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Diskussion:Verfassung der USA

Stichpunkte
Wer auch immer das mit der totalen Gewaltenteilung geschrieben hat: Gibt es dafür irgendeine Begründung?

Ich habe vor einiger Zeit die Federalist Papers gelesen und meine mich daran zu erinnern, das Madison darin sagt, daß das Konstruktionsprinzip eine Verflechtung der Gewalten und keine absolute Trennung ist. Ich kann bei Bedarf nochmal nachsehen, aber mir war, als ob er sowas schreibt wie "Der Kernbereich einer Gewalt muß autonom sein, aber gleichzeitig müssen die Gewalten die Möglichkeitn ahben, sich gegenseitig zu kontrollieren, da es in ihrem jeweiligen Interesse liegt, die anderen Gewalten nicht zu stark werden zu lassen". Das ist ja auch das, was man normalerweise als checks and balances bezeichnet. SoniC

Inhaltsverzeichnis

Verfassungszusätze

  Ich habe mich noch nicht tiefergehend mit der Thematik beschäftigt. Können die Abschnitte Verfassungszusätze und Ergänzungen irgendwie zusammengefasst werden? Zumindest teilweise überschneiden sie sich ja... - Viruzz (?!) 13:23, 14. Okt 2004 (CEST)

ja, da ist sowieso was nicht ganz richtig. Worauf beziehen sich denn die "Ergänzungen und Änderungen"? So ist das Wahlrecht der "Indianer" zum Beispiel nicht direkt in den Verfassungszusätzen gegeben, sondern eine Folge von bestimmten Bundesgesetzen und richterlichen Auslegungen. Es wäre wohl praktisch, wirklich nur die tatsächlich existieren Verfassungszusätze zu diskutieren und dann vielleicht auf einer anderen Seite etwas zu außergewöhnlichen Richtersprüchen (z.B. Brown v Board of Education, Roe v Wade) zu sagen. -sebmol 10:55, 1. Jan 2005 (CET)

judikative

 

(d.h. sie werden auf Lebenszeit vom Präsidenten ernannt, und können also nicht abgesetzt werden).

stimmt das, dass die obersten richter nur vom präsidenten eingesetzt werden? hat da nicht auch der senat mitzureden? --Pythagoras1 12:18, 21. Okt 2004 (CEST)

Minister?

  Es ist falsch, dass der Präsident "Minister" einsetzt. Es gibt in den USA keine Minister. Nur "Staatssekretäre". So gibt es keinen Außenminister Powell sondern einen Secretary of State Powell!

Ist secretary nicht einfach eine Übersetzung des Begriffs Minister? Nur weil das Wort nicht identisch ist im Deutschen und Englischen, heißt das ja noch nicht, dass es nicht das gleiche Konzept ist. --fschoenm 20:59, 5. Jan 2005 (CET)

Du hast recht. In den Anfängen der USA war der Präsident alleine und erst im Laufe der Zeit, wegen immer weiter reichenden Aufgaben, insbesondere wegen des Anwachsens der USA, kamen die Sekretäre dazu. Der Begriff wurde absichtlichso gewählt, da Minister in der Verfassung nicht vorgesehen sind. Jedes Wörterbuch übersetzt den secretary als Minister, da die Aufgaben tatsächlich die von Ministern entsprechen. Das hat vor allem protokollarische Gründe. Es ist nicht unerheblich, wenn bei einem Ministerbesuch nur Staatssekretäre geschickt werden.--Bacchus 17:21, 6. Jan 2005 (CET)

Umgestaltung

 

Die Veränderungen, die ich vorgenommen habe, dienen dazu, etwas mehr auf den Verfassungstext einzugehen. Die Erklärung der verschiedenen Verfassungsorgane und das Zusammenspiel werden bereits sehr gut in "Politisches System der USA" dargestellt so dass ein link hier genügen sollte. Selbstverständlich ist diese Seite weiter im Aufbau und ich würd mich über alle Kommentare freuen. --Sebmol 04:49, 2. Jan 2005 (CET)

Das angebliche "Recht auf eine Waffe"

 

Ich haben den Hinweis in der Auflistung der Zusätze herausgenommen, dass dort das "umstrittene Recht auf das Tragen einer Waffe" stehen soll. Zwei Gründe dafür:

  1. Es ist sachlich falsch. Es gibt in der US-Verfassung kein solches Recht, egal, was die deutsche Presse teils aus Unwissen, teils wohl aus blankem Anti-Amerikanismus verbreitet. Was es gibt, und was auch in den Bill of Rights steht, ist dass der Bund kein Verbot von Schusswaffen erlassen darf. Anders formuliert: Waffengesetze sind Ländersache. Tatsächlich geben die meisten Bundesstaaten die Entscheidung darüber an die Kommunen weiter, und es gibt keinen Mangel an Kommunen, die sehr strenge Waffenrechte haben. Sorry, wenn ich damit einige Vorurteile zerstöre: Wer es nicht glaubt, soll sich den Abschnitt selbst mal im Original durchlesen, aber niemand hat in den USA ein solches "Recht".
  2. Es ist irreführend. "Umstritten" ist in den USA hauptsächlich, was das überhaupt heißt: Bedeutet der Zusatz, dass der Bund die Existenz von Milizen der Bundesstaaten (den heutigen Nationalgarden) zulassen muss (die Clinton-Interpretation) oder dass der Bundes dem Bürger nicht die Waffe verbieten darf (die NRA / George W. Bush) interpretation. Umstrittenen ist das vielleicht auch in Deutschland, aber dann können wir mit dem First Amendment anfangen, der eine für Deutsche unverständliche Meinungsfreiheit einräumt.

Das alles müsste mal in aller Ruhe aufgeschrieben werden; die bisherige Halbwahrheit, egal wie weit verbreitet, half aber niemanden.

(S.)

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