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Diskussion : 4.48 Psychose
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4.48 Psychose
Stichpunkte
Allgemein
4.48 Psychose ist das fünfte und letzte Stück der britischen Dramatikerin Sarah Kane
Die Uraufführung erfolgte posthum im Juni 2000 im Royal Court Jerwood Theatre Upstairs in der Regie von James Macdonald. [Bearbeiten]
Handlung
Kane führt keine handelnden Personen auf
Zahlenketten und Dialogen ohne Rollenverteilung
4.48 Psychose ist eine Aneinanderreihung von Monologen
In vermutlich äußerst autobiographischen Zügen beschreibt das Stück die Erfahrungen einer Person mit depressiven Schüben
Suizidversuchen und therapeutischer Behandlung
Den Text durchströmt eine dichte Bilderwelt; der Leser bzw
Zuschauer wird mit der Wahrnehmung des depressiven bzw. psychotischen Bewusstseins konfrontiert
Dementsprechend fragmentiert erscheint der Text des Stückes
Es treten zwar Beschreibungen von Handlungen
doch lassen sich diese in keinen gültigen chronologischen Ablauf setzen
von Diagnosen und von Dialogen auf
4.48 Psychose ist Poesie in Form eines aufs Äußersten verdichteten Textes. [Bearbeiten]
Form
fragmentierter Weise dem Text eine Logik zu verleihen
Sarah Kane gelingt es
in zerstückelter
Der Titel bezeichnet den Moment der klarsten Wahrnehmung
den die Autorin in ihrer letzten depressiven Phase regelmäßig um 4:48 Uhr morgens erfuhr
Befreit vom Einfluss ruhigstellender Medikamente fühlte sie sich zu klaren Gedanken und Artikulationen fähig
dass Kane das Stück in der Zeit eines heftigen depressiven Schubs schrieb
Bemerkenswert ist in diesem Kontext
Der Leser bzw
das teilweise sicherlich mit dem der Autorin gleichzusetzen ist
Zuschauer erhält also Einblick in das wahnhafte Bewusstsein einer Figur
Eine einheitliche Form in der Sprache lässt sich durch die abrupten Wechsel von Monolog zu Dialog zu Zahlen- und Wortketten nicht ausmachen. [Bearbeiten]
Reaktionen
James Macdonald ließ in der Uraufführung den Text von drei Personen - zwei Frauen und einen Mann - spielen
Der Aufruhr um den Suizid der Autorin
der kurz nach Beendigung des Stückes erfolgte
bescherte der Aufführung große Popularität
Täter und Zuschauer - dargestellt durch die drei Schauspieler
Bemerkt wurde die Spaltung eines Menschen in Opfer
Gemeinhin wird 4.48 Psychose als schlüssiger Abschluss der Gesamtheit der Werke von Sarah Kane gesehen - die Auflösung der Perspektiven und die verzweifelte Suche nach Liebe und einer Lösung der Begierde (wie auch schon exzessiv in Gier thematisiert) finden ein Ende in der physischen Auflösung sowohl der Person im Stück als auch der Autorin selbst. en:4:48 Psychosis
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
4.48 Psychose
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