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Breslau
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Breslau / Wrocław Bild nicht gefundenWappen von Breslau Bild nicht gefundenBreslau in Niederschlesien (Polen) Basisdaten Staat: Polen Woiwodschaft: Niederschlesien Landkreis: kreisfreie Stadt Einwohner: 638.401 (30.09.2003) Fläche: 292
9 km² Höhe: 111 m ü
NN Postleitzahl: 50-041 bis 54-612 Telefonvorwahl: (+48) 71 Geografische Lage: 51° 07' nördl
Breite17° 02' östl
Länge KFZ-Kennzeichen: DW Wirtschaft & Verkehr Zweige: Verkehrsweg: Nächster Flughafen: Flughafen Breslau Stadtverwaltung Bürgermeister: Rafał Dutkiewicz (2004) Adresse: ul
ist Hauptstadt der Woiwodschaft Niederschlesien und bildet als Sitz eines Erzbischofs
mit rund 640.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Polens
zahlreicher Hochschulen und Forschungsinstitute sowie Theater und Museen ein Zentrum für Kultur und Wissenschaft
tschechisch: Vratislav)
Sukiennice 9 50-107 Wrocław Homepage: www.wroclaw.pl E-Mail: umbz@sun.ci.1000...pl (mailto:umbz@sun.ci.1000.pwr.wroc.pl) Breslau (poln.: Wrocław Vorlage:Lautschrift
ist aber auch im Bereich des Maschinenbaus und der Metallindustrie ein bedeutender Standort
Breslau liegt inmitten einer ertragreichen Landwirtschafts- und Bergbauregion
Drittes Reich und Zweiter Weltkrieg 2.1.6 Kommunistenherrschaft 2.1.7 Dritte Polnische Republik 2.2 Wappen der Stadt 3 Kultur und Bildung 4 Sehenswürdigkeiten 4.1 Stadtmitte um den Ring 4.2 Sand- und Dominsel 4.3 Zentrum
Von 1919-1945 war Breslau die Hauptstadt der neu gebildeten preußischen Provinz Niederschlesien
"Verbergen") 1 Geografie 1.1 Stadtgliederung 2 Geschichte 2.1 Chronik 2.1.1 Unter den Piasten 2.1.2 Unter den böhmischen Königen 2.1.3 Unter den Habsburgern 2.1.3.1 Hauptstadt der deutschen Literatur: 1630 - 1670 2.1.4 Unter der preußischen Krone 2.1.5 Weimarer Republik
neuere Viertel 4.4 Richtung Osten (Hundsfeld) 5 Söhne und Töchter der Stadt 6 mit Breslau verbundene Persönlichkeiten 7 Literatur 8 Verweise [Bearbeiten]
in der Zeit des Nationalsozialismus außerdem Hauptstadt des Gaus Nieder-und Mittelschlesien. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Geografie
[Bearbeiten]
Stadtgliederung
Die Stadt Breslau gliedert sich in 5 Stadtbezirke: Stare Miasto (Altstadt) Śródmieście (Innenstadt) Psie Pole (die Vororte im Norden und im Osten) Krzyki (die südliche Innenstadt und die Vororte im Süden) Fabryczna (die Vororte im Westen) [Bearbeiten]
Geschichte
Der Name Wortizlawa wurde bereits um 900 erwähnt und bezeichnete Wortizlawa als slawische Marktstadt
Diese befand sich auf einer Insel nahe der drei Nebenflüsse der Oder
etwa auf der Stelle der heutigen Kreuzkirche
Um das Jahr 1000 wurde die erste herzogliche Burg auf der Dominsel errichtet
Das befestigte Gebiet um die Burg war schon damals eine kleine Stadt
in der etwa 1000 Menschen wohnten
als Kaiser Heinrich V. ein Heer gegen Boleslaw Schiefmund schickte
Deutsche Absichten an Worlizawa wurden 1109 erkennbar
das Schlachtfeld wurde als Hundsfeld bekannt
Das deutsche Heer unterlag
nach Boleslaws Tod
siedelten wenig später deutsche Siedler am Südufer des Flusses
Im Jahr 1138
die 1259 zur Hauptstadt des unabhängigen Herzogtums Schlesien aufstieg
Dort erbauten sie eine neue Stadt
Breslau kam mit Schlesien (das bereits 98 n
Chr. von Tacitus und ca
150 n
Chr. von Ptolemäus in Magna Germania beschrieben wurde)
während der Ausbreitung der Slawen unter das Großmährische Reich
Lange Zeit war Breslau zwischen Polen und den Böhmen (Tschechen) umkämpft
Die Böhmen siedelten auf dem linken Ufer (Stadtmitte) und die Polen auf dem rechten Ufer (Sand-und Dominsel) der Oder
Während der Mongolenangriffe wurde der Ort 1241 zerstört
Das wiederhergestellte Breslau erhielt 1262 das Magdeburger Recht
dialektal bis 1945 Prassel) wurde gleichzeitig mit dem lateinischen Namen Vratislavia benutzt
Der Name Breslau (in älteren deutschen Dokumenten Preßlau
Vratislavia bezieht sich auf den böhmischen Herzog Vratislav I.
der vermutlich der Gründer der Stadt ist
Der polnische Name "Wrocław" ist ebenso alt wie der deutsche und wurde schon im Mittelalter verwendet. [Bearbeiten]
Chronik
[Bearbeiten]
Unter den Piasten
1163 - Herzogtum Breslau entsteht unter den Nachkommen Wladislaws des Vertriebenen
Boleslaw dem Langen (gest
1201) und Heinrich dem Bärtigen (gest
1238)
Schlesien trennt sich allmählich von Polen
1163-1200 - Die neue herzogliche Burg an der Oder (wo heute die Universität steht) wird erbaut
Die Stadt hat seitdem drei Zentren: die herzogliche Residenz mit der unter ihrem Schutz stehenden Judenstadt
die geistliche Stadt auf der Sand- und Dominsel und die neu angelegte deutsche Kaufmannstadt um den Ring
Halbbruder Heinrich des Bärtigen
1198 - Fürst Jaroslav von Oppeln-Neiße
empfängt geistliche Weihe und wird im Jahre 1199 zum Bischof von Breslau gewählt
Bei seinem Tode 1201 vermacht er das Fürstentum dem Breslauer Stift
danach nur Titular-Fürstbischöfe)
Breslauer Bischöfe werden Fürstbischöfe (mit Territorialgewalt bis 1811
setzt unter Mitwirkung des Rates den König von Böhmen Johann (den Blinden) von Luxemburg als Erben ein. [Bearbeiten]
1241 - Nach dem Mongoleneinfall wird die Stadt neu in strenger Gitterform angelegt 1327 - Heinrich VI. gen. der Gute
letzter Piastenherzog von Breslau
Unter den böhmischen Königen
die Wenzelskrone übernimmt Hzt
1335- Heinrich VI. stirbt
Breslau als erstes "Erbland" in Schlesien
Der König von Böhmen setzt einen Landeshauptmann zur Verwaltung des Landes ein
1359-1635 übte der Rat von Breslau diese Funktion aus und hatte also Sitz und Stimme im schlesischen Fürstentag
die noch schöner aufgebaut wird
1342 und 1344 - Zwei große Brände verheeren die Stadt
1418 - Aufstand der Handwerker gegen die Patrizier
7 Ratsherren werden im Rathaus ermordet
Zeit der höchsten Blüte des Handels 1451-1454 - Der von Papst Nikolaus V. entsandte Wanderprediger Johannes Capistranus verweilt in Breslau und hält auf dem Salzring flammende Reden gegen Hussiten
gegen Prunksucht und Leben im Überfluss
Kaiser-König Sigismund schlägt den Aufstand nieder und lässt 27 Anführer hinrichten 1387-1474 - Die Stadt ist als Mitglied der Hanse verzeichnet
Muslime und Juden
sogar Livland und Kurland strömen nach Breslau
Große Scharen von Pilgern aus ganz Schlesien
Polen und Pommern
um ihn zu hören
1463 - Breslau will den hussitischen König Georg von Podiebrad von Böhmen als Landesherrn in Schlesien nicht anerkennen und tritt unter den Schutz des Papstes Pius II
1466 - Breslau beteiligt sich am Krieg gegen Böhmen und verbündet sich mit dem ungarischen König Matthias Corvinus
1474 - König Matthias übernimmt die Herrschaft in Schlesien und Breslau
viel strengere Verfassung bekommen 1490 - Corvinus stirbt
Breslau kommt wieder unter böhmische Hoheit
die damit der Stephanskrone unterstellt werden und eine neue
1505 - König Wladyslaw II
das Projekt wird indessen nicht verwirklicht
Jagellonicus von Böhmen genehmigt die Gründung einer Universität in Breslau
1523 - die Reformation hält ihren Einzug nach Breslau
Der evangelische Theologe Johann Heß wird gegen Einsprüche des Domkapitels als Pfarrer an die Magdalenenkirche berufen 1525 - in diesem Jahre wird der evangelische Theologe Ambrosius Moibanus als Pfarrer an die Elisabethenkirche berufen.Gemeinsam mit Johann Heß leitet er die Organisierung der evangelischen Kirche in Schlesien. [Bearbeiten]
Unter den Habsburgern
1526 - König Ludwig II
Jagellonicus von Böhmen und Ungarn fällt in der Schlacht bei Mohács
Die Habsburger übernehmen laut Erbverbrüderungsvertrag mit böhmischen Jagiellonen Breslau und andere Erblande in Schlesien und behalten sie bis 1741
1533 - Erster Stadtmedicus wird angestellt 1632 - Während des 30-jährigen Krieges werden Teile der Stadt von sächsischen und schwedischen Truppen besetzt gehalten
1633 - Breslau will sich von Habsburg trennen und als freie Reichsstadt anerkannt werden
hat aber keinen Erfolg
1633 - Die große Pest wütet in Breslau
von 40.000 Einwohnern sterben 18.000. [Bearbeiten]
Hauptstadt der deutschen Literatur: 1630 - 1670
Bild nicht gefunden Breslau um 1640 (Merian) 1630: Martin Opitz (geb.1597) kommt von seinen Reisen nach Schlesien zurück
Wenzel Scherffer von Scherffenstein
Frühbarock) die Dichter Christoph Köhler
Um ihn gruppieren sich in seiner Heimat als erste Generation (oft 1.Schlesische Dichterschule genannt
Daniel Czepko und Dorothea Eleonore von Rosenthal
Unter der Führung der Schlesier entwickelt sich die deutsche Literatur der Epoche zum Stil des Frühbarock mit vielen Metaphern
Besondere Achtung wird auf die grammatische und syntaktische Korrektheit des schriftsprachlichen Ausdrucks gelegt
1640- ab
Christian Hoffmann von Hoffmanswaldau
wie Andreas Gryphius
Daniel Caspar von Lohenstein und Johannes Scheffler Angelus Silesius
die 16-20 Jahre jünger ist als die Opitzsche und zeigt viel ausgeprägtere und mannighaftere Dichterpersönlichkeiten
Die so genannte 2.Schlesische Dichterschule Spätbarock besteht aus Angehörigen einer Generation
Geschmack und Tastsinn erweitert
Die klare sprachliche Korrektheit eines Opitz muss jetzt gekünstelter Lieblichkeit weichen und die Metaphorik wird um Heranziehung von Geruch
Der Roman der Epoche erhält einen belehrenden Zweck
zur Schau wird enzyklopädische Gelehrsamkeit getragen. 1740 - Das Heer Friedrich des Großen belagert Breslau 1741 - Am 10
August kapituliert die Stadt Breslau
1741 - Am 7
November huldigen die schlesischen Stände im Breslauer Rathaus Friedrich dem Großen. [Bearbeiten]
Unter der preußischen Krone
Bild nicht gefunden Breslau und Umgebung um 1900; Namen in Deutsch und Polnisch 1742 - Schlesien wird an Preußen übergeben 1742 - Die "Schlesische Zeitung" und der Korn-Verlag entstehen
die bis 1945 existieren sollten
Dieser Verlag gab auch polnischsprachige Literatur heraus
1750 - Friedrich der Große kauft das Palais des Freiherrn von Spätgen und baut es zu einer Königsresidenz aus
geben sie jedoch nach der Schlacht bei Leuthen auf
1757 - Im 7-jährigen Krieg besetzen die Österreicher die Stadt
1760 - 1765: der Dichter Gotthold Ephraim Lessing verbringt 5 Jahre in Breslau als Sekretär des Generals Friedrich Bogislav Graf von Tauentzien
1807 - Die Stadt wird von den Rheinbundtruppen erobert und bis 1808 besetzt gehalten
Die Kontinentalsperre bringt den Leinwandhandel zum Erliegen
1807-1810 - Die Befestigungen werden geschleift
so wurde zum Beispiel das Sandstift zur Universitätsbibliothek
Fast alle Stifte und Klöster werden 1810 säkularisiert
1813 - Breslau wird zum Ausgangspunkt der Befreiungsbewegung gegen Napoleon I.; König Friedrich Wilhelm III. erläßt seinen Aufruf "An Mein Volk"
1821 - Der evangelisch - lutherische Bischof Breslaus bekommt einen katholischen Kollegen: Die Diözese Breslau wird vom Erzbistum Gnesen
dem sie seit dem Jahre 1000 untertan war
unabhängig. 1829 - Breslau hat schon 84.904 Einwohner
1832 - Breslauer Adressbuch 1832 (http://www.breslau-wroclaw.de/de/breslau/ab/1832/)Bild nicht gefunden Breslau um 1895 1829-1840 - Die Bedeutung Breslaus als Handelsstadt beginnt zu sinken
1840 - Breslau hat 100.000 Einwohner
1841 - der Lehrstuhl der Slawistik wird an der Universität Breslau gegründet
daneben auch Bekleidungs-
chemische- und Metallindustrie (zum Beispiel Linke-Hoffmann Werke
Eisenbahnwaggonbau)
In der Kabinettsorder des Königs Friedrich Wilhelm IV. heißt es: "um der studierenden Jugend polnischer Abkunft Gelegenheit zur Vervollkomnung ihrer Muttersprache zu geben..." 1849 - Breslauer Industrie beginnt zu entstehen: Mühlen und Braubetriebe
Ölmühlen und Spritfabriken
Möbel- und Papierfabriken 1850-1890 - Das Stadtgebiet wächst durch zahlreiche Eingemeindungen
Breslau erreicht gegen Ende des 19
Jahrhunderts die Zahl von beinahe 500.000 Einwohnern
1910 - Die Technische Hochschule wird eingerichtet
die Kaiserbrücke (1910)
1910-1913 - Hervorragende moderne Bauwerke entstehen
die TH und die Jahrhunderthalle (1913) [Bearbeiten]
Weimarer Republik, Drittes Reich und Zweiter Weltkrieg
Bild nicht gefunden Breslauer Rathaus um 1900 1919 - Breslau wird Hauptstadt der neugegründeten Provinz Niederschlesien
Erster Oberpräsident Niederschlesiens wird Felix Philipp (SPD)
1921 - Bei den Wahlen zum niederschlesischen Provinziallandtag erreicht die SPD mit 51
19 % der Stimmen die absolute Mehrheit.Es folgen das katholische Zentrum mit 20
52 %
9 % und die Deutsche Demokratische Partei (DDP) mit 9
die Deutsche Volkspartei (DVP) mit 11
24 %
1925-1930 - Nach der Eingemeindung von 54 Dorfgemeinden und Gutsbezirken erreicht Breslau auf der Fläche von 175 km² die Zahl von 600.000 Einwohnern
1944 - Im Herbst die ersten Bombenangriffe der Alliierten
1944 - Breslau wird zur Festung erklärt
obwohl es zur Verteidigung ganz ungeeignet ist
1945 - Januar
Sowjetische Truppen nähern sich Breslau
alle Schulkinder werden evakuiert (vornehmlich nach Böhmen)
etwa 75% der Einwohner fliehen Richtung Böhmen oder Sachsen
Tausende kommen dabei im strengen Winter auf elende Weise um
1945 - Am 15
in der Stadt befinden sich noch etwa 150.000 Einwohner und 40.000 Soldaten
Februar ist die Stadt von den Russen eingekreist
1945 - Februar-Mai: Schwere Kämpfe
Brände und Zerstörungen 1945 - 7.5. - Die Stadt kapituliert
davon 400 bekannte Baudenkmäler
65% der Gebäude liegen in Ruinen
Erstaunlicherweise blieben das Rathaus und viele Häuser am Ring unzerstört
1945 - 9.5. - Sowjetische Militärbehörden übergeben die Verwaltung der Stadt den Polen. [Bearbeiten]
Kommunistenherrschaft
1945 - Mai / Juni - Viele geflohene Breslauer kehren -in Unkenntnis der Beschlüsse von Jalta- zurück
Die Neiße - Übergänge (insbesondere in Görlitz) sind zunächst geöffnet
1945 - 30.6. - Die Übergänge an Oder und Neiße werden geschlossen
Heimkehrwillige können nicht mehr nach Breslau zurückkehren
In Görlitz bilden sich Rückstaus am Neißeübergang
1945 - 2.8. - Potsdamer Abkommen
gleichzeitig erhält es die Vollmacht zur humanen Aussiedelung der ansässigen Bevölkerung
Polen erhält die Verwaltungshoheit in Schlesien
der sich u. a. auf Materialien der Alliierten stützt und auch im englischen Unterhaus verlesen wird (Autor Robert Jungk)
1945 - November - In der Zürcher Weltwoche erscheint ein Bericht über die aktuelle Entwicklung in Schlesien und Breslau
die jetzt zwangsmäßig ausgesiedelt werden
Danach verhungern viele Breslauer aufgrund eines fehlenden Rationierungssystems und erleiden Plünderungen. 1945-1947 - In der Stadt befinden sich noch etwa 300.000 deutsche Einwohner
stärker ins öffentliche Bewusstsein treten polnische Vertriebene aus Lwów/Lemberg und anderen polnischen Gebieten östlich des Bug
die die UdSSR übernommen hatte
Polnische Neu-Breslauer besiedeln die Stadt
vornehmlich aus Zentralpolen
die Deutschen sind also noch immer zahlreicher
Polnische Einwohner sind 1946 etwa 30.000
1946 - 8.3. - Enteignung der deutschen Bewohner
Enteignet wird "jegliches Vermögen" einschließlich Wohnungen und Einrichtungsgegenstände. 1946 - 31.10. - Auflösung der Evangelischen Kirche von Schlesien östlich von Oder und Neiße 1946 - 4.12. - Ausweisung des Bischofs der Evangelischen Kirche von Schlesien Ernst Hornig 1948 - Die Stadt zählt 300.000 vornehmlich polnische und teilweise ukrainische Einwohner
1955 - Der Wiederaufbau der Altstadt beginnt
1965 - 475.000 Einwohner 1970-1980- Gründung von vielen neuen Wohnsiedlungen in den Vorstädten (Plattenbauten). [Bearbeiten]
Dritte Polnische Republik
Bild nicht gefunden Breslauer Rathaus 2004 1990 - heute - Der Wiederaufbau nimmt sich nun auch dezidiert deutschen Kulturerbes an und integriert dieses in die (polnische) Breslauer Lokalidentität
1997 - Juli - Die Oderflut trifft Breslau mit voller Wucht
Die historischen Gebäude werden verschont
während viele Wohnhäuser aus der Gründerzeit schwer beschädigt werden und nach dem Ende der Überschwemmung abgerissen werden müssen. [Bearbeiten]
Wappen der Stadt
im zweiten der schlesische Adler
1945 bis 1948 und wieder ab 1990) ist ein quadrierter Schild mit Mittelschild
Das von Kaiser Karl V. der Stadt verliehene Wappen (verwendet 1530 bis 1938
im dritten ein W (das sich auf den Gründer der Stadt Wratislaw bezieht)
im ersten Felde der böhmische Löwe
in der Mitte Johannes des Täufers Kopf in einer silbernen Schüssel
im vierten das Haupt Johannes des Evangelisten
Die beiden Johannes sind neben der Hl
unter dem kommunistischen Regime 1948 bis 1990 verwendet
im unteren Eisernes Kreuz von 1813. Das Stadtwappen
im linken Felde der (halbe) schlesische Adler
Hedwig besondere Patrone der schlesischen Kirche. Das Stadtwappen der NS-Zeit (verwendet ab 1938 bis 1945) war ein horizontal halbierter Schild mit zwei Feldern
im rechten Felde der (halbe) weiße polnische Adler der Volksrepublik (also ungekrönt)
im oberen Feld der schlesische Adler
ebenfalls ungekrönt. [Bearbeiten]
war ein vertikal halbierter Schild mit zwei Feldern
Kultur und Bildung
die einstige Schlesische Friedrich-Wilhelm-Universität
In Breslau befinden sich neun Hochschulen wie die Technische Hochschule Breslau (Politechnika Wrocławska) und die Uni Breslau (Uniwersytet Wrocławski)
Sie wurde 1702 von den Jesuiten gegründet
der die Universitas Viadrina in Frankfurt (Oder) mit der Breslauer Lehranstalt vereinigte)
1811 erneuert und erweitert unter der Regierung Friedrich Wilhelm III. von Preußen
Sie steht an der Stelle der alten Königlichen Burg von Breslau
die von Kaiser Leopold I. dem Orden geschenkt und abgerissen wurde und ist eines der schönsten Baudenkmäler des österreichischen Barocks
Das spätere preußische Königsschloss im Rokoko- und klassizistischen Stil entstand im 18./19
Jh.und ist nur noch teilweise erhalten
Dort erließ Friedrich Wilhelm III. am 17
März 1813 den Aufruf an Mein Volk und stiftete das Eiserne Kreuz. [Bearbeiten]
Sehenswürdigkeiten
Bild nicht gefunden Häuserzeile am Ring [Bearbeiten]
Stadtmitte um den Ring
1471-1504) Städtische Pfarrkirche St.Elisabeth (gotisch
nach 1450) (kath.) Minoritenkirche St
um 1330 begonnen) (kath.) Städtische Pfarrkirche St.Maria Magdalena (gotisch 14.-15.Jh.) (altkath.) Dorotheenkirche (gotisch
Rathaus (gotisch
Vinzenz (gotisch
begonnen 1232) (ukrainisch-unierte Kathedrale) Bernhardinerkirche (gotisch
15
1463-1502) (Museum der Steinmetzkunst) Christophorikirche (gotisch
deutsche Gottesdienste) St.Matthias (barock
17./18
Jh.) (evang.
Jh.) (kath.) St
Barbara (gotisch
14.- 15.Jh.) (orthodoxe Kathedrale) Nationalmuseum (poln
Muzeum Narodowe we Wroclawiu): Schlesische Kunst des 16.-19
18
Anfang 18.Jh.) Ehemaliges Königsschloss (Rokoko
Sztuka Slaska w. Universität mit der Aula Leopoldina
Jh.
(barock
Jh.) Palais Friedrich II. erhalten
Vom späteren Anbau auf der Nordseite (Langhansschule
um 1840) steht nur ein kleiner Teil. (Museum) Ehemalige Hofkirche (klass
1747-50) (evang.) Viele wertvolle Bürgerhäuser am Ring und in den Gassen ringsum Ehemaliges Petersdorf (später Wertheim
nach dem Zweiten Weltkrieg PDT) - Warenhaus
ehem
erbaut von Erich Mendelssohn 1929 errichtet (Tadeusz Kosciuszko-Platz
Ehemalige Strafanstalt (Romantik
abgebrannt 1865
heute Schlesisches Nationalmuseum Panorama von Racławice (Monumentales Rundgemälde
heute Woiwodschaftsamt Prächtige Patriziervillen am Wallgraben (poln
wiedererrichtet 1871
aus Lemberg überführt) Neues Regierungsgebäude (NS-Stil
preußischer Klassizismus)
Türme von König Friedrich Wilhelm IV. entworfen) Altes Regierungsgebäude (Neurenaissance
nach 1933)
nach 1860)
Tauentzienplatz). Bild nicht gefunden Breslauer Bahnhof Bahnhof (um 1850
Wiedereröffnung nach Renovierung für 2005 geplant
1893/94 entstanden
Schinkelschule
geschaffen von Carl Ferdinand Langhans
Schinkelschule) Stadttheater (1841
Romantik
Podwale) [Bearbeiten]
Sand- und Dominsel
Breslauer Dom (kath.) Sandkirche (gotisch
18.Jh.) (orthodox) St. Ägidienkirche (rom.13 Jh.) (kath.) Doppelkirche z
1334-1440)(kath.) St.Annakirche (baroc
Hl
Kreuz (13.-14
Jh.) (kath.
untere Kirche ehem. ukrainisch-uniert) [Bearbeiten]
Zentrum, neuere Viertel
Kleinburger Kaserne (Richtung Autobahn)
nur teilweise erhalten
neugot. nach 1850
Ehemaliger Sitz des berühmten preußischen 1
Schlesischen Leibkürassierregiments "Großer Kurfürst" wo im Offizierskorps nur schlesischer Adel diente
Dort wurde 1892 der berühmte Flieger Manfred Freiherr von Richthofen geboren (gef
1918) und dort erhielt auch seine Offiziersausbildung bei der Reichswehr der spätere (erfolglose) Hitler-Attentäter von 1943 Rudolf Christoph Freiherr von Gersdorff. Alter Jüdischer Friedhof (http://www.breslau-wroclaw.de/de/breslau/history/jfh/) (Richtung Autobahn)
19.-20
gehört zu den beiden erhaltenen deutschen jüdischen Friedhöfen in Breslau
Jh.
Begraben liegt dort u.a
berühmter Sozialist und Gegenspieler von Karl Marx in der Ersten Sozialistischen Internationale. [Bearbeiten]
Ferdinand Lassalle (1826-1864)
Richtung Osten (Hundsfeld)
Kaiserbrücke (poln
Most Grunwaldzki
1910 erbaut) Grunwalder Platz (poln
Plac Grunwaldzki)
zwischen der Kaiserbrücke und der Fürstenbrücke
Ein ganzes Stadtviertel (Scheitnig) wurde Anfang 1945 auf Befehl des NS-Gauleiters Karl Hanke dem Erdboden gleichgemacht
um ein Flugfeld zu schaffen
Auf dem Flugfeld landete kurz vor Kriegsende ein einziges Flugzeug
das eine neue Uniform für Hanke mitbrachte
Jahrhunderthalle (poln
Hala Ludowa (Volkshalle))
erster Stahlbetonbau Deutschlands in diesen Ausmaßen Scheitniger Park (poln
errichtet 1913 zum 100-jährigen Jubiläum der Befreiungskriege
Park Szczytnicki) (19
romantisch) [Bearbeiten]
Jh.
Söhne und Töchter der Stadt
der 1808 in Grüneiche bei Breslau verstarb Karl von Holtei (* 1798)
erfolgreichster deutscher Jagdflieger im Ersten Weltkrieg Ruth Hoffmann (* 1893)
deutscher Jurist und Widerstandskämpfer Werner May (* 1903)
Schriftsteller Edith Stein (* 1891)
Maler und Dichter Alfred Kerr (* 1867)
ab 1525 erster evangelischer Pastor der St.Elisabethkirche Johann Crato von Krafftheim (* 1519)
Präsident des Deutschen Bundestages [Bearbeiten]
Chemikerin
Frauenrechtlerin Carl Mannich (* 1877)
Schriftstellerin Norbert Elias (*1897)
Chemiker Emil Ludwig (* 1881)
Schriftsteller Erwin M.Wuttke (* 1904)
Politiker
Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Wolfgang Thierse (* 1943)
August Borsig (* 1804)
Großsammler von Büchern und Gemälden Christian Hofmann von Hofmannswaldau (* 1617)
Schriftsteller Joseph von Zerboni di Sposetti (* 1760)
- in chronologischer Reihenfolge - Ambrosius Moibanus (* 1494)
Schriftsteller Karl Schall (* 1780)
lutherischer Publizist
Dichter
Fernsehdarsteller und Jugendbuchautor Klaus-Dieter Lehmann (* 1940)
erster Oberpräsident der Provinz Posen und umstrittener Publizist Friedrich von Gentz (* 1764)
Schriftsteller Johannes Scheffler
Maler Adolf Anderssen (* 1818)
des Architekten des Brandenburger Tors in Berlin
Schriftsteller Max Born (* 1882)
berühmter Arzt und Wissenschaftler Thomas Rehdiger (* 1540)
Schriftsteller Peter Lustig (* 1937)
Angelus Silesius (* 1624)
Maler und Schriftsteller Clara Immerwahr (*1870)
Schriftsteller und Theaterkritiker Hans Baluschek (* 1870)
Klaus Bonhoeffer (* 1901)
katholische Heilige und eine der Patroninnen Europas Manfred von Richthofen (* 1892)
Soziologie Ilse Langner (* 1899)
Theaterkritiker Carl Ferdinand Langhans (* 1782)
(*1808)
Schriftstellerin
Schriftsteller
mehrfacher Schachweltmeister Ferdinand Lassalle (* 1825)
Schriftsteller Adolph von Menzel (* 1815)
Beamter
Sohn von Carl Gotthard Langhans
Physiker und Nobelpreisträger Otto Klemperer (* 1885)
Karl Ludwig Skutsch (* 1905)
Dichter Quirinus Kuhlmann (* 1651)
religiöser Führer Christian Garve (* 1742)
Unternehmer Karl Friedrich Lessing
Maler Friedrich Wilhelm Ladislaus Tarnowski (* 1811)
Goldschmiedemeister Friedrich August Wentzel (* 1773)
Schriftsteller und Schauspieler Willibald Alexis (* 1798)
Philosoph Samuel Gottlieb Bürde (* 1753)
romantische Schriftstellerin Franz van der Velde (* 1779)
deutscher Theologe und Widerstandskämpfer Peter Hacks (* 1928)
Schriftsteller Dietrich Bonhoeffer (* 1906)
Schriftsteller Karoline Lessing (* 1779)
Architekt des Breslauer Theaters
Politiker August von Heyden (* 1827)
Generalsekretär des Wiener Kongresses David Ferdinand Howaldt (*1772)
Dirigent Walter Meckauer (* 1889)
Schriftsteller
Sozialistenführer Karl Rudolf Friedenthal (*1827)
mit Breslau verbundene Persönlichkeiten
polnischer Historiker und Bibliograf
Christoph Hackner
Adolf Bertram
wirkte 1809-1815 in Breslau
Ludwig Devrient
hier tätig von 1695 bis 1741
Erzbischof Johann Gustav Gottlieb Büsching
wirkte in Breslau ab 1811
Joseph Freiherr von Eichendorff besuchte das Königlich Katholische Matthias-Gymnasium in Breslau von 1801 - 1805
Schriftsteller und Nobelpreisträger
Heinrich IV
namhafter Archivist und Professor für Altertumskunde
Baumeister und Architekt
Gerhart Hauptmann
besuchte die Realschule am Zwingerplatz und später die Kunst- und Kunstgewerbeschule
wuchs in Breslau auf und wirkte dort von 1798 bis 1811
Schauspieler
(in alphabetischer Reihenfolge) Jerzy Samuel Bandtke
Henrik Steffens
hat während seiner Professur in Breslau das Werk "Römische Geschichte" veröffentlicht
war ab 1823 Kustos an der Universitätsbibliothek und Ordinarius für deutsche Sprache und Literatur in Breslau 1830 -1842
Hans Poelzig
Ludwik Hirszfeld
Philosoph
hat das Rhesus-System der Blutgruppen entwickelt
Edith Stein (1891-1942) in Breslau geborene Jüdin
Minnesänger
Gustav Robert Kirchhoff
(Heinrich von Prassele)
für das er 1902 den Nobelpreis für Literatur bekommen hat
Historiker
Theodor Mommsen
polnischer Mediziner
Architekt
Johann Heß aus Nürnberg
Herzog von Breslau
war hier nach 1760 Sekretär des Generals Tauentzien
Philosophin
1850-1854 Professor in Breslau
aus Norwegen
Probus
Gotthold Ephraim Lessing
einer der Begründer des Stils der Neuen Sachlichkeit
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
Gründer des berühmten Korn-Verlages
geboren um 1270 bei Jauer
Schöpfer des Liedes der Deutschen
Architekt und Direktor der Kunstschule in Breslau
Physiker
wirkte ab 1523 als erster protestantischer Pfarrer in Breslau
ein Poet und Oppositioneller gegen die kommunistische Diktatur
Phänomenologin
die zum Katholizismus übertrat
Lothar Herbst (1940-2000)
Carl Johann Bogislaw Lüdecke
Johann Gottlieb Korn
zeitweise Direktor der königlichen Kunst- und Kunstgewerbeschule in Breslau
war Professor in Breslau 1811-1831
1942 von den Nazis in Auschwitz ermordet und 1998 heilig gesprochen Henryk Tomaszewski
Komponist
Gründer des Pantomimentheaters in Breslau
1804-1806 Kapellmeister in Breslau
polnischer Schauspieler und Pantomime
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Carl Maria von Weber
Literatur
Traud Gravenhorst: Schlesien - Erlebnisse eines Landes
München 1952) Władysław Jan Grabski: Dwieście miast wróciło do Polski
Korn
Breslau 1938 (Neuausgabe: Bergstadtverlag Korn
Poznań 1948. Hugo Hartung: Der Himmel war unten
Bergstadtverlag Korn
München 1951 (Roman) Władysław Jan Grabski: Trzysta miast wróciło do Polski
Informator historyczny 960-1960
Warszawa 1960 Paul Peikert:Festung Breslau in den Berichten eines Pfarrers
Pax
22
Januar bis 6
Mai 1945
Berlin
VOB Union-Verlag 1966 (Neuausgabe: Wroclaw 2000) Klaus Ullmann: Schlesien-Lexikon
Für alle
die Schlesien lieben
6. verbesserte Auflage
Kraft
Würzburg 1992 ISBN 3-8083-1168-1 Norman Davies
Roger Moorhouse: Die Blume Europas
Breslau - Wroclaw - Vratislavia
Die Geschichte einer mitteleuropäischen Stadt
München 2002 ISBN 3-426-27259-8 Hugo Weczerka (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten
Droemer Knaur
Schlesien
2. verbesserte und erweiterte Auflage
Stuttgart 2003 ISBN 3-520-31602-1 Janusz Czerwinski
Kröner
Mariola Malerek: Breslau und Umgebung
5. überarbeitete Auflage
Laumann
Dülmen 2003 ISBN 3-89960-098-3 (Reiseführer) [Bearbeiten]
Verweise
Vorlage:Commons Breslau: Gestern & Heute (http://www.breslau-wroclaw.de) Flughafen Breslau (http://www.airport.wroclaw.pl) Generalkonsulat Breslau (http://www.breslau.diplo.de) Erzbischof von Breslau (poln.) (http://www.archidiecezja.wroc.pl) Schlacht um Breslau (http://www.stern.de/politik/historie/index.html?id=536507&nv=hp_rt) Vorlage:Navigationsleiste Woiwodschaft Niederschlesien bg:Вроцлав cs:Vratislav (mÄ›sto) da:Breslau en:Wroclaw eo:Vroclavo fi:WrocÅ‚aw fr:WrocÅ‚aw id:Wroclaw is:WrocÅ‚aw ja:ヴãƒãƒ„ワフ la:Vratislavia nl:Wroclaw no:Wroclaw pl:WrocÅ‚aw pt:Wroclaw ro:WrocÅ‚aw sl:Vroclav sv:Wroclaw
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Breslau
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