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Diskussion : Blutgruppe
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Blutgruppe
Stichpunkte
Allgemein
Blutgruppen entstehen durch unterschiedliche Proteine auf der Oberfläche hauptsächlich der roten Blutkörperchen
Diese Proteine wirken als Antigene und bilden Angriffspunkte für die Antikörper des Immunsystems
Mischt man daher Blut verschiedener Blutgruppen
so kommt es zur Verklumpung
Vor der Entdeckung der Blutgruppen waren daher Blutübertragungen nur selten erfolgreich und endeten oft tödlich
um Verwandtschaftsverhältnisse belegen zu können
z.B. durch das Vaterschaftsausschlussverfahren
Blutgruppen sind erblich und sind daher ein Merkmal
Beim Menschen gibt es rund 20 verschiedene Blutgruppensysteme
Die wichtigsten davon sind das AB0-System und das Rhesus-System. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
"Verbergen") 1 Blutgruppensysteme 1.1 AB0-System 1.2 Rhesus-System 1.3 Kell-System 1.4 MN-System 1.5 Duffy-System 1.6 Weitere Systeme 2 Häufigkeit der Blutgruppen 3 Weblinks [Bearbeiten]
Blutgruppensysteme
[Bearbeiten]
AB0-System
Das AB0-System wurde 1901 von Karl Landsteiner entdeckt
wofür er 1930 den Nobelpreis für Medizin bekam
B
AB u
Es ist das wichtigste Blutgruppenmerkmal bei der Bluttransfusion und umfasst 4 verschiedene Gruppen: A
A2B] u
z.T. mit Untergruppen [A1
0
A2; A1B
Varianten [z.B
A3
Ax; letztere umfasst A0 u
A4]
bei der Blutgruppe B andere Antigene vom Typ B
Bei der Blutgruppe A sind Antigene vom Typ A auf den roten Blutkörperchen vorhanden
Menschen mit der Blutgruppe AB haben beide Arten von Antigenen
bei Blutgruppe 0 sind dagegen keine Antigene vorhanden
bei Blutgruppe AB keine Antikörper und bei Blutgruppe 0 Antikörper gegen A und B
bei Blutgruppe A also Antikörper gegen B und umgekehrt
Umgekehrt besitzen Menschen immer Antikörper gegen die fehlenden Antigene
da die Blutgruppen-Antigene auch andernorts in der Natur vorkommen (z.B. auf dem E._coli)
werden Blutgruppenantikörper bereits ohne direkten Kontakt zu blutgruppenfremden Erythrozyten oder Leukozyten gebildet
Während Rhesus-Antikörper erst nach dem ersten Kontakt mit Antigen-D gebildet werden
Diese Antikörper können nicht die Plazenta überwinden
können also nicht zu Problemen während der Schwangerschaft führen
Die Blutgruppen werden durch die Gene A1/A2
B u
0 bestimmt
Die Produkte des 0-Gens sind nicht nachweisbar
d.h. das Gen ist amorph = stumm
Die Produkte der anderen Gene sind antigen wirksame Glykoproteine
Die jeweils 2 Erbanlagen sind auf dem langen Arm des Chromosoms 9 (9q34) lokalisiert
Ferner besitzen alle Erythrozyten eine sog. heterogenetische Substanz »H« (= Vorläufersubstanz = Präkursor der A- u
B-Substanzen)
von B an D-Galactosid u. von H an L-Fucose (Anlagerung der letzteren an das Blutgruppen-Lipoproteinskelett enzymatisch gesteuert Glucosyltransferase durch das H-Gen; ist Voraussetzung für Wirksamwerden der anderen Blutgruppen-Gene)
Chemisch ist die Spezifität von A gebunden an ?-N-Acetyl-D-Galactosamin
bei Sekretoren auch im Speichel
Harn
Die Blutgruppensubstanzen sind auch in Zellen anderer Organsysteme nachweisbar
Schweiß
Der Nachweis der Gruppen erfolgt mit Hilfe von Testseren (mit entsprechenden Antikörpern): Untergruppe A1 durch Anti-A1-Seren u
-Varianten unberücksichtigt). - Die H-Substanz wird durch Anti-H-Phytagglutinine nachgewiesen
Anti-A1-Phytagglutinine (= Lectine); Untergruppe A2: indirekter Nachweis (als nicht mit Anti-A1-Seren reagierendes A); B: durch Anti-B-Seren; siehe auch Tab.
Abb. (A-Untergruppen
Die Blutgruppen A und B sind kodominant gegenüber Blutgruppe 0
B
AB --- B und O > B
O --- A und B > A
B
B
O --- A und AB > A
AB
O --- B und B > B
AB --- AB und O > A
AB --- A und O > A
O --- B und AB > A
B --- O und O > O [Bearbeiten]
O --- AB und AB > A
Blutgruppe der Eltern > Mögliche Blutgruppe des Kindes A und A > A
B
Rhesus-System
wenn sie mit ihm in Berührung kommen
Die Antikörper gegen den Rhesusfaktor D werden bei Menschen ohne diesen Faktor nur gebildet
Das kann bei Bluttransfusionen geschehen
besonders bei der Geburt
bei Frauen auch während der Schwangerschaft
Diese Antikörper können die Plazenta überwinden und ins Blut des Kindes eindringen
die dann zur Blutverklumpung des Kindes und somit zu dessen Tod führen können
bildet die Mutter Antikörper gegen den Rhesusfaktor des Kindes
Falls die Mutter Rhesus negativ und der Fötus Rhesus positiv ist
wenn größere Mengen Blut des Kindes in den Blutkreislauf der Mutter übertreten
Falls die Mutter nicht schon vorher Kontakt mit Rhesus-positivem Blut gehabt hatte
tritt das Problem gewöhnlich jedoch nicht bei der ersten Schwangerschaft auf
da die Sensibilisierung des Immunsystems normalerweise erst bei der Geburt ausgelöst wird
wenn rechtzeitig Medikamente gegeben werden
Die Sensibilisierung (und eine damit verbundene Gefährdung künftiger Kinder) kann verhindert werden
Ansonsten bleibt nur die Möglichkeit einer Blutaustauschtransfusion die in der Regel schon beim Fötus im Mutterleib durchgeführt wird
Der Rhesusfaktor wird dominant vererbt
bei denen man im Jahr 1940 diesen Faktor zuerst entdeckt hatte. [Bearbeiten]
Der Name Rhesusfaktor kommt von den Rhesusaffen
Kell-System
Das Kell-System ist das drittwichtigste System bei Bluttransfusionen
Die Vererbung ist noch nicht vollständig geklärt. [Bearbeiten]
MN-System
wobei zwei Allele (also genotypisch) kodominant sind (M und N)
Es existieren drei Phänotypen
Folglich gibt es dann auch die drei Variationen: phänotypisch - genotypisch M - MM N - NN MN - MN [Bearbeiten]
Duffy-System
Der Duffy-Faktor ist ein Antigen (Ag) und zugleich ein Rezeptor für das Plasmodium Vivax
den Erreger der Malaria tertiana
Folglich sind Duffy-Negative resistent gegen diesen von der Anophelesmücke übertragenen Erreger
da er an die Zellen nicht "andocken" kann. [Bearbeiten]
Weitere Systeme
P und Xg. [Bearbeiten]
Lewis
Kidd (Jk)
Cellano
MNSs
Lutheran (Lu)
Häufigkeit der Blutgruppen
Die Häufigkeiten der Blutgruppen sind regional unterschiedlich (siehe [1] (http://anthro.palomar.edu/vary/vary_3.htm) für Verteilung des AB0-Systems)
In Asien kommt Blutgruppe B am häufigsten vor
5% 85% Rhesus negativ 15% 14
5% 15% Kell negativ 91% 91% Kell positiv 9% 9% [Bearbeiten]
in Europa Blutgruppe A. Über die Häufigkeiten lassen sich Wanderungen der Bevölkerung in der Vergangenheit rekonstruieren. Blutgruppe Häufigkeit weltweit 0+ 38% A+ 34% B+ 9% 0- 7% A- 6% AB+ 3% B- 2% AB- 1% Blutgruppen-merkmal Häufigkeit Deutschland Österreich Schweiz A 43% 41% 47% 0 41% 37% 41% B 11% 15% 8% AB 5% 7% 4% Rhesus positiv 85% 85
Weblinks
http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Infoframe/b/Blutgruppenbestimmung.htm - Laborlexikon da:Blodtype en:Blood type es:Grupo sanguÃneo fi:Veriryhmä fr:Groupe sanguin gl:Grupo sanguÃneo he:סוג ד×? ja:血液型 ko:혈액형 nl:Bloedgroep pl:Grupy krwi
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Blutgruppe
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