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Diskussion : Deutsche Kolonien
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Deutsche Kolonien
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Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
"Verbergen") 1 Einleitung 2 Die deutschen Schutz- und Siedlungsgebiete 2.1 Die fünf frühen deutschen Kolonien 2.2 Die acht deutschen Kolonien des 19
Jahrhunderts 2.3 Deutsche Siedlungsräume 2.4 Die karibische Besitzung der Deutschen Demokratischen Republik 2.5 Deutsche Spuren auf Antarktika 2.6 Die deutschen Forschungsstationen in der Antarktis und der Arktis 3 Schutztruppen und Polizeitruppen der 8 Kolonien 4 Literatur 5 Siehe auch 6 Verweise [Bearbeiten]
Einleitung
die Mitte/Ende des 19
Deutschland war eine der letzten Mächte
Jahrhunderts Kolonien (Schutzgebiete) gründete
Um die vorletzte Jahrhundertwende herum besaß das Deutsche Reich deshalb
ein relativ kleines Kolonialreich
im Vergleich zu Großbritannien und Frankreich
Wirtschaftlich waren die deutschen Kolonien ein Verlustgeschäft
lediglich Togo erwirtschaftete einen geringen Überschuss
Auch die Hoffnung
erfüllte sich nicht
den Strom deutscher Auswanderer in die Kolonien umleiten zu können
1914 lebten nicht mehr als 25.000 Deutsche in den Kolonien
Die neue deutsche Kolonialgeschichte beginnt 1873 mit der Gründung der "Afrikanischen Gesellschaft in Deutschland"
Die Hauptaufgabe dieses (privaten) Vereins war das Vordringen in das Innere von Afrika
1882 kam es zur Gründung des "Deutschen Kolonialvereins"
die zur "Deutschen Kolonialgesellschaft" fusionierten und versuchten (ohne viel Erfolg)
1884 zur Gründung der "Gesellschaft für deutsche Kolonisation"
Auswanderung in geeignete Gebiete zu fördern
Ab 1884 begann die eigentliche Kolonialpolitik Deutschlands
der dem Erwerb von Kolonien zunächst ablehnend gegenüberstand
nach englischem Vorbild den Handelspunkten staatlichen Schutz zukommen ließ
nachdem Otto von Bismarck
Damit gab er dem Druck privater Handelshäuser nach und hoffte zugleich
die kolonialfreundliche Nationalliberale Partei bei den Reichstagswahlen 1884 zu stärken
Privatunternehmen wurde es mit Hilfe der staatlichen Schutzbriefe ermöglicht
sicher vor Ort zu agieren
Die staatliche Intervention sollte zugleich auf ein Mindestmaß reduziert werden
Zunächst wurden die vom Bremer Kaufmann Adolf Lüderitz erworbenen Besitzungen im April 1884 als "Deutschsüdwestafrika" unter den Schutz des Deutschen Reichs gestellt
im Februar 1885 das von Carl Peters erworbene Gebiet in Ostafrika
Im Juli folgten Togo und die Besitzungen von Adolph Woermann in Kamerun
Mit der Übernahme von pazifischen Gebieten
Nord-Neuguinea (Kaiser-Wilhelm-Land) und der davor gelegenen Inselgruppe (Bismarck-Archipel) im Mai 1885
war die erste Phase deutscher Kolonialpolitik abgeschlossen
1888 kam Kaiser Wilhelm II. an die Macht
Dieser hatte schwärmerisch-expansionistische Bestrebungen und forcierte die Aufrüstung
insbesondere der Kaiserlichen Marine
Er wollte für die "zu spät gekommene Nation" einen "Platz an der Sonne schaffen"
Den Besitz von Kolonien hielt er dazu für notwendig
Diese Auffassung steht in scharfem Kontrast zu Bismarcks eher innenpolitisch begründeten Entscheidung
Unter seiner Herrschaft kamen jedoch lediglich kleine Gebiete hinzu
Marianen und Palau im Mittelpazifik sowie Samoa im Südpazifik hinzu. Die deutschen Kolonien umfassten 1914 insgesamt ein Gebiet von 2
1899 die Karolinen
5mal so groß wie Deutschland selber
1898 die chinesische Stadt Kiautschou/Tsingtau
4
1888 erwarb das Reich das mittelpazifische Nauru
3 Millionen km2
Im Ersten Weltkrieg wurden mit Ausnahme von Deutsch-Ostafrika alle deutschen Kolonien von den Kriegsgegnern erobert
Nach der Niederlage 1918 verlor Deutschland durch den Vertrag von Versailles alle Kolonien. [Bearbeiten]
Die deutschen Schutz- und Siedlungsgebiete
[Bearbeiten]
Die fünf frühen deutschen Kolonien
Klein-Venedig (heute Venezuela) Handelsstützpunkt des Augsburger Patriziergeschlechts der Welser (1528 - 1556) Groß Friedrichsburg (heute Ghana
Kolonie Brandenburgs 1685-1721 St
) Kolonie Brandenburgs 1683-1718 Arguin (heute Mauretanien)
brandenburgische Annexion in Dänisch-Westindien 1689-1693 [Bearbeiten]
heute USA)
Thomas (die heutigen
zu den USA gehörigen Amerikanischen Jungferninseln in der (Karibik)
brandenburgisches Pachtgebiet in Dänisch-Westindien 1685-1720 Krabbeninsel (Karibik
Die acht deutschen Kolonien des 19. Jahrhunderts
erworben durch die Gebrüder Denhardt aus Zeitz Kiautschou 1898-1919 (China
Burundi) 1885-1919
1885-1890
erworben durch Otto Finsch Kaiser-Wilhelms-Land (heute nördliches Papua-Neuguinea) Bismarck-Archipel (Papua-Neuguinea) Bougainville-Insel (Papua-Neuguinea
für 99 Jahre gepachtet) Kamerun 1884-1919
erworben durch Franz Adolf Eduard Lüderitz Deutsch-Witu (heute südliches Kenia)
Ruanda
Deutsch-Neuguinea 1885-1919
erworben durch Dr
erworben durch Carl Peters Deutsch-Südwestafrika (heute Namibia) 1884-1918
siehe auch Salomonen) Marianen Marshallinseln Palau Nauru Deutsch-Ostafrika (heute Tansania
Gustav Nachtigal Samoa 1899-1919 Togo 1884-1919
erworben durch Dr
Gustav Nachtigal [Bearbeiten]
Deutsche Siedlungsräume
Deutsche in Osteuropa Banater Schwaben Donauschwaben Siebenbürger Sachsen Karpatendeutsche Ungarndeutsche (Schwäbische Türkei) Baltendeutsche Bessarabiendeutsche Sudetendeutsche Deutsche in Russland Deutscher Orden und Baltendeutsche Deutsche Hanse Deutsche an Wolga und Schwarzem Meer unter Katharina II
Engels Spätaussiedler Deutsche in den USA Amish in Pennsylvania Germantown [Bearbeiten]
Wolgadeutsche Republik 1924-1941
mit den Städten Saratow
Die karibische Besitzung der
Deutschen Demokratischen Republik
Ernst-Thälmann-Insel [Bearbeiten]
Deutsche Spuren auf Antarktika
Expedition Wilhelm Filchner mit Schiff Deutschland 1911-1912 Neuschwabenland
Expedition Erich Dagobert von Drygalski mit Schiff Gauss 1902-1904 Filchner-Ronne-Eisschelf
Expedition Alfred Ritscher mit Schiff Schwabenland 1938-1939 [Bearbeiten]
Kaiser-Wilhelm-II.-Land
Die deutschen
Forschungsstationen in der Antarktis
und der Arktis
Antarktis Neumayer-Station seit 1981 Filchner-Station 1982-1999 Drescher-Station seit 1986 Dallmann-Station seit 1994 auf den Südshetlandinseln Kohnen-Station seit 2001 Arktis Koldewey-Station seit 1991 auf Spitzbergen [Bearbeiten]
Schutztruppen
und Polizeitruppen der 8 Kolonien
Kommando der Schutztruppen: Berlin - Reichskolonialamt Deutsch-Ostafrika Kommando Daressalam 1
Kompagnie: Aruscha 2
Kompagnie: Iringa und Unbena 3
Kompagnie: Lindi 4
Kompagnie: Kilimatinde und Ssingidda 5
Kompagnie: Massoko 6
Kompagnie: Udjidiji und Kassulo 7
Kompagnie: Bukoba
Ussuwi und Kifumbiro 8
Kompagnie: Tabora 9
Kompagnie: Usumbura 10
Kompagnie: Daressalam 11
Kompagnie: Kissenji und Mruhengeri 12
Kompagnie: Mahenge 13
Kompagnie: Kondoa-Irangi 14
Kompagnie: Muansa und Ikoma Zusätzlich in Daressalam: ein Rekrutendepot
Feuerwerker und Unteroffiziere 2472 farbige Soldaten Deutsch-Südwestafrika Kommando Windhuk Gericht des Kommandos
Intendantur
eine Signalabteilung und Intendatur. Stärke: 68 Offiziere 42 Ärzte 150 weiße Beamte
Sanitätsamt u
Vermessungstrupp Nordbezirk Kommando Windhuk 1
Kompagnie: Regenstein
Seeis 4
Kompagnie (MG): Okanjande 6
Kompagnie: Outjo und Otavi 2
Batterie: Johann-Albrechts-Höhe Verkehrszug 1: Karibib Proviantamt: Karibib Pferdedepot: Okawayo Artillerie- und Train Depot: Windhuk Lazarett: Windhuk Hauptsanitätsdepot: Windhuk Bekleidungsdepot: Windhuk Ortskommandantur: Windhuk Ortskommandantur u
Proviantamt: Swakopmund Südbezirk Kommando: Keetmanshoop 2
Kompagnie: Ukamas 3
Kompagnie: Kanus 5
Kompagnie (MG): Chamis und Churutabis 7. und 8 Kompagnie: Gochas und Arahoab (Kamelreiter und MG)
Lazarett. 1
Batterie: Narubis 3
Batterie: Kranzplatz bei Gibeon Verkehrszug 2: Keetmanshoop Artillerie- und Train-Depot: Keetmanshoop Lazarett - und Sanitätsdepot: Keetmanshoop Bekleidungsdepot: Keetmanshoop Proviantamt: Keetmanshoop Garnisonverwaltung: Keetmanshoop Pferdedepot: Aus Kamelgestüt: Kalkfontain Ortskommandantur u
Feuerwerker 342 Unteroffiziere 1444 weiße Soldaten Kamerun Kommando Soppo 1
Proviantamt: Lüderitzbucht Stärke: 90 Offiziere 22 Ärzte 9 Veterinäre 59 Beamte
Kompagnie und Artilleriedetachement: Duala 2
Kompagnie: Bamenda
Wum und Kentu 3
Kompagnie Moran und Kusseri 4
Kompagnie Soppo 5
Kompagnie: Buar und Karnot 6
Nola und Nguku 7
Kompagnie: Mbaiki
Mubi
Lere 8
Marua
Nassarau
Kompagnie: Garua
Kompagnie: Ngaundere 9
Kompagnie: Dume und Baturi 10
Kompagnie: Ojem und Mimwoul 11
Ngarabinsam und Minkebe 12
Kompagnie: Akoasim
Gore und Schoa Stärke: 61 Offiziere 17 Ärzte 23 Beamte
Fiange
Kompagnie: Bumo
Feuerwerker 98 weiße Unteroffiziere 1550 farbige Soldaten Polizeitruppen In Afrika und in der Südsee sind diese den Zvilbehörden
in Kiautschou dem Gouvernement unterstellt. (Bei den Zahlenangaben über Polizeitruppen handelt es sich häufig um Sollstärken) Deutsch-Ostafrika 4 Offiziere 61 weiße Wachtmeister 147 farbige Unteroffiziere 1863 Askari (ohne so genannte Knüppel-Askaris) Kamerun 4 Offiziere 37 Köpfe sonstiges weißes Personal 1255 Mann (ausschl
außerdem farbige Polizeidiener Togo 2 Offiziere ? Polizeimeister 530 farbige Soldaten Südsee 19 weiße Polizeimeister 670 farbige Polizisten in Neuguinea und auf den Inseln 1 farbiger Polizeimeister 30 Fita - Fita 20-25 Landespolizisten auf Samoa Kiautschou "Chinesen - Polizei" Europäischer Stab und 60 Chinesen [Bearbeiten]
Zoll) Deutsch-Südwestafrika 7 Offiziere 9 Köpfe Verwaltung 68 Polizeiwachtmeister 432 Polizeiserganten 50 Vertragspolizisten
Literatur
Horst Gründer
Paderborn 42000 ISBN 3-8252-1332-3 Norbert Aas
Geschichte der deutschen Kolonien
Werena Rosenke (Hg.) : Kolonialgeschichte im Familienalbum
Frühe Fotos aus der Kolonie Deutsch-Ostafrika
ISBN 392830013X [Bearbeiten]
Siehe auch
Kolonialismus Imperialismus Entwicklungsländer Deutsche Sprache in Namibia [Bearbeiten]
Verweise
www.deutsche-schutzgebiete.de Der Bildbestand der Deutschen Kolonialgesellschaft in der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main (http://www.stub.bildarchiv-dkg.uni-frankfurt.de/dfg-projekt/Default.htm) www.deutscher-kolonialismus.de www.awi-bremerhaven.de Polar (http://www.awi-bremerhaven.de/Polar/) Vorlage:Navigationsleiste der Kolonialmächte
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