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Germanen
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Bild nicht gefunden Germane
Römisches Triumphalrelief im Vatikanischen Museum zu Rom. Bild nicht gefunden Karte der germanischen Stämme um 100 n
Chr. (ohne Skandinavien) Als Germanen werden eine Anzahl von Völkern mit ähnlicher Sprache
die seit dem 2
Kultur und Lebensgewohnheiten bezeichnet
Jahrtausend vor Christus bis bald nach der Zeitenwende in Nord- und Mitteleuropa lebten
Die germanischen Völker selbst bezeichneten sich nicht als Germanen und hatten wahrscheinlich während der längsten Zeit ihrer Geschichte auch kein nationales Zusammengehörigkeitsgefühl
friesische und deutsche Volk
"Verbergen") 1 Ursprünge 2 Geschichte 2.1 Der Marsch der Kimbern
und magyarischen Elementen) entstanden ist. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
die aber aus einem Vielvölkerstaat (mit slawischen
Teutonen und Ambronen 2.2 Ariovist und Caesar 2.3 Vorstoß des Augustus bis zur Elbe 2.4 Die Varusschlacht 2.5 Die Römisch-Germanischen Beziehungen nach der Varusschlacht 2.6 Die Markomannenkriege 3 Die germanischen Stämme 3.1 Nord-Germanen 3.2 West-Germanen 3.3 Ost-Germanen 4 Wirtschaft 5 Mythologie 6 Lebensweise der Germanen 7 Darstellende Kunst 7.1 Schrift 8 Mythen und Wahrheit 9 Reichsgründungen 10 Literatur 11 Weblinks 12 Siehe auch [Bearbeiten]
(anglo-)amerikanische
australische und die (burisch-)südafrikanische Nation. Ähnlich die österreichische Nation
schweizerische
sowie das englische
romanischen
später dann außerdem die niederländische
Mit und nach der Völkerwanderung entwickelten sich aus den germanischen Stämmen die skandinavischen Völker
(anglo-)kanadische
Ursprünge
Bild nicht gefunden Germanische Ratssitzung
Relief der Marc-Aurel-Säule zu Rom
Die historischen Überlieferungen über die Germanen beginnen mit den Berichten antiker Schriftsteller im 2. und 1
Jahrhundert vor Christus
Erste eigene schriftliche Überlieferungen der Germanen setzen um 200 nach Christus mit den ältesten frühnordischen Runeninschriften ein
genauer: die vergleichende Sprachwissenschaft
Für die Zeit davor geben nur Archäologie und Linguistik
Auskunft über die germanischen Völker
Altenglisch und Altnordisch) und deren Vergleich mit anderen indoeuropäischen Sprachen die germanische Sprache (auch "Protogermanisch" oder "Gemeingermanisch") weitgehend rekonstruieren
Althochdeutsch
Die Linguistik konnte durch sorgfältigen Vergleich der germanischen Einzelsprachen untereinander (vor allem Gotisch
Zu den wichtigsten Ergebnissen dieses doppelten Vergleichs gehört: Das Germanische gehört zur Familie der indogermanischen (indoeuropäischen) Sprachen und innerhalb dieser zum westlichen Zweig
den so genannten Kentum-Sprachen. Das Germanische ist innerhalb der indogermanischen Sprachen am nächsten mit dem Keltischen und Italischen verwandt
Die drei Sprachgruppen Germanisch
Keltisch und Italisch werden auch als alteuropäische Sprachen (oder kurz Alteuropäisch) bezeichnet
Alteuropäisch wurde um die Wende vom 3. zum 2
also zu Beginn der frühen Bronzezeit
Jahrtausend vor Christus
genauere Zeit- und Ortsangaben sind (bisher?) nicht möglich oder aber umstritten. Die große Ähnlichkeit der germanischen Sprachen untereinander im Vergleich zu anderen indoeuropäischen Sprachen macht eine lange Phase der gemeinsamen Entwicklung dieser Sprache sehr wahrscheinlich
in Mitteleuropa gesprochen
Die meisten Linguisten setzen heute als Zeitraum der Aufgliederung des Alteuropäischen in das (Proto-)Germanische einerseits das Italisch-Keltische andererseits die erste Hälfte des 2
Jahrtausends vor Christus an. Auch nach der Herausbildung der germanischen Sprache bestanden Beziehungen insbesondere mit den keltischen Sprachen
was Lehnworte belegen
Auch das Finnische hat bereits früh mehrere germanische Worte entlehnt und in nahezu unveränderter Form bis heute bewahrt
so die Worte kuningas = König (germanisch: kunningaz) und ringas = Ring (germanisch: ringaz; in beiden Worten steht z für stimmhaftes s). Die Verwendung des Begriffs "Germanen" ist erstmals vom griechischen Geschichtsschreiber Poseidonios um das Jahr 80 v
Chr. überliefert
nicht näher bekannten Stamm der Germanen abgeleitet
Bei seinem Treffen mit den Völkern Mitteleuropas hat er diesen Namen hörend vermutlich von einem einzelnen
So könnte der Name eines kleinen Volksstammes letztlich auf eine ganze Völkerfamilie übertragen worden sein. Bedeutung und Herkunft des Wortes "Germane(n)" sind immer noch umstritten
Denn eine mögliche gemeingermanische Wortbedeutung von "Ger" ist bisher weder überliefert noch erschlossen
Ohnehin ist unwahrscheinlich
dass der Begriff aus einer (germanischen) Selbstbezeichnung abgeleitet wurde
51 v
Dokumentarisch gesichert und verbreitet hat den Namen jedenfalls Gaius Iulius Caesar in seinem Buch De bello gallico („Der Gallische Krieg“
Chr.)
Damit wurde der Begriff auf alle rechtsrheinischen Völker übertragen
Bis dahin wurden die Völker in Kelten (Westeuropa)
und Skythen (Osteuropa) eingeteilt
sondern um eine eigene Völkerfamilie
dass es sich bei den Germanen nicht um Kelten handelte
Erst mit Caesar erkannten die Römer
Jahr ca
Der römischen Historiker Tacitus hingegen schreibt in seinem Buch De origine et situ Germanorum („Über den Ursprung und den Lebensraum der Germanen“
98; 2
Kapitel)
dass der Name „Germanen“ noch relativ neu sei
was auf eine keltische Herkunft des Wortes hindeutet
Man habe den Namen zunächst für die Tungrer benutzt und anschließend auf alle germanischen Stämme übertragen; Tacitus zufolge seien als Germanen im umfassenden Sinn alle rechtsrheinischen Stämme zuerst von den Galliern bezeichnet worden
Diesen Namen hätten dann die Volksstämme auch für sich selber verwendet
wo die einzelnen Stämme und Völker zwischen Rhein und Weichsel sowie Donau und Nord- bzw
In seinem Buch findet sich auch die einzige detaillierte Beschreibung des Germaniens jener Zeit
Ostsee aufgeführt sind
in denen sie in den schriftlichen Quellen erscheinen
Von Germanen kann erst zu der Zeit ganz sicher gesprochen werden
Ein "Rückrechnen" und die Suche nach frühgeschichtlichen Ur-Germanen der Stein- und Bronzezeit war in der archäologischen Forschung früher zeitweilig üblich
Diese mit dem Namen von Gustaf Kossinna verbundene Methode wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zeitweilig ganz verworfen. Heute wird mit der gebotenen wissenschaftlichen Zurückhaltung wieder versucht
archäologische und linguistische Befunde der prähistorischen Zeit zu einem widerspruchslosen Gesamtbild zusammenzuführen
während eine Identität der so genannten Streitaxtleute (ca
Demnach gilt die Zugehörigkeit der bronzezeitlichen Kultur des Nordischen Kreises zu den Germanen als nahezu sicher
2800 bis 2200 v
Chr.; auch Schnurkeramiker genannt) mit den frühen Germanen bzw. ihren alteuropäischen Vorfahren umstritten ist
Eine (indo)germanische Ethnizität noch früherer Kulturen wie der bereits Ackerbau betreibenden Trichterbecherkultur (ca
3500 bis 2800 v
dass der Entstehungsort der germanischen Kultur im Raum nördlich der deutschen Mittelgebirge gelegen haben könnte
Chr.)
einer Megalithkultur
gilt hingegen heute als nahezu ausgeschlossen. Neueste Theorien vermuten aufgrund der Namensgebung von Flüssen und Ortschaften
Die Mehrheit der Wissenschaftler teilt diese Theorie jedoch nicht
aus der später die germanischen Sprachen entstanden
habe sich um 500 v
Jahrzehntelang wurde angenommen
die germanische Sprache
Chr. durch die germanische Lautverschiebung aus einem west-indogermanischen Dialekt gebildet
In dieser Lautverschiebung wandelte sich beispielsweise anlautendes "k" über "ch" (wie im Wort ach) zu "h"
ebenso "p" zu "f" und "t" zu "th"
In der neueren und neuesten Forschung wird diese Lautverschiebung jedoch deutlich später angesetzt
nämlich im ersten Jahrhundert vor Christus
Hauptbeleg dafür ist der Stammesnamen der Kimbern
die im späten 2
Jahrhundert zusammen mit den Teutonen das Römische Reich von Norden her bedrohten (siehe unten)
Beide Völker stammen aus dem Gebiet des heutigen Dänemark
während in späteren lateinischen Texten sonst ebenso konsequent beispielsweise "chatti" (Chatten
daraus Hessen)
Da der Name Kimbern in lateinischen Texten durchgehend "cimbri" geschrieben wird
"chauci"
dass die germanische ("erste") Lautverschiebung im späten 2
nie "chimbri" oder gar "himbri"
wird heute mehrheitlich angenommen
"cherusci" usw. geschrieben wird
zumindest aber noch nicht abgeschlossen war
Jahrhundert vor Christus noch nicht stattgefunden hat
Dieser Befund wird durch einige früh überlieferte Ortsnamen gestützt
Diese Einschätzung hat für die germanische Linguistik recht weitreichende Folgen
etwa für die Datierung des Vernerschen Gesetzes
Die bislang in der Literatur als "Germanisch" bzw. "Gemeingermanisch" bezeichnete Sprache (mit bereits durchgeführter erster Lautverschiebung) bezeichnet demnach nur den - in zügigem Umbruch befindlichen - Sprachzustand kurz vor dem Ende der germanischen Spracheinheit um bzw. kurz vor der Zeitenwende
In den Jahrhunderten davor wurde von den früheren Germanen dagegen ein dem Indoeuropäischen weit ähnlicheres Idiom gesprochen
das nicht überliefert ist
aber in seinen Grundzügen ebenfalls erschlossen werden kann. [Bearbeiten]
Geschichte
Älteste historische Berichte über die Germanen stammen von Begegnungen mit den Griechen und dem Römischen Reich
Bereits der griechische Reisende Pytheas aus Marseille berichtete um 330 v
Chr. über die Länder um die Nordsee und die dort lebenden Völker
Die ostgermanischen Bastarnen drangen ab ca
200 v
Chr. nach Südosten in das heutige Ostrumänien vor und wurden ab 179 v
Chr. in Kämpfe der Makedonen und anderer Völker auf dem Balkan verwickelt. [Bearbeiten]
Der Marsch der Kimbern, Teutonen und Ambronen
Um 120 v
Teutonen und Ambronen in Richtung Süden auf
Chr. brechen Kimbern
Die Ursache ist nicht eindeutig geklärt: Die historischen Quellen berichten von einer Sturmflut in Jütland
aufgrund derer die Einwohner ihre Heimat verließen
dass vielmehr Hungersnöte aufgrund klimatischer Veränderungen dafür verantwortlich waren
Allerdings vermutet man heute
Um 113 v
Chr. treffen die Germanenstämme auf die Römer
Bei der folgenden Schlacht (auch als Schlacht von Noreia bezeichnet) entgehen die Römer der völligen Vernichtung ihrer Truppen nur durch ein plötzlich einsetzendes Gewitter
welches die Germanen als ein warnendes Omen (Grollen) ihres Wettergottes Donar interpretieren
Es kommt um 109 v
Chr.
107 v
Chr. und 105 v
Chr. noch weitere Male zu Kämpfen zwischen den Römern und den Germanen
bei denen die Römer jedes Mal eine Niederlage erleiden
Erst als sich die Stämme in zwei Gruppen aufteilen
gelingt es den Römern 102 v
die Teutonen und Ambronen zu besiegen
Chr.
101 v
Chr. die Kimbern
Ausführlicher Beschreibung siehe auch Artikel Kimbern Bild nicht gefunden Germanische Gesandtschaft an Kaiser Marc Aurel
Relief der Marc Aurel-Säule zu Rom. [Bearbeiten]
Ariovist und Caesar
Der Durchbruch der Kimbern und Teutonen durch die damals noch keltischen Mittelgebirge führt zur Erschütterung der keltischen Macht in Mittel- und Süddeutschland
so dass später auch andere Germanen
insbesondere Suebische Stämme
in Hessen und das Maingebiet eindringen können
Unter ihrem Führer Ariovist dringen sie auch in Gallien ein
werden jedoch durch Gaius Julius Caesar 58 v
Chr. geschlagen und hinter den Rhein zurückgeworfen
Im 1. vorchristlichen Jahrhundert macht die römische Eroberung Galliens durch Caesar die Germanen zu direkten Nachbarn des Römischen Reiches
Dieser Kontakt führte in der darauffolgenden Zeit zu ständigen Konflikten: Immer wieder kommt es zu Übergriffen der Germanen auf die Römer
Im Gegenzug führt Caesar im Jahr 55 sowie 53 v
Chr
Strafexpeditionen gegen die Germanen durch
Allerdings erkennt Caesar den Rhein als Grenzlinie zwischen Germanen und Römern an. [Bearbeiten]
Vorstoß des Augustus bis zur Elbe
Doch auch in der Folgezeit kommt die Rheingrenze nicht zur Ruhe
Der römische Kaiser Augustus beschließt deshalb die Verlagerung von Truppen an den Rhein
die bisher in Gallien stationiert waren
Die Rheingrenze bleibt dennoch unsicher
das Römische Reich bis an die Elbe auszudehnen
Augustus ändert deshalb seine Taktik: Er beabsichtigt
Zwischen 12 und 9 v
Marsen und Chatten. Trotz der Feldzüge des Drusus gerieten aber die wenigsten Germanenstämme wirklich in dauerhafte römische Abhängigkeit
Chr. führt Drusus
Stiefsohn von Augustus
Brukterer
mehrere Feldzüge gegen die Germanen durch und unterwirft die Friesen
Chauken
setzt sein Bruder Tiberius 8 v
Nachdem Drusus beim Rückzug bei einem Sturz von seinem Pferd stirbt
Chr. die Feldzüge fort
Im Jahre 4 n
die bis dahin aufständischen Cherusker zu unterwerfen
Chr. gelingt es ihm
es wurden repräsentative römische Städte östlich des späteren Limes gegründet
beispielsweise im heutigen Waldgirmes in Hessen
Nun galt Germanien bis zur Elbe als unterworfen
Der lateinische Name dieser Siedlung ist sowenig bekannt
wie etwa die lateinischen Namen der Kastelle in Haltern
Anreppen oder Marktbreit am Main
Ein letzter großer Feldzug im Jahre 6 n
Chr. sollte das Reich des Markomannenkönigs Marbod in Böhmen zerschlagen
legte jedoch Wert auf seine Unabhängigkeit
Er war kein Gegner Roms
Eine Zerschlagung seines Reiches wäre wahrscheinlich der Schlussstein der römischen Unterwerfung der Germanen gewesen
Von Mainz mainaufwärts und dem Raum Wien Richtung Nordwesten bewegten sich zwei große römische Marschsäulen
großen Aufstandes in Pannonien
dem heutigen Ungarn
abgebrochen werden
Doch die Operation musste wegen eines überraschenden
Dennoch galt Germanien bis zur Elbe weiterhin als römische Provinz. [Bearbeiten]
Die Varusschlacht
wurde Publius Quinctilius Varus damit beauftragt
Nachdem der Widerstand der Germanen gebrochen schien
römisches Recht einzuführen und Steuern zu erheben
Als Statthalter war er dort gleichzeitig Oberbefehlshaber über die rheinischen Legionen
brachte bald die Germanen gegen sich auf
Varus
der sich zuvor in der römischen Provinz Syrien den Ruf eines brutalen und korrupten Verwaltungsfachmanns erworben hatte
Gegner der Besatzung ließ er mit aller Härte des römischen Rechts bestrafen
die eine solche Abgabe nur für Unfreie kannten
Die von ihm eingeführten Steuern wurden von den Germanen zudem als zutiefst ungerecht empfunden
mehrere germanische Stämme zu einen
der die römischen Bürgerrechte und Ritterwürden besaß
Unter diesen Umständen gelang es dem Cheruskerfürst Arminius
das ihm Varus entgegenbrachte aus und lockte diesen in einen Hinterhalt
Arminius nutzte das Vertrauen
In der darauffolgenden Schlacht (auch "Varusschlacht" oder "Schlacht im Teutoburger Wald" genannt) verloren die Römer drei Legionen (etwa 25.000 Soldaten)
Laut den Überlieferungen des Sueton soll Augustus daraufhin ausgerufen haben: "Quinctili Varus
legiones redde!" ("Quintilius Varus
gib mir die Legionen zurück!")
Der römische Eroberungsversuch scheiterte damit im Jahre 9 n
Chr
Germanien blieb danach bis zur Völkerwanderung von der römischen Kultur wenig beeinflusst. [Bearbeiten]
Die Römisch-Germanischen Beziehungen nach der Varusschlacht
Unter Germanicus unternahmen die Römer zwischen 14 und 16 n
Chr. weitere Vorstöße über die Rheingrenze hinweg
ist umstritten
Ob es sich dabei um Strafexpeditionen oder die Fortsetzung der römischen Expansionspläne handelte
In den Folgejahren kam es immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Germanen und Römern: Im Jahr 29 schlugen die Römer einen Aufstand der bis dahin römerfreundlichen Friesen nieder
Im Jahr 69 mussten sogar Truppen aus Spanien und Britannien für Verstärkung sorgen
um die Revolte der Bataver (Bataveraufstand) unter Führung des Iulius Civilis niederzuschlagen. Im Jahre 83 entschloss sich Kaiser Domitian
die römische Grenze zwischen Rhein und Donau weiter gegen Norden zu verschieben
die Grenzen zwischen Germanien und dem römischen Reich zu sichern
Nach Beendigung der Chattenkriege begannen die Römer mit dem Bau des Limes
der im Süden durch die so genannte Sybillenspur
mit dem Alblimes verbunden war
den Lautertal-Limes
dass der Neckar-Odenwald-Limes nicht schon um 83/85 unter Domitian
sondern erst um das Jahr 98 unter Kaiser Trajan angelegt wurde
Im selben Zeitraum entstanden die Provinzen Germania Superior (Obergermanien) und Germania Inferior (Untergermanien). Neueste Forschungen (ab etwa 1995) deuten allerdings darauf hin
sei es eine Inschrift
Vor allem fehlt bis heute auch nach über hundertjähriger Forschung ein zuverlässig datierter römischer Fund von der Neckar-Odenwald-Linie vor dem Jahre 98
ein Militädiplom oder ein dendrochronologisch datierbarer Holzfund
während für die Zeit Domitians ähnlich enge Parallelen fehlen
Außerdem passt der Neckar-Odenwald-Limes militärtechnisch zu anderen Anlagen aus der Zeit Kaiser Trajans
Um das Jahr 122 wurde die römisch-germanische Grenze unter Kaiser Hadrian zwischen dem mittleren Neckar und der Donau bei Eining um etwa 20 bis 40 Kilometer nach Norden verschoben
ist inzwischen recht sicher auf das Jahr 159 datierbar. [Bearbeiten]
die Verschiebung des Neckar-Odenwald-Limes um rund 25 Kilometer nach Osten unter Kaiser Antoninus Pius
Die letzte römische Expansion in Germanien
Die Markomannenkriege
Im 2
Jahrhundert n
Quaden
zum anderen drückten die Germanen immer stärker gegen die römischen Grenzen. 167 fielen die Markomannen
Langobarden
Chr. fanden zwei entscheidende Veränderungen rechts des Rheins statt: Zum einen schlossen sich die zerstrittenen germanischen Stämme zu Großstämmen zusammen
Vandalen
Jazygen und weitere Stämme in die römische Provinz Pannonien ein und lösten damit die Markomannenkriege (167 bis 180) aus
In insgesamt vier Feldzügen schlug der römische Kaiser Marc Aurel die Germanen vernichtend
dass die Römer planten
zwei neue Provinzen einzurichten
Man vermutet
Nach dem Tod Marc Aurels 180 kehrte sein Sohn Commodus jedoch wieder zur Defensivpolitik zurück und schloss Friedensverträge mit den Germanen
Viele Historiker sehen die Markomannenkriege als die Vorboten der großen Völkerwanderung
Ausgelöst wurde der zunehmende Bevölkerungsdruck auf die römischen Grenzen durch die Wanderungen der Goten zum Schwarzen Meer und der Vandalen in Richtung Donau
Die Ursachen für diese aufkommende Wanderbewegung germanischer Stämme konnten bisher nicht geklärt werden
denkbar wären z.B
Hungersnöte. [Bearbeiten]
Die germanischen Stämme
die zu dieser Zeit in Norddeutschland und Südskandinavien lebten
die Germanenstämme
zu klassifizieren
Versuche
führten zu Einteilungen in Nord-
Wesergermanen. [Bearbeiten]
West- und Ostgermanen oder auch Elb-
Nord-Germanen
Zu den Nordgermanen zählen die skandinavischen Stämme
die Schweden
die Norweger und die Isländer hervor (siehe auch: Skandinavier)
Aus ihnen gingen später die Dänen
Archäologisch werden die Nordgermanen in die Ost- und Westnordische Gruppe aufgeteilt. [Bearbeiten]
West-Germanen
Bataver
und Sachsen rheinwesergermanischen Stämme: Cherusker
Angrivarier und Tenkterer (siehe auch Nordwestblock) [Bearbeiten]
Friesen
Semnonen und Langobarden nordseegermanischen Stämme (bei Tacitus Ingaevonen): Chauken
Hermunduren
Sigambrer
Quaden
Usipeter
Chatten
Chamaven
Brukterer
Chattuarier
Warnen
Zu den West-Germanen zählen die: elbgermanischen Stämme (Sueben): Markomannen
Angeln
Ubier
Ost-Germanen
Rugier
Gepiden und andere
Burgunder
Vandalen
Heruler
Skiren
Zu den Ost-Germanen südlich der Ostsee zählen ursprünglich die Goten
Bastarnen
Wielbarkkultur (Willenbergkultur) oder Weichsel(mündungs)germanen(Weichselmündung) und die Odermündungsgruppe
Archäologisch werden die Ostgermanen in die folgenden Kulturgruppen eingeteilt: Przeworskkultur (im südlichen Polen)
Durch den Einfall der Hunnen aus den Steppen Asiens und die verstärkte Ausbreitung der slawischen Völker aus der osteuropäischen Tiefebene wurden die Ostgermanen zunehmend gen Süden und Westen gedrängt
wo sie in Konflikt mit den dort ansässigen Stämmen gerieten. [Bearbeiten]
Wirtschaft
nur selten zur Jagd
Die Germanen waren hauptsächlich sesshafte Bauern und gingen
im Gegensatz zu einer weit verbreiteten Vorstellung
aber neben der Landwirtschaft gab es auch Handwerker wie Schmiede
Sie lebten hauptsächlich von der Eigenproduktion
Töpfer und Tischler
es gab im Germanischen sogar zwei Worte dafür
Das Rad war bereits seit indoeuropäischer Zeit bekannt
Geld kannten die Germanen nicht
ihr Handel beschränkte sich auf reine Naturalienwirtschaft
Hauptwertgegenstand war wie bei den Römern das Vieh
Davon zeugt bis heute die Bedeutung des englischen Wortes fee = Gebühr (ursprünglich eben: Vieh!)
Schweine und Ziegen sowie Pferde
Schafe
Gezüchtet wurden hauptsächlich Rinder
Außerdem war den Germanen die Bienenzucht ebenso wie die Webkunst bekannt
Ebenfalls wussten die Germanen wie Käse zubereitet wird
dessen Herstellungsverfahren sie selbst entdeckten
das in den skandinavischen Sprachen im Wort "Ust" bzw. "Ost" (= Käse) fortlebt
Die germanÃsche Sprache kannte ein eigenes Wort für Weichkäse
setze er sich bei den Germanen nur langsam durch
Für Hartkäse entlehnten sie das lateinische Wort caseus (= Käse). Obwohl der Pflug bereits seit etwa Christi Geburt bekannt war
Für die Ernährung war besonders die Gerste von großer Bedeutung
Die Äcker ließen sie regelmäßig brach liegen und sie wussten um den Nutzen der Düngung
Getreide wurde hauptsächlich in Form von Brei gegessen
Brot konnte sich bis ins Mittelalter nur die Oberschicht leisten. Die Produktivität war wesentlich geringer als bei den Römern
doch zumeist ist es unansehnlich
Tacitus etwa berichtet: "Vieh gibt es reichlich
Selbst den Rindern fehlt die gewöhnliche Stattlichkeit und der Stirnschmuck" (Kapitel 5)
was zu einer deutlich verringerten Lebenserwartung führte
Deshalb kam es oft zu Hungersnöten und viele Germanen litten an Unternährung
Es wird vermutet
dass dies eine der Hauptursachen der germanischen Wanderbewegungen ist (wie etwa der Zug der Kimbern und Teutonen)
die schließlich mit der großen Völkerwanderung ihren Höhepunkt erreichte. [Bearbeiten]
Mythologie
Siehe Artikel Germanische Mythologie. [Bearbeiten]
Lebensweise der Germanen
Die Germanen wohnten in relativ kleinen Siedlungen
dass die Größe von Siedlungen bei etwa zweihundert Menschen lag
Aus den Bestattungsplätzen der Germanen schließen Archäologen
kamen bald weitere hinzu
Die Siedlungen entwickelten sich selten planmäßig: Dort wo bereits ein Germane siedelte
Ein Erbe dieser Siedlungsweise sind bis heute die so genannten Haufendörfer in Deutschland und anderen Ländern der germanischen Kulturkreises
dass die Germanen in Holzhäusern in Skelettbauweise wohnten
Aus Ausgrabungen ist bekannt
Da im Gegensatz zu Steinhäusern das Holz mit der Zeit verrottet
geben lediglich die archäologisch nachweisbaren Pfostenlöcher einen Aufschluss über den genauen Aufbau der Häuser
das Aufgrund seines Verhältnisses von Länge und Breite so bezeichnet wird
Die verbreitetste Art war das germanische Langhaus
Unter seinem Dach beherbergte es sowohl Menschen
als auch Tiere
die lediglich durch eine Wand getrennt waren
in seiner Mitte befand sich eine Feuerstelle
Der Wohnraum besaß keine weiteren Trennwände
Der Rauch konnte über eine Öffnung im Dach abziehen
Fenster besaßen die germanischen Häuser nicht. [Bearbeiten]
Darstellende Kunst
[Bearbeiten]
Schrift
Die Schrift wurde den Germanen erst relativ spät bekannt
Das einzig zusammenhängende schriftlich erhaltene Werk vor dem Ende der Völkerwanderung ist die Wulfilabibel aus dem 4
Jahrhundert
das sich auf griechischen
lateinischen und runischen Schriftzeichen zusammensetze
entwickelte Wulfila ein Alphabet
Da die Goten keine eigene Schrift besaßen
Die Runen
die ab dem 2
Jahrhundert aufkamen
wurden hauptsächlich als magische Zeichen benutzt
meistens wurden mit dem Runen nur wertvolle Gegenstände bezeichnet
Längere Schriften sind selten
insbesondere auf Tacitus. [Bearbeiten]
Die einzigen schriftlichen Quellen über die Germanen gehen hauptsächlich auf römischen und griechischen Ursprungs zurück
Mythen und Wahrheit
Typisches
aber falsches Bild der Germanen: Darstellung des Arminius mit Flügelmütze Im 19. und der ersten Hälfte des 20
Jahrhunderts wurden die Germanen im deutschsprachigen Raum immer wieder als Übermenschen dargestellt und zu nationalistischen Zwecken missbraucht
die sie als "Arier" bezeichneten
Insbesondere der Nationalsozialismus bediente sich dieses Klischees über die Germanen in extremer Weise und erhob ihre Nachkommen
zur "Herrenrasse"
Die Darstellung der Germanen geht hauptsächlich auf antike Autoren wie Tacitus und Caesar zurück
Sie beschrieben die Germanen als blonde
blauäugige Riesen
die über fast übermenschliche Kräfte verfügten
dass die Germanen tatsächlich größer als die Römer waren
Durch Skelett- und Moorfunde lässt sich belegen
Die Funde bestätigen außerdem die große körperliche Kraft sowie die überwiegend blonde Haarfarbe der Germanen
Allerdings übertreiben die antiken Quelle teilweise: So zeigen die gefundenen Skelette
diese aber durchschnittlich nur um ungefähr einen Kopf überragten
dass die Germanen zwar größer als die Römer waren
Auch kräftemäßig waren sie den Römern offenbar überlegen
Sehr gut erhaltene Moorleichen bestätigen aber auch eine Vermutung des Tacitus: Ihr Durchhaltevermögen war geringer
bei längeren Kämpfen siegte manchmal die Erschöpfung über den Kampfeswillen
Der Gesundheitszustand der Germanen war oft schlecht: Mangelernährung
Gelenkerkrankungen und Bandscheibenschäden waren bei den Germanen sehr verbreitet
nur 35 Jahre
Ihre durchschnittliche Lebenserwartung betrug daher
aber auch wegen der generell höheren Kindersterblichkeit
dass sich die Germanen häufig dem Alkoholgenuss hingaben
Die antiken Autoren sind sich einig
Die verbreitetsten Getränke waren Met und Bier
Hohe Festtage begingen die Germanen häufig mit einem Gelage
Selbst die Götter
würden sich dem Alkoholgenuss hingeben
so glaubten sie
soviel sie wollen
ihrer Trunksucht nachgehend
der durch Gärung eine gewisse Ähnlichkeit mit Wein erhält..." und bezogen auf den hohen Alkoholkonsum: "Wollte man ihnen
So bemerkt schon Tacitus in seiner Germania: "Als Getränk dient ein Saft aus Gerste oder Weizen
so könnte man sie leichter durch ihr Laster als mit Waffen besiegen." [Bearbeiten]
verschaffen
Reichsgründungen
und wanderten auch nach Britannien
Italien und Spanien
In der Zeit der Völkerwanderung gründeten unterschiedliche Germanenstämme Reiche in Frankreich
Auf dem europäischen Festland ging aus diesen Reichen später das Frankenreich hervor
Hieraus entstand dann das erste Deutsche Reich
das Heilige Römische Reich (Deutscher Nation)
dessen ostwärtige Expansion die Westbewegung der Völkerwanderungszeit umkehrte
Das im 19
Jahrhundert entstandene Deutsche Reich umfasste dagegen nicht den gesamten deutschsprachigen Raum und wurde daher auch kleindeutsches Reich genannt. [Bearbeiten]
Literatur
Heinrich Beck/Dieter Geuenich/Heiko Steuer/Dietrich Hakelberg (Hrsg.): Zur Geschichte der Gleichung "germanisch-deutsch"
Geschichte und Institutionen
Sprache und Namen
Ergänzungsbände zum Reallexikon der germanischen Altertumskunde 34
2004
Berlin u.a.
ISBN 3110175363
Rezension von Gregor Hufenreuter in H-Soz-u-Kult
Inhaltsverzeichnis (http://www.degruyter.de/rs/bookSingle.cfm?id=IS-3110175363-1&l=D)
Hannsferdinand: Die Germanen
22.07.2004 (http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2004-3-059). Döbler
Legende und Wirklichkeit von A–Z
Lexikon zur europäischen Frühgeschichte
München: Orbis
2000
ISBN 3-572-01157-4 (Hierbei handelt es sich um eine Neuauflage des Buches von 1975
Das Buch entspricht in vielen Fällen nicht mehr dem aktuellen Forschungsstand.) Rudolf Simek: Götter und Kulte der Germanen
München
Beck'sche Reihe 2335
2004. Frühe Völker Europas
2003
Kelten
Italiker
Illyrer
Stuttgart
Thraker
Germanen
Griechen
Etrusker
ISBN 3806217580. Maureen Carroll-Spillecke: Römer
Kelten und Germanen
Leben in den germanischen Provinzen Roms
2003
Darmstadt
ISBN 3534174267. Uta von Freeden / Siegmar von Schnurbein (Hrsg.): Spuren der Jahrtausende
2002
Archäologie und Geschichte in Deutschland
Stuttgart
ISBN 3-8062-1337-2 Wilfried Menghin / Dieter Planck (Hrsg.): Menschen
Räume
Zeiten
2002
Archäologie in Deutschland
Stuttgart
ISBN 3886094677. Walter Pohl: Die Germanen
Enzyklopädie deutscher Geschichte Bd
München: Oldenbourg
57
2000
ISBN 348655705X. (weitere Arbeiten des Autors zu diesem Thema (http://www.oeaw.ac.at/gema/pub_WP.htm)) Allan A
Lund: Die ersten Germanen
Heidelberg
1998
Ethnizität und Ethnogenese
ISBN 3825306852. Germanen
germanische Altertumskunde
Germania
1998
Studienausgabe des Artikels aus dem Reallexikon der Germanischen Altertumskunde
Berlin/ New York
ISBN 3110163837. Krierer
Denkschr. phil.-hist
Karl R.: Antike Germanenbilder
Archäologische Forschungen 11
Kl
Wien: Österreichische Akademie der Wissenschaften
2004
318
ISBN 3-7001-3239-5. [1] (http://hw.oeaw.ac.at/3239-5) [Bearbeiten]
Weblinks
Ernährung und Kultur der Menschen in der Ur- und Frühgeschichte und der Antike. Germanen - Blonde Bestien oder nette Naturburschen? (http://wdw.prosieben.de/wdw/Mensch/Mythos/Germanen/) Welt der Wunder Special zum Thema Germanen Germanen: Unterwegs zu höherer Zivilisation (http://www.novaesium.de/artikel/germanen.htm) von Bibliographisches Institut & F
Kleidung
Tacitus: Germania - über die Herkunft und Lage der Germanen (http://www.pinselpark.org/philosophie/t/tacitus/texte/germanica_1.html) Porta praehistorica et antiqua (http://www.porta-praehistorica.de) Diskussionsforum für Fragen zur Lebensweise
AB
2006981
2001 Umfangreiche Darstellung der Germanen (http://kelten.piranho.at/pages/germanen.htm) http://www.planet-wissen.de/pw/Artikel
.html - Planet Wissen: Römer und Germanen Zusammenfassung der Sendung ZDF Mediathek: Völkerwanderung - Sturm über Europa (http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/5/0
00.html) http://www.oeaw.ac.at/gema/gb.htm - Germanen-Bibliographie Ursprung und Geschichte der Germanen (http://www.spuren-der-germanen.de) [Bearbeiten]
1872
rockhaus AG
BADEC0D6C24A44CFE030DB95FBC306BC
Siehe auch
Liste der germanischen Stämme
Germanische Religion
Deutsche Stämme
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Germanen
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