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Diskussion : Aromunen
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Aromunen
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Die Aromunen oder Vlachen sind eine das romanische Aromunisch sprechende Bevölkerungsgruppe in Nord-Griechenland
Mazedonien und Bulgarien
Albanien
Sie gelten als die Nachfahren der in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten romanisierten Bevölkerung der südlichen Balkanhalbinsel und der alten Makedonen (Alexander der Große)
Die Vlachen gehören zumeist der orthodoxen Kirche an. Zu den Aromunen im weiteren Sinn gehören auch die im Nordosten der griechischen Provinz Makedonien siedelnden Megleno-Rumänen oder Kutzo-Walachen
"Verbergen") 1 Historische Entwicklung 1.1 Entstehung der provinzialrömischen Bevölkerung auf dem südlichen Balkan 1.2 Völkerwanderungszeit und Mittelalter 1.3 Osmanische Zeit (15. - 19
Aromunisch und Megleno-Rumänisch sind sehr eng verwandte romanische Sprachen. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Jahrhundert) 2 Literatur 3 Weblinks [Bearbeiten]
Historische Entwicklung
[Bearbeiten]
Entstehung der provinzialrömischen Bevölkerung auf dem südlichen Balkan
Die Ansiedlung lateinischsprachiger Veteranen auf dem Balkan begann im zweiten Jahrhundert vor Christus
nachdem die Römer im Jahr 148 die Provinz Macedonia eingerichtet hatten
Das Gebiet zwischen der heute albanischen Adriaküste im Westen
der Linie Serdica (Sofia) und Thessaloniki im Osten war in der römischen Kaiserzeit eine Mischzone griechischer und lateinischer Einflüsse; die Einwanderung aus Italien setzte sich bis in das erste nachchristliche Jahrhundert fort
Auch nach der Teilung in das griechische Ost- und das lateinische Westrom - die Grenze verlief seit 395 von der Donau bei Sirmium (beim heutigen Belgrad) bis Lissos (Lezha) in Nordalbanien - erhielt sich bei der provinzialrömischen Bevölkerung in Makedonien und Epirus die lateinische Sprache
auch wenn politisch Konstantinopel das Szepter führte und Griechisch nach und nach Amtssprache wurde. [Bearbeiten]
Kirchlich gehörten diese Regionen in der Spätantike unter das lateinische Patriarchat der römischen Päpste
was sicher nicht unwesentlich zum Erhalt der Latinität beitrug
Völkerwanderungszeit und Mittelalter
Durch die Stürme der Völkerwanderung und vor allem die slawische Einwanderung auf den Balkan seit dem Ende des 6
Jahrhunderts änderte sich die ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung auf dem Balkan gravierend
Die romanische Bevölkerung wurde teilweise assimiliert und vor allem auch von der lateinischen Welt im Westen abgeschnitten
Ihre Sprache hielt sich nur mehr in einigen Regionen im Inneren des Balkans sowie in einigen Küstenstädten
Von da an entwickelte sich die aromunische Sprache eigenständig
Kulturell und wirtschaftlich unterschieden sich die Aromunen von der sie umgebenden Bevölkerung
was die Herausbildung eines stabilen vlachischen Ethnikums begünstigte
während die Slawen vor allem Bauern waren
Vom Mittelalter bis in die osmanische Zeit lebten die Aromunen überwiegend als Wanderhirten und Händler
Zu den Wanderungen vlachischer Bevölkerungsgruppen und ihrer erneuten Ausbreitung im Spätmittelalter (vor allem im heutigen Nordgriechenland) existieren in der Geschichtsforschung sehr verschiedene und häufig sehr umstrittene Auffassungen
Das Spektrum reicht von der dakorumänischen These bis hin zur Betonung absoluter Siedlungskontinuität: Dakorumänische These: Es wird von einem intensiven Austausch romanischer Bevölkerung zwischen den nördlich der Donau gelegenen Ländern und dem südlichen Balkan ausgegangen
Als Begründung dient vor allem die Ähnlichkeit der aromunischen mit der rumänischen Sprache. Kontinuitätsthese: Es wird davon ausgegangen
dass sich auch die Aromunen im 13. und 14
dass die Aromunen unmittelbar von der provinzialrömischen Bevölkerung Makedoniens
Thessaliens und des Epirus abstammen. Wenn man die Ethnogenese der im selben Raum siedelnden Albaner (diese waren im Mittelalter ebenso wie die Vlachen überwiegend Wanderhirten) zum Vergleich heranzieht
ist davon auszugehen
Jahrhundert erneut in damals relativ menschenleere griechische Landschaften ausgebreitet haben
Ob die aromunische Siedlungsbewegung ihren Anfang nördlich oder südlich der Donau genommen hat
ist angesichts fehlender schriftlicher Quellen kaum zu entscheiden. [Bearbeiten]
Osmanische Zeit (15. - 19. Jahrhundert)
Die Aromunen konnten sich seit dem 15
Jahrhundert relativ gut an die neue türkische Herrschaft anpassen
Seit die Grenze des osmanischen Reichs an der Donau lag
herrschte auf dem Balkan Frieden und Sicherheit auf den Straßen
An der wirtschaftlichen Prosperität und dem damit einhergehenden Aufschwung des Handels konnten neben griechischen auch zahlreiche aromunische Kaufleute profitieren
Sie vermittelten den Austausch mit den zentraleuropäischen Ländern
waren aber auch am Balkanhandel der Seerepublik Ragusa (heute Dubrovnik) beteiligt
Im 17. und 18
Wien und Krakau
Jahrhundert besuchten aromunische Kaufleute die Messen und Märkte in Leipzig
Sie ebenso waren in Konstantinopel und in Venedig tätig
die nicht zuletzt aus den Handelsgewinnen finanziert wurde
Die Heimatregionen dieser Kaufleute erlebten eine kulturelle Blüte
gehörte im 17. und 18
Das vorwiegend von Vlachen bewohnte Voskopoja im Südosten Albaniens
Jahrhundert zu den kulturellen Zentren der Orthodoxie auf dem Balkan
Hier entstand eine wissenschaftliche Akademie (mit griechischer Unterrichtssprache) und auch die erste Druckerei Südosteuropas wurde in Voskopoja gegründet
In der Kunst (vor allem Ikonenmalerei und Architektur) wurde ein Stil entwickelt
bei dem sich orientalische Elemente mit Anregungen aus dem Westen verbanden
Auch das nahe gelegene Korça und das mazedonische Bitola wurden in ihrer Blütezeit nicht unwesentlich von den aromunischen Kaufleuten mitgeprägt. Durch den im 19
beziehungsweise wurde von der jeweils herrschenden Nation für sich reklamiert
Jahrhundert aufgekommenen Nationalismus der Balkanvölker sind die kulturellen Leistungen der Aromunen weitgehend in Vergessenheit geraten
Nur langsam besinnt man sich wieder darauf
wie wichtig die Aromunen unter anderem als Bindeglied zum Westen gewesen sind
In Korca besitzen die Aromunen heute wieder eine eigene orthodoxe Kirche
die ihre Eigenständigkeit im Hinblick auf ihre religiöse Traditionen bewahrt. [Bearbeiten]
Literatur
Thede: Ethnizität und räumliche Verteilung der Aromunen in Südosteuropa. (=Münstersche geographische Arbeiten
Kahl
43)
Münster 1999 Peyfuss
Max Demeter: Die Aromunische Frage
Ihre Entwicklung von den Ursprüngen bis zum Frieden von Bukarest (1913) und die Haltung Österreich-Ungarns. (=Wiener Archiv für Geschichte des Slawentums und Osteuropas
8)
Rupprecht (Hrsg.): Die Aromunen
Köln 1974. Rohr
Sprache - Geschichte - Geographie
Ausgewählte Beiträge zum 1
Internationalen Kongress für Aromunische Sprache u
Kultur in Mannheim vom 2. - 3
September 1985. (=Balkan-Archiv
Beiheft 5)
Hamburg 1987. [Bearbeiten]
Weblinks
vlachophiles.net (http://www.vlachophiles.net) Kelley L
Ross: The Vlach Connection and Further Reflections on Roman History (http://www.friesian.com/decdenc2.htm) en:Aromanian pl:Arumuni
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Aromunen
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