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Buddhismus
Stichpunkte
Allgemein
deren Gründung auf den Buddha Siddhattha Gotama zurückgeht
Der Buddhismus ist eine Religion
Der Buddhismus zählt zu den fünf Weltreligionen
"Verbergen") 1 Einleitung 2 Siddhattha Gotama 3 Grundlagen des Buddhismus 3.1 Die Vier Edlen Wahrheiten 3.2 Der Achtfache Pfad 3.3 Ursache und Wirkung - "Karma" 3.4 Der Kreislauf des Leidens - "Samsâra" 3.5 Wiedergeburt 3.6 Das bedingte Entstehen 3.7 Die Lehre - "Dharma" 3.8 Erleuchtung - "Bodhi" 3.9 Nirvana - "Verwehen" 4 Religion und/oder Philosophie 5 Verbreitung des Buddhismus 6 Buddhistische Schulen 6.1 Theravâda 6.2 Mahâyâna 6.3 Vajrayana 7 Siehe auch 8 Literatur 9 Weblinks [Bearbeiten]
zu dem sich weltweit etwa 300 bis 450 Millionen Menschen bekennen. Bild nicht gefunden Buddha Amitabha (Hong Kong) Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Einleitung
Bild nicht gefunden Buddhastatue am Niederrhein Die Heimat des Buddhismus liegt im asiatischen Subkontinent
wo Siddhattha Gotama (Pali; Sanskrit: Siddhârtha Gautama (563 v.Chr. bis 483 v.Chr) als Prinz im lokalen Königsgeschlechts der Shakya ca. in dem nordindischen Fürstentum Kapilavastu zur Welt kam
"Erwachen") und wurde in der Folge als "der Buddha" bezeichnet
Im Alter von 35 Jahren erlangte er nach der Lehre des Buddhismus Bodhi ("Erleuchtung"
der "Erleuchtete" oder "Erwachte"
sich durch ethisches Verhalten und die Entwicklung von Mitgefühl und Weisheit vom ewigen Kreislauf des Leidens und der Wiedergeburt zu befreien und in den erleuchteten Zustand des Nirvanas einzutreten
sondern auch als Philosophie oder Weisheitslehre verstanden. Ziel eines Buddhisten ist es
Im Westen wird der Buddhismus nicht nur als Religion
Im Buddhismus erlangt man die Befreiung vom Samsara aufgrund eigener Anstrengung
Sanskrit: Dharma) kann in ihrer Essenz wie folgt beschrieben werden: Der vom Leiden Dukkha befreiende Weg soll begangen werden
Die buddhistische Lehre (Pali: Dhamma
Leiden entsteht durch die Illusion des "ICH" und die Anhaftung an das "ICH"
weil Wandel und Lebensdurst dem "ICH" Schmerzen zufügen
Ein Leben gemäß den sittlichen Prinzipien (Silas) soll geführt werden
Gefühlen und Taten angestrebt. [Bearbeiten]
Aufhebung des Leidens wird durch Meditation und Selbstbeobachtung Achtsamkeit (Sati) gegenüber den eigenen Gedanken
Siddhattha Gotama
Bild nicht gefunden Bronzene Buddhafigur aus Indien - Prinz Siddhattha
Original im Eigentum von Henryart
Siddhattha Gotama (Pali) bzw
als Sohn des Herrscherhauses von Shakya geboren (daher der Beiname "Shakyamuni"
im heutigen Nepal
Siddhartha Gautama (Sanskrit) wurde
"aus dem Hause Shakya")
gemäß der Überlieferung
563 v.Chr. in Lumbini
um die wahre Natur menschlichen Glücks zu finden
Im Alter von 29 Jahren wurde ihm bewusst
verschiedene Religionslehren und Philosophien zu erkunden
dass Reichtum und Luxus kein Garant für Glück sind und er brach auf
unter einer Pappelfeige "Erleuchtung"
Sechs Jahre der Askese
des Studiums und danach der Meditation führten ihn schließlich auf den Weg der Mitte und er erlangte in Bodh-Gaya im heutigen Nordindien
Danach verbrachte Buddha den Rest seines Lebens bis zu seinem Tod im Alter von 80 Jahren mit der Unterweisung und Weitergabe der buddhistischen Lehre
des Dhamma (Pali) bzw
an die von ihm begründete "Vierfache Gemeinschaft" von Angehörigen des buddhistischen Ordens (Mönche (bhikkhu) und Nonnen (bhikkhuni)= Sangha) und von Anhängern
Dharma (Sanskrit)
die dem Alltagsleben verbunden sind: Upasaka (Männer) und Upasika (Frauen). [Bearbeiten]
Grundlagen des Buddhismus
Buddha war weder ein Gott noch der Überbringer einer göttlichen Wahrheit
Dhamma (Pali) bzw
dass er die Lehre
sondern er stellte klar
Dharma (Sanskrit)
nicht aufgrund göttlicher Offenbarung erhalten
sondern vielmehr durch eigene meditative Schau (Kontemplation) ein Verständnis der Natur des eigenen Geistes und der Natur aller Dinge erkannt hatte
Diese Erkenntnis ist jedem zugänglich
wenn er seiner Lehre und Methodik folge
Dabei ist die von ihm aufgezeigte Lehre nicht dogmatisch zu befolgen
Im Gegenteil warnte er vor blinder Autoritätsgläubigkeit und hob die Selbstverantwortung des Menschen hervor
die Welt mit Hilfe von Begriffen und Sprache zu erfassen und mahnte eine Skepsis gegenüber dem geschriebenen Wort oder feststehenden Lehren ein
die in anderen Religionen in dieser Radikalität kaum anzutreffen ist. Zu den grundlegenden buddhistischen Überzeugungen gehört u. a. die Reinkarnation und das Gesetz des Karma (Sanskrit) bzw
Er verwies auch auf die Vergeblichkeit von Bemühungen
Kamma (Pali)
etc. gemacht. [Bearbeiten]
was nach dem Tode geschieht
Buddha selbst hat keine metaphysischen Aussagen
wer die Welt erschuf
z.B. über das
Die Vier Edlen Wahrheiten
Kern der Lehre des Buddha sind die von ihm benannten "Vier Edlen Wahrheiten" (Sacca): Es gibt Leid
das Leben ist unvollkommen. Leiden hat einen Anfang
Hass und Verblendung. Es gibt ein Ende des Leidens. Der Weg aus dem Leiden ist der „Achtfache Pfad“. [Bearbeiten]
Die Ursachen des Leidenbeginns sind Gier
Der Achtfache Pfad
Gemäß der vierten der "Vier edlen Wahrheiten" führt der Weg zur Erkenntnis über den Achtfachen Pfad: [Bearbeiten]
Ursache und Wirkung - "Karma"
Kamma (Pali) bzw
insbesondere die Rückwirkungen auf den Akteur selbst
Karma (Sanskrit) bedeutet Tat
und das Anhaften an die Erscheinungen der Welt (Gier
Ich-Sucht)
Hass
Wirken und bezeichnet das sinnliche Begehren
die Taten die dadurch entstehen und die Wirkungen von Handlungen und Gedanken in moralischer Hinsicht
Es entspricht dem Prinzip von Ursache und Wirkung
wie es die westliche Welt als Grundlage der klassischen Physik und der Naturwissenschaft allgemein kennt
Während das westliche Denken dieses Prinzip jedoch nur im materiellen Bereich kennt
bezieht Karma sich auf alles Tun und Handeln sowie die nicht-materiellen Ebenen des Denkens und Fühlens
All das erzeugt entweder gutes oder schlechtes Karma oder kann karmisch gesehen neutral sein
das Samsara
Gutes wie schlechtes Karma erzeugt die Folge der Wiedergeburten
Höchstes Ziel des Buddhismus ist es
diesem Kreislauf zu entkommen
indem kein Karma mehr erzeugt wird - Handlungen hinterlassen dann keine Spuren mehr in der Welt
Im Buddhismus wird dies als Eingang ins Nirvana bezeichnet. Bild nicht gefunden �Rad des Lebens�
buddhistisches Gemälde aus Bhutan [Bearbeiten]
Der Kreislauf des Leidens - "Samsâra"
Tod und Wiedergeburt; Werden und Vergehen
Samsâra
bezeichnet den fortlaufenden Kreislauf aus Leben
"beständiges Wandern"
diesen Kreislauf zu verlassen
Das Ziel der buddhistischen Praxis ist
von den Höllenwesen (Asuras) bis zu den Göttern (Devas)
sowohl jene die wir als Menschen kennen wie auch alle andere
Samsâra umfasst alle Ebenen der Existenz
daran gebunden durch Karma: ihre Taten
Gedanken und Emotionen
durch Wünsche und Begierden
Alle Wesen sind im Kreislauf des Lebens gefangen
Erst das Erkennen und Überwinden dieser karmischen Kräfte ermöglicht ein Verlassen des Kreislaufs. [Bearbeiten]
Wiedergeburt
die in der indischen Philosophie bereits vor Erscheinen des Buddha bekannt waren
Wiedergeburt (Pali: Punabbhava) und Karma waren Begriffe
Er übernahm diese Konzepte
passte sie aber in einigen grundlegenden Aspekten seinen eigenen Erkenntnissen an
Die indische Philosophie kannte Atman (Sanskrit) bzw
vergleichbar mit der persönlichen Seele der westlichen Gedankenwelt
Atta (Pali)
das "Selbst"
die auch wiedergeboren werden könne
Buddha verneinte deren Existenz als individuelle und konstante Einheit
In Abgrenzung dazu sprach er von Anatman (Sanskrit) bzw
dem Nicht-Selbst
Anatta (Pali)
Die Vorstellung von Atman ist demnach Teil der Täuschung über die Beschaffenheit der Welt
den Skandhas (Sanskrit) bzw
jedoch erst aus den Fünf Aneignungsgruppen
Gemäß der Lehre Buddhas entsteht die Persönlichkeit
mit all ihren Erfahrungen und Wahrnehmungen in der Welt
Geistesregungen und Bewusstsein
Empfindungen
Khanda (Pali): Körper
Wahrnehmungen
sondern in beständigem Wandel begriffen
kann also auch nicht als solche wiedergeboren werden
Atman ist demnach keine konstante Einheit
sondern als eine Kontinuität der Geistesprozesse
Wiedergeburt wird im Buddhismus demnach nicht als "Seelenwanderung" (Transmigration) verstanden
die sich in einer neu in Erscheinung tretenden Existenz erneut manifestieren
Sie ist Folge der beim Ableben eines Individuums noch nicht erloschenen mentalen Kräfte
Die Ursache der Wiedergeburt liegt im Begehren nach Sinnesbefriedigung
wer du bist
dann schau
dem Karma. Wenn du wissen willst
im Trieb nach Sein und Verwirklichung
wer du warst
Wenn du wissen willst
8.-9
dann schau
was du tust. (Padmasambhava
wer du sein wirst
Jahrhundert) [Bearbeiten]
Das bedingte Entstehen
solange verursachende
nach Realisierung drängende Triebkräfte vorhanden sind
Wiedergeburten vollziehen sich
(Pali: Paticcasamuppâda
Sanskrit: Pratîtyasamutpâda) ist eines der zentralen Konzepte des Buddhismus
auch "Entstehen in Abhängigkeit"
Diese "bedingte Entstehung"
Es beschreibt die Seinsweise aller Phänomene in ihrer dynamischen Entwicklung und gegenseitigen Bedingtheit. [Bearbeiten]
Die Lehre - "Dharma"
Tibet) Dharma (Sanskrit) bzw
Bild nicht gefunden Symbolische Darstellung des "Rad des Dharma" (Jokhang-Tempel
Lhasa
im Mahâyâna und Vajrayâna schließt das auch die Lehren der Bodhisattvas und großer verwirklichter Meister mit ein)
Dhamma (Pali) bezeichnet im Buddhismus zweierlei: Die Lehre Buddhas (im Theravâda auf Buddha beschränkt
Basis des Dharma sind die Vier edlen Wahrheiten
bestehend aus dem Lehrer
Es bildet eines der 3 Juwelen
der so genannten "Zufluchtsobjekte"
der Lehre und der Gemeinschaft der Mönche - Buddha
Dharma und Sangha
Es ist auch Teil der 10 Betrachtungen (Anussati). Die Gesamtheit aller weltlichen Phänomene
an sich und der ihr zu Grunde liegenden Gesetzmäßigkeiten (siehe oben Die bedingte Entstehung). [Bearbeiten]
der Natur
Erleuchtung - "Bodhi"
Bodhi ist der Vorgang des "Erwachens"
der "Erleuchtung"
Voraussetzungen sind das vollständige Begreifen der "Vier edlen Wahrheiten"
die Überwindung aller an das Dasein bindenden Bedürfnisse und Täuschungen und somit das Vergehen aller karmischen Kräfte
Samsâra
Durch Bodhi wird der Kreislauf des Lebens
verlassen und Nirvana erlangt
erreicht
ohne die Hilfe von Lehrern
Die buddhistische Tradition nennt drei Arten von Bodhi: Pacceka-Bodhi wird durch eigene Bemühungen
Ein derart Erleuchteter wird als Pratyeka-Buddha bezeichnet
in denen das Dharma
verloren gegangen ist
Gemäß dem Tripitaka erscheinen solche Buddhas nur in Zeiten
die Lehre
In einer solchen Zeit können auch mehrere Pratyeka-Buddhas zugleich erscheinen
Ihre Fähigkeit anderen zu helfen Bodhi zu erreichen gilt als geringer als jene der Arhats
Sâvaka-Bodhi bezeichnet die "Erleuchtung" jener
die mit Hilfe von Lehrern Bodhi erlangen
Ein so Erwachter wird als Arhat bezeichnet
anderen Menschen helfen können selbst Bodhi zu erreichen
die
nicht zuletzt wegen ihrer eigenen Erfahrungen
Arhats gelten als gute Lehrer
Sammâ-Sambodhi wird von einem Sammâ-Sambuddha ("Vollkommen Erwachter") erlangt
Ein solcher "Vollkommen Erwachter" gilt als die perfekte
dass auch sie aus dem Kreislauf des Samsâra befreit werden
der Dharma durch eigenes Bemühen vollkommen erfasst hat und in der Lage ist es andere so zu vermitteln
mitfühlendste und allwissende Form eines Buddha
Der historische Buddha Shakyamuni (aus dem Geschlecht von Shakya) war ein solcher Sammâ-Sambuddha. siehe auch: Bodhipakkhiyadhamma - Die 37 erforderlichen Dinge zur Erleuchtung [Bearbeiten]
Nirvana - "Verwehen"
Nirvana (Sanskrit) bzw
dem Kreislaufs aus Leben
Nibbana (Pali) bezeichnet das Verlassen von Samsâra
Tod und Wiedergeburt
Nirvana kann letztlich mit Worten nicht beschrieben werden
es kann nur erlebt und erfahren werden als Folge intensiver meditativer Übung und Erkenntnis
Es ist auch kein Ort
nicht vergleichbar mit Paradies-Vorstellungen anderer Religionen
Es ist kein Himmel und keine greifbare Seligkeit in einem Jenseits
Nirvana ist ein Abschluss
kein Neubeginn in einer anderen Sphäre
in dem alle Vorstellungen und Wunschgebilde - alle karmischen Kräfte - überwunden und gestillt sind
Somit ist es ein Zustand der Zustandslosigkeit
Auch ist Nirvana nicht gleichbedeutend mit Tod
Buddha selbst lebte und unterrichtete noch 45 Jahre nachdem er Nirvana erreicht hatte
Das endgültige Aufgehen oder "Verwehen" im Nirvana nach dem Tod wird als Parinirvana bezeichnet. [Bearbeiten]
Religion und/oder Philosophie
gibt es Buddhisten
die den Glauben an eine Religion nicht ausschliesst
sondern den Buddhismus als Weisheitslehre oder Philosophie betrachten
Während der Buddhismus zu den Weltreligionen gezählt wird
die sich nicht als Anhänger einer Religion ansehen
Säkularisation und Atheismus eine Gegenposition zur christlich-monotheistischen bildeten. Oft wird angeführt
zu widersprechen scheint
die die Götter der asiatischen Mythologie mit Glauben an Geister und Formen des Animismus verbindet
als Aufklärung
da der Kontakt des Westens mit dem Buddhismus zu einer Zeit geschah
dass der Buddhismus keine Götter kenne
was der in Asien gelebten Volksreligion
Dabei spielt die neuere Entdeckung des Buddhismus im Westen eine große Rolle
mit anderen Religionen nicht konkurriert
Dies zeigt aber eher
dass der Buddhismus
der Verhaltens- und Lebensregeln aufstellt
eine andere Religion zu praktizieren und sich trotzdem als Buddhist zu bezeichnen
Wer die buddhistischen Regeln einhält
ist nicht gehindert
Viele Buddhisten in Asien sind gleichzeitig Mitglieder anderer
auch christlicher Religionsgemeinschaften
missioniert er auch nicht
Da der Buddhismus menschliche Verhaltensregeln und nicht den Glauben an einen bestimmten Gott nahe legt
sondern überlässt es dem einzelnen Menschen seinen Weg zur Wahrheit zu finden. Neben der Gottesfrage besitzt der Buddhismus sehr viele Eigenschaften einer Religion
Mystik und Dogmatismus - und eine jahrhundertealte Tradition in Asien
Liturgie
Gemeinschaft
Askese und Mönchtum
Ritual
die der Kirchengeschichte der christlichen Konfessionen in vielem ähnelt
Ethik und Glauben
vor allem in ihrer Postition zwischen Macht
oder nicht
ob die asiatische Weisheitslehre nun letztendlich mit dem europäischem Wort "Religion" übersetzt wird
da sie gewisse kulturelle Eigenheiten besitzt. [Bearbeiten]
Allerdings bleibt es eine Glaubensfrage
Verbreitung des Buddhismus
Bild nicht gefunden Verbreitung der Weltreligionen Bild nicht gefunden Borobudur auf Java Bild nicht gefunden Potala-Palast in Tibet Bild nicht gefunden Seltener buddhistischer Hausaltar aus Nepal siehe auch: Buddhismus (Zeittafel) Drei Monate nach dem Tod des Buddha traten seine Schüler in Rajagarha (heute Rajgir) zum ersten Konzil zusammen um den Dhamma (die Lehre) und die Vinaya (die Mönchsregeln) zu besprechen und gemäß den Unterweisungen des Buddha festzuhalten
Die weitere Überlieferung erfolgte mündlich
Etwa 100 Jahre später fand in Vesali das zweite Konzil statt
Diskutiert wurden nun vor allem die Regeln der Mönchsgemeinschaft da es bis dahin bereits zur Bildung verschiedener Gruppierungen mit unterschiedlichen Auslegungen der ursprünglichen Regeln gekommen war
Während des zweiten Konzils und den folgenden Zusammenkünften kam es zur Bildung von bis zu 18 verschiedenen Schulen (Nikaya-Schulen) die sich auf unterschiedliche Weise auf die ursprünglichen Lehren des Buddha beriefen
Daneben entstand auch die Mahâsânghika
die für Anpassungen der Regeln an die veränderten Umstände eintrat und als früher Vorläufer des Mahâyâna betrachtet werden kann
Im 3
Jahrhundert v
das 3
Chr. trat in Pataliputra (heute Patna)
unter der Schirmherrschaft des Königs Ashoka und dem Vorsitz des Mönchs Moggaliputta Tissa
Konzil zusammen
Ziel der Versammlung war es
sich wieder auf eine einheitliche buddhistische Lehre zu einigen
Insbesondere Häretiker sollten aus der Gemeinschaft ausgeschlossen und falsche Lehren widerlegt werden
Im Verlauf des Konzils wurde zu diesem Zweck das Buch Kathavatthu verfasst
das die philosophischen und scholastischen Abhandlungen zusammenfasste
Dieser Text wurde zum Kernstück des Abhidhammapitaka
einer philosophischen Textsammlung
die älteste große Zusammenfassung buddhistischen Schriftgutes
den niedergeschriebenen Lehrreden des Buddha
deutsch: "Dreikorb"
bildet es das in Pali verfasste Tipitaka (Sanskrit: Tripitaka
Zusammen mit dem Suttapitaka
und dem Vinayapitaka
der Sammlung der Ordensregeln
auch "Pali-Kanon")
Nur diese Schriften wurden vom Konzil als authentische Grundlagen der buddhistischen Lehre anerkannt
was die Spaltung der Mönchsgemeinschaft besiegelte
deren Herkunft von Buddha nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte
die Lehre der Älteren
Während der Theravâda
legte die Mahâsânghika keinen festgelegten Kanon von Schriften fest und nahm auch Schriften auf
sich auf die unveränderte Übernahme der ursprünglichen Lehren und Regeln einigte
In den folgenden Jahrhunderten verbreitete sich die Lehre in Süd- und Ostasien
Während der Regierungszeit des Königs Ashoka (3
Jahrhundert v
Chr.) verbreitete sich der Buddhismus über ganz Indien und weit darüber hinaus
Auch Teile von Afghanistan gehörten zu seinem Reich
beeinflusst von griechischen Bildhauern
eine Mischung von indischen und hellenistischen Einflüssen
die mit Alexander dem Grossen ins Land gekommen waren
Im Grenzgebiet zu Pakistan enstand dort
in Gandhara die graeco-buddhistische Kultur
In deren Tradition entstanden unter anderem die Buddha-Statuen von Bamiyan
Ashoka schickte Gesandte in viele Reiche jener Zeit
So verbreitete sich die Lehre allmählich über die Grenzen jener Region
in der Buddha gelebt und gelehrt hatte
hinaus
also Kambodscha (Funan
Im Westen reisten Ashokas Gesandte bis in den Nahen Osten
Thailand
Myanmar (Pegu) und Laos
zu den griechischen Inseln und nach Makedonien. Über Sri Lanka gelangte Buddhas Lehre zum malayische Archipel (Indonesien
Ägypten
Angkor)
Borobudur) und nach Südostasien
Im Norden und Nordosten wurde der Buddhismus im Hochland des Himalaya (Tibet)
sowie in China und Japan bekannt
Während der Buddhismus so weitere Verbreitung fand wurde er in Indien ab dem 5
Jahrhundert allmählich zurückgedrängt
Zum einen wandten sich viele Menschen dem Hinduismus zu
und zum andren wurden die Dharma-Anhänger auch durch den vordringenden Islam verdrängt
dass hier einstmals buddhistische Kulturen geblüht hatten
Indonesien) sind heute - mit Ausnahme Balis - nur noch Ruinen zu sehen
Auch auf dem malayischen Archipel (Malaysia
die zeigen
die ausdrücklich in Zweifel gezogen werden darf hat der Buddhismus sich natürlicherweise mit anderen Religionen vermischt
es wird in Sri Lanka und in Thailand
Burma und Laos befolgt
Kambodscha
Eine vielfältige Weiterentwicklung der Lehre war durch die Worte Buddhas vorbestimmt: Als Lehre
die auch Vorstellungen von Gottheiten kennen oder die die Gebote der Enthaltsamkeit weniger streng oder gar nicht handhabten. Das "kleine Fahrzeug" (Hinayana) hält sich an die Lehre Buddhas wie sie auf dem Konzil von Patna festgelegt wurde
in denen der Buddhismus einzog
Das "grosse Fahrzeug" (Mahayana) durchmischte sich mehr mit den ursprünglichen Religionen und Philosophien der Kulturen
So kamen z.B. in China Elemente des Daoismus hinzu
wodurch schließlich die Ausprägung des Chan-Buddhismus und später in Japan Zen entstand
Heute leben weltweit circa 450 Millionen Buddhisten
Diese Zahl ist jedoch nicht verbindlich
da es starke Schwankungen zwischen einzelnen Statistiken gibt
Kambodscha
Laos
Thailand
Südkorea
Bhutan
Sri Lanka
Die Länder mit der stärksten Verbreitung des Buddhismus sind China
Myanmar
Japan
Tibet und Vietnam
In Indien beträgt sein Anteil an der Bevölkerung heute weniger als ein Prozent
Neuerdings erwacht jedoch wieder ein intellektuelles Interesse an der buddhistischen Lehre in der gebildeten Schicht
der Unterdrückung durch das Kastensystem zu entkommen
den "Vater der indischen Verfassung" seit 1956 eine Bewegung
sieht
die in der Konversion zum Buddhismus einen Weg
Auch unter den Dalit ("Unberührbaren") gibt es initiiert durch Bhimrao Ramji Ambedkar
Seit dem 19. und insbesondere seit dem 20
Jahrhundert wächst auch in den industrialisierten Staaten USA
Australien die Tendenz
Europa
sich dem Buddhismus zuzuwenden
Im Unterschied zu den asiatischen Ländern
dass die zahlreichen und oft sehr unterschiedlichen Ausprägungen aller drei Fahrzeuge nebeneinander in Erscheinung treten
gibt es im Westen die Situation
der einen längerfristigen Prozess zur Inkulturation und somit Herausbildung eines "Europäischen Buddhismus" begünstigen soll
diese Gruppen miteinander zu vernetzen und sie in einen Diskurs mit einzubeziehen
wie die 1975 gegründete EBU (Europäische Buddhistische Union) haben sich zum Ziel gesetzt
Organisationen
humanitäres
kulturelles und soziales Engagement ohne Hindernisse ausüben können
Ein weiteres Ziel ist die Integration in die europäische Gesellschaft
damit die buddhistischen Vereinigungen ihr spirituelles
In vielen Ländern Europas ist es gegen Ende des 20
Jahrhunderts zu einer öffentlichen und staatlichen Anerkennung des Buddhismus gekommen
Während der Buddhismus in Österreich schon 1983 die volle staatliche Anerkennung erhalten hat
steht sie für Deutschland und die Schweiz noch aus. [Bearbeiten]
Buddhistische Schulen
Mahâyâna ("Großes Fahrzeug") und Vajrayâna (im Westen meist als Tibetischer Buddhismus oder Lamaismus bekannt)
aus dessen Tradition heute nur noch die Form des Theravâda ("Lehre der Älteren") existiert
Bild nicht gefunden Dagoba (Sri Lanka) Bild nicht gefunden Buddha (Südkorea) Bild nicht gefunden Buddha Shakyamuni (Tibet) Bild nicht gefunden Buddha Vairocana (Japan) siehe auch: Buddhismus - Schulen und Systeme Es existieren drei Hauptrichtungen des Buddhismus: Hinayana ("Kleines Fahrzeug")
In allen drei 'Fahrzeugen' sind die monastischen Orden Hauptträger der Lehre und für ihre Weiterreichung an die nächsten Generationen verantwortlich. [Bearbeiten]
Theravâda
Theravâda bedeutet wörtlich Lehre der Älteren
Der Theravâda-Buddhismus ist die einzige überlebende Schule der verschiedenen Richtungen des ursprünglichen Buddhismus (Hînayâna)
Die Theravâda-Tradition bezieht sich in Ihrer Praxis und Lehre ausschließlich auf die ursprünglichen Aussagen des Buddha
auch "Tripitaka" (Sanskrit) oder Pali-Kanon
Grundlage dafür sind die ältesten erhaltenen Schriften der buddhistischen Überlieferung
die im "Tipitaka" (Pali)
zusammengefasst sind
Dieser "Dreikorb" ("Pitaka": Korb) besteht aus folgenden Teilen: Die Regeln für die Gemeinschaft (Sangha) der buddhistischen Mönche und Nonnen - "Vinaya"
siehe auch: Abhidhammapitaka Die Betonung liegt im Theravâda auf dem Befreiungsweg des einzelnen aus eigener Kraft nach dem Arhat-Ideal
siehe auch: Vinayapitaka Die Lehrreden des Buddha - "Sutta"
siehe auch: Suttapitaka Eine philosophische Systematisierung der Lehren Buddhas - "Abhidhamma"
Theravâda ist vor allem in den Ländern Süd- und Südostasiens verbreitet: Sri Lanka
und Kambodscha. [Bearbeiten]
Laos
Thailand
ÂMyanmar
Mahâyâna
Der Mahâyâna-Buddhismus ("großes Fahrzeug") geht auf die Mahâsânghika ("große Gemeinde") zurück
eine Tradition
die sich in der Folge des zweiten buddhistischen Konzils (etwa 100 Jahre nach dem Tod Buddhas) entwickelt hatte
die zusammen den "Sanskrit-Kanon" bilden
Der Mahâyâna verwendet
auch eine Reihe ursprünglich in Sanskrit abgefasster Schriften ("Sutren")
neben dem Tripitaka
Zu den bedeutendsten Texten gehören die Diamant-Sutra
die Herz-Sutra und die Lotos-Sutra
Ein Teil dieser Schriften ist heute nur noch in chinesischen oder tibetischen Übersetzungen erhalten
wo das Erreichen der "Erleuchtung" durch eigenes Bemühen im Vordergrund steht
Im Unterschied zur Theravâda-Tradition
nimmt im Mahâyâna das Bodhisattva-Ideal eine zentrale Rolle ein
um statt dessen allen anderen Menschen
letztlich allen Wesen
ebenfalls dieses Ziel zu erreichen. Bedeutende Schulen des Mahâyâna sind beispielsweise der Zen-Buddhismus und der Amitabha-Buddhismus. [Bearbeiten]
Bodhisattvas sind Wesen
zu helfen
jedoch auf das Eingehen in das Parinirvana verzichteten
die als Menschen bereits Bodhi erfahren hatten
Vajrayana
im Westen meist als Tibetischer Buddhismus oder Lamaismus bekannt
Vajrayana
ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene Schulen
Er beruht auf den Philosophischen Grundlagen des Mahâyâna
ergänzt diese aber um tantrische Techniken
die den Pfad zur Erleuchtung deutlich beschleunigen sollen
das Rezitieren von Mantras und weitere tantrische Übungen
Einweihungen und Guru Yoga (Einswerden mit dem Geist des Lehrers) gehören
Zu diesen Techniken gehören neben der Meditation unter anderem Visualisierung (geistige Projektion)
zu denen Rituale
Der tibetische Buddhismus legt besonderen Wert auf direkte Übertragung von Unterweisungen von Lehrer zu Schüler
selbst Oberhaupt der Gelug-Schule und politisches Oberhaupt der Exiltibeter
Eine wichtige Autorität des tibetischen Buddhismus ist der Dalai Lama
Die vier Hauptschulen des Tibetischen Buddhismus sind: Nyingma ("Rotmützen-Schule"): Die älteste tibetische Schule
zurückgehend auf Padmasambhava (8
Jahrhundert)
Kagyü: Gegründet von Marpa und dessen Schüler Milarepa (11
Jahrhundert)
von Khön Könchog Gyalpo gegründeten
Sakyapa ("Graue Erde"): Nach dem
Kloster benannt (11
Jahrhundert)
Gelugpa ("Schule der Tugendhaften"): Gegründet von Tsongkhapa (14
Sikkim
der Mongolei
Ladakh
Bhutan
Jahrhundert). Tibetischer Buddhismus ist heute in Tibet
Nepal
Burjatien und Kalmückien verbreitet
Indien
Nach der Einführung des Vajrayâna in Tibet hat sich im 9
Jahrhundert diese Art des Buddhismus in China als Mi-tsung oder auch Chen-yen (esoterischer Buddhismus) genannt
etabliert. Er wurde noch im gleichen Jahrhundert nach Japan übertragen
Dort wird Vajrayâna in der Shingon-Schule gelehrt. [Bearbeiten]
Siehe auch
Klesha Eine Übersicht der Artikel zu Buddhismus in Wikipedia bietet das Portal Buddhismus. [Bearbeiten]
Literatur
Bild nicht gefunden Chinese Master of ZEN
aka "Hotei" oder "The Laughing Buddha" Rev.Prof.Dr.W.Rahula ( 1963 ) Was der Buddha lehrt ISBN 3282000383 Heinz Bechert: Der Buddhismus I: Der indische Buddhismus und seine Verzweigungen
Poe-Tai Hoshang
Stuttgart 2000
ISBN 3170153331 Heinz Bechert & R
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Gombrich: Der Buddhismus: Geschichte und Gegenwart
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Geschichte
München 2002
ISBN 3406421385 Michael von Brück: Buddhismus: Grundlagen
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ISBN 3579007238 Edward Conze: Der Buddhismus: Wesen und Entwicklung1
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ISBN 3170135058 Francesco Ficicchia: Buddhismus: Handlexikon der Namen und Begriffe in Tradition und GlaubenspraxisI
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ISBN 3934601898 David Fontana: Discover Zen - A Practical Guide to Personal Serenity2
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lostermaier: Buddhism - A Short Introduction1
ISBN 1851681868 Klaus Mylius (Hg.): Die Vier Edlen WahrheitenT
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exte des ursprünglichen BuddhismusB
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echtermünz Verlag Augsburg
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ISBN 3980562999 Verena Reichle: Die Grundgedanken des Buddhismus1
erlag Reith & Pfister
Bötzingen 2004
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uflageF
Frankfurt 2003
ischer
ISBN 3596121469 Hans WS
chumann: Handbuch Buddhismus: Die zentralen Lehren - Ursprung und GegenwartD
ISBN 3720521532 Gerhard Szczesny: Die eine Botschaft und die vielen Irrwege2
München 2000
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004
ISBN 3826027078 (kritische Auseinandersetzung mit dem Buddhismus) PW
illiams & AT
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outledge
ISBN 0415207010 [Bearbeiten]
Weblinks
Bild nicht gefunden Wat Phra Yai auf Koh Samui Organisationen Deutsche Buddhistische Union (http://www.buddhismus-deutschland.de) Österreichische Buddhistische Religionsgesellschaft (http://www.buddhismus-austria.at) Schweizerische Buddhistische Union (http://www.sbu.net) Informationen buddhismus.de (http://www.buddhismus.de) Dhamma Dana-Projekt (http://www.dhamma-dana.de) Pali Kanon (http://www.palikanon.com) Engagierter Buddhismus (http://www.buddhanetz.org) Buddhismus kurz und verständlich erklärt (http://www.eurasien.net/kurz/) Buddhistische Retreats (http://www.retreat-infos.de) Entwurf eines westlichen und ethisch orientierten Buddhismus (http://www.navayana.ch) Englischsprachig BuddhaNet (http://www.buddhanet.net) Dhammic Socialism (http://www.suanmokkh.org/ds/dhamsoc.htm) - a Buddhist response to social suffering Asian Classics Institute (http://www.world-view.org/aci/index.html) Vorlage:Commons2 af:Boeddhisme als:Buddhismus ar:بوذية bg:Будизъм ca:Budisme da:Buddhisme en:Buddhism eo:Budhismo es:Budismo et:Budism fa:بوداگرایی fr:Bouddhisme he:בודהיז×? hr:Budizam ia:Buddhismo io:Buddhismo it:Buddhismo ja:ä»?æ•™ ko:불êµ? minnan:HuÌ?t-kà u ms:Agama Buddha nl:Boeddhisme no:Buddhisme pl:Buddyzm pt:Budismo ro:Budism ru:Буддизм simple:Buddhism sl:Budizem sr:Будизам sv:Buddhism th:พระพุทธศาสนา tpi:Budisim tr:Budizm uk:Буддизм vi:Ä?ạo Pháºt zh:佛教
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Byzantinisches Reich
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