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Diskussion : Antarktis
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Antarktis
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Allgemein
Ansprüche und Forschungsstationen Bild nicht gefunden Lage Als Antarktis bezeichnet man den Südpolarkontinent Antarktika (wörtlich: Gegen-Arktis
auch Südkontinent genannt) und die umgebenden Packeis- und Seegebiete bis zum 60
Bild nicht gefunden Antarktis
Geographie
Breitengrad
Meist wird jedoch auch für den Kontinent selbst die Bezeichnung Antarktis verwendet
Die Antarktis wurde ab 1820 von verschiedenen Forschern und Seefahrern erschlossen
1958 wird im Antarktisvertrag der politische Status der Antarktis geregelt
"Verbergen") 1 Geographie 1.1 Übersicht 1.2 Ein Kontinent unter dem Eis 1.3 Eisberge 2 Erdgeschichtliche Entwicklung 3 Klima 4 Flora und Fauna 4.1 Artenvielfalt am Meeresboden 5 Bevölkerung 5.1 Forschungsstationen 6 Forschung 6.1 Astrophysik 6.2 Biologie 6.3 Geologie 6.4 Glaziologie 6.5 Klimatologie 6.6 Medizin 6.7 Meteorologie 6.8 Ozeanographie 7 Infrastruktur 7.1 Kommunikation 7.2 Transport 8 Politik 9 Wirtschaft 9.1 Währung 9.2 Bodenschätze 9.3 Fischerei 9.4 Tourismus 10 Geschichte 11 Verschiedenes 11.1 Uhrzeit in der Antarktis 12 Literatur 12.1 Wissenschaftliche Literatur 13 Weblinks [Bearbeiten]
Auf dem Kontinent liegt der geographische Südpol der Erde. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
Geographie
[Bearbeiten]
Übersicht
Bild nicht gefunden Satellitenfoto der NASA Die Antarktis ist mit fast 13
2 Millionen km2 größer als Europa
da sich unter dem Schelfeis Wasser befindet
Die genaue Größe ist nicht bekannt
Man unterteilt den Kontinent in einen West- und einen wesentlich größeren Ostteil
Das höchste Gebirge ist das 5.140 m hohe Vinson Massiv mit dem Mount Vinson im Westen (mitunter werden auch 4.897 m angegeben)
der tiefste Punkt ist mit 2.538 m unter dem Meeresspiegel der subglaziale (unter dem Eis liegende) Bentleygraben im Ostteil der Antarktis
Die Antarktis ist umgeben vom Südlichen Ozean
Tasmanien und Neuseeland
danach das Kap der guten Hoffnung
Abgesehen von vielen kleinen Inseln ist der nächstgelegene Punkt eines anderen Kontinents Feuerland an der Südspitze Südamerikas
Die Antarktis ist in mehrere große Gebiete
Meere und Schelfs unterteilt: Gebiete Antarktische Halbinsel Grahamland Palmerland Edith-Ronne-Land Coatsland Neuschwabenland Königin-Maud-Land Enderbyland Amerikanisches Hochland Kaiser-Wilhelm-II.-Land mit Gaussberg Wilkesland Adelieland Victorialand Transantarktisches Gebirge Marie-Byrd-Land Ellsworthland Meere Weddell-Meer Davissee Rossmeer Amundsensee Bellingshausensee Schelfs Larsen-Schelfeis Filchner-Ronne-Schelfeis Riiser-Larsen-Schelfeis Amery-Schelfeis Ross-Schelfeis [Bearbeiten]
Ein Kontinent unter dem Eis
Das auffälligste Merkmal des antarktischen Kontinents ist die fast völlige Vereisung
Rund 90 % des Eises und 75 % der weltweiten Süßwasser-Reserven sind in der bis zu 4.500 m dicken Eisdecke enthalten
Im antarktischen Winter erstrecken sich die Schelfeisgebiete weit ins Meer
die Eisdecke erstreckt sich dabei auf ein Gebiet von bis zu 30 Millionen km2
Nur etwa 280.000 km2 des Kontinents sind eisfrei
was etwa 2 % der Gesamtfläche entspricht
Die mächtigsten Eisschichten liegen im Adélieland im Ostteil
über dessen Grund sich das Eis 4.776 m erhebt
Nur etwa 400 km von der Küste entfernt befindet sich ein tiefer subglazialer Graben
Die dünnsten Eisschichten findet man über den bis zu 3.500 m hohen subglazialen Gebirgen im Inneren des Kontinents. [Bearbeiten]
Eisberge
und auf dem Meer treibend Tausende von Kilometern zurücklegen können
die regelmäßig vom Schelfeis abbrechen („kalben“)
Bild nicht gefunden Foto aus der Antarktis Typisch für die Antarktis sind auch gigantische Tafeleisberge
Es kann mehrere Jahre dauern
zum Beispiel durch differenzielle Meeresströmungen
bis ein großer Eisberg vollständig geschmolzen ist; allerdings kann ein großer Eisberg leicht in mehrere kleine auseinander brechen
Am 30
die nördlichste Position eines antarktischen Eisberges
April 1894 wurde mitten im Atlantischen Ozean bei 26° 30' S
die je aufgezeichnet wurde
25° 40' W ein Eisberg gesichtet
Diese Langlebigkeit großer Eisberge lieferte auch die Grundlage futuristischer Vorhaben
Eisberge als Süßwasserspeicher mit Schleppern etwa nach Afrika zu transportieren. [Bearbeiten]
Erdgeschichtliche Entwicklung
Die Landflächen der Antarktis waren vor mehr als 170 Millionen Jahren Teil der Landmasse Gondwana und befanden sich in der Nähe des Äquators
Nach dem Auseinanderbrechen von Gondwana infolge der Kontinentaldrift wurde die Antarktis langsam nach Süden bewegt
Während der Kontinent zu Beginn des Tertiärs vor ca
65 Millionen Jahren noch tropisch bis subtropisch war (und zu dem Zeitpunkt noch mit dem Australischen Kontinent eine gemeinsame Landmasse bildete)
kam es infolge der Drift Richtung Süden zu einer fortschreitenden Abkühlung
Vor etwa 30 Millionen Jahren hatte sich der Kontinent dem Pol bereits so weit genähert
dass es erste nennenswerte Eisfelder gab
Vor ca
aber erst seit etwa 5 Millionen Jahren ist der Kontinent von einem dicken Eispanzer nahezu vollständig bedeckt. [Bearbeiten]
25 Millionen Jahren an der Wende der erdgeschichtlichen Epochen von Oligozän und Miozän begann infolge der Öffnung der Drake-Passage zwischen der Antarktis und Südamerika und der dadurch ausgelösten Bildung des Zirkumpolarstroms eine verstärkte Vereisung
welche die bis dahin den Kontinent bedeckenden Wälder verdrängte
Klima
Bild nicht gefunden Gletscher in der Antarktis Der antarktische Kontinent ist in aller Hinsicht ein klimatischer Extremfall
Von allen Erdteilen ist er der kälteste: Die inländische Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei -55 Grad Celsius
Die Monatsmitteltemperaturen variieren aufgrund der Tageslänge – in der Polarnacht im antarktischen Winter scheint die Sonne gar nicht
im antarktischen Sommer hingegen 24 Stunden am Tag – auf dem Zentralplateau zwischen -40 und -68 Grad Celsius
an der Küste zwischen ca. -18 Grad Celsius im Juni und einigen Grad über Null im wärmsten Monat Januar
Die tiefste jemals auf der Erde in der freien Natur gemessene Temperatur betrug -89
2 Grad Celsius und wurde am 21
das häufig auch als Polarplateau bezeichnet wird
Juli 1983 von der sowjetischen Wostok-Station auf dem Zentralplateau
aufgezeichnet. der niederschlagärmste: In der Regel handelt es sich bei den antarktischen Niederschlägen um Schnee
Im Jahresdurchschnitt sind das etwas über 40 l/m2 im Inneren des Erdteils
Nach rein niederschlagsorientierten Definitionen sind also diese Gebiete eine Wüste (und zwar die größte der Welt)
Zur Küste hin nimmt der Schneefall jedoch deutlich zu. der windigste: Die Pol-Lage und die vom Zentralplateau zur Küste hin wehenden konstanten Fallwinde wirken bestimmend nicht nur auf den Kontinent selbst
sondern auch auf das angrenzende Polarmeer
Im Juli 1972 wurde bei der Dumont-d’Urville-Station eine Windgeschwindigkeit von 327 km/h (91 m/s) gemessen. Trotz der großen Kälte finden sich in der Antarktis eisfreie Zonen wie die Bunger-Oase. (vgl
Abschnitt Literatur) [Bearbeiten]
Flora und Fauna
in der sich eines der üppigsten Ökosysteme der Welt entwickelt hat
Bild nicht gefunden Pinguine – die eigentlichen Ureinwohner der Antarktis (NASA) Die Antarktis ist umgeben von einer riesigen Packeiszone
In den Meeren wimmelt es von riesigen Schwärmen antarktischen Krills (Euphausia superba und andere)
Seehunde
wie Fische
Pinguine und zahlreiche Meeresvögel
Kalmare
Dieser Krill bildet den Beginn der Nahrungskette für die zahlreichen Meeres- und Landtiere
Seelöwen
Wale
Auf dem antarktischen Packeis brüten zwei Pinguinarten: Der Kaiserpinguin und der Adeliepinguin
die eisfrei hervorragen
die beide zum Teil hundert Kilometer landeinwärts auf den auf dem antarktischen Kontinent liegenden Bergen brüten
Zu den auf dem antarktischen Kontinent brütenden Vögeln zählen jedoch auch 19 flugfähige Vogelarten wie beispielsweise der Königsalbatros sowie der Schneesturmvogel und der Silbersturmvogel
die in der Antarktis an Land gehen
Unter den Robben
der Krabbenfresser und der Seeleopard erwähnenswert
sind vor allem die Weddellrobbe
die auf dem Packeis und den vorgelagerten Inseln brüten
Im Sommer kommen noch mehr als 100 Millionen Zugvögel hinzu
dass allein die Wale des Südlichen Ozeans etwa 55 Millionen Tonnen Tintenfische fressen
das entspricht etwa drei Viertel der Menge des Fischfangs der weltweiten Fischereiflotten
Es wurde abgeschätzt
die auch als antarktische Oasen bezeichnet werden und die sich im Innern der Antarktis befinden
da hier kaum höher entwickelte Lebensformen vorgefunden werden
Im Gegensatz zum vielfältigen Leben in den Ozeanen und an den Schelfeisrändern erscheinen die wenigen eisfreien Regionen
öde und leer
Moosen und Flechten sowie einigen wirbellosen Tieren bevölkert
Stattdessen werden diese Gebiete vorwiegend von Mikroorganismen
flügellose Zuckmückenart namens Belgica antarctica
Das größte dauerhaft landlebende Tier der Antarktis ist eine 12 Millimeter große
mehr als 100 Arten von Moosen und Lebermoosen sowie etwa 30 Macrofungi gefunden
Neben diversen Algen wurden mittlerweile mehr als 200 Flechtenarten
Die Antarktis bildet ein eigenes Florenreich. [Bearbeiten]
Artenvielfalt am Meeresboden
Auch der Meeresboden der Antarktis ist von einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen bevölkert
vergleichbar mit der Vielfalt tropischer Riffe
dass der antarktische Meerboden in diesen Zeiträumen nie größeren Veränderungen unterzogen war
was zuerst darauf schließen lässt
Einige der Tiere sind schon hunderte von Jahren alt
pflügen den Meeresboden um
die jährlich abbrechen und sich mit gewaltiger Kraft ins Meer schieben
Aber die Eisberge des antarktischen Eisschilds
Mindestens fünf Prozent des Kontinentalsockels sind durch diesen Vorgang "vernarbt"
Dies bedeutet eine durchaus große Veränderung für die lokalen Lebensformen
ohne im Grund steckenzubleiben
gleitet er oft bis zu einen Kilometer über glatte Flächen
Rutscht ein Eisberg ins Meer
Auf seinem Weg zieht er lange Gräben im Boden
die deshalb auch "Eisbergfriedhof" genannt wird
bis er an einer Erhebung zum Stehen kommt
Bei diesem Prozess und dem anschließenden Schmelzen wird dieser Bereich des Meeresbodens für Jahre geschädigt
Die Wiederbesiedlung des durchzogenen Bereichs beginnen Fische
gefolgt von Seesternen und Seeigeln
Mit der Rückkehr von Glasschwämmen als letzte "Pioniere" stellt sich nach Jahrzehnten wieder ein Gleichgewicht ein
Dieser Vorgang wiederholt sich zum Beispiel am Eisbergfriedhof des südöstlichen Weddellmeers ungefähr alle 35 Jahre
im Bereich des Kontinentalsockels alle 230 Jahre
sorgen sie auf lange Sicht für eine größere Artenvielfalt
Obwohl die Eisberge auf kurze Sicht eine Katastrophe für die Flora und Fauna des Meeres sind
da nach jedem Durchpflügen auch andere Spezies die Gegend neu besiedeln und sich weiterentwickeln. [Bearbeiten]
Bevölkerung
Die Antarktis hat keine Bewohner im eigentlichen Sinne
in den verschiedenen Forschungsstationen leben jedoch im Sommer teilweise mehr als 4.000 und ganzjährig ungefähr 1.000 Menschen
die genaue Anzahl variiert jedoch stark
In der Antarktis wurden mindestens drei Kinder geboren: 1978 ein argentinischer Junge und 1986/87 in der chilenischen Station ein Junge und ein Mädchen. [Bearbeiten]
Forschungsstationen
(Hauptartikel: Forschungsstationen in der Antarktis) Im südlichen Bereich innerhalb des 60
davon sind 37 Stationen ganzjährig und 36 Stationen nur in den Sommermonaten im Einsatz
Breitengrades existieren nach Angaben von COMNAP 82 Forschungsstationen
sowie die Amundsen-Scott-Südpolstation und aus deutscher Sicht die Neumayer-Station. [Bearbeiten]
Hervorzuheben sind hierbei die amerikanischen Stationen Palmer und McMurdo
deren Häfen die logistische Grundlage der meisten Aktivitäten in der Antarktis bilden
Forschung
Bild nicht gefunden Geografischer Südpol
im Hintergrund die Amundsen-Scott-Südpolstation Die gegenwärtigen Aktivitäten in der Antarktis liegen zum großen Teil in der Forschung
die die Antarktis in vielen Forschungsbereichen bietet
Der Grund hierfür liegt in den einzigartigen Möglichkeiten
in denen der Standort Antarktis entweder zwingend erforderlich ist
wie zum Beispiel biologische und geologische Forschungen
oder für die bessere Bedingungen herrschen als an anderen Orten auf der Erde wie zum Beispiel astrophysikalische oder aeronomische Forschungen
Aufgrund der hohen Kosten durch die Abgeschiedenheit des Kontinents und des hierdurch entstehenden logistischen Aufwandes konzentriert man die Forschungen allerdings meist auf Forschungsbereiche
wie die Nutzung des antarktischen Kontinents in der Zukunft aussehen wird
bekräftigen viele Nationen durch ihre Präsenz mit wissenschaftlichen Stationen ihre gegenwärtigen oder zukünftigen Ansprüche auf die Ressourcen des Kontinents (siehe unter Politik). [Bearbeiten]
Da bisher noch nicht absehbar ist
Astrophysik
(Hauptartikel: Geschichte der Astrophysik in der Antarktis) Im Laufe des 20
die die Antarktis für astrophysikalische Untersuchungen bietet
Jahrhunderts erkannte man die Möglichkeiten
zufällig den ersten Meteoriten in der Antarktis
ein Mitglied der Mawson-Expedition
1912 entdeckte Frank Bickerton
da die Antarktismeteoriten sehr gut konserviert sind und nur geringe Verwitterungsspuren zeigen
Seit 1969 wird systematisch nach Meteoriten gesucht
Seit den 1950ern werden Detektoren für kosmische Strahlung betrieben
Radio- und Neutrinoastronomie. [Bearbeiten]
Submillimeter-
seit den 1980ern untersucht und nutzt man den Standort auch vermehrt für die Infrarot-
Biologie
die in ihrer Art einzigartig auf der Erde sind
Die Antarktis beherbergt Ökosysteme
Zum einen liegen sehr extreme Umweltbedingungen vor
zum anderen ist die Region – durch ersteres bedingt – noch weitgehend frei von menschlichen Einflüssen
das vorwiegend von Mikroorganismen
Ein ungewöhnliches und zugleich sehr einfaches Ökosystem liegt in den Trockentälern nahe der McMurdo-Station vor
Moosen und Flechten und einigen wirbellosen Tieren bevölkert wird
Durch die wenigen vorkommenden Organismen können die Zusammenhänge und gegenseitigen Beziehungen sowie ihre Anpassungen an die extremen Lebensbedingungen sehr umfassend untersucht werden. Überraschenderweise stellte man fest
dass sich das Leben nicht nur auf die wenigen eisfreien Regionen beschränkt
sondern auch an unerwarteten Stellen nachgewiesen werden kann
In den Trockentälern wurden zum Beispiel Algen und Flechten gefunden
die innerhalb von Sandsteinfelsen leben
Selbst in den Weiten des antarktischen Eispanzers wurden in kleineren Eisspalten und Schmelzwasserseen auf den Gletschern verschiedene Algen und andere Organismen gefunden
Im Gegensatz zum Land ist der Ozean reich an Leben
Hier interessieren die Forscher vor allem die Anpassungen der Organismen an die niedrigen Temperaturen. [Bearbeiten]
Geologie
Über die gesamte antarktische Halbinsel zieht sich ein Gürtel von immer noch aktiven Vulkanen
darunter der fast 3.800 m hohe Mount Erebus
Antarktika setzt sich aus zwei Kontinentalplatten zusammen
die hauptsächlich den westlichen Teil des Kontinents und die Antarktische Halbinsel einnimmt
und einer kleineren
der flächenmäßig weitaus größeren antarktischen Platte
die heute größtenteils von der Inlandeisplatte bedeckt ist
die auf gemäßigtere Zonen hinweisen
Die intensive Untersuchung der Seymourinsel am Ausläufer der Halbinsel ergab reichhaltige Fossilienfunde
und stützen damit Alfred Wegeners Modell der Kontinentaldrift (siehe auch Abschnitt Erdgeschichtliche Entwicklung). [Bearbeiten]
Diese Funde belegen
dass sich die Erdteile im Laufe der Zeit verschoben haben
Glaziologie
Der antarktische Eisschild bedeckt nahezu den gesamten Kontinent und enthält etwa 75 % der Süßwasserreserven der Erde
Die Glaziologie untersucht die Struktur
die Geschichte und die interne Dynamik des Eispanzers
Das Ziel der Untersuchungen liegt im Verständnis der zukünftigen Entwicklung der Antarktis und des Einflusses möglicher Veränderungen auf das Weltklima
Die wichtigsten Erkenntnisse werden hierbei aus der Untersuchung von Eisbohrkernen gewonnen. [Bearbeiten]
Klimatologie
Bild nicht gefunden Das antarktische Ozonloch am 15
Oktober 1987 Bild nicht gefunden Größte Ausdehnung des antarktischen Ozonlochs (6.9.2000
da aus ihren Zusammensetzungen und ihren Schichtenaufbauten Rückschlüsse über die Klimageschichte der Erde gezogen werden können
NASA GSFC) Die von den Glaziologen gewonnenen Eisbohrkerne bilden auch für die Klimatologen eine wichtige Informationsquelle
Diese Eisarchive reichen weiter in die Erdgeschichte zurück als an jedem anderen Ort der Erde
da durch die große räumliche Distanz der Probenentnahme regionale Unterschiede identifiziert werden können
wie z.B. aus Grönland
Zugleich liefern sie komplementäre Informationen zu den Eisbohrkernen der Nordhalbkugel
Weiterführende Informationen zu einem Klimaforschungsprojekt findet man im Artikel des Cape-Roberts-Bohrprojekts. [Bearbeiten]
Medizin
da die Stationen meist über längere Zeit von der Außenwelt isoliert sind
Das Personal der Antarktisstationen wird nach strengen medizinischen und psychologischen Kriterien ausgewählt
Die medizinische und psychologische Beobachtung der Wissenschaftler bietet einzigartige Möglichkeiten unter anderem zur Untersuchung des Einflusses des Tag-/Nachtrhythmus
der Ernährung und des psychischen Wohlbefindens von kleinen Gruppen unter hohem Stress. [Bearbeiten]
Meteorologie
Die Antarktis spielt für das Wetter der Südhalbkugel eine wichtige Rolle
deshalb werden auf dem Kontinent umfangreiche meteorologische Untersuchungen durchgeführt
da sie eine große Bedeutung in der Wettervorhersage einnehmen
Diese Untersuchungen werden seit den 1950ern an die Anrainerstaaten weitergegeben
haben im ausgehenden 20
das heißt Untersuchungen der höheren Schichten der Erdatmosphäre
Auch aeronomische Untersuchungen
vor allem der Stratosphäre
Jahrhundert an Bedeutung gewonnen
Den Schwerpunkt bilden hier Forschungen über das Ozonloch
das 1985 erstmals nachgewiesen werden konnte. [Bearbeiten]
Ozeanographie
Der Südliche Ozean untergliedert sich in seiner Tiefenstruktur in drei Bereiche
das zirkumpolare Tiefenwasser und eine darunter liegende stationäre Schicht
das antarktische Oberflächenwasser
Im Bereich des Kontinentalschelfs sind hingegen nur zwei Bereiche unterscheidbar
über einer leicht modifizierten Schicht des zirkumpolaren Tiefenwassers liegt eine Schicht Schelfwasser
so dass der Region eine große Rolle im globalen Wärmehaushalt zukommt
Das zirkumpolare Tiefenwasser ist in das weltumspannende Zirkulationssystem der Ozeane eingebunden
die einen Austausch zwischen dem Tiefen- und Oberflächenwasser bewirken
Eine wesentliche Rolle spielen dabei die vertikalen Zirkulationsströme
dass zum einen das Tiefenwasser durch Wärmeabgabe an die viel kältere Atmosphäre abkühlt
Dies führt dazu
zum anderen aber auch mit Kohlendioxid und Sauerstoff aus der Luft angereichert wird
Etwa 1.500 Kilometer vor den Küsten findet man mit der antarktischen Konvergenz eine stabile Strömung
die den Kontinent ostwärts umspült
den antarktischen Zirkumpolarstrom
die wesentlich zu den extrem niedrigen Temperaturen des Kontinents beiträgt. [Bearbeiten]
Diese Strömung trennt das kalte antarktische Wasser von den wärmeren nördlicheren Ozeanen und sorgt dadurch für eine effektive Wärmeisolation der Antarktis
Infrastruktur
[Bearbeiten]
Kommunikation
Außerhalb der militärischen Kommunikationswege und dem Amateurfunk ist das Iridium-System nutzbar
Bis 2009 soll ein 1.700 km langes Glasfaserkabel zur Internetanbindung auf dem Polarplateau zwischen der Südpolstation und der ganzjährig besetzten Dome C-Station fertig gestellt sein
bei der bereits eine Anbindung an die geostationären Kommunikationssatelliten besteht. [Bearbeiten]
Transport
deren Nutzung jedoch durch die US-amerikanische Regierung stark reglementiert ist
McMurdo und Palmer
Die US-amerikanische Marine unterhält zwei Häfen
Die Versorgung der Festlandstationen wird überwiegend von Lockheed C-130 Hercules-Flugzeugen der New York Air National Guard übernommen
eine Landebahn ist länger als drei Kilometer und sechs weitere sind zwischen zwei und drei Kilometer lang
27 Stationen besitzen Flughäfen und/oder Hubschrauberlandeplätze
Die Nutzung dieser Einrichtungen muss ebenfalls im Vorfeld von den betreffenden Regierungen genehmigt werden. [Bearbeiten]
Politik
ist die Antarktis von der Kolonialisierung des 19. und frühen 20
unwirtlich und lebensfeindlich
(Hauptartikel: Politischer Status der Antarktis) Weit entfernt von den Welthandelsrouten
Jahrhunderts verschont geblieben
mussten sich eingestehen
die klassische Territorialansprüche geltend machen
Auch die Staaten
dass die tatsächliche Durchsetzung derartiger Ansprüche schlichtweg unrealistisch ist
Auf Initiative des Geophysikalischen Jahres 1957/58 hin wurde daher eine Form der internationalen Zusammenarbeit gefunden
die ebenso einmalig ist wie die Antarktis selbst
das unabhängig von der UNO ist und die Antarktis von wirtschaftlicher Ausbeutung und militärischer Nutzung freistellt
Auf der Grundlage des Antarktisvertrags von 1959 hat sich das Antarktische Vertragssystem entwickelt
Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges wurde ein internationales Vertragswerk geschaffen
das heute eine Schlüsselstellung in der internationalen Umweltpolitik inne hat. [Bearbeiten]
Wirtschaft
[Bearbeiten]
Währung
Eine weitere Besonderheit der Antarktis ist der antarktische Dollar
sondern lediglich eine 1996 herausgegebene Sammlerserie von selbst kreierten Banknoten des Antarctica Overseas Exchange Office
Er ist jedoch keine offizielle Währung
Mit einem Großteil des Erlöses wurden Forschungsprojekte in der Antarktis unterstützt. [Bearbeiten]
Bodenschätze
der Antarktisvertrag verbietet jedoch bisher die wirtschaftliche Nutzung der Antarktis
Nickel
Es wurden Lagerstätten von Eisenerz
Gold
Erdöl und Erdgas gefunden
Platin und anderer Mineralien sowie Kohle
Kupfer
Chrom
Der Vertrag der 44 Nationen wird 2041 auslaufen. [Bearbeiten]
Fischerei
In den reichen antarktischen Fischgründen wurden in der Saison 1998/99 offiziell knapp 120.000 Tonnen
gefangen
durch illegalen Fischfang jedoch schätzungsweise das Fünffache
1998 wurden von der französischen und australischen Marine acht illegale Fischtrawler aufgebracht. [Bearbeiten]
Tourismus
erfreuen sich touristische Reisen dorthin zunehmender Beliebtheit
Obwohl die Antarktis für den Menschen eine lebensfeindliche Umgebung darstellt
Die Abgeschiedenheit
Witterungsverhältnisse und strenge Umweltschutzauflagen machen diese Ausflüge jedoch zu einem Vergnügen
das nur sehr zahlungskräftigen Personen vorbehalten bleibt
fehlende Infrastruktur
Es gibt einige kommerzielle Angebote für Kreuzfahrten in die Antarktisregion
Darüber hinaus bieten Veranstalter Landausflüge auf den Kontinent und die vorgelagerten Inseln an
Außerdem ist es für Touristen möglich
mit einem Kleinflugzeug die US-amerikanische Amundsen-Scott-Südpolstation zu besuchen
Für Vollprofis gibt es auch die Gelegenheit
einige Berge auf dem antarktischen Kontinent zu besteigen und für Fans extremer Outdoor-Erlebnisse bietet sich ein Aufenthalt im Zeltlager "Patriot Hills" an
das selbstverständlich nur per Kleinflugzeug zu erreichen ist
Alle Reisen in das antarktische Gebiet (dazu zählt alles südlich des 60
Breitengrades) unterliegen den Bestimmungen des 1991 in Kraft getretenen Umweltschutzprotokolls
welches Bestandteil des internationalen Antarktisvertrages ist
Der Tourismus beschränkt sich im Wesentlichen auf die Monate November bis Februar
waren es in der Saison 2002/03 bereits 14.000
Während 1990/91 nur 1.000 Touristen in die Antarktis kamen
Nach den USA stellt Deutschland die zweitgrößte Besuchergruppe
Beliebtester Startpunkt für Antarktisreisen ist Ushuaia am Südzipfel Argentiniens
Von dort aus ist die antarktische Halbinsel durch die Drake-Passage zu erreichen und nur ca. zwei Tagesreisen entfernt
Als besonders außergewöhnliche touristische Aktion gibt es seit 1995 regelmäßig einen Antarktis-Marathon mit einer sehr begrenzten Teilnehmeranzahl. [Bearbeiten]
Geschichte
(Hauptartikel: Geschichte der Antarktis) [Bearbeiten]
Verschiedenes
In vielen Karten ist ein Pol der Unzugänglichkeit (Pole of Inaccessibility) eingetragen
hierbei handelt es sich um den Punkt in der Antarktis
der am weitesten von einer Küste entfernt ist
die Antarktis als ein von Menschenhand weitgehend unberührtes Schutzgebiet zu erhalten. Die USA installierten 1961 in der McMurdo-Station einen Atommeiler
Neben dem in der Karte eingetragenen Pol bei 83° 50' S
z.B. die Antarctic and Southern Ocean Coalition (ASOC)) versuchen
65° 47' O
gibt es einen weiteren Pol der Unzugänglichkeit bei 77° 15' S
104° 39' O in der Nähe der Wostok-Station
der sich auf die Eisfläche bezieht
der sich auf die Landmasse der Antarktis bezieht. Viele Menschen und Organisationen (NGOs
Der Reaktor wurde 1972 abgeschaltet und zusammen mit mehr als 100 Fässern verseuchter Erde in die USA zurückgebracht
Obwohl die Verseuchung anfangs bagatellisiert wurde
wurden später weitere 11.000 m³ Erde abgetragen und das Gelände erst im Mai 1979 wieder für die uneingeschränkte Nutzung freigegeben. Die Antarktis ist praktisch frei von Schimmelpilzen und Fäulnis-Bakterien
deswegen muss zum Beispiel auch rohes Fleisch in den Küchen der Forschungsstationen nicht weiter gekühlt werden. Insgesamt befinden sich unter den Eismassen etwa 70 Seen
welcher sich vor mehreren Millionen Jahren gebildet hat
Der Größte unter ihnen ist der Wostoksee
Bohrkerne aus der Umgebung des Sees deuten auf Lebensformen im See hin
Somit ist er der am längsten von der übrigen Welt abgeschnittene Lebensraum auf der Erde
Aus Angst vor Kontamination mit Mikroorganismen führt man Probebohrungen in den See selbst erst durch
wenn geeignete technische Mittel zur Verfügung stehen. [Bearbeiten]
Uhrzeit in der Antarktis
Auf Grund der zahlreichen Forschungsstationen und den Problemen bei der Kommunikation bzw
wurde für das ganze Gebiet der Antarktis die UTC (Weltzeit) festgelegt
durch die zahlreichen Zeitzonen
Terminabstimmung untereinander
Man kann deshalb dort nicht
wie am Nordpol möglich
mit der Umschreitung des Südpols alle Zeitzonen durchqueren
Siehe auch: Portal Antarktis [Bearbeiten]
Literatur
Sanford Moss und Lucia deLeiris: Antarktis. Ökologie eines Naturreservats
Spektrum Akademischer Verlag
Heidelberg - Berlin - New York
ISBN 3-86025-051-5 K
1992
London
1988
ISBN 3473461660 (Original: John May: The Greenpeace Book of Antarctica
1984 John May: Das Greenpeace-Buch der Antarktis
London 1996
Terra incognita - Travels in Antarctica
Urania
ISBN 0-86318-283-6) Sara Wheeler
ISBN 0-09973-181-9 International Travel Maps & Books (http://www.itmb.com/): Antarctica Travel Refer
Ravensburger Buchverlag 1988
Odening: Antarktische Tierwelt
Dorling Kindersley Ltd.
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3rd Edition
Map
Vancouver 2000
1:8 000 000
Der Geschichte der Bunger-Oase auf den Grund gegangen
M. (http://hpkom21.geo.uni-leipzig.de/~geologie/melles.htm)
ISBN 1-553-410-01-7 Melles
ISBN 3-7688-1257-X H
Forschungsreisen zwischen Nord- und Südpol
188-195
Bielefeld: Delius Klasing Verlag
In: Lange
2001
G. (Hg.): Eiskalte Entdeckungen
PL
ISBN 3-518-39260-3 [Bearbeiten]
Suhrkamp 1997
deutsch 1970)
ovecraft
Science Fiction
Die Berge des Wahnsinns (1936
Wissenschaftliche Literatur
Blümel
W.D. (1999): Physische Geographie der Polargebiete. – 239 S.
Stuttgart. J
Oerlemans; C
Ostantarktis / von Thomas Kulbe. - 1997. - 129 S
J. van der Veen: Ice Sheets and Climate Reidel
1984 Kulbe
Dordrecht
Thomas: Die Spätquartäre Klima- und Umweltgeschichte der Bunger-Oase
1997 W
Potsdam
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WW
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3-43 FM
S
Indiana University Press
Auburn: Antarctic Law and Politics
Bloomington
1982 GEO-Magazin (Ausgabe September 1998
Springer Verlag
Berlin 1984
Berlin 1984 Wolfrum
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Rüdiger: "Antarktis"
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Seite 30 - 100 [Bearbeiten]
Rüdiger / Bockslaff
Duncker & Humblot
in: Die Internationalisierung staatsfreier Räume
Weblinks
Eis
... (http://www.markus-harder.de/galerien.html) Vorlage:Navigationsleiste Kontinente Beurteilung: Dieser Artikel ist in die Liste exzellenter Artikel aufgenommen worden. ca:Antà rtida cs:Antarktida cy:Antarctica da:Antarktis en:Antarctica eo:Antarkto es:Antártida fa:جنوبگان fi:Etelämanner fr:Antarctique ga:Antartaice he:×?× ×˜×?רקטיקה hr:Antarktika hu:Antarktisz io:Antarktika is:Suðurskautslandið it:Antartide ja:å?—極大陸 lt:Antarktida nds:Antarktis nl:Antarctica nn:Antarktis no:Antarktis pl:Antarktyda pt:Antártica ru:Ð?нтарктида simple:Antarctica sl:Antarktika sv:Antarktis th:ทวีปà¹?à¸à¸™à¸•าร์à¸?ติà¸?า uk:Ð?нтарктида wa:Antartike zh:å?—æž?æ´²
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Arctic Research Consortium (dt. und engl.) (http://www.arctic.at) www.antarktis.ch dt. (http://www.antarktis.ch) antarctica2003.ch (frz.) (http://www.antarctica2003.ch) Abenteuer Antarktis - Wissen & Bildung (BR-alpha) (http://www.br-online.de/wissen-bildung/thema/antarktis/index.xml) Eisberg Galerie (http://www.ecoscope.com/iceberg/index.htm) Deutsche Antarktis-Station O'Higgins (http://www.antarktis-station.de) Council Of Managers Of National Antarctic Programs (engl.) (http://www.comnap.aq/) Scientific Committee on Antarctic Research (engl.) (http://www.scar.org/) Antarctica - The Antarctic Connection (engl.) (http://www.antarcticconnection.com/antarctic/info-index.shtml) CIA - The World Factbook -- Antarctica (engl.) (http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/ay.html) Verzeichnis geographischer Namen in der Antarktis (http://www.bkg.bund.de/kartographie/geoname-antarctic/geo_nam_ant_p2.html) Fotosammlung Antarktis
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Antarktis
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