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Diskussion : 5. Sinfonie (Beethoven)
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5. Sinfonie (Beethoven)
Stichpunkte
Allgemein
Ludwig van Beethovens 5
eher unorthodoxen Anfangsmotiv
die bis in das 20
Sinfonie (Opus 67) gehört zu den berühmtesten Werken der europäischen Musik wie auch der weltweiten Tonkunst überhaupt. Das viersätzige Werk beginnt mit dem prägnanten
denen in derselben Tonstärke (fortissimo) ein düster-verheißungsvolles langgezogenes Es folgt. Im Zuge der sogenannten "romantischen Beethoven-Rezeption"
mit welchem vielfach die ganze Sinfonie identifiziert wird: Die drei markanten Achtel auf G
vom ewigen menschlichen Schicksalskampf
Jahrhundert reichte
wurde Beethovens „Fünfte“ als eine musikalisch objektivierte Erzählung von Niederlage und Triumph
von Leid und Erlösung interpretiert. Ähnlich wie die 9. Sinfonie mit ihrer „Ode an die Freude“ behandele die 5
Sinfonie mit ihrem „per aspera ad astra“
von c-Moll nach C-Dur einen grundlegenden Gedanken der europäischen Kultur
ihrem Weg durch Nacht zum Licht
Auch wenn diese "pathetische Deutung" in der heutigen Zeit einer etwas objektiveren Sichtweise gewichen ist
dass die 5.Sinfonie zusammen mit seiner 3
kann trotzdem festgestellt werden
Sinfonie und mehr noch der 9
Bruckner bis hin zu Gustav Mahler) maßgeblich beeinflusst hat
Sinfonie das sinfonische Schaffen des 19.Jahrhunderts (von Brahms
Tschaikowski
die sowohl den "Liebhaber klassischer Musik"
immer wieder (nicht zuletzt durch ihre rhytmische Kraft) in ihren Bann zu ziehen vermag. Inhaltsverzeichnis showTocToggle("Anzeigen"
"Verbergen") 1 Daten zum Werk 2 Aufbau und Analyse 2.1 Erster Satz 2.2 Zweiter Satz 2.3 Dritter Satz 2.4 Vierter Satz 3 Diskographie 4 Rezeptionsgeschichte 5 Weblinks 6 Literatur [Bearbeiten]
Sie ist außerdem eines der Werke
die sonst kaum der klassischen Musik zugeneigt sind
als auch Menschen
Daten zum Werk
die Fertigstellung erfolgte vom April 1807 bis zum Frühjahr 1808
direkte Niederschriften finden sich in Beethovens Skizzenbuch vom Februar und März 1804
Entstehungszeit: Erste Aufzeichnungen reichen in das Jahr 1800 zurück
Uraufführung: 22
Dezember 1808 im Theater an der Wien
Orchester: 2 Flöten
2 Oboen
1 Kontrafagott
2 Fagotte
Streicher. siehe auch Schicksalsdrama
1 Piccoloflöte
2 Hörner
2 Trompeten
2 Klarinetten
3 Posaunen
Gattung (Musik) [Bearbeiten]
Pauken
Aufbau und Analyse
Die musikalische Analyse eines Werkes bedingt naturgemäß einander teilweise widersprechende Interpretationen
sieht ein anderer nur die Variation eines Themas
Beispiel: Wo der eine Musikwissenschaftler mehrere Themen sieht
Deshalb stellt die folgende Analyse nur einen Versuch ohne absoluten Anspruch dar. [Bearbeiten]
Erster
Satz
Allegro con brio
c-Moll Der erste Satz lässt sich gliedern in: Exposition - Durchführung - Reprise - Coda
2/4 Takt
dass sich der Komponist anstatt eines aus mehreren Motiven gebauten Themas eines äußerst kurzen
Er unterscheidet sich von der überkommenen Sonatenhauptsatzform dadurch
dafür aber sehr prägnanten Motivs bedient
Außerdem spielt das Seitenthema eine sehr untergeordnete Rolle (es erscheint nur in der Exposition und Reprise und wird schon bei seinem ersten Auftreten dem Hauptthema im Bass gegenübergestellt.)
um dann das Motiv in Ablösungstechnik in mitreißendem rhythmischen Achtel-Fluss seine Kraft entfalten zu lassen. Motiv in Ablösungstechnik Seine eigentliche Spannung bezieht das Motiv daraus
dass Beethoven selbst diese Exposition mit den Worten „So klopft das Schicksal an die Pforte“ kommentiert haben soll)
dass seine Tonart bis Takt 7 unentschieden ist
Der Satz hat also eine starke Tendenz zur Monothematik. Die Exposition beginnt ohne langsame Einleitung direkt mit den 6 Takten des "Schiksalsmotivs" (die Legende will
Der Hörer könnte genauso gut Es-Dur als Grundtonart vermuten
Erst ab Takt 7 wird mit dem Grundton C der Celli und Fagotte harmonische Eindeutigkeit geschaffen
Diese Spannung wird durch die beiden Fermate
sowie das D (Takt 4-5) als Sekunddissonanz noch verstärkt
Bratschen und 1
Violine greifen das Motiv auf
welches dann vom Orchester im Tutti auf der Dominanten beendet wird
welches dann das Seitenthema einleitet
Violinen und Bratschen führen es fort
um dann in ein eher akkordisches Tutti überzugehen
es
b)) leitet über zum Seitenthema (Paralleltonart Es-Dur) in gleichmäßig schreitenden Vierteln. Seitenthema Eine Achtelfigur mit "abfallender Tendenz" ( zuerst in den Streichern
f
dann in den Bläsern)
sowie das Hauptmotiv
beenden die Exposition
Ein kurzes Hornmotiv Hornfigur(es beginnt sinnigerweise mit der gleichen Rhythmik aber einer anderen Tonfolge (dreimal b
harmonisch vielfach abgewandelt
Der erste Teil der Durchführung verarbeitet das Thema
abwechselnd von Bläser- und Streichergruppe im Diminuendo gespielt an
Nach einer 17-taktigen Überleitung mit zweimalig absteigenden Vierteln in den Bässen
schließt sich eine "Art von Klangfläche" in halben Notenwerten
dass das Seitenthema in C-Dur steht
und nicht wie in der Reprise zu erwarten
in der Grundtonart c-Moll)
welche von einem eingeschobenen "Oboenseufzer" abgesehen
eine Wiederholung der Exposition darstellt (Ungewöhnlich ist hierbei
Bild nicht gefunden KlangflächeNach einem abermaligen Tutti beginnt die Reprise
Eine Erklärung für die Freiheit Beethovens an diesem Punkt könnte einerseits die absolut konträre Disposition des zweiten Themas zum Hauptthema
in Bezug auf den Gestus (Hauptthema:energisch <-> Seitenthema:elegisch) sein
Andererseits könnte es auch als Vorgriff auf das Tutti-Thema in C-Dur des zweiten Satzes
sowie den 4
Satz in C-Dur gedeutet werden. Eine sehr ausgedehnte Coda beendet den Satz. [Bearbeiten]
Zweiter Satz
in As-Dur
As-Dur Der zweite Satz steht
in der Tonart der Subdominante der verwandten Durtonart von C-Moll
3/8 Takt
2.Satz: Andante con moto
dort ein weit ausholendes
die das Seitenthema des ersten Satzes aufgrund der Dominanz des Hauptthemas kaum wahrnehmen konnte
Er stellt in jeder Hinsicht einen scharfen Kontrast zum ersten Satz dar; hier ein extrem kurzes
geschwungenes
sangliches Thema (Fortspinnungstyp). Hauptmotiv de 2.Satzes Damit übernimmt es die Aufgabe
rhythmisch prägnantes Motiv
punktiertes
Der Satz lässt sich formal in vier Abschnitte gliedern: Thema und drei Variationen
Dabei übernimmt die zweite Variation die Funktion einer Durchführung
die vierte Variation die einer Reprise und Coda
Jeder der vier Abschnitte lässt sich wiederum in vier Teile gliedern
ein Tutti-Motiv (ff) in C-Dur
Tutti-Motiv des 2.Satzes sowie ein harmonisch offener Rückführungsteil
eine harmonisch offene Überleitung
Ein melodisches Fortspinnungsmotiv in As-Dur
sowie als Vorschau auf das heroische Thema des Schlussatzes gesehen werden
Dabei kann das Tutti-Motiv als Rückblick auf den ersten Satz
dann in Zweiunddreißigsteln
welches zuerst punktiert auftritt
Das melodische Fortspinnungsmotiv
und zum Abschluss schließlich im Tutti. [Bearbeiten]
erscheint in den drei Variationen zuerst in fortlaufenden Sechzehnteln
Dritter Satz
c-Moll Der 3.Satz – ein Scherzo
3.Satz : Allegro
wie es seit Beethoven anstelle des überkommenen Menuetts typisch wird – steht wiederum in c-Moll
3/4-Takt
Ludwig van Beethoven
In der Beethoven-Literatur wird ihm vielfach der Charakter eines eigenständigen Satzes abgesprochen
und die Funktion einer spannungssteigernden Überleitung zum Finale zugeschrieben. (Walter Riezler
Zürich 1962)
und ihn nach der Uraufführung um die Hälfte gekürzt
Beethoven hat den Satz auch erst zum Zeitpunkt der Partiturreinschrift fertig gestellt
Der Satz hat die Form: Scherzo - Trio - Scherzo (Reprise) - Coda
punktierte Halbe)
welches einen Tonraum von fast zwei Oktaven aufreißt. Baßmotiv(Celli + Bässe) Darauf folgt ein Viertonmotiv in den Hörnern und danach im Tutti (drei Viertel
das an den Beginn der Sinfonie erinnert
Das Scherzo besteht aus einem zweimal ansetzenden in Vierteln aufsteigenden Bassmotiv
bevor sie zum Abschluss des Scherzo miteinander kombiniert
Das Bassmotiv (diesmal in b-Moll) und das Hornmotiv erscheinen in variierter Form noch einmal
in einer Art von Durchführung erklingen
Achtelfiguren in den Violinen und ein abschließendes Tutti (mit Pauken) leiten über zum Trio
Dieses ist ein Fugato
welches in den Bässen und Violinen beginnt und an dem sich danach die Blasinstrumente beteiligen
der mit einer von den Flöten bis in die Fagotte durch drei Oktaven fallenden Linie im Pianissimo endet
von "Zögern" unterbrochenen Einsatz folgt ein dritter Einsatz
Nach einem zweiten
Darauf folgt eine verkürzte Reprise des Scherzo mit "reduzierten Mitteln" (die Streicher spielen Pizzicato
Nach einem fünfzehn Takte im Pianissimo durchgehaltenen Orgelpunkt As im Bass ertönt kurz das Anfangsmotiv
Achtel und schließlich einen Paukenwirbel spielen
dann Viertel
indem sie rhythmisch das Hauptmotiv andeuten
Die Pauken treiben die Musik voran
Mit dieser gewaltigen Steigerung setzt das Finale fast übergangslos ein
Eine formale Trennung der Sätze unterbleibt
was in der Musikliteratur sehr selten vorkommt. [Bearbeiten]
Vierter Satz
wie es sich in der 9
C-Dur Im Schlusssatz zeigt sich deutlich die Tendenz zur Verlagerung des Schwergewichts der Sinfonie vom Anfangssatz weg zum Schlusssatz
4.Satz: Allegro
4/4-Takt
Sinfonie später noch deutlicher zeigt
und zum Teil noch in Beethovens früheren Sinfonien üblich war
wie er in den Sinfonien von Joseph Haydn
wird nicht mehr angewendet
Der "heiter-problemlose" Charakter
etc.) animiert
Der Gegensatz zwischen dem "dramatisch
düsteren" c-Moll des ersten Satzes und dem "jubelnden" C-Dur des Schluss-Satzes hat die Beethoven-Literatur zu den bekannten Bildern ("Durch Nacht zum Licht"
"per aspera ad astra"
wie später auch in der 9.Symhonie der Form des Marsches
Zur Steigerung des "jubelnd-triumphierenden" Charakters bedient sich Beethoven
Außerdem wird das Orchester um Piccoloflöte
Kontrafagott und Posaunen erweitert
Der 4
< - > Reprise: 110 Takte
Coda: 126 Takte). Der Satz beginnt mit dem aufsteigenden Siegesthema c-e-g und der Komplementär-Figur f-e-d-c-d-c. Hauptmotiv des 4.Satzes Nach einem Überleitungsteil in durchlaufenden Achteln und einem zweiten Thema folgt ein Seitensatz
Satz ist ebenso wie der erste Satz in der Sonatenhauptsatzform gebaut
wobei das Schwergewicht ebenso wie in der Gesamtanlage der Symphonie zum Ende hin verlagert ist (Exposition: 85 Takte
Durchführung: 66 Takte
welcher durch Triolen rhythmisch abgehoben ist
Die darauf folgende Durchführung arbeitet hauptsächlich mit dem Triolenmotiv des Seitensatzes
Nach einem kurzen Aufgreifen des Hornmotivs des Scherzo des 3
Satzes folgt die Reprise
Diese ist durch zwei Einschübe länger als die Exposition
das Hauptthema bearbeitend
thematisch dem Hauptsatz verwandt (G-C-G-E-D-C-G2)
bevor das Presto
Die sehr ausgedehnte Coda beginnt mit einer zweimaligen Steigerung
das Werk beendet. [Bearbeiten]
Diskographie
Es existieren inzwischen über 150 Aufnahmen des Werkes
Deshalb können nur wenige Aufnahmen gesondert erwähnt werden
Die erste Aufnahme stammt von den Berliner Philharmonikern unter Arthur Nikisch aus dem Jahr 1913
Otto Klemperer und Bruno Walter
Es lassen sich in der Folgezeit zwei verschiedene Interpretationsansätze verfolgen: zum einen die romantische Beethoven-Interpretation
repräsentiert durch Wilhelm Furtwängler
Die Tempi sind getragen und deutlich langsamer als vom Komponisten angegeben (bis zu 40 Minuten Gesamtspielzeit)
die Oberstimmen sind gegenüber den Gegenstimmen hervorgehoben
die einzelnen Abschnitte innerhalb eines Satzes sind zusätzlich im Tempo voneinander abgehoben
Der andere Ansatz (zuerst vertreten durch Arturo Toscanini) befolgt die schnellen Metronomzahlen (27 Minuten Gesamtspielzeit)
ist im Klangbild schlanker und versucht eher die Satzstruktur herrauszuarbeiten
Cyprien Katsaris und Konstantin Scherbakov) zu erwähnen
Ferner ist die Klavierfassung von Franz Liszt (in Aufnahmen von Glenn Gould
Paul Badura-Skoda
Von Ernst-Erich Stender existiert eine Bearbeitung für Orgel. [Bearbeiten]
Rezeptionsgeschichte
[Bearbeiten]
Weblinks
Vorlage:Commons Analyse mit Noten und Audiobeispielen (http://www.aeiou.at/bt-sym5.htm) Analyse mit Notenbeispielen und Formschema (http://mitglied.lycos.de/bbuikescience3/beethoven.htm) [Bearbeiten]
Literatur
Peter: Zur Neuausgabe der Sinfonie Nr
Gülke
Leipzig 1978. Wulf Konold: Ludwig van Beethoven
Peters
5 von Ludwig van Beethoven
5S
ymphonie
: Schott
Mainz 1979. Max Chop: Ludwig van Beethovens Symphonien (Nr4
Reclam
geschichtlich und musikalisch analysiert
mit zahlreichen Notenbeispielen von Max Chop
Bärenreiter Verlag
Leipzig. Renate Ulm: Die 9 Symphonien Beethovens
-6)
Oktober 2002D
Mainz Juni 2001E
ieter Rexroth: Beethoven
Schott
liot Forbes: BeethovenS
Norton
ymphony No.5 in C minor
New York 1971. Siehe auch: Liste der Sinfonien Ludwig van Beethovens en:Symphony No5
(Beethoven) es:Quinta SinfonÃa de Beethoven ja:交響曲第5番 (ベートーヴェン) ko:ë² í† ë²¤ êµ?향곡 ì œ 5번 zh:第五交å“?曲 (è´?多芬)
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