschland verlorene Elsass-Lothringen wurde wieder Frankreich eingegliedert
In der Zwischenkriegszeit verfolgte Frankreich zunächst die Politik der Sicherheit am Rhein (1923 Ruhrgebietsbesetzung unter Ministerpräsident Poincaré)
der die deutsch-französische Annäherung im Locarnovertrag 1925 folgte
Die folgenden Jahre waren Krisenjahre mit schnell wechselnden Regierungen. Im Februar 1934 kam es überdies zu einem Putschversuch der faschistischen Bewegung Croix de feu. Nach dem Rücktritt von Édouard Daladier (1934) bildete Gaston Dumergue eine Regierung der nationalen Einheit (frz. la Union Nationale)
die ohne Zustimmung der Kommunisten und Sozialisten auskommen mußte
1936 konnten die Parlamentswahlen von der neu gebildeten Volksfront aus Sozialisten
Kommunisten und Radikalsozialisten mit der Parole «Brot
Frieden
Freiheit» gewonnen werden
Der Sozialist Leon Blum wurde 1936/37 und 1938 Ministerpräsident
Sein Nachfolger wurde zweimal der Radikalsozialist Edouard Daladier
Die Volksfront verfolgte konsequent das Prinzip der Nichteinmischung und war auf Frieden und Verteidigung eingestellt
Gegenüber Hitlerdeutschland verfolgte sie eine Appeasement-Politik
Erst als Hitler am 1
reagierte Frankreich zusammen mit England mit der Kriegserklärung
September 1939 die Wehrmacht in Polen einmarschieren ließ
Frankreich war jedoch bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wegen der vorangegangenen innenpolitischen Auseinandersetzungen militärisch unvorbereitet
Die französische Armee blieb bis zum Einmarsch der deutschen Truppen in Belgien am 10
Mai 1940 in der Defensive und beschränkte sich auf militärische Kräftedemonstrationen
Die Auseinandersetzung nach dem deutschen Angriff endete innerhalb weniger Wochen mit der völligen Niederlage der französischen Armee
Staatspräsident Albert Lebrun beauftragte nach dem Rücktritt des Ministerpräsidenten Reynaud Marschall Pétain am 16
Juni 1940 mit der Regierungsbildung und Waffenstillstandsverhandlungen
Hitler konnte den Besiegten die Bedingungen mehr oder minder diktieren
Am 22
Juni 1940 unterschrieb Marschall Pétain im historischen Eisenbahnwaggon im Wald von Compiègne den Waffenstillstand an dem Ort
an dem auch der Waffenstillstand des Ersten Weltkrieges unterschrieben worden war. [Bearbeiten]
Vichy-Regime
Nach der Niederlage 1940 gegen das Deutsche Reich entstand das konservativ-autoritäre Vichy-Regime (offizielle Bezeichnung war État Français)
eine bis 1944 mit Deutschland kollaborierende Regierung des nicht besetzten Teils von Frankreich
dem Kurort Vichy in der Auvergne
Die Regierung erhielt ihren Namen von ihrem Regierungssitz
Chef de l'État war Marschall Henri Philippe Pétain
Wie in den anderen von Deutschland besetzten Staaten kam es auch in Frankreich zu bewaffnetem Widerstand durch die Résistance gegen die Besatzung und ihre Helfer
Bei der Landung in der Normandie und der Befreiung Frankreichs waren - eher symbolisch - auch Truppen des Freien Frankreich
der unter Charles de Gaulle gebildeten Londoner Exilregierung beteiligt
De Gaulle bildete am 9
September 1944 eine provisorische Regierung
Nach der Vertreibung der deutschen Besatzer kam es zu Ausschreitungen an Kollaborationsverdächtigen
der Ministerpräsident des Vichy-Regimes Pierre Laval hingerichtet
Marschall Pétain wurde zum Tod verurteilt
Am 13
November 1945 wurde de Gaulle durch die französische Nationalversammlung zum Ministerpräsidenten gewählt. [Bearbeiten]
Vierte Republik
Die so genannte Vierte Republik wurde nach dem Zweiten Weltkrieg am 13
Oktober 1946 durch einen Volksentscheid errichtet
Zum ersten Staatspräsidenten der IV
Republik wird der Sozialist Vincent Auriol gewählt
1954 wird René Coty sein Nachfolger
Großbritannien
Frankreich wurde trotz der Niederlage 1940 gegen das Deutsche Reich von den Siegermächten (USA
Sowjetunion) als gleichberechtigte Macht (Besatzungsmacht) anerkannt
Frankreich wurde auch eine der Veto-Mächte im UNO-Sicherheitsrat
die 1958 Charles de Gaulle wieder an die Macht brachte
mit dem durch die Niederlage für Frankreich 1954 das Ende des französischen Kolonialreichs eingeleitet wurde. Die durch den Algerienkrieg ausgelöste Algerienkrise beendete die Vierte Republik
In die Zeit der Vierten Republik fällt der Indochinakrieg
De Gaulle verlangte vor seiner Wahl als Staatspräsident Sondervollmachten zur Lösung der Algerienkrise sowie eine Verfassungsänderung zur Stärkung der präsidialen Autorität gegenüber Regierung und Parlament
Die neue Verfassung wurde im selben Jahr per Volksentscheid angenommen und markierte das Ende der Vierten Republik. [Bearbeiten]
Fünfte Republik
Die neue Verfassung wurde zur Grundlage der so genannten Fünften Republik
die bis heute andauert
Seit 1958 ist Frankreich eine semipräsidiale Demokratie
Von 1958-1969 ist Charles de Gaulle Präsident der Fünften Republik
1962 beendete er den Krieg in Algerien
Die meisten Franzosen mussten Algerien daraufhin verlassen
denen sich die Arbeiter anschlossen
1968 brachen in Paris die Mai-Unruhen aus
De Gaulle setzte Neuwahlen an und gewann noch einmal
10 Monate später verlor er jedoch ein Referendum und trat zurück
Seine Nachfolger Georges Pompidou (1969-1974) und Valéry Giscard d'Estaing (1974-1981) führten seine Politik im wesentlichen fort
1981 kam mit der Wahl des sozialistischen Staatspräsidenten François Mitterrand (1981-1995) und den anschließenden Wahlsieg der Sozialistische Partei (PS) die Linke an die Macht
1986 verlor Mitterrand die absolute Mehrheit im Parlament und musste fortan mit dem gaullistischen Premierminister Jacques Chirac regieren
die Phase der Cohabitation begann. Bild nicht gefunden Jacques Chirac Im Mai 1995 gewann Chirac die Präsidentschaftswahlen gegen den sozialistischen Kandidaten Lionel Jospin
Lionel Jospin wurde Premierminister
Chirac verlor 1997 die absolute Mehrheit im Parlament an die Sozialisten
den Chef der rechtsextremen Nationalen Front (frz
2002 setzte sich Chirac bei den Präsidentschaftswahlen erneut gegen den sozialistischen Kandidaten Lionel Jospin und Jean-Marie Le Pen
durch
Front National)
er trat von allen Ämtern zurück
Jospin belegte nur Platz drei hinter dem Amtsinhaber Chirac und Le Pen
Jean-Pierre Raffarin wird zum Premierminister ernannt
In den letzten Jahrzehnten wurde die Annäherung und die Kooperation mit der Bundesrepublik Deutschland (siehe auch: Elysée-Vertrag) zentral für die ökonomische Integration Europas
einschließlich der Einführung des Euro im Januar 1999
das Momentum der monetären Einheit zur Bildung einer einheitlicheren und stärkeren europäischen Verteidigung und Sicherheit zu nutzen. [Bearbeiten]
Heute steht Frankreich an vorderster Front der europäischen Staaten und versucht
Siehe auch
Wiener Kongress Liste der Präsidenten von Frankreich Liste der Premierminister von Frankreich Liste der Herrscher Frankreichs Marschall von Frankreich [Bearbeiten]
Literatur
H.-G
Stuttgart: Reclam 1994 Ernest Lavisse: Histoire de France depuis les origines jusqu`à la Révolution
16 Bände
Haupt u.a.: Kleine Geschichte Frankreichs
Paris 1972ff. [Bearbeiten]
Paris 1903-1911 Nouvelle Histoire de la France contemporaine
9 Bände
Weblinks
Prof
Wolfgang Schmale: Geschichte Frankreichs (http://www.geschichte-frankreichs.de/) (Volltext online) www.frankreich-info.de (http://www.frankreich-info.de/news/geschichte1.htm) - Französische Geschichte im Überblick www.frankreich-forum.de - Detaillierte Darstellung über Geschichte Frankreichs cs:DÄ›jiny Francie en:History of France eo:Historio de Francio es:Historia de Francia fi:Ranskan historia fr:Histoire de France he:היסטוריה של צרפת it:Storia della Francia ja:フランスã?®æ´å?² la:Historia Gallorum lt:PrancÅ«zijos istorija nl:Geschiedenis van Frankrijk pl:Historia Francji sv:Frankrikes historia zh:法國æ·å?²
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