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Diskussion : Eduard I. (England)
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Eduard I. (England)
Stichpunkte
Allgemein
Eduard I. (* 16
Juni 1239 in Westminster/London; †7
Juli 1307 in Burgh-on-Sands/Cumberland) aus dem Haus Anjou-Plantagenet war der älteste Sohn von Heinrich III. und dessen Gemahlin Eleonore von der Provence
Er trug den Beinamen "The Longshanks" (Langschenkel)
Aufgrund seiner militärischen Interventionen in Schottland trug er den (inoffiziellen) Beinamen "The Hard Hammer of the Scots"
Nach seinem Tod wurde er in der Kathedrale von Lincoln (England) bestattet
Sein Grabmal ist unzerstört erhalten und kann auch heute noch besichtigt werden
der einen Adelsaufstand gegen Heinrich III. anführte
1265 geriet Eduard in der Schlacht von Lewes gemeinsam mit seinem Vater und dessen Bruder Richard in die Gefangenschaft seines angeheirateten Onkels Simon de Montfort
Eduard gelang jedoch bald die Flucht und durch den Sieg bei Evesham über Simon de Montfort (1265) die Rückgewinnung der Macht für seinen Vater sowie die Stabilisierung des Königtums
1270 beteiligte er sich an einem Kreuzzug nach Palästina
Während Eduard sich bereits auf dem Rückweg in der Gascogne befand
starb sein Vater am 16
November 1272
Im August 1274 langte der zukünftige König in England an
Am 19
dem Erzbischof von Canterbury
"Verbergen") 1 Außenpolitik 2 Innenpolitik 3 Historische Bedeutung 4 Ehen und Kinder [Bearbeiten]
August wurde er von Robert Kilwardby
in Westminster gekrönt. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Außenpolitik
Eduard I. verfolgte eine konsequente Eroberungspolitik
Sein erstes Ziel war das bislang unabhängige Wales
an England angelehntes Verwaltungssystem
Während zweier Feldzüge 1277 und 1282/1283 unterwarf er das Land und besiegte gleichzeitig den Fürsten Llywelyn ap Gruffydd
der zuvor Simon de Montfort unterstützt hatte. Mit dem Statute of Wales gab er dem neu gewonnenen Territorium ein strenges und für die Einwohner ungewohntes
In Irland wurde Eduard I. militärisch nicht aktiv
Eine Reform der Verwaltungsstruktur im Jahr 1285 hatte lediglich Auswirkung auf die englisch kontrollierten Gebiete um Leinster. Das zweite wichtige Element
war der Versuch
den Vertrag von Paris aus dem Jahr 1259 mit der französischen Krone aufzulösen
das Eduards Außenpolitik und die seiner Nachfolger gleichen Namens bestimmte
Damals hatte Heinrich III. dem französischen König Erbhuldigung für Aquitanien
die Gascogne und andere Gebiete zugesichert
was eine Anerkennung französischer Lehnshoheit über einen Teil des angevinischen Reichsgebiets bedeutete
Eduard I. bemühte sich vor allem um die Herauslösung der Gascogne aus dem Lehensverhältnis
unter anderem durch das demonstrative Verweigern der Huldigung für dieses Territorium
1286 begann sein dreijähriger Aufenthalt in der Gascogne
seine Herrschaft dort zu stabilisieren
vor allem dadurch
in dessen Verlauf es ihm gelang
dass die Verwaltungsstrukturen mit denen Aquitaniens verwoben und ihnen angeglichen wurden
In mehreren Konstitutionen beanspruchte Eduard für sich die Funktion der höchsten Rechtsinstanz in seinen kontinentalen Territorien
Dies stand dem Anspruch des französischen Königs Philipp IV. als oberstem Lehensherrn entgegen
Daraufhin kam es 1294 zum Kriegsausbruch zwischen Eduard und Philipp
Die Gascogne geriet vorübergehend in französische Hand
Im zweiten Vertrag von Paris 1303 konnte Eduard I. zumindest die Rückgabe des wichtigsten Teils des Herzogtums mit den Städten Bordeaux und Bayonne erreichen
In Schottland machte Eduard I
1290 bis 1292 seine Macht im Zuge der nach dem Tod König Alexanders III. entstandenen Wirren geltend
Er unterstützte seinen Vasallen John Balliol in einer Gruppe von dreizehn Bewerbern um die ungeklärte Thronfolge
sich in die Position eines Oberherren über Schottland zu versetzen und den schottischen König als Vasall an sich zu binden
Da England und Schottland durch den Vertrag von York aus dem Jahr 1237 territorial und politisch getrennt waren
muss dieses Vorgehen als Versuch Eduards gedeutet werden
Die Unterordnung eines Königs im Vasallenverhältnis
der auch zu persönlichen Huldigungsleistungen verpflichtet war
bedeutete eine Erhöhung der Position des englischen Königs
wie sie der französische König ihm gegenüber durchzusetzen versuchte
Eduard I. verfolgte also gegenüber Schottland die gleiche Politik
Balliol erhob sich jedoch bereits 1296 mit französischer Unterstützung
Eduard I. schlug ihn bei Dunbar
setzte ihn ab und ließ nun Schottland durch Statthalter regieren
Die von den Schotten unter William Wallace und dem jüngeren Robert Bruce immer wieder versuchten Aufstände schlug er mit Energie und Grausamkeit nieder. (Der mit mehreren Oscars ausgezeichnete Film Braveheart basiert auf diesen Geschehnissen
enthält allerdings historische Ungenauigkeiten.) Dennoch waren Eduards militärische Aktionen in Schottland nicht von Erfolg gekrönt
Das Land entglitt immer mehr der englischen Kontrolle
Auf einem Feldzug gegen Robert Bruce starb Eduard I. in Burgh bei Carlisle. [Bearbeiten]
Innenpolitik
parallel zu einem ähnlichen Vorgehen Philipps IV. in Frankreich
Innenpolitisch setzte Eduard I. ab 1294 die Besteuerung des Grundbesitzes der Kirche durch
Dies brachte beide Herrscher in Konflikt mit Papst Bonifaz VIII
Darüber hinaus beanspruchte Eduard ein Kontrollrecht des Königs bei der Vergabe kirchlicher Lehen durch und unterband die Erhebung von Abgaben durch den Papst in seinen Territorien weitgehend
stand Eduard I. in gutem Einvernehmen und vergrößerte die Macht der Versammlung sehr wesentlich
Mit seinem Parlament
indem er 1297 ihr Steuerbewilligungsrecht anerkannte
zu dem er regelmäßig seit 1295 außer den geistlichen und weltlichen Lords auch Abgeordnete der Städte und Flecken sowie der Grafschaften berief
Als Gesetzgeber hat er sich um Handel und Münzwesen sowie vor allem um das Rechtswesen verdient gemacht
waren möglicherweise wichtiger als seine nur teilweise von Erfolg gekrönten militärischen Unternehmungen
die Grundlagen für die spätere juristische und Verwaltungsstruktur Englands schufen
wobei er sich auf einen loyalen und kompetenten Beraterstab aus Klerikern
Adligen und vor allem am Ende seiner Herrschaft von ausgebildeten Juristen stützen konnte. Die zahlreichen Statuten
Ganz im Gegensatz zur schwachen Herrschaft seines Vaters gab Eduard I. eine Vielzahl von Erlassen und Gesetzen heraus
die er im Jahre 1290 ausweisen ließ. [Bearbeiten]
Eduard I. ging hart gegen die Juden in England vor
Historische Bedeutung
dass mit Eduard I. ein Prozess einsetzte
dessen wichtigste Territorien auf dem europäischen Festland lagen
in dessen Verlauf sich die ehemals normannischen Plantagenets verstärkt als englische Könige und weniger als Herrscher eines Reichs verstanden
Zahlreiche Historiker gehen davon aus
Parallel dazu lässt sich auch in der englischen Bevölkerung in seiner Epoche ein verstärktes Gemeinschaftsgefühl ausmachen
sowohl in der Abgrenzung gegen benachbarte Völker (vor allem gegen die Schotten) als auch in der immer manifester werdenden Verschmelzung zwischen Normannen und Angelsachsen. [Bearbeiten]
Ehen und Kinder
mit der er die Kinder: Eleonore (* 17
In erster Ehe heiratete er Eleonore von Kastilien
Juni 1264 - †12
Oktober 1297) Johanna (* 7
September 1265) Johann (* 10
Juli 1266 - †1
August 1272) Heinrich (* 13
Juli 1267 - †14
Oktober 1274) Julian Katharina (* 1271 - †5
September 1274) Johanna (1272 - †23
April 1307) Alfons (* 24
November 1273 - †19
August 1284) Margarethe (* 11
September 1275 - †1333) Berengaria (* 1276 - †1279) Maria (* 11
März 1278 - †8
Juli 1322) Isabella (* 1279) Alice (* 12
März 1279) Elizabeth (* 7
August 1282 - †5
Mai 1316) Eduard II. (* 25
April 1284 - †21
September 1327) Beatrix (* 1286) und Blanche (* 1290) hatte
nachdem sie den Eiter einer Wunde ihres Mannes ausgesaugt hatte. In zweiter Ehe vermählte er sich 1291 mit Margarethe von Frankreich
Sie starb an einer Blutvergiftung
die ihm die Kinder Thomas (* 1
Juni 1300 - †August 1338) Edmund (* 5
August 1303 - †19
März 1330) und Eleonore (* 4
Mai 1306 - †1322) schenkte
Zudem war er Vater des unehelichen Sohnes Johann. (†1324) Siehe auch: Geschichte Englands - Geschichte Schottlands Vorlage:Navigationsleiste Englische Herrscher Vorlage:Personendaten cy:Edward I o Loegr en:Edward I of England fr:Édouard Ier d'Angleterre he:×?דו×?רד הר×?שון ja:エドワード1世 (イングランド王) nl:Edward I van Engeland pl:Edward I pt:Eduardo I de Inglaterra ru:Ðдуард I sv:Edvard I av England zh:愛德è?¯ä¸€ä¸– (è‹±æ ¼å…°)
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
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