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Diskussion : Bioinformatik
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Bioinformatik
Stichpunkte
Allgemein
auch computational biology) ist eine Wissenschaft
Organisation und Analyse von biologischen Daten befasst
Die Bioinformatik (englisch bioinformatics
die sich mit den informatischen Grundlagen und Anwendungen der Speicherung
Anfangs stammten diese Daten hauptsächlich aus der Genetik
inzwischen wird die Bioinformatik aber auch in der Pharmazie
zur Vorhersage von Proteinstrukturen und -interaktion uvm. verwendet
Die Simulation und Berechnung von biologischen Experimenten und Daten wird auch als in silico-Berechnung bezeichnet. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
"Verbergen") 1 Bioinformatik auf DNA-Sequenzen 2 Protein-Bioinformatik 3 Phylogenie 4 Datenbanken und Annotationen 5 Forschung 6 Siehe auch 7 Weblinks [Bearbeiten]
Bioinformatik auf DNA-Sequenzen
Die ersten reinen Bioinformatikanwendungen wurden für die DNA-Sequenzanalyse entwickelt
Dabei geht es primär um das schnelle Auffinden von Mustern in langen DNA-Sequenzen und die Lösung des Problems
wie man zwei oder mehr ähnliche Sequenzen so übereinander legt und gegeneinander ausrichtet
dass man eine möglichst optimale Übereinstimmung erzielt (sequence alignment)
Zur Anwendung kommen dabei Algorithmen der dynamischen und heuristischen Programmierung
typischerweise für hochkonservierte Signale wie Start- oder Stoppcodons
Seltener benötigt man bei biologischen Fragestellungen die Suche nach exakten Übereinstimmungen von kurzen Sequenzenabschnitten
Des Weiteren wurden Methoden zum Auffinden von Genen in unbekannten DNA-Sequenzen entwickelt (Genvorhersage
engl. gene finding oder gene prediction)
künstliche neuronale Netze zur Mustererkennung
darunter statistische Sequenzanalyse
Dieses Problem wird mit verschiedenen Rechenmethoden und Algorithmen angegangen
Markow-Ketten
etc. [Bearbeiten]
Protein-Bioinformatik
Mit der Aufklärung und weitreichenden Funktionsanalyse verschiedener vollständiger Genome (z
wie z
B. des Fadenwurms Caenorhabditis elegans) verlagert sich der Schwerpunkt bioinformatischer Arbeit auf Fragestellungen der Proteomik
B. dem Problem der Proteinfaltung und Strukturvorhersage
also der Frage nach der Sekundär- oder Tertiärstruktur bei gegebener Aminosäuresequenz
anderen Proteinen oder auch kleineren Molekülen) wird untersucht
wie ein durch eine Mutation verändertes Protein Körperfunktionen beeinflusst
oder welche Medikamente wie an verschiedenen Proteinen wirken. [Bearbeiten]
Auch die Frage nach der Interaktion von Proteinen mit verschiedenen Liganden (Nukleinsäuren
beispielsweise darüber
da sich daraus neben Erkenntnissen für die Grundlagenforschung auch wichtige Informationen für Medizin und Pharmazie ableiten lassen
Phylogenie
Sowohl anhand von DNA- als auch von Aminosäuresequenzen lassen sich phylogenetische Bäume erstellen
die die evolutionäre Entwicklung der heutigen Lebewesen aus größtenteils unbekannten und daher hypothetischen Vorfahren darstellen. [Bearbeiten]
Datenbanken und Annotationen
Ein nicht unerheblicher Teil der Arbeit eines Bioinformatikers besteht - neben mathematisch anspruchsvollen Analysen - in der Datenaufbereitung und Speicherung in geeignet indizierten und verlinkten biologischen Datenbanken
Die verwirrende Vielfalt von DNA- (z.B
GenBank) und Proteindatenbanken (z.B
Swiss-Prot) weltweit führte bisher oft zu redundanter und damit fehlerlastiger Datenhaltung
zumal DNA-Sequenzen teils in Fragmenten
teils in vollständig assemblierten Genomen vorliegen
Idealerweise würde die Speicherung von Genom- und Proteomdaten eine Rekonstruktion der Regelwerke eines gesamten Organismus erlauben
die eine Zuordnung von Funktionsbezeichnungen quer durch alle Ebenen ermöglichen
Die gewünschte Abbildung von identifizierten Proteinen zu "ihrem" Gen und umgekehrt sowie die Zuordnung von Proteinen zu einem metabolischen Pfad ist aber noch nicht in Sicht. Ein wesentlicher Punkt neben fehlerbehafteten Einträgen und doppelter Datenhaltung unter unterschiedlichen Schlüsseln ist die weitgehende Abwesenheit von kontrollierter Vokabularien und Ontologien
Das Gene Ontology-Konsortium (GO) versucht derzeit
durch Aufstellung einer Nomenklatur für Funktion
Prozess und Zell-Lokalisation eine durchgehend verwendbare Nomenklatur zu erstellen. [Bearbeiten]
Forschung
die sich mit Bioinformatik beschäftigen
sind u.a. die Max-Planck-Institute für Biochemie
das European Molecular Biology Laboratory und das Biozentrum der Universität Basel
Forschungsinstitute im deutschsprachigen Raum
Molekulargenetik und Informatik
das Deutsche Krebsforschungszentrum
die einen weiteren Bereich als die klassische Bioinformatik abdeckt
meist benutzt man beide Begriffe jedoch synonym. [Bearbeiten]
Der Bioinformatik wird im englischen Sprachraum oft die computational biology gegenübergestellt
Siehe auch
Studium Bioinformatik Neuroinformatik Chemoinformatik Metagenomik [Bearbeiten]
Weblinks
http://biowaredb.org Suchmaschine für >5800 publizierte Bioinformatik Ressourcen http://harvester.embl.de Meta-Suchmaschine für Gene & Proteine von Mensch und Maus http://www.ncbi.nlm.nih.gov/Entrez "Entrez" Life Science Suchmaschine des NCBI Gene Ontology Consortium (http://www.geneontology.org) http://www.uni-tuebingen.de/plant.biochemistry/Lehre/infurl.htm Bioinformatik-Links http://www.zbi.uni-saarland.de Zentrum für Bioinformatik http://www.bioinformatik.de Ein Yahoo-ähnlicher Webkatalog http://www.bigwiki.de Studiengang: Bioinformatik und Genomforschung Wiki http://www.expasy.org Proteindatenbank des Schweizer Institut für Bioinformatik (SIB (http://www.isb-sib.ch/)) en:Bioinformatics es:Bioinformática fr:Bio-informatique he:ביו×?×™× ×¤×•×¨×ž×˜×™×§×” ja:ãƒ?イオインフォマティックス pl:Bioinformatyka pt:Bioinformática zh:计算生物å¦
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Bioinformatik
aus der freien Enzyklopädie
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und steht unter der
GNU Lizenz für freie Dokumentation
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Gummibär
Phytoplankton
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