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Diskussion : Geschichte Deutschlands
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Geschichte Deutschlands
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Dieser Artikel befasst sich mit der Geschichte Deutschlands von den Anfängen bis heute. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
"Verbergen") 1 Die Entstehung Deutschlands 2 Mittelalter 2.1 Vom Ostfränkischen Reich zum Reich der Deutschen 2.1.1 Zerfall des Karolingerreiches 2.1.2 Die Zeit der Ottonen 2.2 Hochmittelalter 2.2.1 Die salischen Kaiser 2.2.2 Die Staufer 2.3 Spätmittelalter 2.3.1 Das Interregnum und die Pest 2.3.2 Die Zeit Ludwigs des Bayern und Karls IV
2.3.3 Habsburg
Luxemburg und Wittelsbach im Kampf um die Macht 3 Neuzeit 3.1 Von der Reformation bis Napoleon 3.1.1 Zeitalter von Reformation und Gegenreformation 3.1.2 Der Dreißigjährige Krieg 3.1.3 Zeitalter des Absolutismus 3.1.4 Deutschland von 1789 bis 1815 3.2 Das 19
Jahrhundert 3.2.1 Zeitalter der Restauration 3.2.2 Revolution von 1848 3.2.3 Reaktionszeit und Einigungskriege 3.2.4 Das Deutsche Kaiserreich 4 Das 20
Jahrhundert 4.1 Weimarer Republik 1918–1933 4.2 Zeit des Nationalsozialismus 1933–1945 4.3 Das besetzte Deutschland von 1945 bis 1949 4.4 Die Bundesrepublik Deutschland 1949–1990 4.5 Die Deutsche Demokratische Republik 1949–1990 4.6 Das wiedervereinigte Deutschland seit 1990 5 Weitere eigenständige Beiträge 5.1 Teilaspekte deutscher Geschichte 5.2 Kriege 5.3 Geschichte früherer und heutiger deutscher Gliedstaaten 5.4 Geschichte deutscher Großstädte 6 Siehe auch 7 Literatur 7.1 Quellensammlungen 7.2 Sekundärliteratur in Auswahl 7.2.1 Knappe Übersichtsdarstellungen 7.2.2 Vertiefende Darstellungen beziehungsweise Überblicke 8 Weblinks [Bearbeiten]
Die Entstehung Deutschlands
Hauptartikel: Entstehung Deutschlands Wann kann man von Deutschland sprechen? Eine Antwort auf diese Frage muss vom Frankenreich und dessen Nachfolgern Deutschland und Frankreich ausgehen
das es so nie gegeben hat
Es ist aber sinnlos
nach einem Zäsurdatum zu suchen
Das ostfränkische Reich war noch nicht deutsch
aber es schuf doch den Rahmen für das spätere Deutschland
ist hingegen umstritten
Wann man konkret von Deutschland sprechen kann
Die Bezeichnung regnum Teutonicum taucht auch erst in der späten Ottonenzeit auf
Auch die Sprachgeschichte hilft nur bedingt weiter. Ähnliche Probleme plagen allerdings generell die Frühmittelalterforschung
die mit dem zerfallenen Karolingerreich einsetzt und sich bis in die späte Ottonen- und frühe Salierzeit fortsetzt. [Bearbeiten]
Es ist also ratsam von einer Übergangsphase zu sprechen
Mittelalter
[Bearbeiten]
Vom Ostfränkischen Reich zum Reich der Deutschen
Hauptartikel: Deutschland im Frühmittelalter [Bearbeiten]
Zerfall des Karolingerreiches
konnte die Einheit des Frankenreichs zunächst noch wahren
Der Sohn Karls des Großen
Ludwig der Fromme
Als Nachfolger bestimmte er seinen ältesten Sohn Lothar I
843 wurde das Frankenreich geteilt
Karl der Kahle den Westteil und Ludwig der Deutsche den Ostteil
Lothar bekam das Mittelreich und die Kaiserwürde
880 wurde das Mittelreich dann unter Karl und Ludwig aufgeteilt. Der ostfränkische König Karl der Dicke konnte das Fränkische Reich nochmals kurze Zeit vereinigen
Mit Ludwig dem Kind starb 911 der letzte ostfränkische Karolinger. [Bearbeiten]
Die Zeit der Ottonen
Um ihre eigene Macht nicht zu gefährden
wählten die Stammesherzöge den vermeintlich schwachen Frankenherzog Konrad I. zu ihrem König
Ihm folgte der Sachsenherzog Heinrich I. aus dem Geschlecht der Liudolfinger oder Ottonen nach
Heinrich I. verteidigte das Reich gegen Einfälle von Ungarn und Slawen
Neben dem fränkische Erbe trat nun immer mehr eine eigene deutsche Identität hervor
Zum Nachfolger bestimmte Heinrich I. seinen Sohn Otto I.
Dieser stützte sich zur Sicherung seiner Macht auf die Kirche (Reichskirchensystem)
955 besiegte Otto die Ungarn in der Schlacht auf dem Lechfeld
950 wurde Böhmen unterworfen
963 musste Polen die Vorherrschaft des Deutschen Reiches anerkennen
Otto erweiterte sein Herrschaftsgebiet um Teile Italiens
Nach der Heirat mit Adelheid von Burgund nannte er sich König der Langobarden
962 erreichte Otto die Kaiserkrönung
In Süditalien geriet er in Konflikt mit dem byzantinischen Kaiser
Süditalien verblieb jedoch bei Byzanz
Sein Sohn Otto II. heiratete schließlich die Kaisernichte Theophanu
Otto II. erlitt 983 gegen die Araber eine vernichtende Niederlage
Die Gebiete östlich der Elbe gingen größtenteils wieder verloren
Ottos Sohn Otto III scheiterte mit dem Versuch
die Machtbasis nach Rom zu verlegen
Der letzte Ottonenkönig Heinrich II. konnte sich gegen Polen und Ungarn nicht behaupten
Unter ihm wurde aber das Reichskirchensystem weiter ausgebaut. [Bearbeiten]
Hochmittelalter
Hauptartikel: Deutschland im Hochmittelalter [Bearbeiten]
Die salischen Kaiser
1025 wählten die deutschen Fürsten den Salier Konrad II. zum König
1032 erwarb dieser das Königreich Burgund
Auf der Synode von Sutri setzte er 1046 die rivalisierenden Päpste ab und erließ kurz darauf auch ein Verbot der Simonie
Unter Heinrich IV. eskalierte der sogenannte Investiturstreit
Heinrich erklärte Papst Gregor VII. für abgesetzt
Nun bannte der Papst den König
Um den Kirchenbann zu lösen
unternahm Heinrich IV. den Gang nach Canossa
1084 ließ er sich in Rom zum Kaiser krönen und setzte Papst Gregor ab
Sein Sohn Heinrich V. verbündete sich schließlich mit den Fürsten gegen ihn und setzte ihn ab
Unter Heinrich V. kam es 1122 im Wormser Konkordat zum Ausgleich mit der Kirche
Nach Heinrichs Tod wählten die Fürsten Lothar III. von Supplinburg zum König
Durch die Unterstützung der mächtigen Welfen für Lothar gegen den Staufer Friedrich wurde ein das ganze 12
Jahrhundert andauernder Streit zwischen Welfen und Staufern begründet. [Bearbeiten]
Die Staufer
Nach dem Tod Lothars 1138 wurde der Staufer Konrad III
König
Dieser erkannte dem Welfen Heinrich dem Stolzen seine Herzogtümer ab
Konrads Nachfolger Friedrich I. versuchte den Ausgleich
indem er den Welfen Heinrich den Löwen 1156 mit den Herzogtümern Sachsen und Bayern belehnte
Im Vertrag von Konstanz 1153 erreichte Friedrich die Kaiserkrönung
Er besiegte die nach mehr Selbständigkeit strebenden lombardischen Städte
Als Alexander III. wurde
begann der Kampf zwischen Kaiser und Papst erneut
Nach der Niederlage bei Legnano musste Friedrich Alexander als Papst anerkennen
der seine Italienpolitik nicht mehr unterstützte dessen Herzogtümer
1180 entzog Friedrich Heinrich dem Löwen
Ab 1187 übernahm Friedrich I. die Führung der Kreuzfahrer
1190 starb er in Syrien
Friedrichs Sohn Heinrich VI. wurde dank der Heirat mit der normannischen Prinzessin Konstanze 1194 König von Sizilien
Als Heinrich VI
kam es zu einer Doppelwahl des Staufers Philipp von Schwaben und des Welfen Otto IV.
1197 starb
Nach der Ermordung Philipps 1208 wurde Otto IV
König
Der Papst unterstützte aber den Staufer Friedrich II
1214 brachte die Schlacht bei Bouvines die Entscheidung für Friedrich
Dieser regierte sein Reich von seiner Heimat Sizilien aus
Die Regierung in Deutschland überließ er seinem Sohn Heinrich
1235 setzte statt Heinrich dessen Bruder Konrad IV. ein
1220 wurde Friedrich zum Kaiser gekrönt
der den Kaiser 1227 bannte
Es kam zum Machtkampf mit Papst Gregor IX.
Dennoch erreichte Friedrich im Heiligen Land die Übergabe Jerusalems
als Innozenz IV
Der Konflikt setzte sich auch fort
Gregors Nachfolge antrat
Innozenz erklärte den Kaiser gar 1245 für abgesetzt
Friedrich II. starb im Dezember 1250
Nach seinem Tod tobte der Kampf des Papstes gegen die Staufer weiter
der sechzehnjährige Konradin
in Neapel öffentlich hingerichtet. [Bearbeiten]
1268 wurde der letzte Staufer
Spätmittelalter
Hauptartikel: Deutschland im Spätmittelalter [Bearbeiten]
Das Interregnum und die Pest
Nach Aussterben der Staufer verfiel die Königsmacht im Spätmittelalter immer mehr
Der König stützte sich nur mehr auf ein geringes Reichsgut und musste zur versuchen
seine Hausmacht zu erweitern
Die Landesfürsten wählten daher meist einen schwachen Kandidaten zum König
Das Interregnum wurde 1273 durch Rudolf von Habsburg beendet
Rudolf ebnete dem Haus Habsburg den Weg zu einer der mächtigsten Dynastien im Reich
die Kaiserkrone zu erlangen
doch gelang es ihm nicht
Adolf von Nassau und Albrecht I.
standen im Konflikt mit den Kurfürsten
Seine beiden Nachfolger
1308 wurde der Luxemburger Heinrich VII. zum König gewählt
Dieser konnte 1310 seine Hausmacht um Böhmen erweitern und erlangte 1312 die Kaiserkrönung
Im 14
Missernten und Naturkatastrophen zu Hungersnöten
Jahrhundert führten Überbevölkerung
1349/50 starb ein Drittel der Bevölkerung an der Pest. [Bearbeiten]
Die Zeit Ludwigs des Bayern und Karls IV.
Nach dem Tod Heinrichs setzte sich der Wittelsbacher Ludwig der Bayer durch. Eine von den Luxemburgern geführte Opposition gegen Ludwig formierte sich
1346 wurde der Luxemburger Karl IV. zum König gewählt
Ludwig starb bald darauf
Karl IV. verlegte seinen Herrschaftsschwerpunkt nach Böhmen
Er gewann unter anderem die Mark Brandenburg zu seinem Hausmachtkomplex hinzu
1348 wurde in Prag die erste deutschsprachige Universität gegründet
1355 wurde Karl zum Kaiser gekrönt
Die Goldene Bulle von 1356 stellte bis zum Ende des Heiligen Römischen Reichs eine Art Grundgesetz dar
Ihr Hauptziel war die Verhinderung von Gegenkönigen und Thronkämpfen
Karl glaubte
damit die Machtstellung des Hauses Luxemburg zementiert zu haben. [Bearbeiten]
Habsburg, Luxemburg und Wittelsbach im Kampf um die Macht
Unter dem Nachfolger Karls verfiel die Königsmacht endgültig
war jedoch nicht in der Lage
das Königtum zu stabilisieren
König Sigismund erreichte zwar 1433 die Kaiserkrönung
Eine Reichsreform scheiterte
Durch die Einberufung des Konzils von Konstanz konnte er allerdings das Abendländische Schisma beenden
Mit dem Tod Sigismunds erlosch das Haus Luxemburg in männlicher Linie
Die Habsburger traten die Nachfolge an
Der Habsburger Maximilian I. war wegen der Türkenkriege auf die Unterstützung der Reichsstände angewiesen
1495 wurde auf dem Wormser Reichstag eine Reichsreform beschlossen. Maximilian nahm 1508 ohne päpstliche Krönung den Kaisertitel an
Seine Heiratspolitik sicherte den Habsburgern Böhmen und Ungarn und die spanische Krone
Es war eine Zeitenwende
Habsburg stieg unter Karl V. zur Weltmacht auf
das Mittelalter ging zu Ende. [Bearbeiten]
Neuzeit
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Von der Reformation bis Napoleon
[Bearbeiten]
Zeitalter von Reformation und Gegenreformation
Hauptartikel: Deutschland im Zeitalter der Glaubenskämpfe Bild nicht gefunden Martin Luther Mit der Publikation seiner 95 Thesen gegen den Ablasshandel durch Martin Luther setzte 1517 die Reformation ein
1519 wurde der Habsburger Karl V
König
Außenpolitisch war er in ständige Kriege zur Abwehr der Osmanen sowie gegen Frankreich und den Papst verwickelt
Dadurch war seine Stellung im Reich selbst schwach und er konnte die Ausbreitung der Reformation nicht verhindern
In den Jahren 1522 bis 1526 wurde in etlichen Ländern und Städten des Reichs die Lehre Luthers eingeführt
Die Reformation wurde somit vom Landesherrn durchgeführt
der auch zum Landesbischof wurde
wollte die Duldung der Lutheraner aufheben
Der Bruder des Kaisers
Ferdinand
Dagegen protestierten die evangelischen Landesfürsten (Protestanten)
Die schlechte Lage der Bauern hatte schon im 15
Jahrhundert zu regionalen Aufständen der Bauern geführt
während der Reformationszeit kam es 1524–26 zu einem Bauernkrieg
1525 wurde ein Bauernheer unter Führung von Thomas Münzer bei Frankenhausen vernichtet
Im Schmalkaldischen Krieg von 1546/47 kam es erstmals zum Kampf der Katholiken unter Führung des Kaisers gegen die Protestanten
Der Kaiser gewann den Krieg
konnte aber das Augsburger Interim nicht durchsetzen
Als sich die Fürsten über die Religionsgrenzen hinweg gegen ihn erhoben
verzichtete Karl V. zugunsten seines Sohnes Philipp II. auf Spanien und machte seinen Bruder Ferdinand zu seinem Nachfolger im Reich
Der neue König handelte 1555 den Augsburger Religionsfrieden aus
Unter dem Eindruck der Reformation begann die katholische Kirche eine innere Reform
Zudem setzte die Gegenreformation ein
zum anderen entstanden neue Orden
Diese bestand zum einen in der Verfolgung durch die Inquisition
von denen die Jesuiten eine führende Rolle bei der Rekatholisierung erlangten
Die protestantischen Fürsten schlossen sich 1608 unter Führung Friedrichs von der Pfalz zur Union zusammen
Entsprechend schlossen sich die katholischen Fürsten 1609 unter Führung des Bayernherzogs Maximilian zur Liga zusammen. [Bearbeiten]
Der Dreißigjährige Krieg
Hauptartikel: Dreißigjähriger Krieg Nachdem Kaiser Rudolf II. die Regierungsgeschäfte an seinen Bruder Matthias abgetreten hatte
schränkt dieser die den Protestanten gewährten Rechte wieder ein
bei dem zwei kaiserliche Räte von böhmischen Standesvertretern in der Prager Burg zum Fenster hinausgeworfen wurden
1618 kame es deshalb zum Prager Fenstersturz
Friedrich von der Pfalz
1619 zum König von Böhmen erklärt
Nach dem Tod des Kaisers wurde der Führer der Union
Der neue Kaiser Ferdinand II. zog mit dem Heer der katholischen Liga nach Böhmen
In der Schlacht am Weißen Berge 1620 wurde das böhmische Heer besiegt
Nach der Flucht Friedrichs besetzte Tilly die Pfalz und die Oberpfalz
Der Bayernherzog bekam die Pfälzer Kurfürstenwürde
Der Dänenkönig Christian IV. rückte 1625 mit seinem Heer in Norddeutschland ein
Er wurde aber vom kaiserlichen Heer unter Tilly und dem böhmischen Adligen Wallenstein besiegt
Pommern
Jütland und Mecklenburg wurden vom katholischen Heer besetzt
Nach dem Ende des dänischen Krieges erließ der Kaiser 1629 das Restitutionsedikt
Besorgt wegen seiner erheblich gestiegenen Machtfülle erreichten die Reichsstände auf dem Regensburger Kurfürstentag 1630 die Absetzung seines Feldherrn Wallenstein
Nun griff der Schwedenkönig Gustav II
Adolf ins Kriegsgeschehen ein
Bei Rain am Lech fiel 1632 Tilly
Der Kaiser setzte daraufhin Wallenstein wieder ein
Bei der Schlacht von Lützen 1632 fiel der Schwedenkönig
Wallenstein wurde 1634 erneut abgesetzt und bald darauf ermordet
schloss der Kaiser mit dem protestantischen sächsischen Kurfürsten einen Sonderfrieden
1635
den Frieden von Prag
Um die Schweden vom deutschen Boden zu vertreiben
jedoch konnte keine der beiden Seiten den Krieg für sich entscheiden
Das katholische Frankreich griff 1635 auf schwedischer Seite ein
Große Teile des Reiches wurden verwüstet
Der Vorkriegstand der Bevölkerung wurde erst wieder um 1750 erreicht
Die seit 1642 laufenden Verhandlungen führten am 24
Oktober 1648 zum Westfälischen Frieden
Der Friedensschluss beinhaltete eine Abtretung von Teilen Lothringens und des Elsass' an Frankreich
Die Niederlande und die Schweiz schieden offiziell aus dem Reich aus
Die Stellung der Reichsstände und der Territorien wurde gestärkt und der Augsburger Religionsfriede bestätigt
Bei einem Konfessionswechsel des Landesherrn wurde nicht mehr von der Bevölkerung dasselbe verlangt. [Bearbeiten]
Zeitalter des Absolutismus
Hauptartikel: Deutschland im Zeitalter des Absolutismus Die Zerstörungen und Bevölkerungsverluste des Dreißigjährigen Kriegs förderten die Entwicklung staatlich gelenkter Wirtschafts- und Sozialpolitik
Verbunden mit der merkantilistischen Wirtschaftsform war das Entstehen der absolutistischen Herrschaftsform nach Vorbild Ludwigs XIV. Bild nicht gefunden Friedrich Wilhelm Unter Friedrich Wilhelm begann seit 1640 der Aufstieg Preußens
König in Preußen
Der Kurfürst Friedrich III. nannte sich 1701 Friedrich I.
der Deutschland bis 1871 bestimmte
Der Aufstieg Preußens führte zum Dualismus zwischen Österreich und Preußen
Unter dem Habsburger Kaiser Leopold I. war das Reich der zweifachen Bedrohung durch die Osmanen und den Expansionsdrang Frankreichs unter Ludwig XIV. ausgesetzt
1683 konnte der Kaiser mit Unterstützung der deutschen Fürsten und des Polenkönigs Jan Sobieski die Türken vor Wien schlagen und aus Ungarn vertreiben
Durch die Wahl des sächsischen Kurfürsten Friedrich August I
1697 zum König von Polen kam es bis 1763 zu einer Personalunion von Sachsen und Polen
Ebenso gab es von 1714 bis 1837 eine Personalunion von Hannover und England
Das Aussterben der spanischen Habsburger löste 1701 den Spanischen Erbfolgekrieg aus
Das Aussterben der österreichischen Habsburger im Mannesstamm führte 1740 zum Österreichischen Erbfolgekrieg
Maria Theresia konnte die Kaiserkrone mit britischer Hilfe verteidigen
Sie verlor aber im Siebenjährigen Krieg 1763 Schlesien an Preußen
Schweden verlor durch den Nordischen Krieg gegen Russland und Sachsen 1721 fast alle Besitzungen auf deutschem Boden
Durch die drei Teilungen Polens konnten Österreich und Preußen erhebliche Gebietsgewinne verzeichnen
Die Aufklärung hielt Einzug in Preußen unter Friedrich II. und in Österreich unter Joseph II.
Sie führte jedoch nicht zu Reformen
die die feudalen Machtverhältnisse erschütterten. [Bearbeiten]
Deutschland von 1789 bis 1815
Hauptartikel: Vom Heiligen Römischen Reich zum Deutschen Kaiserreich In Folge der Französischen Revolution kam es 1791 zum Bündnis von Preußen und Österreich gegen Frankreich
Nach anfänglichen Erfolgen geriet die Koalition nach der Niederlage von Valmy im September 1792 in die Defensive
Es folgten bis 1809 noch vier weitere Koalitionskriege gegen Frankreich
1799 übernahm Napoleon I. in Frankreich die Macht. Österreich musste die Österreichischen Niederlande abtreten
Die linksrheinischen Gebiete kamen nach dem Frieden von Lunéville 1801 ebenfalls zu Frankreich
Als Kompensation für die Gebietsverluste erhielten die deutschen Fürsten rechtrheinische Gebiete
Diese wurden 1803 im so genannten Reichsdeputationshauptschluss geschaffen
Außerdem erhob Napoleon Bayern
Sachsen und Württemberg zu Königreichen
1805 unterlag Österreich in der Dreikaiserschlacht bei Austerlitz
Es musste seine oberitalienischen Gebiete an das Königreich Italien und Vorarlberg und Tirol an Bayern abtreten
Als sich 1806 16 deutsche Fürstenhäuser zum Rheinbund zusammenschlossen
legte Kaiser Franz II. die Kaiserkrone nieder
Dies bedeutete das Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Bild nicht gefunden Friedrich Wilhelm III
Am 16
Oktober 1806 kam es zur Niederlage Preußens in der bei Jena und Auerstedt
Napoleons Truppen rückten in Berlin ein
Im Frieden von Tilsit 1807 verlor Preußen die Hälfte seines Staatsgebietes und blieb nur auf russische Intervention als Staat erhalten
Eine Erhebung in Tirol durch Andreas Hofer wurde durch Napoleon niedergeschlagen
In Preußen kam es zwischen 1807 und 1813 zu einer Reformbewegung unter vom Stein und Hardenberg
Das Heer wurde durch Scharnhorst und Gneisenau reformiert und das Bildungswesen durch Wilhelm von Humboldt
Nach der Niederlage Napoleons im Russlandfeldzug 1812 kam es in Preußen zu Aufständen
verbündeten sich der preußische König auf Druck der Bevölkerung mit dem Zaren gegen Frankreich
Als der preußische General Yorck von Wartenburg im Dezember 1812 eigenmächtig einen Waffenstillstand mit Russland vereinbarte
Nach dem Beitritt Großbritanniens
Schwedens und Österreichs zum Bündnis wurde Frankreich in der Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 1813 entscheidend geschlagen
Die Rheinbundstaaten wechselten auf die Seite des neuen Bündnisses
Die Befreiungskriege gegen Napoleon führten in Deutschland zu einem neuen Nationalbewusstsein
Im Frühjahr 1814 zogen die verbündeten Truppen in Paris ein
Napoleon wurde zur Abdankung gezwungen
Als er 1815 erneut in Frankreich die Macht an sich riss
besiegten ihn die Alliierten in der Schlacht bei Waterloo am 18
Juni 1815 endgültig. [Bearbeiten]
Das 19. Jahrhundert
[Bearbeiten]
Zeitalter der Restauration
Hauptartikel: Deutscher Bund Bild nicht gefunden Fürst von Metternich Auf dem Wiener Kongress kam es unter der Leitung Metternichs zur Neuordnung Europas
Ziel des Wiener Kongresses war die dauerhafte Sicherung des Friedens durch Schaffung eines neuen Gleichgewichts zwischen den Großmächten
aber auch die Restauration des alten politischen Systems
In der Heiligen Allianz vereinbarten Österreich
Preußen und Russland
alle revolutionären und nationalstaatlichen Bewegungen zu bekämpfen
Westfalen und den nördlichen Teil Sachsens
die Lombardei und Gebiete auf dem Balkan
Preußen erhielt das Rheinland
Österreich verzichtete auf die österreichischen Niederlande und bekam dafür Venetien
Frankreich konnte das Elsass behalten
Weiter wurde der Deutsche Bund ins Leben gerufen
angehörten
Dänemarks und der Niederlande
darunter auch die Könige Großbritanniens
dem 35 souveräne Fürsten
Beschlussorgan des Deutschen Bundes war der Bundestag
der unter österreichischem Vorsitz in Frankfurt am Main tagte
Die Wünsche der Bevölkerung nach Schaffung eines einheitlichen deutschen Nationalstaates wurden von den Fürsten nicht berücksichtigt
Nach der Ermordung des Schriftstellers August von Kotzebue 1819 ließ Metternich in den Karlsbader Beschlüssen die Burschenschaften und alle anderen politischen Vereinigungen verbieten und führte eine umfassende Zensur ein
Letztlich konnte er aber nicht das weitere Erstarken der deutschen Nationalbewegung in der Zeit des so genannten Vormärz verhindern
1817 versammelten sich zahlreiche Studenten auf dem so genannten Wartburgfest
Bestärkt durch die Julirevolution in Frankreich fand die Bewegung im Hambacher Fest vom 27. bis 30
Mai 1832 mit 30.000 Teilnehmern einen neuen Höhepunkt
Wirtschaftlich wurde Deutschland durch den am 1
Januar 1834 gegründeten Deutschen Zollverein geeint
Die einsetzende Industrialisierung und der Bau der ersten Eisenbahnlinien brachten einen wirtschaftlichen Aufschwung mit sich. [Bearbeiten]
Revolution von 1848
Hauptartikel: Märzrevolution Die Februarrevolution 1848 in Frankreich führte in den deutschen Staaten zur Märzrevolution
In Österreich kam es zu Straßenkämpfen
Am 13
März trat Metternich zurück und floh nach Großbritannien
Kaiser Ferdinand erließ im April 1848 eine Verfassung und gewährte dem Volk eine bewaffnete Bürgerwehr
die aber von den Truppen des Kaisers niedergeschlagen wurden
In Ungarn
Italien und den slawischen Gebieten kam es zu Aufständen
Der preußische König Friedrich Wilhelm IV. gestattete auf Druck der Bevölkerung die Ausarbeitung einer Verfassung und gestand den Bürgern Versammlungs- und Pressefreiheit zu
Kleinere Staaten wie Baden versuchten
Unruhen durch die Berufung liberaler und nationaler Regierungsmitglieder vorzubeugen
Dennoch wurden im weiteren Verlauf der Revolution gerade Sachsen und Baden zu Zentren radikaldemokratischer Aufstände. Anfang Mai fanden in allen Staaten Wahlen zu einer Deutschen Nationalversammlung statt
Diese wurden jedoch nur in sechs Staaten direkt gewählt
In allen anderen Staaten wurde ein indirektes Verfahren über Wahlmänner angewandt
Im Parlament waren sowohl konservative Monarchisten als auch Liberale und Republikaner vertreten
hatten Arbeiter und Bauern im Parlament keine Vertreter
Während Akademiker und das Bildungsbürgertum stark vertreten waren
Am 18
Mai kam es zur Bildung einer vorläufigen Zentralregierung unter der Leitung eines Reichsverwesers
war wegen fehlender eigener Armee
Die Regierung wurde von den deutschen Fürsten anerkannt
Polizei und Beamtenschaft aber weitgehend machtlos
Die Nationalversammlung musste nun die Grenzen eines zukünftigen deutschen Nationalstaates festlegen
Favorisiert wurde zuerst die so genannte großdeutsche Lösung
Da Österreich aber nur unter Einschluss seines gesamten Gebietes dazu bereit war
entschied man sich für die kleindeutsche Lösung
Diese sah die Bildung eines deutschen Staates unter Ausschluss Österreichs vor
Am 28
März 1849 wurde die sogenannte Paulskirchenverfassung verabschiedet
die einen Bundesstaat mit zentraler Regierung unter Leitung eines erblichen Kaisertums und einem Reichtag als Legislative vorsah
Weiter wurde ein allgemeines Wahlrecht vereinbart
Nachdem der preußische König Friedrich Wilhelm IV. am 2
zogen die meisten deutschen Staaten ihre Abgeordneten aus Frankfurt zurück
April die Kaiserkrone ablehnte
der Pfalz und Baden zur Erzwingung der Verfassung wurde niedergeschlagen
Aufstände in Dresden
Eine Minderheit der Abgeordneten widersetzte sich einer Abberufung und tagte in Stuttgart weiter
Die letzten Revolutionäre ergaben sich am 23
Juli in Rastatt
Die Verfassung konnte somit nie in Kraft treten
Zahlreiche in der Folge politisch Verfolgte wanderten vor allem nach Amerika aus. [Bearbeiten]
Reaktionszeit und Einigungskriege
Hauptartikel: Vom Heiligen Römischen Reich zum Deutschen Kaiserreich In der Folge wurden während der Revolution gemachte Zugeständnisse rückgängig gemacht
In Österreich errichtete Schwarzenberg ein neoabsolutistisches Regime
Andererseits blieben einige Errungenschaften wie die Verfassungen und die Gewerbefreiheit erhalten
1850 wurde der Deutsche Bund wiedergegründet
Nach der Zulassung von politischen Zusammenschlüssen 1860 entstanden in Deutschland neue Parteien und Gewerkschaften
1863 gründete Ferdinand Lassalle den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein
der schließlich in der bis heute bestehende Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) aufging. Bild nicht gefunden Otto von Bismarck 1859 begann der Preußische Verfassungskonflikt
der 1862 zur Ernennung von Otto von Bismarck zum preußischen Ministerpräsidenten und zu einer Stärkung des Königs gegenüber dem Parlament führte
1864 kam es zum Krieg Preußens und Österreichs gegen Dänemark
Auslöser war die Annexion Schleswigs durch Dänemark
Mit Zustimmung der europäischen Großmächte eroberten beide deutsche Staaten die Herzogtümer Holstein und Schleswig zurück
Den 1866 folgenden Deutsch-Österreichischen Krieg gegen Österreich konnte Preußen durch seinen Sieg bei Königgrätz für sich entscheiden
Nassau
Es annektierte Hannover
Schleswig-Holstein und die Frankfurt
Kurhessen
Darüber hinaus wurde der Norddeutsche Bund unter Führung Preußens gegründet
Damit schied Österreich aus Deutschland aus
Württembergs und Badens wurde auf Drängen Frankreichs anerkannt
Die Unabhängigkeit Bayerns
Im Anschluss kam es zu Spannungen zwischen Frankreich und Preußen
Anlass für den deutsch-französischen Krieg von 1870/71 war die Kandidatur Leopolds von Hohenzollern auf den spanischen Königsthron
Bismarck provozierte mit der sogenannten Emser Depesche den Krieg
Nach der Kriegserklärung durch Frankreich konnte Preußen alle deutschen Staaten und die übrigen europäischen Großmächte auf seine Seite ziehen
Das Frankreich Napoleons III. wurde durch den Sieg bei Sedan zur Kapitulation gezwungen
In Paris bildete sich daraufhin eine republikanische Regierung
die aber die Forderungen Preußens ablehnte
Der Krieg wurde daraufhin fortgesetzt und endete erst 1871 mit der Kapitulation Frankreichs
Im Frieden von Frankfurt am Main wurde Frankreich zur Abtretung Elsass-Lothringens und zur Zahlung einer Kriegsentschädigung verpflichtet
Durch das Zugeständnis der Reservatrechte konnte Bismarck die süddeutschen Staaten zum Beitritt zum Norddeutschen Bund bewegen
Die Gründung des dadurch entstandenen Deutschen Reiches wurde am 18
Januar 1871 im Spiegelsaal von Versailles vollzogen
Der preußische König erhielt den Titel eines Deutschen Kaisers. [Bearbeiten]
Das Deutsche Kaiserreich
Hauptartikel: Deutsches Kaiserreich Die Reichsverfassung von 1871 betonte das monarchische Element
Damit war aber die Zukunft Deutschlands entscheidend vom Geschick seiner Kaiser abhängig
Preußen verfügte über zwei Drittel der Landfläche und Bevölkerung und damit über ein Vetorecht bei Verfassungsänderungen im Bundesrat
Bismarck verfolgte eine Politik wechselnder Bündnispartner
Im Rahmen des Kulturkampfs von 1871 bis 1886 verbündete Bismarck sich mit den Liberalen
Wenngleich einige Maßnahmen nach Beendigung des Kulturkampfs wieder zurückgenommen wurden
blieb zum Beispiel die Einführung der Zivilehe und die staatliche Aufsicht über das Schulwesen erhalten. Bild nicht gefunden Kaiser Wilhelm I
Der nächste Gegner Bismarcks stellten die Sozialisten dar
Die Stimmung in der Öffentlichkeit nach einem Attentatsversuch auf Kaiser Wilhelm I. nutzte Bismarck 1878 zur Durchsetzung der so genannten Sozialistengesetze
Diese konnten die Verbreitung sozialistischer Ideen aber nicht verhindern
Parallel dazu versuchte Bismarck durch eine Sozialgesetzgebung einer Radikalisierung der Arbeiter entgegenzuwirken
So wurde 1883 eine Krankenversicherung
1884 eine Unfallversicherung und 1889 eine Rentenversicherung eingeführt
Weitergehende Forderungen der Sozialdemokraten lehnte Bismarck aber ab
Wirtschaftlich wurde infolge des durch die Reichsgründung entstandenen einheitlichen Wirtschaftsraums und begünstigt durch die französischen Zahlungen von Kriegsentschädigung ein rasantes Wirtschaftswachstum ausgelöst
Dieses mündete aber 1873 in die Wirtschaftskrise des so genannten Gründerkrachs
Außenpolitisch verfolgte Bismarck eine Politik des Gleichgewichts der Großmächte
Durch den Aufstieg zur stärksten Großmacht auf dem Kontinent weckte Deutschland die Ängste seiner Nachbarn
das auf eine Isolierung Frankreichs hinauslief
Um Bündnisse der übrigen Großmächte gegen Deutschland zu verhindern
baute Bismarck mit diplomatischem Geschick ein Bündnissystem auf
Um die Ängste der übrigen Großmächte zu dämpfen
verzichtete Bismarck auch auf territoriale Erweiterungen
stellte als Konzession an den Zeitgeist jedoch 1884 die kolonialen Erwerbungen deutscher Kaufleute unter den Schutz des Reiches
Die wirtschaftliche Bedeutung dieser Kolonien blieb jedoch gering. Bild nicht gefunden Kaiser Wilhelm II
der 1888 Kaiser wurde
Als 1890 Wilhelm II.
Bismarck als Reichskanzler entließ
folgte eine Kurswende in der deutschen Außenpolitik
Im Gegensatz zu seinem zurückhaltenden Vorgänger nahm der neue Kaiser die Außenpolitik selbst in die Hand (persönliches Regiment)
Das führte zunehmend zu einer Isolierung Deutschlands
Die Innenpolitik war stark vom Strukturwandel und der sozialen Frage geprägt
Reichskanzler Caprivi verfolgte einen Kurs sozialer Reformen
Weitere politische Reformen scheiterten jedoch
Die Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand am 28
Juni 1914 in Sarajewo löste schließlich den Ersten Weltkrieg aus
Im Laufe des Krieges verschlechterte sich die Versorgungslage zusehends
meuterten die Matrosen
Als im Oktober 1918 noch einmal die Flotte gegen die Royal Navy auslaufen sollte
Der Matrosenaufstand breitete sich innerhalb weniger Tage über ganz Deutschland aus und wurde zur Novemberrevolution
Am 9
November verkündete Reichskanzler Max von Baden die Abdankung des Kaisers
Wilhelm II. beugte sich dieser Entscheidung und ging ins Exil
Max von Baden übergab die Regierungsgewalt an Friedrich Ebert
Am Nachmittag rief der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann die Republik aus. [Bearbeiten]
Das 20. Jahrhundert
[Bearbeiten]
Weimarer Republik 1918–1933
Hauptartikel: Weimarer Republik Am 10
November 1918 bildete sich mit dem Rat der Volksbeauftragten eine provisorische Regierung
Am 11
November wurden durch einen Waffenstillstand die Kampfhandlungen eingestellt
Am 16
Dezember 1918 fand in Berlin der sogenannte Rätekongress statt
das Frauenwahlrecht und der 8-Stunden-Tag wurden eingeführt
Zahlreiche Reformen traten in Kraft
Der Spartakusaufstand im Januar 1919 wurde von Freikorps niedergeschlagen
Die kommunistischen Anführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wurde dabei getötet
Am 19
Januar wurde die Nationalversammlung gewählt
sondern in Weimar zusammen
Sie trat nicht im unruhigen Berlin
Die Nationalversammlung wählte Friedrich Ebert zum Reichspräsidenten und Philipp Scheidemann zum Reichskanzler
Nach der Weimarer Verfassung war das Deutsche Reich eine parlamentarische Demokratie
Sie sah allerdings einen starken Reichspräsidenten als Ersatzkaiser vor und konnte durch eine qualifizierte Mehrheit vollständig geändert werden
Am 28
Juni musste Deutschland im Versailler Vertrag zahlreiche Gebiete abtreten sowie seine Kolonien dem Völkerbund unterstellen
Die Vereinigung Deutschlands mit Österreich wurde untersagt
Deutschland und seinen Verbündeten wurde die alleinige Kriegsschuld gegeben und es wurden Reparationsforderungen gestellt
Das Saarland war dem Völkerbund unterstellt und das Rheinland entmilitarisierte Zone
Außerdem gab es massive Beschränkungen für die deutsche Armee
der als Schanddiktat empfundene Versailler Vertrag und die Dolchstoßlegende waren ein schweres Erbe für den neuen deutschen Staat
Justiz und Verwaltung
Das Ausbleiben von demokratischen Reformen in Militär
der einer Republik ohne Republikaner war
1920 kam zum Kapp-Putsch und zu mehreren politischen Morden
Bei den Reichtagswahlen gab es große Stimmengewinne für extreme Parteien
1921 wurde die Reichswehr geschaffen und 1922 begannen Deutschland und die Sowjetunion diplomatische Beziehungen im Vertrag von Rapallo
um ausstehende Reparationsforderungen einzutreiben
Im Januar 1923 besetzten französische Truppen das Ruhrgebiet
Die Reichsregierung unterstützte den ausbrechenden Ruhrkampf
In den folgenden Monaten kam es zu einer galoppierenden Inflation
die erst im November durch eine Währungsreform beendet wurde
konservativer Kräfte
Bayern wurde zum Sammelbecken rechter
In diesen Klima vollzog sich der Hitler-Putsch
Adolf Hitler wurde zwar festgenommen und verurteilt
aber bereits nach wenigen Monaten wieder freigelassen
1924 begannen eine Phase der relativen Stabilität
Trotz aller Konflikte schien die Demokratie zu siegen
Die Neuordnung der Währung und die im Gefolge des Dawes-Plans gewährten Kredite leiteten die goldenen 20er Jahre ein
Im Februar 1925 starb Friedrich Ebert
als Nachfolger wurde Paul von Hindenburg gewählt
Der deutsche Außenminister Gustav Stresemann versuchte gemeinsam mitAristide Briand eine Annäherung an Frankreich und eine Revision der Versailler Vertrags
was sich im Locarnovertrag 1925 und der Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund 1926 zeigte
Der Ausbruch der Weltwirtschaftskrise 1929 leitete den Anfang vom Ende der Weimarer Republik ein
Im Sommer 1932 erreicht die Arbeitslosenzahl die Höhe von 6 Millionen
Ab 1930 konnte Deutschland nur noch mit Präsidialkabinetten regiert werden
Es kam zu einer Radikalisierung der politischen Lage und zu Straßenschlachten zwischen der NSDAP und der KPD
1931 schlossen sich rechte Kräfte in der Harzburger Front zusammen
die NSDAP wurde bei den Reichtstagswahlen vom 31
Juli 1932 stärkste Kraft
Am 28
Januar 1933 erklärte der Reichskanzler Kurt von Schleicher seinen Rücktritt. [Bearbeiten]
Zeit des Nationalsozialismus 1933–1945
Hauptartikel: Zeit des Nationalsozialismus Adolf Hitler Am 30
Januar 1933 ernannte Reichspräsident Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler
Dieser löste den Reichstag auf und setzte Neuwahlen an
Nach dem Reichstagsbrand wurden in einer Notverordnung die Grundrechte eingeschränkt
Zahlreiche politische Gegner wurden verhaftet
die KPD verboten
Ein Ermächtigungsgesetz gab der Regierung Gesetzgebungsbefugnisse. In den folgenden Monaten folgten die Gleichschaltung der Länder und der Presse und die Auflösung der Gewerkschaften und Parteien
Die ersten Konzentrationslager zur Inhaftierung politisch Unliebsamer entstanden
Im April begann der Boykott jüdischer Geschäfte und die Entfernung jüdischer Beamte aus dem Staatsdienst
Im Juni/Juli wurden die evangelischen Landeskirchen in einer Reichskirche unter Leitung eines Reichsbischofs zusammengeschlossen
Mit dem Vatikan schloss Deutschland ein Konkordat
wogegen sich schon im September ein Pfarrernotbund bildete. In der folgenden Zeit erfolgte die Durchdringung des gesamten Lebens durch NS-Organisationen wie Hitlerjugend
Vor allem die Deutschen Christen waren dem Führer ergeben
Deutsche Arbeitsfront und KdF
Die Arbeitslosigkeit konnte durch Maßnahmen wie den Autobahnausbau beseitigt werden
die vorwiegend der Kriegsvorbereitung diente
1934 wurden die Justiz und nach einem angeblichen Röhm-Putsch die eigene Partei gleichgeschaltet
Am 2
August starb Hindenburg
worauf sich Hitler zum Führer und Reichskanzler ernennen ließ und die Reichswehr auf ihn vereidigt wurde
1935 kam das Saarland wieder zum Reich
Auf dem Reichsparteitag wurden die Nürnberger Gesetze beschlossen
1936 marschierte die Reichswehr im entmilitarisierten Rheinland ein
Im August fanden in Berlin die Olympischen Spiele statt
Der Vierjahresplan von 1936 sollte Deutschland bis spätestens 1940 kriegsfertig machen
1938 erzwang Hitler den Anschluss Österreichs und des Sudetenlandes an Deutschland
Am 9
in der zahlreiche Synagogen brannten
November 1938 kam es zur Reichspogromnacht
Im März 1939 marschierte Hitler in die Resttschechei und das Memelland ein
Der Überfall auf Polen am 1
September löste dann den Zweiten Weltkrieg aus
Der Sieg über Polen 1939 und über Dänemark
Norwegen
die Beneluxstaaten und Frankreich 1940 markierte die Epoche der Blitzkriege
Eine Invasion Großbritanniens scheiterte
1940/41 wurde zusammen mit dem faschistischen Italien Jugoslawien und Griechenland erobert und aufgeteilt
Ungarn
Rumänien und Bulgarien wurden als Verbündete gewonnen
Seit Januar 1941 kämpfte Deutschland zusammen mit Italien in Nordafrika
Am 22
am 11
Juni erfolgte der Angriff auf die Sowjetunion
Dezember erklärte Hitler der USA den Krieg
Die Schlacht um Stalingrad markierte den Wendepunkt auf den europäischen Kriegsschauplatz
Bis Ende 1943 hatte die Sowjetunion weite Gebiete zurückerobert
Am 13
Mai 1943 mussten die Achsenmächte in Nordafrika kapitulieren
In der Zwischenzeit fand in Januar 1942 die Wannseekonferenz statt
in der die Endlösung der Judenfrage beschlossen wurde
Schon seit September 1941 mussten Juden den Judenstern tragen
Mit der Errichtung von Vernichtungslagern im besetzten Osten Europas begann der Holocaust
Bis zum Kriegsende wurden etwa 6 Millionen Juden ermordet
durch den etwa 300.000 Zivilisten ums Leben kamen
1943 begann der Bombenkrieg der Alliierten auf deutsche Städte
Ab Ende 1944 flohen die Deutschen aus den Ostgebieten vor der anrückenden Roten Armee
1945 wurden dann Millionen Deutsche aus Osteuropa vertrieben
1944 konnte die Rote Armee weite Teile von Südosteuropa erobern
Am 6
Juni begann die Invasion der Alliierten in der Normandie
Am 20
Juli scheiterte ein Attentat gegen Hitler
Anfang 1945 fand die Konferenz von Jalta statt
auf der Beschlüsse über Nachkriegsdeutschland gefasst wurden
Im April 1945 erreichten die alliierten Truppen Deutschland
Adolf Hitler tötete sich am 30
April im Bunker der Reichskanzlei
Er ernannte Karl Dönitz zum Nachfolger
Am 9
in Europa beendet. [Bearbeiten]
Mai 1945 unterzeichnete Deutschland die bedingungslose Kapitulation. Damit war der Zweite Weltkrieg
der von Deutschland entfesselt wurde und etwa 60 Millionen Tote forderte
Das besetzte Deutschland von 1945 bis 1949
Großbritannien und UdSSR trafen sich im Juli/August 1945 zur Potsdamer Konferenz
Die Siegermächte USA
Demilitiarisierung
Dezentralisierung und Demontage. Deutschland wurde in vier Besatzungszonen aufgeteilt
Denazifizierung
Dort einigten sie sich auf die Grundsätze Demokratisierung
Für Deutschland wurde ein gemeinsames Verwaltungsorgan
Berlin bekam eine gemeinsame Stadtverwaltung
der Alliierte Kontrollrat gebildet
Wiederaufbau und die Bildung von Bundesländern und Parteien begannen
Im Oktober 1945 wurden die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse eingeleitet
wobei die westlichen Mächte immer mehr zusammenarbeiteten
Die Besatzungsmächte gingen in ihren Zonen eigene Wege
1947 fanden einige Versuche einer Einigung über die Zukunft Deutschlands statt
die scheiterten
einen eigenen westdeutschen Staat zu gründen
Fortan waren die Westmächte bestrebt
In der SBZ wurden sehr bald die Weichen für den Sozialismus gestellt
SPD und KPD wurden zur SED vereinigt und Schlüsselstellen mit Kommunisten besetzt
das bald Kompetenzen zur Steuerung der Wirtschaft erhielt
Mit der Deutschen Wirtschaftskommission wurde 1947 ein vorstaatliches Organ geschaffen
Die britische und die US-amerikanische Zone schlossen sich Anfang 1947 zur Bizone zusammen
der Osten musste diese Hilfen auf sowjetischen Druck jedoch ablehnen
Im Jahr 1947 begann mit dem Marshallplan der Wiederaufbau
Mit dem Wirtschaftsrat wurde ebenfalls ein vorstaatliches Organ geschaffen
Am 20
Juni 1948 fand in den Westzonen eine Währungsreform statt
Sie bildete die Grundlage für das spätere Wirtschaftswunder
In der SBZ wurde im Gegenzug am eine eigene Währung eingeführt
Am 24
die Sowjets antworteten mit der Berliner Blockade.Die Sowjets hoben aber bereits im Mai 1949 die Blockade wieder auf
Juni führten die Westmächte die Westmark auch in Westberlin ein
Berlin blieb aber im Mittelpunkt der Politik der Siegermächte
Am 20
im Juni kam es zur Bildung der Trizone
März 1948 verließen die Sowjets den Alliierten Kontrollrat
Am 1
eine Aufforderung zur Bildung einer verfassungsgebenden Versammlung
Juli übergaben die Westmächte den Ministerpräsidenten der Trizone die Frankfurter Dokumente
Auf der Rittersturz-Konferenz im Juli 1948 wurde die Gründung der Bundesrepublik Deutschland beschlossen
Auf dem Verfassungskonvent auf Herrenchiemsee beriet ein Sachverständigenausschuss für Verfassungsfragen die Grundlage für die Arbeit des Parlamentarischen Rates
Dieser trat am 1
September in Bonn zusammen und erstellte dort das Grundgesetz
Nachdem dieses von allen Ländern außer Bayern angenommen und von den Westmächten genehmigt wurde
wurde es am 23
Mai 1949 verkündet
Die Bundesrepublik Deutschland war gegründet
Ende Mai 1949 fand in der SBZ der 3
Deutsche Volkskongress statt
Die Mitglieder wählten den 2
Deutschen Volksrat als ständiges Organ
Der Volkskongress nahm die Verfassung für eine Deutsche Demokratische Republik einstimmig an
Am 7
Oktober wurde die DDR gegründet. [Bearbeiten]
Die Bundesrepublik Deutschland 1949–1990
Hauptartikel: Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (1945–1990) Bild nicht gefunden Vorderseite einer 2 DM-Münze Am 14
die CDU/CSU wurde stärkste Fraktion
August 1949 fanden die Wahlen zum ersten deutschen Bundestag statt
Theodor Heuss zum Bundespräsidenten gewählt
Konrad Adenauer wurde Mitte September zum Bundeskanzler
Im November wird das Petersberger Abkommen geschlossen
Am 16
Januar 1950 wird die Lebensmittelrationierung abgeschafft
Die Regierung Adenauers bestimmte die Westintegration
die Wiederbewaffnung und das Wirtschaftswunder der Bundesrepublik
die die DDR anerkannten (Hallstein-Doktrin)
Sie erhob den Alleinvertretungsanspruch und brach die Beziehungen mit Ländern ab
Trotzdem unterzeichnete sie 1955 einen Vertrag mit der Sowjetunion
damit die letzten deutschen Kriegsgefangenen heimkehren konnten
Ebenfalls 1955 trat der Deutschlandvertrag in Kraft. Die BRD trat der NATO bei und die Bundeswehr wurde gebildet
der Vorläuferin der EG
Die Bundesrepublik war 1952 Mitbegründerin der Montanunion
1951 und 1956 werden mit der rechtsradikalen SRP und der KPD vom Bundesverfassungsgericht die einzigen Parteienverbote der Bundesrepublik ausgesprochen
1957 wird das Saarland wieder Teil der BRD
Im März wird mit den Römischen Verträgen die EWG gegründet
Im November 1959 wendet sich die SPD mit dem Godesberger Programm endgültig vom Marxismus ab und bejaht die liberale und demokratische Grundordnung der Bundesrepublik
1959 wird Heinrich Lübke Nachfolger von Theodor Heuss als Bundespräsident
Bis zum Bau der Berliner Mauer 1961 kamen Hunderttausende Flüchtlinge aus der DDR in die BRD
Dennoch mangelte es dort an Arbeitern
zunehmend wurden Gastarbeiter aufgenommen
Im Oktober 1962 musste infolge der Spiegel-Affäre Verteidigungsminister Franz Josef Strauß zurücktreten
Im Januar 1963 wird der Elysée-Vertrag zwischen der BRD und Frankreich unterzeichnet
damit gelang die Aussöhnung mit dem ehemaligen Erzfeind
Am 15
Oktober trat Adenauer als Bundeskanzler zurück. Bild nicht gefunden Willy Brandt und Richard Nixon Nachfolger wurde der Vater des Wirtschaftswunders Ludwig Erhard
Er trat bereits Ende 1966 zurück
Nun bildete Kurt Georg Kiesinger eine Große Koalition aus CDU/CSU und SPD
jedoch erzielte sie Erfolge in der Wirtschafts-und Innenpolitik. 1968 wurden die Notstandsgesetze beschlossen
Diese wurde nur als Überganglösung verstanden
der Protest gegen den Vietnamkrieg
die Hippiebewegung und die als veraltet empfundene Gesellschaftsordnung brachten den Widerstand der studentischen Jugend mit sich
Die unzureichende Verarbeitung der NS-Vergangenheit
der Bildungsnotstand
Infolgedessen veränderten sich Alltagkultur und politisches Leben erheblich
Im März 1969 wurde Gustav Heinemann Bundespräsident
Im September kam es nach der Bundestagswahl zu einem Machtwechsel
SPD und FDP bildeten die Sozialliberale Koalition unter Bundeskanzler Willy Brandt
Diese Regierung betrieb eine neue Ostpolitik der Annäherung an die Ostblockstaaten
sodass die CDU 1972 sogar ein konstruktives Mißtrauensvotum versuchte
Dies wurde anfangs heftig kritisiert
Die Innenpolitik prägten die Liberalisierung des Rechtssystems
der Ausbau des sozialen Netzes und Reformen im Bildungswesens
das Wirtschaftswunder war endgültig vorbei
Im Herbst 1973 wurde auch die BRD von der Ölkrise getroffen
Am 6
Mai 1974 tat Brandt im Zuge der Guillaume-Affäre zurück
Walter Scheel Bundespräsident
Helmut Schmidt wurde Bundeskanzler
Die Ostpolitik wurde fortgesetzt
schließlich kam es 1975 durch die KSZE zu einem Fortschreiten der Entspannungspolitik
Innenpolitisch musste sich der Staat mit dem Problem des Linksterrorismus der RAF auseinandersetzen
Dieser erreichte im Deutschen Herbst 1977 seinen Höhepunkt
Aber auch die wachsende Umwelt- und Friedensbewegung waren Schwerpunkte dieser Zeit
1979 wurde Karl Carstens Bundespräsident
Aufgrund wachsender Spannungen kam es im September 1982 zum Bruch der SPD/FDP-Koalition
Am 1
Oktober 1982 wurde Helmut Kohl durch ein konstruktives Misstrauensvotum Bundeskanzler
Die neue CDU/CSU-FDP-Regierung wurde durch die Bundestagswahlen 1983 bestätigt
Die Grünen ziehen bei dieser Wahl erstmals in den Bundestag ein und werden eine politische Kraft
1984 wurde Richard von Weizsäcker Bundespräsident
Anfang dieses Jahres startete das Privatfernsehen in Deutschland
ob die Republik käuflich sei
ebenfalls 1984 kam es zur Flick-Affäre und der Frage
1986 erschütterte die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl Europa
die eine erste größere Reform der EG mit sich brachte und ein wichtiger Schritt zur EU war
Im selben Jahr wurde die Einheitliche Europäische Akte unterzeichnet
Im September 1987 besuchte mit Erich Honecker erstmals ein DDR-Staats- und Parteichef die BRD
Nach der friedlichen Revolution in der DDR und die Zustimmung der Siegermächte und beider deutscher Parlamente kommt es am 3
Oktober 1990 zur Wiedervereinigung Deutschlands. [Bearbeiten]
Die Deutsche Demokratische Republik 1949–1990
Hauptartikel: Geschichte der DDR Die neu geschaffene Volkskammer ernannte Wilhelm Pieck zum Staatspräsidenten und Otto Grotewohl zum Ministerpräsidenten
Walter Ulbricht
Der eigentliche Machthaber bis 1971 war aber der Generalsekretär der SED
Die Hauptstadt war Ostberlin
Im Februar 1950 wurde das Ministerium für Staatssicherheit gegründet
Im Juli wurde die Oder-Neiße-Linie als polnische Westgrenze vertraglich festgelegt
Am 15
Oktober fanden die ersten Volkskammerwahlen statt
3% der Stimmen erhält
die nach offiziellen Angaben 99
Es wurde über eine Einheitsliste gewählt
Diese Wahlpraxis bestand bis 1989
Am 1
Januar 1951 begann der erste Fünfjahresplan
Im Frühjahr 1952 wurde in Deutschland über die Stalin-Note debattiert
sie wurde schließlich vom Westen abgelehnt
Ende April die ersten Volkseigenen Betriebe (VEB) gebildet und Anfang Juni die erste LPG
Im Mai 1953 beschloss die SED eine Erhöhung der Arbeitsnormen
Es regte sich Widerstand
Das Politbüro der SED übte Selbstkritik und verkündete einen Neuen Kurs
Am 17
Juni kamm es zum Volksaufstand
der aber mit Hilfe sowjetischer Truppen blutig niedergeschlagen wurde
Am 13
da zwischen 1949 und 1961 etwa 3 Millionen Menschen die DDR verlassen hatten
August 1961 riegelte die DDR die Grenzen zu Westberlin ab und baute die Berliner Mauer
ausgelöst durch Bundeskanzler Willy Brandt
Anfang der der 1970er kam es zu einer Annäherung zwischen DDR und BRD
Dies führte zum Grundlagenvertrag 1973
Im Mai 1971 wurde Walter Ulbricht entmachtet
sein Nachfolger als Erster Sekretär der SED wurde Erich Honecker
Die DDR und die BRD wurden 1973 Mitglied der UNO
Im Mai 1974 wurden die ständigen Vertretungen der beiden deutschen Staaten in Bonn und Ostberlin errichtet
Als Abschluss der KSZE wurde am 1
August 1975 auch von der DDR und der BRD die Schlussakte von Helsinki unterzeichnet
Im November 1976 wurde der Liedermacher Wolf Biermann ausgebürgert
das führte zu Protesten in der DDR
1983 gewährte Bayerns Ministerpräsident Franz Josef Strauß der DDR einen Milliardenkredit
der ihre Stabilität sichern sollte
Mit Michail Gorbatschow kam im März 1985 ein relativ junger Mann an die Spitze der Sowjetunion
der mit seinen Ideen von Glasnost und Perestroika den Ostblock total verändern sollte
Dieser Kurs wurde von der DDR nicht mitgetragen
Im September 1987 kam es zum ersten Staatsbesuch Erich Honeckers in der BRD
Im Sommer und Herbst 1989 flohen immer mehr Bürger der DDR über Ungarn
das am 2
Mai seine Grenze zu Österreich geöffnet hatte und ab dem 11
September auch DDR-Bürgern die Ausreise nach Österreich erlaubte sowie über die Botschaften der BRD in ostmitteleuropäischen Staaten
Da die DDR-Führung die Umgestaltungspolitik Gorbatschows nicht nachvollziehen wollte
destabilisierte die DDR zunehmend
Die sich verschlechternde wirtschaftliche Lage und die von Honecker enttäuschten Hoffnungen auf freiheitliche Veränderungen führten im Rahmen der Friedensgebete der Evangelischen Kirche zu Protestdemonstrationen
Diese weiteten sich vor allem in Leipzig sehr schnell zu friedlichen Großdemonstrationen aus
Am 18
Oktober musste Honecker unter dem Druck der Straße zurücktreten
Wenige Tage später folgte ihm die gesamte DDR-Regierung
Am 9
November wurde die Berliner Mauer geöffnet
Die Montagsdemonstrationen der DDR-Bevölkerung und die Maueröffnung führten schließlich zum friedlichen Sturz des SED-Regimes
Am 3
Oktober 1990 geschah gemäß Einigungsvertrag der Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland nach Artikel 23 des Grundgesetzes
Siehe auch: Portal DDR Chronik der deutschen Teilung Deutsche Wiedervereinigung 1990 [Bearbeiten]
Das wiedervereinigte Deutschland seit 1990
Hauptartikel: Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (seit 1990) Bild nicht gefunden Helmut Kohl Nach der Wiedervereinigung fanden im Dezember 1990 erstmals gesamtdeutsche Bundestagswahlen statt
Helmut Kohl blieb Bundeskanzler und wurde auch 1994 wiedergewählt
Das Zusammenwachsen der beiden Landesteile
das Umsetzen fälliger Reformen in zahlreichen Bereichen und das Zusammenwachsen der europäischen Staaten sind Hauptthemen im heutigen Deutschland
In Ostdeutschland wurde seit der Wende die Infrastruktur enorm verbessert und einige Regionen haben sich gut entwickelt
Trotzdem ist die Arbeitslosigkeit hoch
dass gerade viele junge Menschen in den Westen ziehen
Dies hat auch zur Folge
Es gibt verstärkt rechtsradikale Tendenzen
erhält viele Stimmen
Auch die Nachfolgepartei der SED
die PDS
1991 wurde der Regierungsumzug von Bonn nach Berlin beschlossen
der bis 1999 weitgehend abgeschlossen war
1994 wurde Roman Herzog Nachfolger von Richard von Weizsäcker als Bundespräsident
Er wurde 1999 von Johannes Rau und dieser 2004 von Horst Köhler abgelöst
die deutlich größere Kompetenzen hat
Mit der Unterzeichnung des Vertrages über die Europäische Union 1992 wurde die EG in die EU überführt
Der Vertrag sah auch die Einführung des Euro vor und führte zu einer Änderung des Grundgesetzes
wobei auch das Ziel eines Vereinten Europas festgeschrieben wurde
was im Ausland zunächst kritisch betrachtet
In den letzten Jahren wurde immer wieder der Ruf nach einem ständigen deutschen Sitz im UN-Sicherheitsrat laut
später aber als realistisch eingeschätzt wurde
Nach der Wiedervereinigung beteiligte sich die Bundeswehr auch erstmals an Out-of-area-Einsätzen
Bei der Bundestagswahl 1998 wurde die CDU/CSU-FDP-Koalition unter Kohl vom niedersächsischen Minsterpräsidenten Gerhard Schröder abgelöst
Ursache war auch der Reformstau
Dies war die erste echte Abwahl einer deutschen Bundesregierung
vorangegangene Machtwechsel waren immer ein Wechsel des Koalitionspartners
dass ihre Wirkung sehr umstritten ist
diese wurden jedoch zumeist so weit entschärft
Die neue Regierung aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen ging Reformvorhaben an
Nachdem 2000 mit der Versteigerung der UMTS-Lizenzen viel Geld in die Staatskasse gespült wurde
stieg die Verschuldung in den folgenden Jahren aufgrund einer Wirtschaftskrise wieder
Am 1
Januar 2002 wurde der Euro zum offiziellen Zahlungsmittel in Deutschland
Durch die Bundestagswahl 2002 wurde die Koalition bestätigt
wenn auch nur denkbar knapp
Im August 2002 verursachte die Jahrhundertflut an Elbe und Donau erhebliche Schäden
Im Herbst 2004 wurde der Vertrag über eine Verfassung für Europa unterzeichnet und es gab gegen das parteiübergreifend verabschiedene Hartz-Konzept
das zum 1
große Proteste
Januar 2005 umgesetzt wurde
Durch die damit verbundene Neuordnung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe stieg Anfang des Jahres die Zahl der offiziell Arbeitslosen auf über fünf Millionen. [Bearbeiten]
Weitere eigenständige Beiträge
[Bearbeiten]
Teilaspekte deutscher Geschichte
Deutsche Literatur Deutsche Marine Deutsches Recht Deutsche Sprache Deutsche Philosophie Deutsche Kunst Wirtschaftliche und soziale Entwicklung Deutschlands Geschichte der Parteien in Deutschland Deutscher Sonderweg Nationalsozialismus Deutsche Kolonien Oder-Neiße-Linie Sudetenland Ostgebiete des Deutschen Reiches Deutschland im Mittelalter Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation (bis 1806) Deutscher Bund (1815–1866) [Bearbeiten]
Kriege
sind hier aufgelistet: Großer Deutscher Bauernkrieg ([1525) Schmalkaldischer Krieg (1545/1546) Dreißigjähriger Krieg (1618–1648) 1
Weitere eigenständige Beiträge zu den Kriegen
die mit Beteiligung deutscher Staatengebilde geführt wurden
Türkenkrieg (1663/1664) 2
1806/1807
1756–1763) Österreichischer Erbfolgekrieg (1740–1748) Siebenjähriger Krieg (1756–1763) Bayerischer Erbfolgekrieg (1778/1779) Koalitionskriege (1792–1797
Türkenkrieg (1683–1699) Nordischer Krieg (1700–1721) Spanischer Erbfolgekrieg (1701–1714) Schlesische Kriege (1740–42
1744/45
1805
1809) Befreiungskriege gegen Napoléon (1813–1815) Schleswig-Holsteinischer Krieg (1848-1851) Deutsch-Dänischer Krieg (1864) Deutsch-Österreichischer Krieg (1866) Deutsch-Französischer Krieg (1870/1871) Boxeraufstand (1900/1901) Aufstand der Herero und Nama in Deutsch-Südwestafrika (Namibia) (1904–1908) Erster Weltkrieg Zweiter Weltkrieg Kosovo-Krieg (1999) Der Krieg der USA gegen den Terrorismus (seit 2001) [Bearbeiten]
1799–1802
Geschichte früherer und heutiger deutscher Gliedstaaten
Bayern Sachsen Thüringen Württemberg Baden Preußen Mark Brandenburg Anhalt [Bearbeiten]
Geschichte deutscher Großstädte
Berlin Dresden Gera Frankfurt am Main Hamburg Köln Leipzig München Stuttgart [Bearbeiten]
Siehe auch
Deutschland (Begriffsklärung) Geschichte Portal Deutschland Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas Geschichte der Eisenbahn in Deutschland Geschichte Europas Ostfränkisches Reich (seit 806) Deutschland im Mittelalter Geschichte Österreichs Preußen [Bearbeiten]
Literatur
[Bearbeiten]
Quellensammlungen
Müller
Rainer A. (Hg.): Deutsche Geschichte in Quellen und Darstellung
11 Bde
Bd
1995-2002 (Reclams Universal-Bibliothek
Stuttgart: Reclam
17001-17011)
vom Frühmittelalter bis zur Gegenwart
Sehr gute Quellensammlung zur deutschen Geschichte
Jede Quelle ist knapp kommentiert
dazu gesellt sich eine allgemeine Einleitung zum geschichtlichen Kontext der jeweiligen Epoche. [Bearbeiten]
Sekundärliteratur in Auswahl
[Bearbeiten]
Knappe Übersichtsdarstellungen
Deutsche Geschichte
3 Bde
Sonderausgabe Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht
1985. zus
XXVII
1915 S
ISBN 3-525-36187-4 Sehr gute knappe Übersichtsdarstellung zur deutschen Geschichte
Für den Einstieg gut geeignet
Dirlmeier
Chrsitoph/Reulecke
Ulf/Gestrich
Ulrich/Hinrichs
Andreas/Herrmann
Jürgen: Kleine deutsche Geschichte
Ernst/Kleßmann
Bd
Durchgesehene und verbesserte Ausgabe Stuttgart: Reclam
1998 (Reclams Universal-Bibliothek
9359)
480 S
ISBN 3-15-009359-7 Knappe Übersichtsdarstellung; nur für den ersten Überblick geeignet
Müller
Helmut M.: Schlaglichter der deutschen Geschichte
Bonn: 2003
528 S
Dieses Werk kann man praktisch kostenlos (Bereitstellungspauschale 4 EUR) bei der Bundeszentrale für politische Bildung (http://www.bpb.de/) bekommen
Hagen: Kleine deutsche Geschichte
Schulze
München: Beck
1998
276 S
ISBN 3-406-40999-7 Sehr verkürzende Darstellung
die sich auf die allgemeinen Grundlinien konzentriert. [Bearbeiten]
Vertiefende Darstellungen beziehungsweise Überblicke
Gall
Lothar (Hg.): Enzyklopädie deutscher Geschichte
München: Oldenbourg
noch im Enstehen begriffen
Auf 100 Bde. berechnetes Werk
Forschungsmeinung und eine umfassende Bibliographie gegliedert
Die jeweiligen Bände nehmen wichtige Epochen oder geschichtliche Gegenstände auf und sind jeweils in Darstellung
Ein für die wissenschaftliche Arbeit unersetzbares Instrument
Berlin 1983 ff
unter anderem (Hgg.): Propyläen Geschichte Deutschlands. bisher 9 Bde.
Dieter
Groh
Bd
für ein breiteres und gebildetes Publikum geschrieben Darstellung der deutschen Geschichte
Wohl die beste
von den Anfängen bis 1933; Band 7 wurde in zwei Teilen ausgeliefert
Herbert (Hg.): Gebhardt
9 wurde später aufgrund ernster Bedenken inhaltlicher Art wieder zurückgezogen Grundmann
Handbuch der deutschen Geschichte
9A
ufl.
Stuttgart 1970 ffD
4 Bde. (auch als Taschenbuchausgabe in 22 Bde.)
ie 10A
ufl. dieses Standardwerks ist erst im Entstehen begriffen; trotz des Alters gerade aufgrund der zahlreichen Quellenbelege und der Weite der darin dargestellten Thematik unverzichtbar für die wissenschaftliche ArbeitN
eue Deutsche GeschichteM
ünchen: Beck Im Entstehen begriffene moderne Darstellung der deutschen Geschichte vom Frühmittelalter bis zur Gegenwart
die weniger Wert auf die Ereignisgeschichte legt als noch der GebhardtS
13 BdeH
iedler Deutsche Geschichte.
Berlin
mit zahlreichen Abbildungen. Wehler
ervorragende Darstellung
die sich an ein breiteres Publikum wendet
Hans-Ulrich (Hg.): Moderne Deutsche Geschichte1
2 Bde. uR
eg.-BdF
rankfurt am Main: Suhrkamp
1996. zus4
148 SI
SBN 3-518-09240-5 Umfassende Darstellung der deutschen Geschichte seit der Frühen Neuzeit. [Bearbeiten]
Weblinks
Videos & Bilder zur Verdeutlichung vorhanden) Index zur Deutschen Geschichte (http://www.wsgn.euv-frankfurt-o.de/vc/pageD.html) historische Quellensammlung zur deutschen Geschichte seit der napoleonischen Epoche mit Gesetzes- und Verfassungstexten sowie völkerrechtlichen Verträgen (http://www.documentarchiv.de/) cs:DÄ›jiny NÄ›mecka da:Tysklands historie en:History of Germany eo:Historio de Germanio es:Historia de Alemania fr:Histoire d'Allemagne it:Storia della Germania ja:ドイツã?®æ´å?² nl:Geschiedenis van Duitsland ru:ИÑ?ториÑ? Германии sv:Tysklands historia zh:德国历å?²
Virtual Library Geschichte (http://www.phil.uni-erlangen.de/~p1ges/vl-dtld.html) Lebendiges Virtuelles Museum Online – Geschichtliche Hintergründe ab dem Kaiserreich bis zur Gegenwart (http://www.dhm.de/lemo/home.html) (Original-Dokumente
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