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Diskussion : Geschichte der DDR
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Geschichte der DDR
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Allgemein
Vorbemerkung: Dieser Artikel befasst sich mit der deutschen Geschichte in der sowjetischen Besatzungszone und der Deutschen Demokratischen Republik von 1945 bis 1990
Parallel dazu existiert die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Die Entwicklung seit 1990 ist im Artikel Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (seit 1990) beschrieben
"Verbergen") 1 Vorgeschichte 1945-1949 1.1 Teilung Deutschlands 1.2 Sowjetische Deutschlandpolitik 1.3 Politischer Aufbau 1.4 Wirtschaftlicher Aufbau 2 Aufbauphase 1949-1961 2.1 Politische Führung 2.2 Außenpolitik 2.3 Wirtschaftspolitik 2.4 17
Deutschland und Bundesrepublik Deutschland. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Siehe auch den Hauptartikel Geschichte Deutschlands
Juni 1953 2.5 Entstalinisierung 2.6 Staatssicherheit 2.7 Abwanderung 2.8 Kirchenkampf 3 Stabilisierung 1961-1970 3.1 Politische Führung 3.2 Deutschlandpolitik 3.3 Grenzsicherung 3.4 Verteidigungspolitik 3.5 Wirtschaftspolitik 4 Stabilität und Krise 1971-1980 4.1 Ende der Ära Ulbricht 4.2 Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik 4.3 Kulturpolitik 4.4 Außenpolitik 4.5 Staatssicherheit 5 Krise und Ende 1981-1990 5.1 Finanzkrise 5.2 Glasnost und Perestroika in der Sowjetunion 5.3 Ausreisewelle 5.4 Bürgerrechtsbewegung 5.5 Montagsdemonstrationen 5.6 Wiedervereinigung 6 Siehe auch 7 Literatur 8 Weblinks [Bearbeiten]
Vorgeschichte 1945-1949
Chronologie: Geschichte der DDR
Vorgeschichte 1945-1949 [Bearbeiten]
Teilung Deutschlands
Frankreich
England und Sowjetunion) nicht auf eine gemeinsame Politik bezüglich Deutschland einigen konnten
diskutierten sie bereits während des Zweiten Weltkrieges auf den Konferenzen von Teheran und Jalta über eine Aufteilung Deutschlands
Da sich die Alliierten (USA
Nach der Kapitulation Deutschlands beschlossen die Regierungschefs der vier Siegermächte im Juli 1945 auf der Potsdamer Konferenz
Deutschland in vier Besatzungszonen und Berlin in vier Sektoren zu teilen
aber von einem gemeinsamen Alliierten Kontrollrat verwalten zu lassen
Die wirtschaftliche Demilitarisierung (insbesondere die Demontage von Industrieanlagen) sollte in jeder Zone autonom durchgeführt werden
Im Lauf der Zeit lief die wirtschaftliche Entwicklung insbesondere zwischen den westlichen Besatzungszonen und der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) immer weiter auseinander
die letztlich zum Kalten Krieg führten
Auch aufgrund weltpolitischer Differenzen kam es zu immer größeren Spannungen zwischen der Sowjetunion und den USA
Dies manifestierte sich 1947 im Zusammenschluss der britischen und amerikanischen Besatzungszonen zur Bizone und am Marshallplan der USA
der Westdeutschland stärkte
In der SBZ setzte die Sowjetunion währenddessen die Demontagen fort und verbot die Teilnahme am Marshallplan
Brennstoffindustrie und Energie
einen westdeutschen Bundesstaat zu gründen
Land- und Forstwirtschaft
Als Gegenstück zu den Organen der Bizone gründete sie die Deutsche Wirtschaftskommission und vereinigte darin die Zentralverwaltungen für Industrie
Finanzen
verliess der Vertreter der UdSSR am 20
Verkehr
Arbeit und Sozialfürsorge
Interzonen- und Außenhandel sowie Statistik. Aus Protest gegen den Beschluss der Westalliierten
Handel und Versorgung
März 1948 die Sitzungen des Kontrollrates
Am 20
Juni machte eine auf die westlichen Besatzungszonen beschränkte Währungsreform die befürchtete Teilung Deutschlands zur Gewissheit
Drei Tage später beschlossen die Machthaber der sowjetischen Besatzungszone eine eigene Währungsreform
Nachdem die westdeutsche Währung gegen den Willen des sowjetischen Oberbefehlshabers auch in den westlichen Sektoren von Berlin eingeführt worden war
versuchte die Sowjetunion durch die Berlin-Blockade ganz Berlin in ihre Hand zu bekommen
Berlin durch eine Luftbrücke zu versorgen
Die Westalliierten entschieden daraufhin
Insgesamt 11 Monate lang versorgten sie die Westberliner Bevölkerung mit Hilfsgütern
bis die Sowjetunion die Blockade am 12
Mai 1949 beendete. [Bearbeiten]
Sowjetische Deutschlandpolitik
Die Sowjetunion entwickelte während des Zweiten Weltkrieges eigene Ideen für ein Nachkriegsdeutschland: Stalin schwebte ein ungeteilter sozialistischer Staat vor
insbesondere aus dem Ruhrgebiet zahlreiche Reparationen zu erhalten
Er erwartete
Diese Pläne konnte er jedoch nicht durchsetzen
verschob Stalin die „Sowjetisierung“ der eigenen Besatzungszone zunächst und vermied bzw. vertuschte eine offene kommunistische Entwicklung
Um sich alle Optionen offen zu halten
Nach Kriegsende setzte die Sowjetunion in der von ihr besetzen Zone die Sowjetische Militäradministration in Deutschland (SMAD) ein
Diese sollte den Aufbau eines politischen Systems im Sinne der Sowjetunion steuern und die Besatzungszone verwalten
Dazu kontrollierte und regelte sie das gesamte politische und gesellschaftliche Leben und beschäftigte bis zu 50.000 Mitarbeiter
Sie verfügte die Gründung von fünf Ländern innerhalb der SBZ und übertrug ihnen im Oktober 1945 Gesetzgebungsbefugnisse. [Bearbeiten]
Politischer Aufbau
Für den politischen Aufbau war die so genannte Gruppe Ulbricht von Bedeutung
die der Roten Armee beim Neuaufbau der Verwaltung helfen sollten
Sie bestand aus Walter Ulbricht und anderen vor dem bzw. während des Zweiten Weltkrieges in die Sowjetunion emigrierten und dort geschulten Mitgliedern der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD)
dass die sowjetischen Kommandanten zahlreiche Schlüsselpositionen innerhalb der Kommunalverwaltungen an deutsche Kommunisten vergaben
Bereits vor Kriegsende wurde sie in Deutschland tätig und erreichte
rechts) und Pieck (KPD) am 21.4.1946 Zur Überraschung der westlichen Alliierten und deutscher Politiker ermöglichte die SMAD bereits im Juni 1945 ein pluralistisches deutsches Parteiensystem und genehmigte die Gründung von KPD
CDU und LDPD
SPD
aber wir müssen alles in der Hand haben.“. Bild nicht gefunden Gründung der SED durch Handschlag zwischen Grotewohl (SPD
Dabei galt Ulbrichts Devise: „Es muss demokratisch aussehen
aus dem sich später die Nationale Front entwickelte
Diese gründeten einen antifaschistischen Block
Innerhalb dieses Gremiums wollten sie die Entnazifizierung und den Wiederaufbau gemeinsam durchführen
nicht erreichen
konnte diese ihr Ziel
Obwohl die SMAD die KPD massiv bevorzugte
größte und bestimmende Partei der SBZ zu werden
Sie geriet im Gegenteil im Laufe des Jahres 1945 bei der Bevölkerung und den anderen Parteien immer mehr in die Isolation
In KPD und SPD in der sowjetischen Besatzungszone gab es nach den Erfahrungen in der Zeit des Nationalsozialismus und des Widerstandes Bestrebungen
eine gemeinsame Arbeiterpartei zu schaffen
Bestechung ihrer Führungspersönlichkeiten und Täuschung über die wahren Ziele der KPD 1946 zu einer Zwangsvereinigung zur SED genötigt
Nachdem die KPD im Juni 1945 eine entsprechende Forderung der SPD abgelehnt hatte
wurde mit der nachlassenden Popularität der KPD zusammen mit der SMAD unter Billigung Stalins die (Ost-)SPD als Hauptkonkurrent durch massiven Druck
Bei den Landtagswahlen im Oktober 1946 erreichte die SED mit 47
5 % allerdings nicht die angestrebte absolute Mehrheit
brachte die SED 1947/48 mit der Volkskongressbewegung ein neues Instrument ins Spiel
Um den Widerstand von (Ost-)CDU und LDPD gegen weitere Eingriffe ins Parteiensystem zu unterlaufen
in den Antifa-Block
die größtenteils kommunistisch dominiert waren
Freier Deutscher Gewerkschaftsbund
Auf zwei Sitzungen 1947 und 1948 beschloss der Volkskongress die Aufnahme neuer Blockparteien (NDPD und DBD) und Massenorganisationen (Kulturbund
Demokratischer Frauenbund Deutschlands)
Im Mai 1949 wurde der 3
Volkskongress über Einheitslisten gewählt
der den Entwurf einer Verfassung annahm
Ein vom Volkskongress einberufener Volksrat gründete die Deutsche Demokratische Republik am 7
Oktober 1949 offiziell. [Bearbeiten]
Wirtschaftlicher Aufbau
Die Wirtschaft in der SBZ wurde zunächst durch die sowjetische Demontage massiv beeinflusst
Im Rahmen der Hauptdemontage ließ Stalin bis Ende 1946 über 1.000 Betriebe
vor allem den Maschinenbau
die chemische und optische Industrie
und das zweite Gleis fast aller Bahnstrecken abbauen
In einer zweiten Etappe wurden Reparationen aus der laufenden Produktion entnommen und etwa 200 wichtige Betriebe als Sowjetische Aktiengesellschaften (SAG) in das Eigentum der Sowjetunion überführt
bei der Kriegsverbrecher
Unter der Losung „Junkerland in Bauernhand“ führte die SMAD im September 1945 eine Bodenreform durch
Funktionäre und Repräsentanten der NSDAP sowie alle Landbesitzer
die Güter mit mehr als 100 ha Land besaßen
entschädigungslos enteignet wurden
Landarbeiter und Flüchtlinge
zumeist landlose Bauern
Die SMAD verteilte das Land an so genannte Neubauern
Diese sollten ihre 5-10 ha großen Landflächen selber bearbeiten
Da sie meist keine landwirtschaftlichen Geräte besaßen
begann die tatsächliche sozialistische Umgestaltung der ostdeutschen Wirtschaft erst 1952. [Bearbeiten]
waren sie von den 1949 geschaffenen „Maschinen-Ausleih-Stationen“ (MAS) abhängig. Da Stalin die Idee eines ungeteilten Deutschlands nicht aufgeben wollte
Aufbauphase 1949-1961
Chronologie: Geschichte der DDR
Aufbau des Sozialismus 1949-1961 [Bearbeiten]
Politische Führung
erster Ministerpräsident wurde Otto Grotewohl
Erster Präsident der DDR wurde 1949 Wilhelm Pieck
Beide waren seit 1946 Vorsitzende der SED
1950 wurden sie in ihren Parteiämtern bestätigt
Walter Ulbricht wurde Generalsekretär des neu geschaffenen Zentralkomitees (ZK) der SED
Nach dem Tod von Wilhelm Pieck wurde 1960 der Staatsrat anstatt des bisherigen Präsidentenamtes gebildet und Walter Ulbricht zu dessen Vorsitzenden bestimmt
1950 schlossen sich alle Parteien trotz Widerstands vieler Mitglieder und einiger Landesverbände zur „Einheitsliste der Nationalen Front“ zusammen
46 % und 1958 99
3 % der Stimmen
Bei ersten Wahlen zur Volkskammer erhielt diese von der SED dominierte Einheitsliste nach offiziellen Angaben 99
1954 waren es 99
7 %. [Bearbeiten]
Außenpolitik
Relativ schnell nach ihrer Gründung schloss die DDR Verträge mit anderen Staaten im Ostblock ab: Im Juli 1950 legte sie mit Polen die Oder-Neiße-Linie als Grenze vertraglich fest
Im September des gleichen Jahres wurde die DDR Mitglied im Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) - dem Äquivalent zur Europäischen Gemeinschaft
Kontakte zu westlich orientierten Staaten wurden von der Bundesrepublik Deutschland verhindert: Durch die Hallstein-Doktrin drohte sie anderen Staaten mit dem Abbruch der Beziehungen
falls diese die DDR anerkannt hätten
1952 bot Stalin mit den Stalin-Noten Verhandlungen über eine Wiedervereinigung und Neutralität Deutschlands an
Die Westmächte hielten dies für ein Ablenkungsmanöver
das die Westintegration Westdeutschlands behindern sollte
Die Briefwechsel endeten schließlich ohne Ergebnis
Im Anschluss daran forcierte die DDR ihre „Ostintegration“ und die sozialistische Umgestaltung der ostdeutschen Wirtschaft
trat die DDR ein Jahr später dem Warschauer Vertrag bei
Nachdem die Bundesrepublik Deutschland 1954 Mitglied der Westeuropäischen Union geworden war
die 1953 durch den sowjetischen Hohen Kommissar ersetzt wurde
Die SMAD wurde durch die Sowjetische Kontrollkommission (SKK) abgelöst
Nachdem die UdSSR 1955 die volle Souveränität der DDR bestätigt hatte
wurde auch dieses Amt aufgehoben
1958 forderte Nikita Chruschtschow die Revision des Potsdamer Abkommens und drohte
die Sowjetunion werde ihre Kontrollrechte über Berlin an die DDR übertragen
Damit begann die so genannte "Berlin-Krise"
Zur Jahreswende 1958/1959 ließ die Sowjetunion erstmals weitreichende Atomraketen außerhalb ihres Territoriums stationieren
Der sowjetische Generalstab stationierte jeweils sechs Raketen des Typs SS-3 Shyster bei Fürstenberg/Havel und Vogelsang
Brüssel
Paris oder London befördern. [Bearbeiten]
Die SS-3 konnte einen Sprengkopf von 300 Kilotonnen TNT über eine Reichweite von 1.200 Kilometern bis nach Bonn
Wirtschaftspolitik
Nachdem es bereits einen Zwei-Jahres-Plan gegeben hatte
folgte die Wirtschaft der DDR ab 1951 dem 1
Fünfjahrplan
Damit begann der Einstieg in die Planwirtschaft
Verantwortlich für die Aufstellung und Kontrolle der langfristigen Pläne sowie die zentrale Lenkung der Wirtschaft war die 1950 gegründete staatliche Plankommission
1958 wurden die Lebensmittelkarten endgültig abgeschafft
1959 zeichnete sich ein Scheitern des laufenden Zweiten Fünfjahrplans ab; die Plankommission erstellte daher übergangsweise einen Siebenjahresplan
Zahlreiche der Sowjetischen Aktiengesellschaften (SAG) wurden in Volkseigene Betriebe (VEB) umgewandelt
Für die Landwirtschaft prägte die SED in den 1950er Jahren die Devise „Vom Ich zum Wir“
Unter diesem Motto sollte die Landbevölkerung „auf freiwilliger Basis“ von den angeblichen Vorzügen einer kollektivierten Landwirtschaft überzeugt werden
Das Ziel war die Gründung von Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG). „Muster-LPGs“ sollten wie „Leuchttürme auf dem Lande“ die Idee von der Sowjetisierung in alle Dörfer tragen
wurden insbesondere verlassene Höfe
Da die meisten Bauern kein Interesse an genossenschaftlicher Arbeit zeigten
sogenannte ÖLB (Örtliche landwirtschaftliche Betriebe) und wirtschaftlich kaum lebensfähige Kleinbetriebe zu LPGs zusammengefügt
1952 waren so in der DDR knapp 2.000 zunächst überwiegend wirtschaftsschwache LPG entstanden
Klein- und Mittelbauern wurden mit Repressionen und hohen Zwangsabgaben drangsaliert und bei der Verteilung der landwirtschaftlichen Geräte durch die MAS benachteiligt
Zehntausende Bauern siedelten daraufhin in den Westen um
dass am 17
Dies führte dazu
Juni 1953 auch auf dem Land die Stimmung kippte
Anschließend wurde die Kollektivierung zunächst verlangsamt
auf Druck der Sowjetunion aber forcierte die DDR-Führung die Kollektivierung ab 1958 wieder
während widerstrebende Landwirte vom MfS verhaftet wurden
Von der SED entsandte Agitationstruppen sollten die Bauern durch Nötigung oder Drohungen zum „freiwilligen“ Eintritt in eine LPG veranlassen
Parallel zur Entwicklung in Westdeutschland begann das staatliche Fernsehen der DDR Ende 1952 mit Versuchssendungen und nahm 1956 seinen regulären Sendebetrieb auf
Ab 1960 war die Propagandasendung Der schwarze Kanal von Karl-Eduard von Schnitzler ein wichtiger Bestandteil des Programms. [Bearbeiten]
17. Juni 1953
trieb den Prozess der 'Sowjetisierung' der Gesellschaft voran und stärkte die Staatsmacht
1952 erklärte die DDR-Führung den „planmäßigen Aufbau des Sozialismus“ zur grundlegenden Aufgabe
Sie teilte die 5 Länder in 14 Bezirke und 217 Kreise auf
Außerdem stellte sie die verbliebene Mittelschicht in Frage: Insbesondere Bauern und kleine Handels- und Gewerbebetriebe sollten durch erhöhte Abgaben zur Aufgabe ihrer Selbstständigkeit gezwungen werden
Auch der Kurs gegenüber den Kirchen verschärfte sich
Am 28
Mai 1953 beschloss das ZK der SED eine Erhöhung der Arbeitsnormen um 10
3 %
Das Politbüro der KPdSU warnte die SED daraufhin vor einem zu starren und harten Kurs beim Aufbau des Sozialismus
Die DDR beschloss und verkündete am 11
Juni mit dem „Neuen Kurs“ zahlreiche Erleichterungen insbesondere für den bürgerlichen Mittelstand und die Bauern und nahm etliche Maßnahmen der letzten Monate zurück
Die Normerhöhung blieb bestehen
Am 16
denen am 17
Juni kam es daraufhin zu Streiks auf zwei Berliner Großbaustellen und einem Protestzug zum DDR-Regierungssitz
Juni 1953 flächendeckende Proteste folgten
die von sowjetischen Truppen blutig niedergeschlagen wurden
Die DDR-Führung bezeichnete den Aufstand als ein Werk „faschistischer Agenten ausländischer Mächte“. [Bearbeiten]
Entstalinisierung
Nach Stalins Tod 1953 leitete dessen Nachfolger Nikita Chruschtschow auf dem XX
Parteitag der KPdSU 1956 die Entstalinisierung ein
Dies überraschte und verwirrte die DDR-Führung: Bis vor dem Parteitag verteidigte und lobte sie Stalin und bemerkte den Politikwechsel erst spät
Walter Ulbricht erkannte die Brisanz und passte seine Begrüßungsrede an die neuen Aussagen der Sowjetführer an
Sofort nach dem Parteitag versuchte die SED-Führung
ihren Mitgliedern die neuen „Lehren“ zu vermitteln
der Zeitung Neues Deutschland
Ulbricht schrieb im Zentralorgan der SED
Stalin sei kein „Klassiker“ des Marxismus - nachdem er noch einen Monat zuvor das Gegenteil gesagt hatte
erschütterte diese das Weltbild der deutschen Kommunisten
Auch wenn die SED die Frage der Entstalinisierung auf ihrem Parteitag nur am Rande behandelte
Letztlich hatte sich die DDR zu keinem Zeitpunkt völlig vom Stalinismus verabschiedet - und nachdem 1985 in der UdSSR antistalinistische Filme und Zeitschriften zugelassen wurden
kam es deshalb auch zum Bruch mit dem bisherigen Vorbild
Im Zuge der Entstalinisierung wurden 25.000 Häftlinge entlassen und zahlreiche Politiker (Franz Dahlem
Anton Ackermann
Hans Jendretzky und andere) rehabilitiert. [Bearbeiten]
Staatssicherheit
1950 wurde das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) gegründet
um als „Schild und Schwert der Partei“ die Macht der SED zu sichern
Wilhelm Zaisser wurde erster Minister für Staatssicherheit
Erich Mielke Staatssekretär
Nach den Protesten vom 17
Juni wurde insbesondere dem MfS Versagen vorgeworfen
Es wurde zu einem „Staatssekretariat für Staatssicherheit (SfS)“ umgeformt und dem Innenministerium unterstellt
Wilhelm Zaisser wurde zuerst aus dem ZK der SED und ein Jahr später auch aus der SED ausgeschlossen
Erst 1955 erhielt das MfS wieder Ministeriumsrang und bekam den Hauptverwaltung Aufklärung genannten Auslandsnachrichtendienst zugeordnet. Während der gesamten 1950er Jahre wurden in zahlreichen „Säuberungen“ Parteimitglieder verhaftet
aber auch andere SED-Genossen wurden Opfer dieser Aktionen
die während der Nazizeit in westliche Länder emigriert waren
einen 500 Meter breiten mit Stacheldraht gesicherten ‚Schutzstreifen‘ und einen zehn Meter breiten ‚Kontrollstreifen‘. „Unzuverlässige“ Bürger in der Sperrzone wurden 1952 mit der Aktion Ungeziefer zwangsweise ins Hinterland umgesiedelt. [Bearbeiten]
Auf ihrer Seite der innerdeutschen Grenze errichtete die DDR eine fünf Kilometer breite ‚Sperrzone‘
Abwanderung
Bild nicht gefunden Die Berliner Mauer am Bethaniendamm Nachdem bis 1956 ca
um die Zahl der Westreisen zu reduzieren
72 Millionen Menschen die DDR verlassen hatten
1
wurde ein neues Passgesetz verabschiedet
Die Republikflucht wurde kriminalisiert
Zum Jahr 1960 stieg die Zahl der Abwanderer weiter an - auch deshalb
weil viele Bauern dem Zwang zum Beitritt einer LPG entgehen wollten
Allein für den Monat September meldeten Westberliner Behörden 20.968 „SBZ“-Flüchtlinge
Bis 1961 hatten schließlich knapp drei Millionen Menschen die DDR seit ihrer Gründung verlassen
bedrohte diese Abwanderung die Wirtschaftskraft der DDR und letztlich den Bestand des gesamten Staates
Da es sich dabei oft um gut ausgebildete Menschen handelte
Ab dem 13
um eine weitere Abwanderung zu stoppen. [Bearbeiten]
August 1961 wurde deshalb die Berliner Mauer aufgebaut
Kirchenkampf
da diese sich gegen eine Instrumentalisierung wehrten
begann die DDR-Führung im Frühjahr 1953 einen härteren Kurs einzuschlagen
Während die SMAD den Kirchen noch Zugeständnisse gemacht hatte
So ging sie vor allem gegen die Junge Gemeinde und Studentengemeinden sowie deren Mitglieder mit Relegierungen von Schulen und einzelnen Verhaftungen vor
Mit dem „neuen Kurs“ wurde der verschärfte Kirchenkampf zunächst unterbrochen
1955 mit der Wiederbelebung der traditionellen Jugendweihen ein Gegenstück zur kirchlichen Konfirmation geschaffen. [Bearbeiten]
Stabilisierung 1961-1970
Chronologie: Geschichte der DDR
Stabilisierung 1961-1970 [Bearbeiten]
Politische Führung
Am 21
Nachfolger als Vorsitzender des Ministerrates wurde Willi Stoph
September 1964 starb Otto Grotewohl
die die deutsche Staatsbürgerschaft ablöste
Im Februar 1967 verabschiedete die Volkskammer ein Gesetz über die DDR-Staatsbürgerschaft
5 % der wahlberechtigten Bevölkerung für eine neue Verfassung
Im April 1968 stimmten 94
diese bestimmte die DDR als „sozialistischen Staat deutscher Nation“ und schrieb die führende Rolle der SED fest. [Bearbeiten]
Deutschlandpolitik
beantwortete die (westdeutsche) SPD 1966 zum ersten Mal ein solches Schreiben
Nachdem das ZK der SED bereits mehrere offene Briefe zur Lösung der Deutschlandfrage an die SPD und die Gewerkschaften in der Bundesrepublik gerichtet hatte
sagte sie zunächst vorgeschlagene Gespräche wieder ab
Da die SED von dieser Reaktion und den Diskussionen in der DDR überrascht und schockiert war
Nach der Bildung der Großen Koalition in der Bundesrepublik Deutschland änderte die SED-Führung ihre Konzeption in der Deutschlandfrage insgesamt und ging gegenüber der beweglicheren Ostpolitik von Willy Brandt in die Defensive
ein offener Dialog mit Westdeutschland könnte auf die DDR-Bevölkerung übergreifen
Sie fürchtete
die versuchte
Nach der Hallstein-Doktrin Westdeutschlands war es jetzt die DDR-Führung
andere (sozialistische) Staaten von einer Anerkennung der BRD abzuhalten. [Bearbeiten]
Grenzsicherung
Bild nicht gefunden Grenzer an der Berliner Mauer (1961) Nach dem Mauerbau wurde die Anwendung der Waffe gegen Flüchtlinge befohlen (Schießbefehl)
nachdem DDR-Grenztruppen die ersten Flüchtlinge an der Grenze erschossen hatten
In den nächsten Monaten kam es zu kleineren Schusswechseln zwischen west- und ostdeutscher Grenzpolizei
Ab 1961 verminte die DDR ihre Seite der innerdeutschen Grenze. [Bearbeiten]
Verteidigungspolitik
1962 führte die DDR die Wehrpflicht ein
um die Kampfkraft der 90.000 Mann starken Nationalen Volksarmee (NVA) zu verbessern
Der Druck der Kirchen bewirkte
dass die DDR 1964 den Wehrdienst ohne Waffe als Bausoldat einführte. Über dem Territorium der DDR und insbesondere in den Luftkorridoren nach Westberlin kam es öfter zu kleineren Konflikten zwischen westlichen und sowjetischen Kampfflugzeugen
1962 bedrängten sowjetische Jagdflugzeuge Militärtransporter der Westalliierten
in denen unter anderem auch der britische Botschafter saß
1964 wurde eine US-Maschine über Thüringen abgeschossen
Am 20./21
August 1968 beteiligten sich NVA-Truppen mit an der Niederschlagung des Prager Frühlings. [Bearbeiten]
Wirtschaftspolitik
Bild nicht gefunden Kaffeedose first class Feinster Hochlandkaffee intershop Sonderfüllung VEB Kaffee- und Nährmittelwerke Halle/Saale
In den 1960er Jahren zwang eine Wirtschaftskrise und Diskussionen in der Sowjetunion die SED
ihre Wirtschaftspolitik zu ändern
Sie ermöglichte den Vereinigungen der Volkseigenen Betriebe (VVB) - vergleichbar den späteren Kombinaten - eine größere Selbstverwaltung und räumte den Arbeitern eine „Arbeitermitverantwortung“ ein
um sämtliche Leistungsreserven zu erhöhen und Initiativen zu wecken
Durch eine Selbstständigkeit der einzelnen Volkseigenen Betriebe (VEB) in der Material- und Kreditbeschaffung
bei Aktivitäten im Außen- und Binnenhandel und größere Vollmachten bei der Preis- und Absatzgestaltung wollte sie das System flexibler gestalten
Der Lebensstandard stieg daraufhin an
der Abstand zur Bundesrepublik blieb erhalten
1966 ging in Rheinsberg das erste Kernkraftwerk der DDR ans Netz
Als sich ein erster Mangel an Devisen aus dem „Nicht-sozialistischen Wirtschaftsgebiet“ (NSW) bemerkbar machte
wurde 1962 die Intershop-Handelsorganisation gegründet
dafür konnten diese allerdings Produkte kaufen
die es für die offizielle Währung Mark der DDR gar nicht oder nur in minderer Qualität zu kaufen gab
In diesen Geschäften konnten nur Ausländer mit Devisen bezahlen
Insgesamt waren die Artikel deutlich günstiger als vergleichbare Produkte in Westdeutschland
baute Alexander Schalck-Golodkowski ab 1964 die Abteilung „Kommerzielle Koordinierung“ innerhalb des Ministeriums für Außenhandel auf
die mit allen legalen und häufig auch illegalen Möglichkeiten zusätzliche Devisen beschaffen sollte. [Bearbeiten]
Da die Devisenknappheit weiter zunahm
Stabilität und Krise 1971-1980
Chronologie: Geschichte der DDR
Stabilität und Krise 1971-1980 [Bearbeiten]
Ende der Ära Ulbricht
Nach Streitigkeiten mit Teilen der Parteiführung im Bereich der Wirtschafts- und Außenpolitik 1970 wurde Walter Ulbricht gezwungen
„aus gesundheitlichen Gründen“ von fast allen Ämtern zurückzutreten
Am 3
und Erich Honecker wurde als dessen Nachfolger zum Ersten Sekretär des ZK der SED gewählt
Mai 1971 endete damit die Ära Ulbricht
Der Wechsel an der Spitze bedeutete für die Entwicklung der DDR einen tiefen Einschnitt
Nach dem Rücktritt von Ulbricht wurde die Ulbricht-Periode systematisch aus der offiziellen Geschichtsschreibung verdrängt und alle Veränderungen nach seinem Abgang stark betont
sämtliche Hinweise darauf aus der Verfassung gestrichen und bei vielen Organisationen und Institutionen die Kennzeichnung Deutschland durch DDR ersetzt
Sein Name tauchte in der Öffentlichkeit kaum noch auf. Das politische Ziel einer Wiedervereinigung Deutschlands (zu einem sozialistischen Gesamtdeutschland) wurde endgültig aufgegeben
So wurde zum Beispiel der Deutsche Fernsehfunk in Fernsehen der DDR umbenannt und als Autokennzeichen DDR statt D vorgeschrieben
Um die psychologische und emotionale Bindung an die deutsche Kultur zu berücksichtigen
Nationalität: deutsch“. [Bearbeiten]
prägte Honecker die Formel: „Staatsangehörigkeit: DDR
Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik
Honeckers Amtszeit wurde durch einen Beschluss der SED gekennzeichnet
der die „Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik“ zur neuen Hauptaufgabe bestimmte
Mittels einer forcierten Erhöhung des Lebensstandards und der Kaufkraft sollte die Zufriedenheit der Bevölkerung gesteigert und letztlich die Arbeitsproduktivität erhöht werden
Ein Kernstück dieser Idee war ein Wohnungsbauprogramm
das das dringende Wohnungsproblem bis 1990 lösen sollte und vor allem zum Entstehen großer Neubaugebiete mit für damalige Verhältnisse komfortablen Wohnungen in vielen Städten der DDR führte
und bis 1990 insgesamt 3 Millionen Plattenbauten errichtet
Bis 1980 wurden 700.000 bis 800.000 Wohnungen errichtet oder modernisiert
führte zu einer Verödung der Innenstädte
deren Sanierung zu teuer erschien
Der damit verbundene Abriss von Altbauwohnungen
Ein weiterer Schwerpunkt von Honeckers Wirtschaftspolitik war die Beschaffung von westlichen Produktionsanlagen für Export- und Konsumgüter
Diese Investitionen wurden durch Kredite bei westlichen Banken finanziert und sollten sich plangemäß ab Ende der 1970er Jahre bezahlt machen
war dies nach Ansicht einiger Autoren der „Anfang vom Ende“ der DDR
Da durch diese Änderungen in der Wirtschaftspolitik erstmals hohe Auslandsschulden gegenüber dem Nicht-Sozialistischen Wirtschaftsgebiet entstanden
die zum Heizen der Wohnungen und zur Stromerzeugung verwendet wurde
Hauptenergiequelle der DDR war die heimische Braunkohle
da es als veredeltes Endprodukt die wichtigste Devisenquelle war
Das russische Erdöl war dafür zu kostbar
Als im Winter 1978/1979 am Silvestertag die Temperatur um 25 Grad fiel
zeigten sich die Schwächen dieser Abhängigkeit: Die Kältewelle stoppte den Braunkohletagebau
bedeutete dies einen Stillstand der gesamten Wirtschaft für 14 Tage. [Bearbeiten]
Da es keine Vorräte gab
Kulturpolitik
Durch eine liberalere Haltung gegenüber den Künstlern und Intellektuellen wollte die SED-Führung die Kluft zwischen Bevölkerung und Führung überbrücken
Dies änderte sich 1976 durch die Ausbürgerung von Wolf Biermann
Dieser Vorgang löste energische Proteste aus und führte zu einer Unterschriftensammlung bei Künstlern und Schriftstellern - für die SED ein ungeheuerlicher Akt
einige auch verhaftet
Zahlreiche prominente Unterzeichner wurden anschließend unter Druck gesetzt und so zur Ausreise in die Bundesrepublik getrieben
1979 eskalierte die Auseinandersetzung und führte zum Ausschluss von zahlreichen berühmten Mitgliedern aus dem Schriftstellerverband. [Bearbeiten]
Außenpolitik
Unter Erich Honecker wurden sowohl die Führungsrolle der UdSSR als auch das sowjetische Modell von der SED wieder als verbindlich angesehen
Die Beziehungen zwischen der DDR und der Sowjetunion verbesserten sich daraufhin
Beide Staaten schlossen 1975 einen neuen Freundschafts- und Beistandsvertrag ab
der die DDR in eine rechtlich noch größere Abhängigkeit von der Sowjetunion brachte
UdSSR und USA) im September 1971 schloss die DDR mit der Bundesrepublik Deutschland zahlreiche Verträge
Großbritannien
Nach der Unterzeichnung des Berlinabkommens durch die Vier Mächte (Frankreich
um Westdeutschen die Fahrten von und nach West-Berlin zu erleichtern
Im Dezember wurde das Transitabkommen unterzeichnet
der die Souveränität und die Grenzen der DDR anerkannte
Ein Jahr später folgte die Unterzeichnung des Grundlagenvertrags
änderte sich die außenpolitische Situation der DDR grundlegend
Da die Bundesrepublik Deutschland mit ihrer neuen Ostpolitik den Widerstand gegen eine internationale Aufwertung der DDR aufgab
Österreich)
Schweden
Schweiz
Bereits im Dezember 1972 hatten 20 Staaten Diplomaten mit der DDR ausgetauscht (unter anderem Iran
Auch mit den USA konnten diplomatische Beziehungen vereinbart werden
Bis 1978 hatten insgesamt 123 Regierungen in aller Welt die DDR völkerrechtlich anerkannt und damit war die wichtigste Phase ihrer Außenpolitik erfolgreich abgeschlossen
Die DDR zog im September 1973 gleichzeitig mit der Bundesrepublik Deutschland in die UNO ein und beteiligte sich an der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE)
Dadurch verpflichtete sie sich auch zur Einhaltung der Menschenrechte
Mehr und mehr Bürger forderten daraufhin die Einhaltung der Zusagen und stellten Anträge auf Ausreise in die Bundesrepublik. [Bearbeiten]
Staatssicherheit
1973 akkreditierte die DDR zum ersten Mal Korrespondenten von ARD
ZDF sowie von Zeitungen und Zeitschriften aus der Bundesrepublik Deutschland
Sie durften sich innerhalb gewisser Grenzen frei bewegen
wurden dabei aber vom MfS überwacht
Viele Reportagen und Interviews wurden vom MfS inszeniert
Im Zuge der Verbesserung der Beziehungen wurde auch der Häftlingsfreikauf zunehmend organisierter geregelt
die anschließend in die Bundesrepublik ausgebürgert wurden
um im Gegenzug politische Gefangene freizukaufen
Dabei bezahlte die Bundesrepublik der DDR eine bestimmte Summe Devisen oder Waren
1971 liess die DDR die Sperrzonen an der innerdeutschen Grenze auflösen oder verkleinern
baute gleichzeitig jedoch Selbstschussanlagen auf
die auf ihren Grenzstreifen gerichtet waren. [Bearbeiten]
Krise und Ende 1981-1990
Chronologie: Geschichte der DDR
Krise und Ende 1981-1990 [Bearbeiten]
Finanzkrise
Insbesondere durch die hohen Kosten des Wettrüstens wurde die wirtschaftliche Lage der Sowjetunion 1981 zunehmend kritisch
Sie wurde gezwungen
die Preise für Rohöl zu erhöhen und die Lieferungen zu drosseln
In der DDR brach dadurch eine der wichtigsten und Devisenquellen förmlich zusammen
dass sie 1982 erstmals fällige Kredite und Zinszahlungen zum größten Teil nur mit neuen Krediten ablösen konnte und es zu Problemen mit westlichen Kreditinstituten kam
Dies führte dazu
dass die Bundesregierung die Bürgschaft für insgesamt zwei vom bayrischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß (CSU) vermittelte Kredite über jeweils eine Milliarde D-Mark für die DDR übernahm
1983 kam es daraufhin zu Verhandlungen zwischen West- und Ostdeutschland mit dem Ergebnis
um damit deren Stabilität zu bewahren
Im Gegenzug baute die DDR die Selbstschussanlagen an der innerdeutschen Grenze ab und erleichterte Westdeutschen die Reise in die DDR
Gegen Ende der 1980er Jahre wurde der wirtschaftliche Verfall der DDR-Wirtschaft zunehmend sichtbar
Bereits seit langer Zeit zehrte sie nur noch von ihrer Substanz
da sie Neuinvestitionen oder Reparaturen nicht mehr finanzieren konnte
Insbesondere die hohen Kosten der Mikroelektronik (hier gab es noch immer Handelsbeschränkungen seitens der westlichen Staaten) und des Wohnungsbauprogramms führten schließlich 1989 in eine ausweglose wirtschaftliche Situation
und letztlich war vor allem aufgrund der ökonomischen Krise eine Destabilisierung des Regimes nicht mehr aufzuhalten
Reformvorschläge wurden von Erich Honecker und Günter Mittag abgelehnt
Die DDR-Führung wurde zu verstärkten Verhandlungen mit der Bundesrepublik gezwungen
die sich immer einseitiger gestalteten. [Bearbeiten]
Glasnost und Perestroika in der Sowjetunion
Bild nicht gefunden Michail Gorbatschow In der Sowjetunion wurde 1985 Michail Gorbatschow zum Generalsekretär der Kommunistischen Partei gewählt
Als de facto-Herrscher der Sowjetunion versuchte er den Verfall des Kommunismus durch die Einführung von Glasnost (Offenheit) und Perestroika (Umstrukturierung) aufzuhalten
1988 verkündete er die Aufhebung der Breschnew-Doktrin und erlaubte den osteuropäischen Staaten damit eine von der UdSSR unabhängige demokratische Entwicklung
Die DDR lehnte diese Politik ab und ging auf Distanz zur Sowjetunion
1987 fehlten im Neuen Deutschland beim Abdruck einer Rede Gorbatschows die Abschnitte mit dessen scharfer Kritik an seinen Amtsvorgängern
wenn Ihr Nachbar seine Wohnung neu tapeziert
Im selben Jahr nahm Kurt Hager
nebenbei gesagt
ein Mitglied des SED-Politbüros
Ihre Wohnung ebenfalls neu zu tapezieren?“
in einem fingierten Interview mit dem westdeutschen Nachrichtenmagazin Stern zu den Reformen in der Sowjetunion Stellung mit den Worten: „Würden Sie
sich verpflichtet fühlen
Zahlreiche sowjetische Zeitungen und Filme wurden in der DDR verboten: die Monatszeitschrift „Sputnik“
einzelne Ausgaben der „Neuen Zeit“ und fünf antistalinistische Filme
1988 erklärte Honecker offiziell die Ablehnung der sowjetischen Reformpolitik. [Bearbeiten]
Ausreisewelle
1984 siedelten ungewöhnlich viele (40.900) Personen in die Bundesrepublik um
Zahlreiche Ausreisewillige flüchteten in Prag und Ost-Berlin in die Botschaften der Bundesrepublik
kehrten nach entsprechenden Zusagen jedoch wieder zurück
um eine schnellere Bearbeitung ihrer Ausreiseanträge zu erzwingen
Am 2
die Grenzanlagen zu Österreich abzubauen
Mai 1989 begann Ungarn
In der Folge versuchten Hunderte von DDR-Bürgern
über Ungarn in den Westen zu gelangen
Gleichzeitig begaben sich viele in die Botschaften der Bundesrepublik in Budapest
um an westdeutsche Reisepapiere zu gelangen
Prag und Warschau und die Ständige Vertretung in Ost-Berlin
Letztendlich mussten die Botschaften im August/September wegen Überfüllung geschlossen werden
Am 23
am 30
August 1989 durften die Flüchtlinge in Budapest
September 1989 in Prag und Warschau in die Bundesrepublik ausreisen
Diese wurden Anfang Oktober mit Sonderzügen über DDR-Gebiet in die Bundesrepublik gefahren
Während der Durchfahrt durch abgesperrte Bahnhöfe versuchten DDR-Bürger auf die Züge aufzuspringen
Auf dem Dresdner Hauptbahnhof lieferten sich Demonstranten und Sicherheitskräfte gewalttätige Auseinandersetzungen
Am 19
August 1989 kam es infolge des Paneuropäischen Picknicks zu einer Massenflucht von DDR-Bürgern nach Österreich
Ende August 1989 begannen in Bayern Vorbereitungen zur Errichtung von Notaufnahmelagern. Im September 1989 ließ Ungarn etwa 30.000 Ausreisewillige ohne Absprache mit der DDR ausreisen
Seit dem 3
November 1989 durften DDR-Bürger ohne Formalitäten über die Tschechoslowakei ausreisen
es kam zu einer erneuten Ausreisewelle. [Bearbeiten]
Bürgerrechtsbewegung
Am 17
Januar 1988 fanden auf der Gedenkdemonstration für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht Proteste unter der Losung eines Zitats von Rosa Luxemburg („Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden“) statt
Die Sicherheitskräfte verhafteten vor laufenden Fernsehkameras von westlichen Journalisten zahlreiche Demonstranten; in den darauf folgenden Tagen wurden zahlreiche Aktivisten der Friedensbewegung verhaftet
Es kam in der ganzen DDR zu Solidaritätsveranstaltungen
Durch das Quasi-Verbot der Zeitschrift Sputnik wurde die Stimmung weiter angeheizt
Während man sich in der Sowjetunion bei den Wahlen zum ersten Volksdeputiertenkongress zum ersten Mal zwischen mehreren Kandidaten entscheiden konnte
stand in der DDR bei den Kommunalwahlen im Mai 1989 weiterhin nur die Einheitsliste zur Auswahl
Als offizielles Ergebnis wurde 98
85 % angegeben
Zum ersten Mal konnten zahlreiche Regimekritiker eine Fälschung der Ergebnisse beweisen
Es kam in der Folge zu zahlreichen Demonstrationen
die von Volkspolizei und MfS aufgelöst wurden
Gorbatschow lehnte eine Intervention von Sowjet-Truppen gegen mögliche Unruhen ab
Honecker reagierte auf diese Demonstrationen im August 1989 mit dem Spruch „Den Sozialismus in seinem Lauf
hält weder Ochs noch Esel auf“
drängende Probleme zu erkennen oder darauf zu reagieren. [Bearbeiten]
Zunehmend zeigte die Parteiführung ihre Unfähigkeit
Montagsdemonstrationen
Seit dem 4
September 1989 fanden in Leipzig wöchentlich Montagsdemonstrationen nach dem Friedensgebet statt
Mitte September 1989 gründeten sich die ersten Oppositionsgruppen
Am Rande der Feierlichkeiten zum 40
Jahrestag der DDR gab es im ganzen Land Proteste
Am 9
Oktober 1989 hörte man auf der Leipziger Montagsdemonstration mit 70.000 Teilnehmern erstmals den Ruf „Wir sind das Volk“
Am 18
Oktober 1989 trat Erich Honecker von allen Ämtern zurück
sein Nachfolger wurde Egon Krenz
Am 4
November 1989 kam es auf dem Berliner Alexanderplatz mit etwa einer Million Teilnehmern zur größten Demonstration in der Geschichte des Staates
sie wurde vom Fernsehen live übertragen
Am 7
November 1989 traten die Regierung und das Politbüro zurück
Am 9
dass sofort und unverzüglich Privatreisen ins Ausland ohne Vorliegen von Voraussetzungen wie Reiseanlässe und Verwandtschaftsverhältnisse beantragt werden konnten
November 1989 verlas Günter Schabowski vor laufenden Fernsehkameras
Die Genehmigungen sollten kurzfristig erteilt werden
Ausreisen konnten über alle Grenzübergangsstellen der DDR zur BRD erfolgen
Tausende eilten an die Grenzen
Ohne Befehl öffneten die überraschten Grenzsoldaten die Übergänge der Berliner Mauer und der Grenze zur Bundesrepublik
Am darauf folgenden Tag besuchten Millionen von DDR-Bürgern die grenznahen Städte der Bundesrepublik und West-Berlin
sangen
ermittelt
darunter Erich Honecker
Es kam zu überschwänglichen Freudenszenen; fremde Menschen umarmten sich
tanzten und jubelten. Bild nicht gefunden Egon Krenz Anfang Dezember 1989 wurde die Führungsrolle der SED aus der Verfassung gestrichen und gegen ehemalige Funktionäre der SED
Nachfolger als Staatsratsvorsitzender wurde Manfred Gerlach
Egon Krenz trat von allen Ämtern zurück
Am 7
Dezember 1989 kam es erstmals zu Gesprächen am Runden Tisch mit den ehemaligen Blockparteien und Oppositionsgruppen
Dabei konnten erstmalig nicht gewählte DDR-Bürger in den Bürgerrechtsbewegungen über die politische Entwicklung in der DDR mitdiskutieren und -bestimmen
Zwei Tage später wurde Gregor Gysi Parteivorsitzender der am 17
Dezember 1989 in SED/PDS und am 4
Februar 1990 in PDS (Partei des demokratischen Sozialismus) umbenannten SED. [Bearbeiten]
Wiedervereinigung
Nach dem Mauerfall
insbesondere ab Januar 1990 änderte sich die Zielrichtung der immer noch stattfindenden Montagsdemonstrationen nach und nach
Nach dem Protest gegen die alte Führung und dem Anspruch auf die Souveränität des Volkes
zur Forderung der Demonstrationen
wurde mehr und mehr der Wunsch nach der Wiedervereinigung
ausgedrückt durch den abgeänderten Slogan „Wir sind ein Volk“
ausgedrückt durch den Slogan „Wir sind das Volk“
Am 15
Januar 1990 stürmten Demonstranten die Stasizentrale in Ost-Berlin
Michail Gorbatschow und Hans Modrow über die deutsche Einheit
Im Februar 1990 sprachen Helmut Kohl
Am 18
März 1990 wurde die erste Freie Volkskammer gewählt; Gewinner der Wahl war die „Allianz für Deutschland“
Lothar de Maizière wurde am 12
nachdem am 5
April 1990 neuer Ministerpräsident der DDR
April 1990 Sabine Bergmann-Pohl Volkskammerpräsidentin und damit auch letztes Staatsoberhaupt geworden war
Am 1
Juli 1990 trat die Währungs- und Wirtschaftsunion zwischen BRD und DDR in Kraft
Mitte Juli 1990 wurde die Treuhandanstalt für die Abwicklung der VEB gegründet
Ende August 1990 wurde von beiden deutschen Parlamenten und Regierungen der Einigungsvertrag beschlossen und die Siegermächte stimmten am 12
September 1990 in den „Zwei-plus-Vier-Gesprächen“ zu
Seit dem 3
Oktober 1990 ist Deutschland wieder vereint. [Bearbeiten]
Siehe auch
Deutsche Demokratische Republik Geschichte Deutschlands Geschichte der Bundesrepublik Deutschland Geschichte der Sowjetunion Wikipedia:WikiProjekt Geschichte der DDR [Bearbeiten]
Literatur
ISBN 3899960262 [Bearbeiten]
München 1999
Hermann Weber: Geschichte der DDR
Weblinks
DDR-Lexikon (http://www.ddr-wissen.de) (Wiki-like) DDR-Alltag (http://www.dhm.de/ausstellungen/lebensstationen/ddr_1.htm) Chronik der Wende (http://www.chronik-der-wende.de/lexikon/) Literaturliste zum Thema vom Historischen Seminar der Universität Bonn (http://www.histsem.uni-bonn.de/downloads/Lit%20DDR.rtf) en:History_of_East_Germany nl:Geschiedenis van de DDR ru:ГДР
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