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ACPI
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Das Advanced Configuration and Power Interface (ACPI) ist ein offener Industriestandard für Energieverwaltung in Desktop-Computern
Phoenix und Toshiba entwickelt und stellt Schnittstellen zur Hardware-Erkennung
Microsoft
Gerätekonfiguration und Energiemanagement zur Verfügung
Intel
Er wird federführend von den Firmen Hewlett-Packard
Die Kontrolle über das Energiemanagement liegt dabei anders als beim älteren APM-Standard komplett in den Händen des Betriebssystems
das einen besseren Überblick über den momentanen Leistungsbedarf und die Sparmöglichkeiten in einem Rechner hat als das hardwareorientierte BIOS
die Kontrolle liegt aber beim Betriebssystem
Mit ACPI ist das BIOS des Rechners nur noch für die Details der Kommunikation mit der Hardware verantwortlich
Gegenüber APM werden weitergehende Möglichkeiten zum Energiesparen angeboten
ACPI 1.0 wurde 1996 veröffentlicht
Mit der Version 2.0 wurde Unterstützung für 64-Bit-Architekturen hinzugefügt
Die aktuelle Version 3.0 vom 2
September 2004 wurde um die Unterstützung für PCI-Express und Serial ATA sowie erweiterte SMP-Fähigkeiten ergänzt und auf Grund von Erfahrungen aus der Praxis mit den Implementationen an einigen Stellen klarer gefasst
die in leicht angepasster Form unter anderem im Linux-Kernel und den BSD-Derivaten verwendet wird
Von Intel existiert eine ACPI-Referenzimplementation mit Namen ACPICA (ACPI Component Architecture)
der die von der Hardware bereitgestellten ACPI-Tabellen (siehe unten) parst
Die ACPICA implementiert betriebssystemunabhängige Teile der ACPI-Software
hier vor allem den AML-Interpreter
ACPI funktioniert nicht auf älterer Hardware
Timer und BIOS als auch das Betriebssystem und teilweise auch die CPU ACPI-fähig sein
Für volle ACPI-Unterstützung müssen sowohl die Hauptplatine mit seinem Chipsatz
Des Weiteren wird ein Netzteil nach ATX 2.01 oder neuer benötigt. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
"Verbergen") 1 Ereignisse 2 Systembeschreibungs-Tabellen 3 Powermanagement mit ACPI: Zustände 4 Systemkonfiguration mit ACPI 5 Weblinks [Bearbeiten]
Ereignisse
Die Hardware kann über den System Control Interrupt (SCI) bestimmte Ereignisse an das Betriebssystem signalisieren
Dazu können beispielsweise das Umschalten von Batterie- auf Netzstromversorgung oder das Aufwachen aus dem Standby gehören. [Bearbeiten]
Systembeschreibungs-Tabellen
die das System und seine Komponenten beschreiben oder Routinen anbieten
die das Betriebssystem aufrufen kann
BIOS und Chipsatz stellen eine Reihe von Tabellen zur Verfügung
Sie sind teilweise in Form eines speziellen Bytecodes hinterlegt
der ACPI Machine Language (AML)
Sie können mit einem Compiler und einem Disassembler zwischen dieser maschinenlesbaren Form und der menschenlesbaren ACPI Source Language (ASL) hin- und herübersetzt werden
fehlerhafte Tabellen
Die benötigten Software-Tools werden kostenlos zum Download von Intel oder Microsoft angeboten
hier vor allem die so genannte DSDT (Differentiated System Description Table) selbst zu reparieren
so dass es für Leute mit ASL-Kenntnissen möglich ist
Fehlerhafte Tabellen führen besonders unter alternativen Betriebssystem wie Linux oder xBSD zu Problemen
da einige Hauptplatinenhersteller ihre Tabellen nur unter Microsoft Windows testen
Die Microsoft-ACPI-Implementation ist dafür bekannt
so dass eventuelle Probleme den Herstellern nicht auffallen
an einigen Stellen nicht buchstabengetreu den Standard zu befolgen
Die zwei häufigsten Fehler sind
dass die Tabellen davon ausgehen
dass die Hauptplatine in jedem Fall nur unter Microsoft Windows laufen wird oder sie in bestimmten Funktionen keinen Wert zurückgeben (impliziter Return)
Die ACPI-Implementationen der freien Betriebssysteme müssen um diese Fehler herumarbeiten
Folgende Tabellen existieren: RSDP (Root System Description Pointer) RSDT (Root System Description Table) DSDT (Differentiated System Description Table) XSDT (Extended System Description Table) FADT (Fixed ACPI Description Table) FACS (Firmware ACPI Control Structure) SBST (Smart Battery Table) ECDT (Embedded Controller Boot Resources Table) SRAT (System Resource Affinity Table) SLIT (System Locality Distance Information Table) [Bearbeiten]
Powermanagement mit ACPI: Zustände
unter Verwendung von ACPI Energie zu sparen
Die Möglichkeiten
sind vielfältig
Der gesamte Rechner kann sich in einem von vier Zuständen befinden
die in der ACPI-Spezifikation G0 bis G3 genannt werden
G0 entspricht dabei dem "aktiven" Zustand
in dem mit dem Computer gearbeitet werden kann
also ein Rechner mit gezogenem Stecker
und G3 ist "mechanisch abgeschaltet"
Dazwischen liegt der Schlafzustand G1
in dem große Teile des Rechners abgeschaltet sind
aber dennoch in kurzer Zeit in den aktiven Zustand zurückgekehrt werden kann
der einem Computer auf ATX-Standbyspannung entspricht
und der "Soft-Off"-Zustand G2
Innerhalb von G1 kann das System unterschiedlich tief schlafen (S1-S4)
so dass das System schneller "wieder da" ist
In den niedrigen Schlafzuständen wird mehr Systemkontext in den schnellen flüchtigen Speichern behalten
Vor Eintritt in den S4-Zustand wird der Systemkontext auf eine Festplatte geschrieben und beim Aufwachen von dort wieder hergestellt
Einzelne Geräte im System können sich in den Zuständen D0 (an) bis D3 (aus) befinden
Wieviel Energie in den beiden dazwischen liegenden Zuständen gespart wird und ob diese überhaupt für ein Gerät zur Verfügung stehen
liegt im Ermessen des Hardwareherstellers
Prozessoren können sich innerhalb des G0-Zustands in verschiedenen Unterzuständen befinden
C0 ist dabei der "Arbeitszustand"
der aktiviert wird
Jeder ACPI-fähige Prozessor beherrscht darüber hinaus den C1-Zustand
wenn der Prozessor leerläuft
Dabei wird dem Prozessor die hlt-Instruktion gesendet
Sobald ein Interrupt anliegt
wacht er wieder auf
bei denen das Aufwachen zunehmend länger dauert (bei C3 meist bereits so viel
C3 oder noch höher
diesen Zustand einzusteuern
Besonders Mobilprozessoren kennen darüber hinaus noch stärkere Sparzustände C2
dass es sich nicht lohnt
da der Weg zurück nach C0 zuviel Zeit benötigt)
In den C-Zuständen geht es zunächst nur um leerlaufende Prozessoren
Darüber hinaus können viele moderne CPUs bei wenig Arbeitsaufkommen in C0 Takt und Kernspannung mehrstufig drosseln
Von diesen "Performance States" (P-States) kann es beliebig viele geben
ohne dass eine Rückkehr zur höchsten Taktstufe P0 unangemessen lange dauert. [Bearbeiten]
wie stark es den Prozessor bei niedrigem Arbeitsaufkommen drosselt
Das Betriebssystem muss entscheiden
Systemkonfiguration mit ACPI
PCI etc. und stellt vereinheitlichte Konfigurationsmethoden zur Verfügung
ACPI integriert die bestehenden Standards zu Plug & Play
Interrupts und andere Systemresourcen lassen sich beim Initialisieren von Geräten über ACPI verteilen. [Bearbeiten]
Weblinks
Advanced Configuration & Power Interface (http://acpi.info) ACPI4Linux (http://acpi.sourceforge.net/) en:Advanced Configuration and Power Interface fr:Advanced Configuration and Power Interface ja:Advanced Configuration and Power Interface fi:ACPI
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
ACPI
aus der freien Enzyklopädie
wikipedia
und steht unter der
GNU Lizenz für freie Dokumentation
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