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Allgemeine Beschleunigung und dynamisierte Rahmenbedingungen zeitigen wirtschaftlich einen enormen Innovationsdruck. Dies macht innerbetrieblich ein rigides Zeitmanagement von neuen Geschäftsmodellen und -prozessen erforderlich. Deren Globalisierung verlangt überdies eine kontinuierliche Neujustierung der eigenen Unternehmenskultur. Kurzum, es entstehen komplexe Anforderungen an die Handhabe von Wissen, sowohl für das Unternehmen als auch für die Mitarbeiter. Konkreter Fall: wie schult man 50000 Mitarbeiter, die sich weltweit auf verschiedene Standorte verteilen? Durch Einsatz von E-Learning können betriebliche Aus- und Weiterbildungskosten nach einer weiteren Studie von Mummert + Partner bis zu 30 Prozent gesenkt werden. Diese Annahme verspricht ein gewaltiges Einsparpotenzial, denn deutsche Unternehmen investierten jährlich insgesamt mehr als 30 Millarden Euro in die Schulung ihrer Mitarbeiter. Es wundert kaum, dass E-Learning-Lösungen angesichts dieser Dimensionen hoch im Kurs stehen. Aber wie hoch genau? Die Bertelsmann Stiftung hat ermittelt, dass heute etwa 50 Prozent aller deutschen Großunternehmen E-Learning für die Weiterbildung der Mitarbeiter einsetzen [pdf]. Dabei sinkt mit abnehmender Unternehmensgröße auch die Nutzungsquote. Größere Unternehmen legen indes Wert auf multimediale Weiterbildungsprogramme, die speziell auf ihre eigene Situation konfiguriert sind. Dies wird in der Regel über Intranets abgewickelt oder an unternehmenseigenen Universitäten (Corporate Universites) umgesetzt. Umfragen haben ergeben, dass vor allem Angebote zu IT-Standardanwendungen (67 Prozent) nachgefragt sind, gefolgt von kaufmännischen Fachkompetenzen (37 Prozent) und Fremdsprachenerwerb (37 Prozent). Großunternehmen sehen den ausschlaggebenden Nutzen von E-Learning — neben den Lernerfolgen und der stärkeren Performance ihrer Mitarbeiter — vor allem in der Verbesserung ihrer Wettbewerbssituation. Im Vergleich hierzu machen nur etwa 25 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) Deutschlands Gebrauch von E-Learning-Angeboten. Hier stehen Kosteneinsparungen im Vordergrund. Eines allerdings läßt sich für Unternehmen jedweder Größe feststellen: Die Zunkunft der beruflichen Fortbildung — hier sind die Experten einer Meinung — ist das sogenannte blended learning: die Verschränkung von interaktiven, netzbasierten E-Learning-Modulen, von Angeboten klassischer Präsenzseminaren und von interaktiven, synchronen Lernmethoden wie Whiteboards und Chats.
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