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Diskussion : Buddhismus im Westen
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Buddhismus im Westen
Stichpunkte
Allgemein
Mit Buddhismus im Westen wird der religiöse und philosophische Einfluss des Buddhismus auf die westliche Kultur bezeichnet
"Verbergen") 1 Geschichte 1.1 Antike 1.2 Mittelalter 1.3 Neuzeit 1.4 20
Ebenso wird darunter die Verbreitung des Buddhismus im Westen sowie der zunehmende Austausch zwischen der westlichen Kultur und dem Buddhismus verstanden. Bild nicht gefunden Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Buddhistischen Union (DBU) Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Jahrhundert 2 Ein westlicher Buddhismus? 3 Westliche Buddhisten 4 Kritik 5 Weblinks 6 Literatur [Bearbeiten]
Geschichte
[Bearbeiten]
Antike
Der Buddhismus ist in der westlichen Welt eine Neuerscheinung
die erst in den letzten Jahrzehnten hinreichend bekannt wurde
Ägypten
der erstmals religiöse Gesandtschaften nach Syrien
Griechenland und Makedonien aussandte (siehe auch Edikte des Ashoka)
Erste Kenntnisse des Buddhismus gelangten allerdings schon im Altertum in den Westen
und zwar auf Initiative des indischen Kaisers Ashoka (reg. etwa 268-232)
Auch über die Handelswege entlang der Seidenstraße und mit den Eroberungszügen Alexander des Großen (356-323 v.Chr.) gelangten Nachrichten über den Buddhismus in den Westen
bei Apollonius von Tyana und bei Origenes erkennbar
sodann in der Gnosis – in Basilides hat man gar einen Kryptobuddhisten erkannt – und im Neuplatonismus (Plotin und Porphyrius)
dass sie die griechische Philosophie beeinflusst haben könnte. Östliche Einflüsse sind vor allem bei Pythagoras und Empedokles
von der man annimmt
Im ägyptischen Alexandria soll sich längere Zeit eine buddhistische Schule gehalten haben
Gnosis und Neuplatonismus könnten ihrerseits (Rück-)Wirkungen auf die Ausbildung des Mahayana-Buddhismus gehabt haben. [Bearbeiten]
Mittelalter
Einen etwas kuriosen Eingang in die christliche Welt hielt Buddha vermittels der im Mittelalter weitverbreiteten Heiligenlegende von Baarlam und Joasaph (auch Josaphat) (ursprünglich 'Bodhisattva') aus dem frühen 6
Jahrhundert
die nichts anderes als eine christliche Umarbeitung der Buddha-Legende ist
was freilich erst Jahrhunderte später zutage gefördert wurde
Mit der Heiligsprechung der beiden legendären Gestalten im Jahr 1583 (Namenstag: 27
November) fand so auch Buddha als vermeintlich christlicher Heros Aufnahme in die Heiligengalerie der katholischen Kirche
Mit dem Aufkommen des Islam und dem Abbruch des geistigen Transfers zwischen Ost und West (ab dem 8
Jh.) gerieten bestehende Kenntnisse über den Buddhismus wieder in Vergessenheit
gelangten erstmals wieder Nachrichten über den Buddhismus in die westliche Welt
der viele Jahre am Hof des buddhistischen Mongolenkaisers Kublai Khan zubrachte
Erst durch die Berichte des Marco Polo (1251-1324)
Ketzerei und Heidentum abgetan und so kaum zur Kenntnis genommen. [Bearbeiten]
Sie wurden aber als Phantasterei
Neuzeit
es sollten aber wiederum Jahrhunderte verstreichen
Zwar lebt seit dem Mittelalter mit den Kalmücken ein ganzes buddhistisches Volk in Europa
ehe Arthur Schopenhauer (1788-1860) sich als erster westlicher Philosoph der Neuzeit eingehend mit dem östlichen Denken auseinander setzte
Er bezeichnete sich selbst als den »ersten europäischen Buddhisten«
doch waren seine Kenntnisse über diese Religion noch sehr rudimentär und unvollständig
Dennoch wird er als eigentlicher Wegbereiter des Buddhismus in der westlichen Welt gesehen
In der zweiten Hälfte des 19
Jahrhunderts setzte in rascher Folge eine rege Übersetzertätigkeit buddhistischer Quellentexte ein
welche zunehmend einen umfassenden und zuvor nicht gekannten Wissensstand vermittelten. Bild nicht gefunden "Hsi Lai" Tempel
nahe Los Angeles [Bearbeiten]
20. Jahrhundert
Zu Beginn des 20
oder gar dem buddhistischen Mönchsorden beitraten und aus der direkten Begegnung und Auseinandersetzung mit der Lehre den Buddhismus dem Abendland öffneten (Nyanatiloka
um in den Ursprungsländern des Buddhismus zu studieren
wie Karl Eugen Neumann
Nyanaponika
Jahrhunderts zogen erstmals auch Europäer (darunter auch zahlreiche Deutsche und Österreicher) in den Osten
wobei einige als Übersetzer ins Deutsche hervortraten
Lama Anagarika Govinda
Ayya Khema)
Umgekehrt begaben sich ab den 50er Jahren des 20
Jahrhunderts zunehmend auch asiatische Lehrer
wo sie ihrerseits zu einer großen Buddhismus-Rezeption im Westen beitrugen
darunter der vietnamesiche Mönch Thich Nhat Hanh in die westliche Welt
Heute sind fast alle Schattierungen des Buddhismus im Westen vertreten
oder der von Ole Nydahl geprägte "Diamantweg Buddhismus"
wie z.b. der von Sangharakshita gegründete Western Buddhist Order (in Deutschland: "Freunde des Westlichen Buddhistischen Ordens")
aber auch unterschiedliche europäische Neubildungen
Vajrayana und Zen
allen voran: Theravada
Weniger stark als in den USA sind auch in Europa die Lehren des "Reine Land Buddhismus" (Amidismus) und der verschiedenen Schulen des Nichiren-Buddhismus verbreitet
des 14
Bekannt wurde der Buddhismus in den letzten Jahrzehnten vor allem über das Schicksal der Tibeter und ihres bekanntesten Repräsentanten
Dalai Lama. [Bearbeiten]
Ein westlicher Buddhismus?
Bild nicht gefunden Veranstaltung in der Pagode Path Hue in Frankfurt am Main Das Problem der kulturellen Fremdheit und die Frage nach einem genuin abendländischen Buddhismus Gegenwärtig übt der Buddhismus unter allen nichtchristlichen Religionen die größte Faszinationskraft auf den westlichen Menschen aus
Der Umfang buddhistischer Literatur ist schier unübersehbar und beansprucht in den Regalen der Buchhandlungen zumeist die vorderen Ränge
Meditationszentren und Klöster
In allen größeren Städten Europas
die auch westlichen Menschen zugänglich sind
Nordamerikas und Australiens bestehen zahlreiche buddhistische Gruppierungen
inwieweit der Buddhismus fähig ist
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung stellt sich dennoch die Frage
sich als echte religiöse Alternative in der westlichen Welt zu artikulieren
Dabei muss gesehen werden
dass die zahlreichen im Westen vertretenen buddhistischen Denominationen sich ausschließlich auf ihre je eigene asiatische Herkunft und Tradition berufen und Ansätze zu einer Assimilation an westliche Voraussetzungen und Verstehenshorizonte kaum vorgezeichnet sind
Die Lehre sieht sich somit unweigerlich der kulturellen Fremdheit ausgesetzt
zu denen sich noch eine Vielzahl von in Asien lebendigen Mythen
Kritiker machen geltend
dass andere Denkmuster und Symbole
wo all diese indigenen Eigenheiten fehlen und in der Regel in ihrer tieferen Bedeutung auch nicht verstanden werden und im Ganzen auch nicht von Belang sind
nicht einfach kompatibel sind und sich also nicht ohne Weiteres in einen fremden kulturellen Kontext übertragen lassen
Legenden und volksreligiösen Beimischungen gesellen
Brauchtum
Die Kritik entzündet sich primär also an den in Asien gewachsenen volksreligiösen Vorstellungen (Kult
Mythen
die dem Wesen und der Tradition des westlichen Menschen nicht ohne Weiteres evident erscheinen und seinem Lebensweltverständnis auch fremd sind
Verständnis über die Rolle des Mönchs- und Laientums usw.)
Kritisch hinterfragt wird ferner die unbesehene Gleichsetzung des Buddhismus mit »Esoterik« und »Mystik« (zu der gerade ein kultisch und mythologisch ausgerichteter Buddhismus beiträgt) und die Orientierung an althergebrachten Sukzessionslinien (Beispiele: Vajrayana
die einer Neuorientierung und einer gelebten Eigenständigkeit im Westen entgegenstehen
Zen)
Projekte
werden innerhalb der buddhistischen Szene im Westen aber noch wenig erörtert und – wo solche Diskussionen denn geführt werden – auf breiter Ebene auch kaum wahrgenommen
sind nicht neu
die einen genuin westlichen Buddhismus entwerfen
Die Zielsetzung der Vertreter eines eigenständigen und also von asiatischen volksreligiösen Besonderheiten losgelösten westlichen Buddhismus beinhaltet im Wesentlichen: Reduktion auf den Kern der Lehre
die sich aus volksreligiösen Gebräuchen
wie er in den »Vier Edlen Wahrheiten« Buddhas zum Ausdruck kommt; Beachtung des mehr handlungsorientierten Bezugsrahmens des westlichen Menschen gegenüber weltabgekehrter Verinnerlichung und meditativer Versenkung; Forderung nach einer Höherbewertung der ethischen Prinzipien vor intellektueller Gelehrsamkeit und spirituellen Fähigkeiten; Abkehr von allen der abendländischen Tradition fremden Begleiterscheinungen
Selbstverständlichkeiten und historischen Spezifika einer anderen (asiatischen) Kulturwelt nähren
Ein weiteres Postulat besteht ferner im Bewusstwerden einer breiteren sozialen Mitverantwortung
damit auch in einer Stärkung des Gemeinschaftsbewusstseins und in der Förderung der Solidarität mit der uns umgebenden sozialen Mitwelt. [Bearbeiten]
Westliche Buddhisten
Bekannte westliche Buddhisten lassen sich in zwei Kategorien einteilen
Die einen sind Prominente wie Richard Gere
Tina Turner und Allen Ginsberg von deren "Buddhist sein" augrund ihrer Bekanntheit öffentlich die Rede ist
die sich so intensiv mit dem Buddismus beschäftigt haben
Zum anderen sind es Europäer und US-Amerikaner
das sie ihre Erfahrung und ihr Wissen weitergeben können
Zu ihnen gehören z.B
Pema Chödrön und Robert F
Jeffry Hopkins
Sylvia Wetzel und Udo Yesche Regel. [Bearbeiten]
speziell in Deutschland unter anderen Alfred Weil
Thurman
Kritik
gleichzeitig durch "innere Gelassenheit" als Anschein mentaler Gesundheit zu entkommen und so funktioniert er als "perfektes ideologisches Supplement"
Slavoj Žižek sieht den "westliche Buddhismus" als nur scheinbares Mittel der Dynamik des Kapitalismus teil zu haben
Auch einige asiatische Buddhisten äußern sich immer wieder kritisch gegenüber einem westlichen
der die asiatischen Wurzeln der Religion nicht nachvollziehen kann und andersartig ist. [Bearbeiten]
oder europäischen Buddhismus
Weblinks
navayana.ch (http://www.navayana.ch) buddhanetz.de (http://www.buddhanetz.de) Deutsche Buddhistische Union (http://www.dharma.de) Freunde des Westlichen Buddhistischen Ordens (http://www.fwbo.de/) Diamantweg Buddhismus (http://www.diamantweg.de/) Slavoj Zizek: "Die Brisanz des christlichen Erbes" (http://www.information-philosophie.de/philosophie/brisanzchristentum.html) [Bearbeiten]
Literatur
Dagmar Doko Waskönig: Mein Weg zum Buddhismus Deutsche Buddhisten erzählen ihre Geschichte
O.W.Barth
Frankfurt/M
2003
ISBN: 3502611114 Gottfried Rothermund: Der Buddhismus für die moderne Welt
Die Religionsphilosophie K.N
Jayatillekes
Stuttgart 1979 Volker Zotz: Auf den glückseligen Inseln
Theseus-Verlag
Buddhismus in der deutschen Kultur
Berlin 2000 J
Snelling: Buddhismus: Ein Handbuch für den westlichen Leser
Diederichs
München 1991 Klaus-Josef Notz: Der Buddhismus in Deutschland in seinen Selbstdarstellungen
Frankfurt/M
1984. Lama Anagarika Govinda: "Lebendiger Buddhismus im Abendland"
Barth-Verlag
Wien 1986 Siehe auch: Buddhismus
München
Bern
Religion
Portal Buddhismus
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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Buddhismus im Westen
aus der freien Enzyklopädie
wikipedia
und steht unter der
GNU Lizenz für freie Dokumentation
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Richard Dawkins
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