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Apoplex
Stichpunkte
Allgemein
"Verbergen") 1 Terminologie und Definition 2 Der Hirninfarkt 3 Die Hirnblutung 4 Weitere Maßnahmen 5 Vorkommen und Häufigkeit 6 Risikofaktoren 7 Ursachen 8 Symptome 9 Diagnostik 10 Behandlung 10.1 Akutbehandlung 10.2 Behandlungsverlauf und Rehabilitation 10.3 Stroke Unit 11 Prognose 12 Literatur 13 Siehe auch: 14 Weblinks [Bearbeiten]
bei dem es aus unterschiedlichen Ursachen zu einem plötzlichen ("schlagartigen") Funktionsverlust von Teilen des Gehirns kommt. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Ein Artikel zur Ersten Hilfe des Schlaganfalles befindet sich unter Schlaganfall (Erste Hilfe) Der Schlaganfall (veraltet auch Schlagfluss
weitere Bezeichnungen sind Apoplex oder apoplektischer Insult) bezeichnet einen neurologischen Notfall
Terminologie und Definition
Die Terminologie des Schlaganfalls ist recht vielschichtig und wird uneinheitlich benutzt
Synonym zum Begriff Schlaganfall werden Apoplex
apoplektischer Insult und auch die angloamerikanischen Termini Stroke und Cerebrovascular accident (CVA) benutzt (HACHINSKI UND NORRIS
1985; MOHR UND BARNETT
1986)
dass es klinisch oft nicht sicher ist
Diese Bezeichnungen tragen dem Faktum Rechnung
welche Ätiologie und Pathogenese dem akuten Ereignis zu Grunde liegen
aber auch intracerebrale und Subarachnoidalblutungen (SAB)
Die Begriffe schließen Durchblutungsstörungen (siehe Ischämie) unterschiedlicher Genese
die oft durch eine relativ unspezifische
Sinusthrombose und andere Krankheitsbilder ein
plötzlich auftretende Symptomatik mit Bewusstseinsstörungen
motorischen Lähmungen (vor allem Hemiplegie) und Sprachstörungen (u.a
Aphasie) gekennzeichnet sind
Mit Hilfe bildgebender Verfahren - im Notfall insbesondere der CT-Untersuchung des Gehirns (cCT) - kann und muss die klinische Diagnose Schlaganfall präzisiert werden. [Bearbeiten]
Der Hirninfarkt
das betroffene Gewebe stirbt ab
Bei einem Hirninfarkt wird ein Teil des Gehirns mit Blut unterversorgt
mit dem Blutfluss ins Gehirn gespült wird und dort ein Gefäß verschließt
Dies geschieht meist
weil sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) löst
diesen Thrombus aufzulösen (Lyse-Therapie)
und sprechen keine anderen Risikofaktoren wie hohes Alter oder schwerwiegende Vorerkrankungen dagegen
Wird schnell gehandelt
kann innerhalb von drei Stunden versucht werden
um das Hirngebiet
das von diesem Gefäß versorgt wird wieder zu durchbluten und die Symptome zu mindern
Blut nach außen (durch zum Beispiel zuvor nicht erkannte Sturzverletzungen) oder
noch eher
in innere Organe (im schlimmsten Fall in das geschädigte Hirnareal) zu verlieren
besteht die Gefahr für den betroffenen Patienten
Da hierbei die Blutgerinnung insgesamt für Stunden stark herabgesetzt wird
und eine Änderung der Symptomatik frühzeitig zu erkennen
Ziel der Stroke Unit ist es hier
die Kreislaufsituation des Betroffenen in engen Intervallen zu beobachten und zu stabilisieren
Nach einem Hirninfarkt gibt es vor allem drei Ansätze
um eine erneute Unterversorgung des Gehirns zu vermeiden: Medikamente zur Hemmung der Blutgerinnung werden angesetzt
vor allem bei einer bekannten Verengung der Halsgefäße
erwünscht
Ein leichter Bluthochdruck ist
den Patienten in seinen erhaltenen Fähigkeiten zu fördern. [Bearbeiten]
Rasch wird begonnen
Die Hirnblutung
Bei einer Hirnblutung hingegen ist ein Gefäß innerhalb des Hirns verletzt
Blut tritt in umliegendes Gewebe ein
zum anderen führt die Blutung zu einer Erhöhung des Hirndrucks und damit zu einer Minderperfusion des gesamten Gehirns
Zum einen ist dadurch die Blutversorgung der nachfolgenden Hirnareale unterbrochen
Eine Lyse-Therapie ist hier nicht möglich
Lokalisation
Je nach Ausdehnung
seit einigen Jahren auch mit sog. minimalinvasiven Operationsstechniken. Ist eine Operation nicht möglich
Zustand des Patienten und Ressourcen eines neurochirurgischen Zentrums kann die Blutung mit operativen Maßnahmen zum Stillstand gebracht werden
kommen folgende Maßnahmen zum Einsatz: Blutgerinnungshemmende Medikamente werden abgesetzt
Ein eventueller Bluthochdruck wird medikamentös gesenkt
Patienten haben zur eigenen Schonung strenge Bettruhe zu halten. [Bearbeiten]
Weitere Maßnahmen
frühzeitig weitere wichtige Maßnahmen eingeleitet werden sollen. frühestmögliche Pflege und Krankengymnastik nach dem Bobath-Konzept Verhinderung/Behandlung eines Hirnödems Behandlung der
Vorerkrankungen: Zuckerkankheit (Diabetes mellitus) Fettstoffwechselstörungen Herzerkrankungen bei Hirninfarkt: eventuell Weitung verengter hirnzuführender Gefäße bei Hirnblutung: eventuell Verkleben poröser hirnzuführender Gefäße (Aneurysmen) Bekämpfung auftretender Kopfschmerzen Verhinderung/Behandlung einer Lungenentzündung durch Aspiration (Auslöser ist meist das Einlaufen von Speichel oder Erbrochenem in die Atemwege) eventuell Beginn der Behandlung einer „Post-Stroke-Depression“ Behandlung eventuell auftretender Krampfanfälle (Epilepsie) [Bearbeiten]
Beiden Formen ist gemein
dem jeweiligen Schlaganfall zu Grunde liegenden
dass
über die reine Überwachung hinaus
Vorkommen und Häufigkeit
Der Schlaganfall ist in Deutschland nach ischämischen Herzerkrankungen und bösartigen Neubildungen die dritthäufigste Todesursache
1996) und 88/100.000 Einwohner nach dem Ostdeutschen Schlaganfallregister 1972-1988 (EISENBLÄTTER ET AL.
145/100.000 für Minnesota (USA) 1985-89 (BROWN ET AL.
1995) an
1995)
Untersuchungen zur Epidemiologie des Schlaganfalls geben Inzidenzzahlen um 122/100.000 Einwohner in einer australischen Population (SHAH UND COOPER
Schätzungen der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe gehen für die Bundesrepublik Deutschland von rund 200.000 Erstereignissen pro Jahr aus. [Bearbeiten]
Risikofaktoren
Bild nicht gefunden Verschluss eines Blutgefäßes Die Risikofaktoren für den Schlaganfall sind im Wesentlichen: Bluthochdruck (Hypertonus) Rauchen Fettstoffwechselstörungen (u.a
Hypercholesterinämie) Übergewicht (Adipositas) Verengungen oder Verschluss einer oder beider Halsschlagadern (Karotisstenose) Verengung oder Verschlüsse von Hirnarterien Herzrhythmusstörungen Gerinnungsstörungen auch genetisch bedingte Antibabypille (ist nie alleiniger Auslöser
in Kombination mit z.B. dem Rauchen bekannter Auslöser für verschiedene thromboembolische Erkrankungen)) [Bearbeiten]
Ursachen
die allerdings weiter differenziert werden. Der primär ischämische Schlaganfall ( Hirninsult
Es lassen sich im Wesentlichen zwei Hauptursachen ausmachen
Hirninfarkt) ist Folge einer plötzlichen Durchblutungsstörung des Gehirns bei der es durch eine Minderversorgung mit Sauerstoff zu einem Absterben von Nervenzellen im Gehirn kommt
Die betroffenen Hirnregionen fallen aus
Der ischämische Schlaganfall macht ca
1996) Eine Hirnblutung (primär hämorrhagischer Insult) durch die Ruptur eines Blutgefäßes oder eines Aneurysmas im Gehirn ist in ca
85% der Schlaganfälle aus (BROWN ET AL.
15% der Fälle Ursache eines Schlaganfalles
Die Sterblichkeit (Letalität) ist bei dieser Erkrankung rund 50%. [Bearbeiten]
Symptome
aber im Wesentlichen unspezifisch
Die Symptome sind von der betroffenen Hirnregion abhängig
Im Einzelnen können beobachtet werden: Plötzlich auftretende sehr heftige Kopfschmerzen als Hinweis auf eine Hirnblutung
Bewusstseinstrübung bis hin zur Bewusstlosigkeit
Plötzliche Schwäche oder Gefühlsstörungen einer Körperseite
Halbseitige Lähmungen (Hemiparese)von Extremitäten oder des Gesichtes (hängender Mundwinkel bei Facialisparese)
Verlust der Sprechfähigkeit oder Schwierigkeiten
Gesprochenes zu verstehen (Aphasie)
vor allem
wenn sie nur auf einem Auge auftritt
Eine plötzliche Sehstörung
Wahrnehmungsstörungen (Neglect) Plötzlich einsetzender Schwindel mit Gangunsicherheit. Diese Liste gibt nur die häufigsten Symptome wieder und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. [Bearbeiten]
Diagnostik
Bild nicht gefunden CCT-Untersuchung bei einem Patienten mit einem ischämischen Schlaganfall in der linken Gehirnhälfte (Versorgungsgebiet der Arteria cerebri media)
die durch eine Computertomographie des Schädels CCT ergänzt werden sollte
Die Primärdiagnostik nach Aufnahme im Krankenhaus besteht in der körperlichen und neurologischen Untersuchung
Nur so kann das Vorliegen eines ischämischen Schlaganfalles von einer Hirnblutung oder auch anderen Erkrankungen wie zum Beispiel einem epileptischen Anfall oder einem Hirntumor unterschieden werden
Weitere Untersuchungen sind nötig um die Ursachen des Schlaganfalles weiter einzugrenzen (zum Beispiel EKG zur Erkennung von Herzrhytmusstörungen oder Dopplersonografie oder Angiografie zur Darstellung verengter Gefäße. [Bearbeiten]
Behandlung
Die Behandlung von Herzrhytmusstörungen
erhöhtem Blutdruck und anderen Risikofaktoren muss als Prophylaxe im Vordergrund stehen. [Bearbeiten]
Akutbehandlung
Bei aufgetretener Erkrankung erfolgt die Behandlung im Wesentlichen nach der Ursache
Werden die Symptome früh erkannt und rechtzeitig behandelt
so lässt sich der Schaden am Hirn möglicherweise begrenzen
Im Vordergrund stehen zuerst die Stabilisierung des Patienten In einer amerikanischen (NINDS – THE NATIONAL INSTITUTE OF NEUROLOGICAL DISORDERS AND STROKE 1995) und in europäischen Studien (z
BE
1995B; HACKE ET AL.
uropean Cooperative Acute Stroke Study – ECASS) (HACKE ET AL.
1998) wurden die positiven Effekte einer systemischen Fibrinolyse/Lyse bei Patienten mit einem ischämischen Schlaganfall gezeigtE
1995; FISHER ET AL.
rnsthafte Nebenwirkungen dieser Therapie sind Hirnblutungen (intracerebrale Blutungen)
welche Patienten für die Thrombolyse geeignet sindB
so dass eine genaue Auswahl zu treffen ist
ei Hirnblutungen kann mit neuroradiologischen Verfahren der Ort einer Blutung gefunden und die Blutung zum Beispiel durch Clips oder das Einbringen von kleinen Metallspiralen (sogC
oils) gestoppt werden (siehe auch Artikel zu Aneurysmen der Hirnarterien)W
eiterhin kommen neurochirurgische Maßnahmen zur Druckentlastung in Betracht
wenn der Hirndruck infolge der Blutung eine Gefahr für die Abklemmung lebenswichtiger Teile des Gehirnes bedeutet. [Bearbeiten]
Behandlungsverlauf und Rehabilitation
Zur Vorbeugung von Rezidiven wird bei den ischämischen Schlaganfällen oft eine medikamentelle "Verdünnung" des Blutes (Antikoagulation) angewandt
Bei Vorliegen von Verengungen der Halsgefäße sollte auch über eine operative Wiedereröffnung des Gefäßes nachgedacht werden
Im Mittelpunkt der Nachbehandlung des Schlaganfalles steht die Wiedererlangung der Eigenmeisterung
Die Patienten müssen verloren gegangene Funktionen wieder zu erlernen; teilweise können andere Regionen des Gehirns die Funktionen der ausgefallenen Bereiche übernehmen
Mit Hilfe der Physiotherapie
Ergotherapie und Logopädie wird versucht den Patienten zu helfen. [Bearbeiten]
Stroke Unit
Eine Stroke Unit ist eine spezielle medizinische Überwachungseinheit (engl.: Unit) in der Neurologie für Patienten
die einen Schlaganfall (engl.: Stroke) erlitten haben. [Bearbeiten]
Prognose
kann er den ganzen Körper betreffen
In schweren Fällen kann aus einem Schlaganfall ein Koma oder der Tod resultieren. Obwohl der Schlaganfall eine Erkrankung des Gehirnes ist
Einige der Behinderungen
die nach einem Schlaganfall erhalten bleiben wie Lähmungen
emotionelle Probleme aber auch Druckstellen (Dekubitus)
Lungenentzündungen (Pneumonie) und Kontinenzprobleme erfordern besondere Aufmerksamkeit und Pflege. Depressionen sind nach einem Schlaganfall verständlich und nicht selten und reagieren im Allgemeinen gut auf Antidepressiva. [Bearbeiten]
kognitive Defizite
Sprachprobleme
Literatur
COOPER B
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The epidemiology of stroke and transient ischemia in Brisabane
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Jama 1995; 274(13):1017-25 [Bearbeiten]
Siehe auch:
Neurologie [Bearbeiten]
Schlaganfall (Erste Hilfe)
Erste Hilfe
Weblinks
Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe (http://www.schlaganfall-hilfe.de) Kompetenznetz Schlaganfall (http://www.kompetenznetz-schlaganfall.de) Bitte beachten Sie auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen! - Zum Portal Medizin en:Cerebrovascular accident fr:Accident vasculaire cérébral he:שבץ ja:脳血管障害 ms:Angin ahmar nl:Cerebro Vasculair Accident
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