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Diskussion : Eremitage (St. Petersburg)
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Eremitage (St. Petersburg)
Stichpunkte
Allgemein
Bild nicht gefunden Winterpalast und Alexandersäule
August 2003 Die im Herzen der Stadt Sankt Petersburg an der Newa gelegene Eremitage (russisch Ðрмитаж
Ermitasch) ist heute eines der größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt
im Archiv befinden sich fast drei Millionen Objekte
In mehr als 1.000 Sälen sind über 60.000 Exponate ausgestellt
Darunter befindet sich neben archäologischen Exponaten auch die neben dem Louvre oder dem Prado bedeutendste Sammlung klassischer europäischer Kunst
Unter den ausgestellten Bildern sind Werke holländischer und französischer Meister wie Rembrandt
Rubens
Matisse und Paul Gauguin
Außerdem sind zwei Gemälde des italienischen Universalgenies Leonardo da Vinci sowie 31 Gemälde des spanischen Malers Pablo Picasso ausgestellt
Das Museum hat etwa 2.500 Mitarbeiter
"Verbergen") 1 Gebäude 1.1 Der Winterpalast 1.2 Die „Eremitage“-Gebäude 2 Sammlung 2.1 Archäologische Sammlungen 2.2 Kultur und Kunst 2.2.1 Westeuropäische Kunst 2.3 Italienische Malerei 2.4 Spanische Malerei 2.5 Flämische Malerei 2.6 Niederländische Malerei 2.7 Französische Malerei 3 Geschichte 3.1 Katharina II.: Gründung und erster Ausbau 3.2 Alexander I. bis Nikolaus II.: Weiterer Ausbau und Anfang des Museums 3.3 Seit der Oktoberrevolution 3.3.1 Während der Belagerung von Leningrad 3.3.2 Nachkriegszeit bis 1990 3.3.3 Nach der Auflösung der Sowjetunion 4 Eremitage im Film 5 Literatur 5.1 Geschichte 5.2 Sammlungen 6 Weblinks [Bearbeiten]
Die Eremitage ist ein zentraler Bestandteil der zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärten Sankt Petersburger Innenstadt. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Gebäude
Ursprünglich trug nur die Kleine Eremitage diese Bezeichnung
Heute ist mit Eremitage ein Komplex aus mehreren im 18. und 19
Jahrhundert entstandenen Bauwerken gemeint
der ehemaligen Hauptresidenz der russischen Zaren
dem Eremitage-Theater und dem dominierenden Teil
der Neuen Eremitage
dem Winterpalast
Neben der Kleinen Eremitage besteht er noch aus der Alten Eremitage
In den letzten Jahren kamen neben dem eigentlichen Eremitage-Komplex noch ein Teil des Generalstabsgebäudes (auf dem Schlossplatz gegenüber des Winterpalastes) und des Menschekow-Palais zu den Räumlichkeiten des Museums hinzu. Bild nicht gefunden Der Komplex der Eremitage
Von links nach rechts: Eremitage-Theater – Alte Eremitage – Kleine Eremitage – Winterpalast (die „Neue Eremitage“ liegt nicht sichtbar hinter der Alten Eremitage) (2003) Bild nicht gefunden Jordantreppe im Winterpalast Bild nicht gefunden Winterpalast vom Schlossplatz aus aufgenommen [Bearbeiten]
Der Winterpalast
Der erste Winterpalast wurde 1711 gebaut
in den folgenden Jahren wieder niedergerissen und durch den Baumeister Domenico Trezzini neu gebaut. Elisabeth ließ diesen aufgrund mangelnder Imposanz erneut niederreißen und ab 1754 durch Bartolomeo Francesco Rastrelli wiederum neuerstellen
1721 durch einen neuen ersetzt (in dem Peter der Große starb)
Dieser war im wesentlichen der gleiche wie er heute an dieser Stelle steht
Im Zweiten Weltkrieg wurde er bei der Belagerung Leningrads Beschädigt und dann restauriert
Heute setzen ihm vor allem die großen Besuchermassen
die mangelnde Standfestigkeit auf Sumpfgebiet
sowie die Feuchtigkeit direkt am Fluss zu
Eine Sanierung erfolgte 1984 und eine weitere soll bis 2005 abgeschlossen sein
Der Palast gilt als eines der Prunkstücke des russischen Barock
die Fensterrahmen variieren von Geschoss zu Geschoss und von Seite zu Seite
Der Bau ist rechteckig mit großem Innenhof
jede Seite des Palastes ist anders geschmückt
50 Meter hohe Statuen angebracht. Bild nicht gefunden Winterpalast von der Newa aus aufgenommen (2004) Bild nicht gefunden Einer der tausend Räume der Eremitage [Bearbeiten]
Auf dem Palast selbst sind etwa 3
Die „Eremitage“-Gebäude
Die im Stil des Klassizismus gehaltene Kleine Eremitage von Jean-Baptiste Vallin de la Mothe wurde von 1764 bis 1775 ursprünglich als Refugium für Katharina II. gebaut und ist das kleinste Gebäude des Ensembles
Hier brachte Katharina die ersten von ihr gekauften Gemälde unter
wurde 1787 von Juri Velten (georg Felten)angeschlossen
um die rasch wachsende Kunstsammlung aufzunehmen
Die Alte Eremitage
auch als Große Eremitage bezeichnet
Sie ist das schmuckloseste Gebäude des Komplexes
es ist vielleicht das einzige seiner Werke das ohne die restriktieven Stilwünsche Ludwig I. von Bayern und somit ganz und gar nach Klenzes Vorstellungen entstand
Leo von Klenze errichtete zwischen 1839 und 1852 die Neue Eremitage als letztes Gebäude
Es ist das einzige des Museums
das nicht direkt an der Newa steht
die Kunstschätze der weiter gewachsenen Sammlung aufzunehmen
Wiederum war dieser Bau von Anfang an dafür bestimmt
In der Neuen Eremitage befindet sich unter anderem ein kompletter Nachbau eines eigentlich von Raffael im Vatikan gestalteten Ganges
Die Atlas-Figuren
sind die heute vielleicht berühmtesten dieser Art weltweit
die an einer Fassadenseite stehen
Das Eremitage-Theater entstand von 1783 bis 1787
Das ehemalige Theater der Zaren war damit das erste Theater von Sankt Petersburg
Es wurde bis 1796 und wieder ab 1989 bespielt; im Winter tritt hier unter anderem das Kirow-Ballett auf
Es dient heute vor allem als Verwaltungsgebäude
aber besitzt auch noch eine Bühne und einen Zuschauersaal
da es ursprünglich nur für die Privatvorführungen der Zarenfamilie gedacht war
Das Theater ist das kleinste der Stadt
das im Normalfall Besuchern nicht offen steht. [Bearbeiten]
Das Eremitage-Theater ist das einzige Gebäude der Eremitage
Sammlung
Von den ungefähr 250 Museen der Stadt ist die Eremitage mit 3 bis 4 Millionen Besuchern im Jahr das bestbesuchte und international bedeutendste
Die Eremitage ist eines der bedeutendsten Kunstmuseen der Welt
Sie beherbergt eine immens große Sammlung der europäischen Bildenden Kunst bis 1917. Bild nicht gefunden Etruskische Vasen in der Eremitage [Bearbeiten]
Archäologische Sammlungen
7 Millionen Ausstellungsstücke
In ihrem Archiv beherbergt sie mehr als 2
In den 350 Ausstellungsräumen sind davon 65.000 in sechs Sammlungen ausgestellt
westeuropäische Kunst und russische Kunst zu sehen
Es sind Sammlungen über Prähistorische Kultur
Kunst und Kultur der Antike
Kunst und Kultur der Völker des Ostens
umfangreiche Sammlungen römischer und etruskischer Kultur und die größten und besterhaltenen Museumsbestände über die Hunnen
Zu den bedeutenderen Teilen der Sammlung gehören zum Beispiel das Gold der Skythen
Ebenso ist eine umfangreiche Sammlung zur Geschichte Sibiriens vorhanden
wie Tausende schriftliche Dokumente des vierten und fünften Jahrhunderts aus den chinesischen Mogao-Grotten
Das älteste bekannte Zeugnis mongolischer Schrift
der so genannte Dschingisstein befindet sich ebenso in der Eremitage wie umfangreiche Fundstücke aus der Zeit und Gegend des Kiewer Rus
220 000 aus Ostasien und 300 000 Münzen der russischen Geschichte
alleine 120 000 aus der Antike
Ungefähr ein Drittel aller Ausstellungsstücke sind Münzen
Die so bezeichnete Schatzkammer zeigt eine Geschichte des Goldschmied- und Juwelierhandwerks seit dem 3
Jahrtausend v
Chr. [Bearbeiten]
Kultur und Kunst
Neben der weltbekannten Sammlung westeuropäischer Kunst besitzt die Eremitage auch zahlreiche weitere Ausstellungsstücke
Dazu gehört eine Sammlung russischer Ikonen seit dem 12
unter anderem aus Kiew
Nowgorod und Moskau
Jahrhundert
Juwelen aus der Faberge-Werkstatt und eine große Zahl historischer Kostüme
Daneben sammelten vor allem die Zaren angewandte russische Kunst wie Teppiche und Porzellan
vor allem aber die Sammlung an russischen Gewändern des 18. bis 20
Jahrhunderts ist beeindruckend
Unter den Gewändern befinden sich unter anderem über 300 Zarengewänder von Peter dem Großen. [Bearbeiten]
Westeuropäische Kunst
Von Beginn an
jedoch vor allem durch die Sammeltätigkeit im 18
lag der Schwerpunkt der Eremitage auf der westeuropäischen Kunst
Jahrhundert
In ganz Europa entstanden in dieser Zeit umfangreiche Sammlungen von bedeutenden Kunstwerken - der russische Zarenhof genoss in dieser Zeit einen besonderen Ruf als einer der größten Aufkäufer von wertvollen Sammlungen
1772 ging eine der berühmtesten Kollektionen der Zeit
die des Barons Joseph Antoine Croizat
in russischen Besitz über
Raffaels Heilige Familie
Darunter waren Tizians Danaë
ist auch heute die westeuropäische Kunst und Kultur wieder der bedeutsamste Teil der Sammlung
Rubens Bildnis einer Kammerfrau und viele andere. Da der größte Teil der russischen Kunst mittlerweile in das Russische Museum ausgelagert wurde
über 50 000 Druckgraphiken (Holzschnitte
Radierungen) verschiedener Genres und Epochen
beherbergt die Eremitage auch Zeichnungen
Lithographien
und umfangeiche Sammlungen angewandter Kunst
Während die Malerei der Kern der Sammlung ist
Dazu gehören insbesondere Kirchengerät des 11. bis 15
Emailarbeiten und Elfenbeinschnitzereien des 15. bis 18
Jahrhunderts
Jahrhunderts
In der Eremitage stehen umfangreiche Sammlungen an venezianischem
deutschem und spanischem Glas des 15. bis 20
Majolika und Fayenceen
Jahrhunderts
Ebenfalls gehören 14 000 Stück Porzellan aus allen großen Manufakturen
darunter besonders Meißen und Sèvres
Ebenfalls zur angewandten Kunst zählen große und bedeutende Sammlungen an Teppichen
Gobelins und Möbelkunst
Die Sammlung der Plastiken ist mit über 2 000 Objekten eine der größten der Welt und sie enthält unter anderem Werke von Michelangelo und Rodin. In 120 Räumen befinden sich vor allem Werke italienischer
ebenso gibt es die Themenbereiche englische und deutsche Kunst
französischer
und flämischer Maler
niederländischer
Zu den bekanntesten Stücken gehören (die Einordnung folgt im wesentlichen der der Eremitage selbst): [Bearbeiten]
Italienische Malerei
Bild nicht gefunden Raffael-Loggia in der Neuen Eremitage Die italienische Malerei bildet im Bereich der klassischen europäischen Kunst wahrscheinlich den wichtigsten Teil der Sammlung
Berühmt und meist von Besuchern umlagert sind zwei der weltweit bekannten zwölf Originale von Leonardo da Vinci
die Madonna mit einer Blume (1478) und die Madonna Litta (1490/91)
Einen ebenso hohen Status genießen die Madonna Conestabila (1502/03) und Die Heilige Familie (1506) von Raffael
Zudem befindet sich ein
allerdings wesentlich späterer
Nachbau der vatikanischen Raffael-Loggias im Museum
Luca Giordano
Tiepolo
Giorgiones Judith sowie Bilder von Michelangelo
Salvatore Rosa
Paolo Veronese
Caravaggio
vor allem aus seiner späteren Phase
und Francesco Guardi. [Bearbeiten]
Annibale Carracci
Das Museum beherbergt weitere Werke von Tizian
Gianmaria Crespi
Spanische Malerei
Bekannteste Namen der Sammlung spanischer Malerei sind El Greco (Die Apostel Petrus und Paulus)
Francisco de Goya (Porträt von Antonia Zarate (ca
Jose Ribeira (Christus am Kreuz - das erste datierte Bild der realistischen Schule der spanischen Malerei)
nur ein Gemälde in der Eremitage) und Velazquez
1811
Weiterhin hängen dort Werke von Murillo
Zurbaran und Juan Pantoja de la Cruz. [Bearbeiten]
Flämische Malerei
Die Eremitage beherbergt etwa 500 Gemälde von über 140 Künstlern aus der bedeutendsten Phase der flämischen Schule
Insbesondere hat sie eine bedeutende Sammlung der Werke von Peter Paul Rubens und seiner Schüler Anthonis van Dyck
und Frans Snyders
Allein von Rubens befinden sich 22 Gemälde (u. a
Perseus und Andromeda und Bacchus) und 19 Zeichnungen in der Sammlung
Begründet wurde dieser Teil der Sammlung 1769
holländische und französische Gemälde kaufte
als der russische Staat von den Erben Heinrich von Brühls 600 flämische
Darunter waren Rembrandts Bildnis eines Gelehrten und Bildnis eines alten Mannes in Rot sowie vier Landschaftsgemälde von Jacob van Ruisdael. [Bearbeiten]
Niederländische Malerei
Neben der Malerei des frühen zwanzigsten Jahrhunderts ist wahrscheinlich die Ausstellung der Bilder Rembrandts der bekannteste Teil der Kunstsammlung
Danae (1630er/40er) und Die Rückkehr des verlorenen Sohnes (1668/69)
Das Museum beherbergt mit über 20 Gemälden die größte Sammlung außerhalb der Niederlande; bedeutende Gemälde sind beispielsweise Flora (1634)
Daneben sind weitere 1000 Stücke niederländischer Maler ausgestellt
Jacob van Ruisdael
Adriaen
Isaac van Ostade
Jan Steen
Rogier van der Weyden
Vertretene Künstler sind Lucas van Leyden
Willem Claesz Heda
Jan van Goyen
Gerald ter Borch
Paulus Potter
Willem Kalf und von Frans Hals. [Bearbeiten]
Pieter de Hooch
Französische Malerei
Die Eremitage beherbergt eine große Auswahl klassischer französischer Maler
Dazu gehören Nicolas Poussin
von Antoine Watteau
Jean-Baptiste Greuze und Jean-Baptiste Chardin
François Boucher
Claude Gellée
Hubert Robert
Jean Honoré Fragonard
Gemälde der Brüder Le Nain
die - bis zum historischen Bruch 1917 - einen umfassenden Einblick in die Entwicklung der Malerei erlaubt
Besonders bekannt ist sie aber für ihre große Sammlung früher moderner Malerei
Alfred Sisley
weitere von Édouard Manet
Paul Cézanne
Paul Gauguin
Dazu gehören sieben Bilder von Claude Monet
37 Bilder von Henri Matisse und 31 Bilder von Pablo Picasso
Pierre-Auguste Renoir
Thomas Gainsborough
Vincent van Gogh
sowie Bilder von Wassily Kandinsky und Kasimir Malewitschs Schwarzes Quadrat. [Bearbeiten]
Caspar David Friedrich
Johann Friedrich Tischbein
Joshua Reynolds
Andere vertretene Maler sind Lucas Cranach der Ältere
Geschichte
Bild nicht gefunden Russischer Zarenthron vor dem Familienwappen der Romanows - ausgestellt in der Eremitage [Bearbeiten]
Katharina II.: Gründung und erster Ausbau
Die Eremitage sowohl als Gebäudekomplex als auch als eigenständige Kunstsammlung wurde von der russischen Zarin Katharina der Großen begründet
Sie kaufte 1764 225 Gemälde von dem Berliner Kunsthändler J
AG
der jedoch aufgrund der leeren Staatskassen nach dem Siebenjährigen Krieg verzichten musste. Die Bilder wurden im Winterpalast aufgehängtK
otskowski; dieser hatte sie ursprünglich für den preußischen König Friedrich II. erworben
sowohl um ihren Anspruch als Sammlerin zu befriedigen
teilweise ganze Sammlungen
atharina erwarb weiterhin bedeutende Gemälde
teilweise auch um die Aufgeklärtheit und den hohen kulturellen Stand Russlands und Sankt Petersburgs gegenüber dem westlichen Europa hervorzuhebenA
Denis Diderot und russische Diplomaten wie Dmitri Golizyn und Alexander Stroganow1
ls ihre Berater beim Erwerb von Kunstwerken fungierten unter anderen die Enzyklopädisten Melchior Grimm
775 ließ Katharina im Stil der damaligen Mode von dem Architekten JB
um die Sammlung zu beherbergen; die heutige Alte Eremitage wurde 1784 vom Architekten J
um sich hier privat oder in kleinen Gruppen zurückzuziehen - die spätere Kleine Eremitage. Bald musste ein zweites größeres Gebäude hinzugebaut werden
Vallin eine kleine Eremitage (Einsiedelei) neben den eigentlichen Palast bauen
MV
elten entworfenI
n der Kleinen Eremitage wurden zu dieser Zeit auch schon Theaterstücke aufgeführt; ab 1783 ließ Katharina zu diesem Zweck ein eigenes Gebäude
bauenF
das Eremitage-Theater
ast zeitgleich zu diesen Gebäuden entstanden am Quai des Winterkanals die Rafael-Loggien
die eine genaue Nachbildung des Vatikanpalastes in Rom sindI
m Jahr 1797 umfasste die schnell wachsende Sammlung 3996 Gemälde. [Bearbeiten]
Alexander I. bis Nikolaus II.: Weiterer Ausbau und Anfang des Museums
In der ersten Hälfte des 19
Jahrhunderts wurden die verschiedenen Sammlungen geordnet und durch den Zustrom orientalischer Kunstwerke und archäologischer Fundstücke erweitert
Neu war die Anordnung der Gemälde in nationale Schulen; 1825 kamen erstmals auch Säle mit russischer Kunst des 18
Jahrhunderts dazu. War die Gemäldesammlung bis zu dieser Zeit nur Mitgliedern des engen höfischen Kreises zugänglich
so markierte der 5
Februar 1852 (nach damals geltendem Julianischem Kalender/entspricht dem 17
Februar 1852 nach Gregorianischem) einen Wendepunkt: Der Zar trennte organisatorisch die Zarenresidenz und die Eremitage-Sammlung
Damit wurde das Museum erstmals
wenn auch unter starken Einschränkungen
öffentlich zugänglich
jedoch einen eigenen Eingang erhielt und als öffentliches Museum zugänglich war
Nikolaus I. eröffnete die Neue Eremitage
die sich baulich zwar an den alten Gebäudekomplex anschloss
der Gattin Napoleons
unter anderem kaufte er von den Erben Joséphine de Beauharnais
Das neue Gebäude war in den Jahren 1839 bis 1851 unter der Leitung der Architekten Stassow und Jefimow nach Plänen von Leo von Klenze erbaut worden. Nikolaus I. kümmerte sich auch weiter um den Aufbau der Sammlung
deren während der Napoleonischen Kriege entstandene Sammlung
Jussupow und Schuwalow
so etwa der Familien Stroganow
Nach der Oktoberrevolution wurden zahlreiche Privatsammlungen enteigneter russischer Adliger
Scheremetjew
in die Eremitage überführt
als die Kerenski-Regierung im Winterpalast von den Bolschewiki inhaftiert wurde. [Bearbeiten]
Während des Ersten Weltkriegs dienten Teile des Winterpalastes als Hospital; die Oktoberrevolution erlebte hier einen entscheidenden Moment
Seit der Oktoberrevolution
Das Kaiserliche Museum wurde kurz darauf in Staatliches Museum umgetauft und das Gebäude des Winterpalastes als Ausstellungsraum für die Öffentlichkeit geöffnet
Die ersten Jahre nach der Oktoberrevolution waren kulturell insbesondere im damaligen Petrograd von einer westeuropäischen und an den Idealen der Aufklärung geprägten Kunst geprägt
Das erste Ministerium für Bildung nach der Oktoberrevolution nannte sich "Ministerium für Aufklärung" - ein Geist der sich in den ersten Jahren auch in der Eremitage niederschlug
Vorträge und Filmvorführungen geöffnet
Kurz nach der Revolution wurde der Winterpalast für Lesungen
in den ersten fünf Jahren noch ohne Eintrittsgeld
Die erste Ausstellung über das antike Ägypten wurde 1920 eröffnet
ab 1922 war die Eremitage in Gänze für das Publikum geöffnet
Bis in die Mitte der 1930er Jahre war im Winterpalast neben dem Eremitage-Museum noch ein Museum der Oktoberrevolution eingerichtet. [Bearbeiten]
Während der Belagerung von Leningrad
Die Eremitage war eines der Ziele der Belagerung Leningrads durch die Wehrmacht
litt in den Jahren schwer
an deren Bestehen laut einem Wehrmachtsbefehl kein Interesse bestünde und die mit konstantem Artilleriefeuer und Luftbombardements dem Erdboden gleichgemacht werden sollte
Die Stadt
Die Gebäude der Eremitage wurden insgesamt von 17 Artilleriegeschossen und zwei Fliegerbomben schwer getroffen
Die Bestände der Sammlung wurden teilweise im Keller des Museums gelagert; über eine Million Stücke wurden nach Jekaterinburg in Sicherheit gebracht
12 000 Menschen lebten zu dieser Zeit in der Eremitage
um die Ausstellungsstücke zu retten und die Schäden der Sammlung durch Kälte und Bomben möglichst gering zu halten
Die erste Ausstellung mit in der Eremitage verbliebenen Stücken wurde kurz nach Ende der Belagerung bereits am 7
November 1944 eröffnet; die offizielle Wiedereröffnung des Museums fand mit allen Ausstellungsstücken am 5
November 1945 statt
Die Renovierung des Gebäudes zog sich aber noch über mehrere Jahre hin. [Bearbeiten]
Nachkriegszeit bis 1990
Bild nicht gefunden Sanierung - Übergang von alter Eremitage und Eremitage-Theater 1948 wurden die Kunstbestände aufgestockt durch einen großen Teil der Sammlung des Museums für neue westliche Kultur in Moskau
Sergei Iwanowitsch Schtschukin und Iwan Abramowitsch Morosow
Besonders bedeutend waren davon die Sammlungen der beiden Kunstmäzene des Zarenreichs
Aus diesen Sammlungen kamen die meisten der sich heute in der Eremitage befindlichen Kunstwerke des 20
unter anderem alle in der Eremitage ausgestellten Bilder von Pablo Picasso. Öffentlich ausgestellt werden konnten diese Werke
erst nach dem Tod Stalins
die zum größten Teil nach sowjetischer Diktion des Formalismus schuldig waren
Jahrhunderts
Ebenso landeten sowjetische Bestände
ebenso im Museum wie deutsche Beutekunst
die im Zweiten Weltkrieg von der Wehrmacht entwendet und von der Roten Armee wieder sichergestellt wurden
andere Teile befinden sich in einer Sonderausstellung im Museum. Bild nicht gefunden Besucherschlange vor dem Museum an einem normalen Dienstag im August (2004) [Bearbeiten]
Seit 1990 wurden Teile davon wieder zurückgegeben
Nach der Auflösung der Sowjetunion
Die Eremitage galt als eines der Aushängeschilder der Sowjetunion
war allerdings im Westen kaum bekannt
Die Verwaltung und alle Entscheidungen oblagen faktisch dem Politbüro der KPdSU
Seit 1996 befindet sich die Eremitage offiziell direkt unter der Patronage des russischen Präsidenten
leidet aber unter Finanzierungsmängeln
Seit 1990 besitzt das Museum eine größere Autonomie
Beispielsweise beantragte das Museum 1996 beim russischen Staat 60 Millionen US-Dollar
der Staat versprach 40 Millionen zu finanzieren und zahlte letztlich 18 Millionen
7 Mio) waren noch niedriger
4 Mio / 2
Die Zahlen für 1997 (90 Mio. / 30 Mio. / 12 Mio.) und 1998 (7
4 Mio / 5
Zusammen mit dem Bolschoi-Theater und der Lenin-Bibliothek bezeichnet die UNESCO die Eremitage als ihr wichtigstes Projekt in Russland
ist die Zahl mittlerweile auf 10 % gestiegen
Betrug das Budget des Museums Anfang der neunziger Jahre gerade einmal 1 % von dem des Metropolitan Museums
Ungefähr 60 % der Kosten werden vom russischen Staat bezahlt
Viele der 2500 Angestellten müssen abends und nachts in weiteren Jobs arbeiten
da die Entlohnung des Museums nicht ausreicht
Seit der Öffnung des Landes ist die Eremitage von den vielen Touristenzielen der Stadt wahrscheinlich das bedeutendste
Es besteht eine langfristige Zusammenarbeit mit dem Guggenheim-Museum
Die Niederlande haben das Museum ebenfalls seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion finanziell und technisch unterstützt
Am 24
Februar 2004 eröffnete ein Ableger in Amsterdam
die Eremitage Amsterdam
Ein ähnliches Projekt in London ist in Planung
Das Museum arbeitet derzeit an einer Digitalisierung der Bestände
Im Gegensatz zu vielen anderen Museen sind selbst die vom Museum gemachten Aufnahmen für private
nichtkommerzielle und bildende Zwecke frei verwendbar. [Bearbeiten]
Eremitage im Film
Für große internationale Resonanz sorgte der Petersburger Film Russian Ark (2002)
Der in der Eremitage in einer Einstellung gedrehte Film gibt interessante Einblicke in das Museum selbst und in 300 Jahre russische Geschichte. [Bearbeiten]
Literatur
[Bearbeiten]
Geschichte
Norman
Geraldine
1997
The Hermitage
Jonathan Cape ISBN 0224043129 - Geschichte des Museums von Peter dem Großen bis Varshavsky
Sergei und Boris Rest
1986
The ordeal of the Hermitage : the siege of Leningrad
Aurora Art Publishers. [Bearbeiten]
1941-1944; Leningrad
Sammlungen
Kostenevich
Albert
1998
Hidden Treasures Revealed: Impressionist Masterpieces and Other Important French Paintings Preserved by the State Hermitage Museum
St
Petersburg - Abradale/Adams
ISBN 0810981602 - Die Kunstwerke
die aus Deutschland nach Petersburg kamen und erstmal 1995 öffentlich ausgestellt wurden
Piotrovsky
B
B. (Hrsg.) 1983-: The Hermitage catalogue of Western European painting - Leningrad/St
Gosudarstvennyj ·Ermitaz. Offizieller Katalog in 15 Bänden. Suslow
Witali (Hrsg.) 1988.: Die Ermitage: Westeuropäische und russische Kunst
Petersburg
Leipzig
E
AS
eemanS
NumismatikL
uslow
antike Kunst
Kunst des Orients
Witali (Hrsg.) 1990.: Die Ermitage: frühgeschichtliche Kunst
EA
eipzig
Seeman
ISBN 3363004125 Sowie seit den 1990ern zahlreiche Ausstellungsbände
wenn Teile der Sammlung international ausgestellt wurden. [Bearbeiten]
Weblinks
Offizielle Homepage der Eremitage St
englisch) Beurteilung: Dieser Artikel ist in die Liste exzellenter Artikel aufgenommen worden. en:Hermitage Museum eo:Ermitejo fr:Palais d'hiver it:Museo dell'Ermitage di San Pietroburgo ja:エルミタージュ美術館 nl:Hermitage ru:ГоÑ?ударÑ?твенный Ðрмитаж sv:Eremitaget
Petersburg (http://www.hermitagemuseum.org) (englisch oder russisch) Die Eremitage Amsterdam (http://www.hermitage.nl/) (englisch oder niederländisch) Die UNESCO und die Eremitage (http://www.unesco.org/opi2/hermitage/) (englisch) Umfangreiche Fotos vom Innenraum (http://www.jellesen.dk/webcrea/places/petersburg/hermins.htm) (wenig Text
[X] Schliessen
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
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