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Atomwaffe
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Bild nicht gefunden Atombombe "Fat Man" (dt
Dicker Mann) wird auf Transportwagen verladen
kurz vor dem Flug nach Nagasaki (20 kt Sprengkraft) Bild nicht gefunden Unterschriften auf dem Leitwerk der Atombombe "Fat Man" Bild nicht gefunden Atombombe "Little Boy" (dt
die ihre Explosionsenergie aus der Umwandlung von Atomkernen bei der Kernspaltung oder Kernfusion gewinnen (im Gegensatz zu konventionellen Waffen
korrekt als Kernwaffen oder Nuklearwaffen bezeichnet
Kleiner Junge) wird kurz vor dem Start noch überprüft Bild nicht gefunden Atombombe "Little Boy" auf einem Transportwagen kurz vor dem Abflug nach Hiroshima (13 kt Sprengkraft) Zu den Atomwaffen
bei denen die Atomkerne unverändert bleiben)
gehören alle Waffen
die ihre Explosionsenergie aus chemischen Reaktionen erhalten
Sie gehören zu den ABC-Waffen (auch Massenvernichtungswaffen)
Eine Beschreibung über den Explosionsvorgang nach Abschluss der nuklearen Kettenreaktion und über dessen Auswirkungen findet sich unter Atombombenexplosion
"Verbergen") 1 Einführung 2 Technik 3 Klassifizierung 3.1 Strategische Atomwaffen 3.2 Taktische Atomwaffen 3.3 Neutronenbomben 3.4 Mini-Nukes 3.5 Bunker Buster 3.6 Schmutzige Atombombe 4 Geschichte 4.1 Manhattan-Projekt 4.2 Einsatz gegen Hiroshima und Nagasaki 4.3 Entwicklung nach dem 2
Der Artikel Zivile Atombomben beschreibt die bisherigen nicht-militärischen Atomexplosionen. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Weltkrieg 4.4 Entwicklung der Wasserstoffbombe 4.5 Entwicklung nach dem kalten Krieg 4.6 Unfälle mit Atomwaffen 5 Atomteststoppabkommen 6 Literatur 7 Weblinks [Bearbeiten]
Einführung
Die Entwicklung der Kernwaffen stellt einen Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit dar
Bereits die ersten Atombomben erreichten Explosionsenergien
die mehr als zehntausend Tonnen konventionellen Sprengstoffs entsprachen
um im August 1945 die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki fast vollständig zu zerstören und Hunderttausende von Menschen zu töten
Damit setzten sie genug Energie frei
Während des Kalten Krieges entwickelten vor allem die USA und die Sowjetunion Atomwaffen mit teilweise mehr als zehn Millionen Tonnen TNT-Äquivalent
Die stärkste jemals explodierte Bombe war die sowjetische Zar-Bombe
Sie wurde am 30
Oktober 1961 bei einem atmosphärischen Atombombentest gezündet und setzte eine Energie von etwa 57 Millionen Tonnen TNT-Äquivalent frei
Zum Vergleich: die Hiroshima-Bombe hatte eine Sprengkraft von 13 Kilotonnen TNT
Eine Bombe mit derartiger Kraft hätte im Kriegseinsatz ganze Ballungsgebiete verwüstet
aber mehr noch durch die bei der Explosion freigesetzten radioaktiven Rückstände stellen Atomwaffen eine ernste existenzielle Bedrohung für die Menschheit und das Leben auf der Erde dar
Durch ihre große Zerstörungskraft
Auch nach dem Zusammenbruch des Ostblocks ist die Gefahr eines Atomkrieges nicht gebannt
nach atomarer Aufrüstung
Eine zunehmende Zahl kleinerer Staaten strebt
teilweise bereits mit Erfolg
Der Umgang mit dieser Gefahr wird von vielen Politikwissenschaftlern als eine der größten Herausforderungen des 21
Jahrhunderts angesehen. siehe auch unter: Atomstreitkräfte [Bearbeiten]
Technik
Die technische Entwicklung der Atomwaffen seit den 40er Jahren hat eine große Vielfalt unterschiedlicher Varianten hervorgebracht
Unterschieden werden grundsätzlich Atombomben nach dem Kernspaltungsprinzip bzw
Fission ("klassische" Atombombe) und nach dem Kernfusionsprinzip (Wasserstoff- oder H-Bombe)
Bei der Fission wird eine ausreichende Menge Uran 235 oder Plutonium 239 durch Sprengstoff auf engem Raum zusammengebracht
deren Stärke exponentiell zunimmt
Diese Anreicherung führt zu Kernreaktionen
Bei der Fusion wird zunächst eine Fissionsbombe gezündet
Die freigesetzte Energie reicht aus um in dem in der Bombe enthaltenen schweren Wasserstoff die Fusionskettenreaktion zu starten
Mehr dazu siehe: Atomwaffentechnik [Bearbeiten]
Klassifizierung
Die Explosionsenergie reicht von der Sprengkraft weniger hundert Kilogramm TNT bis zu einigen Megatonnen (1 Megatonne = 1 Million Tonnen bzw
1 Milliarde Kilogramm) TNT-Äquivalent
Neben der reinen Sprengkraft sind folgende millitärische "Maßeinheiten" in Verwendung: Totaler Zerstörungsradius: Radius um das Explosionszentrum in dem alles tierische und menschliche Leben und alle Gebäude
Pflanzen etc. komplett vernichtet werden
Kann bis zu 100 km erreichen
Millionen Tote: Anzahl der Getöteten bei Detonation in einem Ballungsgebiet Zahl der Sprengköpfe: viele Kernwaffen verfügen heute über mehrere Sprengköpfe
die dann in großer Höhe von der Trägerrakete getrennt werden
So kann eine einzige Rakete riesige Gebiete verwüsten. [Bearbeiten]
Strategische Atomwaffen
sondern Ziele im gegnerischen Hinterland zerstören sollen
wie z
die nicht auf dem Gefechtsfeld eingesetzt werden
Strategische Atomwaffen sind Atomwaffen mit großer Sprengkraft
B. ganze Städte oder Silos von Interkontinentalraketen
die von Flugzeugen abgeworfen werden Marschflugkörper (Cruise Missiles) mit Atomsprengkopf
Ihre Sprengkraft reicht vom Kilotonnenbereich bis zu theoretisch über 100 Megatonnen TNT bei der Wasserstoffbombe. Strategische Atomwaffen sind: Atombomben
Schiffen oder U-Booten abgefeuert werden können Landgestützte Interkontinentalraketen mit Atomsprengkopf
die von Flugzeugen
die in Silos oder mobil auf dem Festland stationiert sind Landgestützte Mittelstreckenraketen mit Atomsprengkopf
die in Silos oder auf mobilen Abschussrampen montiert sind
Ein besonderes Problem dieser Waffen ist die extreme kurze Flug- und damit Reaktionszeit von nur wenigen Minuten
Sie gelten deshalb als besonders anfällig für das unbeabsichtigte Auslösen eines Atomschlages
da nach radargestützter (Fehl-)Erkennung einer solchen Rakete praktisch keinerlei Zeit bleibt
politische Entscheidungsprozesse auszulösen
Beispiele für diese Raketen sind die in den 50er Jahren von den USA in der Türkei stationierten Jupiter-Raketen und jene Raketen
die die UdSSR auf Kuba stationieren wollte - was die Kubakrise auslöste
wie Pakistan oder Israel
denen die Technik von Interkontinentalraketen fehlt
Derartige Waffen werden heute lediglich noch von solchen Staaten stationiert
die von U-Booten gestartet werden Eine Rakete kann je nach Bauart auch mehrere Atomsprengköpfe transportieren. [Bearbeiten]
Seegestützte Raketen mit Atomsprengkopf
Taktische Atomwaffen
besitzen aber im Vergleich zu den strategischen Kernwaffen eine niedrigere Sprengkraft
Taktische Atomwaffen
auch atomare oder nukleare Gefechtsfeldwaffen genannt
werden ähnlich wie konventionelle Waffen gezielt gegen gegnerische Verbände oder Einheiten eingesetzt
Ihre Sprengkraft ist für Atomwaffen vergleichsweise niedrig
sie reicht bis zu einigen hundert Kilotonnen TNT
Die kleinste taktische Atomwaffe im Truppendienst hat eine Sprengkraft von lediglich circa 0
3 KT
Derartig kleine Atomwaffen erlauben einen Einsatz vergleichsweise nahe an den eigenen Truppen
Taktische Atomwaffen gibt oder gab es als Freifallbombe Artilleriegranaten
die von normalen Artilleriegeschützen verschossen werden können Raketen zur U-Boot-Abwehr Taktische Raketen kurzer Reichweite (z
B. "Lance"
"Honest John") Luft-Luft-Raketen zur Bekämpfung von Flugzeugen (heute nicht mehr verwendet) Boden-Luft-Raketen (z
BB
omarc) zur Bekämpfung von Flugzeugen und - beispielsweise im Rahmen des amerikanischen Safeguard-Systems - zur Abwehr von InterkontinentalraketenR
aketen zur Bekämpfung von Satelliten Nukleare Wasserbomben zum Einsatz gegen U-Boote Kofferbomben (zum Einsatz durch Geheimdienste) Atomminen sollten auch an der innerdeutschen Grenze zum Einsatz kommen. Diskutiert wurden daneben auch Im Weltraum stationierte Atombomben Torpedos zur U-Boot-Abwehr [Bearbeiten]
Neutronenbomben
ohne die Infrastruktur im Zielgebiet zu zerstören
Genannt werden mehrere Gründe für den Einsatz einer Neutronenbombe: Biologisches Leben soll durch die Strahlung getötet werden
außer durch sehr nahe Explosionen
Panzer mit Atomwaffen zu zerstören
Es ist schwierig
die die Panzerung durchdringen können
Die Besatzung kann jedoch durch Neutronen
kampfunfähig gemacht werden
Die betroffenen Soldaten sterben nach kurzer Zeit
wenn man davon ausgeht
dass der Panzer 1000 bis 2000 m vom Explosionszentrum entfernt war
Das metallische Panzergehäuse wird aber durch Neutroneneinfang zum Teil radioaktiv; die Besatzung muss in kurzen Abständen (< 24 h) jeweils ausgewechselt werden
durch Neutroneneinfang eine großflächige radioaktive Verstrahlung zu bewirken
z.B. in anfliegenden Raketen
unbrauchbar gemacht werden. Oft wird vergessen
Durch einen hohen Neutronenfluss können gegnerische Atomwaffen
dass die intensive Neutronenstrahlung geeignet ist
Anders als bei der Atombombe
der sich zumindest theoretisch einsammeln und abwaschen lässt
wo vor allem der Fallout strahlt
was der Neutronenstrahlung ausgesetzt ist
wird bei der Neutronenbombe alles verstrahlt
Hinzu kommt
wirksam sind
dass die übrigen Wirkungsmechanismen (Druckwelle und Wärmestrahlung) auch bei Neutronenbomben
wenngleich in geringerem Maße
durch deren Rauchentwicklung radioaktives Material in die Atmosphäre gelangt
So kommt es zur Entzündung des bestrahlten Materials und folglich zu Großbränden unterhalb des Explosionszentrums
Auch die Neutronenbombe ist also alles andere als "sauber"
In den USA wurden seit 1974 etwa 800 Neutronensprengsätze gebaut
Die letzten wurden 1992 verschrottet. [Bearbeiten]
Mini-Nukes
technisch hoch entwickelte Atomwaffen ist in den USA geplant
So genannte "Mini-Nukes" sind Atomwaffen mit einer Sprengkraft unter fünf Kilotonnen. Die neue Forschung über kleine
Der US-Senat hob im Mai 2003 ein 10 Jahre altes Verbot der Entwicklung von Mini-Nukes auf
Diese Entscheidung wurde im Kongress durch eine Resolution geschwächt
jedoch ein Verbot der Entwicklung oder Herstellung neuer Atomwaffen mit geringer Sprengkraft beibehält. [Bearbeiten]
die die Forschung erlaubt
Bunker Buster
Nukleare bunkerbrechende Waffen sollen tief in die Erde eindringen
um unterirdische und verhärtete Bunker zu zerstören
tief genug unter die Oberfläche eindringen und die Explosion vollkommen unterirdisch abläuft
Es ist ausgeschlossen
dass die Bomben
aus der Luft abgeworfen
Somit wird ein Bombenkrater erzeugt und hoch radioaktives Material in die Luft ausgeworfen
Ebenso sind durch die erzeugten Erschütterungen großflächige Zerstörungen um das eigentliche Ziel herum zu befürchten
Es gibt im US-Arsenal bereits eine "Bunker Buster": Die B-61-11
die laut des im Januar 2002 veröffentlichten Überprüfungsberichts (NPR = Nuclear Posture Review) der US-Atomwaffenpolitik eine Sprengkraftgröße von mehr als fünf Kilotonnen hat und damit keine "Mini-Nuke" ist
Diese Waffe dringt aus einer Höhe von gut 13.000 Metern nur bis zu sieben Meter in die Erde und 2-3 Meter in gefrorenen Boden ein
Die USA haben etwa 50 dieser Bomben zur Verfügung. [Bearbeiten]
Schmutzige Atombombe
Eine so genannte schmutzige Bombe besteht aus konventionellem Sprengstoff
dem radioaktives Material beigemischt wurde
Im Vergleich zu einer echten Atom-Bombe ist die Sprengkraft einer schmutzigen Bombe erheblich geringer
die Hunderttausende Menschen auf einen Schlag vernichten kann
Sie besitzt nicht deren enorme Sprengkraft
radioaktives Material über ganze Stadtteile zu verstreuen und diese auf lange Sicht unbewohnbar zu machen
Ihr Ziel ist es
Nach Ansicht von Experten können auch nur schwach verstrahlte Landstriche über Jahre hinweg die Gefahr von Krebserkrankungen für die Bevölkerung erhöhen
Auch wenn die Verschmutzung nur oberflächlich und daher (mit enormem Aufwand allerdings) abwaschbar wäre
könnte die psychologische Wirkung eines solchen Anschlages verheerend sein
da z.B
Arbeitnehmer eine schnelle Rückkehr an den Ort des Anschlags verweigern könnten. Der atomare Inhalt schmutziger Bomben setzt sich aus Substanzen von geringerer Radioaktivität zusammen
z
wie sie unter anderem in der Industrie oder Medizin zum Einsatz kommen
B. radioaktives Spaltmaterial aus Atomkraftwerken oder Nuklearstoffe aus medizinischen Geräten
Die Zutaten für eine schmutzige Bombe sind im Unterschied zu echten Atombomben also verhältnismäßig leicht zu beschaffen
dass Terroristen radioaktives Material aus der ehemaligen Sowjetunion kaufen könnten
Bereits seit längerem warnt die Internationale Atomenergie-Organisation davor
Forschungseinrichtungen oder Krankenhäusern radioaktive Strahlenquellen
Dort verschwinden immer wieder aus Industrie
Selbst in den USA kommt regelmäßig radioaktives Material abhanden. [Bearbeiten]
Geschichte
[Bearbeiten]
Manhattan-Projekt
In Deutschland arbeiteten während des Zweiten Weltkrieges Forscher wie Werner Heisenberg
Carl Friedrich von Weizsäcker oder Otto Hahn im "Uranprojekt" an der technischen Nutzbarmachung der Kernspaltung
Die Befürchtung der USA
Hitlerdeutschland könnte so eine Atombombe entwickeln
selbst ein Atombombenprogramm auf die Beine zu stellen
wurde zum Anlass genommen
dass im "Uranprojekt" keine Kernwaffen entwickelt wurden
Erst nach dem Krieg stellt man fest
1942 wurde unter größter Geheimhaltung unter dem Decknamen "Projekt Y" (als Teil des Manhattan-Projekts) das Forschungslaboratorium Los Alamos im US-Bundesstaat New Mexico konzipiert
Von 1943 an arbeiteten dort unter der wissenschaftlichen Leitung Robert Oppenheimers mehrere tausend Menschen
vielfach Wissenschaftler und Techniker
Am 16
Juli 1945 wurde die erste Atombombe oberirdisch bei Alamogordo gezündet (Trinity-Test)
Die Bombe verwendete Plutonium als nukleares Brennmaterial und besaß eine Sprengkraft von etwa 20 Kilotonnen
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde ein deutsches Fern-U-Boot (U 234) nach Japan entsandt
das neben Kisten voll Dokumenten und Verfahrensanweisungen auch etwa eine halbe Tonne Uran-Oxid beförderte
wofür die Japaner dieses Uran verwenden wollten
Es ist unklar
so dass auch nach technischer Anreicherung keine ausreichende Menge für eine Atombombe hätte daraus gewonnen werden können
Angeblich soll es sich um Natururan gehandelt haben
nach der deutschen Kapitulation den Amerikanern
auf Anweisung von Dönitz
Die Besatzung des U-Bootes ergab sich
wie vorgesehen
aufgrund der deutschen Kapitulation
gegen Nazi-Deutschland zum Einsatz
amerikanische Atomprojekt kam
und auch aufgrund Einsteins Brief deswegen an den US-Präsidenten forcierte
Ausführlicher Artikel: Manhattan-Projekt Bild nicht gefunden "Ground Zero" in Hiroshima vor (oben) und nach der Explosion der Bombe (unten) (Zusammenstellung aus zwei Modellen im Atombombenmuseum von Hiroshima) Das eigentlich als Gegengewicht zum deutschen Atomprojekt begonnene
nicht mehr
Deshalb wurden die ersten Luftangriffe mit Atombomben am 6. und 9
August 1945 gegen die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki geflogen. [Bearbeiten]
Einsatz gegen Hiroshima und Nagasaki
Am 6
August 1945
wo sie um 8.16 Uhr Ortszeit in etwa 600 m Höhe über dem Boden detonierte
Little Boy genannt
also 21 Tage nach dem ersten erfolgreichen Test bei Alamogordo
über der Küstenstadt Hiroshima ab
warf der Bomber Enola Gay die erste Atombombe (Sprengstoff: Uran-235)
weitere 50.000 Menschen starben Jahre bis Jahrzehnte später an der Strahlenkrankheit
Rund 90.000 Menschen starben sofort
Am 9
eigentlich über Kokura abwerfen
August 1945 sollte der Bomber Bockscar die zweite Atombombe (Sprengstoff: Plutonium-239)
Fat Man genannt
Aufgrund schlechter Sicht wich man jedoch im letzten Moment auf die Küstenstadt Nagasaki aus
weitere 40.000 Menschen wurden so stark verstrahlt
dass sie Jahre bis Jahrzehnte später starben
Bei diesem Angriff starben 36.000 Menschen sofort
Die militärische Notwendigkeit des Atombombeneinsatzes ist umstritten
denn diesen zwei Städten wurde der Angriff mit konventionellen (Brand-)Bomben bis zuletzt erspart
um dann den Effekt einer nuklearen Explosion auf eine Grossstadt testen zu können
Dazu gibt es Hinweise dafür
dass der japanische Kaiser zum Zeitpunkt des atomaren Angriffs schon zu einer Aufgabe bereit war
Weiterhin muss der Atombombeneinsatz auf Hiroshima und Nagasaki mit der Bombardierung von Tokio verglichen werden
Dort starben während der Nacht vom 9
März 1945 mehr als 100'000 Menschen
Die Legimität des Atombombeneinsatzes steht und fällt also mit jener des konventionellen Bombenkriegs
Noch heute wird jährlich der tausenden Opfer gedacht
Als Symbol für den Frieden werden dabei einige weiße Tauben fliegen gelassen. [Bearbeiten]
Entwicklung nach dem 2. Weltkrieg
Bild nicht gefunden Atomwaffentest mit Soldaten
1951 Die Zeit unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg war zunächst von einer langsamen Weiterentwicklung der Atombombe geprägt
arbeiteten Großbritannien und die Sowjetunion an eigenen Atombomben
Während die USA unterschiedliche Tests wie eine Unterwasserexplosion durchführten
Die Sowjetunion zündete ihre erste Atombombe am 29
Großbritannien erst am 2
August 1949
Oktober 1952
In dieser Zeit entstand auch das nebenstehende Bild eines amerikanischen Truppenversuchs mit Soldaten in geringer Entfernung zur Atomexplosion
das den sorglosen Umgang mit Radioaktivität in der damaligen Zeit dokumentiert. [Bearbeiten]
Entwicklung der
Wasserstoffbombe
Die weitere Entwicklung von Atomwaffen führte zur Wasserstoffbombe
Die erste Zündung einer Wasserstoffbombe mit dem Codenamen "Ivy Mike" erfolgte am 1
4 Megatonnen TNT-Äquivalent frei
November 1952 auf dem Bikini-Atoll und setzte eine Energie wie 10
Diese Sprengkraft entspricht dem 830-fachen der Hiroshima Bombe
führte zur Entwicklung von Urananreicherungsanlagen sowie den ersten Kernreaktoren
Die Notwendigkeit
angereichertes Uran und Plutonium zum Atomwaffenbau herzustellen
Die hierdurch gewonnenen Erfahrungen beschleunigten den Aufbau einer zivilen Nutzung der Kernenergie
Weltweit
wird der Einsatz dieser Massenvernichtungswaffen hauptsächlich gegen die Zivilbevölkerung als ungerechtfertigt verurteilt
teilweise auch in den USA selbst
Die Entwicklung der Atombombe wird heute (in der zivilisierten Welt) als das dunkelste Kapitel der Technik- und Wissenschaftsgeschichte angesehen
Die Atombombe ist der Inbegriff des "Fluches der Technik". Die Erfindung der Atomwaffen löste ein beispielloses Wettrüsten - insbesondere zwischen den USA und der Sowjetunion - aus und war die schwerste Bedrohung in der Zeit des Kalten Krieges
weil die direkte Konfrontation auf beiden Seiten nicht zuletzt wegen dieser übermächtigen Bedrohung einer nuklearen Explosion gescheut wurde
Die Atomwaffe hatte hier andererseits möglicherweise eine hemmende Wirkung im positiven Sinne
Unter diesem Eindruck wurden die Risiken des technischen Fortschritts insbesondere in der Literatur vielfach erörtert ... [Bearbeiten]
Entwicklung nach dem kalten Krieg
Nach dem Zerfall der Sowjetunion zu Beginn der 1990er Jahre bezweifeln Experten den militärischen Sinn von Atomwaffen
da jedes Ziel auch mit konventionellen Waffen der gewünschten Größenordnung zerstört werden kann
denn diese könnten bei Verwendung von Atomwaffen mit geringem Aufwand großen Schaden anrichten (siehe Hiroshima bzw
Als größte Gefahr der atomaren Bewaffnung wird daher ein Einsatz durch Terroristen angesehen
Nagasaki)
während Atomwaffen im Kampf gegen den Terrorismus vollkommen ungeeignet sind
Unabhängig von dieser Entwicklung blieben die USA und Russland als Nachfolgestaat der Sowjetunion diejenigen Staaten mit den meisten Atomwaffen
Ihr Arsenal wird auch weiterhin gepflegt
entzog sich jedoch nach Ende des Kalten Krieges mehr und mehr der öffentlichen Aufmerksamkeit
Während zunächst die Entwicklungstätigkeit in diesem Bereich erlahmte
werden in den USA seit Ende der neunziger Jahre so genannte Bunker Buster entwickelt
Diese Atomwaffen kleiner Sprengkraft dienen der Vernichtung unterirdischer Anlagen
Sie werden mit hoher Geschwindigkeit in den Boden geschossen
dringen in diesen ein und explodieren dann unterirdisch
die die angegriffenen Anlagen zerstört
Dadurch lösen sie eine Schockwelle im Boden aus
Politischer Hintergrund dieser Entwicklung sind vermehrte Anstrengungen einiger Staaten der dritten Welt wie dem Iran
um sie im Kriegsfall den Angriffen durch überlegene Luftstreitkräfte zu entziehen
wichtige militärische Bauten unterirdisch anzulegen
da ihr Einsatz kaum Aufsehen erregen würde
Die Entwicklung solcher kleiner Atomwaffen wird in der Fachwelt als eine Gefahr eingeschätzt
Statt zerstörter Städte und tausender Toter würde die Weltöffentlichkeit lediglich einen kleinen Krater sehen
Atomwaffen einzusetzen und auf diese Weise vergleichsweise preiswert - ohne Verlust eigener Soldaten und ohne allzu negatives Image - Kriege in der dritten Welt zu führen. Aktuell verfügen folgende Staaten über Atomwaffen und gelten daher als Atommächte: USA
Volksrepublik China
Indien und Pakistan
Frankreich
In der Konsequenz würde die Hemmschwelle sinken
Russland
Großbritannien
Atomwaffen zur Abschreckung entwickelt zu haben
Nordkorea erklärte ebenfalls
die Aussage wird jedoch auch von verschiedener Seite bezweifelt
Unstrittig ist jedoch
dass Nordkorea ein ambitioniertes Programm zum erlangen von Nuklearwaffen unterhält
Obwohl nie von offizieller Seite bestätigt
dass auch Israel im Besitz von ca
gilt es als unstrittig
200 Atomwaffen ist
da das Land in der Vergangenheit seinen Nachbarländern mehrfach mit deren Einsatz gedroht hat
ist aber nicht gesichert
Beim Iran gilt der Besitz einer Atomwaffe als möglich
der Zweck ist jedoch laut Iran die Zivile Nutzung der Kernkraft
auch hier ist das Atomprogramm ambitioniert
in Deutschland früher bis zu 5000
Die USA haben zudem in fast allen NATO-Staaten Atomwaffen stationiert
heutzutage in Ramstein und Büchel 65 H-Bomben; hier besteht die sogenannte Nukleare Teilhabe
Einen Überblick über die verschiedenen Atomwaffenprogramme gibt der Artikel über Atommächte. [Bearbeiten]
Unfälle mit Atomwaffen
Zwischen 1950 und 1980 wurden 32 Unfälle (!) allein mit US-amerikanischen Atomwaffen bekannt
Vor allem in den 1950er und 1960er Jahren mussten viele Waffen bei Notlandungen von Bombern abgeworfen werden
weil sie in den Ozeanen abgeworfen (aber nicht gezündet) wurden
Manche der Waffen wurden nie wieder gefunden
Nach Schätzungen von Greenpeace gingen etwa 50 Atombomben verloren
11 Bomben vermissen die USA
Radioaktive Verseuchung wurde nur in wenigen Fällen festgestellt
Eine Übersicht der Unfälle kann auf der Liste der nuklearen Unfälle gefunden werden. [Bearbeiten]
Atomteststoppabkommen
Am 10
Oktober 1963 trat das Teststoppabkommen in Kraft
im All und in der Atmosphäre zu zünden
keine Nuklearwaffen im Wasser
worin sich einige Großmächte einigten
Unterirdische Tests sollten eine bestimmte Stärke nicht überschreiten
Diesem Abkommen sind bisher 120 Nationen beigetreten
Seit 1996 liegt der Vertrag zum umfassenden Verbot von Nuklearversuchen|CTBT zur Unterzeichnung auf
wenn eine bestimmte Gruppe von Ländern ihn ratifiziert hat
u.a. die USA
Er tritt erst in Kraft
Die Ratifizierungen einiger wichtiger Länder stehen derzeit noch aus
Vor allem die USA lehnen Rüstungskontrollen ab
Die Einhaltung der Verträge wird durch verschiedene Techniken verifiziert: Erdbebenmessstationen reagieren bereits auf kleinste Vibrationen und ermöglichen eine recht genaue Ortung von unterirdischen Detonationen
Sie können auch die seismographischen Signaturen von Erdbeben und Atomwaffentests deutlich unterscheiden
Hydroakustik kann Unterwasserexplosionen aufspüren und lokalisieren
Spezialmikrophone und Radionuklid-Detektoren können atmosphärische Kernexplosionen entdecken
identifizieren und lokalisieren
Die Messstationen sind über die ganze Welt verteilt
wird es auch noch die Möglichkeit der Vor-Ort-Inspektion geben
Wenn der Vertrag in Kraft tritt
Die Implementation des Vertrages wird von der Organisation des Vertrags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen (CTBTO) vorbereitet
Auf der Website der CTBTO (www.ctbto.org) finden sich darüber detaillierte Angaben
Nukleare Teilhabe
Atomstreitkräfte
Kernwaffen-Effekt
Demonstrative Use
Atomkrieg
Radiologische Waffe (schmutzige Bombe) [Bearbeiten]
Wettrüsten
Nuklearer Holocaust
Siehe auch: Uranmunition
Nukleare Basiswelle
EMP
Strategic Defense Initiative (SDI)
Plutoniumbombe
Atommacht
Kalter Krieg
Atombombentest
Atomkriegsuhr (Doomsday clock)
Literatur
Eberhard Panitz: Treffpunkt Banbury oder Wie die Atombombe zu den Russen kam
Ruth Werner
Klaus Fuchs
2003
ISBN 3360009908 Robert Jungk: Heller als tausend Sonnen
ISBN B0000BJWE0 Gian L
1958
Giuseppe Zambon: Hiroschima
Nagasaki
Nespoli
ISBN 3889750559 Wolfgang Sternstein: Atomwaffen abschaffen!
1997
2001
Thomas Mehner Das Geheimnis der deutschen Atombombe
ISBN 3933325056 Edgar Mayer
Gewannen Hitlers Wissenschaftler den nuklearen Wettlauf doch?
Thomas Mehner: Die Atombombe und das Dritte Reich
2001
ISBN 3930219360 Edgar Mayer
2002
ISBN 3930219506 Rainer Karlsch
Zbynek Zeman: Urangeheimnisse
ISBN 386153276X Helmut Simon (Vorwort): Atomwaffen vor dem Internationalen Gerichtshof
2002
ISBN 3825832430 Heiner Kipphardt: In der Sache J
Robert Oppenheimer ISBN 3499121115 [Bearbeiten]
Weblinks
ein naiver Aufklärungsfilm von 1951
wie man sich bei der Explosion einer A-Waffe zu verhalten hat. ca:Bomba atòmica cs:Jaderná zbraň da:AtomvÃ¥ben en:Nuclear weapon eo:Atombombo es:Bomba atómica fi:Ydinase fr:Arme nucléaire he:× ×©×§ ×’×¨×¢×™× ×™ hu:Nukleáris fegyver id:Senjata Nuklir is:Kjarnorkuvopn it:Armi nucleari ja:æ ¸å…µå™¨ lv:KodolieroÄ?i ms:Senjata nuklear nl:Atoombom no:AtomvÃ¥pen pl:Bomba atomowa pt:Bomba atômica ru:Ядерное оружие simple:Nuclear weapon sv:Kärnvapen th:à¸à¸²à¸§à¸¸à¸˜à¸™à¸´à¸§à¹€à¸„ลียร์ zh:æ ¸æ¦å™¨
Schmutzige Bombe (http://www.politikerscreen.de/t-online/lexikon_detail.asp?ID=398) Atomwaffentests (http://www.glasnost.de/militaer/95atomstud.html) International Physicians for the Prevention of Nuclear War (http://www.ippnw.org) IPPNW Österreich (http://www.ippnw.at) www.kernwaffe.de - Große Bilder und Video-Sammlung über A-Waffen (http://www.kernwaffe.de) IPPNW Deutschland (http://www.ippnw.de) Basiswissen Kernenergie (http://www.kernenergie-wissen.de/kernwaffen.html) Nuclear Explosion Database (http://www.ga.gov.au/oracle/nukexp_query.html) Die Atombombentests der USA (ausführliche Beschreibung!) (http://nuclearweaponarchive.org/Usa/Tests/Crossrd.html) The Nuclear Weapon Archive (u.a. ausführliche technische Informationen) (http://gawain.membrane.com/hew/) Heise-Telepolis-Artikel über verschwundene Atombomben in den USA im Kalten Krieg (http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/kino/18295/1.html) Duck and Cover (http://www.archive.org/movies/details-db.php?collection=prelinger&collectionid=19069)
[X] Schliessen
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Atomwaffe
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