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Diskussion : BCG-Matrix
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BCG-Matrix
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Allgemein
Die BCG-Matrix (auch Boston-I-Portfolio) ist ein Portfolio für das strategische Management von Unternehmen
Sie wurde von der Boston Consulting Group entwickelt und soll den Zusammenhang zwischen dem Produktlebenszyklus und der Kostenerfahrungskurve verdeutlichen. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
"Verbergen") 1 Aufbau des Portfolios 2 Normstrategien 3 Beispiel 4 Kritik 5 Siehe auch 6 Literatur [Bearbeiten]
Aufbau des Portfolios
Die BCG-Matrix ist in vier Bereiche unterteilt: Der Gedanke des Produktlebenszyklus geht durch die Abbildung des realen zukünftigen Marktwachstums auf der Ordinate ein
Sie soll das Umfeld des Unternehmens wiederspiegeln. Auf der Abszisse dagegen wird der auf dem Erfahrungskurvenkonzept basierende relative Marktanteil abgetragen
welches im Vergleich zur Konkurrenz einen höheren Absatz aufweist
an Erfahrung gewinnt
dass ein Unternehmen
Er verkörpert die Unternehmensdimension und soll dem Gedanken Rechnung tragen
Diese zusätzliche Erfahrung führt vor allem zu Kostendegressionen sowie zur Senkung des Marktrisikos
Der relative Marktanteil ergibt sich aus: <math>frac{Eigener Marktanteil}{Marktanteil~des~stddot arksten~Konkurrenten}<math> Zur Aufteilung des Portfolios müssen Trennlinien gefunden werden
Für das Marktwachstum ergibt sich die Trennlinie aus dem zukünftigen Durchschnittswachstum der Branche bzw. dem Bruttosozialprodukt
ein anderer Wert ist allerdings möglich. Die Durchmesser der Kreise stellen den Umsatz der jeweiligen Produkte dar. [Bearbeiten]
0 angenommen
Für den Marktanteil wird meist ein Wert von 1
Normstrategien
Die Produkte oder Felder eines Unternehmens werden nun anhand ihrer Werte einem der vier Bereiche zugeordnet
Jeder Bereich verkörpert dabei eine so genannte Normstrategie
Sie soll eine Empfehlung zum weiteren Vorgehen geben
Der Weg eines typischen Produktes verläuft vom Question Mark über Star und Cash Cow zum Poor Dog
welche nicht diesem idealen Weg folgen
Es gibt durchaus auch Produkte
Viele Flops erreichen erst gar nicht den Star-Bereich
Nachwuchsprodukte oder Babies) sind die Newcomer unter den Produkten
Ein imitierendes Produkt dagegen überspringt möglicherweise den Bereich des Question Marks. Die Question Marks (auch Fragezeichen
allerdings nur geringe Marktanteile
Sie haben ein hohes Wachstumspotenzial
Das Management steht vor der Frage
ob sie lieber investieren oder das Produkt aufgeben sollen
die es jedoch nicht selbst erwirtschaften kann
Im Falle einer Investition benötigt das Produkt sehr viel liquide Mittel
Eine offensive Strategie wird empfohlen. Die Stars sind die absoluten Sternchen des Untenehmens
Sie haben nicht nur einen hohen Marktanteil sondern auch ein hohes Marktwachstum
haben den größten Marktanteil
jedoch ein geringes Marktwachstum
der sich aus dem hohen Marktwachstum ergibt
Den enormen Investitionsbedarf
decken sie allerdings bereits mit hohen Cash Flows. die Strategieempfehlung lautet: Investition. Die Cash Cows (Melkkühe)
Sie sind Spitzenreiter im Cash-Flow und wollen ohne weitere Investitionen "gemolken" werden
Eine Abschöpfungsstrategie ist angebracht. Die Poor Dogs sind die Auslaufprodukte im Unternehmen
Sie haben ein geringes Marktwachstum
manchmal sogar einen Marktschwund sowie einen geringen Marktanteil
Zusätzlich entsteht sogar die Gefahr der Etablierung des Verlustbringers
sondern auch das gesamte Portfolio in Augenschein zu nehmen
daher sollte das Portfolio bereinigt werden (Desinvestitionsstrategie). Es ist aber nicht nur wichtig die einzelnen Produkte anhand der Normstrategien zu beurteilen
Besonders ist hierbei auf den statischen Finanzausgleich zu achten
Die Produkte im Portfolio sollten sich gegenseitig stützen und finanzieren können
wenn z.B. die Cash Cow diese Erweiterung bezuschusst
Ein Question Mark kann nur expandieren
Auch zukünftige Entwicklungen sind ersichtlich
So sollten die Produkte in den einzelnen Bereichen gleichmäßig vertreten sein
Ein Unternehmen ohne Nachwuchsprodukte hat sicher kaum Chancen auf dem zukünftigen Markt. [Bearbeiten]
Beispiel
Das obige Beispiel-Portfolio ist stark unausgewogen
fehlt es an Nachwuchsprodukten
Obgleich sich viele Produkte in den liquiditätsbringenden Bereichen befinden
Das Unternehmen wird mittel- bis langfristig Problem mit seiner Stellung am Markt bekommen
Diese Erkenntnis ist sehr einfach mit einem Blick auf die Visualisierung der Produktumsätze durch die sog
Bubbles zu erkennen
Hierin liegt ein wesentlicher Vorteil des Modells - der Überblick statischer Größen (in diesem Fall absolute Umsatzzahlen) im Rahmen dynamischer Dimensionen (die Dimensionen der Matrix)
Aus Sicht der Produktpolitik im Marketing empfiehlt es sich in diesem Beispiel die vorhandenen Angebote im Bereich Poor dog entweder rasch zu eliminieren oder so stark zu relaunchen
dass sie mit geeigeter Marktkommunikation für den kommenden Markt vorbereitet werden können. Eine solche Situation hat auch starke Auswirkungen auf das Unternehmensrating gem
Basel II
es ist damit jedoch nicht gesagt dass die wohl gute Kapitalisierung des Unternehmens auch rechtzeitig in die Produktinnovation investiert wird
So wirft das Unternehmen zwar derzeit hohe Deckungsbeiträge ab
ohne die Betrachtung einer dynamischen Ausschichtung des Produktportfolios
Da bei einer Kreditanfrage die Unternehmensbewertung durch die Bank nach Basel II jedoch nur die statischen Leistungskennziffern abfragt
wird das Unternehmen aus vorliegendem Beispiel sowohl die EBIT-Analyse als auch die Wertschöpfungskennzahlen hervorragend darstellen können. Das Problem bei einer Fremdkapitalfinanzierung ist allerdings die Werthaltigkeit des Engagementes für die Zukunft und damit die Besicherung des Kredites mit zukünftig zu erwartenden Erfolgen
Banken
die sich auf eine BASEL II-konforme Leistungsbeurteilung eingestellt haben
werden das strategische Risiko ihres Kunden in diesem Fall nicht erkennen
Das Unternehmen wird ggf. hohe Kredite zu günstigen Konditionen erhalten
ohne dass mittel- bis langfristig ein Folgeertrag im derzeitigen Portfolio zu erwarten ist
Sollte ein Unternehmen diesen Vorteil unmittelbar zur Finanzierung neuer Produkte nutzten
kann der weitere Erfolg des Anbieters allerdings relativ einfach fremdfinanziert werden
Der Vorteil der BCG-Matrix liegt hier also in jedem Fall in der Abbildung derzeitiger und perspektivischer Potentiale im Unternehmen. [Bearbeiten]
Kritik
da die Entwicklung eines Marktanteils hohe Investitionen erfordern kann
Die Relation zwischen Marktanteil und Rentabilität ist fraglich
Darüber hinaus setzt der Ansatz ein fragwürdig hohes Gewicht auf das Marktwachstum und ignoriert das Potenzial rückläufiger Märkte
Ein weiterer Kritikpunkt bezieht sich auf die Betrachtung der Marktwachstumsrate
welche im Modell der BCG als gegebener Faktor angesehen wird
Tatsächlich kann ein Unternehmen jedoch durch geeignete Marketingmaßnahmen das Marktwachstum positiv beeinflussen. [Bearbeiten]
Siehe auch
Liste der Controllinginstrumente [Bearbeiten]
Literatur
Adolf G
Heinz-Georg Baum
Coenenberg
Thomas Günther: Strategisches Controlling
3A
uflageS
Stuttgart 2004
ISBN 3-7910-2114-1 (Erklärung verschiedener Portfolios mit Beispielen) en:B.C.G. analysis nl:BCG-matrix
chäffer-Poeschel Verlag
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
BCG-Matrix
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