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Sechstagekrieg
Stichpunkte
Allgemein
Der Sechstagekrieg dauerte vom 5
Juni bis zum 10
Juni 1967
Kriegsgegner in Nahost waren Israel und die arabischen Nachbarstaaten Ägypten
Jordanien und Syrien
die Golanhöhen und das Westjordanland erobert
Am Ende dieses Präventivkrieges hatte Israel den Gazastreifen
die Sinai-Halbinsel
Noch heute bestimmen die Kriegsfolgen die Geopolitik in der Region. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
"Verbergen") 1 Die Lage vor dem Krieg 1.1 Arabische Propaganda 1.2 Militärische Lage 1.3 Die Lage an der Syrisch-Israelischen Grenze 1.4 Der Angriff auf Samua 1.5 Remilitarisierung des Sinai durch ägyptische Truppen 1.6 Abzug der UNEF-Truppen 1.7 Schließung der Straße von Tiran 2 Kriegsverlauf 2.1 5
Juni 2.2 6. und 7
Juni 2.3 8. bis 10
Juni 3 Kriegsfolgen und Nachbeben 3.1 Opfer und Kriegsgefangene 3.2 Kriegsverbrechen 3.2.1 Der Angriff auf die USS Liberty 4 Wichtige Personen 5 Siehe auch 6 Literatur [Bearbeiten]
Die Lage vor dem Krieg
größere militärische Auseinandersetzungen lagen allerdings schon 11 (Suez-Krise) beziehungsweise 19 Jahre (Unabhängigkeitskrieg) zurück
Die Lage im Nahen Osten war schon vor Gründung des Staates Israel nicht wirklich friedlich gewesen
dennoch gelang es Gamal Abdel Nasser
eine quasi unanfechtbare Position als Führer der arabischen Welt aufzubauen
Die Krise um den Suez-Kanal endete 1956 mit einer militärischen Niederlage Ägyptens
die eroberte Sinai-Halbinsel wieder an Ägypten zurückzugeben
Die USA drängten Israel
Im Gegenzug sollte Ägypten dazu gebracht werden
auf Basis von beiderseitigem Einverständnis keine Guerillas mehr in das israelische Staatsgebiet zu schicken
Israel kam dieser Bitte nach
als dass der Gaza-Streifen zu Ägypten und das Westjordanland zu Jordanien gehörte. [Bearbeiten]
Die geografische Lage unterschied sich insofern von der heutigen (2005)
Arabische Propaganda
noch war ein Friedensvertrag zwischen einem der Staaten und Israel unterzeichnet worden
Weder hatte ein arabischer Staat Israels Unabhängigkeit anerkannt
Stattdessen war die Rhetorik der arabischen Führer von martialischer Blutrünstigkeit geprägt
So erklärte zum Beispiel Syriens Präsident am 22
Mai 1966: „Wir wollen einen totalen Krieg ohne Limits
einen Krieg der die zionistische Basis zerstören wird.“ Noch am 20
Mai 1967 verkündete Hafiz al-Assad (syrischer Verteidigungsminister): „Unsere Streitkräfte sind nun voll bereit (...) dem Akt der Befreiung den Anstoß zu geben und die zionistische Anwesenheit im arabischen Heimatland in die Luft zu jagen
dass die Zeit gekommen ist
den Vernichtungskrieg zu führen.“ Die arabische Propaganda verfehlte ihre Wirkung auf die arabischen Massen nicht
Ich als Militär glaube
schaffte es Nasser mit Hilfe seines Radiosenders "Saut al-Arab" (Stimme der Araber)
seinen Einfluss weiter auszubauen
Da der größte Teil der Bevölkerung weder lesen noch schreiben konnte
Die von Saut al-Arab propagierte Überlegenheit der arabischen Armeen über Israel wurde so selbst von manchen Offizieren für Wirklichkeit gehalten
Die Niederlage von 1956 wurde allgemein verdrängt. [Bearbeiten]
Militärische Lage
Die tatsächliche Situation sah allerdings ganz anders aus
der nicht nur einige der besten Truppen band
Die ägyptische Armee war seit fünf Jahren auf den Bürgerkrieg im Jemen konzentriert
sondern auch einen hohen Verschleiß an Material forderte und sich schlecht auf die Moral auswirkte
keine militärischen Operationen gegen Israel ausführen zu können
solange Ägypten im Jemen involviert sein würde
Teile der Armeeführung waren davon überzeugt
Ein entsprechender Bericht wurde allerdings vom damaligen Generalstabschef Amer in den Wind geschlagen
der jemanden gesucht hatte
um die Armee unter Kontrolle zu halten
Dieser hatte seinen Posten vor allem seiner Loyalität Nasser gegenüber erhalten
war Amer allerdings unfähig
Wie sich schon in der Suez-Krise gezeigt hatte
Krieg zu führen
Auch hatte die ägyptische Armeeführung nicht aus den Erfahrungen des Krieges von 1956 gelernt und vor allem nichts an der Ausbildung und der schlechten Behandlung der Mannschaften geändert
Nach vielen Militärputschen war die syrische Armee durch die politischen Ambitionen einzelner Offiziere mehr ein Mittel zur Erlangung der politischen Macht als eine kriegsfähige Streitmacht
Zudem gehen Strategen davon aus
dass Nasser die Auswirkungen eines israelischen Erstschlags unterschätzte
Vermutungen zufolge
zudem von einem Stellungskrieg aus
den die seiner Ansicht nach starke ägyptische Armee gewinnen müsse
Nasser ging
Israel habe den Krieg von 1956 nur wegen der Mithilfe Englands und Frankreichs gewonnen
Er zeigte sich überzeugt
der die Weiten der Sinaiwüste auszunutzen gedachte
Von den Sowjets wurde 1966 der Schild-und-Schwert-Plan für einen Krieg Ägyptens gegen Israel entworfen
ging der israelische Verteidigungsplan von einer Vorwarnzeit von 48 Stunden aus
von der man nicht sicher sein konnte
aber obwohl die Landstreitkräfte Israels (IDF) entlang der Linie von Anvil stationiert waren
Er war den Israelis gut bekannt
ob sie ausreichend sein würde
die sich mit dem Plan auskannten
Außerdem waren ägyptischerseits die Vorbereitungen für den Schild-und-Schwert-Plan im Jahre 1967 noch nicht abgeschlossen und einige Offiziere
wurden durch Männer Amers ersetzt
Zahlenmäßig ergab sich eine Überlegenheit der arabischen Armeen gegenüber Israel. [Bearbeiten]
Die Lage an der Syrisch-Israelischen Grenze
In den 1960er Jahren war die Grenze zwischen Syrien und Israel ein dauernder Konfliktherd
Einer der Konflikte beinhaltete die strategische Wasserversorgung
ein Wasserverteilsystem
Israel hatte 1964 den National Water Carrier
das gemäß dem Johnston Plan von 1955 Wasser aus dem See Genezaret pumpte und damit den Weiterfluss in den Jordan verminderte
fertiggestellt
so dass dessen Wasser Israel und den See Genezaret nicht mehr erreichen konnte
Als Antwort auf diesen Bau arbeitete Syrien daran
den Dan/Baniyas Strom umzuleiten
Diese Anlagen wurden deshalb im selben Jahr durch Israel zerstört
Ein weiterer Konfliktherd waren die seit dem Waffenstillstand von 1949 zwischen Israel und Syrien umstrittenen Gebiete
Diese lagen zwischen der Waffenstillstandslinie und der alten Grenze Palästinas
allerdings versuchten beide Seiten
Es war vorgesehen
wobei Israel erfolgreicher war als Syrien
bei Abschluss des endgültigen Friedensvertrages eine Einigung über diese Gebiete zu erreichen
durch intensivierte Kultivierungsmaßnahmen vollendete Tatsachen zu schaffen
So vertrieb Israel unter anderem syrische Bauern aus diesen Gebieten und übereignete das Land jüdischen Siedlern
General Odd Bull von der UNTSO warnte Israel
dass diese Aktivitäten zu erhöhten Spannungen an der Grenze führen würden
Syrien erweiterte seine Grenzbefestigungen auf den Golanhöhen mit sowjetischer Hilfe
Es unterstützte die palästinensischen Guerillas in ihrem Kampf gegen Israel und beschoss israelische Zivilisten von seinen Grenzposten auf dem Golan aus
dass Israels Nachbarstaaten ihre anti-israelischen Aktivitäten verstärkten
Im Frühjahr 1966 war deutlich geworden
Zwischen Juni 1965 und dem Ausbruch des Krieges wurden 16 Israelis an der Grenze getötet und 67 verwundet
Syrien bombardierte von den Golanhöhen aus israelische Siedlungen
nach Angaben Moshe Dayans sogar 80 Prozent von Israel provoziert wurden
von denen nach Angaben des israelischen Generals Matityahy Peled mindestens die Hälfte
Diese Konflikte führten zu einer Zunahme der Grenzzwischenfälle
so etwa am 7
Manchmal eskalierten die Schusswechsel zu Artillerieduellen oder Luftkämpfen
April 1967
Die israelische Luftwaffe schoss vier syrische MiG-21 über Jordanien und zwei weitere über den Vororten von Damaskus ab und überflog demonstrativ die Stadt. [Bearbeiten]
Der Angriff auf Samua
nach dem Abschluss des Verteidigungspakts zwischen Ägypten und Syrien wurde allerdings das wesentlich schwächere Jordanien als Ziel ausgewählt
Innerhalb Israels wurde 1966 immer stärkere Rufe nach einem harten Vorgehen gegen Syrien laut
Der Angriff setzte einen Schlusspunkt unter dreijährige Geheimverhandlungen König Husseins und Israels
da die Palästinenser und Teile des Militärs begannen
Hussein sah seinen Thron in direkter Gefahr
ihm die Gefolgschaft zu verweigern
keinen Angriff auf Jordanien zu planen
Zudem hatte ihm Israel wenige Tage vorher versichert
Das Vertrauen Husseins in die Politik Israels war damit zerstört
die mittels einer militärischen Lieferung versuchten
Der Angriff wurde folgenlos vom Sicherheitsrat verurteilt (Resolution 228 (http://domino.un.org/UNISPAL.NSF/d744b47860e5c97e85256c40005d01d6/1a03c7bfb8d6c049852560c3004a4aaf!OpenDocument))
König Husseins Position zu stützen
ebenso von den Vereinigten Staaten
zuspitzende Eskalation der Ereignisse verantwortlich
Die Sowjetunion unterstützte die arabische Position und war durch falsche Geheimdienstinformationen schließlich für eine weitere
Sie behauptete nämlich
Israel würde Truppen an der Syrischen Grenze zusammenziehen
Israel lud den sowjetischen Botschafter ein
um sich ein Bild zu machen
selbst die Gebiete zu bereisen
Die Behauptungen von israelischen Truppenkonzentrationen an der syrischen Grenze wurden auch von dem eigens entsandten ägyptischen General Muhammad Fawzi
der am 14
Mai Syrien bereist hatte
nicht bestätigt
Er berichtete Nasser: "Dort ist nichts
Keine massive Truppenzusammenziehung
Nichts." Ähnlich äußerte sich auch der Chef des ägyptischen Militärgeheimdienstes
die Israelis hätten aggressive Pläne. [Bearbeiten]
Trotzdem behauptete Nasser weiterhin
Remilitarisierung des Sinai durch ägyptische Truppen
Am 15
nahmen die Ägypter ihre Positionen gemäß ihres Eroberungsplans ein. Deshalb wurden am nächsten Tag die Truppen im Negev von Jitzhak Rabin eingewiesen
Mai 1967
dem Tag der international kritisierten Militärparade zu den Feierlichkeiten des israelischen Unabhängigkeitstages
der zusätzlich eine oder zwei Brigaden von Reservisten einberufen wollte
oder gar mit ihnen einverstanden. „Auf der anderen Seite"
Israel befand sich seiner Ansicht nach in einer Zwangslage: Wäre keine Reaktion erfolgt
hätten die Ägypter den Eindruck gewinnen können
was einen vollkommen ungewollten Krieg provozieren hätte können.“ Eschkol erklärte sich mit einer Erhöhung der Alarmstufe auf die niedrigste Stufe einverstanden
dass wir aggressive Absichten hätten
wies aber zu diesem Zeitpunkt die Einberufung von Reserveeinheiten zurück
man sei sich der feindlichen Truppenbewegungen nicht bewusst
so Rabin später „hätte eine Überreaktion unsererseits die arabischen Befürchtungen nähren können
war man übereinstimmend der Ansicht
anzugreifen
Auch wenn von verschiedenen israelischen Offiziellen (unter ihnen Rabin) in dieser Vor-Phase nicht davon ausgegangen wurde
bis die Araber die Möglichkeit sahen
dass durch den vollzogenen arabischen Truppenaufmarsch das Abschreckungspotential und die Verteidigungskraft Israels abnehmen könnte
dass Nasser angreifen wolle
Die Lage spitzte sich weiter zu
Zusätzlich zu den bereits 30.000 im Sinai stationierten Truppen und den 10.000 Soldaten der Palästinensischen Befreiungsarmee im Gazastreifen wurde in den Nächten des 15. und 16
Mai die 5. ägyptische Armee in den Sinai verlegt
Rasch folgten ihr die 2. und die 7
Infanteriedivision und schließlich auch die 6
Panzerdivision über den Kanal
Dort hatte sich die 4
Division unter dem Kommando Generalmajors Sidki al Ghul in Bir al-Thamada eingegraben
Katjuscha Raketen
Jede dieser Einheiten bestand aus 15.000 Mann
um die 100 T-54- und T-55-Panzern
SU-100 Antipanzerwaffen)
150 bewaffneten Truppentransportern sowie einer großen Menge sowjetischer Artillerie (Haubitzen
Schwere Mörser
Was für die Israelis besonders schwer wog
war die von ihnen vermutete Bewaffnung der MiG-17 und Mig-21 mit Giftgasbomben
Der Atomreaktor von Dimona im Negev befand sich inzwischen in Reichweite der 4. ägyptischen Division
Eschkol stimmte am 17
Mai auf massiven Druck Rabins widerwillig einer Einberufung von 18.000 Mann zu. [Bearbeiten]
Abzug der UNEF-Truppen
Bild nicht gefunden Stationierung der UNEF Truppen auf dem Sinai (Stationierungen im Gazastreifen auf dieser Karte nicht ersichtlich) Alle militärstrategischen Vorbereitungen ließen jedoch nicht zwingend nur den Krieg übrig
denn bereits im Jahre 1960 hatte die ägyptische Armee den Sinai kurzzeitig remilitarisiert
Am 17
die nach der Suez-Krise in Ägypten zur Friedenssicherung stationiert wurde) von der Sinaihalbinsel
Mai verlangte Nasser jedoch den Abzug der UNEF (United Nations Emergency Force
Dem stimmte der damalige UNO-Generalsekretär Sithu U Thant ohne Widerspruch sofort zu
Israel wiederum akzeptierte keine Stationierung der UN-Truppen auf seinem Gebiet
dass Ägypten und nicht Israel den Krieg seit 1956 durch das Einsickern von Guerillas aufrecht erhalten hätte
Israel lehnte dies mit der Begründung ab
die UNEF würde weniger den potentiellen ägyptischen Angriff aufhalten
als vielmehr die israelischen Reaktionsmöglichkeiten einschränken. [Bearbeiten]
Außerdem konnte man die Soldaten der UNEF schwerlich als israelfreundlich bezeichnen
und es wurde von den Israelis befürchtet
Schließung der
Straße von Tiran
Nassers Remilitarisierung der Sinaihalbinsel folgte am 22
Mai die Schließung der Straße von Tiran (dem einzigen Zugang Israels zum Roten Meer - über den ein Großteil des Erdölimports abgewickelt wurde) für israelische Schiffe und Schiffe mit "strategischer" Ladung für Israel (worunter auch Öl gefallen wäre)
Damit verstieß er gegen internationale Vereinbarungen betreffend der Freiheit der Meere
Von Ägypten wurde angeführt
der Zustand der Feindschaft mit Israel erlaube diese Blockade
Ein Vermittlungsversuch Großbritanniens kam gar nicht erst zustande
Israel hatte eine Schließung der Straße von Tiran wiederholt als casus belli bezeichnet
der als Sprachrohr Nassers galt
Hassanein Heykal
schrieb in der Zeitung Al-Ahram vom 26
dass die Schließung der Straße von Tiran den Krieg unausweichlich mache
Mai
Er sagte voraus
dass Israel angreifen würde
zeigte sich aber überzeugt dass die Ägypter dem Schlag standhalten würden und den Kampf in das israelische Kernland tragen würden
Am 25
der Irak und Saudi Arabien durch Ägypten aufgefordert und ermutigt
Mai wurden Syrien
ihre Truppen an Israels Grenzen zu stationieren
Jordanien
Der ägyptische Staatspräsident Nasser erklärte am 26
Mai 1967: "Unser Ziel ist die Zerstörung Israels
zu kämpfen. ..
Das arabische Volk ist bereit
Sharm El-Sheikh ist eine Konfrontation mit Israel." Nach dem Vorbild des im November 1966 zwischen Ägypten und Syrien geschlossenen "Verteidigungspakts" unterzeichnete Ägypten am 30
Mai und am 4
Juni weitere Verteidigungspakte mit Jordanien und dem Irak und vollendete damit die Einkreisung Israels bis auf den Libanon im Norden
die damit in etwa Parität mit den israelischen Streitkräften erreichten
2.000 Panzer und 700 Kampfflugzeuge wurden von den arabischen Staaten aufgeboten
Ungefähr 250.000 Soldaten
Trotzdem sah keine der drei Großmächte USA
Frankreich und Großbritannien Israel ernsthaft in Gefahr
ob Israel eine oder zwei Wochen brauchen würde
Die militärischen Analytiker der drei Nationen waren sich nur darin uneinig
die arabischen Armeen zu besiegen
ihre Ausrüstung mit modernen Waffen und ihre höhere Kampferfahrung. [Bearbeiten]
Grund für diese Einschätzung war die hohe Professionalität der israelischen Streitkräfte
Kriegsverlauf
[Bearbeiten]
5. Juni
Der Krieg begann am 5
Juni mit einem gut geplanten und erfolgreichen Angriff der israelischen Luftwaffe auf die ägyptischen Flugfelder im Sinai
Die meisten der 385 modernen
die Rollbahnen der Flugplätze zerstört
von der Sowjetunion gelieferten Flugzeuge wurden am Boden vernichtet
Somit hatten die ägyptischen Truppen im Sinai keine Luftunterstützung mehr und standen damit praktisch schon am ersten Tag des Krieges am Rande einer Niederlage
Auch die weniger starken und modernen syrischen und jordanischen Luftstreitkräfte wurden gleichzeitig ähnlich stark dezimiert
Dadurch hatte Israel für den Rest des Krieges totale Luftüberlegenheit
Gleichzeitig rückten Bodenstreitkräfte der israelischen Armee gegen die ägyptischen Positionen vor
Während in den ersten Stunden von israelischer Seite kaum Informationen über den Kriegsverlauf herausgegeben wurden
verkehrte die ägyptische Propaganda den Kriegsverlauf ins Gegenteil und berichtete von angeblichen Siegen der arabischen Truppen
nicht Israel sondern Ägypten habe den Krieg begonnen
So kam es in der übrigen Welt zu dem falschen Eindruck
sich aus dem Krieg heraus zu halten
In einem Aufruf wurde Jordanien aufgefordert
Jordanien lehnte ab und beschoss Westjerusalem und das Gebiet um Tel Aviv mit Artillerie
Israel antwortete mit Gegenangriffen
umzingeln
lauteten: "Wir werden es
die Verteidigungsminister Mosche Dajan für Jerusalem ausgab
Die ersten Befehle
werden es aber nicht stürmen." [Bearbeiten]
wenn es notwendig ist
6. und 7. Juni
Am 6. und 7
Juni rückten die israelischen Truppen durch den Sinai auf die strategisch wichtigen Pässe Mitla und Gidi vor
Artillerie und Panzern konnten sie den zahlenmäßig überlegenen Truppen eine vernichtende Niederlage bereiten - auch weil der ägyptische Verteidigungsminister Abdel Hakim Amer nach ersten Berichten von Niederlagen in Panik geriet und den Rückzug hinter den Suezkanal befahl
Durch kombinierten Einsatz im Verbund von Fallschirmspringern
Luftangriffen
da er befürchtete
Dajan wollte ursprünglich einen Vormarsch bis zum Suezkanal unter allen Umständen verhindern
dass die Ägypter unter diesen Umständen nicht bereit wären
die Kämpfe zu beenden
Außerdem befürchtete er einen größeren internationalen Druck auf Israel für diesen Fall
Am 7
Juni wurde deshalb sogar Truppen Generalmajors Tal der Rückzug befohlen
doch der Vorwärtsdrang der Armee war nicht mehr zu stoppen. Bild nicht gefunden Verteidigungsminister General Mosche Dajan (in der Mitte)
flankiert von Generalstabschef General Yitzhak Rabin (rechts) and General Uzi Narkiss (links) beim Betreten der Altstadt von Jerusalem 1967 Zeitgleich rückten die Israelis in Ostjerusalem und auf der jordanischen West Bank (Judäa und Samaria) vor
Auch die jordanischen Truppen konnten keinen entscheidenden Widerstand leisten
Der Angriff auf Jerusalem war schließlich vor allem auf Druck Menachem Begins und Jigal Allons gegen den Willen Dajans und orthodoxer Kabinettsmitglieder ausgeführt worden
bevor das Gebiet um die Klagemauer erobert sein würde. Die syrischen Golanhöhen wurden währenddessen heftig von Israels Artillerie und Luftwaffe beschossen. [Bearbeiten]
Die Minister
die eine sofortige Besetzung Jerusalems verlangten
dass der UN-Sicherheitsrat einen Waffenstillstand verhängen würden
fürchteten
8. bis 10. Juni
Am 8
Juni erreichten die israelischen Panzer den Suezkanal
Am 9
Obstgärten und Ackerland beschossen und zerstört hatte
von wo aus Syrien 205 Häuser
Juni griff Israel die syrischen Stellungen auf den Golanhöhen an
gelang dies trotz des schwierigen Geländes
Durch die massive Unterstützung aus der Luft
die sich auf aufgeklärte Positionen der syrischen Stellungen durch Agenten des Mossad stützen konnte
so dass die Berge am 10
Die meisten syrischen Truppen flohen
Juni völlig in israelische Hand gerieten
Amman und Damaskus einzumarschieren. [Bearbeiten]
Nach nur sechs Tagen hatten die Israelis die feindlichen Linien durchbrochen und waren dazu in der Lage
in Kairo
Kriegsfolgen und Nachbeben
Am 11
Juni bereits wurde der letzte Waffenstillstand unterzeichnet
keine Verhandlungen mit Israel
den Gazastreifen
die ihre weitere Politik auf drei klare „Nein“ festlegte: „Kein Frieden mit Israel
Daraufhin fand im August 1967 in der sudanesischen Hauptstadt Khartum eine Gipfelkonferenz aller arabischen Staaten statt
keine Anerkennung Israels.“ Israel konnte große Gebiete unter seine Kontrolle bringen: Die Sinai-Halbinsel
die Westbank (Judäa und Samaria) mit der historischen Altstadt von Jerusalem sowie die Golanhöhen
da das übersichtliche Gelände gut zu verteidigen war
Strategisch waren vor allem die Golanhöhen interessant
Die seitdem von Israel besetzten Gebiete: Gaza-Streifen
Westjordanland und Ost-Jerusalem bleiben bis heute ein ständiger Unruheherd und ein Nährboden für Terroristen
Dank des Tourismus
die vor dem Krieg in einer Krise gesteckt hatte
Die israelische Wirtschaft
Spenden aus dem Ausland und der Ölquellen auf dem Sinai
florierte
Generalstabschef Jitzhak Rabin bekam die Ehre dem Krieg einen Namen zu geben
Aus einer Reihe von Möglichkeiten (beispielsweise Erlösungskrieg) wählte er den am wenigsten großtuerischen: "Sechstagekrieg"
Nasser bezeichnete ihn als den "Bunche-Krieg" (nach Ralph Bunche). Noch am 22
das "Disaster" oder "Juni-Krieg"
Auf arabischer Seite bezeichnete man ihn als den "Rückschlag"
in der Israel zum Rückzug "aus besetzten Gebieten" aufgefordert wurde
November 1967 erließ die UNO in New York die Resolution 242
Im Gegensatz zum Sinaifeldzug zog sich Israel jedoch nicht hinter die Waffenstillstandslinien von 1949 zurück
Israel begann schon bald mit intensivem Bau von staatlich geförderten Wehrdörfern und Siedlungen
Wenn auch nur der Golan und Ostjerusalem offiziell annektiert wurden
diese Gebiete langfristig zu kontrollieren oder gar zu behalten
deutete dies auf den Willen hin
Die Sinai-Halbinsel wurde 1982
nach dem Friedensvertrag von Camp David
an Ägypten zurückgegeben
Die Waffenstillstandslinien von 1967 blieben bis 1973 die israelischen Grenzen
die jordanischen und syrischen verringerten sich erheblich
Die ägyptischen Terroranschläge hörten auf
war es den Terroristen trotzdem möglich
Sicherheitsbasen in Jordanien und im Libanon zu halten
Obwohl die israelischen Streitkräfte in der Lage waren
die zu internen Konflikten in diesen beiden Ländern führten
viele Terrorakte zu verhindern
Die PLO bekam reichlich Zulauf und verstärkte ihren militärischen Druck unter anderem auch in Form von Terroranschlägen gegen Zivilisten
was 1968 zur Schlacht von Karame führte
die Widersprüche zwischen PLO und König Hussein von Jordanien auf die Spitze trieb und dies im Schwarzen September zur Vertreibung der PLO aus Jordanien führte
Seit 1968 führten die Araber einen sogenannten Abnutzungskrieg gegen Israel. [Bearbeiten]
Opfer und Kriegsgefangene
Die Opferzahl bei den ägyptischen Streitkräften wird mit 10.000-15.000 Soldaten und 1.500 Offizieren sowie 40 Piloten angegeben
Tausende mehr wurden verwundet und weitere 5.000 Soldaten wurden vermisst
Auch etwa achtzig Prozent ihrer Ausrüstung wurde zerstört
700 jordanische Soldaten kamen ums Leben und über 6.000 waren verwundet oder wurden vermisst
Die Syrischen Verluste betrugen 450 Tote und etwa dreimal so viele Verletzte
Acht indische Blauhelmsoldaten fielen dem Beschuss der israelischen Armee zum Opfer
Die Verluste auf israelischer Seite werden mit 777 Toten und 2.586 Verletzten angegeben
Davon fielen allein 115 Israelis bei der Eroberung der Golanhöhen
verlor sie etwa 20 Prozent ihrer 200 Piloten und Flugzeuge
Obwohl die israelische Luftwaffe große Erfolge erzielte
Hätte man auf den Präventivschlag verzichtet
wären die angefallenen Verluste (die auf die Bevölkerungszahl hochgerechnet nicht gering sind) sicherlich höher gewesen
Während die Sowjetunion jedoch rasch die syrischen und ägyptischen Mig-Bestände wiederauffüllte wurde von Frankreich und den USA den Israelis die Lieferung von Mirages und Skyhawks verweigert. Nicht nur Angehörige der Streitkräfte der beteiligten Staaten sondern auch ungezählte Zivilisten
meist Frauen und Kinder
gehörten zu den Kollateralschäden
Sie kamen zumeist nicht durch die Kampfhandlungen selbst
sondern auf der Flucht (Wassermangel
totale Erschöpfung) oder in den Flüchtlingslagern ums Leben (katastrophale Hygiene)
Jemen
Libanon
verhaftet und ihre Synagogen angezündet (nur die Staatschefs von Tunesien und Marokko verurteilten diese Handlungen)
Juden in Ägypten
Tunesien und Marokko wurden gelyncht
Aus den von Israel eroberten Gebieten
flohen zwischen 175.000 (israelische Schätzung) und 250.000 (jordanische Schätzung) Palästinenser
teils aufgrund von Vertreibungen
aber auch aus Ost-Jerusalem
insbesondere aus dem Gaza-Streifen und dem Westjordanland
5.000 ägyptische Soldaten (einschließlich 21 Generäle)
365 syrische Soldaten (darunter nur etwa 30 Offiziere) und 550 jordanische Soldaten sowie zwei sowjetische Militärberater gerieten in israelische Gefangenschaft
Auf der anderen Seite gerieten nur 15 Israelis in Kriegsgefangenschaft
Der Austausch der Kriegsgefangenen zog sich jedoch über Monate hin
die seit 1954 wegen Spionage eingesperrt waren sowie die Leichen exekutierter Agenten (unteranderem Eli Cohen) freizubekommen
Israel hoffte auch ägyptische Juden
Erschwert wurde der Austausch durch die Weigerung Syriens und Ägyptens direkt mit Israel zu verhandeln. [Bearbeiten]
Kriegsverbrechen
Es gibt seit damals Berichte über die Exekution und Misshandlungen von Kriegsgefangenen (und palästinensischen Männern) durch beide Seiten
Dennoch wurden die Kriegsgefangenen jedoch generell gut behandelt
Auch die Besetzung des Hauptquartiers der UNO in Jerusalem durch jordanische und anschließend durch israelische Soldaten ist als unrechtmäßig einzustufen
hauptsächlich durch einberufene weniger disziplinierte Reservisten. [Bearbeiten]
Ebenso kam es zu Plünderungen durch die Israelische Armee
Der Angriff auf die USS Liberty
Das mit 4 MGs nur leicht bewaffnete amerikanische Spionageschiff USS Liberty wurde am 8
Juni in internationalen Gewässern von der israelischen Luftwaffe und Marine angegriffen
obwohl es zuvor bereits einmal identifiziert worden war und unter amerikanischer Flagge fuhr
dass sie innerhalb einer 100-Meilen-Zone um die Kampfhandlungen keine Seestreitkräfte stationiert hätten
Die USA hatten wenige Tage vor dem Zwischenfall mitgeteilt
nur 14 Meilen vor der Sinaiküste
Dennoch kreuzte die USS Liberty
wie gesagt wird: aufgrund eines Fehlers in der Befehlskette
Israels Streitkräfteführung hatte befohlen
jedes unidentifizierte Schiff in Küstennähe anzugreifen
Bei dem Angriff verbundener Waffen von Luftwaffe und Marine auf diesen Aufklärer wurden 34 US-Soldaten getötet und 172 teils schwer verletzt
keine absolute Sicherheit
trotz vielfacher offizieller Untersuchungen des Vorfalls durch die amerikanische Seite und dreimaliger Prüfung durch Israel
Auch auf im Wasser hilflos treibende Soldaten wurde noch geschossen. Über die Gründe dieses Angriffs gibt es bis heute
Eine vertretene Meinung dazu zielt auf die relative Unerfahrenheit der nach dem Bombenangriff der IDF-Luftwaffe hinzugekommenen Torpedoboot-Besatzungen ab
die US-Amerikaner vom Abhören des israelischen Funkverkehrs abzuhalten
Die andere Position spricht von einem gezielten Angriff auf das Schiff mit dem vermutlichen Ziel
die Israelis könnten kein Interesse daran haben
die USA als zuverlässigsten Verbündeten vor den Kopf zu stoßen. http://ussliberty.org Standpunkt und Hintergründe dazu aus aktueller Sicht der Überlebenden der USS Liberty http://ussliberty.org/helmstext.htm Richard Helms
bezieht Stellung zum Überfall auf die USS Liberty [Bearbeiten]
Als triftiges Gegenargument gegen diese Vermutung wird angeführt
CIA-Direktor 1966-73
Wichtige Personen
Jassir Arafat - Vorsitzender der PLO Mosche Dajan - Verteidigungsminister Israels Levi Eschkol - Premierminister Israels Jitzhak Rabin - Stabschef Israels Ariel Scharon - Kommandeur einer Panzerdivision Hafiz al-Assad - Verteidigungsminister Syriens Gamal Abdel Nasser - Ägyptischer Präsident [Bearbeiten]
Siehe auch
Israelisch-Arabische Kriege Nahostkonflikt Suez-Krise 1956 Jom-Kippur-Krieg 1973 Liste von Kriegen Liste von Schlachten Panarabismus [Bearbeiten]
Literatur
Michael Oren: Six Days of War: June 1967 and the Making of the Modern Middle East Bowen
Jeremy: "Six Days - How the 1967 war shaped the middle east"
Großbritannien 2003 ar:ØØ±Ø¨ الأيام الستة bg:ШеÑ?тдневна война en:Six-Day War es:Guerra de los Seis DÃas fi:Kuuden päivän sota fr:Guerre des Six Jours he:מלחמת ששת הימי×? lv:SeÅ¡u dienu karÅ¡ nl:Zesdaagse oorlog pt:Guerra dos Seis Dias sv:Sexdagarskriget zh:第三次ä¸ä¸œæˆ˜äº‰
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