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Diskussion : Chaostheorie
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Chaostheorie
Stichpunkte
Allgemein
die eine Reihe von Phänomenen aufweisen
Die Chaostheorie beschäftigt sich als ein Teilgebiet der Mathematik und Physik mit bestimmten nichtlinearen dynamischen Systemen
die man zusammengenommen als Chaos bezeichnet
dass beliebig kleine Änderungen in den Anfangsbedingungen zu einer qualitativ veränderten Dynamik des Systemes führen
der besagt
Hierzu zählt auch der so genannte Schmetterlingseffekt
Die Chaostheorie geht unter anderem auf Arbeiten von Edward N
Lorenz
Benoit Mandelbrot und Henri Poincaré zurück
Internet und das Bevölkerungswachstum. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Wirtschaftskreisläufe
Turbulenz
Plattentektonik
Klima
Beispiele für chaotische Systeme sind Wetter
"Verbergen") 1 Sensitive Abhängigkeit von den Anfangsbedingungen 1.1 Die Rolle der Zustandsvariablen 1.2 Rückkopplung 2 Bezug zur Quantentheorie 3 Beschreibungsweisen chaotischer Phänomene 3.1 Qualitative Beschreibung durch seltsame Attraktoren im Phasenraum 3.2 Quantitative Beschreibung 4 Interdisziplinarität 5 Paradigmenwechsel? 6 Siehe auch 7 Literatur 8 Weblinks [Bearbeiten]
Sensitive Abhängigkeit von den Anfangsbedingungen
Anders als der Begriff Chaos in der Umgangssprache charakterisiert der Begriff hier nicht den Zustand eines Systems
wie beispielsweise seine Unordnung
das heißt seine Dynamik
sondern sein zeitliches Verhalten
Genau genommen ergibt sich chaotisches Verhalten dann
wenn die aus einer Änderung der Anfangsbedingungen resultierenden Unterschiede in der zeitlichen Entwicklung eines Systems zunächst exponentiell mit der Zeit anwachsen anstatt linear oder polynomial
so dass auch dem Wachstum dieser Unterschiede eine Grenze gesetzt ist
das System aber beschränkt ist
das mit den Zustandsvariablen bzw
Anhand klassischer Experimente in der Physik Galileis und anderen zeigt sich
dass schon bei geringfügigen Änderungen in den Anfangsbedingungen eines Systems (schwingendes Pendel
also deterministische
Geschwindigkeit
Systeme nicht-lineare bzw. chaotische Eigenschaften aufweisen (beispielsweise Aperiodizität) und sind in ihrer Dynamik unvorhersehbar
Luftwiderstand/Dissipation beschrieben wird) große und überraschende Effekte auf den Zustand und die Dynamik des Systems entstehen können. Folglich können klassische mechanische
Parametern Ort
Ihre Systemzustände lassen sich somit zum Beispiel nicht in linearen Gleichungen erfassen
Nicht-lineare Gleichungen zur Analyse und Beschreibung von dynamischen Systemen sind bis heute aber nur schwer oder nur numerisch lösbar
Trotz des prinzipiellen Determinismus übersteigen jedoch die Anforderungen an die Präzision der Kenntnis der Anfangsbedingungen für die Vorhersage des Verhaltens für einen bestimmten Zeitraum rasch die Möglichkeiten praktischer Messgenauigkeit um astronomische Faktoren
die je nach System durchaus im Bereich von Sekunden oder weniger liegen können. [Bearbeiten]
ist eine praktische Vorhersage daher prinzipiell nur für mehr oder weniger kurze Zeitspannen möglich
Obwohl solche Systeme theoretisch dem Determinismus unterliegen
Die Rolle der Zustandsvariablen
die die langfristigen Trends des Erdklimas beeinflussen
Die Beobachtung beispielsweise des System "Erdklima" muss praktisch unendlich viele Kombinationen von Zustandsvariablen einbeziehen (zum Beispiel Wetterzyklen)
bekannt und unbekannt
Mit anderen Worten: die Trefferquote von Vorhersagen für das aktuelle Wetter oder grundlegender Klimatrends ist von der hinreichenden Kenntnis von Wetter- bzw
Klima entscheidender Zustandsvariablen abhängig
In diesem Sinne ist beispielsweise die Wettervorhersage von vielen
zum Teil unbekannten oder kaum messbaren Faktoren und praktisch unbestimmbaren Wirkungsketten abhängig. [Bearbeiten]
Rückkopplung
Solche schwer zu erfassenden systemischen Wechselwirkungen finden in der Chaosforschung ihren Ausdruck in dem Grundsatz: "Alles hängt irgendwie mit Allem zusammen"
So kann etwa der "Flügelschlag" (stellvertretend für eine minimale Veränderung eines einzelnen Faktors am Anfang) eines Schmetterlings im Amazonas einen Gewittersturm über Europa (ein großer Effekt auf den Endwert) im globalen Wettersystem auslösen (siehe Schmetterlingseffekt)
die ihrerseits wieder zu weiteren unvorhersehbaren Dynamiken im System führen (Iteration: Rückkoppelungseffekt)
Jede noch so winzige Änderung des Anfangszustandes in einem System führt zu neuen System(-anfangs)zuständen
Die Kausalität solcher Phänomene ist weitgehend unerforscht. [Bearbeiten]
Bezug zur Quantentheorie
Durch die extremen Anforderungen an die Genauigkeit der Anfangsbedingungen lässt sich über die Heisenbergsche Unschärferelation ein Bezug zur Quantentheorie herstellen
Danach sind Ort und Geschwindigkeit eines Teilchens nicht gleichzeitig beliebig genau definiert
Diese Einschränkung ist gewöhnlich nur im Mikrokosmos relevant
Die Vorhersagbarkeit makroskopischer chaotischer Systeme stößt jedoch früher oder später ebenfalls an die Grenze dieser Unschärferelation
Damit sind chaotische Systeme hinsichtlich ihres deterministischen Charakters quantenmechanische Systeme
dass sie aufgrund der begrenzten Gültigkeit der klassischen Physik prinzipiell nicht deterministisch sind. [Bearbeiten]
Das bedeutet
Beschreibungsweisen chaotischer Phänomene
[Bearbeiten]
Qualitative Beschreibung durch seltsame Attraktoren im Phasenraum
Wesentlich für die exakte Beschreibung nichtlinearer Systeme ist das Modell des Phasenraums
der sozusagen die zeitliche Abfolge jeweils spezifischer Kombinationen von gemessenen Zustandsvariablen bzw
d. h. dass sich spezifische Systemzustände auf einer Zeitachse erfassen lassen
Parametern abbildet
Jeder dieser messbaren Zustände stellt einen Punkt bzw. eine Kombination von Zustandsvariablen im Phasenraum dar
Derartige Punkte sind so genannte Attraktoren
dies sind temporäre Gleichgewichtszustände im Phasenraum wie zum Beispiel Anfangs- oder Endzustände eines dynamischen Systems
also Bahnenkurven von sich nicht überschneidenden
Die Wirkungsrichtung von Attraktoren manifestiert sich in Trajektorien
temporären Gleichgewichtszuständen (=spezifische Kombinationen von Zustandsvariablen bzw
Attraktoren)
u.a. stabile Fixzustände und Grenzzyklen; am bekanntesten sind wohl die chaostypischen "seltsamen Attraktoren" wie der Lorenz-Attraktor. [Bearbeiten]
Unterschieden werden verschiedene Formen von Attraktoren
Quantitative Beschreibung
Kolmogorov-Entropie
metrische Entropie
Siehe einstweilen: Lyapunov-Exponenten
fraktale Dimension [Bearbeiten]
Interdisziplinarität
Doktoranden) bezeichnen könnte
Geometrie/Mathematik
Wirtschaftswissenschaften oder Meteorologie
die man als akademische Querdenker (Studenten
Die Chaosforschung verbindet eine Reihe von Forschern aus verschiedenen Disziplinen wie der Physik
Biologie
Historisch gesehen handelt es sich um Persönlichkeiten
die im akademischen Betrieb kaum bekannt waren wie z.B
Benoit Mandelbrot
Farmer
Methoden und Denkweisen aus der Chaosforschung aber auch auf weitere Bereiche
Lorenz u. a. Übertragen wurden Prinzipien
wie beispielsweise die Stadtforschung. [Bearbeiten]
Paradigmenwechsel?
Oft wird im Zusammenhang mit der Chaostheorie von einem Paradigmenwechsel in der Physik durch die Formulierung der Chaostheorie gesprochen
Dabei wird jedoch übersehen
dass in der Physik bereits seit der Entwicklung der Quantentheorie in den 1920er Jahren der Determinismus kein grundlegendes Prinzip der Beschreibung der Natur mehr darstellt
Der Umstand
dass man sich erst gegen Ende des 20
ist lediglich darin begründet
Jahrhunderts der Erforschung chaotischer Systeme zugewandt hat
dass es erst seit dieser Zeit die dazu erforderlichen Computer gibt
Die Chaostheorie basiert vollständig auf den Konzepten der klassischen Physik
Ihre wesentlichen Neuentdeckungen bestehen darin
in der Dynamik chaotischer Prozesse wiederum Ordnungsstrukturen entdeckt zu haben wie beispielsweise die so genannten seltsamen Attraktoren. [Bearbeiten]
Siehe auch
Bifurkation
Volterra-Gesetze
Systemtheorie
Logistische Gleichung
Komplexe Systeme
Chris Langtons Ameise (Turingmaschine)
Schmetterlingseffekt
Mitchell Feigenbaum [Bearbeiten]
Literatur
Günter Küppers [1] (http://www.uni-bielefeld.de/iwt/kueppers/): Chaos und Ordnung
F
Reclam
Ditzingen
1996
Broschiert
ISBN 3-15009434-8 John Briggs
384 Seiten
David Peat [2] (http://www.fdavidpeat.com/): Die Entdeckung des Chaos
ISBN 3-42333047-3 [Bearbeiten]
Dtv
Broschiert
330 Seiten
1999
Weblinks
Chaostheorie-Forum (http://www.chaostheorie.de) en:Chaos theory es:Sistemas dinámicos y teorÃa del caos fr:Théorie du chaos it:Teoria del caos ja:カオスç?†è«– th:ทฤษฎีเคà¸à¸à¸ª he:תורת הכאוס nl:Chaostheorie tr:Dinamik Sistemler ve Kaos Teorisi
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Chaostheorie
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