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Diskussion : Bretonische Sprache
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Bretonische Sprache
Stichpunkte
Allgemein
Das Bretonische (Brezhoneg) ist eine keltische Sprache
Kumbrisch und das Kornische zu den p-keltischen Sprachen (auch britannische Sprachen oder brythonische Sprachen)
Sie gehört wie das Walisische
die auf dem europäischen Festland verbreitet ist
Sie wird in der Bretagne (Frankreich) gesprochen und ist damit die einzige moderne keltische Sprache
"Verbergen") 1 Geschichte 2 Politische Situation der Sprache 3 Tatsächliche Situation der Sprache 4 Dialekte 5 Aussprache 6 Sonstiges 7 Siehe auch 8 Weblinks [Bearbeiten]
Hauptverbreitungsgebiet sind die Départements Finistère (Penn ar Bed) und der jeweils westliche Teil der Départements Côtes-d'Armor (Aodoù-an-Arvor) und Morbihan (Mor-bihan). Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Geschichte
sondern um die Sprache britischer Flüchtlinge und Einwanderer aus Großbritannien
Beim Bretonischen handelt es sich nicht etwa um die Sprache der ursprünglich in der Gegend ansässigen keltischen Gallier
Das Bretonische ist eng mit den britannischen Schwestersprachen Kornisch (Cornwall) und Walisisch (Wales) verwandt
Vor allem mit dem Kornischen
teilt es viele Gemeinsamkeiten
mit dem es zur Gruppe der südwestbritannischen Sprachen zusammengefaßt wird
Wichtigstes Kennzeichen des Südwestbritannischen gegenüber dem Westbritannischen (=Walisischen) ist der Lautwandel von brit. langem /a:/ zu /ö/. brit. ma:ros (groß) > breton. meur /mö:r/
korn. muer /mö:r/; walisisch mawr /maur/ Gegenseitiges Verständnis ist jedoch nicht ohne weiteres möglich
In den östlichen Départements des Verbreitungsgebietes wurde das Bretonische in den vergangenen Jahrhunderten immer weiter zurück gedrängt
z.T. zugunsten des Gallo (einem britto-romanischen Dialekt des Französischen)
Die Sprachentwicklung des Bretonischen erfolgte in drei Perioden: Altbretonisch
vor dem Jahr 1000
bis ins 17
Mittelbretonisch
Jahrhundert Neubretonisch. Das Altbretonische ist nicht besonders gut belegt
da die meisten schriftlichen Quellen normannischen Überfällen auf die bretonischen Klöster (v. a. im 9
Jahrhundert) zum Opfer gefallen sein dürften
Kennzeichnend für die Phonologie des Altbretonischen ist u.a. die Position des Akzents
der anders als im Mittel- und Moderbretonischen (mit Ausnahme des Dialekts von Bro-Wened / Vannes) auf der letzten Silbe liegt
Aus der mittelbretonischen Epoche sind eine Reihe von Texten überliefert
Mysterienspiele und religiöse Erbauungsliteratur
vor allem Gedichte
die sich im Walisischen (als cynghanedd) bis heute erhalten hat
In der mittelbretonischen Lyrik lassen sich noch Spuren einer sehr komplizierten britischen Dichtkunst feststellen
und die sich durch eine Verflechtung von Binnen-
End- und Stabreimen und durch Wiederholungen der Konsonantenstruktur auszeichnet
Das Neubretonische ist durch einen starken Zerfall in Dialekte gekennzeichnet
Es dauerte bis ins 20
bis sich wieder eine Standardvarietät herausbilden konnte. [Bearbeiten]
Jahrhundert
Politische Situation der Sprache
Die Zahl der Sprecher des Bretonischen hat sich seit den 1950er Jahren drastisch verringert
sind wir auf Schätzungen angewiesen
Da die französische Republik keine Sprecherzahlen der auf ihrem Territorium gesprochenen Sprachen erhebt
wovon einige zehntausend sich nicht fließend auf Französisch verständigen konnten
dass 1950 etwa 1.200.000 Menschen des Bretonischen mächtig waren
Allgemein wird davon ausgegangen
um ihnen Diskriminierung in Schule und Berufsleben zu ersparen
Mit dem Aussterben dieser monoglotten Bevölkerungsgruppe setzte ein schneller Übergang zum Französischen ein
da die meisten bretonischsprachigen Familien begannen
ihre Kinder einsprachig auf Französisch aufzuziehen
von denen ca
Heute wird die Zahl der brezhonegerien (Bretonischsprecher) auf unter 250.000 geschätzt
2/3 älter als 60 Jahre sind
Die Sprache genießt keine offizielle Anerkennung von seiten des französischen Staates
wurde gar durch letzteren im 19. und 20
Jahrhundert rigoros unterdrückt
Die Phase der aktiven Unterdrückung dauerte bis in die 1960er Jahre
wenn in bretonischer Sprache addressiert
Auch heute wird ein Brief
beim Postamt nicht akzeptiert
Die Sprache wird von einer starken bretonischen nationalen Bewegung gefördert
Es gibt eine Reihe von brittophonen (bretonisch-sprachigen) Diwan-Schulen
Auch im Bereich der katholischen Privatschulen (Verein Dihun) und an einigen staatlichen Schulen (Verein Div Yezh) gibt es mittlerweile Klassen mit teilweise bretonischer Unterrichtssprache
Insgesamt stehen aber ca
7000 Schülern von Diwan
Dihun und Div Yezh zusammen 360.000 Schüler in rein französischssprachigen Klassen gegenüber
Im Dezember 2004 verkündete die bretonische Regionalregierung
was im nachrevolutionären Frankreich eine Sensation darstellt
den Fortbestand des Bretonischen fördern zu wollen
Vor allem soll die Zahl der Plätze in bretonischen Immersionsklassen (nach dem Vorbild von Diwan) in den nächsten Jahren auf 10.000 angehoben werden. [Bearbeiten]
Tatsächliche Situation der Sprache
Das Bretonische wird heute (2005) nur mehr von weniger als 250.000 Menschen gesprochen
sind über 60 Jahre alt
die noch über eine muttersprachliche Kompetenz verfügen
Der überwiegende Teil derjenigen
von denen ein großer Teil die Sprache im täglichen Leben nicht mehr verwendete. Nur in wenigen Familien wachsen derzeit Kinder mit bretonischer Muttersprache auf
Einer Studie von Fañch Broudig (1999: Qui parle breton aujour'hui? Qui le parlera demain?) zufolge gab es noch 240.000 Sprecher
läßt sich das Aussterben des bretonischen als Umgangssprache einer Region ziemlich sicher nicht mehr aufhalten
Auch wenn diese - da regional weit verstreut - ein Netzwerk von Sprechern bilden sollten
Obwohl die extrem repressiven Gesetze zur Vernichtung des Bretonischen seit etwa zwei Jahrzehnten abgeschafft sind
sie endgültig zu vernichten
ist die Sprache bereits derartig geschädigt
dass es keiner weiteren Maßnahmen mehr bedarf
die denen eines Muttersprachlers gleichkommen
doch verfügt kaum einer von ihnen über Kenntnisse
die bewusst zum Erhalt des Bretonischen die Sprache erlernt haben
Zwar gibt es mehrere zehntausend Sprecher
Radios
Zeitschriften) werden zum allergrößten Teil von Nichtmuttersprachlern mit recht unterschiedlicher Kompetenz geführt und moderiert. [Bearbeiten]
Die bretonischen Medien (Fernsehsendungen auf FR3 Ouest und TV Breizh
Dialekte
Trégorrois
Die Bretonische Sprache unterteilt sich in vier Dialekte: Léonais
Vannetais und Cornouaillais. Cornouaillais (bret
Kerneveg) wird rund um die Stadt Kemper (Quimper) gesprochen und ist der größte bretonische Dialekt
mit einem Anteil von 41% an der Gesamtzahl der Sprecher
Léonais (bret
5% der zweitstärkste bretonische Dialekt
Leoneg) wird im Bro Leon (Pays de Léon)
das den nördlichen Teil des Departements Penn ar Bed (Finistère) umfasst
gesprochen und ist mit 24
Trégorrois (bret
Tregerieg) wird rund um die Stadt Landreger (Tréguier) von 18% der Bretonisch-Sprecher verwendet
Vannetais (bret
Gwenedeg) wird rund um die Stadt Gwened (Vannes) gesprochen und ist der am wenigsten verbreitete bretonische Dialekt
der nur von 16% aller Bretonen gesprochen wird. Cornouaillais
Léonais und Trégorrois (die sog
KLT-Dialekte; kurz für "Kerneveg-Leoneg-Tregerieg") stehen einander vergleichsweise nahe
Von diesen unterscheidet sich das Vannetais erheblich
Insbesondere dieser dialektale Unterschied hat die Entwicklung (und Akzeptanz) einer einheitlichen Schriftsprache sehr erschwert
Es bestehen mehrere Rechtschreibsysteme nebeneinander
das am weitesten verbreitete ist das der Orthographie Unifiée (bret
auch Zedacheg genannt aufgrund der typischen Verwendung der Buchstabenkombination ZH (franz
Peurunvan)
Zed Ache)
die in den KLT-Dialekten als [z] (stimmhaftes s)
im Vannetais aber als [h] ausgesprochen wird
Ein weiterer bedeutender Unterschied liegt in der Wortbetonung
Vannetais [breho-NEK])
im Vannetais aber auf der letzten Silbe liegt (brezhoneg = KLT [bre-ZO-nek]
die in den KLT-Dialekten auf der vorletzten
Die traditionellen Dialekte verlieren durch den Rückgang ihrer Sprecherzahlen rapide an Bedeutung
während sich in Radio und Fernsehen ein neuer Standard herauskristallisiert
verwendet aber weniger Vokabel französischen Ursprungs als die Dialekte
Da dieser vor allem von Nicht-Muttersprachlern verwendet wird
ist er phonologisch stark vom Französischen beeinflußt
Traditionelle Sprecher würden beispielsweise für "Flugzeug" das (ursprünglich französische) avion verwenden - auf der vorletzten Silbe betont
wohlgemerkt - während im Standard die Neuschöpfung nijerez (wörtl.: "Fliegerin") bevorzugt wird
wird diese Variante des Bretonischen auch als Roazhoneg bezeichnet
Da ein Großteil der Sprecher dieses erlernten
nicht muttersprachlich weitergegebenen Standards aus dem Um- und Vorfeld der Universität von Rennes (Roazhon) stammen
wird so von Dialektsprechern die "Künstlichkeit" des Standards betont
Das ist durchaus pejorativ zu verstehen
da in Rennes / Roazhon traditionell nie Bretonisch gesprochen wurde
Der französische Einfluß auf die Phonologie zeigt sich am auffälligsten in der Prosodie: französische Muttersprachler ersetzen oft den bretonischen Wortakzent (auf der vorletzten Silbe jedes Wortes) durch den französischen Phrasenakzent (auf der letzten Silbe jedes Satzes). [Bearbeiten]
Aussprache
es sei denn
d
z
zh stimmlos ausgesprochen (also wie p
nasaliert aber den vorausgehenden Vokal ou wie dt. u
am Wortende wie dt. u w wie engl. w y wie dt. j z wie stimmhaftes dt. s in reisen zh in den KLT-Dialekten = <z>
j
aou wie ow in engl. low ch wie dt. sch c'h wie dt. ch in Bach e wie ee in Beeren ae
t
selten stumm wie im Französischen ilh etwa wie ij j wie stimmhaftes sch (j in Journal) n wie n
bisweilen wie engl. w u wie dt. ü v wie dt. w
das folgende Wort beginnt mit einem Vokal
ê wie ä in Bären eu wie dt. ö g wie dt. g (nie wie in Regie) gn wie gn in Champagner h wie dt.h
im Vannetais = <h> Am Wortende werden b
g
ch
s)
ein vorausgehender Vokal wird jedoch nasaliert ñ wird selbst nicht ausgesprochen
k
da so - ähnlich wie durch die deutsche Auslautverhärtung - Phrasengrenzen markiert werden
Diese Assimilationen über Wortgrenzen hinweg (Sandhi) sind in allen bretonischen Dialekte extrem wichtig
Betonung auf "groß") Hier wird dasselbe Wort
nämlich "bras" einmal mit stimmhaftem
Bsp: hi zo bras [i zo bra:s] ("SIE ist groß"
Betonung auf "sie") vs. bras eo [bra:z e] ("er/sie ist GROSS"
einmal mit stimmlosem Auslaut gesprochen. [Bearbeiten]
Sonstiges
Der language code ist nach ISO 639-1 br und nach ISO 639-2 bre. [Bearbeiten]
Siehe auch
Wikipedia auf Bretonisch [Bearbeiten]
Weblinks
aber dennoch sehr informativ
http://www.bzh.com/identite-bretonne/langue/de-langue_bretonne.html http://www.kervarker.org/de/whatisbreton_02_noid.html - zur Sprachgeschichte http://www.univie.ac.at/keltologie/bretframe.html - "Der Linguizid am Bretonischen" (Vielleicht nicht ganz objektiv
Zahlenangaben sind veraltet.) als:Bretonisch br:Brezhoneg cy:Llydaweg da:Bretonsk en:Breton language eo:Bretona lingvo es:Idioma bretón fr:Breton it:Lingua bretone ja:ブルトン語 kw:Yeth Vretonek li:Bretoens nl:Bretons pl:JÄ™zyk bretoÅ„ski ro:Limba bretonă sv:Bretonska zh:布列塔尼è¯
[X] Schliessen
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Bretonische Sprache
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