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Christiane von Goethe
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Christiane von Goethe (* 1
Juni 1765 in Weimar als Johanna Christiana Sophie Vulpius; †6
Juni 1816 in Weimar) war seit 1806 Goethes Ehefrau. Christianes Vorfahren väterlicherseits waren Akademiker über mehrere Generationen
Mütterlicherseits stammte sie von Handwerkern ab
d.h
Auch ihr Vater
Amtsarchivar in Weimar
Aktenkopist
hatte einige Semester Rechtswissenschaften studiert
das Studium jedoch abgebrochen
zumal der Vater alles tat
um dem ältesten Sohn Christian August ein Studium zu ermöglichen
die Familie lebte in sehr bedrängten Verhältnissen
Seine Stelle war schlecht bezahlt
eine Stelle als Putzmacherin in einer kleinen Weimarer Hutmanufaktur anzunehmen. Auf Grund verschiedener Hilfsgesuche und Anträge kannte Goethe die Lage der Familie
Christiane war gezwungen
um eine Bittschrift für ihren Bruder zu überreichen
als sie ihn ansprach
1788 lernte er Christiane Vulpius selbst im Park kennen
der als Schriftsteller populärer Romane einige Bekanntheit in Deutschland erreichte. Zwischen Goethe und Christiane entwickelte sich rasch ein Liebesverhältnis
In der Tat setzte sich Goethe später mehrfach für seinen künftigen Schwager ein
der Sohn August
Bereits ein Jahr später wurde das erste Kind
geboren
die alle sehr früh starben. Goethe nahm die junge Frau in sein Haus auf
Vier weitere Kinder folgten
so dass sich ihr Lebensbereich vollständig auf das Haus beschränkte
Der Weimarer Hof und die Gesellschaft lehnten jedoch die unstandesgemäße Verbindung ab
Dies änderte sich langsam nach 1806
Die Kriegshandlungen dieses Jahres trafen Weimar schwer
war auch das Haus am Frauenplan bedroht
Als die Stadt von französischen Soldaten geplündert wurde
Christiane trat energisch eindringenden Soldaten entgegen und konnte die Plünderung so lange aufhalten
bis Goethe den offiziellen Schutz des französischen Kommandanten erreicht hatte
die Barriere mit einer offiziellen Einladung zum Tee zu durchbrechen
Wenige Tage später wurden beide in der Jakobskirche getraut. Da die gesellschaftliche Zurückweisung Christianes anhielt
Mutter des Philosophen Arthur Schopenhauer
bat Goethe die vermögende Witwe Johanna Schopenhauer
die man hinsichtlich ihrer Ausbildung gebildet nennen könnte
sie zu seiner Gemahlin zu machen
Sie tat es mit der Bemerkung
könne wohl niemand ihr eine Tasse Tee verwehren. Goethes Briefwechsel mit seiner Frau offenbart
dass Christiane zwar nicht eine Frau war
wenn Goethe sie für wert halte
Aber sie war ein Mensch mit einem natürlichen und gesunden Menschenverstand
Lebensfroh
praktisch veranlagt und energisch nahm sie sich des umfangreichen Hausstandes an
Dafür spricht folgendes Beispiel: Goethe schickte sie nach Frankfurt am Main
was sie erfolgreich erledigte
um die Angelegenheiten hinsichtlich der Erbschaft nach dem Tode seiner Mutter
Frau Aja
zu regeln
Ihre große Liebe war das Theater
Häufig besuchte sie die Vorstellungen in Weimar
aber auch in anderen Orten wie z.B
Bad Lauchstädt
wo man die Sommermonate zu verbringen pflegte
Auch einem harmlosen Flirt war sie nicht abgeneigt
Der Briefwechsel mit Goethe belegt
dass sie durchaus ästhetisches Empfinden und Differenzierungsvermögen besaß
verborgen blieben
Das waren freilich Seiten
auch engen Bekannten
die vielen
Mit zunehmendem Alter wurde Christianes Gesundheit schwankend
1815 erlitt sie einen Schlaganfall
Im folgenden Jahr kam unter starken Schmerzen ein Versagen der Nierenfunktion hinzu
Nach einer Woche qualvollen Leidens starb sie am 6
Juni 1816. Ihr Grab befindet sich auf dem Friedhof der Jakobskirche in Weimar. [Bearbeiten]
Literatur
Weimar 1953 Goethes Briefwechsel mit seiner Frau
Kiepenheuer Verlag
Frankfurt am Main 1916. [Bearbeiten]
Lesenswert ist ihre Biografie Christiane und Goethe von Sigrid Damm (Insel Taschenbuch)
ISBN 3458169121 oder die Biographie Christiane von Wolfgang Vulpius
hrsg. von Hans Gerhard Graf
2 Bde.
Weblinks
http://www.webarchiv-server.de/pin/archiv00/1700ob17.htm - Über Sigrid Damms aufwendige Recherche "Christiane und Goethe" Vorlage:Personendaten
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Christiane von Goethe
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